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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kinder im Krieg, 28. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"How I Live Now" von 2013 basiert auf dem gleichnamigen Young-Adult Roman von Meg Rosoff und handelt von der jungen Amerikanerin Elizabeth, die lieber Daisy genannt werden möchte, und von ihrem Vater aufs Land in Großbritannien zu ihren Verwandten geschickt wird. Zunächst ist Daisy, wie gewohnt großartig gespielt von Saoirse Ronan, sehr kalt, arrogant und abweisend und überhaupt ein Mädchen mit genug Problemen: Ihre Mutter starb bei ihrer Geburt, zu ihrem Vater hat sie kein gutes Verhältnis und darüber hinaus leidet sie an Obsessive Compulsive Disorder, sowohl Zwangshandlungen wie hier das Händewaschen, als auch Zwangsgedanken. Besonders diesen Aspekt finde ich (auch als Betroffener) in der Darstellung recht gelungen, da sie glaubwürdiger und subtiler ist als die üblichen klischeehaften Überzeichnungen, und unter anderem mit einem Gewusel von Hintergrundstimmen in verschiedener Lautstärke abhängig von der Situation verdeutlicht wird. Langsam bricht die harte Schale der Hauptfigur auf und sie wird mit ihren Cousins warm, mit Eddie geht sie eine Liebesbeziehung ein. Doch die Idylle in malerischer Natur trügt - eine Atombombe wird abgeworfen, nicht näher identifizierte Invasoren fallen ein, der Dritte Weltkrieg bricht aus. Die Teenager werden voneinander getrennt und vom Militär an andere Orte gebracht, bald darauf muss Daisy mit der kleinen Piper alleine ums Überleben kämpfen.
Der Film ist mitunter ziemlich schonungslos, gerade auch im realistischeren Zeigen der Not, und Regisseur Kevin Macdonald ("Der letzte König von Schottland") versteht es, manche überaus intensive Momente einzufangen, man kann mit den Figuren mitfühlen. Die wackelig-dokumentarische Kameraführung und die kurzen Einstellungen bzw. hektischen Schnitte sind zwar zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, wirken sich aber letztenendes positiv auf das gesamte, zügig bleibende Pacing aus. Visuell erzeugt der Film fast schon eine Art mystische Stimmung. Musikalisch übt man sich stark in Zurückhaltung, der Soundtrack von Jon Hopkins entfaltet jedoch eine umso größere Wirkung, wenn doch mal was zu hören ist und ergänzt einige der beeindruckenderen Stellen daher wunderbar.
Nicht nur Ronan überzeugt, auch die anderen Jungdarsteller wie Tom Holland (Isaac), George MacKay (Eddie) sowie Harley Bird (Piper) liefern eine gute Vorstellung ab; die Figuren weiterer Schauspieler kommen allerdings einfach zu kurz, um wirklich einen Eindruck hinterlassen zu können. Letzteres hängt wohl auch mit dem vermutlich größten Problem des Films zusammen, dem Drehbuch. Die Geschichte kommt ein wenig unausgeglichen daher, und während manche Szenen auf hohem Niveau schockierend traurig oder ehrlich einfühlsam sein können, wirken andere geradezu etwas unnötig. Die ganze Kriegssituation bleibt dabei immerzu im Hintergrund, man bekommt genau wie die Protagonisten nur Informationsschnipsel und einige brenzlige Situationen mit, aber niemand erklärt, was genau eigentlich passiert. Sicher muss darauf nicht lange herumgeritten werden, und dies ist in erster Linie ein Coming-of-Age-Drama, das das auch gar nicht unbedingt nötig hat, aber zumindest ein bisschen mehr Exposition zu den Umständen hätte der Handlung meiner Ansicht nach durchaus gut getan.
"How I Live Now" zeigt sehr schön den Reifeprozess seiner zunächst so naiven Hauptfigur in einer tragischen, zusammenbrechenden Welt, doch gerade am Ende werden wichtige und spannende Punkte zu den persönlichen Folgen der Ereignisse in nur ca. fünf Minuten abgehandelt. Hier hätte ich mir mehr Ruhe und Ausführlichkeit gewünscht, und bei einer Laufzeit von gut 100 Minuten hätte man dafür auch noch einige wenige dranhängen können, um einen richtigen dritten Akt zu bilden.
Ein sehenswerter, bisweilen düsterer aber nicht immer hervorragender Film über das Erwachsenwerden, der sich in angenehmer Weise ein Stück weit von den bekannten Genre-Konventionen abhebt.

Das Bonusmaterial fällt leider seeehr bescheiden aus: Lediglich zwei entfallene Szenen ohne Einleitung (zusammen ca. 3 Minuten) und ein kurzes und wenig informatives Featurette, das einem als "Making of" verkauft wird (gerade einmal 5 Minuten) wurden mit auf die Disc gepackt, ansonsten gibt es einige Werbetrailer. Schade, hier wäre weit mehr möglich gewesen, gerade bei einem so interessanten Thema.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen How I Live Now, 2. Februar 2014
"How I live Now" stärkt sich in erster Linie von den großartigen Jungdarstellern. Der Film lebt sich schnell und direkt in die freiheitliche Familienidylle irgendwo im Nirgendwo des wundervoll gefilmten Wales ein. Die junge New Yorkerin Daisy (Saoirse Ronan) hat so überhaupt keinen Bock auf Urlaub in England, doch bei ihrem Vater zu bleiben fällt ihr noch schwerer. Sie wählte das geringere Übel und muss sich jetzt mit den wohl unschuldigsten Kids des 21. Jahrhunderts "abplagen". Gemeinsam bewohnen sie zu sechst das Haus im Grünen. Daisy, ihre kleine Cousine Piper (Harley Bird), ihre 3 Cousins Isaac (Tom Holland), Joe (Danny McEvoy) sowie Eddie (George MacKay) und deren Mutter Aunt Penn (Anna Chancellor). Eddie bewegt sich in ihrer Altersgruppe und teilt sich die stolze Haltung seines Haustieres, einem zahmen Adler, welcher Daisy sofort ins Auge springt. Der Cousin, nicht der Adler.

Jedoch benötigt die 16 Jährige noch einiges an Zeit und Überzeugungsfähigkeit ihrer Cousins, bis sie sich überhaupt erst mal auf einen Tag am See mit den Kindern und Eddie einlässt. Dort dürfte dann auch wirklich jeder Verstehen, dass sie langsam aber sicher Gefühle entdeckt, die sie so noch nicht kennt.
Im Laufe des Filmes erfährt man nur das wichtigste. Die markantesten Eckdaten und weiter nichts. So wird in der ersten halbe Stunde lediglich klar gemacht, dass Daisy zu Hause nicht wirklich ausgeglichen lebt, ihre Mutter bei ihrer Geburt gestorben ist und sie unter Zwangsgedanken leidet, welche sie mit Medikamenten zu lindern versucht.

Regisseur Kevin Macdonald beginnt mit einem stark dokumentarischen Ton, welcher einen nicht so schnell loslässt. Die Bilder sind wie erwähnt großartig und verschaffen wenn nötig die lang ersehnte Luft zum atmen. Denn auch wenn es sich bis jetzt so anhört, wie ein eher harmloses Familiendrama, wird die Geschichte nach ca. 45 Minuten sogar noch fast zu früh an die Spitze getrieben. Daisy verliebt sich in ihren Cousin Eddie und um sie herum bricht der 3. Weltkrieg aus. Wieder keine genauen Angaben wieso und weshalb. Der Krieg dient als Meta-Ebene für das Erwachsen werden und die verbotene Liebe, welche auch sogleich von verschiedenen Streitkräften getrennt und durch den Film hindurch zerrüttet wird.

Und die Darstellung dieses Krieges sollte nicht unterschätzt werden. Für Liebhaber herkömmlicher coming-of-age Geschichten dürften die Tortouren der 2 jungen Mädchen, die der Film den Rest der Laufzeit verfolgt, um einiges zu hart sein. Die Stimmung nimmt so eine enorme Bandbreite war und nicht jeder Zuschauer wird den schnellen Wechseln folgen können oder wollen. Und ich wünschte mir einen noch größeren und vor allem langsameren Lernprozess der Hauptrolle. Was in diesem Fall aber am Script liegt und nicht bei der Darstellerin. Doch der Kern der Geschichte ist nobel. Auch wenn manchmal zu Rasch über große Erkenntnisse geschwenkt wird oder kleinere Naivitäten als große Wahrheiten gepriesen werden, so erinnert man sich doch an die ebenfalls naive erste Liebe zurück. Und seine eigenen Heldentaten. Und gegen was man nicht alles gekämpft hat, für diesen einen Menschen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Saoirse Ronan zeigt mal wieder, was sie drauf hat., 30. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: How I Live Now [UK Import] (DVD)
In dem Film HOW I LIVE NOW geht darum, dass Elizabeth, die lieber Daisy genannt wird, von ihrem Vater zu ihrer Tante und ihren Cousins und Cousinen nach England geschickt wird. Sie ist natürlich ganz und gar nicht einverstanden, obwohl sie so oder so Probleme mit ihrem Vater hat. Nachdem sie sich ihren Verwandten gegenüber unfreundlich verhält und sich lieber in ihrem Zimmer verkriecht, als irgendwas mit ihnen zu unternehmen, beginnt sie aber durch den Ältesten der Truppe, Eddie, aufzutauen. Nach und nach entwickelt sich eine kleine Liebelei zwischen den beiden. Aber dann wird London plötzlich von einer Nuklearbombe in die Luft gejagt und Daisy und Eddie werden getrennt. Von nun an muss sich Daisy mit ihrer kleinen Cousine Piper alleine durchschlagen, um zurück nach Hause zu kommen. Zurück zu Eddie.

Mein Eindruck:

Saoirse Ronan beweist hier mal wieder aufs Neue, dass sie eine sehr talentierte und vielseitige Schauspielerin ist. Am Anfang verkörpert sie die Unsympathische Daisy so überzeugend, sodass man sich nachher fast wundert, dass man sie lieb gewonnen hat.
George MacKay bringt den ruhigen Eddie ebenfalls ziemlich gut rüber.
Tom Holland ist auch mit von der Partie, er spielt einen der Cousins von Daisy, er liefert eine solide Leistung ab, da auch aus der Rolle an sich nicht viel rauszuholen war.
Aber sehr überrascht hat mich Harley Bird, die die kleine Piper spielt. So herzzerreißend und niedlich hat sie mich einfach mitgerissen.

An den Effekten kann man nicht herummeckern. Alles ist sehr solide gemacht worden.

Die Story an sich ist nicht sonderlich neu. Aber die Geschichte entwickelt sich nicht so vorhersehbar, wie man es am Anfang glauben mag. Mir blieb das ein oder andere Mal ein dicker Kloß im Hals stecken, wer den Film gesehen hat, weiß, welche Szenen ich meine. Und ich fand es gut, dass das Ende kein typisches Hollywood-Kitsch-Ende war. War mal was anderes.

Auch gefiel mir die Musikuntermalung sehr. Sie hält sich sehr im Hintergrund, fällt fast nicht auf, was dem Film aber gut tut. Dadurch wirken die meisten Szenen viel intensiver. Auch da ein ganz großes Plus.

Fazit:
HOW I LIVE NOW ist vielleicht kein Meisterwerk, aber die Sachen, die er macht, macht er richtig. Super Schauspielleistungen, Gute Effekte, Klasse Musikuntermalung und einfach mal was anderes, abseits vom Mainstream. Eine klare Empfehlung!
(Nur Schade, dass der Film bisher nicht in Deutschland erschienen ist)
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5.0 von 5 Sternen Zivilisten, 28. Juni 2014
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: How I Live Now (DVD)
Die fünfzehnjährige us-amerikanerin Daisy besucht ihre Verwandten in England. Bereits bei ihrer Ankunft auf dem Flughafen ist eine starke Militärpräsenz zu erkennen, die in den nächsten Tagen merklich zunimmt. Auf dem Landgut geht es beschaulich zu. Die Kinder und Jugendliche dürfen schalten und walten wie es ihnen gefällt. Die einzige Erwachsene muss beruflich nach Genf.

Dann passiert das Unglaubliche: England wird angegriffen. Die Militärs übernehmen das Sagen. Daisy und die anderen werde deportiert. Vorher geloben sie einander zu fliehen und auf das Landgut zurück zu kehren.

Die einfach gestrickte Geschichte wird atmosphärisch außerordentlich gut eingebettet. Dialoge und schlüssige Handlungen lassen Kids binnen weniger Tage ereignisbedingt erwachsen werden. Überraschende Ereignisse sorgen für Aufmerksamkeit. Gut ausgestattete Szenenbilder bieten manchen Eyecatcher und generieren stimmungsvolle Momente. Regie und Schauspieler haben aus der Romanvorlage etwas Großartiges hervorgebracht.
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5.0 von 5 Sternen Ein Muss für Ronan Fans, 10. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Story ist gut, die Darbietung von einigen Schauspieler ist super.

Saoirse Ronans Darbietung anfangs von einem zickigen und leicht hysterischen (kann man das sagen?) bis hin zu einer innerlich reiferen Frau ist super gelungen.
Die Geschichte stellt das Leben und Überleben von Kinder im Krieg. Explizit hier geht es Ronans Figur darum wieder zurück zu gelangen und muss dabei die kleine Schwester und sich sicher durch das kriegsdurchzogene Land bringen.
Kurze grobe Fassung, aber schauts euch selbst an. Es lohnt sich!
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