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Vaterherz

Sieht man sich aktuelle Statistiken an, so werden in Deutschland gut ein Drittel aller Ehen wieder geschieden. Ist das ohnehin nun schon wirklich keine schöne Sache, wird, wenn dann auch noch ein Kind oder mehrere da sind, der leider oft der Scheidung vorhergehende "Rosenkrieg" auf den Rücken der Kinder ausgetragen. Jeder hat in seinem Bekannten- und Freundeskreis sicher das eine oder andere Beispiel für diese einem als Außenstehenden einfach nur traurig machende Tatsache.

Der nun hier von der "Telepool" im Vertrieb der "KNM" auf DVD an den Start gebrachte Film "Vaterherz" nimmt sich ohne großem Pathos und sehr einfühlsam diesem nicht leichten Thema an. Der am 17. Januar 2007 zum ersten Mal im Fernsehen gezeigte Film entstand im Auftrag des MDR durch die "Cinecentrum Film- und Fernsehproduktion". Das Drehbuch für den von Mai bis Juni 2006 in Erfurt und in Thüringen abgedrehten Film stammt von Ulrich del Mestre ("Traumschiff"). Gabi Kubach nahm bei dem mit durchweg sympathischen und mit deren Spiel überzeugenden Darstellern besetzten Film im Regiestuhl Platz.

Neben Maximilian Werner, der hier den zehnjährigen "Moritz" spielt und von der ersten Filmminute an mein Herz eroberte, sind auch noch Ursula Buschhorn ("Unser Charly"), Francis Fulton-Smith ("Ihr Auftrag, Pater Castell") oder auch Daniela Hoffmann ("Da kommt Kalle") neben noch vielen anderen mehr in dem Film zu erleben.

Buchstäblich wie ein Schlag aus heiterem Himmel trifft es den erfolgreichen Ingenieur "Oliver Berger" (Francis Fulton-Smith) als seine Frau "Lena" (Ursula Buschhorn) ihn verlässt. Bisher war er im festen Glauben, eine fast perfekte Ehe zu führen. Gut, er war sehr in seinem Job eingebunden und da kam das Familienleben schon mal etwas zu kurz, aber ist das Grund genug für seine Frau, alles hinzuschmeißen?

Viel Zeit, die Entscheidung seiner Frau zu hinterfragen, hat "Oliver" nicht, denn ausgerechnet jetzt steht eine berufliche Auslandsreise bevor und dann ist da auch noch der zehnjährige Sohn "Markus" (Maximilian Werner), um den er sich kümmern muss. Anfangs denkt er noch, der Doppelbelastung gewachsen zu sein und alles im Griff zu haben, auch hat er die Hoffnung, dass seine Frau zu ihm zurückkommen wird. Als er dann aber erfahren muss, dass diese die Scheidung und das Sorgerecht für den gemeinsamen Sohn Markus will, zerbricht er daran fast.

Mir gefällt an der in dem Film erzählten Geschichte, wie sie ohne Partei zu ergreifen oder zu moralisieren es dem Zuschauer überlässt, seine Sympathien und sein für und wider zu vergeben. Ich fühlte mich in meiner Beurteilung, auf wessen Seite ich mich schlagen soll, hin und her gerissen. Spätestens dann, wenn der von Maximilian Werner exzellent verkörperte "Moritz" mich mit einem Blick, dessen Traurigkeit mein Herz schneller schlagen ließ, anblickte, war alles andere egal und ich fühlte nur noch mit ihm und hoffte, dass seine Eltern wieder zueinanderfinden.

Der Film dieser Veröffentlichung findet sich auf einer DVD, die zur Aufbewahrung in einem Amaray-Case mit Wendecover liegt. Er hat eine Laufzeit von ca. 88 Minuten. Das Bild kommt dabei von der DVD im 16:9 Format zur Ansicht und zeigt meist angenehm warme und natürlich wirkende Farben in seinem Bild. Sowohl die Einstellungen der Schärfe als auch beim Kontrast bieten während der gesamten Wiedergabezeit gut gesetzte mittige Werte. Beschädigungen oder sonstige an dieser Stelle erwähnenswerte Unregelmäßigkeiten fielen mir nicht auf.

Die mit animierten Filmszenen und Musik gestalteten DVD-Menüs sind übersichtlich und gut bedienbar. Aus dem sich öffnenden Hauptmenü heraus lässt sich über "Film Starten" mit der Wiedergabe beginnen. In Form kleiner animierter Fenster werden zwölf im Film gesetzte "Kapitel" aufgezeigt. Über "Einstellungen" gelangt man zu den audiovisuellen Angeboten. Extras finden sich leider keine auf der vorliegenden DVD.

Tonbewertung:

Hier bin ich rundum zufrieden. Unmittelbar mit dem Einlegen der DVD in den Player wird angeboten, die Wiedergabe als Hörfilmfassung für Blinde und Sehbehinderte zu starten. Zudem werden von der DVD auch noch auf Wunsch einblendbare, gut lesbare deutsche Untertitel für Hörgeschädigte und Gehörlose aufzeigt. Der eigentliche deutsche Dolby digital 2.0 Filmton bietet eine gute Verständlichkeit aller Darsteller und ist sowohl vom Volumen als auch Klang durchweg stimmig abgemischt.

Gesamteindruck:

Mir hat dieser Film ausgezeichnet gefallen. Er wirkt, obwohl er schon berührt und nahe geht, niemals schwulstig oder peinlich. Eine großartige Darstellercrew und gelungene Umsetzung der DVD, die eigentlich nur einige Extras vermissen lässt, lassen mich für diese Veröffentlichung der "Telepool" im Vertrieb der "KNM" gerne eine Empfehlung aussprechen.
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am 14. Januar 2016
Ein sehr berührender Film, kann auf alle Fälle weiterempfohlen werden. Ich mag den Schauspieler Francis Fulton-Smith sehr, allein aus der Serie Familie Dr. Kleist, wo er sehr symphatisch rüberkommt. Danke!
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am 18. Februar 2015
- fünf Sterne für das warnende Aufheulen der Sirenen:
Der Umgangston, den der Zuschauer zu ertragen, mitzutragen hat, gibt dem Rezensenten Veranlassung, stilistisch ein wenig gleichzuziehen – nur ein bisschen, um keine Illusion darüber aufkommen zu lassen, dass man zertrümmertes Geschirr etwa noch wieder einräumen könne.
Schlagzeilen drängen sich in die Vorstellung: : „Frau verlangt von Versager Eigentum Kind zurück!“
Oder: „Ingenieur im Schraubstock seines Chefs von eigener Frau zerquetscht!
Oder: Frauen produzieren einen Film als Warnung an die Welt der Männer:
„Wir sind immer die stärkeren!“ Und was für Männer helfen da mit?
Wie zu erkennen, ist der Film ein Programm der Emanzipation Frau gegen die Welt der ewigen „Machos“! Hier sieht man, was dabei herauskommt:
„Ricke, racke, geht die Mühle mit Geknacke…“ (= Ein Mann, der ausging, das Gruseln zu lernen.) Ein Film von Frauen für Frauen gegen „die Männer!...“: Ist das wirklich so gemeint?
Die Handlung:
Durch vermutlich molekulare Zell-Umstrukturierung einer Ehefrau verschieben sich die Konstellationsbedingungen für die chemischen Prozesse, die Zuneigung hervorrufen. Da somit die Bindungen aufgelöst sind, stellt die Chemikerin ihrem Manne die Rechnung für ihre und seine Zukunft aus und verlässt ihn samt den Sohn Moritz. Berger, Diplom-Ingenieur und erfolgreicher Brückenbauer, wird durch seine Firma derart unter Druck gesetzt, dass man ihm damit das Wohl seiner Familie wegdrückt und ihn schließlich, durch das Verlassen der Ehefrau, zum Aufgeben seiner Karriere zwingt.
Die Mutter wird über die gemeinsame Freundin Doris, die sich zwischenzeitlich auch um den Jungen kümmert, an den Verhandlungstisch gezogen, der sich alsbald zum Sorgerechtstermin verschlimmert. Das Kind wird bei dem nun offen ausgebrochenen Ehekrieg zwischen den Eltern hin- und hergerissen. Die kaltschnäuzige Liebesbeteuerung einer Frau, die unter anderen, ihr ungünstigen Umständen vermutlich zum Äussersten gehen würde, und die aufopfernde Hingabe des Vaters an das Treibholz Kind findet sich am Ende des Films in einem Waffenstillstand, der gar nichts entscheidet, aber dazu verleitet, den Augenblick des bisschen herausgeschundenen Glücks der wenigen Stunden wahrer Liebe zu genießen, bevor die Mutter endgültig zuschlägt.
Der ethische Aspekt:
Weniger die Ansichten einer mit dem Manne abrechnenden „Mutter“ des an der Nase herumgeführten Jungen als das verzweifelte Kämpfen desselben mit dem Vertrauen der ihm nahe stehenden Menschen lässt den Film diskussionsreif werden. Dass Schule wieder einmal nur recherchierende Behörde und keineswegs Stütze in verzweifelten Situationen eines Kindes sein muss, lässt das Erscheinungsbild Lehranstalt in Deutschland erneut zum Gruselkabinett mutieren. Da auch die einzige Freundin des unglücklichen Moritz plaudert und damit eine heftige Konfrontation heraufbeschwört, wird uns klar, dass die Seele eines schutzbefohlenen Lebewesens nie zur Debatte gestanden haben kann. Das klagt der Film sichtbar und schonungslos an. Dafür war nie Zeit, dafür musste man die Firma, davor das Kombinat, damit den Staat, damit die Partei, damit eine Ideologie des Arbeiterparadieses schützen!
Indem alle Arbeit hatten, fand („zum Glück“) keiner Gelegenheit, der Psyche der Kinder Rede und Antwort zu stehen.
Und damit bleibt die Familie auf der Strecke, die eben nicht unter Vertrag steht, sondern in der Vertrauenspflicht. Der Egoismus einer Frau wird an den Pranger gestellt, und damit stürzt das Mutterbild ein. Und weil sich Normative um der Rechthaberei willen zerfleischen, ist auch klar, warum niemand eine Idee entwickelte, wie man dem Kinde helfen könnte. Es werden Fakten geschaffen und juristisch festgenietet. Man ist eben im Recht, und das Kind wird fürsorgend entsorgt – der Staat wird's schon richten.
Neu ist allerdings, dass der Vater sich dieser Tradition jetzt widersetzt. Das ist die Wende – oder deren Folge. Was könnte sich jetzt ändern?
Der schöpferische Vollzug:
Die Chemikerin wirft ihrem Ehemann vor, er habe nie zugehört, denn man höre ja nicht nur mit den Ohren. Das, was sie erwartet hatte, konnte er ihr nicht auf Knopfdruck gewähren, denn er stand unter immensen Druck. Am Ende läuft alles auf die Frage hinaus: Kind oder Karriere – bei der Frau wie bei dem Manne. Und weiter ist diese Ansammlung menschlichen Fleisches in englischem Zwirn als Hauptverursacher familienfeindlicher Arbeitsplatz-Strategien auch heute nur in höchst rühmlichen Ausnahmen gediehen.
Die Antwort gibt die Natur: Kinder zu vernachlässigen, beantwortet sie durch deren Abneigung gegen Hilfsbedürftige – es ist nicht mehr „ihr Ding“. Deren Kindheit wird sich durch kaltschnäuzigen Egoismus dafür bedanken, im Kühlschrank Ehe herangezüchtet worden zu sein. Deren Folgegeneration wiederum wird ihr Leben als Tiefkühltruhe für emotionsheischende Liebebedürftige in der „Familie“ anzubieten haben und sich
einen Dreck darum scheren, wenn so ein erfrorenes Ich in den Container fliegt, sei es das Kind, die Großmama oder der zu Grunde gerichtete Ehepartner. Noch brutaler: Moritz erhält Unterricht in Lebensführung, wird daraus seine Schlüsse ziehen und seinen Enkelkindern vermutlich achselzuckend zusehen, wenn sie vor seinen Augen bürgerlich unterversorgt umkommen.
Einer solchen „Lebensschule“ das Wort zu reden, kommt einer Liebeserklärung an das Irrenhaus Primitiver Darwinismus gleich.
Man wird sich sputen müssen: Es wird bereits davon „geträumt“, das bewusst in kauf genommene Treibgut „jugendlicher Mensch“ in Sicherheitsverwahrung wegzusperren, davon, unliebsamen Verzweifelten durch Kopfschuss über Zielfernrohr die Argumente aus dem Hirn zu brennen – was fehlt da noch? Richtig: Ein Führer, der es mal wieder richten soll….!
Wir schreiben mit diesem Film das Dokumentations-Jahr 2007!
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