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50 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Schlüssel zum Königreich - Spätestens jetzt in einer eigenen Liga
"No Control, no surprise!" - Das sind die ersten Wörter, die Chester Bennington aus den Boxen brüllt. Mit dem Kontrollverlust mag er teils Recht behalten, aber eine knallharte Überraschung ist der Einstieg in das Album "The Hunting Party" allemal.
Linkin Park ist schwer zu fassen, in keine Schublade zu stecken und schon gar nicht berechenbar. Das zeigt...
Vor 2 Monaten von M. Schieder veröffentlicht

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ganz Ok
Linkin Parks neues Album geht mal wieder in eine völlig andere Richtung wie man es erwartet hätte, sie wollen den Mainstreamrock wieder in härtere Gefilde rücken, sich also in die Jahre 2000-2003 zurückversetzen als New Metal angesagt war und Bands dieser Richtung aus dem Boden sprießten. Dabei herausgekommen ist ihr bis dato schlechtestes...
Vor 27 Tagen von TheRedeem veröffentlicht


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50 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Schlüssel zum Königreich - Spätestens jetzt in einer eigenen Liga, 20. Juni 2014
Von 
M. Schieder (Weiden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Hunting Party (Audio CD)
"No Control, no surprise!" - Das sind die ersten Wörter, die Chester Bennington aus den Boxen brüllt. Mit dem Kontrollverlust mag er teils Recht behalten, aber eine knallharte Überraschung ist der Einstieg in das Album "The Hunting Party" allemal.
Linkin Park ist schwer zu fassen, in keine Schublade zu stecken und schon gar nicht berechenbar. Das zeigt zum Einen ihre bis dato erschienene Discography, zum Anderen der Freigeist der unweigerlich im Spirit der Band allgegenwärtig ist. Mit "The Hunting Party" ist Linkin Park wiedermal ein Geniestreich gelungen, da der rohe Sound und die teilweise brachiale Wut und Brutalität nach den Vorgängeralben "Living Things" und "A thousand suns", sowie dem in die Tonne zu tretendem Remix "Recharged" nicht zu erwarten war. Zwar hatte die erste Auskopplung mit "Guilty all the same" in etwa die Richtung vorgegeben, aber was heißt das schon bei dieser Band?

Wie bereits erwähnt, eröffnet "Keys to the kingdom" mit einem Knall die vor uns liegenden 45 Minuten. Verzerrt, hart, gitarrenlastig, fette Drums, ruhig gehaltene Strophe, Gewaltausbruch im Refrain, Rap-Part, Gitarrensolo. Es ist alles an Bord was einen Linkin Park-Klassiker ausmacht. Absolute Klasse! Und der Zwerg am Ende mit seinem überzeugendem "Kid-Scream" ließ mich dann auch noch laut loslachen. 10/10

"All for Nothing" ist dann der erste Track, bei dem ich persönlich sofort Wasser in den Augen hatte - aus lauter Freude. Mike rappt wie zu seinen besten Zeiten, wieder dicke Riffs, treibende Drums und mit Page Hamilton einen Einkauf für die Platte, der sich richtig auszahlt. Zeitlos und unfassbar gut produziert. Das Gitarrensolo von Brad Delson gegen Ende lässt wiederrum aufhorchen. Der Bursche hat, wie auch der Drummer Rob Bourdon, mal so richtig zugelegt. 10/10

Der folgende Kracher "Guilty all the same" dürfte mittlerweile recht bekannt sein. Ich musste aber anfangs tatsächlich mal in den Credits lesen, ob da nicht Deryck Whibley von Sum 41 seine Finger mit im Spiel hat, wie auch bei vereinzelt anderen Tracks der Platte. Alles in allem ist der Song solide, variantenreich, hart und hat vor allem einen richtig angenehmen Rap-Part von Rakim. Live allerdings bringt Mike Shinoda den Song noch etwas besser auf die Bühne, da sein Flow ein ganz anderer ist. 9,5/10

"The Summoning"/"War" füge ich bewusst zusammen, da das Instrumental die Atmosphäre für "War" wunderbar krank aufbaut. Die Überraschung steht einem dann bei den ersten Riffs von "War" ins Gesicht geschrieben. Punkiger hat man Linkin Park noch nicht gehört. 2:11 Minuten nur auf die Zwölf, und wieder schielt man in die Credits um da irgendeinen Nebenmann auszumachen. Aber das ist eben Linkin Park, unberechenbar, und nur das spielend, auf das sie gerade Bock haben. Auf "The Hunting Party" eben weitaus punkiger als auf jeder anderen Platte. 10/10

Nachdem man vermutet, dass man sich nun etwas zurücklehnen kann und eventuell ein ruhigerer Song nachgelegt wird, zersört "Wastelands" diese Illusion und ballert mit pochenden Drums aus den Boxen. Wieder ein relativ heftig gehaltenes Stück, was wohl mit am ehesten an die Anfänge der Band erinnert. Solide Arbeit! 8/10

Mit einer Position Verspätung kommt dann nun der erste allgemein ruhiger gehaltene Titel "Until it's gone". Elektronischer Anfang, wunderbar emotional gesungene Verse von Chester, perfekte Atmosphäre. Die Bridge ist wieder absolut Linkin Park-typisch, macht Bock auf den Rest der Platte, welche mit "Rebellion" einen Höhepunkt findet. 8/10

Daron Malakian. Alleine dieser Name dürfte für höher schlagende Herzen im Vorfeld der Veröffentlichung verantwortlich gezeichnet haben. Der "System of a Down"-Gitarrist und Mastermind der Band drückt "Rebellion" dermaßen den Stempel auf, dass es eine wahre Freude ist. Typische Riffs, Melodiestränge und eine treibende Härte die einfach nur zum Abrocken einlädt. Mit der Bridge gelingt Linkin Park der wohl härteste Songpart ihrer Bandgeschichte. Ein Riesending! 10/10

"Mark the graves" dürfte dann der Song sein, der das Publikum spaltet. Linkin Park wären nicht LP, wenn sie nicht mindestens ein Experiment auf der Platte hätten. Anfänglich melodischer Aufbau, wird von einem Riffgewitter eingestampft, bis dann irgendwann Chester mit poppiger Gesangseinlage einsteigt, und versucht das Stück in eine Richtung zu steuern, die es leider zu keinem Zeitpunkt der 5 Minuten erreichen wird. Da wurde viel Potenzial verzockt. da der Refrain nicht unbedingt der schlechteste ist. 7/10

Als ich dann Tom Morello (Rage against the machine) gelesen hatte, war ich mehr als gespannt, was uns denn mit dem 10. Track "Drawbar" erwarten würde. Ein wunderbares Instrumental, mit schönen Pianoklängen und verzerrter Gitarre, was allerdings Morello in dem Stück macht, erschließt sich mir nicht ganz. Wieder unheimlich schade, da auch hier noch weitaus mehr herausgeholt hätte werden können. 7/10

"Final Masquerade" schließt fast nahtlos an "Drawbar" an und zählt schon jetzt zu den, für mich, wichtigsten Linkin Park - Songs aller Zeiten. Chester singt hervorragend, der Text ist ein Genuss und der Refrain gehört zu den stärksten der Band.
"The light on the horizon was brighter yesterday / with shadows floating over the scars began to fade / we said it was forever but then it slipped away / standing at the end of final masquerade". Neben "Rebellion" mein persönliches Highlight. 10/10

Der Abschlusstrack "A line in the sand" schließt das Album dann ruhig, instrumental und atmosphärisch ab, in etwa wie "The little things give you away" von "Minutes to midnight" - Denkste! Beginnend darf man das ruhig denken, Mike singt engelsgleich vor sich hin bis heftige Drums und punkige Gitarren einsetzen, die mich nicht zum ersten Mal an Sum 41 erinnern. Mit 6:35 Minuten der längste Track der Platte und der beste Closer seit "Pushing me away". 10/10

Man kann kaum alles auf den Punkt bringen, was "The Hunting Party" ausmacht. Die Band behandelt politische, als auch persönliche Themen, Krieg, Missachtung, mediale Verblödung, Dinge die uns alle betreffen, und das mit einer Wut und einem rohen Soundgerüst, dass man ihnen nach den letzten Alben beim besten Willen kaum noch zugetraut hätte. Chester geht hier und da etwas unter, was dem "dreckigen" Sound aber zu Gute kommt. Produziert wurde die Scheibe allein von Linkin Park selbst, ohne Rauschebart Rick Rubin. Im Umkehrschluss heißt das, dass sie machen konnten was sie wollten. Wer also schreit, das sei nicht mehr Linkin Park (was sich bei nicht wenigen Fans, die seit "Minutes to midnight" dabei sind sicher ergeben dürfte), der muss das revidieren, da dieses Album NUR Linkin Park ist, mit den von ihnen ausgewählten, hochklassigen Gastkünstlern.

Es wird sich zeigen, in welche Richtung sich die Band schlussendlich weiterentwickeln wird, wo der Weg hinführen soll. Voraussagen kann man bei Linkin Park spätestens hier sowieso vergessen. Den Schlüssel zu ihrem Königreich (Keys to the kingdom) haben sie mit der "Hunting Party" jedenfalls in der Hand. Sie müssen letztendlich nur noch aufsperren.
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75 von 88 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Jagd kann beginnen…, 13. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Hunting Party (Audio CD)
THE HUNTING PARTY, so heißt es nun also, das neue Album von Linkin Park. Lange wurde es sehnsüchtig erwartet, vor allem seit die Band es als ein sehr gitarrenlastiges Album angekündigt hatte. Die Vorab-Singles GUILTY ALL THE SAME & das etwas ruhigere, aber mindestens genau so großartige UNTIL IT'S GONE, ließen die Erwartungen der Fans ins unermessliche ansteigen. Als mögliche Rückkehr zu den musikalischen Wurzeln wurde THE HUNTING PARTY zu einem der heißersehntesten Alben der letzten Jahre. Ob die Platte hält, was sie verspricht, erfahrt ihr in den nächsten Zeilen, in welchen ich mich ein kurzen Bewertung zu den einzelnen Songs äußern werde. Wer nicht so viel Zeit/Lust hat kann den Teil bist „FAZIT“ auslassen. Natürlich ist das Folgende nur meine Meinung, ich bin offen für Kritik & Anmerkungen, freue mich natürlich aber auch über jegliches Lob 

KEYS TO THE KINGDOM 10/10

Das Album wird gleich mit einem Shouting-Part eröffnet, bevor eine massive Riffwand im punkigen Stil den Hörer erwartet. Der Song bringt klaren Gesang, Shouts und Rap mit und lädt sofort dazu ein, im Takt mitzunicken, zu tanzen und zu headbangen. Ja, ihr habt euch nicht verlesen, das kann einem bei Linkin Park noch passieren! Ein sehr aggressiver Song, der aber trotzdem gute Laune bringt. Klasse Opener!

ALL FOR NOTHING 9/10

Ein für Linkin Park sehr untypischer Rocksong. Viel Rap, viel Wucht, sehr viel Punk im Refrain. Nicht, dass einen hier purer Punkrock erwartet, nur haben Linkin Park einige Elemente aus diesem Genre geschickt eingebaut, vor allem im Refrain stechen diese Einflüsse heraus. Ein weiterer toller Song, bis jetzt bin ich sehr angetan 

GUILTY ALL THE SAME 9,5/10

Das soll ich wohl auch nicht ändern, denn GUILTY ALL THE SAME kann einiges. Der Song war ja bereits im Voraus als erste Single veröffentlicht und sollte den meisten Fans wohl bekannt sein. Zu Anfang fand ich das etwas längere Intro etwas lästig, inzwischen stört es mich gar nicht mehr, im Gegenteil, der Song baut sich immer mehr auf und wird zu einem echten Kracher. Der einzige Kritikpunkt ist (für mich) die Tatsache, dass Gesang und Rap nur getrennt auftreten, machte die Kombination doch früher vieles von Linkin Park's Stil aus. Allerdings macht das vielleicht auch den Charme von GUILTY ALL THE SAME aus. Im Wesentlichen ist es ein purer Rock-/Metalsong, das steht der Band mehr als erwartet. Mir gefällt's sehr gut.

WAR 10/10

Das Lied beginnt mit einem ziemlich verstörenden Intro (hier als eigener Track names THE SUMMONING aufgeführt), bestehend aus einer bedrohlichen Geräuschkulisse, wie aus einem Horrorstreifen der 70er. Dann kommt ein Cut und plötzlich hört man sich eine Nummer an, die puren New Yorker Hardcore atmet, kombiniert mit Punkrock der feinsten Art. Chester shoutet sich die Seele aus dem Leib, das Tempo ist hoch, dann einer dieser Mitgrölrefrains, wie man ihn sonst von Agnostic Front & Co. kennt. Wahnsinn!

WASTELANDS 10/10

Auch WASTELANDS ist schon seit einiger Zeit bekannt, wenn auch nicht als Single. Ein sehr harter Track, mit einem ziemlich verschobenen Rhythmus, massig Riffs, aggressivem Rap von Mike, druckvoller Gesang von Chester, sowie einem astreinen Breakdown, wie noch zu HYBRID THEORY-Zeiten. Wirklich klasse, der Song wächst mit der Zeit und der Kontrast aus ruhigem Gesang, Rap und Shouten gefällt immer mehr. Weiter so!

UNTIL IT'S GONE 10/10

Fängt mit einem elektronischen Part an, aber keine Sorge die Party ist noch nicht vorbei. Der Song entwickelt sich zu einer druckvollen Rocknummer. Ruhige Strophen, bevor im Refrain wieder Rock dominiert. Der elektronische Anteil bleibt vorhanden, die Nummer ist recht radiofreundlich, aber dennoch sollte das Lied auch die Fans der ersten Stunde überzeugen, denn der Song ist nicht mit zuletzt sehr elektronischen Songs u vergleichen und macht einfach nur Spaß! Einer meiner Favoriten bis jetzt!

REBELLION 10/10

System Of A Down? Irgendwer? Hat seine Gründe, den S.O.A.D.'s Lead-Gitarrist und oftmals auch Sänger Daron Malakian ist mit von der Partie und dementsprechend ist der Song hörbar von Alben wie MEZMERIZE oder TOXICITY beeinflusst. Der S.O.A.D.-Anteil lässt im Verlauf des Songs etwas nach, es bleibt also trotzdem Linkin Park. Der Refrain gefällt mir besonders gut, aber auch der Rest des Songs ist erstklassig. Die Bridge beinhaltet mal wieder einen Chester mit besonders schlechter Laune, das dürfte allerdingt für besonders gute Laune bei den meisten Hörern sorgen. Schon wieder ein Song der Superlative!

MARK THE GRAVES 8/10

Zunächst ein Intro, welches Spannung aufbaut und noch einen sehr freundlichen Unterton hat. Grade als die Spannung kurz vor'm überkochen ist pausiert das Lied für knapp 2 Sekunden. Was dann kommt ist kaum in Worte zu fassen: Ich habe noch nie einen Song von Linkin Park gehört, der so stark zum moshen und ausrasten einlädt! Grade ist das innere Auge noch beim imaginären Moshpit, als die Strophe erstaunlich ruhig loslegt. Der Song bleibt interessant, aber irgendwie andersartig. Mir persönlich fehlt vielleicht ein wenig der Fluss. Der Song ist weniger als richtiger Song, sondern mehr als längeres Zwischenspiel anzusehen. Dieses jedoch ist sehr gelungen.

FINAL MASQUERADE 9,5/10

Nun ja, anschließend kommt ein Intro in Form von DRAWBAR, welches echt schön ist und aus Pianoklängen besteht, jedoch mit MARK THE GRAVES als Vorgänger ein wenig der wenn man so will „Partystimmung“ nimmt. Der eigentliche Song FINAL MASQUERADE jedoch ist einfach schön zu hören. Eine rockige Halbballade, die einfach Spaß macht. Vielleicht mit VALENTINES DAY von MINUTES TO MIDNIGHT zu vergleichen. Ich hatte das Lied ein einziges Mal im Voraus gehört, ich behielt zunächst nichts davon, als ich es nun ein zweites Mal hörte, hatte ich das Gefühl ich könnte es komplett mitsingen. Gebt dem Lied also mehr als nur einen Durchlauf, es lohnt sich 

A LINE IN THE SAND 9/10

Der Song eröffnet ruhig, man rechnet schon fast mit einem Outro. Gerade als man schon fast die Hoffnung ist einen dynamischen Rocksong verloren hat legen die Jungs nochmal richtig los. Wieder handelt es sich um einen Song, der sich im Verlauf entwickelt. Rap, Shouts und ruhiger, sowie rauer Gesang wechseln sich ab und schließen das Album, anders als noch auf LIVING THINGS, mit einer geballten Ladung Rock ab.

---FAZIT---

Um es einfach zu sagen: THE HUNTING PARTY ist das mit Abstand beste Linkin Park-Album seit METEORA. Ich würde nicht zwingend sagen, dass es „Back To The Roots“ geht, ein Ausdruck, der ja immer lieber verwendet wird. Linkin Park haben sich musikalisch erneut weiterentwickelt. Kein einfaches „Um-Der-Alten-Zeiten-Willen“-Album ist entstanden, viel mehr ist THE HUNTING PARTY ein Hybrid aus METEORA, MINUTES TO MIDNIGHT & HYBRID THEORY, verseht mit klaren neuen Einflüssen aus der Welt des Punks, Hardcores und Thrashmetals. Alle Songs bewegen sich auf einem sehr hohen Level, ich will ja nicht immer 9/10 oder 10/10 Punkten geben, doch wie könnte ich anders ehrlich bleiben? Vor Allem im Vergleich zu den experimentellen, eher durchwachsenen letzten Veröffentlichungen aus dem Haus Linkin Park, findet man hier wieder die Essenz der Band, die nach MINUTES TO MIDNIGHT verloren ging. Ich bin wirklich mehr als überrascht, dass man sowas noch einmal von der Band zu hören kriegt. Für mich ist das bis jetzt sowohl die größte Überraschung, als auch das bisher beste Album 2014. Bleibt zu hoffen, dass Linkin Park uns in dieser Form noch länger erhalten bleiben und möglichst bald auch die örtlichen Stadien mit Shows wie denen bei Rock Im Park & Rock Am Ring beglücken!
9,5/10
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33 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolute Weltklasse; "Back to the roots" ist aber was anderes, 19. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: The Hunting Party (Audio CD)
Wie jedes LP-Album wurde auch die neue Scheibe sehnsüchtig von den Fans (inkl. mir) erwartet. Mit voller Wucht schlägt sie nun endlich in Boxen der Hörer ein: THE HUNTING PARTY ist da!

„The Hunting Party“ – irgendwie ein komischer Titel, oder? Keine Ahnung wie man ihn am besten übersetzt… „Die Jagd-Party“ oder „Die Jagdgesellschaft“… zutreffen tut jedenfalls beides!

Ich will hier gar nicht drum rumlabern, wie lange ich LP schon kenne und wie ich jedes neu-erschienene Album empfunden hab. Seit „Minutes to Midnight“ sind sowieso keine Vergleiche mehr möglich. Und trotzdem vergleicht man die Platten unbewusst miteinander.
In meiner Rezension möchte ich versuchen, möglichst sachlich zu begründen, warum „The Hunting Party“ (also das Hier und Jetzt) von mir die volle Punktzahl erhält und wie es sich für mich als „alter Fan“ anfühlt, die Songs dieses Albums zu hören.

Schon als der Song „Guilty All the Same“ vor ein paar Monaten veröffentlicht wurde, haben sich die Meinungen der Fans gespalten. Die einen waren begeistert und riefen „Yeah, Back to the roots“, andere sagen „Ach du Sch****, der Sound ist ja schrecklich“. Ich kann es schwer beschreiben. Für mich persönlich trifft weder die eine, noch die andere Aussage zu.
Aber reden wir erstmal über die Songs als solche, bevor es um den philosophischen Kram geht.

Ich habe mit „The Hunting Party“ echt unheimliche Probleme. Luxus-Probleme. Auch nach gefühlten 500 Mal durchhören schaffe ich es nicht, eindeutige Favoriten für mich raus zu picken. Klar, mir gefallen prinzipiell die meisten Lieder von LP sowieso, dennoch stellt sich ja schon immer relativ früh raus, welche Songs einem wirklich am meisten zusagen. Auf der neuesten Platte funktioniert das irgendwie überhaupt nicht, da mich zu 95% alle Songs mit gleicher Stärke mitreißen.
Aggressive Gitarren, scharfe Drums und ausdrucksstarke Vocals – hier ist alles auf höchstem Niveau. LP bedienen den Zuhörer mit einer Mischung aus dreckigem Punkrock, Hardcore, alternative Rock und teilweise sogar Thrash-Metal. Das alles aber ohne dabei zu vergessen, klarzustellen, dass es sich um LP handelt. Denn viele Vertraute Elemente sind vorhanden geblieben, wie z. B. gekonnte Rap-Einlagen, emotionaler Gesang und Geschrei und schlichtweg LP-typisch-melodische Passagen.

Wirklich an alte Tage erinnern tut in meinen Augen aber nur noch der Song „Until it’s gone“. Der Rest klingt einfach frech, erfrischend, emotional und politisch packend und einfach nur dreckig. Letzteres mein ich übrigens im positiven Sinne. Bei mindestens jedem zweiten Song haut Gitarrist Brad Delson ein Solo raus, mit denen er zeigt, dass er nicht nur klassische NuMetal-Powerchords spielen, sondern auch wirklich mit seinem Instrument umgehen mit anderen bekannten weltklasse Gitarristen mithalten kann.

Apropos, auch die Gastauftritte auf „The Hunting Party“ bringen gehörig Dynamik in die Songs. Page Hamilton und Rakim machen in ihren gefeaturten Liedern wirklich einen Klasse Job. Besonders hervorzuheben ist hier aber der Song „Rebellion“ mit Gitarrist Daron Malakian von der Band System of a Down. Jeder der schon mal SOAD gehört hat erkennt hier unmittelbar, dass deren Gitarrist auch wirklich mitspielt. Total kranke Riffs, aber eben ziemlich abgefahren man bekommt einfach nur total Lust darauf, abzurocken! Genial! Einzige kleine Enttäuschung auf der ganzen Platte ist für mich der Song „Drawbar“, zusammen mit Tom Morello, Gitarrist von Rage Against the Machine. Nicht falsch verstehen, anfürsich handelt es sich um einen super chilligen und gewohnt atmosphärischen Instrumentalsong. Wenn ich aber lese, dass Tom Morello da mitmacht, dann muss ich mich einfach fragen, wo? Hier hätte ich wirklich die Rage-typischen Hardcore funkigen Gitarrenriffs und –sounds erwartet; immerhin kennt man Tom Morello auch als den „DJ unter den Gitarristen“. Hier ist aber leider nur ein Hauch von… nichts. Aber cool bleiben. Keine Enttäuschung von LP, sondern nur eine Kleine von Tom Morello, die der Stimmung des ganzen Albums aber keinen Abbruch tut.

Ich möchte hier nicht jeden einzelnen Song beschreiben, da soll sich wirklich jeder sein eigenes Bild machen, denn die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Ich kann nur betonen, dass ich bei „The Hunting Party“ das Gefühl hab, dass LP wie gewohnt einfach nur das machen, worauf sie im Moment Bock haben. Und das ist eben: Rock! Wie gewohnt bleiben die Songs einfach im Ohr und reißen einen einfach mit. Den bekannten, starken Eigenschaften von LP sei dank. Aber wie gesagt, hier soll sich jeder ein eigenes Urteil bilden.

So, nun kurz zu den beiden oben genannten Aussagen:

Mit „Back to the roots“ hat dieses Album für mich nichts (oder zumindest sehr, sehr wenig) zu tun. Das einzige was vielleicht mit den ersten beiden Alben (Hybrid Theory + Meteora) zu vergleichen ist, ist dass LP schlichtweg einfach wieder vermehrt zu „echten“ Instrumenten greifen. Sprich, hier dominieren die Gitarren und die Drums. Die elektronischen Elemente spielen hier „nur noch“ eine begleitende, Würze gebende Rolle. Ansonsten ist bei „The Hunting Party“ alles erwartet unerwartet, also neu für LP. Die Richtung ist eine ganz andere als damals. Früher war es wirklich Nu Metal, gepaart mit Hip Hop und einen Hauch Elektro. Heute ist es Hardcore-Punk, Hardrock, alternativer Metal und Rap, der wirklich an die 80er- und 90er Jahre erinnert. LP haben ihr Ziel also total gut getroffen. Sie wollten mit dieser Platte versuchen, junge Menschen zu inspirieren. Ganz grob dazu animieren, selber Musik zu machen. Eben genau so, wie sie sich selbst vor 20 Jahren gefühlt haben, als sie ihre Lieblingsbands gehört haben.

Und schlechter Sound? Ganz ehrlich, gerade weil dieses Album so roh klingt, bekommt es seinen ganz eigenen Charme. Wer sagt, die Songs oder Sound werden LP nicht gerecht, der täuscht: Wenn auf einem der 6 LP-Alben wirklich LINKIN PARK PUR zu hören ist, dann ist es „The Hunting Party“. Denn bei bisher jedem Vorgänger gab es einen Produzenten, der mit „reingefuscht“ hat. „The Hunting Party“ ist das erste Album von LP, was sie zu 100% selbst produziert haben. Das heißt, wenn jemand sagt „das ist nicht Linkin Park“, dann sage ich „Doch, genau DAS ist Linkin Park – genau so und nicht anders!“ Und was den Sound angeht: Abgemischt wurde es von Andy Wallace, dem Herren der damals schon „Hybrid Theory“ und „Meteora“ gemixt hat. Hier ist also weder ein Anfänger im Spiel, noch wurde hier schlecht gearbeitet. Wie gesagt, der dreckige Sound ist Absicht. Ich weiß, muss nicht jedem gefallen. Mir sagt es aber sehr zu. ;-)

FAZIT:
Für alle die, die mit „A Thousand Suns“, „Living Things“ und „Recharged“ nichts anfangen konnten, bei „The Hunting Party“ könnt ihr wieder ohne Sorgen zugreifen. Hierbei handelt es sich um eine Rockplatte auf höchstem Niveau. Garantiert eine DER Rock-Alben des Jahres oder der nächsten Jahre. Somit auch jedem anderen Fan der Rockmusik, der sich mit LP bisher noch nicht wirklich beschäftigt hat, zu empfehlen.
„Die Jagdgesellschaft“ namens Linkin Park geht also auf die Jagd und sagt dem Mainstream endgültig den Kampf an. Volle 5 Sterne!
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47 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spiegel eines Lebens, 13. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Hunting Party (Audio CD)
Man kann es nicht mehr hören oder sehen: "Die alten Alben waren besser... bla bla bla." Ich muss dazu sagen, dass ich mir bisher jedes Album unvoreingenommen angehört habe und auch so akzeptiert habe. So empfinde ich es auch bei "The Hunting Party". Es ist ein echter Knaller, allein Chesters Stimme so kraftvoll zu hören, ist der Wahnsinn.
Ich bin mit Linkin Park aufgewachsen, im Alter von 13 Jahren kaufte ich mir, weil ich "Crawling" super toll fand das Album Hybrid Theory. Danach hat mich der Wahn um Linkin Park nie los gelassen und ich besitze jedes Album inklusive Remixes und Livealben. Ich sah es damals mit 13 Jahren als eine Rebellion an mich mit der Musik neu zu definieren, nachdem ich vorher nur son Popkram gehört hab. Es war der Beginn meiner "Rock-Hör-Zeit". Linkin Park haben mich dabei begeleitet und werden es immer tun. Sie haben mich nie enttäuscht. Jedes Album, egal aus welcher Episode, spiegelt ein Stück Bandgeschichte wider, genauso wie es einen Teil meines Lebens wider spiegelt. Ich kann mich Dank vieler Lieder genau an das erinnern, was ich gerade zu der Zeit gemacht habe (mittlerweile bin ich 25). Es spielt keine Rolle, ob härter oder weicher, es kommt doch auf das Gefühl und den Ausdruck in der Musik an, was man damit verbindet und ob die Lieder ins Ohr gehen. Linkin Park können vor allem sehr viel Energie und Kraft in die neuen Songs legen, aber eben auch Gefühl (bei Until it's gone-wahnsinnig kraftvoll- aber auch gleichzeitig bewegt z.B. in Final Masquerade). Ich finde gerade auf diesem Album ist für jeden Linkin Park-Fan was dabei, es gibt weiche Seiten und es gibt die harten Rock-Seiten. Einfach grandios sind eben auch diese kraftvollen Lieder, wie Rebellion, Keys to the Kingdom, Wastelands und A Line in the Sand eingespielt. A Line in the Sand ist ein nahezu perfekter Abschlusssong. Man weiß anfangs nicht was einen erwartet, wird es ruhiger, wird es kräftiger und somit spiegelt dieser Song perfekt das ganze Album wider. Danke für die Musik! Und wer meckern muss, nehmt selber Instrumente in die Hand und macht es besser!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ganz Ok, 21. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Hunting Party (Audio CD)
Linkin Parks neues Album geht mal wieder in eine völlig andere Richtung wie man es erwartet hätte, sie wollen den Mainstreamrock wieder in härtere Gefilde rücken, sich also in die Jahre 2000-2003 zurückversetzen als New Metal angesagt war und Bands dieser Richtung aus dem Boden sprießten. Dabei herausgekommen ist ihr bis dato schlechtestes Album.
Wo "Guilty All The Same" noch ordentlich einheizt mit rohem Sound und einem gut aufgelegten Rakim, so scheitern doch die anderen beiden 5/6 minüter den Spannungsbogen zu halten. "Mark the Graves" klingt wie eine Metallica B-Seite und auch "A Line in the Sand" driftet nach 3:40 auch in diese Richtung ab, wobei ihnen hier wenigstens der Einstieg, der stark nach "A Thousand Suns" klingt, gelingt. "The Summoning" ist komplett überflüssig und kann absolut keine Stimmung für den folgenden Song "War" aufbauen, welcher Linkin Park macht einen Punksong nicht übersteigt. "Wastelands" ist eine Standardnummer, eben nach dem härteren Muster instrumentiert. Eine Besonderheit des Albums ist das nicht als Intro angelegt Instrumentalstück "Drawbar", wer sich mit Linkin Parks B-Seiten beschäftigt hat, weiß das sie schon öfter ähnliche vom Klavier dominierte Stücke gemacht haben, wovon es nun eines auf ihr Album geschafft hat, Tom Morello liefert dabei gute Arbeit ab, auch wenn er im Hintergrund agiert. Sehr gut gelungen ist ihnen jedoch der Einstieg, "Keys to the Kingdom" macht deutlich wohin der Weg geht, es ist ein richtiger Schlag in die Magengegend und zeigt jedem Hater den Mittelfinger. Auch der folgende Song macht Spaß und Page Hamilton im Refrain bringt frischen Wind. Die beiden langsameren nicht so harten Nummern "Until Its Gone" und "Final Masquerade" kontrastieren den Kurs und sind eindeutig als Singles angelegt, ein bisschen Geld muss das Album bei allen Ambitionen eben doch einspielen. Dabei setzt das Bombaststück neue Maßstäbe im Linkin Park Kosmos und füllt das Loch das seit "Numb" nicht geschlossen werden konnte. "Final Masquerade" ist dabei eins der besten Lieder, die Linkin Park je machten, eine Nummer ohne viele Schnörkel und Elektrogeschwurbel, manchmal funktionieren die einfachsten Dinge am Besten. Die Krone des Albums geht jedoch an ein anderes Lied, "Rebellion", der Übersong schlechthin. Man spürt den Geist von System of a Down ohne ihn zu kopieren, im Gegensatz zu den oben erwähnten Metallica Gedächtnissongs. "Rebellion" hält dabei was der Titel verspricht und wird auf jeden Fall ein Livefavorit werdeh. Dieses Lied entschädigt für die ein oder andere Gurke auf dem Album.

Alles in allem ist der Versuch trashiger zu klingen ambitioniert, aber dabei bleibt es auch. Ihre Stärken können sie dabei nicht vollends ausspielen doch alle die Linkin Park nur als Metal-Futter für zwischendurch hören wirds freuen mal wieder etwas Fastfood von ihnen zu bekommen. Ob die Rufe nach einem neuen "Hybrid Theorie" verstummen ist hierbei fraglich. Bleibt zu hoffen das sie auf ihrem nächsten endlich eine Linie finden und nicht auf Teufel komm raus versuchen die Leute die nur die ersten beiden Alben gut finden, wieder ins Boot zu holen. Was man jedoch mitnehmen kann ist der Fakt, dass ein paar Studiogäste dem Sound gut tun und man gespannt sein darf ob sie diese Experiment fortsetzen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Hybrid Theory" und "Meteora" plus ein ganz großer Faktor X!, 10. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Hunting Party (Audio CD)
Ich mag LINKIN PARK. Das ist schön. Ich habe LINKIN PARK geliebt. Das war besser. Seltsamerweise habe ich nach "Minutes To Midnight" das Interesse verloren. Seltsam deshalb, weil die Songs darauf vor Melodien strotzten. Da ich das normalerweise klasse finde, habe ich mein Naserümpfen zuerst selbst nicht kapiert. Vielleicht war ich von der plötzlichen Nähe zu U2 irritiert oder von der Entfernung vom eigenen Sound. Wenn ich's mir recht überlege wahrscheinlich von beidem. The downside of progress...
Bisher hatte ich überhaupt keinen Trieb, mir die folgenden, dem Vernehmen nach arg glatten Nummer-Sicher-Produktionen "A Thousand Suns" und "Living Things" anzuhören. Der ist jetzt wieder erwacht. Auch dafür kann ich keinen Grund nennen; das neue, sechste Album "The Hunting Party" wollte ich jedenfalls UNBEDINGT hören. Könnte am Cover liegen: Armor, der den Bogen spannt; bereit, dir seinen Pfeil in den Arsch zu jagen. Und ums Jagen geht's offenbar, denn... Oder nein, Kommando zurück: Im Booklet steht: "Now is the time to charge forward into the unknown. The hunting party." Klingt politisch, nicht?
Doch was zählt, ist die Musik. Und die bietet endlich wieder Melodien UND Muskeln. Nach ausgiebigem Genuß der 12 Songs würde ich "The Hunting Party" so zusammenfassen: Homogene Verknüpfung von "Hybrid Theory" und "Meteora" mit dem Wissen von heute. 2014 spielt Brad Delson gleich mehrere (!) zwar kurze, aber gute und effektvolle Gitarrensoli, beispielsweise im thrashig-punkigen "War". In diesem Sinne hat Delson auch produziert und zusammen mit Mike Shinoda einen Sound kreiert, der zwar aggressiv - das Wort taucht in jedem Review zu "The Hunting Party" auf - ist, aber die Nuancen trotzdem klar hervortreten läßt. Der Schwerpunkt liegt stärker denn je auf Gitarre und Schlagzeug, weil sich Shinoda, unzufrieden mit dem stromlinienförmigen Zeug, das er im Radio hörte, daran erinnerte, was ihn als Jugendlichen an einer Platte begeisterte. Und auch wenn sich mir der Sinn des Instrumentalstückes "Drawbar" (mit Tom Morello von RAGE AGAINST THE MACHINE als Gast) und der einminütigen Tonfolge "The Summoning" bislang nicht erschlossen hat: In die übrigen Stücke haben LINKIN PARK alles gepackt, was sie aktuell auf der Pfanne haben.
Man kommt aus dem Staunen nicht heraus, wie selbstverständlich alles inklusive der Gastbeiträge miteinander verbunden wird, als könne es nur so und nicht anders sein. Einige Nummern packen einen in bester "Easier To Run"-Manier sofort, andere muß man sich erst erarbeiten - um sich dann zu fragen, warum man nicht gleich davon begeistert war. Vieles nimmt man zunächst gar nicht wahr. Nein, keine Titel an dieser Stelle. Es macht viel mehr Spaß, das selbst herauszufinden!
Und genau darauf läuft es letztlich hinaus: Der Spaß ist zurück - bei der Band und ihren Fans. Ich hatte nicht damit gerechnet, aber es macht wieder Spaß, LINKIN PARK zu hören. Sie klingen tatsächlich so aufregend wie auf ihren ersten beiden Platten. Deshalb bin ich mir sicher, daß man von "The Hunting Party" in einigen Jahren viel positiver sprechen wird als von seinen beiden Vorgängern. Es wird eine ganz andere Wertschätzung genießen. Hey, ich liebe LINKIN PARK wieder! Das ist soooo GEIL!!!
Richtig geil ist auch die DVD, die einen Gig vom 12.9.2012 in Monterrey enthält. Die mexikanischen Fans toben, die Band ist in Topform und sprüht vor Spielfreude (Was für eine Interaktion!). Vor allem Mike Shinoda grinst die ganze Zeit wie ein Schuljunge über einen gelungenen Streich. "Die ganze Zeit" dauert allerdings nicht wie angegeben 50 Minuten. Es sind in Wahrheit nur 43! Gemeinheit!!
Smiling-Shark.com
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht, aber....., 21. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: The Hunting Party (Audio CD)
Da ich schon lange ein Fan der Band bin und alle bisherigen Alben habe und mag, war ich schon sehr gespannt auf das neue Album. Ich habe mit die CD nun einige Male angehört, sie gefällt mir ganz gut, haut mich aber nicht wirklich vom Hocker. Die ersten 3 Songs sind spitze, sehr mitreissend, der Rest gefällt mir auch, aber es fehlt mir irgendwas. Ich finde es auch schade, dass 2 Instrumentaltitel dabei sind, ist eigentlich eine gute Idee, aber richtige Songs wäre mir noch lieber gewesen. Wastelands find ich etwas langatmig, packt mich nicht wirklich , until its gone finde ich gut, könnte aber auch wieder ein weiterer Titelsong aus einem Transformer Film sein. schade, aber es fehlt mir einfach was, was mich hier begeistert.
Der neue Stil sollte ja zurück zu den Wurzeln gehen, aber das kann ich bei diesem Album nicht wirklich feststellen. Klar, die Musik ist härter und die Songs sind wieder gitarrenlastiger, was mir gefällt, aber wenn ich da an Songs wie Numb oder Faint oder in the end denke, die einen direkt ins Herz gehen und die man nicht mehr aus dem Kopf bekommt und die man heute immer wieder gern hört, sind die Songs auf diesem Album für mich nicht wirklich etwas Besonderes oder gar etwas Neues. Im Gegenteil, Einiges kommt mir sogar bekannt vor bzw. Irgendwie ähnlich. Vielleicht ändere ich meine Meinung noch, wenn ich das Album noch 20 Mal gehört habe, aber momentan kann ich hier nur 3 Sterne vergeben.
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27 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine neue Episode einer alten Freundschaft, 13. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: The Hunting Party (Audio CD)
Manchmal ist es mit Lieblingsbands wie mit guten Freunden:
Es gibt Zeiten, da will man den ganzen Tag miteinander verbringen. Es gibt Zeiten, in denen man mal weniger miteinander zu tun hat. Und manchmal trifft man seinen früheren besten Freund wieder und merkt, wie sehr man sich doch verändert hat.

So ähnlich fühlt sich auch "The Hunting Party" an. Linkin Park haben erneut ihren Stil geändert, wie sie es seit Meteora mit jedem Album getan haben. Kudos dafür, dass eine Band mit einer so langen Geschichte auf jedem Album anders klingt, denn das ist wirklich selten. Die Gesuche ihrer Fans wurden erhört - der Stil ist deutlich rockiger als zuletzt und bei einigen Songs fühle ich mich fast an Billy Talent erinnert (was übrigens nicht bedeuten soll, dass diese auch nur annähernd an Linkin Park heranreichen). The Hunting Party klingt frisch, beinahe experimentell. Alle Songs gehen sofort ins Ohr, ein Gutteil animiert zum Aufspringen, Mitschreien, Herumtanzen. Trotzdem befindet sich mit Drawbar ein wirklich schöner, ruhiger Song an Bord. Damit haben sie im Prinzip alles richtig gemacht, auch wenn Chesters Gesang manchmal etwas überzeugter wirken könnte.

Im Prinzip heißt aber leider nicht vollkommen. "The Hunting Party" ist ein gutes, vielleicht sogar ein sehr gutes Album. Und trotzdem enttäuscht es mich ein wenig. Einige Songs reißen mit, ja. Aber das liegt meiner Meinung nach unter anderem an den verwendeten klassischeren Rockmelodien. Zum ersten Mal habe ich deswegen bei einem Linkin Park-Album das enttäuschende Gefühl, viele Melodien irgendwo schon einmal gehört zu haben. Die ersten Alben haben noch überzeugt, weil jeder Fan einen Ausdruck eines beliebigen Linkin Park-Songtextes sofort unterschrieben hätte. Im Endeffekt fehlt das kleine Stück Genialität, dass den Unterschied zwischen "sehr gut" und "perfekt" ausmacht. Ein Beispiel: Das eben erwähnte "Drawbar" hat ein tolles Intro, ein tolles Outro, aber der Song dazwischen fehlt. Hier wurde unglaublich viel Potential verschenkt und das ist typisch für diese Platte.

"The Hunting Party" fehlt das gewisse Etwas. Liegt es am Sound? Nein, er ist rockig, heftig, basslastig. Liegt es an zu wenig Innovation? Nein, definitiv nicht. Das Album ist immer wieder neu und überraschend. Liegt es an den Details? Nein, wie schnell hingerotzter Müll klingt "The Hunting Party" bei weitem nicht. Und doch...irgendetwas fehlt. Was ich vermisse, das ist das Gefühl aus Hybrid Theory und Meteora - das Gefühl, einen Song zu 100% nacherleben zu können. Linkin Park war damals viel mehr als nur Musik, sie waren Helden, die das Lebensgefühl ihrer Fans geteilt haben.

Dieses Album ist für mich der Punkt, wo ich erkenne, dass auch gute und beste Freunde manchmal getrennte Wege gehen müssen. Ich verstehe jetzt, dass damals schlicht alles gepasst hat: Hybrid Theory und Meteora trafen exakt den Zeitgeist. Diese Alben waren ein Ausnahmefall, eine unerreichbare Singularität. Ich denke zurück an die Gänsehaut vom ersten Mal "Crawling" hören. Dieses letzte bisschen fehlt einfach, obwohl mir "The Hunting Party" wirklich gefällt. Und so trete ich Linkin Park gegenüber wie einem alten Jugendfreund: "Wir waren einmal beste Freunde. Du hast mich zwar ein paar Mal enttäuscht, aber ich verzeihe dir, denn du bist wieder da. Doch es wird niemals wieder so wie früher."
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "The Hunting Party" ist erfrischend, mutig, brachial | "Back to the roots" nicht im klassischen Sinne., 20. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: The Hunting Party (Audio CD)
Linkin Park haben es wieder getan: Die neue Platte klingt völlig anders als ihre vorherigen Platten. Es schlägt zwar wieder eine härtere Gangart ein, ist aber keineswegs ein Abklatsch oder eine Kopie der 1. beiden Alben geworden und das ist auch gut so!

Sie haben auch nie etwas anderes behauptet. Phoenix sagte mal in einem Interview (ich übersetze es mal frei): "Manche Leute waren der Meinung, das die neue Platte eine Art Gegenstück zu "Hybrid Theory" werden würde. Dies ist aber nicht der Fall. Wir haben uns einfach an unsere Anfänge erinnert und uns gefragt, welche Musik uns damals so fasziniert hat. Wir fragten Brad: 'Welcher Song hat dich - als du 15 Jahre alt warst - dazu bewogen, Gitarre spielen zu lernen?' Wir wollten die Leidenschaft die wir damals hatten, wieder aufleben lassen, doch gleichzeitig nicht wie 15-jährige agieren, sondern wie erwachsene." (Quelle siehe unten)

Und genauso klingt die Platte auch. Bereits die Produktion lässt erahnen, das sie es wirklich ernst meinen. Es ist rau, was zur Folge hat, das der Bombast früherer Tage etwas auf der Strecke bleibt. Chester's Stimme klingt rauer, natürlicher und das kommt der Platte zugute.

Auch technisch gesehen sind Linkin Park so stark wie nie und offenbaren Facetten, die man von ihnen gar nicht kannte. Speziell Brad und Rob blühen hier richtig auf. Es befinden sich so einige Soli von Brad, die richtig Spaß machen und ist im LP-Kontext einfach so erfrischend. Speziell sein Solo auf "War" ist bemerkenswert. Dadurch nimmt der Song nochmal richtig an Fahrt auf. Gerade "War" ist ein Song der polarisieren wird, da es unkonventionell ist und die raue Produktion hier besonders zur Geltung kommt. Für mich eine selhr willkommene Abwechslung.

"Mark The Graves" ist auch ein Paradebeispiel dafür, wie vielsichtig die Gitarrenarbeit von Brad ist. Der Song ist im Grunde genommen ein "A Thousand Suns" Titel mit Gitarren und herausragender Melodie. Man merkt das die Band hier einfach eine Menge Spaß hatte.

Erfreuerlicherweise behält die Band bei all der Härte die Dynamik bei und verfällt nicht in hirnlosen Geknüppel. "Rebellion" ist ein gutes Beispiel hierfür. Hierbei merkt man sofort das hier ein SOAD Mitglied (Daron Malakian) am Werk ist. Das Lied fängt brachial an, wird aber zunehmends melodiös und entwickelt sich zur Hymne. Auch "Guilty All The Same" beginnt für LP-Verhältnisse ungewöhnlich, indem es mit einem fast 2-minütigen Intro beginnt. Baut viel Spannung auf, ist atmosphärisch und die Drums kommen hier richtig zur Geltung. Im Kontext kommt "Guilty All The Same"- zumindest für mich - noch ein ganzes Stück besser rüber, weil vorher schon gut eingeheizt wird.

Beim Opener "Keys To The Kingdom" verfällt Chester Bennington beinahe in Raserei, so wie er sich die Seele aus dem Leib schreit. Sie wollen von Anfang an klarmachen das das hier keine Kaffeefahrt wird. Dies ändert sich auch beim Closer "A Line In The Sand" nicht. Der Song ist sicherlich der vielschichtigste Song seit "The Little Things Give You Away"....nur das sie überhaupt nichts miteinander gemeinsam haben. Zwar beginnt der Song recht sanft mit Gesang von Mike (welches übrigens bereits eine Demo für "A Thousand Suns" war), entwickelt sich aber zum epischen Finisher mit brachialen Gitarren und Schreipassagen Bennington's, bevor es dann so endet, wie der Song begonnen hat.

Das Linkin Park aber auch ganz anders können, zeigt der Song "Final Masquerade" - eine Powerballade. Hier zeigt sich eine weitere Stärke der Band (mal wieder). Sie können einfach großartige Melodien und Refrains schreiben/hervorbringen und das völlig unpeinlich und ohne Klischees. Dies trifft auch auf den Song "All For Nothing" mit Page Hamilton zu. Ein knackiger Rap von Mike, super Refrain von Hamilton und ein melodischer Solo von Brad (könnte aber auch von Hamilton sein) - gehört zu meinen Highlights.

Dann gibt es ja auch noch "Drawbar" mit Tom Morello. Hier könnte man (berechtigterweise) erwarten, das Morello hier auf die Seiten haut, würde man ja bei der Platte auch erwarten. Fakt ist, Morello hält sich zurück und macht im Grunde nichts was nicht auch Brad machen könnte - behaupte ich jetzt mal. Hierzu muss aber gesagt werden, das Linkin Park UND Tom Morello den Song geschrieben haben. Ohne ihn, würde es diesen Song in dieser Form nicht geben. Dabei entpuppt sich "Drawbar" als ein stimmungsvolles Interlude. Morello's Gitarrenspiel hat was psychedelisches an sich und es endet mit einem (sehr schönem) Klavierpart von Mike, was sich als Interlude zu "Final Masquerade" herausstellt. Für mich das beste Interlude der Band.

Warum aber ist das Album mutig, wenn sie doch das getan haben, was sich viele Hörer gewünscht haben, nämlich wieder härter zu werden? Dafür gibt es mindestens 2 Gründe:

1.) Die Platte ist, als ganzes betrachtet, schlicht nicht radiotauglich. Im Grunde gibt es nur 2 Songs wie "Until It's Gone" und "Final Masquerade" die problemlos im Radio gespielt werden UND Erfolg in den Charts haben könnten. Gerade für eine Band wie Linkin Park, deren Name auch eine Marke ist und für Erfolg steht, ist dieser Schritt mutig.

2.) Sie zeigen damit, das sie in 1. Linie Musik für sich machen und nicht für andere (Hierzu ein Artikel, welches ihr euch unten anschauen könnt). Das motiviert sie immer wieder weiterzumachen und genau das ist der Grund, warum ihre Platten (auch Minutes To Midnight und A Thousand Suns) so abwechslungsreich sind. Wenn man sich den Punkrocker "War" mal anhört und gleich danach "Burn It Down" vom seichten LIVING THINGS oder auch "Final Masquerade", dann kann man kaum glauben, das es sich um die ein und die selbe Band handelt.

FAZIT: "The Hunting Party" ist eine Mischung aus Punk, Hardcore, Alternative Rock und ist somit einzigartig im LP-Kontext. Es ist daher erfrischend, mutig, brachial, ist aber trotzdem Linkin Park. Einzig "Wastelands" erinnert noch etwas an die "alte Zeit", da es altbekanntes miteinander verknüpft, aber trotzdem irgendwie anders klingt.

Für mich ist "The Hunting Party" die beste Platte seit "Hybrid Theory" und wenn ich den Nostalgie-Faktor mal außen vor lasse, ist es vielleicht sogar ihre beste Platte überhaupt.

Es ist natürlich eure Entscheidung ob euch das Album gefällt oder nicht. Ich gebe euch aber den Tipp: Lasst euch nicht von der Produktion abschrecken, gebt dem Album eine Chance. Gerade wenn es eine Platte ist, welches unkonventionell und ungewohnt ist, braucht es einige Anläufe, bis man alle Facetten kennengelernt und vearbeitet hat. Danach kann man sich immer noch eine Meinung bilden. Das hat nichts mit "sich schön hören" zu tun!

Meine Highlights bisher (-> Das kann sich stetig ändern; ein Vorteil wenn einem das ganze Album so gut gefällt :)):

- All For Nothing (feat. Page Hamilton)
- War
- Rebellion (feat. Daron Malakian)
- Mark The Graves
- A Line In The Sand

Quellenangaben:

Interview mit Phoenix: [...]
Gesangspart von Mike bei "A Line In The Sand | Demo von "A Thousand Suns": [...]
Linkin Park machen Musik in 1. Linie für sich: [...]

PS: Scheint als dürfte ich hier keine Links anfügen. Dann müsst ihr mir halt so glauben ;).
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Heavy, Hart, 4. August 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Hunting Party (Audio CD)
Dieses Album ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Knaller. Die Lieder sind laut, unberechenbar, die Gitarrenrifs heftig, die Drums schmettern ordentlich, angeführt von Chester und Mike's Stimme. Man merkt worauf die Jungs es diesmal haben ankommen lassen: Kompromisslose Rock-Musik, die sich in keine Schublade einordnen lässt. Hard-Rock, Heavy Metal, Nu Metal, Rock'n'Roll - Nenn es wie du willst -. Nenn es vor allem harte, laute, gute Musik. Rob Bourdon läuft an den Drums zur Hochform auf: Unglaubliche Leistung, die er abliefert. Macht richtig Freude, dieser Band zuzuhören. Ein Muss für alle LP-Fans natürlich, und für alle, die es laut mögen und es gerne krachen lassen!
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The Hunting Party
The Hunting Party von Linkin Park (Audio CD - 2014)
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