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143 von 172 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Noah - viel besser als erwartet und deutlich besser als von vielen bewertet!
Ich gebe es ehrlich zu, wenn man so manche Rezension gelesen hat - vor allem die 1 Stern Bewertungen kommen einem schnell Zweifel auf, ob es sich lohnt den Film zu kaufen.

Die 1 Stern Bewertung von Lady in Black hab ich auch gelesen - nachdem ich den Film gesehen habe! Die Rezension besteht ja zu 90% aus Inhaltsangabe und Beurteilung dieser.

Zuerst...
Vor 5 Monaten von MovieFan veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unstimmig
Der Film ist gut gemacht, ganz ohne Zweifel. Er ist auch durchaus sehenswert. Was mich sehr stört ist, dass sich der Film nur an einem seidenen Faden an der Vorlage hängt und die biblische Noah-geschichte mit kruden Fantasy-Elementen aufpeppen will. Das ist gründlich mißlungen, "Noah" ist ein überflüssiger Film.
Vor 16 Stunden von Heinrich Weber veröffentlicht


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143 von 172 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Noah - viel besser als erwartet und deutlich besser als von vielen bewertet!, 30. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Noah [3D Blu-ray] (Blu-ray)
Ich gebe es ehrlich zu, wenn man so manche Rezension gelesen hat - vor allem die 1 Stern Bewertungen kommen einem schnell Zweifel auf, ob es sich lohnt den Film zu kaufen.

Die 1 Stern Bewertung von Lady in Black hab ich auch gelesen - nachdem ich den Film gesehen habe! Die Rezension besteht ja zu 90% aus Inhaltsangabe und Beurteilung dieser.

Zuerst die grundsätzliche Frage, was erwartet man sich wenn man einen Film kauft der Noah heißt?

- Detailgetreue Erzählung der Bibel ?
- Eine Dokumentation über eine mögliche Sintflut ?
- Historisch exakte Erzählungen der Evangelien?
- Ein Film der die größten Fragen rund um die Sintflut der röm. kath. Kirche beantwortet?

Wenn ich einen Film kaufe, der Noah heißt muss man sich über folgende Punkte im klaren sein:

- Es ist ein Film
- Der Film hat und erhebt niemals den Anspruch "historisch exakt" zu sein - das kann und will er auch nicht
- Man muss bereit sein, sich auf die Erzählungen rund um Noah und die Sintflut einzulassen
- Es muss einem auch klar sein, übernatürliches ist ein wesentlicher Teil der Handlung

Ich kann es nicht verstehen, wenn Leute den Film wegen mangelnder Nähe zur Bibel schlecht bewerten. In Noah spielt Gott auch eine nicht ganz unwichtige Rolle, und wo das göttliche mit dem irdischen in Verbindung kommt, naja, wer weiß schon was hier richtig, falsch, die Wahrheit oder Erfunden ist?

Der Film dient der Unterhaltung - sonst würde er als Dokumentation auf National Geographic ausgestrahlt werden und weder Russell Crowe noch Emma Watson würden mitspielen.

Wenn man diese Punkte berücksichtigt, kann man sich endlich dem Film widmen:

Die Bibel ist aus (Weiter)Erzählungen und Geschichten entstanden und der Film erzählt die Geschichte von Noah verdammt gut.

Ich finde sogar bei bestimmten Szenen trifft der Film genau den wunden Punkt. Welcher Mensch würde sich nicht auf die Arche retten wollen? Und welcher König würde zur damaligen Zeit (und auch heute) nicht seine Armee in Bewegung setzen, wenn er weiß, er wird sterben müssen? Ein König ist doch was besseres, er hat ja wohl das Vorrecht zu leben.

Kommen hier nicht die Überlebensinstinkte in jedem Menschen hoch? Will nicht jeder sich und seine Familie retten?

Die Schauspieler waren absolut überzeugend und glaubhaft. Ich fühlte ihren Schmerz, die Angst, ihre Wut. Sie sitzen in der Arche und hören die ganzen Menschen die ertrinken und um Hilfe betteln und schreien. Frauen, Kinder schreien um ihr Leben, aber sie dürfen nicht überleben - Gott will die Erde reinwaschen.

Sie haben mich berührt, eine wirklich sehr gute schauspielerische Leistung! Auch Noah, der einen Auftrag erhalten hat und diesen durchführen muss, auch er leidet und kämpft. Auf Gott vertrauen, es wird schon so richtig sein.

Der Film ist absolut gelungen und überzeugend, wenn man bereit ist sich auf einen Film einzulassen in dem übernatürliches bzw. göttliches eine wichtige Rolle spielt.

Die 3D Tiefeneffekte haben so manches WOW und Wahnsinn ausgelöst. Das Bild und der Ton sind sehr gut gemacht auch sonst gibt es nicht viel zu beanstanden.

Warum also nicht 5 Sterne? Es gibt Szenen im 3D Bild wo der Vordergrund scharf gestellt ist und der Hintergrund somit unscharf wird, eigentlich nicht ungewöhnlich. Aber der Film hat leider ein paar deutliche Schwächen bei solchen Szenen, wo es einfach viel zu offensichtlich ist und somit diese Unschärfe STÖREND hervor tritt. Bei einer Szene sieht man zB im Hintergrund den Mond fast doppelt... Hier hätte man viel besser in der Nachbearbeitung arbeiten müssen.

Ansonsten ein überzeugender Film, der es sehr gut schafft, die menschliche Natur (sowohl positiv als auch negativ) hervorzuheben.

Passend zum Film und den Rezensionen schließe ich mit folgendem Zitat:

"Auch wenn alle einer Meinung sind, können alle Unrecht haben."

Zitat von Bertrand Russell
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unstimmig, 28. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Noah (Amazon Instant Video)
Der Film ist gut gemacht, ganz ohne Zweifel. Er ist auch durchaus sehenswert. Was mich sehr stört ist, dass sich der Film nur an einem seidenen Faden an der Vorlage hängt und die biblische Noah-geschichte mit kruden Fantasy-Elementen aufpeppen will. Das ist gründlich mißlungen, "Noah" ist ein überflüssiger Film.
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556 von 713 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Noah, der vegane Hooligan, 9. April 2014
Von 
Lady in Black "Lady in Black" (Schwabach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Noah (DVD)
Es folgt eine reine Filmkritik. Wer Informationen zur Ausstattung der DVD haben möchte, soll diese Rezension bitte überspringen.

Ich hab ja gedacht, mit der Besetzung Russell Crowe, Jennifer Connelly, Emma Watson und Anthony Hoplins PLUS der Geschichte der Sintflut kann man gar nix falsch machen - ich habe mich geirrt. Es wäre vielleicht ganz hilfreich gewesen, wenn der Regisseur vor dem Dreh mal einen Blick in die Bibel geworfen hätte. Hat er aber nicht gemacht. Fassen wir die Story der Sintflut mal kurz zusammen, wie sie in der Bibel steht. Das ist KEIN Spoiler, denn dieser Abschnitt aus der Bibel hat herzlich wenig mit dem Film Noah zu tun:

Noah kriegt die Order von Gott, er soll ein Schiff bauen, sich selbst, seine Frau, seine drei Söhne und deren Frauen, plus Viecher aller Art auf den Kahn packen. Noah tut wie ihm gesagt, baut Schiff, verlädt Menschen und Tiere, Türe zu, dann kommt die Sintflut. Irgendwann ist das Wasser wieder weg, die Arche strandet am Berg Ararat, Noah und seine Mannschaft steigen aus. Nach der Sintflut bekommen seine drei Söhne bzw. deren Frauen jeweils wieder einen Sohn. Ende.

So, und jetzt zu dem, was der Regisseur und der Produzent aus diesem Plot gemacht haben (ACHTUNG, ab hier ausgiebiger Spoiler!!!):

Das Machwerk Noah dauert fast 2,5 Stunden, und man hätte problemlos eine Stunde davon streichen können. Es beginnt mit den gefallenen Engeln. Die haben Gottes Zorn hervorgerufen und wurden auf die Erde verbannt, auf der sie ihr Dasein als Stein-Golems fristen, die von innen beleuchtet sind und Glühbirnen-Augen haben. Diese Gestalten sehen aus, als seien sie aus dem Herr-Der-Ringe-Set ausgebrochen.

Dann kommt eine Sequenz, in der Noah als Kind sieht, wie sein Papa von einem bösen König getötet wird, Der böse König nimmt das Familienrelikt Noahs an sich, nämlich die Haut der Schlange aus dem Paradies, die der Familie bis dato als magischer Gebetsgürtel diente.

Dann machen wir einen weiteren Zeitsprung. Noah ist nun erwachsen und lebt mit Frau und drei Söhnen (1, 5 und 7 Jahre alt) vegan in einer total zerstörten Welt. Noah hat dann einen Alptraum, in dem er ertrinkt. Er kann mit dem Traum nix anfangen, packt seine Familie zusammen um zu seinem Großvater, Methusalem, zu wandern, um dort Rat einzuholen.

Die Familie wandert nun los. Und wandert und wandert und wandert und wandert und wandert. Klaubt zwischendurch ein schwer verletzes und unfruchtbares Mädchen namens Ila auf und wandert weiter. Wird von bösen Räubern angegriffen, von den Stein-Golems verteidigt und wandert weiter. Hatte ich schon erwähnt, dass sie eine Wanderung machen???

Endlich bei Methusalem angekommen klärt dieser Noah auf, wenn er nicht ertrinken will, muss er eine Arche bauen. Stopft zu diesem Behufe ein Samenkorn aus dem Garten Eden in die Erde und ZACK!!! steht ein riesiger Wald da. Von da an baut Noah die Arche. Mit den Stein-Golems. Er baut und baut und baut und baut und baut. Aber er wandert nicht mehr. Er baut so lang, bis Ila und sein ältester Sohn erwachsen sind und sich ineinander verlieben.

Der böse König, der dereinst Noahs Vater gemeuchelt hat, steht derweil mit seinen Kampfhorden wartend im Wald und will Noah töten. Er wartet aber brav bis das ganze Viechzeug an Bord ist und von Noah und seiner Familie mittels dampfender Kräuterkessel in Tiefschlaf versetzt wird. Die ersten Tropfen fallen. Dann greift der böse König an. Noah tötet alles, was auf die Arche will, die Stein-Golems helfen ihm dabei, und dann schippert Familie Noah davon. Noah, seine Frau, Ila und seine drei Söhne. Von denen der mittlere stinksauer ist, weil Papa ihm keine Frau organisiert hat.

Als blinder Passagier hat sich der böse König mit in die Arche geschmuggelt. Er futtert sich quer durch den tierischen Artbestand auf der Arche und erhält Unterstützung vom unzufriedenen Mittelsohn, der entdeckt, dass das vegane Leben doch nicht so ideal, dafür aber ein rohes Echsensteak zwischendurch gar nicht schlecht ist.

Auf der Arche wird die unfruchtbare Ila schwanger. Der Schwangerschaftstest wird mittels Spucke auf einem Zauberstein durchgeführt, der dann auch hübsch blau aufleuchtet: Hurra, wir haben den B-Test erfunden! Noah ist dagegen. Das ist nicht Gottes Wille, denn der will ja, dass die Menschheit ausstirbt, weil sie die Erde kaputtgemacht hat. Noah mutiert zum veganen Hooligan und erklärt Ila, wenn ihr Kind ein Mädchen wird und somit mal eine Mutter sein könnte, wird er es gleich nach der Geburt töten. Ila ist ob dieser Aussage nicht sonderlich begeistert und bricht in schieres Entsetzen aus, als sie Zwillinge kriegt. Zwei Mädchen. Ila flüchtet unmittelbar nach der Geburt mit den Babies aufs Dach der Arche, verfolgt von Noah mit dem Schlachtermesser. Die Kinder brüllen, und Ila erklärt Noah, sie wolle die Kinder beruhigen, damit sie nicht weinend sterben. Sodann singt sie ihrer Doppelbrut ein Schlaflied vor - selbiges, das Noah immer SEINEN Kindern vorgesungen hat. Noah ist gerührt, und anstatt die Kinder zu töten, knutscht er sie und erteilt seinen Segen.

Nebenbei versucht noch der böse König Noah zu töten. Der mittlere Sohn weiß nicht, wem von beiden er helfen soll, entscheidet sich dann aber doch, seinen Vater zu unterstützen. Tod von bösem König, und die heilige Schlangenhaut ist wieder in Besitzt von Noahs Familie.

Der Rest ist schnell erzählt: Wasser weg, Arche gestrandet, Viecher in Freiheit, Mittlerer Sohn zieht seiner Wege, Noah wird zum Säufer, Trennung von seiner Frau mit abschließender, tränenreicher Versöhnung beim gemeinsamen Gartenbau.

Diese fast 2 1/2stündige Katastrophe kann man sich sparen. Der Film zieht sich wie Kaugummi und die Handlung ist entweder nicht existent, oder völlig an den Haaren herbeigezogen. Ich bin beileibe kein Verfechter der christlichen Lehre, aber wenn man schon eine Geschichte aus der Bibel verfilmt, dann soll man sich zumindest einigermaßen an die Vorgaben aus dem Buch der Bücher halten.

Auch sonst passt im Film eigentlich nichts wirklich zusammen. Weder die Keidung der Protagonisten - alle laufen in Hosen rum. Auch die Frauen! Zur damaligen Zeit trugen Männer und Frauen sackartige, bodenlange Kutten, aber ganz sicher keine jeansartigen Beinkleider. Während Noah auf der Arche zunehmend verwahrlost, ist der mittlere Sohn immer perfekt glatt rasiert und trägt eine hübsche, kurzgeschorene Haartracht wie sie definitiv nur mit einem damals noch nicht erfundenen Haarschneidegerät hinzukriegen ist. Die Kampfhorden des bösen Königs tragen nahezu moderne Schweißermasken, wenn sie ihre Waffen anfertigen. Und so weiter und so fort...

Nunja. Meines Erachtens ist der Besuch dieses Films reine Zeit-, und der Kauf der DVD reine Geldverschwendung.

Sorry für den ewig langen Text, aber ich musste das jetzt einfach loswerden.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "NOAH" - Eine moderne Version der uralten Geschichte mit einer Mahnung ...., 4. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Noah (DVD)
Selten hat es in jüngerer Vergangenheit wohl einen Film gegeben, der die Meinungen so dermaßen gespalten hat wie Darren Aronofsky's "NOAH" mit dem großartigen Russell Crowe in der titelgebenden Hauptrolle.

Einige Leute gehen in ihren stellenweise vernichtenden Rezensionen auf Dinge ein, die ich in einer Million Jahren nicht in die Waagschale werfen würde, weil sie mir ganz einfach nicht in den Sinn kommen würden :
NIEMAND kann ernsthaft behaupten ganz genau zu wissen, was damals historisch richtig und akkurat war - egal ob es menschliches Verhalten, Sprachwendungen, Mode (Stichwort : Hosen), Werkzeuge oder Sonstiges war !
"NOAH" ist KEINE Dokumentation - es ist NUR ein Film : Nicht mehr - und auch nicht weniger ....

Bei "NOAH" waren meines Dafürhaltens nach kreative und erfahrene Filmschaffende am Werk, die versucht haben, die uralte Geschichte eines Mannes und seiner Vision zu entstauben und auf ihre eigene Art und Weise "real" werden zu lassen.
Ihr Vorhaben (das anscheinend sehr viele nicht richtig interpretiert oder überhaupt erkannt haben) war es, diese Geschichte, die wohl aller Meinungen nach ja wohl am Beginn unserer Zivilisation stehen sollte, ZEITLOS und weitgehend losgelöst von spezifischen Religionen erscheinen zu lassen - nicht haarklein festgelegt an bestimmten oder gar exakten Daten, was dem Zuschauer die erzählte Geschichte, egal wie bekannt, unweigerlich näher erscheinen lässt ....

Sie nahmen also diese wohl jedem bekannte Geschichte, entfernten alles bis auf das Grundgerüst - und schufen etwas, was vom Stil her sich zwischen den klassischen Werken, die sich mit diesem Thema oder artverwandten Themen auseinandersetzen, und den allseits beliebten modernen Fantasy-Märchen, wo visuell Unmögliches per digitalem Effekt zum Leben erweckt wird, befindet.
Die altmodische Geschichte in einem neuem und modernem Gewand, angepasst an moderne Sehgewohnheiten, für jedermann zugänglich ....
Schnelle, die Geschichte vorantreibende Momente wechseln sich ab mit ruhigen Passagen, in denen man als Zuschauer das Visuelle seine volle Wirkung entfalten lassen kann ....
Zeit ist auch nur ein Wort - und doch, auch oder gerade in dieser Geschichte, hängt so viel oder gar alles von ihr ab ....

"NOAH" ist eine wuchtige emotionale Reise in die dunklen Tiefen des Herzens und des menschlichen Verstandes - und diese Reise IST zeitlos.
Seht Euch den Film an .... und dann vergleicht das mit unserer Gesellschaft, unserer Welt, heute : Wir zerfleischen uns gegenseitig, meucheln und heucheln - ohne wahres Mitleid, gleichgültig, das "Recht" des Stärkeren und das krankhafte "Ich"-Bewusstsein unserer Tage rechtfertigt anscheinend alles und resultiert in einem gottgleichen Gehabe ....
Ein Blick um einen herum, in die Nachrichten und in die Zeitungen genügt, um - wenn man noch nicht völlig verblödet oder abgestumpft ist - ein ungutes Gefühl zu bekommen ....

Nur irgendwann IST Schluss - MUSS Schluss sein ....

Als Russell Crowe seinen Lieben an Bord der bereits schwimmenden und von tosender See umbrandeten Arche nochmals die tragische und menschheitsdefinierende Geschichte von Abel und Kain erzählt und erklärt, sieht der Zuschauer im Gegenlicht der untergehenden Sonne die Umrisse von einem knieenden Kain, der sich über den liegenden Abel beugt und mit einem Stein ausholt - die Umrisse ändern sich blitzschnell und man erkennt Träger von Uniformen aus allen Epochen und von allen Kontinenten, die den fatalen Todesschlag immer und immer wieder ausführen und ihren "Bruder" ermorden - der letzte Umriss zeigt einen wohl amerikanischen Polizisten in voller Kampfmontur inklusive Schutzschild und Schlagstock ....
Ein mahnender Moment, der wohl sehr sehr vielen entgangen ist ....

Um langsam zum Punkt zu kommen :
Ich persönlich war sehr zufrieden mit dem Erlebnis dieses Films - und einige Momente werden noch sehr lange in meinen Gedanken nachhallen.
Und ich möchte aus der großartigen Besetzung mit Jennifer Connelly, Logan Lerman, Emma Watson, Ray Winstone (herrlich düster) und dem wie immer fantastischen Sir Anthony Hopkins ganz Besonders Russell Crowe hervorheben, der gerade zum Ende in den düsteren manischen Momenten, in denen Aronofsky sehr geschickt - unterschwellig, aber unausweichlich - den Helden zum angsteinflößenden Psychopathen werden lässt, mir einen kalten Schauer nach dem Nächsten den Rücken runtergejagt hat.

Und wie schon bei "THE FOUNTAIN" hat die Musik, die Clint Mansell für "NOAH" schrieb, einen ganz großen Anteil an der Wirkung dieses Films ....

Bitte lasst Euch nicht von den Zerrissen entmutigen - gebt "NOAH" eine Chance und dann urteilt selbst !!!!

"NOAH" von Darren Aronofsky mit Russell Crowe :
Eine unbedingte Empfehlung !!!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen einfach toll verfilmt, 28. Januar 2015
Von 
Rezension bezieht sich auf: Noah (Amazon Instant Video)
kann mir keine spannendere und fantasiegeladenere verfilmung für diesen titel vorstellen. die letzten 10 minuten als
epilog sind zwar nicht so spannend wie der restliche film, doch das macht eigentlich nicht viel aus. sehr gut
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Viel besser als die Masse diesen Film bewertet..., 5. Januar 2015
Von 
Phil S. (Calw) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Noah (DVD)
Während ich weiter unten in meiner Rezension genauer auf den Film eingehen möchte, muss ich doch vorab etwas loswerden...
Aus meiner Sicht sind hier leider sehr viele Bewertungen nicht objektiv.

Wenn man sich einen Film wie "Noah" ansieht, sollte man folgendes bedenken:
- Ja, es ist eine Geschichte aus der Bibel die hier verfilmt wird.
- Natürlich sind nicht alle Fakten historisch und biblisch korrekt, muss es aber auch nicht. Es ist ein FILM...
- Wer sich historisch bilden möchte, sollte besser ein Buch lesen... ;-)

Die Qualität des Films an sich ist gut. Sowohl Bild und Ton sind sehr gut und definitiv zeitgemäß.
Auch die schauspielerische Leistung ist gut.
Man sollte sich diesen Film vielleicht einfach ansehen, weniger kritisieren und genießen.
So schlecht wie viele hier bewerten ist der Film definitiv nicht...

Mein Fazit;
Kaufen (oder ausleihen), ansehen und sich seine Eigene Meinung bilden und nicht immer zwingend auf die Masse hören...

Nun zum Film:
Gott ist zornig und kündigt an, mit einer gigantischen Sintflut das Leben auf der Erde auszulöschen. Zugleich beauftragt er Noah (Russell Crowe), eine Arche zu bauen. Auf ihr soll er das Überleben von Menschheit und Tierwelt sichern, indem er von jeder Spezies jeweils ein Männchen und ein Weibchen an Bord bringt. Während Noah mit seiner Frau Naameh (Jennifer Connelly), seinen Söhnen Ham (Logan Lerman), Shem (Douglas Booth) und Japheth (Leo McHugh Carroll) sowie der adoptierten ILA (Emma Watson) an die Arbeit geht, droht Gefahr durch andere Menschen, die sich auch einen Platz auf dem rettenden Schiff sichern wollen. Die Angreifer werden von Tubal Cain (Ray Winstone) angeführt – und der ist bereit, für sein Ziel sehr weit zu gehen. Unter wachsendem Druck setzen Noah und die Seinen alles daran, den göttlichen Auftrag zu Ende zu bringen.

Darren Aronofsky, Regisseur von „Requiem for a Dream“ und „Black Swan“, liefert zu keiner Zeit einfach nur bieder gefilmte Bibelseiten ab, sondern entwickelt eine eigene, mutige Vision und rückt dabei den Mann hinter dem Mythos in den Mittelpunkt. Er betont die menschliche Seite des Geschehens und hält sich zugleich eng an den magischen Tonfall des Alten Testaments. So fügen sich beispielsweise nicht nur gefallenen Engel in Steinmonster-Gestalt und andere Fantasy-Elemente wie selbstverständlich in die eigenwillige, aber auch sehr konsequente Lesart des biblischen Stoffes ein. Doch wer genau hinschaut, kann entdecken, dass Aronofsky und sein Co-Autor Ari Handel („The Fountain“) die Bibel in vielen Punkten erstaunlich wörtlich genommen haben: So sind die Wächter genannten Steinwesen nichts anderes als die Film-Version der riesenhaften Nephilim, die laut dem Ersten Buch Mose in alter Zeit das Land Kanaan bevölkerten.

Bei der gründlichen Lektüre haben sich für den Filmemacher aber auch Fragen ergeben, die in der Heiligen Schrift nicht beantwortet werden: Wie kommt Noah mit der Last zurecht, nur seine Familie retten zu dürfen, während der Rest der Menschheit sterben muss? Auch davon erzählt Aronofsky und setzt sich damit von der „reinen Lehre“ ab. So entsteht ein reizvoller Mix aus mystischen Elementen und rein menschlichen Konflikten. Dazu gibt es immer wieder Surrealismus-Einschübe – von einer neongrünen Schlange im Garten Eden bis hin zu einer grandiosen Stop-Motion-Sequenz, in der sich ein Fluss über die Jahre seinen Weg durch eine Landschaft bahnt. „Noah“ ist ebenso monumental wie wunderschön, das Arche-Set ebenso atemberaubend wie die isländische Natur, in der große Teile des Films entstanden sind.

Oscar-Preisträger Russell Crowe hat die Hauptrolle zwar erst bekommen, nachdem Christian Bale und Michael Fassbender absagen mussten, aber dennoch dominiert er den Film mit derselben unantastbaren Ausstrahlung, die ihn auch schon in „Gladiator“ und „Master and Commander“ ausgezeichnet hat. An seiner Seite gibt es auch von Jennifer Connelly („A Beautiful Mind“) eine starke Leistung, aber herausragend sind zwei andere Nebendarsteller: Ray Winstone („Auftrag Rache“) verkörpert seinen Bösewicht mit sündiger Energie und Emma Watson („Harry Potter“), die im entscheidenden Schlussdrittel emotional extrem fordernde Szenen großartig meistert.

Fazit: Ein visionärer Regisseur widmet sich der biblischen Noah-Figur und formt den Stoff auf seine ganz eigene Art zu einem intensiven Erlebnis mit viel Emotion und spektakulären Bildern.

Aus meiner Sicht ist der Film absolut sehenswert...
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Keine Ahnung warum der Film so schlecht bewertet ist !!, 14. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Noah - Steelbook [3D Blu-ray] [Limited Edition] (Blu-ray)
Hier mal wieder meine Steelbook Rezension.
Das Steelbook ist wohl eines der Schönsten 2014 ! Vorne sieht man Noha wo er bereits auf der Arche ist umgeben von Wasser und die Schrift ist sogar toll geprägt !! Auch hinten sieht man nur einen Print von der Arche umgeben von der stürmischen See. Ein wirklich traumhaftes Cover und Backcover so wie es sein sollte. Natürlich läßt sich der Flatschen wegmachen und oben ist kein blauer Streifen sondern nur eine Pappbanderole. Auch innen sieht man einen Print jedoch nur verschwommene Regentropfen.
Ein wirklich tolles Steelbook das in keiner guten Sammlung fehlen darf !
Nun zum Film:
Nach den schlechten Bewertungen hatte ich schon keine Lust mehr den Film an zu sehen jedoch habe ich es vor kurzem doch geschafft und muss sagen das man nicht auf Bewertungen hören sollte :-)
Die wo hier schlecht Bewertet habe, müssen wirklich Leute gewesen sein die hier einen Bibelfilm erwartet haben. Es ist nun mal ein Actionfilm wo nicht alles so ist, wie es wohl in der Bibel steht. Es gibt Engel, die in Bäume verwandelt wurden von Gott und Böse Menschen, die auch schon das schmieden gelernt haben. Wenn man diese Tatsache das es nicht Bibeltreu ist akzeptieren kann, dann ist es ein guter Film mit Bibelbezug.
Noha lebt mit seiner Frau und seinem Kind in der Steppe und bekommt von Gott im Traum die Aufgabe eine Arche zu bauen, um die Tiere zu retten. Menschen sind auf der Archen nicht vorgesehen außer Nohas Familie. Damit sollen die Menschen ausgelöscht werden, da sie nicht so sind, wie Gott sich das vorgestellt hat. Nun wollen aber seine Söhne nicht ohne Frau auf die Arche und sein Jüngster hat noch keine Frau. Also sucht er sich schnell eine im Wald bei den anderen Menschen. Doch bis die Arche ablegt, sind noch einige Hindernisse zu überwinden.
Wenn man den Film ansieht, kommt einem schon der Gedanke, dass wenn Gott so drauf ist, es wohl besser ist wenn es keinen gibt. Gott will alle Menschen vernichten weil sie die Erde ausbeuten und dafür sogar morden. Man fragt sich unweigerlich, warum Gott dafür eine Arche braucht und nicht alle Menschen einfach auslöscht durch einen Blitz oder was weiß ich. Aber so steht es nunmal auch in der Bibel aber ich glaube nicht das sie jemals stattgefunden hat !
Der Film hat Äktschn, Liebe, Wunder und Katastrophen also alles was ein Film braucht. Russel Crow nimmt man den stark gläubigen Noah wirklich ab und auch wo er gegen seine Familie ist, hat man richtig angst vor ihm. Auch die anderen Schauspieler machen ihre Sache gut. Bild und Ton sowie die Special Effekts sind sehr gut geworden.

Nun zum 3D: Es ist durchgehend eine qualitativ gute 3D Präsentation wenn auch ein bisschen mehr Tiefe nicht geschadet hätte. Es kommen leider auch keine Pop Out Effekte vor was wirklich schade ist. Man macht also keinen Fehler, den Film nur in 2D an zu sehen denn es ist nicht wirklich intensiv.

Fazit: Ein tolles Glanzstück ihrer Steelbook Sammlung. Wenn man nicht all zuviel Bibelbezug erwartet, wird man auch von diesem Film nicht enttäuscht. Das einzige was mir gefehlt hat, waren ein paar leichtere Aufnahmen um den Film nicht ganz so schwer zu machen. 3D ist zwar nicht schlecht aber muss nicht sein !
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4.0 von 5 Sternen Absolut wert angeschaut zu werden und besser als die Allgemeinheit behauptet!!, 29. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Noah (Amazon Instant Video)
Ich wollte mir den Film bereits unbedingt ansehen, als er in die Kinos kam. Durch die Meinung vieler Leute habe ich es sein lassen.
Ich wollte ihn mir kaufen, als er auf iTunes erschienen ist. Stets die Meinung vieler Leute im Hinterkopf habend, wollte ich mir das Geld sparen.
Jetzt auf Amazon Instant Video... Nun, da kann man wohl wirklich nicht mehr falsch machen.
Was soll ich sagen... Viele Leute haben meist keine Ahnung. Schöne Lektion. Ok, genug philosophiert.
Kurz um: Ich finde den Film wesentlich besser, als die meisten behaupten!

Wer die wahre Handlung des ersten Buches Mose kennt, weiß, dass der Film sehr davon abweicht. Allerdings handelt es sich um einen fiktiven Spielfilm, keine Dokumentation des NG oder History Channels, in welcher Wissenschaftler die alttestamentliche Story rekonstruieren wollen. Falls das das Problem der schlechten Kritiken ist?!
Die Verfilmung finde ich ebenfalls gut gelungen... Sehr positiv finde ich, dass mit verschiedenen Effekten nicht übertrieben wurde.
Ich bin zwar der Meinung, dass man mit der echten Handlung des Buches Genesis ebenfalls einen grandiosen Film hätte drehen können, allerdings finde ich es überhaupt nicht schlimm, dass in dem Fall die einzelnen Gegebenheiten verändert bzw. gekürzt oder schlichtweg erfunden wurden. Es ist halt Fiktion!

Natürlich kann man hier und das Kritikpunkte finde, aber der Punkt ist: Die Story ist im Kern gut und schön umgesetzt! Der Film handelt nämlich, wie ich das sehe, vom geistigen Kampf Noahs: Jeder Mensch hat die Möglichkeit gut oder schlecht zu handeln, zu lieben oder zu töten. Noah kommt im Film oftmals erheblich vom richtigen Weg ab, trifft aber letztendlich die richtige Entscheidung - des Lebens und der Liebe - und bekehrt sich. Womit er den wahren Wunsch des Schöpfers erkennt und seine Mission "erfolgreich" abschließt.
(Ein Stern Abzug nur aus dem Grund, weil ich der Meinung bin, dass man auch die biblische Erzählung ohne Modifikation der Geschichte wunderbar hätte umsetzen können. [Ohne Zwillinge, "König der bösen Menschen" usw...])

Fazit: Vielleicht nicht der mega Blockbuster schlechthin und mehrfacher oscar-gekrönte Kassenschlager, aber er ist es auf jeden Fall wert angeschaut zu werden!! Ich werde ihn mir absolut irgendwann mal wieder gerne ansehen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gladiator (Schauspieler) + Master and Commander (Handlung) + Pearl Harbor (Länge) = Noah (Durchschnitt), 15. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Noah [Blu-ray] (Blu-ray)
Der Titel dieser Bewertung hört sich vielleicht etwas schräg an, hat aber seinen Grund zum Verständnis, warum ich diesen Film nur durchschnittlich finde. Ich bin nicht so, dass ich nun den Film mit der biblischen Beschreibung vergleiche. Für mich ist es ein Unterhaltungs-Kinofilm.(sonst kann ich mir auch eine Dokumentation kaufen).. Dennoch ist dieser Film nur Durchschnitt und das hat ganz andere Gründe (womit ich nun zum Titel dieser Bewertung komme):

Russel Crowes Versuch der Figur Noah Dramatik zu verleihen, wie er es in Gladiator erfolgreich gemacht hat, wirkt hier überzogen und sehr verkrampft. Ich persönlich mag es hier nicht und da schaue ich mir lieber Russel Crowe in Gladiator oder Robin Hood an.

Den Bau der Arche empfinde ich genauso langweilig wie die zweistündige gegenseitige Verfolgung von zwei Schiffen im Film Master and Commander (Russel Crowe braucht ja für den Bau eines Schiffes Arche genau so lange, wie für die Verfolgung eines Schiffes, als Master and Commander) . Will damit sagen, dass ich den Film etwas langweilig und ohne grosse Handlung empfinde.

Die Dramaturgie des Filmes hat mich total an Pearl Harbor erinnert. Auch dort zog sich der Film gefühlte 3 Stunden hin, bis irgendwann mal die Handlung Fahrt aufnahm. Auch hier zieht sich die Handlung in den ersten 2 Stunden hin, wie ein Kaugummi und man wird das Gefühl nicht los, man hätte den Film auch mit einer Spieldauer von 1,5 Stunden machen können.

Fazit: Auch wenn z.B. die Bewegungen der Stein-Golems wirken wie die Bewegung der Figuren aus den Herkules-Filmen aus den 50er Jahren und auch die Figur selbst aussieht, wie aus Knetgummi modelliert in der Kita von nebenan, kann ich dem Film keine 1-Sterne oder 2-Sterne-Bewertung geben. Das wird nun wirklich dem Film nicht gerecht. Aber die vorangegangenen subjektiven Gründe führen dazu, dass ich dem Film leider nur eine durchschnittliche Bewertung geben kann.

Man kann sich den Film ansehen (3 Sterne), aber ich werde nicht vor Begeisterung einen Jubelschrei in Form von 4 oder 5 Sterne raushauen, dafür ist die Konkurrenz vieler anderer Filme in 2014 zu stark und wird den Highlights in 2014 auch nicht gerecht
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Licht und Schatten, 26. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Noah [Blu-ray] (Blu-ray)
Die erste Hälfte von Noah war faszinierend und spannend. Selbst die erzählerischen Freiheiten, die sich Darren Aronofsky genommen hat, wirken für mich stimmig. Auch wenn es nicht bibelkonform ist, so bringen die Wächter ein zusätzliches Element in die Geschichte, das sowohl inhaltlich als visuell eine Bereicherung ist.
Ob nun Vegetarier die besseren Menschen sind, sei dahin gestellt. Immerhin regt das zum Nachdenken an... Und dass der Rauch die Tiere auf der Arche zum Einschlafen bringt, die Menschen aber nicht, kann man sich mit etwas gutem Willen ebenfalls erklären. Ist ja nicht das einzige Wunder in dieser Geschichte, oder?

Achtung, es folgen mehrere Spoiler:

Schwierigkeiten bereitete mir eher der Wandel von Noah, der aufgrund einer Vision plötzlich das Ende der Menschheit einläuten will, indem er dafür sorgt, dass der mittlere Sohn keine Gefährtin an Bord der Arche nehmen kann. Und schrecklich auch die Vorstellung, dass er sogar kleine Babys töten will, weil er nicht mehr an das Gute im Menschen glaubt und er denkt, dass Gott dies von ihm verlangt.

Diese Vorgänge sind für mich ein Bruch in der Geschichte, der für mich nur schwer nachvollziehbar ist. Warum sollte Gott Noah mit dem Bau einer Arche beauftragen, wenn er will, dass die gesamte Menschheit ausgelöscht wird? Wenn Gott sogar in Noah und den Seinen den Keim des Bösen erblickt hätte, dann wäre die gesamte Übung unnötig gewesen. Doch Gott hat Noah und seine Familie gesehen und für gut befunden - sie wollte er retten, weil sie es wert waren. Ein Auftrag, der eigenen Familie beim Sterben zuzusehen oder gar weibliche Nachkommen zu ermorden, wirkt im Kontext der Arche Noah-Geschichte beinahe etwas dümmlich.

Dass er in der unerwarteten Fruchtbarkeit seiner Adoptivtochter mehr Verrat durch seine Frau und seinen Vater als ein Zeichen Gottes sieht, ist ebenfalls fragwürdig. Gott hätte - wenn man in diesen Termen denken will - diese Fruchtbarkeit verhindern können, wenn es seinen Plänen zuwider gelaufen wäre. Noah verschwendet aber keinen Gedanken daran...

Die Vision, in der Noah sich selbst als Böser gegenübersteht, relativiert Sinn und Wert von Visionen generell. Ohne diese Vision würde er nicht zum psychotischen Tyrannen, der die Menschheit gänzlich auslöschen will.

Vielleicht hätten sich die Macher nicht erst nach Drehschluss an den Papst wenden, sondern schon früher einen theologischen Berater hinzuziehen sollen...

Natürlich kann man sich auch diese Interpretation von Regisseur und Autor erklären: möglicherweise hat hier der Teufel sein Handwerk im Spiel gehabt, Noah verwirrt und ihm einen Irrglauben vorgegaukelt. Oder vielleicht war er einfach müde und ausgelaugt und das Entsetzen über die Menschen spielte dem sensiblen Mann einen schrecklichen Streich, der aber nichts mit Gott zu tun hatte. Was fatal ist, denn woher weiss Noah mit Sicherheit, ob er Gottes Wille erfüllt oder nur seinen eigenen?

Trotzdem wirkt die Geschichte auf der Arche mit den menschlichen Abgründen und Tragödien im Vergleich zum ersten Teil recht konstruiert. Vermutlich wäre die Geschichte auf der Arche zu langweilig gewesen, und Aronofksy hat ja einen Hang zu abstrusen, psychotischen Entwicklungen seiner Filmpersönlichkeiten (z.B. Black Swan). Dass der gebrochene Held sich dann im letzten Moment doch noch besinnt, erinnert stark an die Geschichte von Abraham und Isaak. Das ist zwar erfreulich, aber bis es soweit ist, wird auf die Tränendrüse gedrückt und Psychoterror ausgeübt - in meinen Augen zuviel.

Immerhin zeichnet sich der Film selbst in dieser Phase dadurch aus, dass die Schauspieler hervorragend agieren und den Figuren - trotz aller Fragezeichen - Glaubwürdigkeit verleihen. Dass sich selbst Noah als gottesfürchtiger Mensch irren und fundamentale Fehler begehen kann, ist ausserdem eine Botschaft, die ich durchaus goutiere. Das ist vielleicht sogar die grösste Stärke, die man dem inkonsequenten zweiten Teil zugute halten muss. Wenn man nicht sicher ist, ob Gott mein Vertrauen auf die Probe stellen will oder ich nur einen psychotischen Schub habe, sollte man unbedingt auf sein Herz hören - in der Hoffnung, dass Liebe und Barmherzigkeit grösser sind als blinder Gehorsam, der sogar Unschuldige töten kann.

"Noah" ist ganz sicher kein schlechter Film und dürfte zu etlichen spannenden Diskussionen führen, sofern man sich darauf einlassen will.
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