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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen High Fantasy, spannend, schön und elfenfrei
Die Krosann-Saga fängt zunächst eher märchenhaft an. Im Land Toldar herrscht Frieden. Allerdings gibt es Unruhen an den Grenzen, Hofintrigen und Machtspiele.

Prinz Karek ist 13 Jahre alt und entspricht so gar nicht der gängigen Prinzennorm. Er liest gerne und isst gerne. Beim Kampfunterricht ist ihm sein Übergewicht im Wege. Bisweilen...
Vor 11 Monaten von Sursulapitschi veröffentlicht

versus
14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Guter Serienauftakt mit manchen Mängeln
Nachdem ich die vielen guten Rezensionen für dieses Buch gesehen habe und der kleine Preis der Kindle Version nicht dagegen sprach, habe ich mir die Krosann-Saga gekauft.

Nach drei Tagen des Lesens habe ich insgesamt gemischte Gefühle, besonders den ersten Band betreffend. Ich möchte von daher bereits vorweg sagen, dass die Saga insgesamt gut bis...
Vor 5 Monaten von Kazuto veröffentlicht


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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen High Fantasy, spannend, schön und elfenfrei, 4. Mai 2014
Von 
Sursulapitschi - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Auftragsmörderin: Die Krosann-Saga Lehrjahre I (Kindle Edition)
Die Krosann-Saga fängt zunächst eher märchenhaft an. Im Land Toldar herrscht Frieden. Allerdings gibt es Unruhen an den Grenzen, Hofintrigen und Machtspiele.

Prinz Karek ist 13 Jahre alt und entspricht so gar nicht der gängigen Prinzennorm. Er liest gerne und isst gerne. Beim Kampfunterricht ist ihm sein Übergewicht im Wege. Bisweilen stellt er unbequeme Fragen, die das traditionelle Regierungskonzept betreffen. Sein Vater und seine Lehrer sind sich einig: So geht das nicht weiter.
Dann stellt sich heraus, dass ein Auftragsmörder vom Orden der Krähen auf Karek angesetzt wurde. Damit ist Kareks beschauliches Leben vorbei. Eine Krähe führt ihren Auftrag immer aus.

Was märchenhaft beginnt wird zunehmend gefährlich, aufregend und mysteriös. Eine Schriftrolle taucht auf, geschrieben in der uralten Sprache der Myrnen.
Da gibt es eine Prophezeiung, die etwas mit einem legendären Schwertkämpfer und der Thronfolge zu tun hat. Auch die ein oder andere magische Gestalt greift in das Geschehen ein.

Anfangs denkt man vielleicht: Aha, die Geschichte vom unbeholfenen Jungen, der ein großer Held wird, das gibt es in unzähligen Varianten. Aber schon sehr bald wird man von der Geschichte gefangen genommen. Der Schreibstil ist wunderbar, eingängig, manchmal witzig, manchmal derbe und manchmal nur schön.
Es gibt auch keine größeren Orientierungsschwierigkeiten, die Fantasy manchmal bietet. Man wächst langsam hinein in diese Welt, ohne viele Völker, Wesen, Religionen oder magische Theorien lernen zu müssen. Das kommt langsam, nach und nach. Auch wenn später mehrere Handlungsstränge auftreten, kompliziert wird es nie, nur spannend.
Besonders gut gefällt mir, dass hier klassisch anmutende Fantasy kein einziges klassisches Fantasyklischee bedient. Keine Elfen, keine Zwerge, Trolle, Orks oder Drachen weit und breit. Einige magische Gestalten treten auf, aber bislang sind die nur mysteriös und nicht einzuordnen.

Einziger Kritikpunkt ist ein doch sehr offenes Ende. Ich habe nach dem Lesen des ersten Bandes der Saga das Gefühl, gerade mal in ein wunderbares Buch hineingeschnuppert zu haben. Ich will mehr, und zwar sofort. Der zweite Band erscheint im Juni. Ich bin gespannt!
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine unerwartete Überraschung, 11. Juli 2014
Ich muss ehrlich sagen, ich war am Anfang sehr skeptisch: Ein Titel der mit "Die ..." beginnt, ein Königreich, und Rabe auf dem Cover.. ganz zu schweigen davon dass mich die Fantasy-Erscheinungen der letzten Jahre eher wenig überzeugt haben.
Umso begeisterter war ich, als ich mich erstmal in das Werk reingelesen hatte! Insbesondere der redegewandte Hauptcharakter Karek und seine Art und Weise, mit der Welt, in der er lebt, zurechtzukommen ist ein gelungener und untypischer Held. Die Geschichte ist sehr liebevoll ausgetüftelt und strotzt vor Ideen. So sehr ich darauf vorbereitet war, mich durch die Lektüre hinweg an andere Werke erinnert zu fühlen, desto mehr freue ich mich über ich all die neuen Ideen, die Sam Feuerbach hier gekonnt zusammenpuzzelt. Viel Story und wenig Randbeschreibung: Meistens begrüße ich es zwar sehr, wenn ein Autor nicht jedes 'Rascheln und Säuseln des Westwindes in den Kronen der alten Eichen am Wegesrand' kleintritt, aber manchen Stellen würden ein paar mehr Orts- und Poersonenbeschreibungen nicht schaden.
Alles in allem ist die Krosann-Saga aber sicherlich noch vielseitig ausbaubar, ich hoffe dass die nächsten Bücher weiter über die Grenzen von Toladar hinausufern. Der Nachfolger 'Der Schwertmeister' liegt neben mir - ich lese jetzt weiter!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Auftragsmörderin, 29. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Auftragsmörderin: Die Krosann-Saga Lehrjahre I (Kindle Edition)
Karek, 14 Jahre, Sohn von König Tedore und Thronfolger des Reiches Toladar, ist alles andere als ein Kämpfer. Er ist zwar nicht sportlich, was auch ein bisschen seiner Figur zuzuschreiben ist, aber sehr klug. Sein Werkzeug ist eher die Feder, als das Schwert. Auch den leiblichen Genüssen ist er nicht abgeneigt. Als eine Auftragsmörderin nach seinem Leben trachtet, muss er inkognito in die Feste Strandsitz um den Schwertkampf und mehr zu erlernen. Nur einer kennt seine wahre Identität. Hier herrscht ein rauer Umgang. Bei der Auswahl wird er ganz zuletzt genommen, oder sagen wir lieber dem "Auswähler" blieb keine andere Möglichkeit als ihn zu nehmen. So gerne wäre er ins weiße Team gekommen, aber leider muss er ins schwarze, zum Glück für ihn. Der Leiter der weißen Gruppe ist der Sadist Bostun. Shyr Ban bildet die schwarze Truppe aus. Seine Zimmerkameraden Blinn, Eduk, Wichtel und Krall wachsen immer mehr zusammen. Nach einem Zwischenfall im Wald trifft Karek auf die Auftragsmörderin. Eine Begegnung, die beider Leben verändern soll, oder?

Der wundervolle bildhafte und leichte Schreibstil hat mich sofort in die Geschichte eintauchen lassen. Karek, der kleine Kugelfisch, gefällt mir ausnehmend gut. Auch Sara ist mir sehr sympathisch. Sie ist für eine Bedienstete sehr gebildet. Die Auftragsmörderin hat furchtbares durchleiden müssen. Wieviel kann ein Mensch ertragen?

Die Charaktere sind sehr gut beschrieben. Ob sympathisch oder unsympathisch, jeder ist gut getroffen und passend für die Geschichte gewählt. Man kann sie förmlich vor seinem inneren Auge sehen. Karek, zu Beginn so "gezeichnet", als sei er nur auf eins bedacht, brillierte während einer Zusammenkunft. Durch seine Ideen scheint er aber auch unbequem - gefährlich zu werden. Trotz seines jungen Alters scheint er eine gewisse Weisheit in sich zu tragen. Bin ein großer Fan von ihm. Im Laufe der Geschichte gewinnen die Charaktere an "Tiefe". Karek hat eine wunderbare Entwicklung durchgemacht. Er ist mir vom ersten Moment an ans Herz gewachsen. Seine Zimmergenossen entwickeln sich von "Mitbewohnern" zu Freunden, gewinnen an Tiefe. Karek hat ein "feines" Wesen. Auch die Auftragsmörderin, noch ohne Namen, ist sehr gut charakterisiert, öffnet sich. Wird sie mit Hilfe von Karek etwas über ihre vergessene Kindheit erfahren?

Mit „Die Auftragsmörderin“ ist Sam Feuerbach ein großartiger Auftakt zur „Krosann-Saga“ gelungen. Bin gespannt auf die weiteren Teile. Ich habe mitgefiebert, mit gelitten, bin einfach mittendrin gewesen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mach weiter Sam!, 27. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Auftragsmörderin: Die Krosann-Saga Lehrjahre I (Kindle Edition)
Am Ende des Buches steht die Enttäuschung...
...weil der 2. Band noch nicht fertig ist!

Sehr eingängige, unterschiedliche Charactere, die einen einfach mitnehmen und miterleben lassen.
Eine Grundregel bravourös gelöst: die Protagonisten machen immer was.
Hört sich einfach an, aber in viele Geschichten vielfach verfehlt.
Sams Welt lebt auch ohne seitenlange Aufzählungen.

Der Schreibstil reicht noch ;-) nicht and Brandon Sanderson heran, ist aber eingänging genug.
Und wird sich mit Krosann sicherlich auch noch entwickeln.

Der ein oder andere Ansatz/Character wirkt noch etwas offen (OK...1. Teil) hätte aber doch wie z.B. bei Roban dem Pferdejungen etwas mehr beackert werden können - bitte Sam vergiß den nicht...

Freu mich auf Juni...Stand da eigentlich der 1. Juni oder der 30.? Oh Gott...bitte nicht der 30......
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend, liesst sich sehr flüssig und soooo witzig - bitte mehr!, 17. September 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Auftragsmörderin: Die Krosann-Saga Lehrjahre I (Kindle Edition)
Nach diesem ersten und seinem Nachfolge Buch der gleichen Saga gehört Sam definitiv zu meinen Author-Favoriten! Wer wissen will weshalb, liest weiter. Logisch!

Ich lese viel und gerne Fantasy-Bücher, auch von neuen Authoren und meistens stören mich neben fehlender Spannung, unlogischen Geschichtsabläufen und einem eigentümlichen Humor besonders zwei Dinge:

- Labile Hauptcharaktere: immer wieder liest man über mehrere Seiten die internen Gedankengänge geprägt von sozialen Phobien der Abweisung, der eigenen Unsicherheit, die sich zudem verschachteln, der Charakter springt von einem unsicheren Gedanken zum andern bis endlich nach etlichen Kindle-Book Seiten der Handlungsstrang wieder aufgenommen wird - statt Spannung taucht eher Depression und Verärgerung auf. Da möchte man den Hauptcharakter am liebsten durchrütteln, ohrfeigen und zurufen "Komm endlich zur Vernunft!".

- Informative Erzählweise: eigentlich fällt mir gar kein passender Ausdruck dafür ein. Gemeint ist, wenn der Author die Szenen in einem solchem Detail beschreibt, nicht der Spannung willen sondern der Information, meistens auf eine abstrakte Weise die nicht weder geistreich noch anregend ist. Die Handlung, die Geschichte selbst wird dabei über mehrere Seiten völlig ausser Acht gelassen. Und am besten in der Wiederholung nach jeder kürzeren Handlung. Ein unerwünschter Lückenfüller. Liest sich dann wie mein altes Buch zur Betriebswirtschaftslehre von Thommen: langatmig, trocken und langweilig.

Diese Punkte wird man in der Krosann-Saga vergebens finden. Originelle Charaktere, vom dicken (zu Anfang un-) selbstbewussten, immerhungernden Prinzen, über seine unterschiedlich begabten und aufgeweckten Offiziersanwärter-Kameraden, die Auftragsmörderin ohne Namen bekannt als Krähe, der zögernde, friedfertige Vater König und bis zum von schwerer Folter geprägte, böse, sabbernde Fürst der zur Rebellion anstachert. Eine der für mich persönlich am flüssigsten zu lesende Erzählweise, die den Leser bereits von Anfang geschickt in die Geschichte einführt und von Seite zu Seite aufbaut. Nie musste ich zurückblättern, weil mir plötzlich etwas nicht verständlich war. Ausser bei den Witzen (besondern die Stelle mit dem Furz von Krall), die meisten davon musste ich mir nochmals zu Gemüte führen - genial! Ansonsten war der rote Faden immer da.
Je besser man die Charaktere kennenlernt desto unerwarteter trifft einen der geistreich platzierte Witz, und dass sogut wie in JEDEM Kapitel. Leute, was habe ich Tränen gelacht ! Konnte das Buch nicht weglegen und habe beide Bücher in glaube 3 Tagen durchgelesen mit dem Fazit:

Bitte Sam, biiiiitteeeee ... mehr davon! Wehe Du hörst auf zu Schreiben, dann kriegste ne Krähenfeder aufs Bett. Logisch!

Toll fand ich auch dass die ersten 2 oder 3 Kapitel aus dem nächsten Buch dabei sind - allerbeste Werbung, bin gespannt auf die Fortsetzung!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend und originell, 9. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Auftragsmörderin: Die Krosann-Saga Lehrjahre I (Kindle Edition)
Dieses Buch hat mich bestens unterhalten. Es könnte bisher (es sind wohl mehrere Bände geplant) auch als historischer Mittelalter-Roman durchgehen, da nicht allzu viele Fantasy-Aspekte auftauchen.

Die zwei Hauptpersonen sind grundverschieden.
Zum Einen gibt es den jungen Prinzen, leicht verwöhnt und heftig verfressen, dabei noch körperlich sehr ungelenk. Eigentlich ein Anti-Held. Wenn ihn nicht sein hellwacher Verstand ständig dazu brächte, Dinge zu hinterfragen.
Zum Anderen werden viele Kapitel aus der zynischen Perspektive einer knallharten Auftragsmörderin erzählt. Das klingt dann so:

"... Dichte Rauchschwaden waberten unter der niedrigen Holzdecke der Schänke. Stammgäste in diesem Loch waren abgehalfterte Söldner, die alles rauchten, was sie unter die Finger bekamen. Tabak, Blumen, getrocknete Hühnerscheiße – egal, Hauptsache an einem Stängel lutschen und quarzen. Zum Ausgleich soffen sie alles, was sie in die Kehle bekamen. Bier, billigen Wein, Fusel, gegorene Ziegenpisse - egal. Hauptsache runter damit. So rochen sie auch. Stinknormale Männer halt. Logisch. ..."

Dennoch gelingt es dem Autor, dass der Leser beide Charaktere spätestens nach den ersten hundert Seiten in sein Herz schließt. So habe ich mitgefiebert als der Prinz aus seinem Heimatschloss herausgerissen und inkognito in eine Soldatenausbildung gesteckt wird.
Auch die professionelle, kaltblütige Mörderin hat ihre gefühlvollen Momente.

Spannung und Humor wechseln sich ab. Die witzigsten Dialoge spielen sich im Zimmer der fünf Rekruten in der Ausbildungsburg ab, wenn die jugendlichen Soldatenanwärter sich gegenseitig auf die Schippe nehmen.

Sprachlich Ok – auch mit der Landkarte hat sich der Autor sichtlich Mühe gegeben. Mit den Serien von Indie-Autoren ist das immer so einer Sache. Hoffentlich erscheint der zweite Teil auch wirklich im Juni.

Fazit: Besser als ein Großteil der heutigen Vollpreis-Fantasy.

Insgesamt 5 von 5 Sternen
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Auftragsmörderin, 20. Oktober 2014
Der Vorteil des modernen Selfpublishing ist, dass sich der veröffentlichende Autor nicht den Konventionen unterwerfen muss, die ihm Verlage auferlegen und seine Vision so umsetzten kann, wie er es möchte, nur beeinflusst von seinen eigenen Testlesern.

Das sorgt zwar für große Qualitätsunterschiede, ermöglicht aber auch Romanen oder Serien das Licht der Welt zu erblicken, die sich als kleine Perlen entpuppen. Eine davon ist „Die Auftragsmörderin“, der erste Band der „Krosann“-Saga.

Mit seinen fast vierzehn Jahren ist Prinz Karek noch nicht sonderlich daran interessiert, seinen Platz in der großen Politik einzunehmen. Er ist zwar der Thronfolger und wird entsprechend ausgebildet, aber die Unterrichtsstunden, vor allem das Waffentraining, empfindet er als große Last. Und in den Sitzungen seines Vaters mit dem königlichen Rat oder an Gerichtstagen langweilt er sich eher, als aktiv mitzumischen.

Er isst lieber für sein Leben gern und hangelt sich von Mahlzeit zu Mahlzeit, denn auch Freunde fehlen ihm, mit denen er sich die Zeit vertreiben könnte. Dennoch entwickelt er einen wachen Verstand und einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, die ihm dabei helfen, immer die richtigen Fragen zu stellen und damit den Geheimnissen seiner Umwelt auf den Grund zu gehen. Zudem ist er von ausgeprägt friedliebender Natur und zieht gewaltlose Lösungen vor.

Ein Hexenprozess reißt Karek jedoch schon bald aus seinem trägen und langweiligen Leben, weckt ein Interesse, das er vorher noch nicht kannte. Warum will ein Adliger eine angesehene Priesterin töten, nachdem er sie grausam gefoltert hat, Welches Geheimnis versteckt sich in den Zeichen auf einem Pergament, auf das es nicht nur er abgesehen hat, und nicht zuletzt – was haben die Fetzen einer uralten Prophezeiung damit zu tun?

Derweil haben sein Vater und dessen Vertraute andere Sorgen, erkennen sie doch, dass eine Auftragsmörderin ihr Unwesen in und um die Burg treibt und ihr Ziel ganz offensichtlich der Prinz zu sein scheint …

„Die Auftragsmörderin“ ist einer jener Romane, die eigentlich keine spektakulären und epischen Geschichten erzählen, sich aber dennoch irgendwie in das Herz des Lesers schleichen und ihn ganz schnell mitten in das Geschehen ziehen.

Sam Feuerbach verzichtet nämlich zuerst einfach darauf, den Hintergrund zu enthüllen und beschreibt seine beiden Hauptfiguren in ihrer kleinen Lebenswelt. Der Prinz, verwöhnt und verweichlicht, aber dennoch nicht moralisch und geistig verdorben steht dabei im krassen Gegensatz zu der namenlosen Auftragsmörderin, die keine Gefühle mehr, außer Hass und Mordlust zu haben scheint und für die Töten wie das Atmen zum Leben gehört. Und in einer dritten Handlungsebene wird eine weitere Figur eingeführt, die allerdings erst später zum Tragen kommt, aber auch ihren Teil zum Hintergrund beiträgt.

In lebendig erzählten Szenen erfährt der Leser nicht nur vom alltäglichen Dasein seiner Helden, sondern auch den im Hintergrund schwelenden Gefahren, sei es nun einem heraufziehenden Konflikt mit dem südlichen Nachbarreich oder aber Intrigen am eigenen Hofe. Immer wieder gibt es Andeutungen und Hinweise, dass hinter all den Problemen vielleicht noch mehr mitschwingt und auch die Magie nicht so ganz aus der Welt der Menschen verbannt ist.

Es sind scheinbar kleine und unspektakuläre Ereignisse, die sich nach und nach zu einem abwechslungsreichen und bunten Mosaik zusammenfügen. Deshalb bedarf der Autor auch keiner epischen Schlachten oder viele dramatische Kämpfe, um die Geschichte spannend zu gestalten.

Es sind die facettenreichen Figuren, die die Handlung tragen, denn immer wieder zeigt sich, dass auch sie Geheimnisse haben, die die einzelnen Hinweise miteinander verbinden.

Dabei stört es überhaupt nicht, dass die Helden und Schurken durchaus auch so ihre Klischees bedienen, denn der Autor lässt sich nicht auf die reinen Archetypen festlegen und belässt es oft bei reinen Andeutungen, in die man als Leser selbst genug hineininterpretieren darf.

Erzählt wird das alles in einem warmherzigen und flüssigen Stil, der niemals langweilt und viele Ereignisse mit einem Augenzwinkern unterlegt. Sam Feuerbach trifft den Charakter seiner Helden und der anderen Figuren oft mit wenigen Worten und findet auch sonst eine gute Balance zwischen Abenteuer, Beschreibung und Dialogen, um den Leser durchweg bei der Stange zu halten. Am Ende ist man nicht nur rundum zufrieden mit der Geschichte sondern hat auch noch Lust darauf zu erfahren, wie es in Krosann weitergehen wird.

„Die Auftragsmörderin“ ist ein rundum gelungenes Fantasy-Abenteuer für alle Fans lebendiger Geschichte aus fremden Welten, in denen die Spannung nicht allein auf Action, exotische Monster oder gar übermächtige Gegnern setzt, sondern eher auf Geheimnisse, die sich erst nach und nach enthüllen, ähnlich wie das Intrigenspiel hinter den Kulissen, das die Handlung zusammenhält. Dazu kommen ausgefeilte Figuren, die immer wieder zu überraschen wissen, und eine abwechslungsreiche Handlung, die von Anfang bis Ende durch die unkomplizierte und vor allem lebendige Erzählkunst von Sam Feuerbach getragen wird.

Meine Bewertung:
4,75 von 5 Aufträgen
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit Spannung,Witz und bestechenden Charakteren - ein echter Fantasy-Genuß, 14. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Auftragsmörderin: Die Krosann-Saga Lehrjahre I (Kindle Edition)
Selten habe ich mich in ein Fantasy-Buch so direkt und anstrengungslos hineinlesen können. Der Winkelzug, die Welt aus Sicht eines Heranwachsenden zu betrachten, der mit gewissem Scharfsinn hinter die Dinge blicken kann, führt einen beim Lesen direkt mitten ins Geschehen. Herausragend finde ich persönlich scharfe Zeichnung der handelnden Charaktere. Man gewinnt den Eindruck, dass der autor nur eine Seite pro Charakter benötigen würde, damit sie einem im Gedächtnis sind. Die Welt wird auch mithilfe von Vorurteilen belebt, die sich aber zu einem nicht unerheblichen Teil auch wieder auflösen, denn der Blick auf die Dinge des jungen Prinzen wird durchaus einige Male später als falsch entlarvt. Ein weiterer Punkt ist das Fehlen von "blabla", also Textteilen über welche man denkt "komm zum Punkt" oder "hätte er jetzt auch kürzer schreiben können". Außerdem werden Kleinigkeiten aus der Geschichte später immer wieder aufgegriffen, so dass man das gute Gefühl bekommt, alles wäre mit allem irgendwann mal verkettet und füge sich sinnvoll zusammen. Meine liebste Figur in diesem Roman ist übrigens aktuell nicht der Prinz selbst, sondern die Auftragsmörderin, welche auf ihn angesetzt wird. Im Zusammenspiel der beiden entfaltet sich später das Können und die Fähigkeit zu Überraschen - ein echter Genuß.

Seid also gespannt auf interessante Figuren, eine spannende Story und *hust* leider auch ein totales Süchtigwerden. Das "Wiegehtsweiter?!"-Gefühl zwingt mich, jetzt sofort Teil 2 zu lesen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Auftragsmörderin, 6. Oktober 2014
Karek, 13 Jahre alt, Thronfolger von Toladar. Dummerweise entspricht Karek überhaupt nicht dem Bild eines Königs. Viel lieber verkriecht er sich mit zu viel Essen hinter seinen geliebten Büchern. Anstatt sich im kämpfen zu üben, benutzt er lieber seinen schlauen Kopf. Doch als auf Karek die Krähe, eine Auftragsmörderin angesetzt wird, soll sich sein ganzes Leben verändern...

Ich bin begeistert von dem ersten Teil der Krosann Saga.
Das Cover ist für mich sehr ansprechend, wie die Krähe über eine Landkarte fliegt. Auch das Wappen wird noch in der Geschichte vorkommen und somit hat man sich schnell ein Bild gemacht.
Zum Anfang des Buches endeckt man zuerst noch eine Landkarte, dort hat man einen schönen Überblick wo sich welche Ereignisse abspielen.
Teilhaben darf man an der Geschichte aus den Sichtweisen von Karek, der Auftragsmörderin und Forand, was mir besonders gut gefiel. Besonders toll finde ich, dass die Charaktere Besonderheiten in ihren Texten hatten, wie ein immerwieder kehrendes "Logisch" bei der Auftragsmörderin oder Anmerkungen an Forands verstorbenen Sohn Maks.
Die Geschichte ist sehr spannend erzählt und weist immer wieder Wendungen auf, die mich sehr überrascht haben. Langeweile kam somit nicht annähernd auf.

Da dies der erste Teil der Krosann Saga ist, bleiben natürlich ein paar Fragen offen, welche aber hoffentlich im zweiten Teil "Der Schwertmeister" beantwortet werden...
Von mir gibt es gern vergebene 5 Sterne
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fünf Sterne am Fantasyhimmel, 6. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Auftragsmörderin: Die Krosann-Saga Lehrjahre I (Kindle Edition)
Ich habe in letzter Zeit recht viel Fantasy gelesen, neben den herausstechenden Bestsellern von Rothfuss und Brett auch viele deutsche Autoren als e-book hier bei Amazon. Die Bücher der Krosann-Saga gehören meiner Meinung nach zu dem Besten, was im Bereich Fantasy momentan veröffentlicht wurde und haben mir nach vielen Lala-Momenten in anderen Büchern endlich wieder Begeisterung von Anfang bis Ende geschenkt. Neben dem schriftstellerischen Handwerk, das der Autor einfach sehr gut beherrscht, hat mir besonders gut gefallen, dass er seine Geschichte nicht mit den Möglichkeiten der Fantasy inflationär überfrachtet, sondern sich auf die Figuren und die Atmosphäre konzentriert. So bleibt die Magie, die sich andeutet, wie das Gewürz, das man (noch) nicht herausschmecken kann, aber schon deutlich Appetit auf mehr macht. Im Übrigen ein Kniff, den der große George R.R. Martin auch schon erfolgreich angewendet hat. Ich habe den zweiten Band, der dem ersten in Nichts nachsteht, auch schon gelesen und freue mich sehr auf die Fortsetzung der spannenden Geschichte mit den dritten Teil im Herbst 2014. Einen Minikritikpunkt an den Autor hätte ich noch: Auch wenn der Prinz etwas ganz Besonderes ist, hätte ich mir als kleiner unadliger Leser doch hin und wieder etwas mehr Schwäche, eine etwas mehr dem Alter entsprechende Charakterentwicklung beim Protagonisten Karek gewünscht. Das hätte ihn mir als Figur noch näher gebracht.
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