Kundenrezensionen


41 Rezensionen
5 Sterne:
 (35)
4 Sterne:
 (4)
3 Sterne:
 (1)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:
 (1)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen das Meisterwerk, auf das wir gewartet haben
Es ist wohl das Album geworden, das sich die Fans gewünscht haben: Eine gelungene Symbiose aus Power Metal und AOR. Wer denkt bei den Namen Kiske und Hansen nicht an die glorreichen Jugendtaten Helloweens? Es scheint, dass diese Musik, die bei den Keeper-Alben so frisch daherkam, mit diesem Album nun erwachsen geworden ist.

Härter als das erste...
Vor 3 Monaten von LukeEngels veröffentlicht

versus
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Überraschend emotionsloses Zweitwerk
Verdammt bin ich aufgeregt als Mitte 2014 das zweite Unisonic-Album "Light of dawn" angekündigt wird. Generell versprechen alle Platten, auf denen Michael Kiske als Sänger zu hören ist, besondere Leckerbissen zu werden. Nachdem mich das selbstbetitelte Debüt zwei Jahre zuvor schon überzeugt hat, stürze ich mich Ende Mai voller Vorfreude auf...
Vor 1 Monat von STB veröffentlicht


‹ Zurück | 1 25 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen das Meisterwerk, auf das wir gewartet haben, 1. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es ist wohl das Album geworden, das sich die Fans gewünscht haben: Eine gelungene Symbiose aus Power Metal und AOR. Wer denkt bei den Namen Kiske und Hansen nicht an die glorreichen Jugendtaten Helloweens? Es scheint, dass diese Musik, die bei den Keeper-Alben so frisch daherkam, mit diesem Album nun erwachsen geworden ist.

Härter als das erste Album
Die Fans mussten lange genug darauf warten. Auch das erste Album von Unisonic entsprach noch nicht dem, was man von Musikern dieses Formats erwarten darf. Zwar war "Unisonic" ein solides Album mit einigen Höhepunkten, aber dass mehr geht, zeigt nun "Light Of Dawn". Vor allem noch mehr Energie und Gitarre. War das erste Album noch mehr dem AOR und Hardrock verpflichtet, kommt bei dem Nachfolger viel stärker die Metalseite durch. Das dürfte wohl ein kluger Schachzug sein, da sich die meisten (potentiellen) Fans doch eher aus der Power Metal Fraktion rekrutieren, die an Helloween und nicht Place Vendome denken, wenn sie Kiskes Namen hören. Doch auch wenn sich das Zweitwerk in vielen Dingen stark von dem Erstling abhebt, so bleiben doch einige Elemente glücklicherweise bestehen. Die Lieder sind straighte Hymnen, die sich direkt in den Gehörgängen festsetzen. Kiskes Stimme schwebt noch immer glatt über den Kompositionen und gibt immer wieder eine leichte Popnote ab. Und an Rock-Kitsch fehlt es auch nicht.

Die Lieder
1.Venite 2.0
Das obligatorische Intro. Stimmungsvoll, lässt erahnen, wie viel Härte und Geschwindigkeit zu erwarten ist. Klang für mich verdächtig nach Helloween...

2. Your Time Has Come
Die erste Überraschung für mich. Diese Geschwindigkeit und so viel Power Metal hätte ich bei Unisonic nicht erwartet. Das Gaspedal wird direkt durchgetreten, die Gitarren geben vollgas. Wenn Kiske mit seiner engelsgleichen Stimme einsetzt, durch einen Background-Chor unterstützt, dann ist die Hymne komplett. Wunderschöner Gitarrenteil (ich werde jetzt schon müde Helloween zu schreiben...). Grandioser Song, einer der besten des Albums.

3. Exceptional
Kannte man bereits im Vorfeld mit Musikvideo. Getrieben von einem coolen Rock-Groove, veredelt mit einer intelligenten Melodie. Und wieder thront Kiskes Stimme wo wir sie hören wollen: ganz oben. Ohrwurm.

4. For The Kingdom
Auch das Lied war bereits bekannt, von der EP "For The Kingdom". Dieses Lied hat mich ebenfalls aufgrund der Härte aus den Socken gehauen. So eine treibende Gitarre hatte es bei "Unisonic" so noch nicht gegeben. Der Refrain ist wieder eingängig und hymnenhaft, Kiskes Stimme wieder atemberaubend.

5. Not Gonna Take Anymore
Nach der Härte der vorrangegangenen Lieder wird hier erstmals zurückgeschaltet, wenn auch nicht sehr viel. Hardrock auf höchstem Niveau, mit starken Gitarren und einer Melodie, die zum mitsingen einlädt. Gänsehaut vorprogrammiert. Und dann das Gitarrensolo! Diese Band kann beides: Metal und Hardrock. Immer mit starken Riffs und einer einmaligen Stimme.

6. Night Of The Long Knives
Wieder ein ruhiger Anfang, bis die Gitarren einsetzen. Wieder eher auf der Hardrockseite einzusiedeln. Aber diese Melodie und diese Energie! Und die Gitarren. Ich wiederhole mich: grandiose Hymne.

7. Find Shelter
Hier darf ich es noch einmal schreiben: Helloween. Da ist sie wieder, die Metalseite. Mit Doublebass und treibenden Gitarrenduellen. Aber auch dieser Refrain ist ein Ohrwurm sondergleichen. Der Energielevel ist hoch, das Lied geht voll auf die Nüsse. Der Refrain bleibt bei mir am meisten hängen, mit der beste auf dem Album.

8. Blood
Mit akustischem Gitarrenintro wird nun wirklich ein paar Gänge zurückgeschaltet. Wohlmöglich wäre dieser Song dennoch einer der härteren auf dem Erstlingswerk gewesen. Die Gitarren machen durchaus noch Dampf wenn sie einsetzen und der Song entwickelt sich sehr nett. Wieder eine Melodie, die Gänsehaut bereitet. Oder liegt das einfach an Kiskes Stimme? So oder so, der Refrain kommt auch hier eingängig daher. Eine etwas andere Songstruktur, durch die dieses Lied punktet. Habe ich schon erwähnt wie gut sich die Gitarren machen?

9. When The Deed Is Done
Melodiöse Gitarren, schöner Hardrock. Vielleicht etwas blasser als die anderen Lieder bisher. Der Refrain ist nicht ganz so eingängig und hymnenhaft, dafür ist der Gesang umso zuckersüßer, geht unter die Haut und direkt ins Herz. Schwach ist anders. Eine Ballade im Midtempo, die von Kiskes Stimme lebt.

10. Throne Of The Dawn
Ein cooler, fast schon mysteriöser Riff startet den nächsten Metal-Kracher. Klingt unglaublich modern. Wieder eine Hymne, die Spaß macht und einen auf der Sitzkante hält (falls man überhaupt sitzen kann). Dieses mal glänzen die Gitarren, die hier viel Platz bekommen. Aber wenn man Mandy Meyer und Kai Hansen in der Band hat, wäre man ja schön blöd das nicht auszunutzen! So darf Metal heute klingen.

11. Manhunter
Hier reiht sich das nächste Lied mit modernem Riff an. Kiske schwebt wieder auf seiner eigenen Wolke, schön in Szene gesetzt von den Gitarren, die seine Melodie imitieren, um dann in ein Soloduell zu treten. Ein schönes Lied, vielleicht das popigste bisher.
Aber es kommt ja noch ...

12. You And I
Die Ballade des Albums. Im Vergleich zu "No One Ever Sees Me" vom letzten Album eindeutig eine Steigerung. Immer noch schnulzig, aber nicht mehr so, dass es weh tut. Hier bleibt vielleicht noch am meisten Luft nach oben, aber das ist meckern auf allerhöchstem Niveau. Ich sehe schon die leuchtenden Smartphone-Bildschirme im Publikum schwenken. Solide.

13. Judgement Day
Der Bonus-Song, der mithalten kann. Interessanter Song, um ein Album zu enden. Wieder ein Lied, was auf ein Konzert gehört. Vielleicht der positivste Song vom Album und das soll was heißen. Macht Freude! So endet ein gelungenes Album mit einem schönen Gefühl.

Fazit
Dieses Album bietet Musik auf höchstem Niveau für alle, die sich für melodiösen Metal und hymnenhaften Hardrock interessieren. Wer Unisonic nach dem ersten Album als zu soft abgetan hat, sollte es noch einmal probieren. Aber auch, wem das letzte Album so gefallen hat wie es war, darf zugreifen. Es ist noch immer Unisonic, auch wenn sie eine gehörige Portion Härte und Speed dazugewonnen haben.
Ich verbeuge mich vor dieser Band und bin dankbar, dass sie scheinbar auf ihre Fans gehört haben. Was hier vorliegt, ist ein Meisterwerk und ich freue mich auf das Konzert mit Edguy.
Power Metal ist erwachsen geworden.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Na, also… geht doch., 1. August 2014
Nach meinem Total-Verriss des ersten Albums (welcher sicher der entscheidende Impuls für die Band zur Neuausrichtung gewesen ist…hihi) machen sie nun alles richtig. Es beginnt damit, dass die vorab ausgekoppelten Songs (u.a "For the kingdom" und "Exceptional") tatsächlich dem entsprechen, was einen auf dem Rest des Albums erwartet. Und das ist durchweg positiv. Unisonic orientiert sich nun noch stärker an den musikalischen Wurzeln der Bandmitglieder (wie es damals schon mit dem Song "Unisonic" angetäuscht wurde) und lässt es durchweg richtig krachen. Vorbei die Zeit von unausgegorenen und schlappen Kompositionen. Uptempo-Nummern wie "Your Time has come" und "Find Shelter" (Helloween lassen grüßen) zünden genauso wie von der Melodie her exzellent ausgearbeitete Mid-Tempo Stücke wie z.B. "Exceptional" und die klassischen Rocker wie "Night of the Long Knives". Um es perfekt zu machen, verzichtet Michael diesmal auf den pausenlosen und dadurch nervigen Einsatz seines Vibrato, sondern setzt seine herausragende Stimme stets songdienlich ein. Die Balladen und Halbbaladen sind nett und wie immer hart an der Kitschgrenze, aber so kennt man es ja von Micha und Kai seit Jahrzehnten. Wer es nicht mag: Einfach Skip-Taste drücken. Abgesehen davon wird jeder Hörer auch noch den ein oder anderen Ausfall finden, ich auch, aber die Freude über dieses superb produzierte Album lässt mich leicht darüber hinweg sehen. Volle Punktzahl, da man diese Art von Musik nicht besser darbieten kann.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Noch stärker als die erste, 19. August 2014
Gefiel mir der Erstling schon sehr gut, so muss ich sagen, dass Unisonic es geschafft haben, da noch einige Pfunde drauf zu packen.
Obwohl Kai Hansen dieses Mal keinen einzigen Song beisteuern konnte, weil er zu stark mit Gamma Ray beschäftigt war und auch Michael Kiske's Anteil nur bei 2-3 Titeln liegt, klingt das Album doch verdammt so, als hätten die beiden sich wieder stark auf ihre HELLOWEEN - Vergangenheit besonnen.

Doch dies lag wohl eher unerwartet mehr noch an jemand anderem. In einem Interview mit Michael Kiske und Bassist Dennis Ward (der spielt sonst bei Pink Cream 69), das ich bei Youtube ansah, als es da um das Songwriting und die härteren, an ehemalige HELLOWEEN erinnernden Songs auf "Light Of Dawn" ging, zeigte Kiske jedoch mit dem Finger auf Ward mit den Worten "He did it, thank him."

Michael Kiske erzählte, dass Dennis Ward tatsächlich den Grossteil der Songs dieses Albums komponiert und sogar Texte geschrieben hat, woraufhin dieser witzelte : "Yeah, it's my solo record."

Aber zurück zur Musik :
Auf "Light Of Dawn" befinden sich durchweg klasse Melodic Metal & Hardrock - Songs mit jeder Menge Power und Spielfreude, fetzigen Riffs und flotten Gitarren-Soli und tollen Melodien, die man sofort mitträllern möchte. Michael Kiske läuft in Höchstform auf und trällert wie ein junger Gott. Einiges, was hier dargeboten wird, hätte ebenso perfekt auf eine HELLOWEEN - oder GAMMA RAY - Platte passen können : "For The Kingdom", "Find Shelter" und "Your Time Has Come" zum Beispiel, sind drei flotte Abgeh-Power Metal-Tracks mit starken Hooks, wie sie HELLOWEEN auch nicht besser schreiben hätten können. Etwas mehr Mid-Tempo-Power-Metal gibt es bei "Throne Of The Dark" und "Manhunter". Auch diese Tracks hätten sehr gut zu HELLOWEEN oder GAMMA RAY passen können. Es gibt auch einige eher hardrockige Tracks, als da wären : Das Hit-taugliche "Exceptional", "When The Deed Is Done", "Not Gonna Take Anymore" und "Night Of The Long Knives". Diese bestechen weniger durch übermässige Härte, als durch betörende Gesangs-Melodien von Herrn Kiske. Ein Ohrenschmaus folgt auf den anderen. Hier gibt es nichts zu meckern. Einfach Augen zu und geniessen.
Das von Michael Kiske geschriebene "Blood" fängt schnulzig-balladesk an und entwickelt sich dann zu einem schunkeligen Hardrock-Stück, das mir auch trotz seiner gewissen Kitschigkeit zu gefallen weiss.
Mit "You And I" ist auch noch eine richtige, schöne, schmachtende Ballade vertreten.

Zu den Bonus Tracks :
Der Digipak-Bonus "Judgement Day" ist ein flotter, melodischer Hardrocker, der von einem fetzig-herandonnernden Hansen-Geriffe eingeleitet wird und durch einen Hammer-Mitgröhl-Chorus besticht. Kiske singt hier fast wie eine Sirene. Spitze !
Auf der Japan-Version gibt es stattdessen einen anderen Bonus-Track : Das von Michael Kiske geschriebene "Dare", ein fröhlicher HELLOWEEN - artiger Schenkelklopfer, der "Dr Stein" Konkurrenz machen hätte können. Aber da es nur ein Japan Bonus Track ist, wird ihn leider kaum einer haben. Schade.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen UUUUNIIIISOOOOOOONIIIIIIC!!!!!, 2. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der eher mittelmäßige, selbstbetitelte Vorgänger enttäuschte damals meine, zugegebenermaßen, astronomischen Erwartungen an die Platte. Das war aber nicht meine Schuld, denn wenn man die besten und härtesten Songs auf der EP verbrät und diese dann noch durch eine Live-Version von „I Want Out“ komplettiert, dann weckt man einfach falsche Erwartungen. Ich wollte keinen Keepers-Klon, ich wollte eine gute Melodic- Rock/Metal Scheibe und bekam stattdessen ein Album mit 3-4 guten Nummern und viel Belanglosigkeit.

Als Unisonic mit „Light Of Dawn“ den Nachfolger ankündigten, betrachtete ich das auch alles erstmal nüchterner. Erst die EP „For The Kingdom“ schraubte meine Erwartungen in astronomische Höhen. Ersterer war wieder einmal ein überzeugender und flinkerer Song, wie seinerzeit „Unisonic“. „You’ve Come Undone“ war ein Up-Tempo Song erster Güte mit einem superben Chorus. Klang alles schon mal vielversprechend aber wenn wir eins aus der Vergangenheit gelernt haben, sollte man sich auf sowas nicht verlassen.
Donnerstag, 31.07.2014 war es dann soweit. „Light Of Dawn“ lag in meinem Briefkasten und rotiert seitdem im Player. Egal ob im Auto, aufm Smartphone oder in der Arbeit, das heißt: „ich habe schon x Durchläufe hinter mir.“ Nun traue ich mich ein abschließendes Urteil abzugeben.

Die Scheibe „keepert“ mal ordentlich los mit dem orchestralen Intro „Venite 2.0“ welches nahtlos in „Time Has Come“ überleitet. Cooles Drumfill, geile Twinguitar-Leads und ab geht die Post. Dieser schnelle Up-Tempo Kracher erinnert sofort an Songs wie „Eagle Fly Free“ oder „March Of Time“. Tollle Soli und ein Chorus der sich so krass in die Hirnwindungen bohrt und nicht mehr raus will. Hammereinstieg.

Das Tempo wird dann erstmal gedrosselt und mit „Exceptional“ folgt ein Mid-Tempo Song der von der Machart her etwas an „I’ve Tried“ erinnert, diesen aber kompositorisch voll in die Tasche steckt. Zum einen weil die Gesangsmelodien wesentlich besser ins Ohr gehen und zum anderen weil dieser knackiger wirkt und man vor allem in den Soli-Parts wesentlich mehr Spiellaune versprüht. Auch dieser Twin-Guitar Spielereien am Ende des Songs erinnern mich atmosphärisch an die Keeper Zeit. Der typische Kiske Schrei am Ende ist ein Gänsehaut Garant.
„For The Kingdom“ ist wahrscheinlich den meisten eh schon von der EP bekannt. Ebenfalls ein flotter Up-Tempo Song der extrem Heavy (für Unisonic Verhältnisse) um die Ecke gebogen kommt. Chorus ist natürlich wieder ein absoluter Ohrwurm und atmet etwas Keeper Spirit.

Mit „Not Gonna Take Anymore“ kommt der erste richtige Hard Rock Song der etwas an Hair-Metal Bands wie Def Leppard erinnert. Auch hier ist die Gitarrenarbeit einfach hervorragend und die Spielfreude strahlt hier in wirklich in jedem Song. Kiske singt natürlich auch hier alles an die Wand. So spielt man interessanten und spannenden Hard Rock. Wären davon doch bloß auch einige auf dem Vorgänger gewesen.

Es geht sehr ruhig und zurückhaltend weiter. „Night Of The Long Knives“ beginnt sehr atmosphärisch. Doch dann fadet das Main-Riff ein und es ertönt ein Kiske-Schrei wo einem erstmal die Kinnlade auf dem Boden aufschlagen dürfte. Einfach nur Arschgeiler Hard Rock! Mehr kann man dazu nicht sagen. Auch Wahnsinn was sich Mandy und Kai hier für Gitarrenduelle liefern. Die Gitarrenarbeit auf dieser Platte ist außergewöhnlich und gehört zum Besten was man seit sehr langer Zeit im Melodic Rock/Metal Sektor gehört hat. Spitze!

Auch bei „Find Shelter“ kann man die Helloween-Einflüsse nicht verleugnen. Hier wird wieder etwas mehr aufs Gaspedal gedrückt. Dieser Song hat bei mir einige Durchläufe gebraucht bevor er gezündet hat, da die schmeichelnden Ohrwurmmelodien hier nicht so offensichtlich zu Tage kommen wie bei den anderen Tracks. Aber nach paar Rotationen ist das bei diesem hier auch kein Problem mehr. Aber der Solopart bläst alles weg und die ruhige Bridge gegen Ende des Songs gibt nochmal eine spannende und unerwartete Wendung bis es schließlich wieder in den Chorus geht. Solche Elemente machen aus einem guten Song eben einen legendären Song. Hut ab, so zaubert man tolle Arrangements.

Während sich Denis Ward (laut Interviews) überwiegend für die Kompositionen auf dem Album verantwortlich zeigt, kommt nun einer von Michael Kiske. „Blood“ ist natürlich eine Ballade, wer hätte bei Michi auch schon was anderes vermutet ;). Aber bevor man hier jetzt aufschreit, die ist wirklich absolut gelungen und gehört definitiv zu den besten Songs die er je geschrieben hat. Vor allem ist das eine Ballade mit Eiern! Also keine Sülze ala „No One Ever Sees Me“ wo man sich spitze Gegenstände in die Ohren rammen möchte.

“When The Deed Is Done” ist wieder ein Hard-Rockiger Mid-Tempo Song der mit Twin-Guitar Leads beginnt. Ich weiß ich wiederhole mich hier aber was soll ich auch anderes schreiben als das hier wieder alles auf höchstem Niveau umgesetzt wurde und die Gitarrenarbeit grandios ist. Insgesamt ist die Platte auch sehr abwechslungsreich geworden und wechselt toll zwischen schnelleren, metalligeren, balladesken und langsameren, rockigeren Songs.

„Throne Of The Dawn“ beginnt sehr düster mit einem cleanen Gitarrensound bis sich das ganze zu einem heavy Up-Tempo Song steigert. Das hört sich alles so frisch und unverbraucht an. Ich bin echt platt, wie viele tolle Ideen in den Jungs noch stecken.
„Manhunter“ erinnert zu Beginn etwas an Iron Maiden. Das Twin Guitar Intro hat irgendwie eine Melodieführung die mich sofort an die eisernen Jungfrauen denken lässt. Ansonsten ein gute-Laune Up-Tempo Song mit eingängigen Melodien.

Das reguläre Album endet mit „You And I“. Eine Ballade *Zitter, Zitter*. Kommt jetzt doch noch der Cheesy-Kitsch zum Schluss? Nein, überhaupt nicht. So eine gefühlvolle, wunderschöne Ballade wie „You and I“ schliesst das Album perfekt ab. Könnte fast der Nachfolger von „Your Turn“ sein. Der Song von der „Pink Bubbles Go Ape“ gehört zu meinen absoluten Lieblingsballaden und dieser hier steht ihm in nichts nach. Nur das die Stimme von Michi wesentlich erwachsener, reifen und noch ausdrucksstärker klingt als noch 1991. Würdiger Abschluss für ein absolutes Meisterwerk.

Noch kurz zum Bonustrack „Judgement Day“. Auch dieser schlägt eher in die Hard-Rock Richtung und erinnert im Refrain sehr an Bon Jovi. Was hier aber nicht negativ gemeint ist, ich rede von Bon Jovi als sie noch gut waren, quasi zu „Slippery When Wet“ und „New Jersey“ Zeiten. Eine Zugabe die nicht enttäuscht und zum regulären Albummaterial qualitativ nicht abfällt.

MAAAAN! Warum konnte die erste Unisonic CD nicht so sein? Oder zumindest halb so gut. Hier gibt es keine akustischen Verbrechen an der Menschheit wie „Star Rider“ oder „No One Ever Sees Me“. Hier gibt es nicht mal Mittelmaß. Hier gibt es Hit an Hit, Meisterwerk an Meisterwerk. Dieses Album hat so viel mehr Sterne verdient als nur 5. Diese pure Spielfreude ist in jeder Note zu spüren, WAHNSINN. Diese Gottsoli von Hansen und Meyer, dieses tighte Drum und Bass Fundament von Zafiriou und Ward, diese Göttergaben von Songs und natürlich der Meister am Mikro in Form von Michael Kiske. Auch hat Kiske wieder mehr Freude daran in höheren Tonlagen zu trällern was sicher eine gute Entscheidung war die verstärkt einzusetzen. Das hier wird für mich das Album des Jahres. Möge kommen was wolle. Wer das erste Album nicht mochte, dem sei das hier wärmstens empfohlen. Hier wirken die Jungs wie entfesselt und lassen das erste Album wie eine Amateuraufnahme einer Schülerband wirken. Eines der besten Alben im Melodic Metal/Rock Sektor seit sehr langer Zeit. Ich hoffe ihr seid von dem Ding so geflasht wie ich.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Heavy Rock bis Power Metal und ausserdem Genial! ;-), 1. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Light Of Dawn (Boxset inkl. deluxe CD + Demo CD + 7-inch + T-Shirt Größe L) (Audio CD)
Light of Dawn ist nach dem meiner Meinung nach schwachen Debut, ein wahrer Bringer in allen Bereichen!
Ich hatte mir gleich mal das Boxset bestellt, und siehe da es war kein Reinfall, sogar das T-Shirt hat eine gute Qualität.

Die CD ist musikalisch ein gelungenes Potpurri aus Heavy Rock, Melodic Metal, Metal Pop, Schmuse Rock und Power Metal!
Herauszuheben sind die Stücke: Your Time Has Come, Exceptional, For The Kingdom, Find Shelter, Throne Of The Dawn und Manhunter, also das halbe Album. Der Bonus Track Judgement Day kommt mir als einziger Wermutstropfen zu popig daher. Die sechs erstgenannten Titel erwecken für mich das Helloween Feeling von vor der Pink Bubbles go Ape Scheibe wieder zum leben.
Die anderen sechs Tracks sind auch wahrlich nicht schlecht, aber treffen meinen Geschmack nicht 100%ig sondern irgendwo im Bereich zwischen 50 und 80 Prozent.

Auf der Bonus Demo CD die ebenfalls im Boxset enthalten ist, befinden sich 5 Tracks, von denen 3 (Souls Alive / I've Tried / No One Ever Sees Me) schon auf dem nicht wirklich guten Debut Album mit dabei waren, da aber noch die besseren gewesen sind. Die beiden anderen (Cry Out Loud / The Other Side) habens zurecht nicht auf die Longplay CD geschafft. Sie sind zwar nicht übel, aber gegen die Meisterwerke auf der Haupt CD können die nicht anstinken. ;-)

Weiter sind noch eine Vinyl Single, mit einer Karaoke Version von Exceptional, und einer Live Version von We Rise; dann Hochglanzfotos der Bandmitglieder (mein Tip: an die Band schicken und unterschrieben zurückbekommen, oder aufm Konzert unterschreiben lassen!!); ein Poster (vorm aufhängen bitte Oma zum bügeln geben ;-) es ist ziemlich oft gefaltet!);
und wie schon erwähnt das T-Shirt mit Coverartwork im Vierfarbdruck!!

Das Coverartwork find ich sehr gelungen: Fesselballonraumschiffe! haha Klasse Idee! :-D

Preis/Leistung also voll im Soll, die Box zu kaufen hat sich gelohnt!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Heavy Rock bis Power Metal und ausserdem Genial! ;-), 15. August 2014
Light of Dawn ist nach dem meiner Meinung nach schwachen Debut, ein wahrer Bringer in allen Bereichen!

Die CD ist musikalisch ein gelungenes Potpurri aus Heavy Rock, Melodic Metal, Metal Pop, Schmuse Rock und Power Metal!
Herauszuheben sind die Stücke: Your Time Has Come, Exceptional, For The Kingdom, Find Shelter, Throne Of The Dawn und Manhunter, also das halbe Album. Der Bonus Track Judgement Day kommt mir als einziger Wermutstropfen zu popig daher. Die sechs erstgenannten Titel erwecken für mich das Helloween Feeling von vor der Pink Bubbles go Ape Scheibe wieder zum leben.
Die anderen sechs Tracks sind auch wahrlich nicht schlecht, aber treffen meinen Geschmack nicht 100%ig sondern irgendwo im Bereich zwischen 50 und 80 Prozent.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein Album des Jahres 2014, 1. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Was sich auf der EP im Frühjahr schon angedeutet hat, wurde zur Bestätigung. Die Jungs von Unisonic haben nach dem ordentlichen Debut im Jahr 2012 nun nochmal eine ganze Schippe Qualität, Härte und musikalische Vielfalt draufgepackt. So richtige Schwachpunkte gibt es eigentlich keine, selbst wenn mir ein Song nicht zusagt, wird dieser von Michael Kiske noch auf ein Level gehoben, den andere nie erreichen werden (Manhunter, Judgement Day). Der goldene Rest der CD ist einfach nur großartig und voller Liebe zum Detail eingespielt. Dieses 08/15 Procedure mit Strofe, Refrain, Strofe, Refrain, Solo, Refrain ist praktisch nie zu finden. Unisonic (als Hauptverantwortlicher Denis Ward) haben hier wirklich ein kleines Meisterwerk abgeliefert. Absolute Kaufempfehlung für alle die eine gesunde Härte mit herausragenden Melodien und einen göttlichen Gesang zu schätzen wissen. Und mal unter uns, es ist mir unerklärlich, dass ein Herr Sammet mit Edguy zumindest hier in Deutschland mehr CDs verkauft als es Unisonic tun.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meilenstein des Melodic Rock/Metal!, 30. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mir gefiel das erste Album ja auch schon sehr gut, aber dieses Album ist nochmal ein gutes Stück besser.
Ich finde keinen Ausfall. Alle Songs sind gut bis hervorragend und das bei 59:30 Minuten Spielzeit.
Der Gesang von Michael Kiske ist einfach mal gigantisch.
Die Songs bieten einen schönen Querschnitt zwischen melodischem Hardrock und Powermetal. Dazu eine Halbballade und eine richtige Ballade (klassen besser als auf dem Debut).
Habe das Album locker 50x gehört und freue mich immer wieder ins Auto zu steigen und diese Musik zu hören.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Überraschend emotionsloses Zweitwerk, 20. September 2014
Verdammt bin ich aufgeregt als Mitte 2014 das zweite Unisonic-Album "Light of dawn" angekündigt wird. Generell versprechen alle Platten, auf denen Michael Kiske als Sänger zu hören ist, besondere Leckerbissen zu werden. Nachdem mich das selbstbetitelte Debüt zwei Jahre zuvor schon überzeugt hat, stürze ich mich Ende Mai voller Vorfreude auf die Vorab-Single "For the Kingdom". Die lässt mich allerdings etwas ratlos zurück.

Ja, da ballert tatsächlich eine Doublebass los, aber ein echter Kracher hört sich anders an. Irgendwie abgeklärt und ohne Esprit rotzen einem die fünf Melodic Rock-Profis diese Nummer hin, so als wollten sie mit möglichst wenig Aufwand all ihre Kritiker besänftigen. Nach dem Motto: Seht her, wir können doch hart und jetzt haltet den Mund. Diese Attitüde zieht sich durch das gesamte Album. Wenn man das Gros der Rezensionen und die Chartplatzierung (Rang 13) zu Rate zieht, hat das auch blendend funktioniert. Die zupackendere Art kommt im Gegensatz zu den vergleichsweise harmlosen Kompositionen des Erstlings gut an. Begeisterung überall. Es fällt mir schwer die zu teilen, obwohl ich es so gerne will.

Mir fehlt ganz einfach die Frische, der leidenschaftliche Kampf für ausgefeilte Melodien, wie ihn der Erstling noch geboten hat. Auf dem schließlich im August veröffentlichten "Light of dawn" bliebt vieles Stückwerk. Ein gelungenes Riff hier, ein starker Refrain dort. Nach dem ersten Durchlauf war ich sogar schockiert und dachte die LP sei total für die Tonne. Ganz so schlimm ist es immerhin nicht.

Denn der Auftakt gerät zum Triumph. Nach dem erhebenden Klassik-Intro "Venite 2.0" bereiten Mandy Meyer und Kai Hansen mit ihrem Gitarrenduell den Weg für ein melodisches Speedgranätchen. In bester Helloween-Tradition rattert die Doublebass und Michael Kiske zieht mit seinem einmal mehr anbetungswürdigen Gesang in den Bann. "Your time has come" heißt das Stück und dürfte manchem Fan vergangener Tage ein fassungsloses Staunen abringen. Sie können es tatsächlich noch. Kein AOR oder Melodic Rock. Das hier ist eine Spur schärfer, aggressiver. Ja, es ist Metal, gerade wegen der übermäßig positiven textlichen Message. Sonst hört man Kiske ausschließlich im Kontext der Metal-Oper Avantasia in derartigen Härteregionen.

Einziger Wehrmutstropfen: Wie schon auf dem letzten Place Vendome Album "Thunder in the Distance" (2013) mutet sich der Hamburger erneut eine zu hohe Stimmlage zu. Das klingt dann öfter wie der verzweifelte Versuch, ehemalige Fans zurückzugewinnen und krampfhaft zu beweisen, dass man mit Mitte 40 noch nicht zum alten Eisen gehört. Dieser Typ ist halt nicht mehr 19 wie zu "Keeper of the Seven Keys"-Zeiten und ehrlich gesagt bin ich froh drum. Das Gequieke von damals finde ich schon immer unerträglich. Ich bevorzuge sein tieferes, reiferes Timbre. Damit fesselt er mich so richtig.

Auf der zweiten Single "Exceptional" treibt Kiske besagtes Organ im Refrain ebenfalls in schwindelerregende Höhen, doch diesmal passt es perfekt. Edler Song mit absolut brillantem Chorus. Wesentlich softer als der Einstieg. Altbewährter Melodic Rock im druckvollen Midtempo, der zu keiner Sekunde ranzig oder bieder klingt. Hier glänzt die gesamte Truppe. Schön, dass es dazu auch einen Videoclip gibt.

Eigentliches Aushängeschild der Platte soll allerdings das flotte "For the Kingdom" sein. Die in den Strophen mehr als augenscheinlichen Parallelen zum Scorpions-Klassiker "Is there anybody there?" sind nicht nur von mir bereits ausführlich dargelegt worden. Außerdem gerät der Refrain zum lieblos zusammengepappten Happy-Metal-Allerweltsgebäck, wie es millionenfach in der Auslage anderer Durchschnitts-Konditoren (äääh Bands) zu hören ist. Viel Lärm um nichts. Da hilft keine Doublebass, das hier ist nicht stark genug.

Auch mit dem kräftigen Stampfer "Not gonna take anymore" kann ich mich nicht recht anfreunden. Die Strophen begeistern, der Refrain lahmt abermals. Wo sind die bezaubernden Aha-Momente, die das Debüt ausgezeichnet hatten? Es bleibt das Gefühl, dass sich die Band nicht lange genug Zeit genommen hat, um bis ins kleinste Detail an dem Stück zu feilen. Wenn man weiß wie lange sich die Arbeiten an "Unisonic" hingezogen haben, mag das Verständnis hervorrufen. Und trotzdem ist es bedauerlich. Die Spontaneität mit der man diesmal an die Produktion herangegangen ist hat leider bloß einen weiteren Chorus von der Stange hervorgebracht.

An "Night of the long Knives" gibt es hingegen rein gar nichts auszusetzen. Sagenhafte Melodien und ein sensationeller Auftaktschrei. DAS ist Kiske! Endlich zeigt er all seine Facetten. Genau solche Lieder machen diesen Mann zu einem Giganten, dessen Stimme in einer Reihe steht mit Legenden wie Ronnie James Dio, Rob Halford, Ian Gillan oder Bruce Dickinson. Der Top-Liga des Rock also. Leidenschaftlich und bewegend.

Es zieht sich wie ein roter Faden durch das Werk - einige der schnelleren Songs haben ihre Schwächen. "Find Shelter" umgibt so gar nichts betörendes. Der Refrain geht einem einfach nur auf den Geist und Kiske kreischt sich unmotiviert und überanstrengt dem Ende entgegen. Schwach.

Die erste Ballade "Blood" ist zwar etwas einfach gestrickt, verleitet aber wenigstens zum zufriedenen Mitschunkeln. Nettes Teil, auch wenn ich lieber beim übergenialen "Over the Rainbow" von vor zwei Jahren bleibe.

Mit "When the deed is done" kehren Unisonic vollständig zurück zum Sound des Debüts. Tut ihnen gut. Angenehmes, packendes Stück im AOR-Stil. Etwas melancholisch und dennoch erhaben. Wird das Album etwa doch noch zum Brecher?

"Throne of the dawn" verstärkt diese Hoffnung zunächst. Endlich gefällt auch mal ein Uptempo-Track. Was für ein königlicher Chorus! Da stellen sich die Nackenhaare auf vor Begeisterung. Derartige Diamanten hätte man sich zuvor in größerer Dichte gewünscht. Sie können es ja eigentlich und das richtig, richtig gut! So gut wie sonst nur wenige andere.

Und dennoch wird man das Gefühl nicht los, dass an manchen Stellen Ausschussware aus irgendwelchen Archiven aufgekocht wurde. "Manhunter" zieht das gerade so gestiegene Niveau nämlich mit einem Schlag wieder in den Keller. Durch und durch langweilig. Emotionslos abgespulte Pflichterfüllung. Der schwächste Song des Albums.

Zumindest rettet die stimmungsvolle Ballade "You and I" noch einiges. Erinnert irgendwie an das Allen/Lande-Projekt, auch wenn Kiske erheblich sanfter und einfühlsamer singt. Tolle Nummer voller Herz.

Und auch den Bonustrack "Judgement Day" kann man sich bedenkenlos reinziehen.

Alles in allem reicht es nicht zum großen Wurf. Im Gegenteil, "Light of dawn" beinhaltet einige ungewohnt heftige Patzer. Höhen und Tiefen halten sich die Waage. Der Versuch wieder härter zu werden misslingt weitgehend. Es bleibt der Eindruck eines hektisch produzierten Schnellschusses ohne Herzblut. Irgendwie leer und seelenlos kommt einem die Angelegenheit vor. Dazu trägt auch der etwas klinische Sound bei. Es fehlt am nötigen Unterbau. Gerade die Snare von Kosta Zafiriou verkommt so zur knallenden High-Tech-Farce. Da hat Bassist und Produzent Dennis Ward auf "Unisonic" wesentlich überzeugender gearbeitet.

Immerhin finden sich ein paar wirklich überragende Titel auf der CD, aber das war bei dieser vielversprechenden Bandkonstellation auch erwartbar. Und so blitzt sie bedauerlicherweise viel zu selten auf, diese einmalige Gabe den Hörer restlos in seinen Bann zu ziehen und festzuhalten im eigenen Sounduniversum. Letztlich bleibt der Eindruck, dass alle Beteiligten es hätten besser machen können. Drei Sterne sind da noch wohlwollend. Hoffentlich geht es nicht so weiter.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Noch besser als der Vorgänger, 29. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Light of Dawn (Audio CD)
Auch eine sogenannte 'Supergroup' muss nachlegen und kann sich in der heutigen Zeit nicht auf vergangenen Erfolgen ausruhen - zumindest nicht lange. Als vor zwei Jahren das selbstbetitelte Debütalbum “Unisonic” veröffentlicht wurde, waren sich Presse und Fans einig, dass die Band um Michael Kiske und Kai Hansen (beide ex-HELLOWEEN) große Dinge vollbringen kann. Mit “Light Of Dawn” steht nun das zweite Album in den Startlöchern und UNISONIC treten den Beweis an, dass sie durchaus in der Lage sind, an ihr sehr gutes Debüt anzuknüpfen.

Nach den unendlich langen eineinhalb Minuten des Intros legen UNISONIC mit “Your Time Has Come” gleich amtlich los und feuern die erste Gänsehautattacke auf den ahnungslosen Hörer ab. Knackige zweistimmige Riffs/Soli, ausgefeiltes Songwriting und eine Jahrhundertmelodie von Michael Kiske, mehr braucht es nicht, um einen perfekten Metalsong zu schreiben. Die Nummer klingt wie die logische Weiterentwicklung der beiden “Keeper”-Alben von HELLOWEEN. Herrgott, warum mussten wir so lange auf solche Songs warten? “For The Kingdom” schlägt in die gleiche Kerbe, aber auch “Find Shelter” und “Throne Of Dawn” können eine dezente Nähe zum alten Betätigungsfeld von Hansen und Kiske nicht verhehlen. Dass die Band es aber nicht nur metallisch kann, zeigen Songs wie “When The Deed Is Done” oder “Not Gonna Take Anymore”, die die rockigere Seite von UNISONIC präsentieren und ihren Teil dazu beitragen, dass “Light Of Dawn” ein extrem abwechslungsreiches Album geworden ist. Hier ist auch der Einfluss von ex-GOTTHARD Gitarrist Mandy Meyer spürbar, der sich auf dem zweiten Album stärker einbringen konnte. UNISONIC machen durch die verschiedenen Facetten in ihrem Sound vieles richtig auf ihrem zweiten Album und lediglich mit “Blood” sowie der etwas zu zuckersüßen Ballade “You And I” werde ich nicht richtig warm. Das ist aber Geschmackssache und schmälert den positiven Gesamteindruck keineswegs, da die anderen Nummern über jeden Zweifel erhaben sind. Die Melange aus metallischen Elementen, traditionellem wie modernem Hard Rock und erfahrenen Musikern, die genau wissen, was sie wollen, macht “Light Of Dawn” so spannend.

Ein weiterer und nicht zu unterschätzender Punkt ist, dass man der Band zu jeder Zeit anhört, wie es genießt zusammen Musik zu machen. Hier bekommen Hard Rock und Heavy Metal Freunde gleichermaßen exquisite Kunst geboten, die trotz der beachtlichen Anzahl an starken Veröffentlichungen in diesem Genre zu den Jahreshighlights 2014 zählen dürfte. An “Light Of Dawn” kommt man schwer vorbei, und so freuen wir uns auf die Tour mit EDGUY im Herbst.

9/10 Punkte
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 25 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen