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4.0 von 5 Sternen Die Achtzigste Veröffentlichung innerhalb der Reihe mit einer Umsetzung der legendären Tagebücher in einem Vierteiler der BBC
Das Tagebuch der Anne Frank (Große Geschichten 80)

Passender wie gerade jetzt kann der Termin für die hier durch das "Studio Hamburg/Enterprises" zur DVD-Veröffentlichung kommende 1987 durch die BBC entstandene vierteilige Miniserie wohl kaum sein.

Während sich augenblicklich die Medien verstärkt der Gründung der...
Veröffentlicht am 26. April 2013 von DVD-Rezensionen

versus
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2.0 von 5 Sternen Bisschen lahm
Das Tagebuch der Anne Frank ist ein gutes Buch. Wer es gelesen hat, wird diese Staffel nicht sonderlich gut finden. Es ist einfach nur lahm.
Vor 5 Monaten von LoGkhLP veröffentlicht


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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Achtzigste Veröffentlichung innerhalb der Reihe mit einer Umsetzung der legendären Tagebücher in einem Vierteiler der BBC, 26. April 2013
Von 
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(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)   
Das Tagebuch der Anne Frank (Große Geschichten 80)

Passender wie gerade jetzt kann der Termin für die hier durch das "Studio Hamburg/Enterprises" zur DVD-Veröffentlichung kommende 1987 durch die BBC entstandene vierteilige Miniserie wohl kaum sein.

Während sich augenblicklich die Medien verstärkt der Gründung der Gestapo vor achtzig Jahren in deren Berichterstattung widmen, sorgte vor einigen Tagen Teenieschwarm Justin Bieber im Bezug zu Anne Frank für einige Aufregung. Auch wenn sein Eintrag im Gästebucheintrag des Anne-Frank-Museums in den Niederlanden, in das er sinngemäß schrieb "Hoffentlich wäre sie ein 'Belieber' (Fan) gewesen", sowohl vom Museum wie auch der Stiefschwester von Anne Frank eher positiv gesehen werden, zeigt es, dass ein Erinnern an diese Zeit noch immer angebracht sind. Dafür bietet die eine, hier in einem DigiPak zur Veröffentlichung kommende DVD, die passende und durchaus sehenswerte Gelegenheit.

Die vom Vater Anne Franks nach Kriegsende als Buch veröffentlichten Tagebücher seiner Tochter zählen bis heute zu den bekanntesten und beeindruckendsten Werken und Zeitzeugnis für den Holocaust der Nationalsozialisten. War ich sonst in meiner Schulzeit nicht gerade immer der unbedingt begeisterte Leser der Pflichtliteratur, nahm mich dieses Buch gefangen und setzte sich bis heute unauslöschlich und nachhaltig in meinem Gedächtnis fest.

Das Drehbuch für den von der BBC unter dem Titel "The Diary of Anne Frank" umgesetzten Vierteiler schrieb Elanie Morgan. Sie hielt sich dabei zwar zu großen Teilen an die tatsächliche Geschichte der originalen Tagebücher von Anne Frank, nahm allerdings einige namentliche Änderungen an einigen der beteiligten Personen vor. Die Regie bei den vier jeweils um die dreißig Minuten laufenden Teilen übernahm Gareth Davies.

Seine Art der Umsetzung und Inszenierung wirkte auf mich eher zurückhaltend. Mir fehlt hier so ein wenig die Atmosphäre, welche ich bei einigen der anderen zahlreichen filmischen Umsetzungen dieser Vorlage erlebt habe. Er zeigt hervorragend den Wandel und die Entwicklung von Anne, beginnend mit deren dreizehnten Geburtstag, bis hin zu der Entdeckung und Festnahme in ihrem Versteck. Dabei bleibt der erzählerisch in dem Vierteiler vermittelte Spannungsbogen allerdings beinahe immer, bis auf kleinere Ausnahmen, auf gleichem Level.

Besonders Katharine Schlesinger in der Rolle der "Anne Frank" sowie Emrys James als ihr Vater "Otto" gefielen mir in deren Spiel in dem Vierteiler besonders gut. Zusammen mit ihm und der Mutter "Edith" (Elisabeth Bell) sowie der älteren Schwester "Margot" (Emma Harbour) verstecken sich Anna als Juden vor der Verfolgung durch die Nazis auf dem Dachboden eines Geschäftshauses. Zusammen mit dem Ehepaar van Daan (Christopher Benjamin und Susan Tracy) und deren Sohn "Peter" (Steven Mackintosh) sowie dem Zahnarzt "Pfeffer" (David Swift) wollen sie in ihrem Versteck bis zum Ende des Krieges abwarten. Sie werden dabei von einigen Büroangestellten und auch niederländischen Zivilisten unterstützt, die damit auch ihr eigenes Leben in höchste Gefahr bringen.

Die Miniserie zeigt dabei, wie schwer es für alle Beteiligten ist, in diesem Mikrokosmos von ständiger Nähe und des aufeinander angewiesen Seins ist zu leben. Besonders für Anne, die während dieser Zeit vom anfangs noch beinahe unbedarftem Kind, sich hin zur jungen Frau entwickelt, stellt diese Situation eine besondere Herausforderung da.

Die vier Folgen der Miniserie ergeben laut Cover eine Gesamtlaufzeit von in etwa 120 Minuten. Dem Bild im Seitenformat 4:3, scheint keine größere Bearbeitung oder Restauration für die DVD-Veröffentlichung zugutegekommen zu sein. Die Farben wirken insgesamt meist recht natürlich und auch gut ausgeprägt. Der Kontrast wie auch die Schärfe zeigen sich in der für eine größtenteils mit Studiokameras als MAZ aufgezeichneten TV-Produktion zu erwartenden Qualität. Erfreulich gering fallen mechanische Beschädigungen und auch Verschmutzungen in dem von der DVD zu erlebenden Bild auf. Im abschließenden Gesamteindruck ein akzeptables Bild, welches die vor inzwischen mehr als fünfundzwanzig Jahren zur Verfügung stehende und verwendete Aufnahmetechnik bei dieser Produktion, leider doch recht deutlich erkennen lässt.

Die DVD-Menüs sind in ihrer Machart und im Stil vorhergehender anderer Veröffentlichungen innerhalb der Reihe "Grosse Geschichten" gestaltet. Versehen mit einigen animierten Filmszenen und zu hörender Hintergrundmusik, zeigen sie sich übersichtlich und gut bedienbar.

Unmittelbar nach Einlegen in den Player lassen sich die vier Folgen einzeln zur Wiedergabe starten. Die Möglichkeit alle Folgen der DVD ohne Unterbrechung also sozusagen "am Stück" abzuspielen, wird nicht angeboten. Auch eine "Kapitelauswahl", in Form eines Extra-Menüs, gibt es nicht, allerdings wurden in alle Episoden einige Marker zur optionalen Szenenanwahl und für Kapitelsprünge bei Bedarf, gesetzt.

Ein fest in das DigiPak integriertes bebildertes elfseitiges Booklet bietet neben Angaben zu Cast und Crew Informationen zur Person Anne Frank und deren Leben, wie auch zur "Judenverfolgung in den Niederlanden". Einige Hinweise zu weiteren Literaturverfilmungen und historischen Mehrteilern unter der Veröffentlichung des "Studio Hamburg/Enterprises" schließen das Booklet inhaltlich.
Von der DVD selbst gibt es als Extra nur einige Trailer zu sehen.

Tonbewertung:

Sehr schön ist, dass die DVD neben dem durch die "Deutsche Synchron Filmgesellschaft mbH & Co. Karlheinz Brunnemann" erstellten deutschen auch den englischen Originalton mit zur Wiedergabe anbietet. Beide Versionen kommen im Format Dolby digital 2.0 Mono zu Gehör und sind in deren Dialogen gut verständlich.

Für die deutsche Synchronisation holte man sich einige recht prominente Stimmen ins Studio. So sind z. B. Wolfgang Völz, Hans-Werner Bussinger, Renate Danz oder auch Frank Schaff-Langhans und Sabine Jaeger in der deutschen Tonfassung zu hören. Die Musik zu dem Vierteiler stammt von Dudley Simpson, der auch schon zum TV-Serienerfolg "Doctor Who" seine Musik beisteuerte. Leider finden sich weder bei der Wiedergabe der deutschen, noch der englischen Sprachfassung optional zuschaltbare Untertitel mit auf der DVD.

Gesamteindruck:

Mit der vorliegenden Veröffentlichung innerhalb der Reihe "Grosse Geschichten" begeht das Label "Studio Hamburg Enterprises" ein rundes Jubiläum. Dabei bietet die inzwischen bereits achtzigste Box innerhalb dieser im September 2008 gestarteten Reihe, abermals die Umsetzung einer literarischen Vorlage. Die Geschichte der Anne Frank und die ihrer Tagebücher ist nach wie beeindruckend und zugleich mahnendes Zeitzeugnis für den Holocaust.

Aufgrund der etwas irreführenden Schwarz-Weiß Szenenfotos hier bei "amazon", der Hinweis, dass der Vierteiler in Farbe produziert wurde und so natürlich auch von der vorliegenden DVD zu erleben ist.
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2.0 von 5 Sternen Bisschen lahm, 17. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Tagebuch der Anne Frank ist ein gutes Buch. Wer es gelesen hat, wird diese Staffel nicht sonderlich gut finden. Es ist einfach nur lahm.
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5.0 von 5 Sternen Meine Kids fanden, 16. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
es toll und spannend bis zum letzten Teil und so bringt man Geschichte gerne an den Mann/ die Frau/ die Kids.
Schon ich habe das Thema damals damit begleitetend optimieren können und freue mich, dass meine Kids das Ganze gerne geschaut haben.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Tagebuch der Anne Frank (DVD, Studio Hamburg), 29. Juli 2014
Von 
Poldis Hörspielseite - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Im Alter von 14 Jahren bekommt Anne Frank von ihrem Vater ein kleines Buch geschenkt, das sie fortan als Tagebuch nutzt und ihm seine Gefühle offenbart. Wegen ihrer Religion – die Franks waren Juden – und der bedrohlichen Situation durch die Nationalsozialisten mussten sie sich in einem Amsterdamer Hinterhaus versteckt halten. Schon bald kommen durch den eintönigen Alltag und die Enge des Verstecks die ersten Konflikte auf...

„Das Tagebuch der Anne Frank“ ist das wohl bekannteste Zeitdokument aus der Zeit des Nationalsozialismus und bewegt seit Generationen die Menschen. Schon mehrfach wurde das literarische Werk für Bühne und Film adaptiert, die letzte Produktion stammt von der BBC aus dem Jahr 1987. Studio Hamburg hat diese Verfilmung auf DVD veröffentlicht und in der Reihe „Große Geschichten“ als 80. Folge aufgenommen. Die Qualität und die eindrucksvollen Beschreibungen ihrer Geschichte sind der Vorlage nicht abzusprechen, doch die Verfilmung kann hier nicht ganz mithalten. Die Erzählung orientiert sich sehr eng an dem Text von Anne Frank, allerdings wurde dies nicht sonderlich geschickt an das Medium Film angepasst. Was als Text eindringlich und sehr gefühlvoll beschrieben wurde, wirkt als Verfilmung recht uninspiriert und streckenweise zu langatmig. Die Schauspieler können zwar die Emotionen ihrer Charaktere gut vermitteln, doch der Aufbau und der Erzählfluss können einfach nicht überzeugen. Immerhin sind einige Szenen wirklich gut umgesetzt worden, dann kann auch die Stimmung des Buches vermittelt werden. Ein Schicksal, das bewegt, das aber nicht ganz ideal umgesetzt wurde.

Anders als das Cover vermuten lässt ist die Verfilmung nicht schwarz-weiß, sondern in Farbe. Diese sind sehr kräftig, sodass die Verfilmung oftmals den Look einer amerikanischen Sitcom hat und etwas künstlich wirkt. Von einer Verfilmung, die über 20 Jahre alt ist, kann man kein perfektes Bild erwarten, die Schärfe geht dementsprechend völlig okay und präsentiert so ein insgesamt ansehnliches Bild. Auch der Ton kommt gut zur Geltung, Musik und Geräusche sind gut aufeinander abgestimmt. Schade ist allerdings, dass weder Untertitel vorhanden sind noch die englische Originalfassung anwählbar ist.

Ein beeindruckendes Werk, das jedoch nicht ganz optimal umgesetzt wurde. Zu langatmige Passagen schleichen sich ein, zu wenig von der Stimmung des Originals kann hier wirklich eingefangen werden. Die bedrückende Atmosphäre des Nebenhauses kommt nur an einigen Stellen wirklich gut zur Geltung. Die schauspielerische Leistung kann das durchschnittliche Drehbuch aber durchaus noch einmal aufwerten.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Tagebuch der Anne Frank, 23. Juni 2014
Von 
dvd-sucht (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Anne Frank – ich denke, dass jeder diesen Namen kennen sollte. Wenn schon nicht aus eigenem Interesse, dann aus dem Geschichtsunterricht in der Schule. Nun hat Studio Hamburg die DVD Das Tagebuch der Anne Frank auf DVD herausgebracht. Hierbei handelt es sich um ein Filmdrama aus dem Jahre 1987, Regie führte Gareth Davies.

Der Film erzählt die Geschichte der jüdischen, 14-jährigen Anne Frank und ihrer Familie. Anne schreibt Tagebuch über die Zeit, wo sie und ihre Familie mit Hilfe von Freunden vor den Nazis versteckt werden. Als zwei Jahre später die alliierten in der Normandie landen, wird die Familie im Amsterdamer Hinterhaus entdeckt und in ein Konzentrationslager gebracht.

Der Zuschauer bekommt hier eine sehr gute Umsetzung des Tagebuchs geboten, sogar die Akteure werden mit den von Anne ausgedachten Synonymen angesprochen. Wichtig ist hier, dass man den Film nicht vor den Abspann abschaltet, denn in diesem wird auf die Schicksale anderer Familien eingegangen. Ich denke, dass Das Tagebuch der Anne Frank kein leichtes Thema ist. Weder für die Regie noch für den Zuschauer. Der Film macht nachdenklich – und das soll er auch.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vierteilige BBC-Verfilmung des Schicksals der Anne Frank, 1. Oktober 2013
In mehr als 60 Sprachen übersetzt und in über 20 Millionen Exemplaren verbreitet ist Das Tagebuch der Anne Frank" weltberühmt geworden und bewegt die Menschen bis heute. Mehr als 800.000 Menschen besuchen alljährlich das als Museum eingerichtete Anne Frank Huis" an der Amsterdamer Prinsengracht 263. Für viele Menschen ist die Beschäftigung mit diesem Stück Weltliteratur die erste Auseinandersetzung mit dem Holocaust. Bereits 1955 wurde das Buch dramatisiert, es gab mehrere Verfilmungen und Hörspiele, die vielfach ausgezeichnet wurden. Eine eher unspektakuläre, aber dennoch bewegende verfilmte Adaption schuf die BBC in einer vierteiligen Fernsehserie. Die deutsche Erstausstrahlung erfolgte im September 1988 im ZDF. In der Reihe Große Geschichten" bringt Studio Hamburg dieses insgesamt zweistündige Kammerspiel erstmals auf DVD heraus. Neben dem Hausgebrauch empfiehlt es sich besonders zur Vorführung in Schulen mit nachfolgender Diskussion. Am besten ist neben Geschichte auch das Fach Deutsch geeignet, denn diese heimlich niedergeschriebenen Gedanken einer pubertierenden Teenagerin in einer besonders schwierigen Situation für sie und ihre Familie zeugen von einer scharfen Beobachtungsgabe, ausgeprägtem Ehrgeiz und der Fähigkeit, Ereignisse, Gefühle und Gedanken präzise zu beschreiben.
Der Film beginnt mit der Feier von Annes 13. Geburtstag, als sie noch in Freiheit ein Poesiealbum geschenkt bekommt. Darin schreibt sie Briefe an eine fiktive Freundin Kitty, die zunächst nur für sie selbst gedacht waren. Erst im März 1944 entschloss sie sich, ein Buch über ihre Erlebnisse im Amsterdamer Hinterhausversteck, in dem sie mit ihrer Familie und einigen anderen Juden lebte, zu überarbeiten. Zuvor hatte der niederländische Kulturminister über Radio aus dem Exil verkündet, nach dem Krieg derartige Dokumente zu veröffentlichen. Eine niederländische Bekannte verwahrte Annes Aufzeichnungen und übergab sie nach dem Zweiten Weltkrieg an Annes Vater Otto Frank, dem einzigen der Familie, der das Konzentrationslager überlebte und 1980 im Alter von 91 Jahren in Basel starb. Annes Briefe an Kitty spiegeln den Alltag der Notgemeinschaft und dokumentieren die unvermeidlichen Spannungen unter den Versteckten, die der täglichen Angst vor Entdeckung ausgesetzt waren. Nebenbei geben sie Aufschluss über Annes persönliche Entwicklung und zeichnen ihren Weg in der schwierigen Zeit der Pubertät nach, den sie zwischen Kindheit und Erwachsenwerden in der Isolation suchen musste.
Bereits 1942 sind die Juden auch in Amsterdam nicht mehr vor der SS sicher. So beschließt der jüdische Gewürzhändler Otto Frank (Emrys James), mit seiner Frau (Elizabeth Bell) und seinen beiden Töchtern Margot (Emma Harbour) und Anne (Katharine Schlesinger) unterzutauchen, nachdem Margot die Deportation ins Arbeitslager droht. Versteckt, beengt und notdürftig mit Lebensmitteln versorgt von Franks früheren Angestellten nehmen die Franks zusätzlich noch die Familie van Daan mit einem Hausdrachen von Frau (Susan Tracy) und den Zahnarzt Dussel (David Swift) in das Hinterhaus auf. Mehr als zwei Jahre harrt die Gemeinschaft aus, wobei Anne jeden Tag in ihrem Tagebuch festhält. Während Margot als tugendhafte, brave und zurückhaltende Tochter gilt, fühlt sich Anne oft benachteiligt und einem ständigen Vergleich mit ihrer Schwester ausgesetzt. Als Trotzreaktion gibt sie sich impulsiv und ein wenig rebellisch. Ihr Tagebuch ist das einzige Ventil, mit dem sie der Enge des Verstecks und den sich immer mehr steigernden Spannungen unter den Bewohnern entfliehen kann. So dokumentiert sie die Langeweile des Alltags, wie man versucht, ihr zu entkommen, aber auch intimere Dinge wie ihre aufkeimende Sexualität und die Freundschaft zu dem Mitgefangenen" Peter. Nach einem Einbruch in das Haus Anfang August 1944 wird die Gestapo durch einen Anruf auf das Versteck aufmerksam gemacht. Alle Anwesenden werden verhört und landen schließlich über Zwischenstationen in Konzentrationslagern. Die Familie Frank wird auseinandergerissen. Mutter Edith stirbt im Januar 1945 in Auschwitz, die beiden Schwestern Anne und Margot durch eine Typhus-Epidemie Anfang März 1945 im KZ Bergen-Belsen. Dieses eindringliche, sehr gut inszenierte Fernsehspiel glänzt durch hervorragende schauspielerische Leistungen und ist bis heute ein erschütterndes Mahnmal, das die Leiden der Juden im Holocaust der Nazizeit beschreibt.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Tagebuch von Anne Frank, 22. Mai 2014
Bin durch Zufall auf diesen Film gestoßen und muss sagen das ich überrachscht bin. Natürlich ist er nicht so gut wie the whole story aber auch hier wurde überwiegend gut recherchiert und BBC hat sich alle mühe gegeben den Film authentisch wirken zu lassen. Für Anfänger von Anne Frank ist der Film auf jeden Fall geeigenet aber man hat mehr das gefühl einen Spielfilm als ein Drama zu sehen
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bewegend und berührend, 26. Dezember 2013
Von 
Michaela Hoevermann (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
„Das Tagebuch der Anne Frank“ aus der Reihe „Große Geschichten“, erschienen bei Studio Hamburg, beinhaltet die vierteilige, gleichnamige BBC-Verfilmung mit der jungen Katharine Schlesinger („Northhanger Abbey“) in der Titelrolle.

Die Produktion ist buchnah und vor allem wegen ihrer jungen Hauptdarstellerin sehenswert: Katherine Schlesinger sieht Anne Frank nicht nur äußerlich sehr ähnlich, sie versteht es, sowohl Annes rebellische, als auch ihre warmherzige Seite und Intelligenz glaubhaft auf den Bildschirm zu bringen. Das berührt und reißt mit, sodass man ihr Schicksal von Anfang bis Ende gebannt verfolgt.

Insgesamt kann man allerdings den Eindruck nicht abschütteln, ein Theaterstück anzusehen. Studioaufnahmen dominieren, und Musik wird eher sparsam eingesetzt. Teilweise agieren die Darsteller entweder zu hölzern (Miep, Bep...) oder bewegen sich an der Grenze zum Over-Acting (Frau van Daan).

*

Inhalt
__________

„Das Tagebuch der Anne Frank“ wurde in 55 Sprachen übersetzt und zählt zu den bekanntesten Büchern der Welt. Es verkaufte sich über 13 Millionen Mal weltweit. Der Stoff wurde darüber hinaus mehrfach verfilmt, für das Theater adaptiert und als Hörspiel umgesetzt. Erstmals war diese von der BBC produzierte vierteilige Fernsehserie unter der Regie von Gareth Davies 1988 im ZDF in deutscher Synchronfassung zu sehen.

Teil I beginnt 1942: Seit 1933 lebt Otto Frank mit seiner Frau Edith und den beiden Töchtern Margot und Anne in Amsterdam. Zu ihrem 13. Geburtstag schenkt er seiner jüngsten das ersehnte rot-weiß-karierte Tagebuch. Vater und Tochter stehen sich sehr nah, während Annes Beziehung zu ihrer Mutter und der angepassten, tugendhaften Schwester teilweise schwierig ist.

Obwohl sich Anne durchaus mit Freundinnen trifft, fehlt ihr eine beste Freundin, der sie sich bedingungslos anvertrauen kann. Diese Rolle fällt von nun an dem Tagebuch zu: Sie gestaltet ihre Einträge als Briefe an eine fiktive Freundin namens Kitty, der sie ihr Leben berichtet.

Als Annes Schwester Margot kurz darauf ins Arbeitslager deportiert werden soll, taucht die Familie früher unter als geplant: Zuflucht finden sie in einem Hinterhaus in der Prinsengracht, versteckt und versorgt von Otto Franks früheren Arbeitskollegen. In den Niederlanden hat er als Gewürzhändler gearbeitet. Direkt unter ihrem Versteck befindet sich das Ladengeschäft. Erst wenn abgeschlossen ist und die Angestellten das Haus verlassen haben, können sich die Versteckten in normaler Lautstärke unterhalten.

Schon bald nehmen sie auch noch das Ehepaar van Daan, deren Sohn Peter und eine Katze auf; später kommt Zahnarzt Herr Dussel dazu.

Otto Frank hat vorsorglich Geld zurückgelegt, mit dem Lebensmittel und andere dringend benötigte Dinge gekauft werden können.

Über zwei Jahre lebt die Notgemeinschaft auf engstem Raum zusammen. Anne hält alles in ihrem Tagebuch fest: Streitereien, Angst, die fehlende Privatsphäre (sie muss mit Dussel ein Zimmer teilen und permanent um den Platz am Schreibtisch kämpfen), aber auch die Langeweile und ihr eigenes Heranwachsen.

Anne, die ihr Herz auf der Zunge trägt, wird oft ermahnt, während Margot als tugendhaftes Vorbild eher das Wohlwollen der Gemeinschaft genießt: Sie hat tadellose Manieren, ist sehr klug, mathematisch begabt und hat eine liebe, fürsorgliche Art. Anne dagegen zeigt sich rebellisch, hält mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg und macht sich auch durchaus lautstark Luft. Einfach ist die Situation für das pubertierende Mädchen nicht...

Im Lauf der Zeit wird sie nach und nach erwachsen, sie liest, denkt viel nach, verändert sich und verfeinert ihre sprachlichen Fähigkeiten. Nach Kriegsende will sie ihr Geld mit Schreiben verdienen.

Als ins Warenlager eingebrochen wird, geraten sie ins Visier der Gestapo. Sie werden entdeckt und getrennt.

Der vierte und letzte Film endet damit, dass sie nacheinander aus dem Haus gebracht werden. Ein Off-Sprecher und kurze eingeblendete Texte informieren über das, was geschah, als das Tagebuch endet: Anne und Margot sterben im März 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen an Typhus, ihre Mutter kommt im Auschwitz um. Der einzige Überlebende der Familie ist Otto Frank. Jener nimmt die Aufzeichnungen Annes, die Miep Gies verwahrt hat, an sich und gibt sie in einer gekürzten Fassung heraus.

Mit diesem bewegenden Ende verlässt man die BBC-Adaption, die - aller Kritikpunkte zum Trotz - bewegt und berührt. Anschließend hatte ich das Bedürfnis, noch einmal das Tagebuch selbst zu lesen...

*

Bild- und Tonqualität
__________

Die Gesamtlaufzeit der vier Teile beträgt rund 120 Minuten. Das Bild liegt im Format 4:3 vor und ist so, wie man es von einer TV-Produktion Ende der 1980er Jahre erwartet: ansprechend, aber natürlich nicht mit heutigen Verfilmungen zu vergleichen, was Kontrast und Schärfe angeht. Man merkt der Produktion das Alter zwar an, aber angesichts der Tatsache, dass „Das Tagebuch der Anne Frank“ in den 1940er Jahren spielt, tut das der Atmosphäre sogar gut.

Das DVD-Menü ist mit animierten Filmszenen und Hintergrundmusik gestaltet. Die vier Teile müssen einzeln angesteuert werden. Eine Möglichkeit, sie automatisch hintereinander abzuspielen, gibt es nicht.

Beim Ton hat man die Wahl zwischen dem deutschen oder dem englischen Originalton. Beide Versionen liegen im Format Dolby digital 2.0 Mono vor. Leider fehlen entsprechende Untertitel für Hörgeschädigte.

Präsentation
__________

Die mit einem Szenenfoto bedruckte DVD steckt in einem schön gestalteten DigiPak, in das ein 11-seitiges Booklet integriert ist. Dort findet man Informationen zu Darstellern und Stab, aber auch eine kurze Biographie Anne Franks und ein Text von Sven Schumacher zur "Judenverfolgung in den Niederlanden", die auf Platz fünf der wichtigsten Zufluchtsländer rangierten.

Die Schwarz-Weiß-Fotos sind überaus gelungen und betonen die große Ähnlichkeit zwischen Katherine Schlesinger und Anne Frank. Möglicherweise ein bewusst eingesetztes Stilmittel, um eine Verbindung zwischen den bekannten Fotografien der realen Person und der Schauspielerin, die sie hier verkörpert, herzustellen. Das ist hervorragend gelungen!

DVD-Info
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1 DVD, Genre: TV-Film/ Drama, Produktionsjahr: 1987, Laufzeit: ca. 120 Min., Bildformat: 4:3, Tonformat: DD 2.0 Mono, Sprache: Deutsch / Englisch, FSK: ab 12 Jahren, EAN: 4052912360334
VÖ: 26.04.2013
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Einmal mehr Anne Frank, 25. Mai 2014
Teil 4 ist ebenfalls deutsch, nicht (mehr) Englisch, wie die vorigen Rezensenten schrieben.
Einmal mehr Anne Frank - braucht es das? Die Schauspielerin, die Anne spielt, finde ich sehr glaubwürdig und echt, da gab es schon schlechtere als Anne Frank. Ansonsten aber nichts neues.
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4 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Film, 27. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als erstes muss ich sagen, dass die Lieferung super fix war. Allerdings habe ich nicht den Film bekommen, wie ich ihn mir erhofft habe. Ich habe ihn zwar bestellt, dachte aber, dass es die Version ist, die ich vor Jahren mal im TV gesehen habe. Nochmal würde ich mir diesen Film nicht, da er zu sehr auf "neu" gemacht ist und für mich nichts mit Kriegszeiten zu tun hat.
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