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510 von 530 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tragisch, lustig, lesenswert
"Ich erzählte Augustus die Grundzügen meines Wunders: Als ich 13 Jahre alt war, wurde bei mir Schilddrüsenkrebs im vierten Stadium diagnostiziert. (Ich erzählte ihm nicht, dass die Diagnose drei Monate nach meiner ersten Periode kam, es war wie: Glückwunsch! Du bist eine Frau. Jetzt stirb.)"

Das ist Hazel Grace, 16 Jahre alt und...
Veröffentlicht am 26. Juli 2012 von josbookcorner

versus
93 von 110 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Schuld in unseren Sternen?
Meine Vorbehalte gegen ein Buch mit dieser hochsensiblen Thematik ließ ich mir durch das Zitat der Hauptperson des fiktiven Romanes, der 16-jährigen Hazel "Krebsbücher sind doof" zerstreuen. Ich schloss daraus, dass ein Kult-Autor wie John Greene über alle strapazierten Klischees der Erzählungen von sterbenden Kinder und Jugendlichen hinaus,...
Vor 20 Monaten von DieBuchpiraten veröffentlicht


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510 von 530 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tragisch, lustig, lesenswert, 26. Juli 2012
Von 
josbookcorner (Espa) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
"Ich erzählte Augustus die Grundzügen meines Wunders: Als ich 13 Jahre alt war, wurde bei mir Schilddrüsenkrebs im vierten Stadium diagnostiziert. (Ich erzählte ihm nicht, dass die Diagnose drei Monate nach meiner ersten Periode kam, es war wie: Glückwunsch! Du bist eine Frau. Jetzt stirb.)"

Das ist Hazel Grace, 16 Jahre alt und krebskrank. Ihre Behandlung soll nur noch ihr Leben verlängern, geheilt werden, kann sie nicht mehr. Das weiss sie, genauso wie sie weiss, dass es ein Wunder ist, dass sie überhaupt noch lebt. In einer Selbsthilfegruppe, zu der sie eigentlich gar nicht gehen will, trifft sie eines Tages Augustus. Der Krebs hat eines seiner Beine gefordert, aber er ist auf dem Weg der Besserung und obwohl Hazel sich vorgenommen hat, niemandem so nah zu kommen, dass ihn ihr Tod aus der Bahn werfen kann, verliebt sie sich.

Das ist jetzt mein vierter Versuch, meine Meinung zu diesem Buch zu schreiben. Erstaunlich, wie schwer es mir fällt, das, was ich während des Lesens empfunden habe, einfach niederzuschreiben.

John Green hat als Student einige Zeit als Seelsorger in einem Kinderkrankenhaus gearbeitet und beschreibt seine Erfahrungen selbst als herzzerreissend.
Seit dieser Zeit wollte er ein Buch über diese 'Krebs Kinder' schreiben - kein 'Hoffnung, Glaube, Stärke, alles hat auch eine positive Seite etc.- Buch', sondern ein echtes, ein wahres Buch über echte Teenager, echte Eltern, echte Sorgen und Nöte. Greens Hauptcharaktere sind keine Helden, es sind normale Menschen, die versuchen, mit einem vermutlichen Todesurteil umzugehen.

Der sarkastische Humor, den sie dabei an den Tag legen, hat mich - trotz allem - oft schmunzeln lassen. Gleichzeitig gibt es Passagen in diesem Buch, die einen auch noch nach dem Lesen der letzten Seite beschäftigen werden, es gibt Sätze, die vielleicht für immer bei einem bleiben und es gibt Abschnitte, bei denen man schlicht Rotz und Wasser heult.
Was mich dazu bewegt, dieses Buch wirklich zu empfehlen, ist seine Ehrlichkeit.

"Cancer sucks"
Es gibt keine positive Seite am Kotzen oder am ins Bett machen, nichts positives daran, das Augenlicht zu verlieren, das Gefühl zu haben, zu ertrinken, seine eigene Beerdigung zu planen, einen Menschen sterben zu sehen.

Aber obwohl das Buch so ein trauriges Thema hat, so tragisch ist, ist es gleichzeitig wunderschön, lustig, kraftvoll und lebensbejahend. Hazel und Augustus sind Teenager, deren Geschichte einen lange nicht mehr los lässt und die dazu führt, dass man selbst anfängt, nachzudenken - über das eigene Leben, die eigenen Narben, die man auf der Welt hinterlässt, ob es überhaupt wichtig ist, etwas zu hinterlassen und wenn ja, was...

"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" behandelt die schönsten und schwierigsten Abschnitte im Leben: Liebe, Freundschaft, Verlust und Tod und es macht das auf einer wunderbare Art und Weise - klare Leseempfelung und 5 Sterne!
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48 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Schicksal ist ein mieser Verräter, 17. September 2012
Inhalt:
Die 16-jährige Hazel Grace Lancester leidet an Krebs, ihre Heilungschancen stehen schlecht, nur durch Medikamente kann ihr Körper und vor allem die erkrankte Lunge, am Arbeiten gehalten werden. Ihr ständiger Begleiter ist eine Sauerstoffflasche, nur mithilfe ihr kann sie atmen.
Doch Hazel verzweifelt nicht an ihren Leben, mit einer einzigartigen Stärke erträgt sie ihr Schicksal. Zur Schule kann sie schon lange nicht mehr gehen, so verbringt sie den Tag mit lesen, träumen und Gedankenfantasien. Ihre Mutter findet, es wäre wichtig für ihre Tochter, soziale Kontakte aufzubauen, weshalb sie sie zu einer Selbsthilfegruppe für an Krebs erkrankte Kinder schickt. Zuerst gar nicht begeistert von dieser Idee, ändert sich ihre Meinung, als sie dort den 17-jährigen Augustus Waters kennen lernt. Ohne Grund ist er nicht in der Gruppe, durch den Krebs hat der Junge ein Bein verloren, doch anders wie bei Hazel, ist er seit einiger Zeit symptomfrei, sprich, die Ärzte sind zuversichtlich, dass er die Krankheit überwunden hat.
Aus der Freundschaft zwischen den Beiden entwickelt sich langsam mehr, doch wie geht man damit um, wenn man sich niemals sicher sein kann, wie viel Zeit einen zusammen noch bleibt.

Meine Meinung:
Ein Buch über Krebs, was noch dazu lustig ist. Geht es? Es geht und John Green legt ein Werk vor, der den Beweis antritt. Besonders durch die Charaktere beginnt die Geschichte zu leben und erhält einen Glanz, den zu beschreiben nahezu unmöglich ist.
Hazel, Augustus, aber auch ihr Freund Isaac haben eine Art von Humor gegenüber ihrer Krankheit entwickelt, der ihnen oft hilft, die Situationen besser zu ertragen, schwer genug ist ihr Leben sowieso schon. Man merkt an einigen Stellen doch, dass ihre witzigen Sprüche, ganz oft einfach nur ein Schutzschild sind, um nicht der Krankheit die volle Macht über ihr Leben zu geben. Krebs wird nicht beschönigt, oder lächerlich gemacht, er wird so dargestellt wie er ist: grausam und unbarmherzig.
Diese Mischung zwischen Witz und Ernst machen das Buch zu etwas ganz besonderen, was es für mich in dieser Form noch nie gegeben hat.

Ich: „Ich weigere mich, zur Selbsthilfegruppe zu gehen.“
Mom: „Das Desinteresse an Aktivitäten ist ein Symptom der Depression.“
Ich: „Bitte, lass mich einfach America’s Next Top Model sehen. Das ist auch eine Aktivität.“
Mom: „Fernsehen ist passiv.“
Ich: „Ach, Mom. Bitte.
Mom: „Hazel, du bist ein Teenager. Du bist kein kleines Kind mehr. Du musst Leute kennenlernen, aus dem Haus gehen dein Leben leben.“
Ich: „Wenn du willst, dass ich mich wie ein Teenager benehme, dann schick mich nicht zur Selbsthilfegruppe. Besorg mir einen gefälschten Ausweis, damit ich in Clubs reinkomme und Wodka trinken und Haschisch nehmen kann.“
Mom: „Erstens, Haschisch nimmt man nicht.“
Ich: „Siehst du, so was wüsste ich, wenn du mir einen gefälschten Ausweis besorgen würdest.“
Mom: „Du gehst zur Selbsthilfegruppe.“
Ich: „Aaaaaaaaaaaaarrggghhh.“ (Seite 12/13)

Es ist aber nicht nur das Leben der erkrankten Jugendlichen, das im Buch Platz findet, man erfährt auch wie es für die Eltern ist, sein eigenes Kind so leiden zu sehen. Es nimmt nur einen kleinen Teil im Buch ein, gibt nur einen Einblick, sicherlich sind die Gefühle der Angehörigen intensiver, doch durch die kurze Beschreibung kann man sich doch schon ein Bild machen.

Die Geschichte ist traurig, natürlich, aber es fällt nicht ganz leicht, hinter der geballten Humorfront, die komplette Ernsthaftigkeit zu erkennen. Mir waren zwar alle sympathisch und ich fand es auch schrecklich, welches Schicksal der einzelne durchmachen muss, aber so wirklich übergesprungen ist der Funke bei mir nicht. Die komplette Gefühlspalette konnte ich nicht durchleben, oder sagen wir, durchleben schon, aber erst nachdem ich das Buch gelesen hatte. Für mich musste die Geschichte einfach mal wirken, um ihren ganzen Zauber ausspielen zu können.

Man denkt, man würde die Geschichte verstehen, verstehen, welchen Weg die einzelnen Charaktere nehmen, aber man täuscht sich immer wieder. Es kommt zu Zwischenfällen, die alles verändern, eine neue Richtung für alle Beteiligten einschlagen, mal zum positiven, mal auch in die andere Richtung.

Der Schreibstil von John Green ist locker leicht, legt sich um das schwierige Thema wie eine zweite Haut, passt sich ihm an und ist mit keinen anderem Autor vergleichbar.

Fazit:
Man muss „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ selbst lesen, um die Einzigartigkeit verstehen zu können. Bereuen wird man es auf keinen Fall.
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129 von 145 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein berührendes wie authentisch wirkendes (Liebes)Drama, mit einer gesunden Portion Witz & Charme, 9. August 2012
Von 
SandiReni (Norderstedt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
In den USA hat der Videoblogger und Jugendbuchautor John Green längst den Beliebtheitsstatus intus. Kaum erscheint neuer Lesenachschub aus seiner Feder, lässt der Erfolg nicht lange auf sich warten. Ich will ehrlich sein: vor Romanen wie Will & Will oder Tage wie diese habe ich nie etwas von dem Autor gehört, geschweige denn gelesen. So wagte ich mit seinem neusten Werk "Das Schicksal" ist ein mieser Verräter nun meinen ersten Versuch und dieser sollte sich nicht zu meinem Nachteil auswirken! Selten habe ich ein derart berührendes wie authentisch wirkendes Liebesdrama gelesen, das simultan mit einer gesunden Kombination aus Witz & Charme zu glänzen vermag. Ich zeige mich beeindruckt!

Es gibt viele Arten von Krebs und unendliche Schicksale, die von der anschleichenden Krankheit betroffen sind/waren. In "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist die 16-jährige Hazel eine von ihnen. Die längst bekannte Diagnose UNHEILBAR ist ernüchternd und sorgt für eine isolierte Lebenseinstellung, die Hazels aufopfernde Mutter wohl als Depression bezeichnen würde. Dabei beabsichtigt Hazel nur eines: sie will nicht bemitleidet werden und die Menschen verletzten, die irgendwann einmal ihre Grabrede halten werden. Trotzdessen dreht sich die Erde weiter - mit einer sauerstoffzuführenden Maske als ständiger Begleiter, denn Hazels Lunge ist metastasiert. Den Kampf gegen den Krebs mag das bücherliebende Mädchen so gut wie verloren haben, doch was die ihr verbleibende Zeit betrifft, ist das letzte Wort längst nicht gesprochen. Und so verschlägt es Hazel gleich zu Beginn der Geschichte ein weiteres Mal in eine Selbsthilfegruppe für Krebspatienten, die stets nach dem gleichen Muster verläuft. Doch dieses Mal ist etwas anderes. Hazel trifft auf den einbeinigen Augustus Waters und diese zunächst merkwürdige Begegnung verändert ihr Leben nachhaltig.

Man kann es nicht anders sagen: was sich auf den circa 288 Seiten abspielt ist eine ansteckende Achterbahnfahrt der Emotionen. So präsentiert sich "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" als eine humorvolle wie dramatische Liebesgeschichte, die mit manch überraschenden Wendungen (je nachdem wie aufmerksam man zwischen den Zeilen liest) sowie glaubwürdigen Haupt-/Nebencharakteren zu unterhalten weiß. Egal, ob es Hazels stets weinender Dad, ihre sorgenvolle Mom, der bald erblindende Isaac oder der coole Augustus ist ... sie alle haben einen unverkennbaren Wiedererkennungswert und handeln in vielen Belangen wie man es selbst wohl auch tun würde: einfach menschlich. Liebe, Freundschaft, Wut und Resignation reichen sich demgemäß die Hände und sorgen für Gänsehaut pur. Ich zumindest klebte gebannt an den Seiten fest, von der mir keine einzige überflüssig erschien. Mal schmunzelnd, mal den Tränen nahe.

Was besonders fasziniert, ist wohl die Art und Weise mit der Hazels liebenswertes Leiden in der Ich-Perspektive geschildert wird, nämlich intelligent, tiefgründig & ironisch. Man kann gar nicht anders, als die schlagfertige Hauptprotagonistin von der ersten Seite an ins Herz zu schließen. Gemeinsam mit ihr nach Atem zu ringen und sich zu fragen, was mit den Figuren ihres (fiktiven) Lieblingsbuches "Ein herrschaftliches Leiden" passiert, nachdem es abrupt endete. Auch in diesem Punkt wird man von John Greens kreativer wie überragender Schreibkunst verblüfft. So verzaubert irgendwann auch die Geschichte in der Geschichte und die Suche nach der Wahrheit gestaltet sich aufregend, bedeutungsvoll und romantisch-unverkitscht. Indes werden Hazels um den Krebs kreisende Gedanken mittels einer unaufdringlichen wie sarkastischen Note unterstrichen. Es passt - so will ich es behaupten - immer!

Wie sich in Film & Literatur oft gezeigt hat, sind die tragischsten Liebesgeschichten dann irgendwie auch die schönsten. Vielleicht weil eine Liebe ohne Happy End uns doch die reinste Form der Liebe vermittelt, fernab der eingefahrenen Alltäglichkeit(?). Oftmals ist sie kurz, schmerzlich und trotzdem unvergesslich schön. Bereits nach wenigen Kapiteln malt man sich automatisch aus, welch dramatisches Ende John Green wohl für Hazel Grace & Augustus Waters vorgesehen haben könnte. Gewiss kommt man stets auf ein ähnliches Ergebnis: es wird verdammt traurig. Oh ja!

Nichtsdestotrotz ist der Weg dorthin äußerst lesens- & liebenswert. In dem unkomplizierten wie wortgewandten Augustus/Gus findet Hazel nämlich nicht nur einen Freund mit dem es sich wunderbar über die hohe Kunst der Literatur sinnieren lässt (Achtung: unterdessen sind Fremdwörter im Anmarsch, man könnte also dazulernen!), sondern einen außergewöhnlichen Menschen, der für allerhand Überraschungen sorgt. Was mir besonders gefiel: ihre Gefühle füreinander entstehen auf eine natürliche, nachvollziehbare und unverkrampfte Weise, ohne in irgendwelchen Oberflächlichkeiten zu ersticken, wie es in etlichen Jugendromanen leider üblich ist. Haltet die Taschentücher bereit!

Ein bewegendes Zitat:

"Du bist keine Zeitbombe, Hazel, nicht für uns. Der Gedanke daran, dass du stirbst, macht uns traurig, aber du bist keine Bombe. Du bist ein Geschenk. Du kannst es nicht wissen, Liebes, weil du noch nie ein Baby hattest, das zu einem hochintelligenten jungen Bücherwurm mit einer Schwäche für grauenhafte Fernsehsendungen herangewachsen ist, aber die Freude, die du uns schenkst, ist tausendmal größter als unsere Traurigkeit über deine Krankheit." (Seite 98)

Kurz gesagt:

Diese Seiten haben es in sich! Das Schicksal mag uns manchmal enttäuschen und sich als ein mieser Verräter entpuppen, der Jugendbuchautor John Green tut es hingegen nicht. Mit seinem Liebesdrama um Hazel & Augustus entführt er den Leser in eine unvergessliche Achterbahnfahrt der Emotionen, die gleichzeitig zu berühren und überraschen vermag - intelligent, tiefgründig & ironisch erzählt. Für "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" gibt es somit eine 100%ige Empfehlung von mir. Ein Buchtipp, nicht nur für jugendliche Leser!
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nur als kleine Ergänzung: Lob der anspruchsvollen Übersetzung, 29. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eigentlich ist meinen Vorrednern nichts mehr hinzuzufügen. Alles, was dieses Buch, auch für mich, so toll macht, stand glaube ich in allen 5-Sterne-Rezensionen, die ich bisher gelesen habe.

Nur eines ist mir diesmal (rein zufällig erst diesmal!) durch den Kopf gegangen, was vielleicht noch nicht sooo häufig erwähnt wurde:

Ich vermute, dass bei diesem Buch in der deutschen Fassung mehr als Autor, sondern auch die Übersetzung verdammt gut war. Und das die Qualität der Übersetzung immer eine Rolle spielt, aber bei Büchern wie diesen spielt sie eine besonders große Rolle.

Dieses Buch habe ich gelesen und fand es aufgrund seiner Sprache phantastisch. Dabei ist mir beim Lesen nichts aufgefallen, wo ich gedacht habe: Aha: Die Originalsprache war vermutlich nicht Deutsch. ( ... Außer dem Handlungsort, der hat mich natürlich ein bisschen zweifeln lassen ;-) ...) Witze, die auf Sprache beruhen, Mehrdeutigkeiten, genau die richtigen Dinge, die ungesagt bleiben oder gar halb angedeutet werden, ... Ein Sarkassmus der an keiner Stelle übertrieben oder unangebracht erscheint, sondern irgendwie genau passend... Für die Originalfassung ist das normalerweise nahezu die "Alleinschuld" des Autors (wenn es gut läuft: auch seines Lektors).

Aber wenn das in der Übersetzung so bleibt und sogar in einer Alltagskultur, die sich eigentlich doch ziemlich von der amerikanischen unterscheidet immer noch, bleibt, ... dann ... herzlichen Glückwunsch nicht mehr allein an den Autor, sondern ... in diesem Fall auch an Sophie Zeitz.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen süß, traurig, lustig, nachdenklich, 31. August 2013
Ich habe dieses Buch von meinem Vater geschenkt bekommen. Mein erster Gedanke war: Oh nein, ein Buch über Krebs, muss das sein? Wenn ich ein Buch lese, will ich in fremde Welten entführt werden, ich will träumen können und nicht irgendwelche belastende Geschichten hören (da könnte ich ja gleich die Nachrichten einschalten). Aber schon ab der ersten Seite war ich in den Bann des Buches gezogen. Die Charaktäre haben eine sehr erfrischend sarkastische Art mit ihrer Krankheit umzugehen und obwohl es ein Buch über Krebs ist, nimmt man Hazel, Augustus uns Isaac nicht als arme kranke Kinder, sondern als die besonderen Charaktäre wahr, die sie sind.
Die Tränen, die ich während des Lesens verlor, wurden durch die lustigen Stellen wett gemacht. Ohne Mitleid heischend oder moralisierend zu sein, zeigt einem "Das Schicksal ist ein mieser Verräter", wie dankbar man sein kann, wenn das eigene Schicksal ein nicht ganz so mieser Verräter ist, wie das von Hazel Grace.
Lesenswert!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wir kommen hier alle nicht lebend raus..., 25. Februar 2013
Eine Nebenwirkung von Krebs, sei Einsamkeit...hat irgendein schlauer Poet mal von sich gegeben.
Aber was wissen diese Leute schon von Krebs? Mein Name ist Hazel, ich bin 16 Jahre alt und ja, Überraschung, ich habe Krebs. Diesen Satz musste ich schon hunderte Male von mir geben. Mom schleift mich einmal die Woche zu einer Selbsthilfegruppe, und weil da ziemlich hoher Durchlauf herrscht, was das Kommen und Gehen der Mitglieder betrifft, darf ich mich jedes Mal neu vorstellen - Hurra! Aber meine Mutter beruhigt es wohl irgendwie. Mein einziger Verbündeter in diesem Haufen aus Krankheit und Tod ist Isaac. Wir reden nicht viel, aber wir verstehen uns. Eines langweiligen Tages, bringt er seinen Freund Augustus mit. In meinem Versuch mich möglichst kultiviert auszudrücken, würde ich ihn wohl so beschreiben: Scheiße, ist der heiß! Wir fangen auch direkt an zu flirten, schätze ich... Also ich denke es ist flirten. Naja, auf jeden Fall möchte er sich mit mir treffen und ich willige ein...Was habe ich schon zu verlieren? Außerdem könnte ich so oben genannte pseudo Weisheit widerlegen...Welch ein Spaß!

Man sagt außerdem, eine Nebenwirkung von Krebs sei Sarkasmus...Ok, ich gebe es zu, das habe ich mir gerade ausgedacht.

Halt, halt, halt! Da fehlt doch was! Als aufmerksame Leser meines Blogs, seht ihr richtig, die gewohnten Ahornblätter fehlen. Warum? Einfach so. Einfach, weil es mir leicht fiel, die Grafik nicht an dieser Stelle einzufügen, und einfach, weil ich einfach etwas anderes für dieses Buch machen wollte.
Wenn ihr euch auch nach diesem Grund fragt, solltet ihr weiter lesen oder einen Fragenkatalog zur Rate ziehen.

Dieses Buch von John Green, ist in meinen Augen, ein absolutes Meisterwerk! Der Autor hat es geschafft, seinen Lesern ein ganz besonderes Geschenk zu machen. Er benötigte im Vergleich zu vielen anderen Ziegelstein-Artigen-Wälzer-Verwandten nicht mehr und nicht weniger, als 288 Seiten. 288 Seiten, um seinen Lesern eine Fülle an Emotionen zu vermitteln, und ihnen eine so wunderschöne und ebenso todtraurige Geschichte zu erzählen, wie ich sie zuvor noch nie gelesen habe. Der Autor schreibt mit Witz und einer unheimlichen Intelligenz, die mich wirklich beeindruckt haben. Seine ganz eigene Art mit dem großen Thema "Krebs" umzugehen, konnte mich fesseln und begeistern. Als wäre das nicht schon Grund genug für eine ausladene Respektsbekundung, griff der Autor nicht nur in die "Krebs-Schublade", er setzte noch eins drauf, indem er ein 16 jähriges Mädchen daran erkranken ließ. Also dann: Ich ziehe meinen imaginären Stroh-Hut ( mit kleinen Sonnblumen, die ringsherum von der Krempe baumeln) vor einem Autor, der es geschafft hat, mich in einen Manisch-Depressiven Zustand zu versetzen - Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt. Das merkwürdige daran: Ich habe es genossen!

"Während er las, verliebte ich mich in ihn, so wie man in den Schlaf gleitet: langsam zuerst und dann rettungslos."
S. 117

Hazel Grace, die Protagonistin, die uns diese wundervolle Geschichte aus ihrer Sicht mitteilt, gehört zu den Charakteren, die mir noch lange nach dem Lesen des Buches im Gedächtnis blieben. Für die meisten Menschen kommt Krebs einem Todesurteil gleich. In vielen Fällen haben sie recht, in manchen nicht. Hazel ist mittlerweile 16 und ihre Diagnose bekam sie bereits vor einigen Jahren. Für ihre Eltern gibt es selbstverständlich keinen anderen Lebensinhalt. Besonders ihre Mutter, begleitet sie auf Schritt und Tritt und bevormunded sie ganz vorbildlich. Um ihnen nicht zur Last zu fallen und sie noch weiter in diese nervige Krebs-Geschichte mit rein zu ziehen, versucht sie es ihren Eltern häufig recht zu machen, denn eines ist für Hazel klar wie Kloßbrühe: Sie wird sterben. In nicht allzu ferner Zukunft wird sie, Hazel, sterben - und das ist ok. Für sie jedenfalls. Dass ihre Eltern nicht besonders scharf darauf sind ihre Krebs-Tochter zu Grabe tragen, kann sie sich vorstellen. Sie hatte den Krebs, der zu ihren Körper gehört, akzeptiert. Und macht nun das Beste aus ihrer Situation. Hazel ist zwar unheilbar krank, sie lässt den Krebs aber nicht ihr Leben bestimmen. Und so wuchs diese junge, intelligente Dame direkt in mein Herz hinein - wie ein Krebsgeschwür. Besonders gut gefallen hat mir ihr "Galgenhumor". Situationen, in denen sie ihr Beatmungsgerät hinter sich herzieht, dass sie liebevoll "Phillip" getauft hat, dabei von den Schaulustigen bemitleidet wurde (Ooooh das arme Mädchen), und sie den traurigen Blicken trotzig standhielt, gehörten zu meinen liebsten Szenen. Denn eines will Hazel auf keinen Fall: Mitleid!

Was also stellt man mit seiner verbleibenden Zeit, als Teenager an? Genau. Man igelt sich ein, und wartet auf das qualvolle, erlösende Ende....Kommt schon Leute, das wäre zu einfach.
Man könnte es wie Hazel machen - und verliebt sich.
Augustus, Gus genannt, taucht eines Tages in der Selbsthilfegruppe auf,an der sie gezwungener Maßen teilnimmt. Sofort, entsteht eine Bindung zwischen den Beiden, die sich immer weiter vertieft und zu einer tiefen Liebe heranwächst. Gus ist ein Sunny-Boy, immer einen lustigen Spruch parat, gutaussehend, ziemlich von sich überzeugt und von jedermann gemocht. Aber auch er ist, bzw. war krank.
Die Chemie zwischen den beiden stimmt perfekt. Ich musste wirklich sehr oft über ihre Gespräche und Diskussionen lachen - genial! Die Liebesgeschichte bildet einen der wichtigen Schwerpunkte und konnte mich zu 100 % überzeugen. Liebe vs. unheilbare Krankheit...
Ich hatte während des Lesens echte Angst vor dem Ende. Wie würde es ausgehen? Würden beide sterben oder nur einer? Würden sie zusammen sterben? Für mich war irgendwie klar, dass mich am Ende der Geschichte der Tod erwarten würde. Ich muss sagen, John Green, du Schlitzohr, hast mich wirklich überrascht.
Ich gebe es offen zu, das ganze Buch hat mich wirklich emotional total gepackt und so vergoss ich so einige Tränen - besonders am Ende!
Es gibt nicht mehr viel zu sagen. Dieses Buch ist für jeden eine Bereicherung. Ob jung, alt, dick, dünn, mit einem Bein oder keinem, einem Auge, oder drei Fingern, es ist für Menschen geschrieben, die den Glauben an das Leben und die Liebe nicht verlieren. Man sollte jeden Moment auskosten und sich selbst klarmachen, was die elementaren Dinge sind (Ja ich weiß, habt ihr schonmal gehört, aber es ist so!). man sollte sich selbst und das Leben nicht so ernst nehmen. Wir kommen hier alle nicht lebend heraus.
Denn das Schicksal ist ein verdammt mieser Verräter.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen unglaublich bewegend - Ein Buch vom Leben, Lieben, Sterben und noch so viel mehr, 14. März 2013
zum Inhalt:
Hazel ist 16 und hat Krebs, defintitiv unheilbar. Nur dank Medikamenten lässt sich das unausweichbare noch aufschieben. Hazel weiß, dass sie sterben muss und lebt schon gar nicht mehr so wirklich. Sie vermeidet es lieber Freunde zu haben, denn sie möchte auf keinen Fall bemitleidet werden. Also zieht se sich sehr zurück. Doch dann lernt sie eines Tages in der Selbsthilfegruppe Augustus, auch Gus genannt kennen. Er hat bereits ein Bein an den Krebs verloren, dennoch lebt er sein Leben auf seine ganz eigene Weise und er interessiert sich für Hazel. Trotz, dass Hazel sich versucht dagegen zu sträuben, verlieben sich die beiden ineinander und geniessen ihr Mensch sein gemeinsam. ...

meine Meinung:
Lange Zeit hab ich überlegt, ob ich zu diesem Buch überhaupt eine Rezension schreiben werde. Ich bin mir nicht sicher, dass ich überhaupt die richtigen Worte finde, um diesem wunderbaren Buch auch nur annähernd gerecht zu werden. Es ist so unglaublich authentisch und ehrlich und dabei so tief bewegend.
Der Schreibstil ist wunderschön, aber auch etwas anspruchsvoller. Es ist kein Buch, was man mal eben so wegliest. Dieses Buch hat mich bereits auf den ersten Seiten ergriffen und mitgenommen und auch nach dem Lesen nicht mehr so schnell losgelassen. Es brachte mich zum weinen und gleichzeitig zum lachen, so etwas hab ich lange nicht beim lesen erlebt. 
Der Autor geht mit dem Thema Krebs auf eine ganz besondere Art und Weise um.
Die jugendlichen Charaktere im Buch sind sehr klar gezeichnet. Ihnen ist sehr wohl bewusst, dass sie keine Chance haben. Dafür nutzen sie die Zeit, die ihnen zum Leben bleibt (sie selbst nennen es Mensch sein) sehr intensiv. Erzählt wird ihre Geschichte mit jeder Menge Galgenhumor, Ironie und Sarkasmus, aber auch ganz ganz viel Gefühl. Hazel, die sogar ihrer Sauerstoffflasche liebevoll einen Namen gegeben hat, Gus, dem der Krebs bereits ein Bein nahm und Isaac, der dem Krebs sein Augenlicht opfern muss sind ganz erstaunliche Jugendliche. Ihr Schicksal vereint sie und sie geben sich gegenseitig halt.
Es ist nicht einfach nur ein Buch über das Thema Krebs, vielmehr beschäftigt es sich mit dem Leben mit dieser Krankheit.
John Green hat mich mit diesem Buch ganz tief im innern berührt. Nahezu alle Arten von Emotionen stecken in diesen Seiten. Es zu lesen ist ähnlich wie eine Achterbahnfahrt, ständig geht es auf und ab, schwankt zwischen hoffen und bangen, lieben und leiden, lachen und weinen.
Es gehört in jedes Bücherregal und ich habe bisher kein Buch in kurzer Zeit so oft weiterempfohlen wie dieses.

Fazit:
Das Buch besticht durch sehr schön und detailliert herausgearbeitete Charaktere und eine überaus ergreifende, emotionale Gechichte, die obwohl sie fiktiv sein soll, doch so unbeschreiblich echt daher kommt und unweigerlich ganz stark zum Nachdenken anregt.
Das Schicksal ist ein mieser Verräter bekommt einen festen Platz auf meiner Jahreshighlight-Liste.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen LESEN!!!, 17. Februar 2013
Von 
Nica (HH) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Diesmal eine recht kurze Rezension von mir.
Wieso? Eigentlich könnte ich meine Rezension ganz kurz fassen: LESEN! ;)

Aber im Ernst, es gibt Bücher über die die Meinung in der Bloggerwelt ziemlich einseitig ist. Manche Bücher finden fast alle Blogger ziemlich schlecht oder fast alle ziemlich gut. "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" gehört zu den Büchern, bei dem die einhellige Stimme lautet: grandios!

Und ich kann nicht anders, als mich dieser Meinung anzuschließen. Würde ich mit dieser nicht konform laufen, gäbe es sicherlich eine ganz ausführliche Rezension mit Erklärungen, wieso ich nicht der Meinung der meisten Leser bin. Aber hier hat John Green einfach eine absolut ergreifende und bewegende Geschichte geschaffen, gespickt mit einem herrlichen, trockenen und oft selbst ironischem Humor, die mich einfach ständig getroffen hat:

Mitten in mein Herz ...

"Ich wollte meine Eltern glücklich machen. Denn es gibt nur eins auf der Welt, das ätzender ist, als mit sechzehn an Krebs zu sterben, und das ist, ein Kind zu haben, das an Krebs stirbt." S. 13

... oder in meine Lachnerven

"Gus: Denn es schmeckt wie...
Ich: Essen
Gus: Ja, genau. Es schmeckt wie Essen, wie hervorragend zubereitetes Essen. Aber es schmeckt nicht - wie soll ich es vorsichtig ausdrücken...
Ich: Es schmeckt nicht, als hätte Gott selbst den Himmel zu einer Reihe von fünf Gerichten gekocht, serviert mit mehreren leuchtenden Kugeln aus fermentiertem sprudelndem Plasma, während um den Tisch am Kanalufer echte und buchstäbliche Blütenblätter stieben.
Gus: Schön gesagt.
Gus' Vater: Unsere Kinder sind seltsam.
Mein Vater: Schön gesagt."

Ich behaupte einfach mal, dass die Welt nicht die Xte gefühlsduselige Rezension zu diesem Buch von mir benötigt, die einfach kurz gefasst aussagt: LESEN!

Und ich behaupte auch einfach mal, dass es viele Leser gibt, die in ihren Rezensionen einfach viel treffender und passender beschreiben können, wie wundervoll dieses Buch ist.Leser, denen für das Buch einfach die passenden Vokabeln einfallen, während ich nur da sitze, über die außerordentlich tollen und starken Charaktere nachdenke (bei denen ich kaum glauben kann, dass sie nur Fantasieprodukte sind, da sie mir so real erscheinen) und schlichtweg sprachlos bin.

Wenn ich also gefragt werde, ob ich die Geschichte empfehlen kann, bleibt mir nur ein kräftiges Nicken, da ich einfach nicht fähig bin, dies Buch passend zu beschreiben.

"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" sollte wirklich jeder einmal gelesen haben... oder zweimal.. oder dreimal...
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vereinsamte Schaukel sucht liebevolles Zuhause., 14. Januar 2013
Von 
Jewels (Markt Schwaben, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich muss zugeben, das ist das erste Mal, dass ich überhaupt eine Rezension auf Amazon verfasse. Das Buch war ein Weihnachtsgeschenk, das ich heute mehr durch Zufall als durch Motivation in die Hand genommen habe. Ich habe es in vier Stunden gelesen.

Die Ausgangslage der Geschichte ist relativ simpel. Ein Krebsbuch eben, habe ich gedacht. Amerikanisches Teenager-Mädchen mit Lungenkrebs in fortgeschrittenem Stadium trifft 17-Jährigen mit ähnlichem Leiden und verliebt sich in ihn.
Ich möchte an dieser Stelle keine Zusammenfassung schreiben, die sich an dutzenden Stellen wiederholt, sondern auf das Besondere eingehen, das an diesem Buch so fantastisch war.
Zunächst muss ich sagen, dass ich in den ersten Seiten meine Ahnungen bestätigt sah, was Inhalt und Anspruch des Buches angeht. Allerdings vollzieht sich innerhalb des Buches ein stetiger Wandel, nicht nur was die Ernsthaftigkeit der Sprache angeht, sondern auch die des Inhalts (z.B. Je näher die Geschichte dem Ende zugeht, desto spärlicher wird die gewitzte Seite im Stil des Verfassers). Die erste Beschreibung der Hauptfigur war folglich nur ein leeres, klischeehaftes Bild, das sich beim Weiterlesen in keinster Weise bestätigt hat.

Doch, wie gesagt, das Fesselnde an diesem Buch ist die Kunst des Autors, Fetzen literarischer Glanzstücke und philosophische oder psychologische Gedankenkonstrukte (z.B. Maslowsche Bedürfnispyramiede! wie oft man diese Theorie oberflächlich durchkaut und schluckt, ohne wahrlich einen Gedanken darüber zu verschwenden, bis einem klar wird, wie unfair es wäre, jemand Hungernden das Recht abzusprechen, über den Sinn des Lebens nachzudenken) so im den Dialog erwähnen zu lassen, dass es nach kurzer Bedenkzeit nicht mehr nur aus der Luft gegriffen, sondern völlig glasklar in Zusammenhang steht. Am deutlichsten wird dies (Achtung, SPOILER!) in Amsterdam, im Haus des tragisch giftigen Van Houten mit der Sache der Unendlichkeiten und Zenons Schildkrötentheorie.
Nebenbei sei noch erwähnt, dass die Fähigkeit des Autors, die heikle Balance zwischen Witz und Grazie zu halten (ein Ausdruck, den ich völlig der Rezension von Felicitas von Lovenberg auf dem Buchrücken der gebundenen Ausgabe entnommen habe)ein in der Tat meisterliches, sprachliches Werk geschaffen hat. Weder sind "literarisch anspruchsvollere" Passagen zu gehoben, noch wirkt der Humor der Teenager-Protagonisten je aufgesetzt oder platt.

Es ist meiner Meinung nach irrelevant zu sagen: "Das beste Buch das ich seit langem gelesen habe." Entweder hat man schon lange kein Buch mehr gelesen oder viele, nichtsdestotrotz kann sich jemand der das hört nichts darunter vorstellen, da er ja nicht weiß, welche Bücher man sonst zu lesen pflegt. Also sage ich: Alles in allem, ein Buch das ich sicher irgendwann wieder lesen werde und bestimmt auch wieder binnen vier Stunden.
Meiner Meinung nach Voraussetzung für dieses Buch: die Fähigkeit zu Weinen und die Disziplin, so lange auf der Couch zu verharren, bis man auch noch die Danksagungen durchhat. :)
Unter diesem Voraussetzungen: Nur zu empfehlen.

PS: Ein kleiner Denkanstoß für unser alltägliches Leben, egal, wo Sie gerade sitzen und dies lesen: "Ich habe daran gedacht, wie sie [die Hürdenläufer] ihr Hürdenrennen laufen und über diese vollkommen willkürlichen Gegenstände springen, die man ihnen in den Weg gestellt hat. Und dann habe ich mich gefragt, ob Hürdenläufer je dachten: Ich wäre viel schneller, wenn die blöden Hürden nicht im Weg stünden." (S.34)

Live long and prosper. V
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lustig und traurig zugleich..., 7. Dezember 2012
Das Cover ist ein ziemlich spezielles Cover, dass wohl nicht jedem gefallen wird, doch ich finde es eigentlich ziemlich schön. Es ist eben anders, aber trotzdem ziemlich gut gemacht. Der Titel des Buches nimmt ja den Hauptteil des Covers ein, was aber irgendwie auch passt. Das ganze Cover passt meiner Meinung nach gut zum Buch, weswegen ich es auch so toll finde.
Mir gefällt das Cover, aber es gibt wahrscheinlich auch viele, die sagen, es sieht nicht so toll aus.

„Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch...

Hazels Mutter denkt, dass sie eine Depression hat, weil sie Krebs hat. Hazel meint, dass es einfach nur eine Nebenwirkung vom Krebs ist, ebenso, wie wir alle nur Nebenwirkungen des Lebens sind, und der Krebs nur eine Nebenwirkung des Todes. Aber Hazels Mutter schafft es, Hazel dazu zu überreden in die Selbsthilfegruppe zu gehen. Zu Hazels Glück, wohlgemerkt. Denn dort trifft sie den gutaussehenden Gus trifft, der noch dazu ziemlich schlagfertig ist, und gut mit ihren tiefsinnigen Worten umgehen kann. Er hatte Knochenkrebs, doch im Moment sah es ziemlich gut aus. Die beiden gehen zusammen zu Gus, und gucken einen Film, in dem die junge Natalie Portman mitspielt, von der Gus behauptet, dass sie genauso aussieht, wie Hazel, was Hazel stark bezweifelt. Bald treffen sich die beiden öfter, verbringen Zeit miteinander, tauschen Bücher aus und reden über viele Sachen, über die Hazel sonst mit niemandem reden kann. Die beiden verstehen sich wirklich gut, doch Hazel kommen zweifel, was Gus von ihr will. Sie will nämlich nicht auf eine Beziehung eingehen, weil sie glaubt, ihn dadurch zu verletzten, sollte sie sterben, was sehr wahrscheinlich ist. Trotzdem bietet Gus ihr an, mit seinem Wunsch von den Wunschfeen nach Amsterdam zu fahren, um ihren Lieblingsautor zu treffen. Was Hazel da noch nicht weiß: Auch Gus bleibt nicht mehr viel Zeit...

Ich liebe Hazel über alles, und habe wirklich mit ihr gefühlt, obwohl ich mich mit dem thema Krabs eigentlich nicht so gerne beschäftige. Aber Hazel ist trotz, oder gerade wegen ihrer Krebserkrankung zu einer starken Person geworden, die allerdings eine ganz eigene Philosophie vertritt, der ich aber auch zustimmen kann. Sie verzweifelt nicht an ihrer Krankheit, weiß aber darum, dass sie die Menschen die sie lieben, verletzten wird, wenn sie stirbt. Deshalb hat sie auch Angst, dass ihre Eltern nach ihrem Tod im Nichts versinken, sich trennen könnten oder gar nicht mehr wissen, was sie machen sollen. So betrachtet Hazel sich mehr als Last, denn als ein Kind, das von seinen Eltern einfach nur geliebt wird. Erst Gus lockert sie ein wenig auf, zum einen, weil sie wieder einen Freund, und zwar einen richtig guten Freund in ihm findet und zum anderen, weil sie durch ihn wieder Personen an sich heran lässt, und jemanden gefunden hat, der versteht, was sie zu sagen versucht.
Für mich war Hazel eine wirklich tolle und angenehme Hauptperson, gerade weil sie so gut mit ihrer Krankheit umgeht, aber nicht auf Happy macht, weil sie nichts davon hält. Da hat sie aber recht, schließlich hat Krebs es nun mal so an sich, zum Tod zu führen. Selten kann er geheilt werden. Hazel entwickelt sich im Laufe des Buches, lernt neue Dinge, und wird wieder etwas lebensfreudiger, vor allem in Amsterdam wagt sie viel. Ich liebe Hazel, wie gesagt, und sie war mir so sympathisch, dass ich gerne noch mehr von ihr gelesen hätte.

Gus ist cool. Er mag Hazel wirklich sehr gerne, gibt sogar seinen letzten Wunsch, den Krebskinder von so genannten Wunschfeen bekommen, an sie ab, damit sie nach Amsterdam können. Er gibt Hazel wieder eine gewisse Sicherheit, und er versteht vor allem, was sie denkt, auch wenn ihre Gedanken sehr tiefgründig sind, und andere, nicht krebskranke, sie vielleicht gar nicht verstehen können. Gut ist ein wirklich guter Freund für Hazel, und er liebt sie. Dabei hat er selber immer noch mit seiner Krebserkrankung zu tun, was er Hazel aber zunächst nicht verrät. Er ist wirklich sehr stark, und hält vieles aus, will aber auch viel auf eigene Faust machen, ohne sich einschränken zu lassen. So kommt er, trotzt starker Rückfälle, mit nach Amsterdam, um Zeit mit Hazel zu verbringen, was ich wirklich süß fand.
Ich mochte auch Gus wirklich sehr gerne, und wie es mit ihm ausgeht, hat mir wirklich sehr Leid getan, ich habe tatsächlich geheult. Richtig geheult. Und das nachts um 3 in der Schulzeit!

Die Eltern von Hazel sind auch unglaublich stark. Zwar heult ihr Vater oft, und zeigt seine Gefühle offen, hat dauernd Angst sie plötzlich zu verlieren, aber er erträgt sie Situation ziemlich gut, und meistert sie auch, soweit es ihm möglich ist. Hazels Mutter ist zu Hause, und ihr einziger Lebensinhalt ist ihre Tochter. Sie kümmert sich wirklich aufopfernd um Hazel, doch sie versucht auch langsam, sich ein Leben ohne Hazel aufzubauen, weil sie genau weiß, dass Hazel vielleicht nicht mehr viel Zeit bleibt.
Auch Hazels Eltern wirken sehr lebensnah, wie Hazel selber und auch Gus. Mir waren auch diese beiden wirklich sympathisch, auch wenn Hazels Mutter manchmal etwas Gluckenhaft wirkte.

Sämtliche andere Figuren, sind genau so glaubwürdig wie Hazel und Gus, was wirklich besonders ist, da sie alle ein wenig verrückt wirken, Macken oder viele Probleme, bzw. Krebs haben.

Die Handlung ist einfach wunderbar! Der Aufbau ist wirklich klasse, das Kennenlernen, die ersten Treffen und die Zweifel, die sich bei Hazel bilden, sind wirklich traumhaft gut dargestellt. Und ich freue mich, dass es endlich mal ein Krebsbuch gibt, in dem es nicht darum geht, dass am Ende alles gut wird, oder die Protagonistinnen nur noch eine Liste abarbeiten wollen, weil sie das alles noch erleben wollen. Hazel hat solch eine Liste nicht, sie weiß, dass sie sowieso nicht alles machen kann. Und die Liebesgeschichte zwischen Gus und Hazel ist wunderschön aufgebaut, da man sie Zweifel spürt, die Liebe jedoch auch, und die Freundschaft zwischen den beiden. Was mir auch gefallen hat, ist das Ende, obwohl es kein Happy End ist. In so ein Buch gehört einfach kein Happy End, doch dafür kann man super gut mit Hazel und Gus mitfühlen, vor allem mit Hazel, die so sehr leidet.
Ich finde die Handlung einfach perfekt.

Der Schreibstil ist jugendgerecht, aber eindringlich, lustig und traurig zugleich. John Green schafft eine unglaublich dichte Atmosphäre, die einen einfach gefangen nehmen muss. Man fühlt mit Hazel mit, und auch Gus Gefüle werden sehr gut dargestellt. Mir hat der Schreibstil wirklich sehr gut gefallen, und ich finde, dass John Green genau die richtigen Worte findet, um die Situation darzustellen.

Mir hat das Buch wirklich ausgezeichnet gefallen, und ich kann es nur jedem weiter empfehlen! Tolle Charaktere, eine schöne Handlung, die ohne Happy End ist, und ein überaus angenehmer Schreibstil. Genau so müssen teuflisch gute Bücher sein.
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