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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Entsetzliche Wahrheit
Erstaunlich widerwärtig stellt sich der historische Background dar, den dieser Thriller der ruhigen aber blutigen Art ins 21. Jahrhundert projiziert. Da musste ich doch selbst mal Google bemühen und war überrascht, was sich dann auf vielen Webseiten und auch in Wikipedia findet. Das sollte aber jeder selbst auf sich einwirken lassen, daher hier keine...
Vor 1 Monat von Peer.Gynt veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen Schonungslose Kälte
"Zulu" beschreibt schonungslos die harte und kalte Realität in einigen Bezirken des heutigen Kapstadt. Wie viel vom Gezeigten tatsächlich auf Fakten beruht, wie viel Fiktion ist, vermag ich nicht zu beurteilen, weshalb ich mich auf Machart, Stimmung und Wirkung des Films konzentrieren möchte.

Der Thriller ist zwar spannend, aber doch eher nur...
Vor 3 Tagen von MK veröffentlicht


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Entsetzliche Wahrheit, 1. November 2014
Von 
Peer.Gynt (Gudbrandsdal) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zulu [Blu-ray] (Blu-ray)
Erstaunlich widerwärtig stellt sich der historische Background dar, den dieser Thriller der ruhigen aber blutigen Art ins 21. Jahrhundert projiziert. Da musste ich doch selbst mal Google bemühen und war überrascht, was sich dann auf vielen Webseiten und auch in Wikipedia findet. Das sollte aber jeder selbst auf sich einwirken lassen, daher hier keine Spoiler!

Dass Orlando Bloom an erster Stelle der Darstellerliste steht machte mich zunehmend stutzig, da vor allem Forest Whitaker (den ich persönlich nicht unbedingt mag) das zentrale Element der Story ist. Orlando Bloom als Brian Epkeen ist eher der schrille Gegenpart zum ruhigen, tiefsinnigen und rätselhaften Ermittler Ali "Zulu" Sokhela, der nach einem Kindheits-Trauma 40 Jahre lang eigentlich immer neben sich steht und versucht als Ermittler der Mordkommission seinem ansonsten freudlosen Leben einen Sinn zu geben. In dieser Rolle gefällt er mir viel besser als in "Der Butler" und ist sicher die bessere Wahl als der ursprünglich vorgesehene Djimon Hounsou ("Blood Diamond"). Leider passt die Synchronstimme von Tobias Meister (Brat Pitt, Gary Sinise, Jack Black, etc.) nicht mehr wirklich zum erschlankten und gealterten Whitaker.

Der Film ist trotz ruhiger Erzählweise erstaunlich kurzweilig, weil ein wenig puzzleartig mit kurzen Takes innerhalb der ersten 12 Minuten die Charaktere und ihre Hintergründe kurz aber ausführlich dargestellt werden. Dieser Takt wird auch im restlichen Film meist beibehalten, wodurch frühzeitig klar wird, dass da noch was größeres kommen muss. Und das tut es.

Ganz toll finde ich die Bildsprache und Schnittfolge, bei der neben detaillierten Nahaufnahmen auch gerne mal etwas Distanz benutzt wird, also z.B. eine Totale oder sogar Fern- und Vogelperspektiv-Aufnahmen verwendet werden, also nicht ein hin und her zwischen zwei Kameraführungen sondern ein umfassender Überblick mit verschiedenen Blickwinkeln. So hat man auch etwas von der beeindruckenden südafrikanischen Kulisse.

Dies ist kein Action-Blockbuster sondern ein dramatischer Thriller vor dem Hintergrund der noch jungen Freiheit und dem Bestreben nach einer friedlichen Koexistenz von Schwarz und Weiß in Südafrika mit wirklich guten Schauspielern und hervorragender Kamera. Sehenswert!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die bösen Geister der Vergangenheit..., 1. Dezember 2014
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Zulu (DVD)
"Zulu" ist ein 2013 realisierter, sehr harter Thriller des Franzosen Jerome Salle, der sich bereits mit "Anthony Zimmer" und "Largo Winch" einen Namen gemacht hat. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Caryl Ferey, der die Ermittlungen von drei Polizeikommissaren in Kapstadt beschreibt - dort untersuchen sie mehrere Mordälle, bei denen sie ehemaligen Mitgliedern eines Geheimprojekts auf die Spur kommen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben Mittel zu finden, um die schwarze Bevölkerung zu dezimieren. Die Mordserie steht damit im möglichen Zusammenhang mit dem einst von der Apartheitspolitik initierten, militärischen Forschungprojekt "Project Coast". Der schwarze Kriminalkommissar Ali Sokhela (Forest Whittaker) ist ebenfalls ein Opfer des Rassenhasses in Südafrika, er schleppt ein schwerwiegendes Schicksal seit seiner Jugend mit sich herum. Damals wurde er als Teenager von einer wütenden Bande so derart misshandelt, dass bleibende Schäden an den Genitalien blieben. Seine Kollegen Brian Epkeen (Orlando Bloom) und Dan Fletcher (Conrad Kemp) schätzen den besonnenen Mann aber sehr. Die drei untersuchen den Tod einer gewissen Nicole Weiss. Die Tochter eines Prominenten wurde in einem botansichen Garten in Kapstadt erschlagen aufgefunden. Alles scheint auf ein Sexualdelikt oder einen Mord im Drogenmilieu hinzudeuten, doch die Ermittlungen werden immer verzwickter und undurchschaubarer. Während Sokhela häufig Prostituierte aufsucht, mit denen er "nur" Streicheleinheiten austauschen kann, hat sich Epkeens Ehefrau Ruby (Inge Beckmann) nachdem sie ihren Mann verließ mit dem Zahnarzt Rick (Dean Slater) eingelassen. Sohnemann David (Sven Ruygrok) gibt dem öfters alkoholisierten und treulosen Vater Schuld am Scheitern der Ehe. Der dritte im Bunde, Dan Flecher, ist noch etwas unerfahren. Seine krebskranke Frau Claire(Tinarie van Wyk Loots) hat derzeit mit den Nebenwirkungen der Chemotherapie zu kämpfen. Ihre Ermittlungen führen zu einem gewissen Stan (Christian Bennett), einem Drogendealer, den sie am Strand finden wollen. Diese Suche am Strand wird für die drei Männer zur Schicksalsstunde, denn sie werden von Drogendealern angegriffen VORSICHT SPOILER und nur zwei überleben das dort stattfindende Massaker. Im weiteren Verlauf fügt sich auch das Verschwinden von Straßenkindern aus dem Townships zu diesem Fal - immer mehr nähern sich die Ermittler den Machenschaften des fiesen Frank de Beer (Regardt van den Bergh) und dem Wissenschaftler Oppermann (Patrick Lyster), die sich immer noch mit Hingabe das Projekt "Project Coast" widmen...und damit filmisch sehr verwandt sind mit den Altnazis aus Deutschland, die immer noch im Ausland an der Herrschaft der Herrenrasse arbeiten. Wer Filme wie "Die Akte Odessa" oder "The boys from Brazil" mag, der wird bei "Zulu" möglicherweise ein Comeback dieser Art von Filmen erleben. Leider haben einige Kritiker die Handlung etwas kritisiert und als klischeebehaftet und konstruiert abgetan. Sie hatten leider keine Freude an dieser Überzeichnung der Geschichte. Mir hat sie aber gerade deswegen sehr gut gefallen - wenn man ein realistischeres Bild von Südafrikas Apartheit im Film will, dann sollte man vielleicht auf "Bang Gang Club" oder Eastwoods "Invictus" zurückgreifen. Sehr gut fand ich auch die Schauspielerleistung von Forest Whittaker, der mir mit seinem pessimistischen Gesichtsausdruck nicht immer gefällt, aber hier ist er die perfekte Besetzung und Orlando Bloom erweist sich zum ersten Mal nach Legolas als positive Überraschung. Der Film ist sehr brutal, was aber dramaturgisch den guten Eindruck des düsteren Thriller - trotz vornehmlich heller Location- sehr gut passt.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehenswertes und schonungsloses Abbild einer traurigen Wirklichkeit, 12. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Zulu (DVD)
Der "Zulu" Ali Sokhela (gespielt von Forest Whitaker) erlebt in Kinderjahren die schrecklichen Auswirkungen der Gewalt in Zeiten der Apartheit, die viele Jahre Schwarzafrikaner in Südafrika unterdrückte, am eigenen Leib mit. Viele Jahre später bekämpft er als Chef der Mordkommission in Kapstadt den Sumpf des Verbrechens in den Townships. Die Metropole ist von der Gewalt von sich bekriegenden Gangs sowie des auch nach Ende der Apartheit immer noch vorherrschenden Rassismus geprägt, was Sokhela jedoch nicht daran hindert, an seiner gemäßigten und versöhnlichen Art, vor allem im Bezug auf das Verhältnis zwischen Weißen und Schwarzen, festzuhalten.
Als er mit seinem draufgängerischen, oft alkoholisierten jedoch hochklassig talentieren Kollegen Brian Epkeen (Orlando Bloom) den grausamen Mord an einer Studentin aufklären soll, überschlagen sich die Ereignisse. Denn es handelt sich hier um weit mehr als einen Routinefall. Eine eigenartige neue Droge scheint im Umlauf und eine weitere Frau wird tot aufgefunden. Dazu verschwinden überall in den Townships Kinder spurlos. Ali und Brian wird bald klar, dass sie mit ihren Ermittlungen in ein Wespennest der Gewalt gestochen haben...

Regisseur Jérôme Salle zeichnet in diesem intensiven, eindringlichen und brutalen Thriller ein Abbild einer zutiefst traurigen Realität. Nämlich der, die man in den südafrikanischen Townships auch heute noch, viele Jahre nach dem vermeintlichen Ende einer überholten, rassistischen und brutalen Gesellschaftsordnung, vorfindet.
Der Plot - an sich erst einmal eine klassische Krimi-Handlung, bei der ein Ermittlerteam einen Mordfall aufklären soll - ist angesiedelt vor der Kulisse Kapstadts und wird ummantelt von einer ganz eigenen Atmosphäre - einer bedrückenden Aura, die man als Zuschauer förmlich spürt.
Musikalisch von einem minimalistischen und damit absolut gelungenen und passenden Soundtrack untermalt, nähert sich die Geschichte schleichend und doch mit einer unaufhaltsamen Sogwirkung ihrer dramatischen und tragischen Zuspitzung. Die drohende Gewalt und allgegenwärtige Angst bleiben die ständigen Begleiter in diesem Film. Sie schüren eine grandiose Spannung und entladen sich immer wieder in brutalen und unvorhersehbaren Ereignissen.
"Zulu" bleibt wendungsreich bis zum allesentscheidenden und mitreißend in Szene gesetzten Showdown.

Besonders hervorgehoben werden muss die schauspielerische Leistung von Forest Whitaker und Orlando Bloom. Letzterer verdient sich hier erstmals durch eine wahrlich ernste, tiefsinnige und v.a. überraschend fiese Rolle seine Lorbeeren, Ersterer ist als einer der Größten seines Fachs einfach eine großartige Bereicherung (für jeden Film). Auch für "Zulu", in dem er sehr subtil und nachvollziehbar echte Emotionen mit nur wenigen Gesichtsausdrücken transportieren kann. Whitaker mimt den Bantu Ali Sokhela, der mit seiner Nelson Mandela nicht unähnlichen Weltanschauung zunehmend an der grausamen Wirklichkeit verzweifelt, so dermaßen gut, dass er für mich ein Oskar-Kandidat ist.

Das FSK 18-Signet trägt der Film zurecht. Die Darstellung der exzessiven und teilweise auch barbarischen Gewalt ist nichts für schwache Nerven und erst recht nichts für Minderjährige. Dennoch kommt einem der Film nicht voyeuristisch vor, vielmehr entfaltet er durch die explizite Darstellungsweise eine eher abschreckende Wirkung. Ein Film als Stilmittel der Kunst sollte zudem nicht weniger grausam sein, als es die Wirklichkeit ist, sofern schnelle Kameraschnitte wie in diesem Fall dem Zuschauer das Schlimmste nicht allzu lange zumuten.
Ohnehin rührt die Grausamkeit in "Zulu" nicht einzig und allein von den physischen Gewaltszenen her, sondern speist sich insbesondere auch aus der oben angesprochenen psychischen Extremsituation, in der sich Protagonisten wie Zuschauer hier wiederfinden.

Warum also "nur" vier Sterne?
Mit dem Ende per sé konnte ich gut leben. Die Entwicklung Sokhelas bis zur allerletzten Konsequenz wird im Verlauf des Films nachvollziehbar und berührend herausgearbeitet und verdient ein Extralob.
Ich jedoch war unterm Strich mit der Hintergrundhandlung rund um diese neue Droge als Bestandteil eines perfiden, rassistischen und breit angelegten Euthanasie-Plans, enttäuscht. Erhofft hatte ich mir nach Ansehen des Trailers eine genauere Beleuchtung speziell der Auswirkungen der Apartheit auf die heutige südafrikanische Gesellschaft. Diese bleibt aber weitestgehend nur angedeutet und macht Platz für diesen fiktiven und gleichzeitig sicherlich sehr polarisierenden und weitreichenden Subplot, der mir in der Ausführung dann doch fast zu klischeehaft vorkam.
Die großartigen Charakterzeichnungen sowie die erstklassige Kulisse und Aufmachung dieses Thrillers hätten diese für mich etwas zu hoch gegriffene Massenmord-Thematik nicht zwingend nötig gehabt. Weniger wäre mehr gewesen.

Insgesamt war ich allerdings sehr angetan von "Zulu". Er ist ein sehenswertes Plädoyer für Vergebung und Aussöhnung, sowie ein eindrucksvolles Statement gegen Hass und Gewalt, hält den Zuschauer immer in Atem und brennt sich durch seine intensiven Bilder definitiv in den Gedächtnissen ein.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weit mehr als ein spannender Film, 19. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Zulu (DVD)
Weit über den in Südafrika noch immer wütenden Apartheits-Konflikt hinaus zeigt der Film anschaulich die generelle Handlungsfähigkeit des Menschen im Angesicht einer so erdrückenden Realität. Der Film studiert Charaktere, die aufgrund ihrer Vorerfahrung, Herkunft und ihres Schicksals zu ganz individuellen Konfliktlösungsstrategien finden. Dies ermöglicht dem Zuschauer einen weitreichenden Transfer auf generelle Handlungsfähigkeiten und -möglichkeiten und spiegelt anschaulich unsere eigenen Fähigkeiten oder eben Unfähigkeiten im Umgang mit immer deutlicher werdenden Konflikten, auch in unserer Gesellschaft, wieder. Die sich erweiternde Kluft zwischen Arm und Reich, die zunehmende Kriminalität, Ausgrenzung einzelner Gruppen und vieles mehr. Wir können resignieren und uns betäuben, wie Brian, wir können uns schonungslos stellen und unser Leben dem Kampf widmen, wie Ali, oder eben optimistisch und ehrgeizig beseelt uns selbst verwirklichen.
Vor diesem Hintergrund verschwinden filmische Ungereimtheiten oder fehlende Spannungsmomente (siehe vorhergehende Rezensionen).
Der Film ist eine bewundernswerte Charakterstudie, alle Schauspieler, die das hier so großartig umgesetzt haben, sind Oskarverdächtig.
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4.0 von 5 Sternen Apartheid (Afrikaans für „Gesondertheit“) immernoch aktuell !?, 2. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Zulu [Blu-ray] (Blu-ray)
Ali Neuman (Forest Whitaker) entkam als Kind nur knapp einem Massaker, als er mit seiner Familie zwischen die Fronten der militanten Inkhata und Nelson Mandelas ANC geriet. Neuman ist heute Chef der Mordkommission in Kapstadt und scheint ein gutes Leben zu führen, doch seine Narben sind nur oberflächlich verheilt. Einer seiner Mitarbeiter ist Brian Epkeen (Orlando Bloom), ein unzähmbarer Weißer, dessen Familie einst für die Apartheid kämpfte, wovon sich Brian vehement distanziert. Gemeinsam arbeiten sie in einer Welt, deren Alltag von Bandenkriminalität, Drogenmissbrauch und Rassismus bestimmt wird. Als sie den Mord an zwei jungen Frauen aufklären sollen, geraten sie schnell in eine Spirale der Gewalt, in der ihre Gegenwart auf den Schmerz der Vergangenheit trifft. Denn die Schatten der Apartheid sind noch immer näher als gedacht…

Es sieht aus wie ein Mord im Drogenmilieu, als die blutüberströmte Leiche eines 20jährigen Mädchens gefunden wird. Doch Ali Sokehla, Chef der Mordkommission von Kapstadt, und sein Kollege Brian Epkeen stoßen dabei auf Machenschaften, die bis in die Zeiten des Apartheid-Regimes zurückreichen. Machenschaften, in die die Drahtzieher des alten Systems genauso verstrickt sind wie die Dealer der Townships. Je weiter sie in dieses Netzwerk vordringen, desto gefährlicher werden die Konsequenzen für sie selbst, ihre Kollegen und ihre Angehörigen. Dabei müssen sie sich auch ihren eigenen inneren Dämonen stellen…

Achtung Spoiler !!!

Kapstadt – 2013
Als Chef der Mordkommission bekommt es Ali (Forest Whitaker) mit dem Fall der brutal getöteten Nicole Weiss zu tun, deren Leiche im botanischen Garten gefunden wurde. Die beiden Kollegen, die ihm dabei zur Seite stehen, könnten unterschiedlicher nicht sein: Brian Epkeen (Orlando Bloom) streitet sich mit seiner Ex-Frau Ruby (Inge Beckmann), die jetzt mit einem wohlhabenden Zahnarzt liiert ist, wegen der Unterstützung für den gemeinsamen Teenager-Sohn. Sein Privatleben besteht aus One-Night-Stands mit jungen Schönheiten und diversen Begegnungen mit hochprozentigem Alkohol. Dan Fletcher (Conrad Kemp) dagegen hat ein inniges Verhältnis zu seiner krebskranken Frau Claire (Tinarie Van Wyk-Loots), sodass ihm gar nicht auffällt, dass die Rechercheurin Janet (Iman Isaacs) ihn anhimmelt. Alis einzige Bezugspersonen außerhalb der Arbeit sind seine Mutter Josephina (Nomhle Nkeniy) und die Prostituierte Maia (Chuma Sopotela). Und daran wird sich nichts ändern. Denn bei der Verfolgungsjagd vor 35 Jahren erlitt er Verletzungen, die ihm eine normale Beziehung unmöglich machen. Die Verwerfungen, die das Apartheid-Regime anrichtete, sind überall sichtbar. Ob in den Townships, wo Ali den heftigen Zweikampf zweier Straßenkinder unterbricht, oder im Polizeidezernat, dessen Leiter Kruger (Danny Keogh) früher Regimegegner folterte, um dann dank der Amnestiegesetze ungeschoren davonzukommen. Für Ali, der es mit Nelson Mandela hält, ist indes Verzeihen die oberste Devise. Aber seine Überzeugungen werden auf eine harte Probe gestellt.

Denn auf der Suche nach Nicoles Mörder stoßen die Cops auf kriminelle Machenschaften, die in die düsteren Zeiten der Rassentrennung zurückreichen. Bald stellt sich heraus, dass das getötete Mädchen Drogen im Blut hatte und vor ihrer Ermordung einen Nachtclub besuchte. Eine Tänzerin gibt Ali einen entscheidenden Hinweis: Nicole wollte sich in der Nacht ihres Todes mit einem Mann namens Stan (Christian Bennett) am Strand – einem Ort der Drogenszene – amüsieren. Als die drei Ermittler am Meer Ermittlungen anstellen, kommt es zum Fiasko: Sie werden von einer Gruppe bewaffneter Dealer überwältigt, die in einer Hütte ihr Lager aufgeschlagen haben. Dan wird erst verstümmelt und dann tödlich verletzt. Brian, der sich zuvor auf peinliche Weise entwaffnen ließ, erobert seine Pistole zurück, erschießt ein paar der Gangster und vertreibt den Rest. Der Angriff am Strand liefert zumindest einige Indizien: Unter den Habseligkeiten des Trupps waren auch einige Drogen der gleichen Art, wie sie im Blut von Nicole Weiss gefunden wurden. Laut Laboranalyse handelt es sich um einen synthetischen Stoff, der in hoher Dosierung zu mörderischer Aggressivität führt. – Wie mörderisch, das sehen die Ermittler an einem Tierversuch mit Mäusen. Janet wiederum hat bei ihren Recherchen herausgefunden, dass unweit der Strandhütte ein verlassenes Haus liegt, das von einer Briefkastenfirma auf den Cayman Islands gekauft wurde. Doch die Besitzer ließen sich nie blicken.

Was die Ermittler zu diesem Zeitpunkt nicht wissen: Unter den flüchtigen Dealern war auch der gesuchte Stan, der nun seinerseits von seinen Drahtziehern geschnappt wird, unter ihnen der bullige Weiße De Beer (Regart Van Den Bergh). Unter Folter gesteht Stan, wie er Nicole umbrachte: Sie bekam etwas von der Designer-Droge ab und geriet dann außer Kontrolle, so dass er sie in Selbstverteidigung erschlug.
Brian untersucht die leerstehende Villa und entdeckt dort Verpackungen der Droge. Vor dem Haus trifft er die attraktive Judith (Roxanne Prentis), die aus der Gegend stammt. Auf dem Revier identifiziert sie einen Geländewagen, den sie vor dem Haus gesehen hat. Der offizielle Termin hat noch eine angenehme Kehrseite: Cop und Zeugin verbringen eine Nacht zusammen – aber nicht mehr als das, denn Judith hat eine feste Beziehung. Ali wiederum versucht die Straßenkids ausfindig zu machen, deren brutale Prügelei er vor kurzem stoppte. Einer der Jungen ist seinen Verletzungen erlegen, hält aber noch den Behandlungsschein einer kleinen Township-Klinik in der Hand. In der Krankenstation erfährt Ali, dass alle Straßenkinder seit einiger Zeit spurlos verschwunden sind. Er setzt jetzt auf die Hilfe seiner Mutter, um den zweiten Jungen aufzuspüren.

Dann überschlagen sich die Ereignisse: Am Strand wird eine zweite Mädchenleiche entdeckt – eine Botschaft auf Zulu in die Haut geritzt, in ihrer Hand ein Büschel Haare, das offenbar von ihrem Mörder stammt. Wenig später erhalten die Polizisten ein unerwartetes Paket: den Kopf Stans, dessen DNA zu den Haarresten passt. Der Fall Nicole Weiss scheint gelöst. Zum Entsetzen seiner Cops verkündet Kruger das Ende der Ermittlungen. Denn sie wissen, dass Stan nicht für den zweiten Mord in Frage kommt: Er ist Analphabet und kann daher die Inschrift nicht eingeschnitten haben. Bei Brian kommen noch persönliche Frustrationen hinzu: Seine Ex-Frau hat sich mit ihrem neuen Partner verlobt. Desillusioniert und eifersüchtig wird er beiden gegenüber handgreiflich – was Kruger zum Anlass nimmt, ihn vom Dienst zu suspendieren. Immerhin begreift Brian, dass er privat versagt hat. Gegenüber seinem Sohn outet er sich als „Scheiß-Dad“ und gibt ihm das Geld für eine Mietkaution, das er ihm ursprünglich vorenthalten hatte.

Immerhin sorgt Janet für neue Hoffnung: Sie hat herausgefunden, dass der Geländewagen, den Judith bei der Strandvilla sah, der privaten Sicherheitsfirma DPS gehört. Zwar besitzt diese keinen Vertrag für das Haus, aber das Briefkastenunternehmen, dem die Immobilien gehören, bezahlte den Security-Spezialisten über 3 Millionen Rand. Und noch mehr: Bei DPS ist ein Kontaktmann für die Offshore-Finanziers gelistet – ein Dr. Oppermann (Patrick Lyster). Und das ist ein Name mit unheilvollem Beiklang: Zu Zeiten der Apartheid gehörte der Wissenschaftler zu dem berüchtigten „Project Coast“, das chemische und biologische Waffen entwickelte, unter anderem um die schwarze Bevölkerungszahl zu reduzieren. Im Amnestieverfahren berief sich Oppermann auf den Befehlsnotstand und wurde freigesprochen. Danach verließ er das Land und wurde nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen. Für die Cops ist der Fall klar: Oppermann entwickelte die fatale Designerdroge und ließ sie unter anderem über die medizinischen Stationen verteilen, was dazu führte, dass die Straßenkids übereinander herfielen. Sie beschließen, den Fall aufzuklären – ohne Krugers Wissen. Doch das ist noch nicht das Ende der düsteren Enthüllungen. Der Schlüssel zur Wahrheit liegt ganz offenbar im Gebäude von DPS verborgen. Und der Leiter der Firma ist kein anderer als De Beer, der frühere Logistikchef von „Project Coast“. Die Cops sind bereit, die letzten Grenzen zu überschreiten, um die Drahtzieher der Drogen-Morde zu überführen und ihr Geheimnis zu lüften. Doch dabei bringen sie nicht nur sich selbst in Lebensgefahr, sondern auch die Menschen, die ihnen am meisten bedeuten…

Klasse Film !!!
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen knapp vor den 5 Sternen, 14. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Zulu [Blu-ray] (Blu-ray)
In Kapstadt wird die Leiche einer 20jährigen Frau gefunden. Alles sieht zunächst wie ein Routine-Fall aus. Mordkommissionschef Ali Sokhela erkennt jedoch sehr schnell, das hier deutlich mehr dahinter steckt, Gemeinsam mit seinem Freund und Kollegen Brian findet er heraus, dass neben den üblichen Dealern auch alte Regierungsmitglieder aus Zeiten der Apartheid in die Sache verwickelt sind und das sich hinter allem deutlich mehr verbirgt als nur eine weitere Drogentote. Dann geschehen weitere Morde und auch ein Kollege der beiden Cops muss dran glauben. Nun wird die Sache persönlich und die beiden begeben sich in höchste Gefahr.

Was zunächst wie ein 0815-Streifen aussieht, entwickelt sich im Laufe der extrem kurzweiligen 110 Minuten zu einem spannenden Thriller, in dem insbesondere Forest Whittaker eine absolut brillante Leistung abliefert, auch wenn man sich an seinen extremen Gewichtsverlust erst einmal gewöhnen muss.

Was sich hinter der ganzen Sache verbirgt, bekommt der Zuschauer auch erst im Laufe des Films mit, so das er praktisch immer auf den gleichen Stand wie die Cops ist, was dem ganzen zusätzliche Spannung verleiht.

Man muss ZULU allerdings 20 Minuten Zeit geben, bevor er richtig in Fahrt kommt, auch weil man sich, und das ist lobenswert, um Charakterzeichnung bemüht. Die Wende stellt hierbei die Szene am Strand dar.

Das Einbauen der Apartheid-Problematik und die Geschichte von Ali und seinem damit verbundenen „Problem“ (will jetzt nicht spoilern) erweisen sich zudem als Glücksfall, weil sich beide Dinge perfekt in die Rahmenhandlung einfügen.

So ist ZULU ein ungewöhnlicher Streifen, mit einer ungewöhnlichen Auflösung, in einer ungewöhnlichem Umgebung. Für mich ein absoluter Geheimtipp. (videotie.de)
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vergangenheit, die nicht vergehen will, 10. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Zulu (DVD)
Südafrika 1978: Ein schwarzer Junge hat Schreckliches erlebt und wird von Hunden gehetzt. Südafrika 2012: Die Apartheit ist längst vorbei, aus dem Jungen ist ein Mann geworden. Ali Sokhela (Forest Whitaker) ist inzwischen Polizeichef von Kapstadt. Was er als Kind erlebt hat, wird der Film erst später zeigen. Er und seine Kollegen Brian Epkeen (Orlando Bloom) und Dan Fletcher (Conrad Kemp) ermitteln in einem Mordfall. Eine junge Frau wurde am Strand bestialisch zugerichtet aufgefunden. Was zunächst nach einem Mord im Drogenmilieu aussieht, erweist sich als weitaus komplexer. Als der Drogendealer und mutmaßliche Mörder der Frau ebenfalls furchtbar zugerichtet tot aufgefunden wird, kommen die Polizisten langsam einer Verschwörung auf die Spur, die weit in die Vergangenheit reicht. Weiße Wissenschaftler arbeiteten an einer neuen Droge, die besonders gewaltbereit macht und zu Mord oder Selbstmord führt. Als die Droge auch bei Kindern in den Townships nachgewiesen werden kann, erkennt Sokhela den rassistischen Plan, der dahinter steckt. In einem extrem gewalttätigen Show-Down stellt Sokhela den Hauptverantwortlichen in der Wüste von Namibia. Besonders zynisch mutet an, dass eine der ersten Ermordeten nicht unähnliche Joggerin nur deshalb getötet wird, um Sokhela und seine Kollegen -vergeblich- auf eine falsche Spur zu locken.

Selten ist eine Analyse der südafrikanischen Gesellschaft der Post-Apartheitsära -der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Caryl Ferey- derart pessimistisch ausgefallen. Zunächst bekennt sich Sokhela zur Arbeit der Wahrheits- und Versöhnungskommission - da weiß der Zuschauer noch gar nicht, was er als Kind erleiden musste, was er sogar seiner Mutter verschwiegen hat. In einem der ruhigeren Momente, als Sokhela gedankenverloren eine Prostituierte streichelt, erahnt der Zuschauer, wie sehr es unter seiner ruhigen Oberfläche brodelt. Ist ein Zusammenleben zwischen Weißen und Schwarzen überhaupt möglich? Wird die Versöhnungsgeste von manchen Rassisten nicht als Schwäche ausgelegt, vielleicht sogar Ansporn, genauso weiterzumachen wie bisher? Selbst Sokhelas Vorgesetzter, der seine Karriere gefördert hat, ist Teil der alten Elite, die gar nicht wirklich eine Gleichberechtigung der Nicht-Weißen will. Epkeens Vater war tief verstrickt in die Machenschaften der Apartheitspolitik. Vielleicht ein Grund dafür, dass Epkeen nicht ganz Tritt findet in seinem Leben? Zunehmend wird der Film gewalttätiger und hat nicht ohne Grund keine Jugendfreigabe erhalten. Eine der wenigen uneingeschränkt sympathischen Figuren wird unvermittelt auf besonders bestialische Weise abgeschlachtet. Viele Menschen sind einfach zur falschen Zeit am falschen Ort.
Man könnte natürlich darüber mäkeln, dass die Figuren von Epkeen und Fletcher nicht frei von Klischees sind. Orlando Bloom gibt sich erkennbar viel Mühe, mit seinem Sonnyboy- Image zu brechen. Ich habe ihn erst auf den zweiten Blick erkannt. Im Gegensatz zu Jude Law, der mit "Dom Hemingway" ebenfalls aus der Besetzungsschublade heraus möchte, steht ihm hier ein wesentlich ausgefeilteres Drehbuch zur Seite. Auch dass die neue Mitarbeiterin von Sokhela unvermittelt wieder aus der Handlung verschwindet, kann man bedauern. Und das zum Pathos neigende Ende wird nicht nach jedermanns Geschmack sein. Und ging es nicht vielleicht ein bisschen weniger reißerisch? Mussten die Polizisten ohne Verstärkung in das Wespennest eindringen? Der Grund, warum ich allerdings ohne Wenn und Aber fünf Sterne vergebe, ist die herausragende Leistung von Forest Whitaker, der mit minimalistischem Spiel die ganze Tragik eines in Südafrika aufgewachsenen Schwarzen darstellt. Vor allem seinetwegen bleibt der Film im Gedächtnis.
Normalerweise bin ich in Bezug auf explizite Gewaltdarstellung sehr skeptisch, hier halte ich sie für gerechtfertigt. "Es gehört zur Folter, dass sie sich in einem Klima der Heimlichkeit entfaltet. Diese Heimlichkeit und der allgemeine Wunsch ... von den Bildern der Folter verschont zu bleiben, arbeiten einander zu. Man will sich den Tag nicht durch Bilder... versauen lassen. ... Wo man sich der Folter zuwendet, kann man der menschlichen Phantasie bei der Arbeit zuschauen." (Willemsen, Der Knacks, S. 123). Unter diesem Aspekt wird der Zuschauer nicht verschont, um ihm gar nicht die Möglichkeit zu geben, sich emotional von den dargestellten Zuständen distanzieren zu können.

Fazit: Ein ultrabrutaler, beklemmender Thriller über die hässliche Fratze des Rassismus, nichts für schwache Nerven.
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3.0 von 5 Sternen Schonungslose Kälte, 19. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Zulu (DVD)
"Zulu" beschreibt schonungslos die harte und kalte Realität in einigen Bezirken des heutigen Kapstadt. Wie viel vom Gezeigten tatsächlich auf Fakten beruht, wie viel Fiktion ist, vermag ich nicht zu beurteilen, weshalb ich mich auf Machart, Stimmung und Wirkung des Films konzentrieren möchte.

Der Thriller ist zwar spannend, aber doch eher nur solide konservativ gemacht. Die Hauptcharaktere sind sehr gegensätzlich angelegt und doch beide von der Vergangenheit gezeichnet und mit Gegenwart und Zukunft überfordert. Dies deute ich als Metapher für die Menschen in ganz Südafrika.

Auffällig ist, dass der Film wenig bemüht ist, Empathie oder Sympathie zu erzeugen, sondern vielmehr den Kampf der aus unterschiedlichen Motiven getriebenen Polizisten gegen unsägliche und unerträgliche Verbrechen und dahinter stehende Personen samt Interessen, gegen Verrohung, Korruption und die nicht aufgearbeitete Vergangenheit zeigt. Dafür bedient er sich vieler brutaler, blutiger Szenen, gnadenloser psychischer und physischer Härte und führt diese Linie ohne Gnade zu Ende.

Der Grund für nur drei Sterne liegt darin begründet, dass der Film für mich nicht zu mehr wird als zu einer Aneinanderreihung einzelner, irgendwie nie verschmelzender Szenen, die Akteure untereinander keine Beziehung entwickeln, was beabsichtigt sein mag, aber mit dazu beiträgt, dass keine Atmosphäre, kein Sog, kein Mitgefühl entsteht, sondern nur Ratlosigkeit bleibt. Aber selbst die ist nicht dem Gesehenen geschuldet, sondern eher der Frage: "Aha, und was genau soll ich dem Film jetzt entnehmen, was mit ihm anfangen?"
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4.0 von 5 Sternen spannend, 17. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Zulu (DVD)
Ali Neuman (Forest Whitaker) entkam als Kind nur knapp einem Massaker, als er mit seiner Familie zwischen die Fronten der militanten Inkhata und Nelson Mandelas ANC geriet. Neuman ist heute Chef der Mordkommission in Kapstadt und scheint ein gutes Leben zu führen, doch seine Narben sind nur oberflächlich verheilt. Einer seiner Mitarbeiter ist Brian Epkeen (Orlando Bloom), ein unzähmbarer Weißer, dessen Familie einst für die Apartheid kämpfte, wovon sich Brian vehement distanziert.

Gemeinsam arbeiten sie in einer Welt, deren Alltag von Bandenkriminalität, Drogenmissbrauch und Rassismus bestimmt wird. Als sie den Mord an zwei jungen Frauen aufklären sollen, geraten sie schnell in eine Spirale der Gewalt, in der ihre Gegenwart auf den Schmerz der Vergangenheit trifft. Denn die Schatten der Apartheid sind noch immer näher als gedacht…

Spannend, authentisch gespielt, gut gemacht, grauslich aber nicht zu arg, Thriller, gute Darsteller, glaubhaft und ein sehr guter Thriller.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie ein Kloss im Hals...., 19. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Zulu [Blu-ray] (Blu-ray)
Zunächst erst einmal Folgendes: Ich beziehe mich hier auf die Verleih-Version

Der Film zeigt schonungslos, welche Abgründe sich wohl leider immer noch auftun. Dort, wo es geballte Armut und Elend im Überfluss gibt, fallen Geldg..le Konzernmogule hinein, um einer bzw. ihrer eigenen Perversion zu fröhnen, wie z.B. Apartheid und Geldgewinne.
Obwohl ich nur wenig von allem im wohlbehüteten Deutschland mitbekomme, reicht es einmal mehr aus festzustellen, dass der Mensch die Größte Bestie von allen ist.
Der Film ist nicht nur großartig besetzt, sondern überzeugt auch durch eine bedrückende Stimmung. Für mich ist Forest Whitaker ja sowieso ein großartiger Schauspieler (z.B. in "der letzte König von Schottland" oder "der Butler"). Auch Orlando Bloom mausert sich immer mehr zum Charismaten, weg vom frauengeliebten Schönling.
Die Settings sind sowohl glaubhaft, als auch landschaftlich toll in Szene gesetzt.
Natürlich ist er kein amerikanischer Blockbuster, und vielleicht kann man auch über die einen oder anderen Filmdetails diskutieren, die fehlen mögen.
Für mich ist er dennoch ein sehr gelungener Film, der sehr zum Nachdenken anregt, aber auch unterhält...also volle 5 Sterne.
Natürlich kann man über die Dinge, die ich geschrieben habe, geteilter Meinung sein....aber dieses ist MEINE Meinung. :-)
Wer Rechtschreibfehler, oder Grammatikalische findet, darf sie behalten (-;
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Zulu
Zulu von Caryl Férey (DVD - 2014)
EUR 10,46
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