Kundenrezensionen


98 Rezensionen
5 Sterne:
 (40)
4 Sterne:
 (20)
3 Sterne:
 (19)
2 Sterne:
 (8)
1 Sterne:
 (11)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


67 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Virtuoses Geigenspiel
Die DVD ist noch nicht erschienen, und so kann sich meine Meinung nur auf den im Kino laufenden Film beziehen, nicht jedoch auf die Qualität der disc.

Zugegeben, ich mag David Garretts Geigenspiel sehr, und seine Interpretationen von modernen Stücken in klassischem Geigenmantel finde ich sehr ansprechend. Er hat hier eine Nische für sich...
Vor 17 Monaten von ArrowPen veröffentlicht

versus
15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Keine Biographie, sondern das Märchen von der verkauften Seele...
Ich muss gestehen, ich habe den Film nicht fertig anschauen können, nicht wegen den in anderen Rezensionen erwähnten schauspielerischen Leistungen, sondern weil die Handlung mit dem tatsächlichen Leben Paganinis fast nichts zu tun hat.

Der Film gaukelt den Zusehern vor, Paganini sei nur zu Weltruhm gekommen, weil er einen Pakt mit dem Teufel...
Vor 10 Monaten von rfj veröffentlicht


‹ Zurück | 1 210 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

67 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Virtuoses Geigenspiel, 15. Dezember 2013
Von 
ArrowPen - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Teufelsgeiger (DVD)
Die DVD ist noch nicht erschienen, und so kann sich meine Meinung nur auf den im Kino laufenden Film beziehen, nicht jedoch auf die Qualität der disc.

Zugegeben, ich mag David Garretts Geigenspiel sehr, und seine Interpretationen von modernen Stücken in klassischem Geigenmantel finde ich sehr ansprechend. Er hat hier eine Nische für sich geschaffen, die ihm jede Menge (überwiegend weiblicher) Fans und gute Verkaufszahlen garantiert. Warum auch nicht? Der Mann ist gepflegt und attraktiv, und er spielt vollendet. Im Konzert habe ich ihn bisher nie erlebt, aber mir fällt z.B. bei TV-Auftritten auf, daß er beim Spielen vollkommen verändert wirkt, als sei er in einer anderen Welt, was ich bezaubernd finde.

Und dies habe ich auch im Film "Der Teufelsgeiger" wahrgenommen. Garrett hatte den Traum, das Leben Paganinis auf die Leinwand zu bringen, wohl, um dessen Genie Tribut zu zollen. Nun ist David Garrett nicht der größte Schauspieler vor dem Herrn, aber er gibt sich große Mühe und ist in manchen Szenen sehr überzeugend, in anderen weniger. Mit einem besseren Drehbuch und besserer Führung durch den Regisseur (was ich nur vermuten kann), wäre es ihm womöglich gelungen, ein besserer Schauspieler zu sein. Tatsächlich ist er besser, als ich erwartet habe.

Was ihm aber gelingt - und das durfte man erwarten - ist die Virtuosität des legendären Paganini (wie auch die widersprüchlichen Reaktionen darauf) spürbar zu machen. Der historische Paganini (soweit bekannt ist) galt durchaus als arrogant, narzißtisch und als von Erstaunen erweckendem Lebenswandel. Sein Stil, sich auf der Bühne stets schwarz zu kleiden, ließ ihm schnell das Prädikat des Dämonischen anhaften. Ich vermute hinter all dem das fragile Selbstwertgefühl eines vom Vater zum Geigenspiel gezwungenen Jungen (übte Paganini nicht ausreichend, konnte es sein, daß er kein Essen bekam), das irgendwie stabilisiert werden mußte. Daß er Zeit seines Lebens auch eher kränklich war (und auch so aussah), war hier sicher wenig hilfreich.

Nun kann man David Garrett nicht unterstellen, kränklich auszusehen, aber ich glaube, daß er das Wesen des italienischen Virtuosen durchaus verstanden hat und davon berührt wurde. Auch wenn es in seinen Dialogszenen nicht wirklich sichtbar wird, so zeigt es sich in jeder Szene, in welcher er Paganinis Werke spielt. Abgesehen davon hat Garrett, so weit mir bekannt ist, nie den Anspruch erhoben, ein ausgezeichneter Schauspieler zu sein. Er hat sich wohl mit diesem Film einen Traum erfüllt.

Mir hat es große Freude gemacht, ihn dabei zu beobachten, in der wunderbaren Ausstattung des Films zu schwelgen und - nicht zuletzt - in der großartigen Musik. Ich bedauere etwas, daß z.B. Joely Richardson als Londoner Journalistin und Jared Harris als Urbani, beide auszgezeichnete Darsteller, etwas farblos bleiben, zumal das Drehbuch ihnen wenig Spielraum gewährt.

Wer oscarreife Leistungen oder ein historisch genaues Portrait Niccolò Paganinis erwartet, sollte dem Film lieber fern bleiben. Wer aber das Genre des Kostümfilms schätzt und David Garretts Geigenspiel liebt, wird bei diesem Film gewiß auf seine Kosten kommen. Ich hatte große Freude dabei, auch wenn ich kein ausgesprochener Fan von Garrett bin.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Keine Biographie, sondern das Märchen von der verkauften Seele..., 21. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Teufelsgeiger (DVD)
Ich muss gestehen, ich habe den Film nicht fertig anschauen können, nicht wegen den in anderen Rezensionen erwähnten schauspielerischen Leistungen, sondern weil die Handlung mit dem tatsächlichen Leben Paganinis fast nichts zu tun hat.

Der Film gaukelt den Zusehern vor, Paganini sei nur zu Weltruhm gekommen, weil er einen Pakt mit dem Teufel (seinem Manager Urbani) abgeschlossen habe. Am Anfang des Films spielt Paganini als Pausenfüller in der Oper, das Publikum hört ihm nicht zu, bzw. lacht ihn aus. Urbani ködert Paganini mit dem Versprechen, er könne ihn berühmt machen, er wolle dafür nichts, er will sein Diener, sein Sklave sein, aber wenn sie sich später im Jenseits wieder begegnen, soll es umgekehrt sein.

In Wirklichkeit hat Paganini bereits mit 18 Jahren Konzertreisen gemacht. Zusätzlich wird Paganinis Spielsucht übertrieben dargestellt und impliziert, dass er bei den Konzerten in Paris Pleite war. In Wirklichkeit war er zu diesem Zeitpunkt schon Millionär.

Als bei der Demonstration der Frauen vor Paganinis Hotel in London diese Paganini als Teufelsanbeter bezeichneten und Urbani sagte das höre er gerne, hatte ich genug und holte die DVD aus dem Player. Der Film hat meiner Meinung nach das Thema vollkommen verfehlt!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Glühende Saiten und brennende Liebe, 25. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Teufelsgeiger [Blu-ray] (Blu-ray)
Lust auf einen Musikfilm? „Der Teufelsgeiger“ ist ein besonderes Exemplar dieses Genres. Regisseur Bernard Rose stellt hier Niccolò Paganini in den Fokus, der mit seinem Spiel faszinierte, von zeitgenössischen Beobachtern aber auch als dämonisch beschrieben wurde.
Für die Hauptrolle wurde kein ausgebildeter Schauspieler verpflichtet, sondern ein Musiker. Und was für einer: David Garrett zeigt in seiner Rolle ein authentisches Spiel, und er vermittelt den exzentrischen Maestro mit seinem furiosen Spiel glaubhaft. Gleichzeitig ist Garrett hier auch ausführender Produzent. Die wilde Biographie des Ausnahmetalents mit vielen Höhen und Tiefen kann der Film nicht durchgängig in eine packende Handlung verpacken. Dafür bietet er stimmige Aufnahmen und feuriges Geigenspiel. Mit einer kleinen Prise „Faust“.

Es läuft nicht gut für den Jungen Niccolò Paganini: sein Vater schlägt ihm auf den Kopf, als der Sohn ihm eine brillante Eigenkomposition vorspielt, und das Publikum des jungen Erwachsenen erkennt sein Genie nicht. Während seines virtousen Spiels unterhalten sich die Zuhörer. Das soll sich ändern, verspricht ihm der mysteriöse Besucher Urbani; er werde den Menschen das Genie vermitteln. Die Vergeltung für diese Leistung könne bis zum Jenseits warten. Paganini schlägt ein und unterzeichnet den faustähnlichen Pakt.

Der Plan geht auf, sein Manager bereitet den Boden für den beispiellosen Erfolg des Ausnahmemusikers. Sein Ruf überschreitet Grenzen, eine Einladung an die Oper in London durch Impressario John Watson erreicht Paganini in seiner italienischen Heimat. Von dort kann ein wichtiger Markt erschlossen werden, erkennt Urbani. Paganini reist widerwillig, er will seinen Sohn Achilles nicht veranlassen. Den er liebevoll behandelt – anders, als er selbst dies von seinem Vater erfuhr. Aber er hat keine Wahl, denn beim Glücksspiel verliert er all sein Geld und ein wertvolles Instrument. Er fordert mehr Geld bei John Watson an, bei dem in der Folge gepfändet wird. Seine Popularität in der britischen Hauptstadt wird auch dadurch gefördert, dass Times-Journalistin Ethel Langham der Anziehungskraft des aufsteigenden Stars erliegt. Paganini begeistert die Massen, und sogar den König, dem er im Konzertsaal eine improvisierte Variation von "God save the king" darbietet.

Auch Charlotte Watson gibt er dort Raum für eine Arie. Sie ist die Tochter seines Gastgebers John Watson, und der jungen Frau gilt seine erwachte Liebe. Zwischen den beiden Menschen steht die Eifersucht der einflußreichen Journalistin, und eine Intrige Urbanis, der die Karriere seines Schützlings durch die Leidenschaft zu Charlotte bedroht sieht. Die Beziehung zur jugendlichen Britin bringt die Massen in London mediengesteuert auf, und die Folgen sollen Paganinis Leben dauerhaft verändern...

Regisseur Bernard Rose und Hauptdarsteller David Garrett zeigen uns das Genie Niccolò Paganini, von dem man animmt, dass er sich sein einzigartiges Spiel als Autodiakt angeeignet hat. Dabei greift der Film auch biographische Elemente wie die Glücksspielsucht des Virtousen auf. Und das Dämonische, über das Paganinis Zeitzeuge Goethe sagte: "... das Dämonische aber äußert sich in einer durchaus positiven Tatkraft. ... Bei Paganini zeigt es sich im hohen Grade, wodurch er denn auch so große Wirkungen hervorbringt.".

Szenisch ist der Film sehenswert. Die historische Kulisse macht Spaß, und schöne Details überraschen. So ist die Hafenszene in London wie ein strahlendes Ölgemäde beleuchtet.

Der Handlungsfaden trägt nicht durchgängig zur Spannung bei, verdichtet sich aber in der zweiten Hälfte, in der die Beziehungen mehr Dynamik entwickeln. Durchgängig punkten kann hingegen David Garrett: seine fehlende Schauspielerfahrung merkt man dem Film nicht an, sein fulminantes, virtouses Spiel hingegen deutlich. Kritkern, die Garretts Spiel als ausdruckslos bewerten, sei empfohlen, seine darstellerische Leistung zu übertreffen. Wenn sie dabei noch auf Garretts Niveau Geige spielen können -- um so besser.

Etwas überzeichnet scheint der diabolische Aspekt, etwa mit Jared Harris als Urbani mit der Forderung, ihn dreimal hereinzubitten und dem diabolischen Bart, sowie einem Schattenwurf des Gehörnten in Paganinis Konzert. Hier scheint der Film das satanische ernst zu meinen, und dieser etwa skurille Schwenk wäre nicht nötig gewesen.

Interessant sind die Analogien der fast 200 Jahre alten Handlung und der Gegenwart: die Musikwelt wird bereits hier von der Präsenz des Künstlers, dem Erfolg des Managers, Kontroversen, Marketing und der Presse mitbestimmt. Und immer wieder spielt Geld eine zentrale Rolle. In dieser Hinsicht dürfte der Film durchaus authentisch sein. Um einen Starkult zu erleben, muss man nicht auf die 1960er Jahre und die Beatles warten, und noch weniger auf einen kanadischen Jungen namens Justin Bieber fünfzig Jahre später. Niccolò Paganini hatte großes Talent und Stradivari-Instrumente, Bieber hat Haargel und YouTube. Beide Wege führten zum Erfolg.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Warum 4 Sterne..., 19. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Teufelsgeiger [Blu-ray] (Blu-ray)
...für einen Film mit einer mittelmäßigen Handlung:

David Garett ist sicher kein Schauspieler. Aber muß er das?? Die Frage ist doch diese: Gibt es einen Weltklasseschauspieler mit soundsovielen Auszeichnungen der so Geige spielen kann wie David Garett?? Nun wenn es einen gäbe wäre dieser Film wohl besser geworden. Es gibt ihn aber nicht daher konnte dieser Streifen mit niemand anderem besetzt werden als David Garett. Insofern ist es ihm nachzusehen das er kein eigentlicher Schauspieler ist. Seine schauspielerischen Defizite macht er durch sein virtuoses Spiel wieder wett. Aber was diesem Film überhaupt nicht gutgetan hat ist die Leistung von Veronica Ferres. Ihr Auftreten wirkt uninspiriert, maskenhaft und hölzern. Da wirken selbst die kurzen Auftritte von Altstar Helmut Berger besser. Die vier Sterne hat dieser Film allemal wegen des einmaligen Geigenspiels Garetts verdient.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Couldn't wait for the UK release!, 15. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Teufelsgeiger (DVD)
As a great admirer of Bernard Rose’s 1994 Beethoven biopic "Immortal Beloved" and huge fan of David Garrett’s, I had high hopes for "The Devil's Violinist". With no UK release date as yet, I eagerly pre-ordered the German Blu-ray and was excited to finally see if it would live up to my expectations. I so wanted to love this film, and there are certainly aspects of it to love, but overall I was left feeling that it was a wasted opportunity.

The film itself looks gorgeous. The costumes are elaborate, the sets rich and decadent, while the CGI use and style lends the setting a surreal quality, especially combined with the thick fog of London, which is in keeping with the borderline supernatural subtext of the story.

Having seen David Garrett in concert many times across Europe and America, I already knew he was a very charismatic performer and it’s easy to see why he was chosen for the role of Niccolò Paganini. In fact, it’s hard to imagine anyone better suited. No mainstream actor who had studied the violin could have captured Paganini’s spirit and genius, while playing the instrument, in the way Garrett does. The very fact he looks like the perfect antihero from a gothic romance, is exactly what the film needs, but his inexperience in acting shows while delivering what can only be described as a poor script. Even more seasoned actors, such as Joely Richardson, struggle and only Jared Harris is able to make the lines really work for him.

In the hands of a director such as Baz Luhrmann, this quirky and slightly surreal film could have been a masterpiece, but it is slow to get going and despite clearly wanting to inject some humour and even horror, it fails to have the courage to really explore either. The music however is glorious and Garrett is spectacular on the violin as you would expect, so the soundtrack makes up for a lot of the film's other shortcomings.

It is a must for David Garrett fans, but not those interesting in an accurate biopic of Paganini, and if you want to watch this home cinema release with the original English soundtrack without subtitles, wait for the UK release, whenever that may be.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Das war ja dann mal nix ...., 2. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Teufelsgeiger (DVD)
Herr Garret war uns bislang als arrogant-freundlicher Geigenspieler aus sämtlichen Medien bekannt - ein weiteres Interesse unserseits an seiner Person gab es bislang nicht (wird es nun wohl auch nie geben ....)
Die schauspielerische Leistung ist leider mehr als miserabel. Ich kann hier sämtlichen Vorrednern nur beipflichten wenn diese schreiben, um wieviel furchtbarer alles noch wird, wenn Herr Garret schmachtend in die Kamera glotzt. Auch Frau Ferres glänzt hier nicht. Eigentlich glänzt gar nichts an diesem Film.
Es sollten alle Beteiligten wohl lieber das machen, was sie am besten machen. Herr Garret darf gern weiter für postpubertäre Damen mit plötzlichem Hang zur klassischen Musik Geige spielen und Frau Ferres sollte besser weiterhin an der Seite des Herrn Maschmeyer in die Presse lächeln.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schuster bleib bei Deinen Leisten..., 10. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Teufelsgeiger (DVD)
...oder besser, Geiger bei Deiner Geige. Auch wenn ich David Garrett wirklich gut finde, als Musiker, so hat er meines Erachtens in Sachen Schauspiel sein Metier verfehlt. Mal davon abgesehen, dass die Geschichte wirklich lahm ist und sich einem nicht wirklich erschließt.
Naja - da hol ich mir doch lieber seine Musik ;-)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


30 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spezieller und informativer Film mit schönen und schwachen Momenten, 3. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Teufelsgeiger (DVD)
Star - Violinist spielt Violin - Legende Niccoló Paganini. Der Film lebt natürlich von David Garrett als Paganini!!!

Schauspielerische Darbietung könnte tiefgründiger sein. David Garrett ist aber nun einmal ein Geigenvirtuose und möchte auch als solcher verstanden werden. Dies sagte er in seinem Interview, dass ihn zwar die Verkörperung Paganinis begeistert hätte, aber keine weiteren Filme in Aussicht seien. Denn gestern leitete er den Film im Mannheimer Cinemaxx ein mit seinem Charme und seiner sympathischen, natürlichen Art, welche im Film leider nicht zur Geltung kommt. Und nach einer langen Autogrammstunde gab David Garrett auch noch ein Ständchen ( denn seine Konzerte sind ja leider alle ausverkauft ). PERFEKT !!

Die anderen Darsteller sind meiner Meinung nach gut besetzt. Besonders Urbani ( Jared Harris ) spielt seine Rolle diabolisch gut. Die Idee der Biopic stammt von Garrett selbst, der auch die MUSIK für den Film selbst geschrieben hat. Mit produziert hat auch u.a. Garrett und Veronica Ferres.

Der Film " Der Teufelsgeiger " will unterhalten und das mit einem sehr speziellen Thema... Fazit: Es ist gelungen !!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


29 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Besser als erwartet, 19. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Teufelsgeiger (DVD)
19.11.2013: Habe den Film erst gestern angeschaut, (Start 31.10.13). Der erste Hype ist wohl verflogen. Das Kino war praktisch leer,- 20 Leute vielleicht.

Zunächst einmal war ich erstaunt, dass der Film doch besser war als erwartet. Die von Universal herausgesuchten Filmfetzen zwecks Werbezwecken hätte man besser überdenken sollen: Sie zeigen einen David Garrett in den schlechtesten Szenen. Da merkt man den Ungelernten. Damit schließe ich mich komplett meinen Vorrednern an. Allerdings muss man ihm zugute halten, dass er sein Schauspieltalent selbst als eher bescheiden einschätzt, weitere Filme für ihn nicht infrage kommen. Immerhin,- er kennt seine Stärken und offenbar war die Schauspielerei für diesen Film Mittel zum Zweck seinen großen Traum, einmal im Leben sein großes Idol Nicolo Paganini darstellen zu können, in die Realität umzusetzen. Fair enough.

Ich habe im Vorfeld zum Film Literatur-Recherche angestellt und ja, im Großen und Ganzen stimmen die Vorkommnisse im Film mit den Quellen überein, wenngleich auch auf engstem zeitlichen Rahmen zusammengestaucht und anekdotisch aufgemöbelt. Inhaltlich wird der Teil im Leben Paganinis, in dem er “die Insel“ erobert,- nämlich England, behandelt. Ein schwieriges Unterfangen, gelten die Engländer (nicht nur damals) als eher kühl und verhalten und schwerlich begeisterungsfähig. Es gelingt Paganini aber auch dort, die Masse aufzumischen, wenngleich auch unter widrigen Umständen.
David Garrett verkörpert während des Geigespielens Paganini optimal und geigt...... wie der Teufel???

David Garrett ist ein famoser Weltklassegeiger. Darüber muss man sich nicht streiten (Auch wenn die (puristischen) Klassiker ihn mittlerweile abgeschrieben haben ins Lager eines ehemaligen Wundergeigers). Die Szenen, in denen er den Exzentriker, den opiumabhängigen und sexbesessenen Paganini miemt, hat er auch gar nicht so schlecht hinbekommen als Ungelernter. Das war durchaus passabel. Aber wo sich die Geister schieden war hinsichtlich der Tatsache, dass Paganini als fast schon dämonisch, vom Teufel besessen geschildert wird.
In der Literatur über Paganini liest man, dass dieser (vor allem in seinen letzten Lebensjahren) alles andere als attraktiv oder gutaussehend war. Er wird als eher unattraktiv beschreibt, große Adlernase, ein kleiner (er maß nur 1,68m ) rappeldünner Mann mit pechschwarzen Locken und stechendem Blick. Ein dämonischer Charakter mit einem Charisma, das Frauen in Ohnmacht fallen ließ und Männer zum Weinen brachte. Gelesen in den Aufzeichnungen seiner Zeitgenossen. Aber David Garrett ist, mal rein objektive betrachtet, ein durchweg attraktiver und nett anzusehender junger Mann. Die dunklen Locken schmeicheln seinen weichen Zügen sogar noch mehr als sein blond gefärbtes Haar und auch mit John-Lennon-Brille sah er eher besser als schlechter aus.

Und noch dieses: Paganini litt die meiste Zeit seines Lebens unter Syphillis, einer Geschlechtskrankheit. Das wurde im Film aber nur unterschwellig formuliert. Die Menschen in den letzten Jahrhunderten starben größtenteils an TBC ( Tuberkulose) oder Syphillis. Krankheiten, die sich heute mit Antibiotikum behandeln lassen. Ein Endstadium von TBS oder Syphillis gibt es heute in unseren Breiten nicht mehr. Auch mit allem Geld der Welt, das Nicolo Paganini im LAufe seines Lebens anhäufte, konnte er sich keine (erfolgreiche) Behandlung kaufen,- denn die gab es im 19.-ten Jahrhundert praktisch noch nicht. Im Gegenteil: Sie war eher kontraproduktiv. Ein Mittel, um Syphillis zu behandeln, war u.a. Quecksilber in Opium zu sich zu nehmen. Das war wohl die Pfeife, aus der er immer sog. Das Leiden hat es, nach heutigem Standpunkt, eher verschlimmert als verbessert. Darüber hinaus hat es seinem schmächtigen Körper extrem zugesetzt, sein von Krankheiten gezeichnetes Leben hat sich im Gesicht und Aussehen niedergeschlagen. U.a. musste er sich einer Behandlung seines Unterkiefers unterziehen, bei dem ihm alle Zähne gezogen wurden.
Wie dem auch sei: Das schreckliche Aussehen eines Menschen, der im Endstadium Syphillis hat, und die damit verbunden Qualen und Leiden und das anschließende langwierige Sterben eines Menschens können wir uns heute nicht mehr vorstellen. Im Film wurde dies versucht. Leider nicht überzeugend. Die Umsetzung hätte zumindet von der Maske besser durchgeführt werden können. Paganini, alias David Garrett sieht selbst in den Szenen, in denen es ihm dreckig gehen soll, wie das blühende Leben aus, so dass man ihm die Qualen nur schwerlich abkauft. Man kann ihn irgendwie nicht verhässlichen,- oder man hat sich nicht getraut...da hilft auch kein leidender Hundeblick.
Ebenso mutet die letzte Szene im Film nahezu grotesk an, als “Paganini“ im Rollstuhl sitzt, die Maske hat ihm ein paar dunkle Flecken ins Gesicht gemalt, aber er ist halt immer noch viel zu hübsch anzusehen. Sorry, aber das kauft man ihm nicht ab. Und außerdem haben die Filmemacher wohl gepennt, denn, schaut man mal genau hin, hält Herr Garrett plötzlich eine Geige mit Kinnhalter in der Hand. Die gab es damals aber noch gar nicht und David Garrett hat in einem Interview auch gesagt, es sei ihm sehr wichtig gewesen, die Geige ohne Kinnhalter, Schulterstütze und mit Darmsaiten zu spielen. Tja, da haben dann wohl alle gepennt.

Insgesamt gesehen, selbst wenn er sich noch so abmühte, das “dämonische“ kam nicht wirklich rüber, das außerordentliche Charisma, das einem Nicolo Paganini zugeschrieben wird, sucht man durch den gesamten Film hindurch vergeblich. Man muss leider schon sagen glücklicherweise hielt die Kamera nicht zu lange auf David Garretts Gesicht,- es kam leider nur eine Mimik rüber: Schmachtender Heartbreaker-Schlafzimmerblick, das volle Programm für junge und auch alte Mädchen, die ihre Memopause für David Garrett sofort aufgeben würden. Schade, schade, schade, hätte ein toller 5-Punkte-Film werden können, denn sein Geigenspiel ist wirklich der Wahnsinn, die sonstige Atmosphäre des Films hinsichtlich der Darstellung des 19.-ten Jahrhundert stimmte auch soweit. Manche Charaktere waren etwas lästig, wie der der Sunday Times Tante (warum bringt man so einen Charakter in den Film). Veronica Ferres schwächelte auch ein wenig, verglichen mit ihren bisherigen Filmen. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, die Schauspieler verhielten sich David Garrett gegenüber solidarisch, versuchten nicht, ihn an die Wand zu spielen. Ein netter Zug, hinsichtlich des Verlauf des Films wirkte es eher komisch. Aufgemacht wie ein USA Reißer, muten die einzelen Szenen oftmals gekünstelt und wild zusamengeschnitten an. Ein Highlight allerdings Paganinis Manager Urbani (gespielt von Jared Harris), welcher weitaus dämonischer als Paganini selbst rüberkamt. Ja, man fragte sich wahrhaftig nicht nur am Endes des Films, wer hier der Teufel sei!

Alles in allem ein wenig dünn, trotzdem nicht allzu schlecht und damit besser als erwartet. David Garretts Schauspieltalent begrenzt, aber ok in den meisten Szenen. Wäre ja auch beängstigend gewesen, wenn er das genauso gut hinbekommen hätte, wie das Geigen! Der Tag hat schließlich nur 24 Stunden, dann hätte er auch noch für Filme touren und marketingen müssen.

Mein 7-jähriger Sohn war jedenfalls begeistert, wollte sofort daheim hochmotiviert Geige üben, und die zwei Sexszenchen hat er bisher auch ohne Folgetherapie überstanden. Da können Kinder im Vorabendprogramm unseres Fernsehens oft Schlimmeres zu sehen bekommen.....
.....daher trotz vieler Kritikpunkte noch drei gute Punkte für einen doch sehenswerten Film. Allemale besser als Knalle-und Töterei!

Hier noch ein kleiner Nachtrag vom 27.4.2014: Jetzt habe ich mir doch noch die DVD gekauft (für 9,99 € , Amazon hat es jetzt wieder teurer gemacht). Hintergrund war der, dass der Film ursprünglich in englischer Sprache abgedreht wurde. Schon häufig ist es mir passiert, dass ein vermeintlich schlechter Film in Originalsprache angeschaut plötzlich völlig anders anmutete. Die Sprache macht oftmals einen entscheidenden Unterschied. Diesmal leider nicht. Im Gegenteil: Alle Schauspieler, bis auf Veronika Ferres, haben eine englischen Akzent. David Garrett hat einen amerikanischen, Veronika Ferres besticht durch einen heftigen deutschen Akzent. Ooops, das geht auf den Keks! Mit Sicherheit wäre es schön gewesen, wenn Paganini und sein Manager einen italienisch-französischen Akzent gehabt hätten, der Rest kann beim englischen bleiben. Das wäre dann originalgetreu gewesen, aber vielleicht ein bisschen zu viel verlangt. Ich empfehle daher bei dem Sammelsurium an eigenartigen Akzenten doch besser bei Deutsch zu bleiben. Insgesamt verändert die DVD wenig an meiner Ursprungsbewertung: Besser als erwartet, aber nicht “der Burner“. Es sind noch ein paar “Busenkrabsch-Szenen“ dazugekommen, die sie meinetwegen hätten weggelassen können- ansonsten kommt er rüber, wie der Kinofilm. Es gibt aber reichlich Bonus-Zugaben. Schauspieler und David Garrett sprechen u.a. über die Beweggründe des Filmes. Hier erzählt Jared Harris, was wir alle hinlänglich bemerkten: Dass man einen Laienschauspieler nicht an die Wand spielen wird. Aha,-also richtig getippt. David Garrett kommt selbstverständlich auch zu Wort und sagt nochmal, was ich bereits umrissen habe: Story stimmt im Großen und Ganzen mit den über Paganini überlieferten Geschichte überein, aber manches, wie z.Bsp. die Liebesgeschichte wurde (amerikanisch?) ausgeschmückt oder die Reporterrolle wurde erfunden. Auch klar. Den Kinnhalter hat er übrigens den ganzen Film durch, obwohl er betonte, er wolle so originalgetreu wie möglich spielen. Schade, aber vielleicht kann er es auch schlicht und ergreifend nicht. (Falls jemand einen Kommentar von David Garrett hierzu findet, soll er es mich bitte wissen lassen!) Fest steht, Paganinis Lieblingsgeige, die “Il Cannone“, wie er sie nannte, hatte keinen Kinnhalter und Paganini hat definitiv ohne einen solchen gespielt. Schaut man sich die Aufnahme der Il Cannone genauer an, sieht man genau, wo Paganini seinen Schweiß auf der Geige hinterlassen hat: Dort, wo das Kinn ruht. Alles in allem wird die Bewertung nicht besser: Ein netter Kostümfilm, ein Herzenswunsch David Garretts, der sich bestimmt auch seinen Kram über seine kastrierte Kindheit von der Seele spielte, seiner Aussage nach aber mehr am Schreiben der Filmmusik interessiert war. Es sei ihm gegönnt! Und schön anzusehen ist das wilde Gegeige für den Zuschauer auf alle Fälle und den Produzenten hats garantiert eine Menge Kohle in die Kassen geschwemmt. Suum cuique.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuscht, 15. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Teufelsgeiger (DVD)
da hatte ich mir wohl von David Garret als Schauspieler zu viel erwartet. Langatmig und nicht besonders inspirierend. Daher gleich verschenkt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 210 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Der Teufelsgeiger
Der Teufelsgeiger von Bernard Rose
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen