Kundenrezensionen


4 Rezensionen
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


4.0 von 5 Sternen Ein abgerundetes Repertoire und guter Ausgangspunkt für ambitionierte Spieler
Ich arbeite seit anderthalb Jahren mit diesem Buch. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht. Meine Elo-Performance mit den weißen Steinen liegt oberhalb der 2300. Ich bin in keiner meiner Weißpartien unter die Räder gekommen, und dafür, dass ich mit Weiß eine Isolanistellung aus dem angenommenen Damengambits schlecht gespielt habe, kann das...
Vor 10 Tagen von Amazon Customer veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht alles wo Watson draufsteht ist auch empfehlenswert
Es tut mir leid aber ich kann mich den anderen ueberwiegend positiven Bewertungen dieses Repertoirebuchs nicht anschliessen.
Es geht hier schliesslich nicht um eine Bewertung der schachlichen Faehigkeiten von IM Watson oder seiner Faehigkeiten als Schachautor sondern um die Nuetzlichkeit des vorliegenden Repertoirebuchs.
Es handelt sich dabei um ein...
Vor 2 Monaten von Sindbad veröffentlicht


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht alles wo Watson draufsteht ist auch empfehlenswert, 22. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es tut mir leid aber ich kann mich den anderen ueberwiegend positiven Bewertungen dieses Repertoirebuchs nicht anschliessen.
Es geht hier schliesslich nicht um eine Bewertung der schachlichen Faehigkeiten von IM Watson oder seiner Faehigkeiten als Schachautor sondern um die Nuetzlichkeit des vorliegenden Repertoirebuchs.
Es handelt sich dabei um ein Repertoirebuch fuer Weiss mit dem angestrebten Aufbau 1.d4,2.c4,3.Sc3. Das Buch hat dabei 270 dicht gedruckte Seiten die jeweils in 2 Spalten unterteilt sind.
Ich bewerte nun das Repertoirebuch nach folgenden 4 Kriterien:
1. Wie einfach ist das Repertoire zu erlernen?
2. Welche Erfolgsaussichten bietet das Repertoire in der Turnierpraxis?
3. Wie ist die Qualitaet der aufgefuehrten Varianten/Analysen zu bewerten?
4. Wie lange noch in der Zukunft wird das Repertoire erfolgreich in der Turnierpraxis eingesetzt werden koennen?
Aufgrund dieser Prueffragen sind dann die Sterne fuer die Bewertung des Buches vergeben worden. (Ich weise darauf hin, dass man hier bei Amazon in Wirklichkeit nicht 5 Sterne vergibt sondern nur 4, naemlich den 2. - 5.Stern; Einen Stern muss man ja immer vergeben)

Zu Frage 1: Hier handelt es sich meines Erachtens um den wichtigsten Punkt bei einem Repertoirebuch fuer Schachamateure. Leider versagt das vorliegende Repertoirebuch von Watson hier klaeglich: 270 vollgedruckte Seiten a zwei Spalten - die Masse davon keine Prosa sondern alles Varianten - das ist von einem Schachamateur keinesfalls zu bewaeltigen; hinzu kommt, dass es sich hier um ein grossformatiges Buch handelt (fast DIN A4-Groesse!) so dass pro Seite wirklich eine Menge Information abgedruckt ist. Weiterhin ist das Buch sehr unuebersichtlich gestaltet: Keine zusammenfassenden Variantenbaeume werden abgedruckt, die einzelnen Teilvarianten und selbst die Hauptvariante sind nur schwer nachvollziehbar dicht zusammen abgedruckt; man muss beim Durcharbeiten mit Bleistift- und Farbmarkierungen arbeiten wenn man einigermassen den Ueberblick ueber die verschiedenen Varianten behalten will. Eine Art 'Quick-Repertoire' Option wird nicht angeboten, so dass man also erst das ganze Buch durchschmoekern muss um das Repertoire in der Praxis einsetzen zu koennen. Allerdings kann man das Buch sowieso nicht auswendig lernen; am Ende bleibt nicht viel haengen. Ich denke das Repertoire ist nicht 'erlernbar'. Also kein Stern hier.
Zu Frage 2: Dies ist ebenfalls eine sehr wichtige Frage bei einem Repertoirebuch. Leider kann ich IM Watson hier kein gutes Zeugnis ausstellen. Die von ihm gewaehlten Abspiele ueberlassen es dem Schwarzspieler dessen Lieblingsvarianten zu spielen; im Ergebnis wird der Schwarzspieler fast immer besser vorbereitet sein und ist dadurch im Vorteil. Beispiele:
- Damengambit Abtauschvariante: Kein Schwarzspieler wird hier ueberrascht werden koennen; im Gegenteil. Viele Repertoirebuecher empfehlen dieses Abspiel fuer Weiss (z.B. Larry Kaufman in seinem 'Kaufmans Repertoire...') so dass Schwarzspieler hier ganz sicher vorbereitet sein werden; ausserdem verspricht dieses Abspiel Weiss sowieso keinen Vorteil.
- Damengambit Tarrasch: Watson laesst hier die Hauptvariante zu; selbst dabei erlangt Weiss keinerlei Vorteil. Man kann aber mit Sicherheit davon ausgehen, dass Schwarzspieler die Tarrasch spielen sehr, sehr gut vorbereitet sein werden. Man wird mit Watsons Empfehlung mit grosser Sicherheit jedem Tarraschspieler 'ins Messer laufen'.
- Nimzo-Indisch: Watsons Empfehlung 3.Sc3 laesst Nimzo-Indisch zu, eine Eroeffnung gegen die Weiss wiederum kaum Chancen auf Vorteil hat. Seine weitere Empfehlung 4.e3 ueberlaesst dann dem Schwarzspieler eine ganze Fuelle an verschiedenen Nimzo-Abspielen zur Auswahl (4...c5, 4...b6, 4...0-0, 4...d5, 4...Sc6, 4...d6, 4...Se4). Auch hier sehe ich grosse Probleme fuer alle Watson-Schueler die Eroeffnung gegen eingeschworene Nimzo-Inder ohne Schaden zu ueberleben.
- Benoni: Watsons Zugfolge laesst alle moeglichen Benoni-Abspiele zu; also auch hier wieder freie Auswahl fuer den Schwarzspieler um das Spiel in ein giftiges Abspiel zu lenken und den Watson-Juenger in unbekanntes Terrain zu locken.
- Auch bei allen anderen Abspielen (Slav, Semi-Slav, KID, Gruenfeld, Dutch) kann ich kein grosses Ueberraschungspotential im angebotenen Weiss-Repertoire erkennen. Ich denke dass kein Schwarzspieler ab ELO 2000 aufwaerts mit dem angebotenen Repertoire ueberrrascht werden kann. Kein Stern hier.
Zu Frage 3: Selbstverstaendlich gehe ich davon aus, dass Watsons Anaslysen erstklassig sind. Dafuer vergebe ich selbstverstaendlich einen Stern.
Zu Frage 4: Gerade hier ist die Wahl des Watson-Buches kontraproduktiv; man kann aufgrund des Bekanntheitsgrades von IM Watson mit Sicherheit davon ausgehen dass alle derzeitigen und kuenftigen Eroeffnungs- und Repertoirebuecher fuer Schwarz das Watson-Repertoire beruecksichtigen werden und eine giftige Variante dagegen anbieten werden. Die Zukunft sieht also nicht gut aus fuer Watson-Gefolgsleute. Zudem wird man sich aufgrund des Bekanntheitsgrades des Buches in der Turnierpraxis sehr schnell als Watson-Repertoire-Spieler verraten. (KID mit 5.h3....aha, der spielt das Watson-Repertoire!) Eindeutig kein Stern hier.
Insgesamt muss man nach Beantwortung der Prueffragen leider eine ganz traurige Bilanz ziehen. Ein einziger Stern fuer 270 Seiten Watson-Analyse-Qualitaet konnte vergeben werden, damit kommt man mit dem Pflicht-Stern insgesamt auf 2 Sterne.
Als Repertoirebuch kann ich Watsons Buch nicht empfehlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Ein abgerundetes Repertoire und guter Ausgangspunkt für ambitionierte Spieler, 23. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich arbeite seit anderthalb Jahren mit diesem Buch. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht. Meine Elo-Performance mit den weißen Steinen liegt oberhalb der 2300. Ich bin in keiner meiner Weißpartien unter die Räder gekommen, und dafür, dass ich mit Weiß eine Isolanistellung aus dem angenommenen Damengambits schlecht gespielt habe, kann das Buch ja nichts.

Der Inhalt unterliegt einer klaren Systematik -- viele der weißen Aufbauten ähneln sich erheblich -- und die ausgewählten Varianten sind ein guter Ausgangspunkt, um wieder ins Spiel zu finden. Die angestrebten Stellungen sind nicht besonders zweischneidig und dementsprechend nicht besonders riskant, aber eben auch nicht besonders scharf. Man wird mit diesem Repertoire also nur selten einen glänzenden Angriffssieg einfahren, und nicht selten wird auf die theoretisch stärksten Züge -- und damit zumeist auf die am stärksten diskutierten Varianten mit Bergen von Theorie -- zugunsten ruhigerer Varianten verzichtet. Das Repertoire ist eben auf strategisches Spiel ausgelegt und vermeidet scharfe Gemetzel. So verzeiht das Repertoire es einem auch, wenn man mal eine Variante vergisst -- wenn einem das mit den modernen computergenerierten Repertoires passiert, kann die Partie auch schon mal hinüber sein. Bei diesem Repertoire hingegen sind mit einiger Erfahrung die Züge meistens doch recht leicht zu finden -- es geht immer recht ähnlich, und meistens ist Zeit für normale, einfache Prophylaxezüge -- und wenn man daneben greift, ist es noch kein Beinbruch.
Zugleich ist dieses Repertoirebuch relativ platzsparend ausgelegt. Watson geht zwar tief in die Details, aber er verzichtet auf zahlreiche Varianten, die vielleicht einen Tick besser sind, wenn sich stattdessen der Umfang des zu lernenden Materials erheblich reduzieren lässt. So gibt Watson gegen 1. ... d6 2. c4 mit der Möglichkeit, nach 2. ... Sf6 3. Sc3 eine ganz normale Stellung zu erhalten. Der normale Zug statt 2. c4 wäre eigentlich 2. e4 mit Übergang in Pirc. Gegen Watsons Vorschlag hat Schwarz mit 2. ... e5 den aktuellen Datenbanken zufolge bereits Ausgleich, aber wenn man einmal die Engine-Bewertungen beiseite schiebt, stellt man fest, dass Watsons Vorschlag nicht nur leicht zu lernen ist, sondern den Gegner durchaus vor Probleme stellt.

Wie in jedem Repertoirebuch wird einem auch hier so manche Konzession dieser Art nicht unbedingt gefallen. Watsons Vorschlag gegen die halbslawische Verteidigung kommt mir zahnlos vor, auch wenn man sich damit beruhigen kann, dass es ja genügt, eine ausgeglichene Stellung besser zu spielen als der Gegner. Die analogen Vorschläge anderer vergleichbarer Repertoirebücher (Schandorff, Kaufman) sind hier wesentlich ambitionierter, aber dafür muss man eben auch mehr pauken. Dies macht Watsons Buch zu einem guten Ausgangspunkt, von dem ausgehend man sich später natürlich weitere Varianten aneignen kann. Watson selbst weist oft auf schärfere Alternativen hin oder gibt strategische Zweitvarianten an, wenn man mit einem Vorschlag nicht zufrieden ist. In einem bestimmten Fall ist dies sicherlich schon angesagt: Watsons Kapitel zur slawischen Verteidigung gibt die Empfehlung 1. d4 d5 2. c4 c6 3. Sc3 Sf6 4. e3. Watson hält nun ... Lf5 für praktisch unspielbar wegen 5. cxd5 cxd5 6. Db3. Dies erstaunt, denn es ist seit vielen Jahren bekannt, dass 6. ... Sc6 7. Dxb7 Ld7! ein für Schwarz gut spielbares Gambit ist. Avrukh hat mittlerweile in seinem Slawisch-Buch die schwarze Kompensation weiter herausgearbeitet, aber auch zur Zeit der Arbeit an Watsons Buch hätte diese Variante genauer erwähnt werden müssen. Wenn Weiß sich darin nicht auskennt, wird es schnell brandgefährlich. Somit fehlt in Watsons Slawisch-Kapitel praktisch ein Drittel, denn der Teil zum ... a6-Slawisch wird ordentlich abgehandelt so wie auch Schlechter-Slawisch, also Slawisch mit ... g6. Halbslawisch ist hingegen ein eigenes Kapitel.

Alles in allem ein hervorragendes Buch, vielleicht in manchen Teilen als Repertoire zu zahnlos, aber andererseits haben wir ja zurzeit sogar einen Weltmeister, der vermeintlich ausgeglichene oder gar harmlose Stellungen zum Gewinn knetet. Man vermisst bei Watsons Buch vielleicht Kurzzusammenfassungen oder besonders anschauliche Diagramme mit Pfeilen und ähnlichen Hilfen, aber wenn man einige Zeit mit diesem Buch gearbeitet hat, bekommt man sowieso ein Gefühl für die Strukturen. Für den Aufbau seines Eröffnungsrepertoires kommt man mit Watsons Buch jedenfalls lange Zeit gut hin. Wenn man artig seine Taktikaufgaben macht und fleißig Endspiele lernt, kann man hiermit sehr gut punkten. Wer es aggressiver mag, ist bei Schandorff oder Kaufman wahrscheinlich besser bedient, hat dann aber auch mehr Arbeit vor sich.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gutes Repertoirebuch, 10. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein ausführliches Repertoire Buch, welches die Eröffnungen nach 1.d4 aus der Sicht von Weiß nahezu komplett abdeckt. Es behandelt eher positionelle Varianten und nicht ultrascharfe Systeme. Meist werden auch Alternativen angeboten, so dass man Auswahlmöglichkeiten hat, falls man mit einer Variante nicht klar kommt. Wie bei Watson gewohnt, sind die Analysen gut und die Varianten sind verlässlich und fundiert.
Warum ich nicht 5 Sterne vergeben habe? Nun, das ist subjektiv bedingt. Ich vermisse komplette Partien und ich hätte mir insgesamt mehr erklärenden Text zu den Ideen der einzelnen Systeme gewünscht.
Ansonsten aber ein gutes und empfehlenswertes Buch, welches sich allerdings an fortgeschrittene Spieler wendet. Für Anfänger halte ich es nicht für geeignet.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr gut, 20. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wie von John Watson zu erwarten, ein exzellentes Buch, das ein sehr originelles Eröffnungsrepertoire für Positionsspieler beriet stellt. Die Darstellung ist dabei so detailliert dass sie auch auf Meisterniveau (>2200 ELO) standhalten kann, und zugleich mit vielen verbalen Erklärungen auch eine gute Einführung für Spieler, die auf 1.d4 umsteigen möchten, oder, wie ich, nach einem schlagkräftigen Zweitrepertoire gesucht haben.
Die meisten von Watson vorgeschlagenen Varianten werden sehr selten gespielt und bieten daher sehr gute Chancen den Schwarzspieler auf dem falschen Fuss zu erwischen.
Gut geschrieben, gut gesetzt, rundherum empfehlenswert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen