Kundenrezensionen

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50 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Juli 2002
Zunächst: Das Buch ist wirklich hervorragend geschrieben: locker und unterhaltend (ohne substanzlos zu wirken) dabei gründlich aufbereitet und sehr gut dokumentiert (unter anderem mit einem ausführlichem Anhang und Literaturliste versehen).
Die neurologischen Fallbeispiele aus der Praxis sind -wenn auch teilweise erschreckend - interessant, stellen einen direkt nachvollziehbaren inhaltlichen Bezug zur praktischen Realität von Bewußtsein her.
Seine Bewußtseinstheorie selbst ist überzeugend und einwandfrei hergeleitet (wenn auch letztlich "Geschmackssache").
Alles in einem fühlt man sich nach dem Buch deutlich angeregt. Erhält glaubwürdige Antworten auf die Frage nach Herkunft Sinn und Entstehungsprozess des Bewußtsein.
Letztlich ist es dann eher eine Frage des persönlichen Glaubens ob man die grundlegende rationalistische- neurologische Perspektive des Autors teilen möchte. Plausibel ist die dargestellte Theorie in jedem Fall.
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42 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. August 2002
Der Autor präsentiert in seinem Werk fundierte Erkenntnisse und zieht daraus plausible Schlüsse, die mich überzeugen konnten.
M.E. sehr stichhaltig wird von A. R. Damasio widerlegt, dass Bewusstsein in der Evolution erst durch die Entwicklung der Sprache möglich wurde. Auch interessant finde ich, dass Emotionen auch aktiv durch Änderungen im biologischen Zustand des Körpers ausgelöst werden.
Etwas störend an dem Buch sind eine relativ hohe Zahl von kleinen Tipp-/Druckfehlern, die manchmal auch in Fachbegriffen vorkommen. Auch ist zu beachten, dass ein interessierter Laie einen 'Pschyrembel' o.Ä. beim Lesen griffbereit haben sollte, da die medizinischen Fachbegriffe nicht im Buch selbst erläutert werden.
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74 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. August 2003
In seinem Buch "Ich fühle, also bin ich" knüpft der Autor, Antonio Damasio an seine Erkenntnisse an, die er im vorangegangenen Werk "Descartes' Irrtum" dargelegt hat. Sein Hauptaugenmerk gilt der Entstehung des (Selbst-)Bewusstseins. In insgesamt elf Kapiteln nähert sich Damasio dieser Fragestellung, wobei Aspekten der neurologischen Anatomie, dem Entstehen von Emotionen und insbesondere den Rollen von Sprache und Körper bei der Bewusstseinsgenerierung eine große Bedeutung zukommt. Ergänzend kommt ein 20-seitiges Glossar hinzu, in welchem die wichtigsten Termini des Buches (wie z.B. Kartierung, Objektrepräsentanz, Kernbewusstsein etc.) definiert werden. Ein ausgesprochen ausführliches Literatur- und Quellenverzeichnis und ein Sachregister schließen sich an. Unerfreulich sind die leider häufigen orthographischen Fehler, die eventuell aus einer nachlässigen Übersetzung resultieren.
Bei seinen Überlegungen geht Damasio von neurologischen Pathologien aus - aus den hieraus resultierenden Dysfunktionen leitet er die anteiligen Aufgaben einzelner Hirnbereiche bei der Enstehung von Bewusstsein ab. Weitestgehend unberücksichtigt lässt der Autor Psychopathologien. So werden z. B. aktuelle Erkenntnisse aus der psychologischen Traumaforschung nicht einbezogen. Überhaupt scheint der Autor gewisse Vorbehalte gegenüber der vergleichsweise "weichen" Wissenschaft Psychologie zu haben. Lediglich Freud und Jung finden als grundlegende Vertreter zweimal Erwähnung. Weitere Exkursionen in diese wichtige Nachbardisziplin gibt es kaum - die wenigen vorhandenen Bezüge sind zudem m. E. nicht hinreichend genau recherchiert. Das ist schade, zumal man doch von einem Neurologen dieses Formats erwarten kann, dass er in der Lage ist, über den eigenen Tellerrand zu blicken.
Abgesehen von diesem Manko berücksichtigt das Buch eine breite Palette wissenschaftlicher Erkenntnisse. Damasio nähert sich seinem Thema konsequent - seine Erklärungen sind allgemein verständlich. Die einzelnen Kapitel bauen aufeinander auf. Die Inhalte der Kapitel 5 bis 8 erscheinen daher etwas redundant, jedoch werden ausgehend von den Ergebnissen des jeweils vorangegangenen Kapitels sehr schlüssig neue Aspekte angeführt. Ein "roter Faden" ist somit immer gegeben.
Insgesamt habe ich "Ich fühle, also bin ich" als eine Bereicherung empfunden. Dem Autor gelingt es, ungeachtet der philosophischen Vorbelastung seines Themas in vielen Bereichen Klarheit zu schaffen - auf eine philosophisch-romantische Verklärung der Thematik wird erfreulicherweise verzichtet. Die Entstehung von Bewusstsein sowie dessen Rolle in der Evolution kann der Autor aus einer bis dato völlig neuen Perspektive darstellen. Dennoch muss er zugestehen, dass noch viele Fragen der Bewusstseinsforschung offen bleiben. Auf das nächste Buch von Antonio Damasio darf man sich also freuen.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. April 2011
In der vorliegenden Monographie bemüht Damasio sich um eine naturalistische Bewußtseinstheorie aus neurophysiologischer Perspektive.

Ausgangspunkt ist das Individuum bzw. der Organismus, dessen singuläre Identität von einer Grenze zwischen innerem Milieu und Umwelt abhängt. Unabhängiges Leben ist auf ein stabiles inneres Milieu angewiesen, das in koordinierten physiologischen Reaktionen hergestellt wird (Homöostase). Zu den genetischen Regulationsmechanismen kommen integrierte neuronale Repräsentationen des inneren Milieus, der Viszera und des Bewegungsapparates, die den lebenden Zustand porträtieren. Evolutionär entstanden immer komplexere Nervensysteme, schließlich Gehirne.

Emotionen sind bioregulatorische Anpassungsleistungen, die dem Überleben von Organismen dienen. Sie sind eng verknüpft mit Belohnung oder Bestrafung, Lust oder Schmerz, Annäherung oder Vermeidung, persönlichem Vorteil oder Nachteil. Ihre maximale Wirkung entfalten Gefühle, wenn Bewußtsein vorliegt. Dann ist das Individuum in der Lage zu überlegen und zu planen. Bewußtsein ist ein Mechanismus zur wirksamen Manipulation von Vorstellungen im Interesse eines Organismus. Es ermöglicht die Verknüpfung der inneren Lebensregulation und der Vorstellungskraft. Mit Bewußtsein entsteht im Organismus die geistige Sorge um das eigene Leben.

Das Proto-Selbst verfügt noch nicht über Wahrnehmungsvermögen, Wissen oder Sprache. Es bildet nur den physischen Zustand des Organismus ab. Besitzt das Gehirn Repräsentationsmechanismen zur Objektverarbeitung und Vorstellungen der Einwirkung von Objekten auf den Organismus, entsteht eine (nonverbale) "Erzählung", die das Kernbewußtsein (Kernselbst) hervorbringt. Immer anspruchsvollere Umweltbedingungen lassen gesteigerte Aufmerksamkeit und ein leistungsfähigeres Arbeitsgedächtnis evolvieren, wodurch sich das "autobiographische" Gedächtnis und schließlich unser autobiographisches Selbst mit "erweitertem" Bewußtsein bilden. Doch erst Sprache eröffnet Vergangenheit und Zukunft als Projektionsräume für Hoffnungen, Wünsche, Ziele und Verpflichtungen, was vollentwickelte Personen mit Kreativität und Gewissen zur Folge hat.

Damasio stellt die Geduld des Lesers mit ausführlichen Beschreibungen der Anatomie und Funktionsweise der neurophysiologischen Korrelate von Emotionen und Bewußtsein auf eine harte Probe. Zwar lockert er auch dieses Werk mit zahlreichen interessanten klinischen Fallbeispielen auf, doch schreibt er insgesamt einen schwer zugänglichen Stil, der durch langatmige und ermüdende Wiederholungen aus seinem Vorgängerwerk "Descartes' Irrtum" nicht lesbarer wird. Der schwerwiegendste Mangel dieses Werkes besteht jedoch darin, daß seinem Autor just gerade das nicht in den Fokus der Aufmerksamkeit gerät, was im Zusammenhang mit Emotionen und Bewußtsein die meisten Leser interessieren dürfte: nämlich die Ambivalenzstruktur und das Konfliktpotential von Emotionen und Bewußtsein. Gefühle und Vorstellungen, Daseinshaltungen und Überzeugungen sind beliebig manipulierbar! Die propositionale Symbolsprache ermöglichte sicherlich die kaskadierende menschliche Kultur, aber eben auch existenzbedrohende Fortschrittsfolgen. Weltdeutungen und Lebensgefühle, Werteimperative und Normendiktate, Assoziationen und metaphysische Geltungsansprüche, kurz, alles, was gefühlt oder gedacht werden kann, ist ohne massiven Rekurs auf konkrete gesellschaftliche Interessen und Motive überhaupt nicht verstehbar! Darüber hätte ich gerne etwas gelesen! Aber nein, Damasio analysiert ausschließlich die vielfältigen Interaktionen komplexer neurologischer Systeme und kultiviert abgesehen davon ein anscheinend schwer harmonielastiges Bild von Kultur und Gesellschaft.

Hartnäckige und leidensfähige Leser werden von diesem Werk gewiß profitieren. Wer jedoch "Descartes' Irrtum" kennt, kann sich die Lektüre im Prinzip sparen!
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42 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Februar 2005
Mit großen Erwartungen widmete ich mich dieser Publikation, nicht nur aus Interesse, sondern auch um für die Universität eine entsprechende Ausarbeitung vorzunehmen.
Aufmerksam auf Damasio wurde ich durch zahlreiche Medienberichte, welche ihn als herausragenden Wissenschaftler, seine Werke als provokant und revolutionär bezeichneten.
Nach ausgiebiger Beschäftigung mit seinem Werk bezeichne ich dieses als wenig aussagefähig, nicht im geringsten revolutionär und keineswegs provokant. Die Forschungsergebnisse sind gegebenenfalls zu prüfen, da eine universelle Übertragbarkeit (Damasio forschte an Menschen, welche verschiedenartige Hirnläsionen aufwiesen)auf den gesunden Menschen kaum möglich scheint.Auch Damasio stellt - wie viele vor ihm, den Menschen als Krönung der Schöpfung dar, einzigartig, was Gedächtnisleistungen, Bewusstsein, Intelligenz etc. betrifft. In Anbetracht neuester Forschungsergebnisse bezüglich vieler Spezies kann mit dieser Absolutheit nicht mehr davon ausgegangen werden, nur scheint es an den entsprechenden Forschern und adäquaten literarischen Veröffentlichungen für die Allgemeinheit zu mangeln. Welcher Normalbürger ist schon darüber informiert, dass Singvögel mehr als 2000 Melodien erlernen (und wir sind glücklich, wenn wir 10 einigermaßen beherrschen...)dass bestimmte Affen über einen IQ von ungefähr 80 verfügen u.v.m. Erfrischend wären sicherlich Forschungen, welche nicht die Genialität des Homo Sapiens in den Vordergrund stellen. Meine Beschäftigung mit dem Werk, erachte ich als wenig sinnvoll, die Bearbeitung als langwierig und ermüdend, da Damasio sich häufig in Wiederholungen ergeht. Sicherlich wäre die Literatur anderer Lektüre effizienter verlaufen und hätte einige relevante Fragen beantworten können.
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23 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Juli 2004
Die Inhalte des Buches sind oftmals redundant und die Definitionen verschiedener Bewusstseinskonstrukte (Kernbewusstsein, erweitertes Bewusstsein, ...) sehr weich. Hatte oft den Eindruck keinen Inhalt vermittelt bekommen zu haben, auch bei mehrmaligen lesen. Die Sprache dieses Buches hatte für mich eher philosophischen Charakter, hätte mir klarere und einfachere Sätze gewünscht.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. November 2013
Es ist schwer zu lesen, da es eindeutig fur Leser mit Vorkenntnisse gedacht ist, was mann nicht in dem Beschreibung rauslesen konnte. Bedauerlich.
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am 16. Juni 2012
Der Autor meint es bestimmt gut, vergräbt das Wichtige aber zu tief in den Einzelheiten. Trotzdem lesenswert, die Anstrengung lohnt sich.
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am 25. Dezember 2012
das Thema ist hoch spannend und ich wollte das Buch für die Promotions nutzen, aber nach 100 Seiten wird man müde
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12 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Januar 2008
Die Bücher von Damasio beweisen vor allen Dingen eines. Wissenschaftliche Experimente gehen 1. von bestimmten konzeptionellen Grundlagen aus und 2. eben diese Grundlagen finden dann auch in der Interpretation der Experimentergebnisse ihren Niederschlag. Damasio mangelt es grundsätzlich daran sich ordentlich mit den philosophischen Implikationen seiner Thesen auseinanderzusetzen. Natürlich kann von einem Naturwissenschaftler eine solche Auseinandersetzung apriori auch nicht verlangt werden. Sie ist aber dann unabdingbar, wenn die behaupteten Thesen weitreichende Konsequenzen für das Menschenbild haben. Wer sich mit den sprachlogischen Verwirrungen (Stichwort Mereologie) Damasios und anderer Neurowissenschaftler beschäftigen will, der sei z.B. an P.M.S. Hacker verwiesen. Was Damasio jedenfalls in seine Forschungen hinein- und wieder herausliest ist mehr als diskussionswürdig. Ein interdisziplinärer Forschungsansatz (der sowohl natur-, als auch geisteswissenschaftkritisch angelegt ist) ist unabdingbar und allemal vorzuziehen.
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