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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen GEWISSEN IN AUFRUHR - Der berühmte DDR-Fernsehroman in voller Länge auf DVD, 9. Juni 2014
Von 
j.h. "corleone29" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Gewissen in Aufruhr - DDR TV-Archiv (3 DVDs) (DVD)
Oberst Joachim Ebershagen (Erwin Geschonneck) ist mit anderen ehemaligen hohen Wehrmachtsangehörigen im Zug auf dem Weg in ein russisches Kriegsgefangenenlager bei Krasnogorsk. Während der Fahrt erinnert er sich an die Ereignisse seit 1942, wie er im Kessel von Stalingrad am Sinn des Krieges zu zweifeln begann und einer der letzten ausgeflogenen Verwundeten war. Als Kommandant von Greifswald übergab er die Stadt eigenmächtig kampflos per Kapitulation an die Rote Armee, um die Zerstörung und weiteres sinnloses Blutvergießen zu vermeiden. Dennoch will sich Ebershagen seiner Verantwortung als ehemaliger Oberst stellen und tritt die Kriegsgefangenschaft an. Teil 3 zeigt die Erlebnisse im Straflager, wo die Mitgefangenen in ihm einen Vaterlandsverräter sehen. 1949 zurück in Deutschland wird Ebershagen Kreisrat von Usedom und gerät 1950 durch eine arglos angenommene Einladung nach München in eine Intrige des amerikanischen Geheimdienstes, die mit der geplanten Wiederbewaffnung Westdeutschlands in Zusammenhang steht ...

Günter Reisch (1927-2014, Teil 1, 3, 5) und Hans-Joachim Kasprzik (1928-1997, Teil 2, 4, 5) drehten den Fernsehroman mit einer Gesamtlaufzeit von 372 Minuten nach dem 1957 erschienenen autobiographischen Bericht von Rudolf Petershagen (1901-1969). In Erwin Geschonneck (1906-2008) fanden sie einen Hauptdarsteller, der die innere Zerrissenheit und schrittweise Wandlung der Hauptfigur mit großer Überzeugungskraft darstellte. Die Auftragsproduktion des Deutschen Fernsehfunks (DFF) entstand mit einem Budget von 1,5 Millionen DDR-Mark im DEFA-Studio für Spielfilme.

Das MDR-Fernsehen hat die Serie seit 2001 dreimal im Nachtprogramm ausgestrahlt, wobei stets nur die Folgen 1 bis 3 liefen. Das Fehlen der beiden abschließenden Folgen wurde begründet mit deren Prägung durch kommunistische Agitation und Propaganda der SED und entsprechend einseitiger und tendenziöser Abbildung der Ereignisse zwischen 1948 und 1955. Für wirklich mündig hält der MDR seine Zuschauer wohl nicht, und die begründenden Phrasen haben ihre Herkunft selbst in der Zeit des Kalten Krieges. Sicher wurde die Geschichte gerade in den Folgen 4 und 5 teilweise fiktional überspitzt, um die DDR als das bessere Deutschland zu zeigen. Durch die Erstausstrahlung wenige Wochen nach dem Mauerbau im September 1961 gewann die Geschichte noch zusätzliche Brisanz und die mit dem Pionierlied "Unsere Heimat" unterlegte Schlussszene am Brandenburger Tor eine ganz andere Bedeutung. Da dieses Filmwerk zu einer Zeit entstand, als der Kalte Krieg seinem Höhepunkt zustrebte, ist es ein Dokument dieser Zeit und sollte als solches auch komplett zugänglich sein.

Das in der Reihe DDR-TV-Archiv erschienene 3-DVD-Set von TELEPOOL (im Vertrieb von ICESTORM-Entertainment) ermöglicht nun ein Wiedersehen mit dem kompletten Werk. Bild- und Tonqualität entsprechen dem Alter des Materials und verstärken damit indirekt den dokumentarischen Charakter, der auch durch zahlreiche eingeschnittene Aufnahmen aus Wochenschauen erzielt wird. Als Bonus ist auf Disc 3 eine Erläuterung des Filmwerkes und seiner Entstehung durch Ralf Schenk enthalten (2014, 27 min).

Sehr empfehlenswert für zeitgeschichtlich orientierte Sammlungen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Alle fünf Teile des sich im Gedächtnis festsetzenden, großartigen Mehrteilers des DFF aus dem Jahr 1961, 20. Juli 2014
Von 
DVD-Rezensionen - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Gewissen in Aufruhr - DDR TV-Archiv (3 DVDs) (DVD)
Gewissen in Aufruhr

Zu einem echten Erlebnis wurden für mich die letzten Fernsehabende, dank des hier von der "Telepool" im Vertrieb von "Icestorm" auf DVD veröffentlichten Fünfteilers. Obwohl ich Erwin Geschonneck (1906-2008), welcher in diesem Mehrteiler die Hauptrolle spielt, als exzellenten Schauspieler sehr schätze, war er mir in dieser Rolle bisher unbekannt. Aber auch diesmal hat er mich, wie auch die vielen anderen und zum Teil recht prominenten Darsteller in diesem Fünfteiler, nicht enttäuscht.

Von der ersten Filmminute an hat mich die vom damaligen Fernsehen der DDR, dem "DFF", 1960/61 frei nach den autobiografischen Berichten und Aufzeichnungen von Rudolf Petershagen entstandene Mini-Serie in ihren Bann gezogen. Dabei hatte Erwin Geschonneck, als man ihm damals die Rolle anbot, diese zunächst sogar abgelehnt. Die Drehbücher für den auch von der DEFA zuvor abgelehnten Filmstoff schrieb Hans Oliva Hagen mit Unterstützung der beiden Regisseure Günter Reisch (Teil 1,3,5) und Hans-Joachim Kasprzik (Teil 2,4,5).

Die Verteilung auf zwei Regisseure war nötig, da für die mit einem schmalen Budget von gerade einmal 1,5 Millionen Mark ausgestattete Produktion aller fünf Teile nur ein Zeitraum von knapp einem Jahr zur Verfügung stand. Gedreht wurde u. a. in Greifswald, sowie in den Ateliers und Kulissen des DEFA-Studios für Spielfilme, wo z. B. auch die Szenerie der Geschehnisse an der Front von Stalingrad nachgestellt wurden.

Der Fünfteiler erzählt in Anlehnung an die Erlebnisse des ehemaligen realen Wehrmachtsoffiziers Rudolf Petershagen dessen Geschichte in fernsehgerechter, dramaturgischer Umsetzung fesselnd als auch berührend und packend. Erwin Geschonneck übernahm in der Verfilmung dabei die Rolle des "Oberst Ebershagen" und zeigt darin den Wandel des sich in seinem Eid gegenüber Hitler verpflichtet fühlenden Offiziers bis hin zum bekennenden Pazifisten. Der Zeitraum der dargestellten Ereignisse in der Miniserie setzt dabei im Jahr 1942 an und geht bis in das Jahr 1955.

Als Zuschauer begleitet man dabei aus der Distanz des Beobachters den Weg des Soldaten aber auch des Menschen Ebershagen unmittelbar. Das intensiviert den eigenen Bezug zur Filmhandlung, zusammen mit dem aus dem Of heraus vorgetragenen Gedanken des Oberst, zusätzlich und lässt eine emotionale Verbundenheit zur gezeigten Geschichte entstehen.

Auch wenn man einiges aus der heutigen Erkenntnis und Sicht, mehr als ein halbes Jahrhundert nach der TV- und Kinopremiere, sicherlich so ein wenig anders beurteilen mag, ist der Mehrteiler in seiner Kernaussage nach wie vor aktuell. Während sich der erste Teil dem Aufzeigen der Sinnlosigkeit und des Leids, welches der Krieg über die Menschen bringt, annimmt und das am Kriegsgeschehen im "Stalingrader Kessel" zeigt, erzählt er im weiteren Verlauf über die kampflose Übergabe der Stadt Greifswald durch "Oberst Ebershagen" an die heranrückenden Russen und seine anschließende Gefangenschaft in Russland. In den beiden letzten Teilen dann wird über den Neubeginn und Aufbau nach dem Krieg, aber auch den Beginn des Kalten Krieges berichtet. Die letzten beiden Teile sind politisch und ideologischen dabei stark polarisierend in ihrer Art.

Die drei DVDs dieser Veröffentlichung finden sich einzeln und zu zweit versetzt übereinander liegend, in einem Jumbo Amaray-Case mit einem FSK-Logo auf der Coverfront. Laut Cover beträgt die Gesamtlaufzeit der Box in etwa 372 Minuten. Das Schwarz-Weiß-Bild des Fünfteilers kommt von den drei DVDs dabei im Format 4:3 Video Aspect zur Ansicht.

Gleich zu Beginn der Wiedergabe entschuldigt man sich mit einer gezeigten Texttafel für aufgrund des Alters mögliche Einschränkungen in der zu erlebenden Bild- und Tonqualität. Diese Einschränkungen sind vorhanden, für mein persönliches Empfinden aber für eine derart betagte Produktion vollkommen akzeptabel und auch erwartungsgemäß. Bis auf einige Ausnahmen bieten alle fünf Teile einen guten Kontrast und auch akzeptable Schwarzwerte, sowie recht gute Schärfeeinstellungen in den Bildern an. Neben einigen Verschmutzungen machen sich immer wieder in wechselnder Intensität mechanische Beschädigungen bemerkbar.

Die DVD-Menüs sind mit animierten Szenen und Musik bedienfreundlich und übersichtlich gestaltet. Während sich auf den beiden ersten DVDs je zwei Teile, die einzeln oder auch über "Alles Abspielen" zur Wiedergabe gebracht werden können, befinden, sind es auf der Dritten der fünfte Teil und die Extras der Veröffentlichung. In jedem der Teile wurden einige bei Bedarf anwählbare Szenenmarker gesetzt.

Neben den Trailern zu den bereits auf DVD erhältlichen Fernseh-Reihen "Archiv des Todes" und "Wege übers Land" bietet die dritte DVD noch ein exklusiv für diese Veröffentlichung produziertes Extra an. In dem von der "bfg filmproduktions" entstandenen, ca. siebenundzwanzig Minuten laufenden Beitrag kommt der Vorstand der DEFA-Stiftung, Dr. h. c. Schenk, zu Wort. Er berichtet sehr interessante Details zur damaligen Produktionsgeschichte des Fünfteilers. Leider gab es bei dem Beitrag einige Fehler bei der Bild-Codierung für die DVD-Veröffentlichung.

Tonbewertung:

Wie schon beim Bild muss man dem hier als deutschen Dolby digital 2.0 Mono zu Gehör kommenden Ton sein Alter und die damals gegebenen technischen Möglichkeiten zugutehalten. Natürlich knackst es hier und da schon einmal etwas und auch das sich in wechselnder Intensität bemerkbar machende Grundrauschen ist nicht immer ganz zu überhören. Die Verständlichkeit der Darsteller ist aber, wenn auch nicht immer perfekt, so doch zumeist gegeben.

Schade finde ich allerdings, dass man gerade auch in Anbetracht dieser nun einmal vorhandenen, altersbedingten kleineren Einschränkungen im Ton, sowie auch für Hörgeschädigte und Gehörlose den DVDs nicht noch optional zuschaltbare deutsche Untertitel zugestanden hat.

Gesamteindruck:

Ich denke, man merkt es meiner Rezension an, wie sehr mir der vom DFF erstmals im September 1961 im Fernsehen der DDR gezeigte Fünfteiler gefallen hat. Besonders freut es mich, dass auf der hier vom Label "Telepool" im Vertrieb von "Icestorm Entertainment" an den Start gebrachten Box auch tatsächlich alle der insgesamt fünf entstandenen Teile, zuzüglich eines interessanten Extras, veröffentlicht worden sind.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gewissen in Aufruhr, 25. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gewissen in Aufruhr - DDR TV-Archiv (3 DVDs) (DVD)
Endlich auch die uns vom (West) Fernsehen vorbehaltenen beiden letzten Folgen. Das so CIA und Co. arbeiten solle mittlerweile jedem bekannt sein,
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gute Miniserie, 10. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gewissen in Aufruhr - DDR TV-Archiv (3 DVDs) (DVD)
Mein Vorschreiber hat die Serie so gut beschrieben, dass ich mich nur anschliessen kann.

Schön dass es GIA endlich auf DVD gibt, dann kann ich meine alte VHS.Aufnahme endlich entsorgen.

Die Folgen 1-3 sind wirklich sehr gute Kriegsfolgen, die Teile 4-5 sind halt sehr auf DDR-Propaganda getrimmt, was aber heute eher jemanden zum Schmunzeln bringt.

Fazit: Für mich ein kleines Filmjuwel, aber bitte Politisch nicht ernst nehmen.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gewissen in Aufruhr, 25. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gewissen in Aufruhr - DDR TV-Archiv (3 DVDs) (DVD)
Danke für die schnelle Lieferung....Die Kurzserie war sehr Interessand...Leider zum Schluß ein bissen zu DDR-Politisch angehaucht , wenn man darüber hinweckschaut kann man es jeden der für Geschichte Interesse zeigt empfehlen...alle anderen sollen lieber es bleiben lassen
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Gewissen in Aufruhr - DDR TV-Archiv (3 DVDs)
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