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4.0 von 5 Sternen Ein Film, der berührt und nahe geht, ohne dabei schwülstig oder peinlich zu werden, 12. Juli 2014
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Rezension bezieht sich auf: Vaterherz (DVD)
Vaterherz

Sieht man sich aktuelle Statistiken an, so werden in Deutschland gut ein Drittel aller Ehen wieder geschieden. Ist das ohnehin nun schon wirklich keine schöne Sache, wird, wenn dann auch noch ein Kind oder mehrere da sind, der leider oft der Scheidung vorhergehende "Rosenkrieg" auf den Rücken der Kinder ausgetragen. Jeder hat in seinem Bekannten- und Freundeskreis sicher das eine oder andere Beispiel für diese einem als Außenstehenden einfach nur traurig machende Tatsache.

Der nun hier von der "Telepool" im Vertrieb der "KNM" auf DVD an den Start gebrachte Film "Vaterherz" nimmt sich ohne großem Pathos und sehr einfühlsam diesem nicht leichten Thema an. Der am 17. Januar 2007 zum ersten Mal im Fernsehen gezeigte Film entstand im Auftrag des MDR durch die "Cinecentrum Film- und Fernsehproduktion". Das Drehbuch für den von Mai bis Juni 2006 in Erfurt und in Thüringen abgedrehten Film stammt von Ulrich del Mestre ("Traumschiff"). Gabi Kubach nahm bei dem mit durchweg sympathischen und mit deren Spiel überzeugenden Darstellern besetzten Film im Regiestuhl Platz.

Neben Maximilian Werner, der hier den zehnjährigen "Moritz" spielt und von der ersten Filmminute an mein Herz eroberte, sind auch noch Ursula Buschhorn ("Unser Charly"), Francis Fulton-Smith ("Ihr Auftrag, Pater Castell") oder auch Daniela Hoffmann ("Da kommt Kalle") neben noch vielen anderen mehr in dem Film zu erleben.

Buchstäblich wie ein Schlag aus heiterem Himmel trifft es den erfolgreichen Ingenieur "Oliver Berger" (Francis Fulton-Smith) als seine Frau "Lena" (Ursula Buschhorn) ihn verlässt. Bisher war er im festen Glauben, eine fast perfekte Ehe zu führen. Gut, er war sehr in seinem Job eingebunden und da kam das Familienleben schon mal etwas zu kurz, aber ist das Grund genug für seine Frau, alles hinzuschmeißen?

Viel Zeit, die Entscheidung seiner Frau zu hinterfragen, hat "Oliver" nicht, denn ausgerechnet jetzt steht eine berufliche Auslandsreise bevor und dann ist da auch noch der zehnjährige Sohn "Markus" (Maximilian Werner), um den er sich kümmern muss. Anfangs denkt er noch, der Doppelbelastung gewachsen zu sein und alles im Griff zu haben, auch hat er die Hoffnung, dass seine Frau zu ihm zurückkommen wird. Als er dann aber erfahren muss, dass diese die Scheidung und das Sorgerecht für den gemeinsamen Sohn Markus will, zerbricht er daran fast.

Mir gefällt an der in dem Film erzählten Geschichte, wie sie ohne Partei zu ergreifen oder zu moralisieren es dem Zuschauer überlässt, seine Sympathien und sein für und wider zu vergeben. Ich fühlte mich in meiner Beurteilung, auf wessen Seite ich mich schlagen soll, hin und her gerissen. Spätestens dann, wenn der von Maximilian Werner exzellent verkörperte "Moritz" mich mit einem Blick, dessen Traurigkeit mein Herz schneller schlagen ließ, anblickte, war alles andere egal und ich fühlte nur noch mit ihm und hoffte, dass seine Eltern wieder zueinanderfinden.

Der Film dieser Veröffentlichung findet sich auf einer DVD, die zur Aufbewahrung in einem Amaray-Case mit Wendecover liegt. Er hat eine Laufzeit von ca. 88 Minuten. Das Bild kommt dabei von der DVD im 16:9 Format zur Ansicht und zeigt meist angenehm warme und natürlich wirkende Farben in seinem Bild. Sowohl die Einstellungen der Schärfe als auch beim Kontrast bieten während der gesamten Wiedergabezeit gut gesetzte mittige Werte. Beschädigungen oder sonstige an dieser Stelle erwähnenswerte Unregelmäßigkeiten fielen mir nicht auf.

Die mit animierten Filmszenen und Musik gestalteten DVD-Menüs sind übersichtlich und gut bedienbar. Aus dem sich öffnenden Hauptmenü heraus lässt sich über "Film Starten" mit der Wiedergabe beginnen. In Form kleiner animierter Fenster werden zwölf im Film gesetzte "Kapitel" aufgezeigt. Über "Einstellungen" gelangt man zu den audiovisuellen Angeboten. Extras finden sich leider keine auf der vorliegenden DVD.

Tonbewertung:

Hier bin ich rundum zufrieden. Unmittelbar mit dem Einlegen der DVD in den Player wird angeboten, die Wiedergabe als Hörfilmfassung für Blinde und Sehbehinderte zu starten. Zudem werden von der DVD auch noch auf Wunsch einblendbare, gut lesbare deutsche Untertitel für Hörgeschädigte und Gehörlose aufzeigt. Der eigentliche deutsche Dolby digital 2.0 Filmton bietet eine gute Verständlichkeit aller Darsteller und ist sowohl vom Volumen als auch Klang durchweg stimmig abgemischt.

Gesamteindruck:

Mir hat dieser Film ausgezeichnet gefallen. Er wirkt, obwohl er schon berührt und nahe geht, niemals schwulstig oder peinlich. Eine großartige Darstellercrew und gelungene Umsetzung der DVD, die eigentlich nur einige Extras vermissen lässt, lassen mich für diese Veröffentlichung der "Telepool" im Vertrieb der "KNM" gerne eine Empfehlung aussprechen.
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Vaterherz
Vaterherz von Gabi Kubach (DVD - 2014)
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