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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Düsterer Abschluss einer fantastischen Trilogie
Bereits Monate vor der Veröffentlichung von "Holy Wood" gab Manson bekannt, dass dieses Album ein Bindeglied zwischen den herausragenden Vorgängeralben "Antichrist Superstar" und "Mechanical Animals" sein sollte - sowohl musikalisch, als auch inhaltlich. Und tatsächlich: „Holy Wood" verknüpft die rauen und harten Klänge von ACSS mit den...
Veröffentlicht am 22. Mai 2003 von pionskora

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht gerade die Hoffnung erfüllt
Aus neutraler Sicht beurteilt, findet das Album wohl nur unter den eingefleischten Fans seine 5 Punkte. Ehrlich gesagt ist das Teil weder ein Schritt nach vorne, zum Glück aber auch keiner zurück. Übrig bleibt ein solides Gehämmer von Manson, das weder enttäuscht noch Euphorien auslöst. Hoffentlich lassen sich die Jungs etwas Neues für...
Am 16. November 2000 veröffentlicht


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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Düsterer Abschluss einer fantastischen Trilogie, 22. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Holy Wood (Audio CD)
Bereits Monate vor der Veröffentlichung von "Holy Wood" gab Manson bekannt, dass dieses Album ein Bindeglied zwischen den herausragenden Vorgängeralben "Antichrist Superstar" und "Mechanical Animals" sein sollte - sowohl musikalisch, als auch inhaltlich. Und tatsächlich: „Holy Wood" verknüpft die rauen und harten Klänge von ACSS mit den sanften Glam-Tönen von MA, was für unheimlich viel Abwechslung sorgt und die Platte erst richtig interessant macht.
Mit insgesamt 19 (!) Tracks hat „Holy Wood" für jeden etwas zu bieten und bietet eine überaus gelungene Mischung aus Punk, Industrial und Metal. Trotz der großen Anzahl der Lieder ist Langeweile theoretisch ausgeschlossen, denn Manson schafft es hier besser denn je, aggressive und harte Stücke mit ruhigen, wunderschönen Balladen zu kombinieren und dem Hörer ein ständiges Auf und Ab zu bieten. So folgt auf den schnellen, vorantreibenden Sound von „The Death Song" das melancholische „Lamb Of God" und nach dem lauten, schrillen „Burning Flag" bekommt man gleich danach die (wahrscheinlich) schönste Ballade Mansons zu hören, „Coma Black". Die erste Singleauskopplung „Disposable Teens" klingt ein wenig nach „The Beautiful People", ist aber dennoch empfehlenswert. „The Fight Song" (die zweite Singleauskopplung) gefällt mir hingegen weniger, da mir persönlich der Rhythmus zu eingängig ist. Dieses Lied ist jedoch eine Ausnahme, da der Rest relativ abwechslungsreich und auch anspruchsvoll ist. Auffällig ist, dass „Holy Wood" einen enormen Ohrwurmcharakter besitzt, denn nach dem ersten Durchhören bleibt einem mindestens eine Textpassage, ein Gitarrenriff oder einfach nur eine Melodie im Kopf hängen, die man nicht so schnell los wird.
Die meisten Songs sind geprägt von ständigen Schwankungen zwischen ruhigen und lauten Passagen. So bekommt man speziell bei den Refrains ein lautstarkes Klang- Feuerwerk zu hören und ebenso aggressiv ist auch Mansons Stimme in diesem Zusammenhang. In den Strophen hingegen bleibt er meistens leise und zurückhaltend. Manson wartet in den Strophen mit diskreter Zurückhaltung auf, im Refrain kommt es dann zur gewaltigen Explosion, wie man es am liebsten hat. Dies ist u.a. der Fall bei Liedern wie „The Love Song", „Target Audience", „A Place In Dirt" oder „Burning Flag" - allesamt geniale Tracks, die von den sog. Auf- und Abfahrten dominiert werden.
Auch in lyrischer Hinsicht hat Manson große Fortschritte gemacht und beweist mit „Holy Wood", dass auch philosophischer Tiefgang Platz in seinen Texten findet. Die Kernthematik ist hier weitaus breiter gefächert und komplexer, als bei den Vorgängeralben. So äußert er sich mehr oder weniger laut über Regierung, Waffengesetze, Religion und Politik in Amerika und versucht parallel dazu, seine ihm zugewiesene Rolle als Sündenbock für das Schulmassaker in Littleton abzurütteln und sich für jegliche Vorwürfe zu rächen. Die Welt ist verdammt schlecht und grausam, auch das scheint diese Platte aussagen zu wollen. Es handelt von dem kläglichen Versuch, sich in eine Welt integrieren zu wollen, von der man erst am Ende feststellt, dass man dort nicht hingehört. Selbstverständlich darf bei diesem Vorhaben das ein oder andere obligatorische „f***" nicht fehlen. Viel Positives findet man hier also auch nicht und zu guter letzt setzt Manson mit dem Cover noch ein kleines Sahnehäubchen oben drauf: der selbsternannte Antichrist als gekreuzigter Jesus Christus schmückt das Cover - mit neuen Freunden braucht er also von vornherein nicht zu rechnen.
Letztlich bleibt festzuhalten, dass „Holy Wood" weder besser, noch schlechter als seine Vorgänger ist. Es beendet die von Manson kreierte Trilogie mit grandiosen Melodien, einem fantastischen Sound, herausragenden Lyrics und einer tiefgründig-morbiden und beängstigenden Atmosphäre - man könnte fast meinen, dass diese Kriterien inzwischen typisch für diese Band sind. Provokation verkauft sich nun mal nicht schlecht und wenn diese gepaart mit wunderbarer Musik daherkommt, dann verkauft es sich doppelt so gut. Provozieren kann jeder - hochklassige Musik machen nicht. Marilyn Manson haben jedoch auch diesmal wieder bewiesen, dass sie diese Kombination beherrschen wie kein anderer.
Anspieltipps: „Target Audience", „Lamb Of God", „Coma Black", „Valentine's Day"
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen kraftvoll, energiegeladen - einfach perfekt, 10. März 2006
Von 
Stephan Kleiber "buchtippse.de" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Holy Wood (Audio CD)
°
Also ´Holy Wood´ ist ja wirklich wieder ein Kracher und mit Antichrist Superstar und den Mechanical Animals mindestens gleichauf. Nimmt man die drei, hat man das bisher beste von Manson beisammen. Am besten beschreibt man das Album hier wohl mit kraftvoll und energiegeladen. Manson schreit sich wieder mal die Seele aus dem Leib und man vermutet, dass noch viel mehr Seele in ihm drin steckt. Die zeigt sich umso mehr in den langsameren Stücken (in the valley.., lamb of god, nobodies). Sehr abwechslungsreich also und dennoch eine runde Sache. Ein absolut gelungenes Album, wo es sinnlos wäre, hier Favoriten aufzuzählen, denn jedes hat was. 5 Sterne und ein super Einstieg für noch-nicht-Fans.
~
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekt - äußerst würdiger Nachfolger, 14. November 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Holy Wood (Audio CD)
die erste Manson CD die ich mir gekauft habe, war "Portrait of an American Family", deren Name auf die kleinbürgerliche Lebenseinstellung in ständiger Erwartung einer Amerikanischen Durchschnittsfamile verweitst; dieses Meisterwerk der heutigen Musik- kultur, hat mich in seiner Qualität, diesmal der Songs, sehr hoch beeindruckt, so dass ich mir alle folgenden Alben dieser Person/Gruppe gleich am ersten Tage ihres erscheinens gekauft hatte. nach einem, etwas mißlungenerem, aber trotzdem guten "Superstar" und einem Genialen "Animals" kommt jetzt eine fortsetzung, an deren hoher Qualität nicht zu rütteln ist; die Texte, die diesmal noch mehr äußerst interessante gedanken enthalten, denen ich, in den meisten Fällen, zustimmung finde, und einer, obwohl manchmal eintöniger, jedoch so in sich ziehende Musik, von der man mit emotionen höchsten Grades überflutet wird. für mich bleibt dieses Werk eines der Höhepunkte dieses Jahres.
Mein Favorit ist: Target Audience, der mich an manchen Stellen zwar an Eleanor Rigby von den Beatles erinnert, jedoch in seinen Gedanken alles andere auf diesem Album übertrifft, was nicht heißt, das die anderen Tracks schlechter sind, nein, dieser ist so gut.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Manson findet seinen Platz - ein Meisterwerk!, 29. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Holy Wood (Audio CD)
Auf Antichrist Superstar spielte Mr. Manson den Lärmschani. Auf Mechanical Animals mimte er den Glamrocker - Experimente, um seinen wahren Platz zu finden, den er auf Holy Wood zweifellos gefunden hat!
Das war eine eigentlich überflüssige Einleitung zu einem absolut meisterhaften Album! Hier konzentriert die Band sich nicht auf ein bestimmtes Thema (auch wenn Tod und Depression stark im Vordergrund stehen), sondern verarbeitet Eindrücke, bietet Abwechslung und steht auf einer hohen Ebene des Entertainment. Dieses Album ist jedoch keine reine Unterhaltungsplatte, die man anhört und vergisst - sie regt zum Nachdenken an und enthält eine Botschaft. Von ruhigen, depressiven Metalballaden ("In the shadow of the valley of death", "A place in the dirt") über musikalisch wertvolle, rhythmische Rockstücke ("The Nobodies", "Lamb of God") bis hin zu ultimativen Hass-Hymnen ("The Fight Song", "Disposable Teens") ist einfach alles da - Marilyn Manson setzt seine zahlreichen (positiven wie negativen) Erfahrungen ein, um ein Prunkstück an Rock'n'Roll zu konstruieren, das man so schnell nicht vergessen wird!
Diese Scheibe wird Manson-Gegner nicht zu Manson-Fans machen, aber für Metal-Liebhaber wird sie einfach köstlich sein - auch der Nachgeschmack.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aggresion, Gefühl & Provokation, 21. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Holy Wood (Audio CD)
Marilyn Manson ist ohne Frage eine der schillerndsten Figuren im Rockbiz, was er immer wieder beweist. In jedem Album definiert er sich neu und erzählt eine Geschichte. Mit "Antichrist Superstar", "Mechanical Animals" und jetzt "Holy Wood" hat er sogar drei Alben zu einer Geschichte verknüpft. Marilyn Manson hat bereits auf "Mechanical Animals" bewiesen, dass er seine Musik auch sehr emotional gestalten kann und festigt das auf "Holy Wood".
Zu den gefühlvolleren Songs auf "Holy Wood" zählen "Goteatgod", "Lamb of God" und "Coma Black", während "The Fight Song", "Disposable Teens" und "The Nobodies" (diese drei Lieder wurden als Singles ausgekoppelt) die typische "mansonsche" Aggresion wiederspiegeln. "President Dead" beweist Mansons politisches Interesse, dass ohne Frage ziemlich groß ist.
Marilyn Manson hat eine Meinung und geigt sie der Welt nicht immer jugendfrei. Allerdings hat Manson wenigstens eine Meinung, die sich letzten Endes durch jedes seiner Alben zieht, so halt auch durch "Holy Wood". Er beweist mutig, dass Provokation in einer Welt wie dieser eines der wenigen Mittel ist, um zu zeigen, wie schlecht unsere Welt manchmal sein kann. Und provozieren tut er wie immer auch auf "Holy Wood" in unzensiertem Ausmaß.
Zu den Songs kann man eigentlich nur noch sagen, dass die Genres sehr breit ausgelegt sind. Marilyn Manson setzt ebenso auf Gefühl wie auf Gebrüll und beides in einer wunderbar ausgeglichenen Mischung. Man wird nicht zu gefühlsduselig hat aber nach dem Hören aber auch keinen Hörschaden. Auf insgesamt 19 Liedern, was eine ganze Menge sind, lassen sich viele verschiedene Stilrichtungen heraushören. Viel Industrial, viel Metal, ein wenig Rock und auch eine Prise Punk zeichnen "Holy Wood" aus, wie auch die sozialkritischen Lyrics.
Die Gestaltung des Covers ist bei "Holy Wood" sehr kreativ ausgefallen. Manson als gekreuzigter Jesus - natürlich wieder ein heftiger Sietenheib in Richtung chrsitliches Amerika, wo "Holy Wood" seltsamerweise ein Nummer1-Album war. Im Booklet kann man Manson und die Bandmitglieder als Charaktereigenschaften auf Tarotkarten bewundern.
Mehr gibt es zu "Holy Wood" nicht zu sagen: Ohne Frage eines der besten Alben von Manson aufgrund seiner Vielfältigkeit und der gekonnten Mischung aus Provokation, Aggresion, Gefühl und Lyrics.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen The Sound of the Valley of Death, 11. März 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Holy Wood (Censored) (Audio CD)
Ich war eigentlich nie ein großer Marilyn Manson Fan, doch bekam ich nun dieses Album geschenkt & da dacht ich mir, ein kleines Öhrchen kann mal ja darauf werfen. Und ich muss sagen, dass dieses musikalische Werk sein Geld wert ist (auch wenn das bei mir nicht zutraf). Das ganze Album hat eine sehr melancholisch & düster anmutende Atmosphäre. Bei Songs wie z.B. "GodeatGod" (für mich bester Song des Albums; textlich sowie musikalisch; ein sehr beklemmendes Stück Musik),"Target Audience", "Cruci-Fiction in Space", "A Place in the Dirt", "The Nobodies", "The Death Song" (ebenfalls großartiger Text - today I'm dirty, wanna be pretty, tomorrow I'm just dead) & "Count to Six and die" sind alles Werke die ich nicht unbedingt erwartet hätte & die mich deswegen umsomehr begeistert haben. Dennoch gab es auch wieder diese typischen M.M.-Stücke die mich nie überzeugen konnten (z.B. "The Love Song", "The Fight Song" & "Coma Black"), da die schwer klingenden Drums & die stark verzerrten Gitarren (& die teilweise auch einfach einfallslosen Songstrukturen) den Liedern immer irgendwie etwas billiges gegeben haben, wohingegen dieser Sound bei den zuerst genannten Songs komischerweise wie die Faust auf's Auge passt. Wie auch immer, die Scheibe ist auf jeden Fall rein objektiv glasklar produziert (ob einem der Sound nun gefällt oder nicht), sie besitzt ein großartiges Coverartwork, die Songs sind sowohl quantitativ als auch qualitativ (jedenfalls die meisten) sehr hochwertig, & wer hätte gedacht das der gute Marilyn soviel Charisma in seine Stimme legen kann, wie er es hier tut? Also, jeder der gerne mal ein wenig schwerfällige, düstere Musik & verdammt gute Lyrics an sein Ohr lässt, sollte hier zugreifen. Danke
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser gehts gar nicht mehr!!!, 6. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Holy Wood (Audio CD)
Was soll man dazu noch sagen: diese Platte ist der absolute Höhepunkt von Marilyn Manson. Der Sound ist echt der Wahnsinn, die Melodien besser, die Gitarrenriffs härter, einfach Metal mit unvergleichlicher Einschlagskraft. Ich persönlich konnte mir nach Antichrist Superstar und Mechanical Animals mehr keine Steigerung vorstellen, aber wer Manson kennt, weiß, es geht immer noch besser. Dies ist das erste Album seit langem, bei dem ich nach dem letzten Song und ohne Übertreibung einfach nur geschockt von soviel Kreativität und Ausdrucksstärke war. Von Death Song bis The Nobodies, von Fight- zu Love Song: das ist bis jetzt das beste, was es von Manson auf dem Markt gibt und gleichzeitig das Härteste. Bei Mechanical Animals zeigte Manson sozusagen seine etwas weichere Seite mit durchaus ergreifenden Texten. Hier gewann wieder seine dunkle Seite die Oberhand. Wenns um mich ginge, könnte dieser Stil genauso fortgesetzt werden, denn ein derartiges Metalerlebnis mit düster brutalen Rockhymnen darf man sich selbst als Kritiker Mansons nicht entgehen lassen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hinter der Maske viel Substanz, 7. Juli 2003
Von 
Martin Oehri (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Holy Wood (Audio CD)
Er hat gegen jede gute Sitte verstoßen, singt nihilistische Texte und macht Musik, die irgendwo zwischen Industrial, Glam und Metal einzusortieren ist. Sein neues Werk "Holy Wood" ist im Vergleich zu seinen Vorgängern musikalisch vielschichtiger - unter anderem reduziert er den Glamgehalt - geworden, unter dem ganzen Lärm offenbart sich die künstlerische Substanz dieser Scheibe erst beim mehrmaligen Hören. Brian Warner, so sein richtiger Name, hält auch diesmal textlich, was man sich von ihm verspricht, d.h. Endzeit-Szenarien, die von vielen "bürgerlichen Elementen" in den USA als Sakrileg angesehen werden, eigentlich aber unter der Kategorie schwarzer Humor abzulegen sind. Manson hat sich mit dieser Scheibe wieder weiterentwickelt und zeigt, dass hinter der Maske des Schockrockers durchaus Substanz zu finden ist.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Musik, die amerikas Kids zu Massenmördern mutieren lässt?, 13. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Holy Wood (Audio CD)
"HOLY WOOD - in the shadow of the valley of death" ist der krönende Abschluß eines musikalischen Konzeptes, dass mit ANTICHRIST SUPERSTAR begann und seinen Höhepunkt in MECHANICAL ANIMALS fand.

Derartige Musik ist also angeblich daran schuld, wenn unsere Gesellschaft es nicht mehr schafft, seinem Nachwuchs ein gerades und erstrebenswertes Lebensbild zu vermitteln.
Marilyn Manson soll ja auch die Personifizierung des Bösen sein. Eine Abnormität in der heilen Amiwelt und der Schrecken jedes braven Bürgers. Er ist schuld daran, wenn Kinder zu Versagern werden und total ausflippen.

Ein typisches Statement unserer Gesellschaft: "immer die anderen sind schuld".
Da MM "besonders anders" ist, trifft ihn natürlich die Hauptschuld. Keine Frage. Oder?

Was erzählt uns diese Platte nun genau?

THE LOVE SONG zB. Ein Lied, in dem der amerikanische Waffengang thematisiert wird und auch der Vorwurf mitschwingt, dass materielle Dinge das schönste Ziel des Lebens sind.

THE FIGHT SONG und THE DEATH SONG, die Kernstücke des Albums und von der Machart noch am massentauglichsten, nennen die Dinge beim Namen und treffen damit genau den Stolz der Amerikaner. Perfekt.

IN THE SHADOW OF THE VALLEY OF DEATH ist mein Favorit. Nicht unbedingt ein Lied über die Sehnsucht nach dem Tod. Vielmehr eine Liebeserklärung für einen Ort, wo man einfach mal "in Frieden" gelassen wird.

BURNING FLAG, VALENTINE`S DAY, KING KILL...........der amerikanische Alptraum wird wahr. Das neue Weltreich zerbricht. Das System fällt in sich zusammen. Sowas hört man mit Interesse:-)

THE NOBODIES.....über diese fiesen kleinen Menschen, die wie Tiere dahinleben aber ein Ego mit sich tragen, dass eigentlich nichtmal fünf von denen passen würde. Super.

LAMB OF GOD und FALL OF ADAM schliessen mit der Religion ab und beenden auch diese Thematik, die mit ANTICHRIST SUPERSTAR eröffnet wurde.

DISPOSABLE TEENS stellt sich als Hymne an seine Fans heraus und ermuntert seine Bewunderer, getrost ihren eigenen Weg zu gehen. Zu Recht ein Hit.

GODEATGOD ist ein weiterer persönlicher Favorit. So wie vor 2000 jahren würde Gottes Sohn auch heute gekillt werden. Zwar nicht ans Kreuz geschlagen, aber mit großer Sicherheit in die geschlossene Anstalt verbannt.

Trotz der vielen Vorwürfe, MM sei Satan und animiere die Jugend zu schrecklichen Taten, findet sich auf keinem dieser Lieder ( und auf keinem anderen seiner Alben ) der Aufruf, in irgend einer Form gewalttätig zu werden oder der Gesellschaft zu schaden. Das unterscheidet diese Art der Musik doch gravierend von Rap/ Hip Hop, wo der Aufruf zur Gewalt an Frauen, Schwulen, der Gesellschaft bzw. "Gegengewalt" zur Verteidigung vor vermeintlichem Rassenhass in fast jedem Lied mitschwingt.

Zu diesen wirklich großartigen Rocksongs kommt noch ein Artwork dazu, dass die Verderbtheit unserer verlogenen Gesellschaft visuell gekonnt umsetzt.

5 Sterne :-)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Schockrocker ist zurück - Besser denn je, 16. Mai 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Holy Wood (Audio CD)
Das Genie und Wahnsinn nah beieinander liegen, beweist Marilyn Manson mit dem letzten Meisterstück der 1996 begonnen Trilogie mal wieder. Jeder weiß, dass Brian Wairne alias Marilyn Manson eindeutig nicht alle Tassen im Schrank hat, aber die wahrscheinlich beste und abwechslungsreichste Musik überhaupt macht. Und das das keinen leeren Worte sind, merkt man spätestens beim zweiten Stück. "The Love Song" ist einfach fantastisch und doch so simpel gemacht. Elemente aus dem Vorgänger "Mechanical Animals" und dessen Vorgänger "Antichrist Superstar" werden vermischt und fertig ist ein Song, den man unter keine Stilrichtung ordenen kann. Alle anderen 18 Lieder sind genauso aufgebaut und das Album wird von Song zu Song besser. Aber das genialste Stück ist die Ballade "Lamb of god", die schon allein das Album empfehlenswert macht.
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