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28 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer diese Platte mag darf sich Schimpftiraden anhören ... Yes goes Progressive Pop
... und genau das nehme ich in Kauf. Selten zuvor habe ich erlebt, dass auf einzelne positive Bewertungen so viel hämischer Dreck auf die Rezensenten entleert wurde. Kaum einer aus dem Lager der Yes-Hater kann hier mal die Füße stillhalten ohne irgendetwas abzusondern und seinen scharfen Senf dazuzugeben. Aussagen wie man wäre ja nur ein Fanboy der...
Vor 10 Monaten von Alexander Potukar veröffentlicht

versus
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mittelprächtig
Erst wollte ich nicht so richtig, nun schreibe ich also doch noch eine Rezi über die neue Yes. Vorab, ich bin (natürlich) ein Yes-Fan seit der Frühzeit (70er Jahre) und habe bis auf wenige Veröffentlichungen so ziemlich alles, zumindest aber fast alles, dieser grandiosen Brit.-Band. Über Yes braucht man eigentlich nicht allzu viele Worte zu...
Vor 5 Monaten von thinking about veröffentlicht


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mittelprächtig, 26. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Heaven & Earth (Digipak) (Audio CD)
Erst wollte ich nicht so richtig, nun schreibe ich also doch noch eine Rezi über die neue Yes. Vorab, ich bin (natürlich) ein Yes-Fan seit der Frühzeit (70er Jahre) und habe bis auf wenige Veröffentlichungen so ziemlich alles, zumindest aber fast alles, dieser grandiosen Brit.-Band. Über Yes braucht man eigentlich nicht allzu viele Worte zu verlieren. Sie waren lange Zeit, eine der prägenden Bands des Progrock und haben sich nach sehr vielen Querelen der vergangenen Jahrzehnte dennoch immer wieder behaupten können. Die letzten Veröffentlichungen, "Fly From Here" (2011), "Yes & Friends" (2008) und "Magnification" (2001) z.B. sind drei gute bis sehr gute Outputs geworden und so freute ich mich auf ihr neues Album "Heaven & Earth" (2014), wie tausende, anderer Yes-Fans auch. Dann kam jedoch leider eine gewisse Ernüchterung... Zur Platte.
"Heaven & Earth", besteht aus 8 Stücke, die auf 51:27 Minuten verteilt sind. Der Gesamteindruck ist nicht so schlecht, wie es einige Rezensenten beschrieben haben, wobei allzu überzeugend ist "Heaven & Earth" auch nicht geraten. Einige Songs sind arg poppig geraten und dazu Instrumental auch etwas einfallslos geworden, wie z.B.: "Stop Beyond", "In A World Of Our Own" und "The Game". Gut gefallen haben mir dagegen "To Ascend", "Light Of The Ages" und auch "Subway Walls". Die restlichen Songs sind eher durchschnittlich und nicht weiter erwähnenswert. Die Produktion ist sehr sauber und klar und auch das Coverartwork gewohnt gut. Was bleibt..??
"Heaven & Earth", ist mit Sicherheit eines der schwächsten Alben in der Yes-Diskografie. Es hat mich im großen und ganzen doch enttäuscht und ich werde es zwar behalten, aber nicht allzu oft in den CD-Player legen. Vielleicht war ja auch meine Erwartungshaltung zu groß, dennoch hätte ich mir unterm Strich, einfach mehr erwartet. U.a. aus nostalgischen Gründen gerade noch knappe drei Sterne, mehr kann ich leider nicht vergeben.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Allzu braves Alterswerk, 5. Mai 2015
Von 
Alexander Gärtner (www.freak-alex-band.com) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Heaven & Earth (Digipak) (Audio CD)
Yes ist vermutlich eine der Bands mit den meisten Umbesetzungen. Daher ist es sinnvoll, vor dem Kauf eines Yes- Albums einen Blick auf die Besetzung zu werfen, um zu ahnen, was man zu erwarten hat. In diesem Fall sind neben Gründungsbasser Chris Squire und Gitarrenlegende Steve Howe noch der langjährige Drummer Alan White, der Asia- Leader Geoff Downes und der neue Sänger Jon Davison an Bord, der sich seine Sporen in Yes- Coverbands und bei Glass Hammer verdient hat. Kein Anderson, kein Wakeman, kein Bruford, kein Rabin, kein Kaye, kein Horn - also weder Quietschesounds noch Discorock. Downes verheißt eher melodisch- eingängige als proggige Elemente, und vom merklich gealterten White kann man auch keine wilden Frickeltakte mehr erwarten. Bleibt als große Unbekannte Jon Davison... dem man auch gleich mal das Songwriting weitestgehend aufdrückte. Yes haben ja schon früher ihren Neueinsteigern das Songwriting überlassen, das war 1980 auf "Drama" so, das wiederholte sich 1983 auf "90125", 1997 auf "Open your Eyes" und 2011 auf "Fly from here".

Die gute Nachricht: Jon Davison klingt stimmlich nicht nur wie Jon Anderson, sondern er schreibt auch ganz ähnliche Songs. Nun die schlechte Nachricht: Damit meine ich aber nicht das, was Anderson mit Yes gemacht hat, sondern seine poppig- esoterischen Soloalben. Und daher klingt das Yes- Album "Heaven and Earth" paradoxerweise... wie ein Soloalbum des ehemaligen Yes- Sängers. Auf früheren Meisterwerken konnten Howe und Squire gegen Andersons harmoniesüchtigen Schönklang erfolgreich kontrastierende musikalische Gegenpole setzen, diesmal haben sie gegenüber Davisons ebenso gefälligem Geplätscher keine Gegenwehr anzubieten. Vielleicht lag es an fehlender Studiozeit, um die Arrangements zu verfeinern und die Komplexität zu erhöhen. Vielleicht wurde die Band auch von Produzent Roy Thomas Baker und Soundmischer Billy Sherwood schlecht beraten. Jedenfalls wird der Gesang klanglich sehr in den Vordergrund gerückt, und dahinter passiert wenig Aufregendes.

So trällert Davison unbehelligt seine Weltfriedenstexte zu eingängig- simplen Melodien, Squire und Howe agieren für ihre Verhältnisse weitgehend unauffällig, Downes legt schönklingende Keyboardteppiche aus, irgendwo im Hintergrund schrammelt eine Akustikgitarre, und White klopft darunter gemütliche Viervierteltakte (außer bei "To Ascend", da darf es auch mal ein gemütlicher Dreivierteltakt sein). Überhaupt könnten die meisten Songs um zwanzig Prozent schneller gespielt werden, wenn man noch jünger wäre und das wollte. Hektische Elemente werden vermieden, vielleicht darf das bei alten Männern so sein. Wenigstens im abschließenden Longtrack "Subway Walls" finden ein paar interessante Wechsel statt, den missverständlichen Begriff "Prog" möchte ich dafür jedoch nicht verwenden, das fände ich gewagt.

Verreißen muss man das Album nicht; es ist einfach nur nett und harmlos. Als Anderson- Soloalbum würde es wohl zu den besseren gehören. Aber von Yes erwartet man mehr, da haben Howe und Squire es sich zu einfach gemacht. Knapp drei Sterne, mehr ist nicht drin. Sorry.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "YES-LIGHT ODER DIE KÜNSTLERISCHE DURCHSCHNITTLICHKEIT DES SEINS", 2. Mai 2015
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Heaven & Earth (Digipak) (Audio CD)
21.Studio-Album der britischen Prog-Dinosaurier von 2014, dass erzwungenerweise eine neue Ära in der Musikkarriere der Band einleitete, nach dem kommerziellen Flop des teuer produzierten Vorgängers. Sänger "Benoit David" wurde durch den Jon Anderson-Klon "Jon Davison" ersetzt, der sich auch für den Großteil des Songwritings verantwortlich zeigte. Angesicht der finanziellen Katastrophe von "Fly from here" wurde das Band-Budget drastisch gekürzt, was negative Auswirkungen auf die neue Produktion haben sollte. Um die Kosten bei den Studioaufnahmen niedrig zu halten, gestand die Plattenfirma der Band nicht einmal die Hälfte der Zeit zu, die sie normalerweise im Studio benötigten. Anstelle von vier oder fünf Monaten mußte Heaven & Earth in nur zwei Monaten fertiggestellt werden. Die fatale Folge davon war dass die bei der Band üblichen, ausgefeilten Arrangements aus Zeit-und Kostengründen nicht realisiert werden konnten. Diese Zeit-und Kosteneinsparungen konnten an der Musik nicht spurlos vorübergehen. Klang, Produktion, Songs und ihre Arrangements mußten für die Verhältnisse der Band ungemein schlicht bleiben. Notgedrungen entschied mann den Songs durch Einsatz einer Rhythmusgitarre mehr Volumen zu verleihen. Eigentlich unglaublich dass sich gestandene Musiker wie Howe/Squire/White/Downes so etwas von ihrer Plattenfirma bieten lassen. Das künstlerische Endergebnis von Yes-Light kommt einer Demontage der Kultband sehr nahe und polarisiert weltweit die große Fangemeinschaft. Die Band legt wohl einer ihrer schwächsten Werke vor. Das zu schlichte und anspruchslose Songwriting Davisons vermischt mit einer hörbar billigen Produktion und das Ausbleiben von progressiv-rock üblicher aufwendigen Arrangements führte zum künstlerischen Fiasko. Was bleibt ist mit dem neuminütigen "Subway walls" ein progressiv aufwendiger Titel und mit "Believe again"+"Step beyond" zwei prog-angehauchte Pop-Ohrwürmer, die dir einmal gehört nie wieder aus dem Ohr gehen. In Verbindung mit dem einen oder anderen progressiv-anspruchsvollen Song-Teilpart reicht dies objektiv maximal für 3 Sterne. In jedem Fall vielzu wenig für eine Klasseband wie Yes, die mit dieser Veröffentlichung in die künstlerische Durchschnittlichkeit des Seins eintauchte, um hoffentlich irgendwann wie Phönix aus der Asche im Original-Lineup zu entsteigen ......
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen schon irgendwie Yes aber auch etwas belanglos, 3. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Heaven & Earth (Digipak) (Audio CD)
Ich finde, dass das Album einige nette Ideen zu bieten hat und immer mal wieder die alte Klasse aller Musiker aufblitzt. Leider fehlen mir die Spannungsbögen, Reibungspunkte und Dissonanzen die dann wieder zu erlösend harmonischen Momenten führen und Yes für mich immer ausgemacht haben. So plätschern viele Songs recht zufrieden mit sich und der Welt dahin. Vieles ist mir etwas zu blumig und wirkt so etwas anachronistisch wie Flower Power Pop.
Der Sänger macht seinen Job wirklich gut und ich vermisse John Anderson an keiner Stelle. Die Keyboardsounds von Downes liegen manchmal total im Kitsch, dann packen sie aber wieder gut zu... Seltsam. Einige Songs erschließen sich erst nach mehrmaligem Hören, andere sind von Anfang an durchschaubar. So bleiben am Ende 2-3 gute Songs und ein paar nette Ideen. Zu wenig für mehr als 3 Sterne...
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28 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer diese Platte mag darf sich Schimpftiraden anhören ... Yes goes Progressive Pop, 16. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Heaven & Earth (Digipak) (Audio CD)
... und genau das nehme ich in Kauf. Selten zuvor habe ich erlebt, dass auf einzelne positive Bewertungen so viel hämischer Dreck auf die Rezensenten entleert wurde. Kaum einer aus dem Lager der Yes-Hater kann hier mal die Füße stillhalten ohne irgendetwas abzusondern und seinen scharfen Senf dazuzugeben. Aussagen wie man wäre ja nur ein Fanboy der jede Veröffentlichung von Yes unkritisch mit fünf Sternen bewertet sind da noch als eher harmlos zu erachten (schon allein deshalb gebe ich fünf und nicht die viereinhalb, die das Album wohl eher verdient). Wer will kann sich ja durch den ganzen "babyblauen" Wust an Kommentaren durcharbeiten und der geneigte Leser weiß sofort welche im Großen und Ganzen gar nicht mal so verkehrte Website mit deutschsprachigen Kritiken zu Platten im Umfeld des Progressive Rock gemeint ist. Die vernichtenden Beiträge auf Amazon wurden zum Teil dort abgeschrieben. Besonders peinlich wird das Ganze dann wenn negative Kommentare von anderen Hatern mit so sinnvollen Bemerkungen wie "SSTRIKE!!" ergänzt werden. So gesehen unter den Kommentaren der Rezi von "Bobby Bobbel" und man möchte diesen und ähnliche Nachbeter bei solch blamablen Ausrufen einfach nur zum Schifferl Versenken schicken ;-)

Und damit bin ich schon bei des Pudels Kern: Ist dieses Album noch progressiv? Ich tu mich schon schwer mit der Definition dessen, was das eigentlich sein soll. Spielt es überhaupt eine Rolle welche Schublade die richtige ist wenn die Mucke passt? Doch selbst bei einer puristischen Exegese des Begriffs würde ich sagen, es handelt sich wohl mindestens um Progressive Pop ... ähnlich wie Genesis das mit dem Duke-Album seinerzeit exerziert haben. Damals aber als Übergang von Rock zu Pop. Doch von einem Übergang kann beim fortgeschrittenem Alter der Protagonisten (mit Ausnahme von Jon Davison) und in Anbetracht der Tatsache, dass Yes das Thema Pop mit "90125" und "The Big Generator" eigentlich längst hinter sich gelassen hat, nicht wirklich die Rede sein. Apropos Jon: Dieser klingt mehr nach Jon (Anderson) als letzterer heute selbst. Schon in den Alben von Davisons Stammband Glasshammer war teilweise mehr Yes drin als in dem was Yes im letzten Jahrzehnt produziert hat. Konsequenterweise hat er nun auch den Job bei Yes. Dass er sich auch am Songwriting beteiligt hat macht ihn sicher mehr zu einem Bestandteil der Band als seinen Vorgänger David Benoît, der tatsächlich nicht mehr war als der Sänger einer Yes-Coverband dem das große Original mal für ein Album und eine Tour einen Job angeboten hat.

Auf die einzelnen Songs muss man gar nicht mehr großartig eingehen - viele der wohlwollenden Rezis hierzu sind ausführlich genug so dass ich dem nur wenig hinzufügen möchte: Es ist wirklich wahr, die Songs stecken voller überraschender Wendungen, nichts ist wirklich berechenbar trotz größtenteils eingängiger Melodien. Mit jedem weiteren Hördurchgang gibt es Neues zu entdecken. Alles in allem hat man das Gefühl so hätten die Beatles geklungen wenn sie sich seinerzeit nicht aufgelöst und sich einen Monat lang in den Abbey Road Studios eingesperrt und zwischen den Aufnahmen nur Yes gehört hätten. Wenn man einen Vergleich mit Yes der 70erjahre bemühten möchte: Die Songs bewegen sich irgendwo zwischen dem poppigen "Time and a Word" und dem mysteriösen "Wonderous Stories". Und genau mit dieser Aussage kommt auch trotz des eher eingängigen Charakters dieser Platte meine Schlussfolgerung: Irgendwie klingt sie verdammt noch mal nach Yes und ich verstehe diese affige Aufregung überhaupt nicht. "Time and a Word" war auch nur (gute) Popmusik!

Must hear: Believe Again, To Ascend, Light of the Ages (grandios mit seinen tollen Vokalharmonien!), Subway Walls (Prog in seiner reinen Form aber ohne Gefrickel)
Nice to hear: The Game, In a World of Our Own
Weak spots: Step Beyond, It Was All We Knew
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ja, das ist nicht viel, 21. Juli 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Heaven & Earth (Digipak) (Audio CD)
Irgendwann geht jeder Band die Puste aus. YES gehörten immer zu meinen Lieblingen, die Silberlinge im Regal sind zahlreich. Schön sind auch meine Erinnerungen an gute Konzerte mit der Band. Aber Heaven & Earth ist weder Fisch noch Fleisch. Das Bemühen ist hörbar, aber es fehlen jegliche zündenden Ideen. Schade.
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29 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Top oder Flop? Versuch einer Analyse, 24. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Heaven & Earth (Digipak) (Audio CD)
Heaven & Earth von Yes im Jahr 2014. Dieses Album polarisiert, und zwar ganz gewaltig. Die Meinungen über dieses Werk könnten nicht weiter auseinander liegen. Die negativen Meinungen überwiegen, umso energischer verteidigen andere die Qualität. Welche Qualität? ...und ist das der entscheidende Punkt? ...oder vielmehr die Erwartung die man an ein Yes Album mit diesem Artwork knüpft?

Ich frage mich manchmal, warum Musikhörer oft so vehement an einem Interpreten festhalten, der schon so lange seinen Zenit überschritten hat. ...ihn verteidigen, wie einen Fussballverein und mit ihm in die zweite, womöglich in die dritte Liga gehen? Ob das auf "Heaven & Earth" zutrifft lasse ich hier schlicht dahin gestellt.

Nur irgendwo muss man das Album einordnen. Es ist kein "Close to the edge", kein "Relayer" und auch kein "90125". Was ist es? Ein trauriger Abgesang? Ein Statement einer neuen vitalen Band?

Die Band tourt seit Jahren quasi unentwegt und führt dabei komplette klassische Alben auf. Das Vorgängerwerk "Fly from here" spielte nur kurz (Danke Gernot von N.) eine Rolle im Liveset von Yes. Warum nimmt man also ein Album auf, wenn man es nicht selber als würdig empfindet auch "live" dargeboten zu werden? Yes ist nicht die einzige Band, die sich diese Frage stellen lassen muss. Wird "Heaven & Earth" den Weg auf die Bühne finden? Das darf bezweifelt werden. So wie das neue Album von Saga, die letzten Outputs von Mark Knopfler oder auch Eric Clapton. Niemand hat Interesse an diesen Alben, die Leute wollen "Roundabout" hören, "Sultans of swing" und "Layla". Oder sind es die Künstler, die merken, dass ihre Spätwerke ihren Klassikern nicht stand halten können? ...und warum ist das so? Können sie alle keine wirklich gute Musik mehr komponieren, die ihren abgedroschenen Evergreens den verdienten Lebensabend beschert? Trifft das auch auf "Heaven & Earth" zu oder ist das Publikum nur zu ignorant, ein solches Album auch "Live" zu akzeptieren?

Warum also haben Yes "Heaven & Earth" aufgenommen?
Weil ihnen die Stücke auf der Seele gebrannt haben?
Weil sie unbedingt raus mussten?
Weil sie es allen noch einmal zeigen wollten, den ganzen Epigonen, die ihre Trademarks verwursten.
Ist es eventuell nur eine Art Zyklus, an den man sich im Business halten muss?
Tour, Album, Tour, Abschiedstour, Reunion, Reuniontour, ...

"Heaven & Earth" hat darauf kaum Antworten. Warum?
Weil es sich von dem was die Band auf der Bühne verkörpert so gut wie gar nichts enthält.
Fast jeder Titel dieses Albums wäre in der Setlist eines Yes Konzerts ein Fremdkörper.
Auf der Bühne wird demnächst keine "neue" Band stehen, die heiß darauf ist, ihr neues Material zu Gehör zu bringen.

Warum macht man also ein solches Album,...

... mit DIESEM Artwork, diesem leuchtenden Blau, das wir auf auf "Yesshows" schon hatten?
...vor gefühlten 100 Jahren!
Nicht so fremd und banal wie das Cover von 90125, dessen epochaler Erfolg für viele Fans eher ein böser Fluch war.
Warum hieß diese Band damals überhaupt Yes?
Nein, dieses Cover, das von "Heaven & Earth", impliziert "Vertrautheit".

Die Musik auf dem Album, ob sie einem gefällt oder nicht, ist für mich ein Rätsel.
Die Intention dieses Album zu machen erschließt sich mir nicht.
Es macht keinen Sinn.
Es hat keinen Platz in der Vita dieser Band.

Oder ist Yes gar keine Band? Ist Yes eine Firma?

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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeiten ändern sich !, 2. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Heaven & Earth (Digipak) (Audio CD)
Habe mir die CD mit Absicht nach den zum Teil harschen Kritiken gekauft , und bin wie erwartet nicht damit fehlgefahren . Es ist für mich ein modernes Album mit vielen Nuancen die auch einen Bezug zu früheren Alben aufweisen. An die ewig gestrigen Progs sei gesagt , wir schreiben das Jahr 2014 und nicht mehr 1974 . Wer will kann ja ewig CLOSE TO THE EDGE hören . Die Titel 1 , 6 8 sind für mich einfach zeitlos und vereinen eigentlich alles was Yes ausmacht. Ich bin froh das die alten Herren überhaupt noch einmal etwas neues herausbringen.

PS. War leider auch beim abgebrochenen Konzert in Leipzig , ich hatte fast den Eindruck das der alte Stinker Steve Howe nicht mehr so richtig wollte , denn so schlimm schien es mir mit der Stimme von Jon nicht zu sein .
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14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ja, nicht wirklich prickelnd oder doch?, 18. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Heaven & Earth (Digipak) (Audio CD)
Also dafür, dass 4 von den 5 Musikern über sechzig sind, geht's schon. Ist halt nicht 70er-Jahre Yes, aber was sie in diesem Jahrtausend sonst noch so abgeliefert haben (außer alten Aufnahmen) taugt auch nicht viel.
Nach diesen Vorschusslorbeeren :D bin ich mit diesem Album ganz zufrieden, immerhin eine halbe Stunde, die ich mag, bestehend aus den Tracks 1, 4, 6, 7, 8, wobei letzterer hoffen lässt. Der einzige Track 8, der an Prog erinnert. Aber wie oft hat man bei Yes nicht schon umsonst gehofft...
Nicht Prog, aber ganz angenehm. Nichts Aufregendes, aber auch nicht der große Yes-Verrat.
Weder Fisch noch Fleisch.

Edit: Nach mehrmaligem Hören muss ich sagen, prickelt doch. Da sind immer wieder mal sehr schöne, unerwartete Wendungen. Der Klang ist rund und voll. Drum werde ich jetzt noch einen Stern draufpacken (von 3 auf 4).
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Logische, nicht subjektive Rezension, 29. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Heaven & Earth (Digipak) (Audio CD)
Also Leute, was am 29.08.2014 Stand der Dinge ist, zeigt doch sehr deutlich, dass Musik nicht wirklich bewertbar ist. Man kann immer beschreiben , was darin in etwa zu finden/hören ist. Die eigene Bewertung ist allerdings stets extrem abhängig von der eigenen Psyche, von der eigenen Entwicklung, Lebenssituation, Schicksalen, etc.
Jemand der als Teenie eine Musik toll fand und dafür gestorben wäre, kann heute oft nur noch darüber lachen.
Angenommen "Yes" hätte es bis heute nie gegeben und sie würden aktuell als Debutalbum eines ihrer "Großtaten" veröffentlichen. Kann der geneigte Yes-Fan wirklich dafür garantieren, auch in dem beschriebenen Fall so begeistert davon zu sein, wie damals? Manche erinnern sich gern an die alten Zeiten zurück und an die Gefühle von damals. Die Musik hilft dabei. Aber ist sie deswegen bewertbar?

Logisch betrachtet ist das neue Yes Album ganz ok. Es gibt viele gute und viele schlechte Gefühle die es erweckt. Das ist Tatsache und somit gibt es die Durchschnittswertung von drei Sternen bei aktuell 70 Rezis. 70 Rezensenten sind ein guter Wert für eine relative Objektivierung der Wirkung auf die Hörer.

Und Diskussionen über sogenannte "progressive" Musik kann man sich getrost schenken, denn eine Band kann eigentlich nur enttäuschen, wenn sie sich im Verlauf der Karriere als wirklich progressiv erweist. Der Mensch ist nunmal Gewohnheitstier (Bsp. Metallicas Karriere zu "Load" Zeiten). Komplexe oder komplizierte Musik ist ebenfalls nicht länger progressiv, als bis zu dem Zeitpunkt, zu dem sie zum ersten Male gespielt wird.....also sind auch progressive Bands, die gewisse Standarts spielen nicht progressiv. Es gibt also keine progressiven Bands, sondern nur Bands, die mal ein progressives Album veröffentlicht haben.

Aber darum geht es den meisten "alten" Yes Fans ja auch gar nicht. Sie wollen im Grunde, dass die Zeit stehen bleibt, die alten Alben identisch erneut eingespielt werden, dabei aber ganz anders klingen, vollkommen überraschen, die Urbesetzung spielt (Musiker fit an Instrument und Gesang, ohne Abnutzungserscheinungen), und alle im Rausch der vergangenen Tage selig werden. DAS war vielleicht etwas subjektiv.

Alles in allem bleibt nach Durchlesen der Amazon Rezis nichts, als sich selbst von "Heaven & Earth" ein Bild zu machen. Vielleicht ist dieses Album ja gerade so progressiv und auch gut, WEIL es überraschend gegensätzlich auf- und angenommen wird.

Es lebe das Gefühlschaos.
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