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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Entsetzliche Wahrheit
Erstaunlich widerwärtig stellt sich der historische Background dar, den dieser Thriller der ruhigen aber blutigen Art ins 21. Jahrhundert projiziert. Da musste ich doch selbst mal Google bemühen und war überrascht, was sich dann auf vielen Webseiten und auch in Wikipedia findet. Das sollte aber jeder selbst auf sich einwirken lassen, daher hier keine...
Vor 7 Monaten von Peer.Gynt veröffentlicht

versus
5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zulu ! Zumutung! Zum Vergessen.
Erst kürzlich las ich, wie erdrutschartig die Verkaufszahlen an Kinotickets in den letzten Jahren nach unten gehen.
Sicherlich liegt das an der grossen Konkurrenz im Heimkinosektor, und an den neuen medialen Unter haltungsmöglichkeiten.
Sicherlich liegt es aber auch daran, dass dem einigermaßen reflektierten Zuschauer regelmäßig...
Vor 1 Monat von RUMBURAK veröffentlicht


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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Entsetzliche Wahrheit, 1. November 2014
Von 
Peer.Gynt (Gudbrandsdal) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zulu [Blu-ray] (Blu-ray)
Erstaunlich widerwärtig stellt sich der historische Background dar, den dieser Thriller der ruhigen aber blutigen Art ins 21. Jahrhundert projiziert. Da musste ich doch selbst mal Google bemühen und war überrascht, was sich dann auf vielen Webseiten und auch in Wikipedia findet. Das sollte aber jeder selbst auf sich einwirken lassen, daher hier keine Spoiler!

Dass Orlando Bloom an erster Stelle der Darstellerliste steht machte mich zunehmend stutzig, da vor allem Forest Whitaker (den ich persönlich nicht unbedingt mag) das zentrale Element der Story ist. Orlando Bloom als Brian Epkeen ist eher der schrille Gegenpart zum ruhigen, tiefsinnigen und rätselhaften Ermittler Ali "Zulu" Sokhela, der nach einem Kindheits-Trauma 40 Jahre lang eigentlich immer neben sich steht und versucht als Ermittler der Mordkommission seinem ansonsten freudlosen Leben einen Sinn zu geben. In dieser Rolle gefällt er mir viel besser als in "Der Butler" und ist sicher die bessere Wahl als der ursprünglich vorgesehene Djimon Hounsou ("Blood Diamond"). Leider passt die Synchronstimme von Tobias Meister (Brat Pitt, Gary Sinise, Jack Black, etc.) nicht mehr wirklich zum erschlankten und gealterten Whitaker.

Der Film ist trotz ruhiger Erzählweise erstaunlich kurzweilig, weil ein wenig puzzleartig mit kurzen Takes innerhalb der ersten 12 Minuten die Charaktere und ihre Hintergründe kurz aber ausführlich dargestellt werden. Dieser Takt wird auch im restlichen Film meist beibehalten, wodurch frühzeitig klar wird, dass da noch was größeres kommen muss. Und das tut es.

Ganz toll finde ich die Bildsprache und Schnittfolge, bei der neben detaillierten Nahaufnahmen auch gerne mal etwas Distanz benutzt wird, also z.B. eine Totale oder sogar Fern- und Vogelperspektiv-Aufnahmen verwendet werden, also nicht ein hin und her zwischen zwei Kameraführungen sondern ein umfassender Überblick mit verschiedenen Blickwinkeln. So hat man auch etwas von der beeindruckenden südafrikanischen Kulisse.

Dies ist kein Action-Blockbuster sondern ein dramatischer Thriller vor dem Hintergrund der noch jungen Freiheit und dem Bestreben nach einer friedlichen Koexistenz von Schwarz und Weiß in Südafrika mit wirklich guten Schauspielern und hervorragender Kamera. Sehenswert!
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehenswertes und schonungsloses Abbild einer traurigen Wirklichkeit, 12. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Zulu (DVD)
Der "Zulu" Ali Sokhela (gespielt von Forest Whitaker) erlebt in Kinderjahren die schrecklichen Auswirkungen der Gewalt in Zeiten der Apartheit, die viele Jahre Schwarzafrikaner in Südafrika unterdrückte, am eigenen Leib mit. Viele Jahre später bekämpft er als Chef der Mordkommission in Kapstadt den Sumpf des Verbrechens in den Townships. Die Metropole ist von der Gewalt von sich bekriegenden Gangs sowie des auch nach Ende der Apartheit immer noch vorherrschenden Rassismus geprägt, was Sokhela jedoch nicht daran hindert, an seiner gemäßigten und versöhnlichen Art, vor allem im Bezug auf das Verhältnis zwischen Weißen und Schwarzen, festzuhalten.
Als er mit seinem draufgängerischen, oft alkoholisierten jedoch hochklassig talentieren Kollegen Brian Epkeen (Orlando Bloom) den grausamen Mord an einer Studentin aufklären soll, überschlagen sich die Ereignisse. Denn es handelt sich hier um weit mehr als einen Routinefall. Eine eigenartige neue Droge scheint im Umlauf und eine weitere Frau wird tot aufgefunden. Dazu verschwinden überall in den Townships Kinder spurlos. Ali und Brian wird bald klar, dass sie mit ihren Ermittlungen in ein Wespennest der Gewalt gestochen haben...

Regisseur Jérôme Salle zeichnet in diesem intensiven, eindringlichen und brutalen Thriller ein Abbild einer zutiefst traurigen Realität. Nämlich der, die man in den südafrikanischen Townships auch heute noch, viele Jahre nach dem vermeintlichen Ende einer überholten, rassistischen und brutalen Gesellschaftsordnung, vorfindet.
Der Plot - an sich erst einmal eine klassische Krimi-Handlung, bei der ein Ermittlerteam einen Mordfall aufklären soll - ist angesiedelt vor der Kulisse Kapstadts und wird ummantelt von einer ganz eigenen Atmosphäre - einer bedrückenden Aura, die man als Zuschauer förmlich spürt.
Musikalisch von einem minimalistischen und damit absolut gelungenen und passenden Soundtrack untermalt, nähert sich die Geschichte schleichend und doch mit einer unaufhaltsamen Sogwirkung ihrer dramatischen und tragischen Zuspitzung. Die drohende Gewalt und allgegenwärtige Angst bleiben die ständigen Begleiter in diesem Film. Sie schüren eine grandiose Spannung und entladen sich immer wieder in brutalen und unvorhersehbaren Ereignissen.
"Zulu" bleibt wendungsreich bis zum allesentscheidenden und mitreißend in Szene gesetzten Showdown.

Besonders hervorgehoben werden muss die schauspielerische Leistung von Forest Whitaker und Orlando Bloom. Letzterer verdient sich hier erstmals durch eine wahrlich ernste, tiefsinnige und v.a. überraschend fiese Rolle seine Lorbeeren, Ersterer ist als einer der Größten seines Fachs einfach eine großartige Bereicherung (für jeden Film). Auch für "Zulu", in dem er sehr subtil und nachvollziehbar echte Emotionen mit nur wenigen Gesichtsausdrücken transportieren kann. Whitaker mimt den Bantu Ali Sokhela, der mit seiner Nelson Mandela nicht unähnlichen Weltanschauung zunehmend an der grausamen Wirklichkeit verzweifelt, so dermaßen gut, dass er für mich ein Oskar-Kandidat ist.

Das FSK 18-Signet trägt der Film zurecht. Die Darstellung der exzessiven und teilweise auch barbarischen Gewalt ist nichts für schwache Nerven und erst recht nichts für Minderjährige. Dennoch kommt einem der Film nicht voyeuristisch vor, vielmehr entfaltet er durch die explizite Darstellungsweise eine eher abschreckende Wirkung. Ein Film als Stilmittel der Kunst sollte zudem nicht weniger grausam sein, als es die Wirklichkeit ist, sofern schnelle Kameraschnitte wie in diesem Fall dem Zuschauer das Schlimmste nicht allzu lange zumuten.
Ohnehin rührt die Grausamkeit in "Zulu" nicht einzig und allein von den physischen Gewaltszenen her, sondern speist sich insbesondere auch aus der oben angesprochenen psychischen Extremsituation, in der sich Protagonisten wie Zuschauer hier wiederfinden.

Warum also "nur" vier Sterne?
Mit dem Ende per sé konnte ich gut leben. Die Entwicklung Sokhelas bis zur allerletzten Konsequenz wird im Verlauf des Films nachvollziehbar und berührend herausgearbeitet und verdient ein Extralob.
Ich jedoch war unterm Strich mit der Hintergrundhandlung rund um diese neue Droge als Bestandteil eines perfiden, rassistischen und breit angelegten Euthanasie-Plans, enttäuscht. Erhofft hatte ich mir nach Ansehen des Trailers eine genauere Beleuchtung speziell der Auswirkungen der Apartheit auf die heutige südafrikanische Gesellschaft. Diese bleibt aber weitestgehend nur angedeutet und macht Platz für diesen fiktiven und gleichzeitig sicherlich sehr polarisierenden und weitreichenden Subplot, der mir in der Ausführung dann doch fast zu klischeehaft vorkam.
Die großartigen Charakterzeichnungen sowie die erstklassige Kulisse und Aufmachung dieses Thrillers hätten diese für mich etwas zu hoch gegriffene Massenmord-Thematik nicht zwingend nötig gehabt. Weniger wäre mehr gewesen.

Insgesamt war ich allerdings sehr angetan von "Zulu". Er ist ein sehenswertes Plädoyer für Vergebung und Aussöhnung, sowie ein eindrucksvolles Statement gegen Hass und Gewalt, hält den Zuschauer immer in Atem und brennt sich durch seine intensiven Bilder definitiv in den Gedächtnissen ein.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein packender Action-Thriller !, 28. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Zulu [Blu-ray] (Blu-ray)
"ZULU" ist einer der bildgewaltigsten, packendsten, brutalsten und eindringlichsten Action-Thriller der letzten Jahre über Gewalt, Drogen und Rassismus in Südafrika, der mit "Oscar-Preisträger Forest Whitaker und Hollywood-Star Orlando Bloom eine hochkarätige Besetzung zu bieten hat, was sicherlich auch der ausgezeichneten Regie von Jerome Salle zu verdanken ist.

Ali Sokhela (Forest Whitaker) im neuen Südafrika zum Polizeichef aufgestiegen, aber immer noch unter schwerwiegenden Erlebnissen seiner Vergangenheit leidend, untersucht mit einem seiner Kollegen, Brian Epkeen, Sohn eines eisernen Nationalisten - beziehungsunfähig, versoffen und sexsüchtig - den Mord an einer jungen Frau. Nach scheinbar einvernehmlichem Beischlaf, dies ergibt die Obduktion der Leiche und der Feststellung, dass das Opfer die neue Designerdroge "Tik" genommen hatte, werden im entsprechenden Milieu die Ermittlungen aufgenommen. Doch die Hintergründe dieses Mordes führen zurück in die Vergangenheit, in die Zeit des Apartheid-Regimes, als etliche Weißen, ihre Macht schamlos ausnutzen konnten. Je weiter die Polizisten in ihren Ermittlungen fortschreiten, desto gefährlicher werden die Folgen für sie selbst, ihre Kollegen und ihre Angehörigen...

"ZULU", nach dem Roman von Caryl Ferey, ist eine Geschichte über Vergebung, die einen völlig anderen Verlauf nimmt und in Vergeltung mündet. Es ist ein Film über den Schatten, den die strikte Rassentrennung in Südafrika mit einer weitgehend entmachteten schwarzen Bevölkerung noch heute wirft. Den exellenten Thriller kann man auch als eine spannende Ergänzung zum erfolgreichen Biopic über Nelson Mandela sehen.
Dazu bietet der Film mit Whitaker und Bloom zwei Top-Protagonisten auf, Whitaker mit einer widerum wie gewohnt ausdrucksstarken, souveränen Leistung, mit den besten Szenen mit seiner für ihn über alles geliebten Mutter, oder in denen er sich immer mehr fragen muß, ob die Versöhnung der Rassen nicht ein unerfüllbarer Traum ist - und Bloom sah man schon lange nicht mehr so hervorragend. Er beeindruckt besonders in seinen stark körperlich dargestellten Action-Szenen und wenn er versucht, seine eigenen inneren Dämonen zu bekämpfen...

Die Bluray-Version glänzt mit erstklassigem Bild und einem astreinen Dolby Digital 5.1 Ton. Großartige Extras bieten ein sehr ausführliches Making-Of, ein Premieren-Special und ein interessantes Interview mit Orlando Bloom.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk, das man gesehen haben muss., 28. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Zulu (DVD)
In dem Film Zulu wird das Leben der Polizisten in Kapstadt thematisiert. Allerdings hat dieses Leben nichts Romantisches an sich. Auch nach dem Ende der Apartheit sind noch lange nicht alle Erlebnisse verarbeitet, können sie auch gar nicht. Schonungslos werden die beiden Hauptcharaktere mit ihren eigenen Vergangenheiten konfrontiert und man sieht hilflos dabei zu, wie zwei offensichtlich gebrochene Männer, versuchen ihr Leben zu leben. Die drastische Darstellung von Gewalt verdeutlicht was auch heute noch in Kapstadt los ist und warum sie mit zu den gewalttätigsten Städten der Welt zählt. Die beiden Hauptdarsteller Forest Whitaker und Orlando Bloom liefern hier ihr Glanzstück ab und überzeugen als Polizisten, die jeweils mit ihren eigenen Dämonen der Apartheit kämpfen müssen. Der Gesamtspieldauer beträgt 111 Minuten, die ruhig aber keineswegs langatmig erzählt werden. Das Bild mit 16:9 ist toll und der Ton mit 5.1 haut einem die harten Klänge geradezu in den Schädel. Der Film hallt lange nach, macht nachdenklich und lädt zur Eigenrecherche ein.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die bösen Geister der Vergangenheit..., 1. Dezember 2014
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Zulu (DVD)
"Zulu" ist ein 2013 realisierter, sehr harter Thriller des Franzosen Jerome Salle, der sich bereits mit "Anthony Zimmer" und "Largo Winch" einen Namen gemacht hat. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Caryl Ferey, der die Ermittlungen von drei Polizeikommissaren in Kapstadt beschreibt - dort untersuchen sie mehrere Mordälle, bei denen sie ehemaligen Mitgliedern eines Geheimprojekts auf die Spur kommen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben Mittel zu finden, um die schwarze Bevölkerung zu dezimieren. Die Mordserie steht damit im möglichen Zusammenhang mit dem einst von der Apartheitspolitik initierten, militärischen Forschungprojekt "Project Coast". Der schwarze Kriminalkommissar Ali Sokhela (Forest Whittaker) ist ebenfalls ein Opfer des Rassenhasses in Südafrika, er schleppt ein schwerwiegendes Schicksal seit seiner Jugend mit sich herum. Damals wurde er als Teenager von einer wütenden Bande so derart misshandelt, dass bleibende Schäden an den Genitalien blieben. Seine Kollegen Brian Epkeen (Orlando Bloom) und Dan Fletcher (Conrad Kemp) schätzen den besonnenen Mann aber sehr. Die drei untersuchen den Tod einer gewissen Nicole Weiss. Die Tochter eines Prominenten wurde in einem botansichen Garten in Kapstadt erschlagen aufgefunden. Alles scheint auf ein Sexualdelikt oder einen Mord im Drogenmilieu hinzudeuten, doch die Ermittlungen werden immer verzwickter und undurchschaubarer. Während Sokhela häufig Prostituierte aufsucht, mit denen er "nur" Streicheleinheiten austauschen kann, hat sich Epkeens Ehefrau Ruby (Inge Beckmann) nachdem sie ihren Mann verließ mit dem Zahnarzt Rick (Dean Slater) eingelassen. Sohnemann David (Sven Ruygrok) gibt dem öfters alkoholisierten und treulosen Vater Schuld am Scheitern der Ehe. Der dritte im Bunde, Dan Flecher, ist noch etwas unerfahren. Seine krebskranke Frau Claire(Tinarie van Wyk Loots) hat derzeit mit den Nebenwirkungen der Chemotherapie zu kämpfen. Ihre Ermittlungen führen zu einem gewissen Stan (Christian Bennett), einem Drogendealer, den sie am Strand finden wollen. Diese Suche am Strand wird für die drei Männer zur Schicksalsstunde, denn sie werden von Drogendealern angegriffen VORSICHT SPOILER und nur zwei überleben das dort stattfindende Massaker. Im weiteren Verlauf fügt sich auch das Verschwinden von Straßenkindern aus dem Townships zu diesem Fal - immer mehr nähern sich die Ermittler den Machenschaften des fiesen Frank de Beer (Regardt van den Bergh) und dem Wissenschaftler Oppermann (Patrick Lyster), die sich immer noch mit Hingabe das Projekt "Project Coast" widmen...und damit filmisch sehr verwandt sind mit den Altnazis aus Deutschland, die immer noch im Ausland an der Herrschaft der Herrenrasse arbeiten. Wer Filme wie "Die Akte Odessa" oder "The boys from Brazil" mag, der wird bei "Zulu" möglicherweise ein Comeback dieser Art von Filmen erleben. Leider haben einige Kritiker die Handlung etwas kritisiert und als klischeebehaftet und konstruiert abgetan. Sie hatten leider keine Freude an dieser Überzeichnung der Geschichte. Mir hat sie aber gerade deswegen sehr gut gefallen - wenn man ein realistischeres Bild von Südafrikas Apartheit im Film will, dann sollte man vielleicht auf "Bang Gang Club" oder Eastwoods "Invictus" zurückgreifen. Sehr gut fand ich auch die Schauspielerleistung von Forest Whittaker, der mir mit seinem pessimistischen Gesichtsausdruck nicht immer gefällt, aber hier ist er die perfekte Besetzung und Orlando Bloom erweist sich zum ersten Mal nach Legolas als positive Überraschung. Der Film ist sehr brutal, was aber dramaturgisch den guten Eindruck des düsteren Thriller - trotz vornehmlich heller Location- sehr gut passt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr krasser..., 23. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Zulu (DVD)
...SA-Krimi. (Süd-Afrika)
Orlando Bloom ist nie mein Mann gewesen. Aber als abgehalfterter Junky-Bulle sensationell.

Der spektakulär abgemagerte Forest Steven Whitaker hat mich sehr beeindruckt.
Wie immer, überträgt er seinen Figuren höchste, emotionale Dichte und eine sagenhafte Wirkung.
Er kann Angst "machen". (Der Letzte König Von Schottland).
Einsam sein: "Der Weg des Samurai".
Lächerlich bis zur Unkenntlichkeit um Liebe betend: "Pret-a-Porter".

Allerdings muss ich zugeben, Bloom und Whitaker brillieren hier zusammen.

Es ist ein sehr harter Film. Eine böse Geschichte mit fragwürdigem Ausgang. Zu Recht.
Sagenhaft lakonisch in Szene gesetzt. Traurig und gleichzeitig spiegelnd.

Wer ist hier die unkorrekte Sau.

Man könnte mehr erzählen. Schaut den Film!
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vergangenheit, die nicht vergehen will, 10. Mai 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Zulu (DVD)
Südafrika 1978: Ein schwarzer Junge hat Schreckliches erlebt und wird von Hunden gehetzt. Südafrika 2012: Die Apartheit ist längst vorbei, aus dem Jungen ist ein Mann geworden. Ali Sokhela (Forest Whitaker) ist inzwischen Polizeichef von Kapstadt. Was er als Kind erlebt hat, wird der Film erst später zeigen. Er und seine Kollegen Brian Epkeen (Orlando Bloom) und Dan Fletcher (Conrad Kemp) ermitteln in einem Mordfall. Eine junge Frau wurde am Strand bestialisch zugerichtet aufgefunden. Was zunächst nach einem Mord im Drogenmilieu aussieht, erweist sich als weitaus komplexer. Als der Drogendealer und mutmaßliche Mörder der Frau ebenfalls furchtbar zugerichtet tot aufgefunden wird, kommen die Polizisten langsam einer Verschwörung auf die Spur, die weit in die Vergangenheit reicht. Weiße Wissenschaftler arbeiteten an einer neuen Droge, die besonders gewaltbereit macht und zu Mord oder Selbstmord führt. Als die Droge auch bei Kindern in den Townships nachgewiesen werden kann, erkennt Sokhela den rassistischen Plan, der dahinter steckt. In einem extrem gewalttätigen Show-Down stellt Sokhela den Hauptverantwortlichen in der Wüste von Namibia. Besonders zynisch mutet an, dass eine der ersten Ermordeten nicht unähnliche Joggerin nur deshalb getötet wird, um Sokhela und seine Kollegen -vergeblich- auf eine falsche Spur zu locken.

Selten ist eine Analyse der südafrikanischen Gesellschaft der Post-Apartheitsära -der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Caryl Ferey- derart pessimistisch ausgefallen. Zunächst bekennt sich Sokhela zur Arbeit der Wahrheits- und Versöhnungskommission - da weiß der Zuschauer noch gar nicht, was er als Kind erleiden musste, was er sogar seiner Mutter verschwiegen hat. In einem der ruhigeren Momente, als Sokhela gedankenverloren eine Prostituierte streichelt, erahnt der Zuschauer, wie sehr es unter seiner ruhigen Oberfläche brodelt. Ist ein Zusammenleben zwischen Weißen und Schwarzen überhaupt möglich? Wird die Versöhnungsgeste von manchen Rassisten nicht als Schwäche ausgelegt, vielleicht sogar Ansporn, genauso weiterzumachen wie bisher? Selbst Sokhelas Vorgesetzter, der seine Karriere gefördert hat, ist Teil der alten Elite, die gar nicht wirklich eine Gleichberechtigung der Nicht-Weißen will. Epkeens Vater war tief verstrickt in die Machenschaften der Apartheitspolitik. Vielleicht ein Grund dafür, dass Epkeen nicht ganz Tritt findet in seinem Leben? Zunehmend wird der Film gewalttätiger und hat nicht ohne Grund keine Jugendfreigabe erhalten. Eine der wenigen uneingeschränkt sympathischen Figuren wird unvermittelt auf besonders bestialische Weise abgeschlachtet. Viele Menschen sind einfach zur falschen Zeit am falschen Ort.
Man könnte natürlich darüber mäkeln, dass die Figuren von Epkeen und Fletcher nicht frei von Klischees sind. Orlando Bloom gibt sich erkennbar viel Mühe, mit seinem Sonnyboy- Image zu brechen. Ich habe ihn erst auf den zweiten Blick erkannt. Im Gegensatz zu Jude Law, der mit "Dom Hemingway" ebenfalls aus der Besetzungsschublade heraus möchte, steht ihm hier ein wesentlich ausgefeilteres Drehbuch zur Seite. Auch dass die neue Mitarbeiterin von Sokhela unvermittelt wieder aus der Handlung verschwindet, kann man bedauern. Und das zum Pathos neigende Ende wird nicht nach jedermanns Geschmack sein. Und ging es nicht vielleicht ein bisschen weniger reißerisch? Mussten die Polizisten ohne Verstärkung in das Wespennest eindringen? Der Grund, warum ich allerdings ohne Wenn und Aber fünf Sterne vergebe, ist die herausragende Leistung von Forest Whitaker, der mit minimalistischem Spiel die ganze Tragik eines in Südafrika aufgewachsenen Schwarzen darstellt. Vor allem seinetwegen bleibt der Film im Gedächtnis.
Normalerweise bin ich in Bezug auf explizite Gewaltdarstellung sehr skeptisch, hier halte ich sie für gerechtfertigt. "Es gehört zur Folter, dass sie sich in einem Klima der Heimlichkeit entfaltet. Diese Heimlichkeit und der allgemeine Wunsch ... von den Bildern der Folter verschont zu bleiben, arbeiten einander zu. Man will sich den Tag nicht durch Bilder... versauen lassen. ... Wo man sich der Folter zuwendet, kann man der menschlichen Phantasie bei der Arbeit zuschauen." (Willemsen, Der Knacks, S. 123). Unter diesem Aspekt wird der Zuschauer nicht verschont, um ihm gar nicht die Möglichkeit zu geben, sich emotional von den dargestellten Zuständen distanzieren zu können.

Fazit: Ein ultrabrutaler, beklemmender Thriller über die hässliche Fratze des Rassismus, nichts für schwache Nerven.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weit mehr als ein spannender Film, 19. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Zulu (DVD)
Weit über den in Südafrika noch immer wütenden Apartheits-Konflikt hinaus zeigt der Film anschaulich die generelle Handlungsfähigkeit des Menschen im Angesicht einer so erdrückenden Realität. Der Film studiert Charaktere, die aufgrund ihrer Vorerfahrung, Herkunft und ihres Schicksals zu ganz individuellen Konfliktlösungsstrategien finden. Dies ermöglicht dem Zuschauer einen weitreichenden Transfer auf generelle Handlungsfähigkeiten und -möglichkeiten und spiegelt anschaulich unsere eigenen Fähigkeiten oder eben Unfähigkeiten im Umgang mit immer deutlicher werdenden Konflikten, auch in unserer Gesellschaft, wieder. Die sich erweiternde Kluft zwischen Arm und Reich, die zunehmende Kriminalität, Ausgrenzung einzelner Gruppen und vieles mehr. Wir können resignieren und uns betäuben, wie Brian, wir können uns schonungslos stellen und unser Leben dem Kampf widmen, wie Ali, oder eben optimistisch und ehrgeizig beseelt uns selbst verwirklichen.
Vor diesem Hintergrund verschwinden filmische Ungereimtheiten oder fehlende Spannungsmomente (siehe vorhergehende Rezensionen).
Der Film ist eine bewundernswerte Charakterstudie, alle Schauspieler, die das hier so großartig umgesetzt haben, sind Oskarverdächtig.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen knapp vor den 5 Sternen, 14. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Zulu [Blu-ray] (Blu-ray)
In Kapstadt wird die Leiche einer 20jährigen Frau gefunden. Alles sieht zunächst wie ein Routine-Fall aus. Mordkommissionschef Ali Sokhela erkennt jedoch sehr schnell, das hier deutlich mehr dahinter steckt, Gemeinsam mit seinem Freund und Kollegen Brian findet er heraus, dass neben den üblichen Dealern auch alte Regierungsmitglieder aus Zeiten der Apartheid in die Sache verwickelt sind und das sich hinter allem deutlich mehr verbirgt als nur eine weitere Drogentote. Dann geschehen weitere Morde und auch ein Kollege der beiden Cops muss dran glauben. Nun wird die Sache persönlich und die beiden begeben sich in höchste Gefahr.

Was zunächst wie ein 0815-Streifen aussieht, entwickelt sich im Laufe der extrem kurzweiligen 110 Minuten zu einem spannenden Thriller, in dem insbesondere Forest Whittaker eine absolut brillante Leistung abliefert, auch wenn man sich an seinen extremen Gewichtsverlust erst einmal gewöhnen muss.

Was sich hinter der ganzen Sache verbirgt, bekommt der Zuschauer auch erst im Laufe des Films mit, so das er praktisch immer auf den gleichen Stand wie die Cops ist, was dem ganzen zusätzliche Spannung verleiht.

Man muss ZULU allerdings 20 Minuten Zeit geben, bevor er richtig in Fahrt kommt, auch weil man sich, und das ist lobenswert, um Charakterzeichnung bemüht. Die Wende stellt hierbei die Szene am Strand dar.

Das Einbauen der Apartheid-Problematik und die Geschichte von Ali und seinem damit verbundenen „Problem“ (will jetzt nicht spoilern) erweisen sich zudem als Glücksfall, weil sich beide Dinge perfekt in die Rahmenhandlung einfügen.

So ist ZULU ein ungewöhnlicher Streifen, mit einer ungewöhnlichen Auflösung, in einer ungewöhnlichem Umgebung. Für mich ein absoluter Geheimtipp. (videotie.de)
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Film des Monats oder Halbjahres 2014, 31. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Zulu (DVD)
„Zulu“ basiert auf dem gleichnamigen Bestseller des französischen Autors Caryl Ferey und wurde von Regisseur Jérôme Salle („Largo Winch“) für die große Leinwand adaptiert. Die Musik stammt aus der Feder des bereits für sechs Oscars nominierten Komponisten Alexandre Desplat („The King’s Speech“, „Argo“). Seine internationale Premiere feierte der eindringliche Action-Thriller vergangenes Jahr als Abschlussfilm der Festspiele in Cannes. Es ist ein harter und kompromissloser Politthriller geworden über ein Südafrika, dass die Apartheid längst noch nicht überwunden hat und dessen Schere zwischen Reichtum und Armut immer weiter auseinandergeht. In den Hauptrollen sind Forest Whitaker und Orlando Bloom zu sehen.
Bildgewaltig und brutal: Ein packender, eindringlicher Action-Thriller über Gewalt, Drogen und Rassismus in Südafrika. Gerad die erste Dreiviertelstunde ist perfekt. Gewalt, Sex und politisches Drama – so sollen Filme bitteschön sein. Das Prädikat besonders wertvoll ist verdient, und selten für einen so gewalttätigen Film.
Bewertung bei Maschseeperlen.de: 10/10 Punkten
Spannung: 3/4 - Action: 3/4 - Humor: 2/4 - Erotik: 2/4 - Anspruch: 3/4
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Zulu [Blu-ray]
Zulu [Blu-ray] von Jerome Salle (Blu-ray - 2014)
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