Kundenrezensionen

143
4,3 von 5 Sternen
Redeemer of Souls (Deluxe)
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28 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Juli 2014
Nach dem von den Fans sehr zwiespältig aufgenommenen (für mich nach wie vor hörenswerten) Bombast-Experiment namens "Nostradamus" hören sich Judas Priest auf ihrem neuen Werk geradezu rückwärtsgerichtet an. Den Anfang machen mehrere Songs im Stil ihrer 80er-Hoch-Zeit, die zwar nicht gleich zünden, aber nach mehrmaligem Hören doch allmählich ins Ohr gehen. Da ist zwar kein neues, "Breaking The Law" und kein "Another Thing Coming" dabei, aber es ist doch gut. Robs typischen Hochgesang hört man nur selten (z.B. in "Halls Of Valhalla"), da der inzwischen über 60jährige es eben nicht mehr so leicht hinbekommt. Aber seine Stimme kann auch so absolut überzeugen. Gelegentlich hört man "Painkiller"-artiges mit seinen (dezenten) Thrash-Einflüssen. Aber auch die Bombast-Einflüsse sind nicht völlig verschwunden. Gelegentlich ist auch mal ein untermalendes Keyboard (oder ein Gitarrensynthesizer?) zu hören, wie in "Hell & Back" und dem balladesk beginnenden und sich dann steigernden "Cold Blooded". In dieser reduzierten Dosis sollten auch "Nostradamus"-Gegner keine Probleme damit haben. Der "Neue", Gitarrist Richie Faulkner, hat ja schon auf der "Epitaph"-Tour seine Qualitäten bewiesen. Er ist ein ebensolcher kongenialer Partner für Glenn Tipton wie sein Vorgänger.

Ab Track 10 wird's kurios: "Crossfire" klingt nach 70er Priest und könnte genausogut auf "Sad Wings..." oder "Sin After Sin" draufpassen. Auch der Gesang wurde dafür passend abgemischt. Das sind wirklich Judas Priest in der Retromaschine. "Secrets Of The Dead" verbindet auf eigentümliche Weise "Stained Class" mit Neuzeit-Elementen ab "Angel of Retribution". "Beginning Of The End" ist eine Ballade im Stil von "Before The Dawn" ("Killing Machine"). Damit endet das eigentliche Album.

Die Deluxe Version (hübsch: in Buchform mit metallisch schimmerndem Titelmotiv) enthält eine Bonusdisk mit fünf zusätzlichen Songs. "Snakebite" (hat nichts mit Whitesnake zu tun), ist eingängig, aber auch einfältig. Besser kommen "Tears of Blood" und noch mehr "Creatures". "Bring It On" ist ok, aber nichts Besonderes. "Never Forget" - wieder eine Ballade - klingt wie ein Abschied von den Fans, auch wenn es im Text heißt, "It's not over my friends". Warten wir's ab.

Wenn es der Abschied sein sollte, dann ist es ein hörenswerter. Judas Priest lassen hier praktisch ihre gesamte Karriere Revue passieren, von den 70ern bis heute. Da es einige Durchhänger (keine Ausfälle!) gibt, habe ich mich schließlich für vier Sterne entschieden. Aber über vier Sterne freut sich ja zur Zeit so ziemlich jeder in Deutschland, und Priest-Fans können das auch.
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19 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Juli 2014
...vor Freude!
Endlich ein neues Judas Priest-Album.
Die Vorfreude war riesig. Die Wartzeit extrem lang. Die Hoffnung groß, dass
Judas Priest noch einmal ein richtiges Heavy Metal-Album in der Tradition a la
Stained Class, Defenders of the Faith und Painkiller raushauen.
Ok, an den Sound des Albums - insbesondere der Gitarren - muss man sich etwas
gewöhnen. Er klingt tatsächlich sehr roh und teils sehr oldschool. Aber wer auf
Judas Priest-Konzerten war, weiß, dass die Band live tatsächlich so klingt, wie
auf dem Album.
Sehr gut gefällt mir die Gesangsleistung von Rob Halford. Klar, der
Falsettgesang klappt nicht mehr, was auch keine Verwunderung in mir auslöst.
Aber meine Güte der Mann kann noch so viel mehr als nur schreien. Seine Stimme
wechselt je nach Bedarf von kratzig Heavy Metal zu druckvoll opernhaft. Man wird
nicht viele Sänger finden, die das können.
Richie und Glenn verrichten natürlich auch feine Arbeit und zaubern das ein oder
andere wirklich schmissige Riff aus dem Hut. Ein wenig fehlen mir aber die
Gitarrenduelle, wie sie mit K.K. statt gefunden haben.
Ein Wort noch zu den wenigen schlechten Kritiken. Es ist wie immer bei
Erscheinen eines neuen Judas Priest Albums. Die meisten mögen es, manche halt
nicht. Das war schon bei Screaming for Vengeance, Defenders of the Faith, Turbo,
Painkiller etc. so. Und heute sind das alles Klassiker. In 15 Jahren wird auch
dieses Album zu den Klassikern gehören.
Anspieltipps erspar ich mir. Das Album besteht aus tollen Songs, die mit jedem Hören noch mehr wachsen.
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38 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Juli 2014
Freue mich ja immer,wenn solche Bands wie Judas Priest etwas neues herausbringen. Mit ihren letzten Alben konnten sie bei mir nicht voll punkten,aber mit Redeemer of Souls ist ihnen ein Volltreffer gelungen.
Habe mir die Scheibe jetzt mehrmals konzentriert angehört,und muss sagen hier bekommt man einfach alles was diese Band ausmacht.Harte Riffs,packender Groove,geile Melodien einfach ein super Classic Heavy Metal Album von Judas Priest.
Rob Halford macht immer noch einen guten Job,und mit Richie Faulkner haben sie wohl einen sehr talentierten Gitarristen dazu bekommen.
Der Sound ist roh,ja oldschool könnte man sagen,was aber absolut passt.
Ich finde die ersten fünf Songs sind der Hammer,und danach geht es auf sehr hohem Niveau weiter.
Redeemer of Souls ist zu 100% Judas Priest.

Wer Musik aus den 80iger Jahren hören möchte,der sollte sich auch Musik aus den 80iger Jahren anhören.
Wir sind im 21. Jahrhundert,und wer ständig in der Vergangenheit schwelgt,verpasst halt gute Musik.
Mich hat das Album komplett überzeugt,deswegen volle 5 Sterne.
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. August 2014
Eigentlich... ja, eigentlich ... wollte ich nach dem für mich enttäuschenden "Nostradamus" keinen weiteren "Blindkauf" eines neuen Priest-Albums mehr tätigen. Als der Termin für die Veröffentlichung der neuen Platte näher rückte, war dieser Vorsatz dann doch vergessen. Denn schließlich veröffentlichen Judas Priest ein neues Album. Eine, wenn nicht gar die wichtigste Metal-Band aller Zeiten, mit keinem geringeren als den "Metal-God" am Micro. Das ist ein Pflichtkauf, selbst wenn ich mich hinterher wieder ärgere. Und so landete Redeemer Of Souls nicht nur in meinem Warenkorb, sondern auch bei mir Zuhause in der Sammlung.

Ganz egal, was ich vorher auch erwartete, der Beginn "Dragonaut" stellte sofort klar: Hier erwartet dich etwas großes! Und ja, dieser Eindruck wurde mit dem zweiten Titel "Redeemer Of Souls" bestätigt und mit dem dritten Song "Halls of Valhalla" auf die Spitze getrieben. Es folgt ein ebenfalls bärenstarkes "Sowrd Of Damocles", auf das mit "March Of The Damned" ein Song folgt, der irgendwie ein bisschen nach Ozzy klingt. Es folgt mein persönliches Highlight des Albums, Titel Nr. 6, "Down In Flames". Mehr Priest geht nicht. Fantastisch. Danke! Auch das folgende "Hell & Back" bleibt auf hohem Niveau, "Cold Blooded" ebenfalls und "Metalizer" schafft es dann tatsächlich sogar an Painkiller zu erinnern. "Crossfire" wirkt anschließend in der Tat etwas ungewöhnlich und trifft meinen Geschmack nicht zu 100%. Besser gefällt mir hingegen wieder der folgende Titel "Secrets Of The Dead", wobei auch dieser nicht absolut zu überzeugen weiß. Ganz besonders gefällt mir dann aber wieder "Battle Cry" und auch die abschließende Ballade "Beginning Of The End".

Ich erspare mir eine detaillierte Wertung der "musikalischen Qualität", da ich sowas sowieso nicht kann. Also ob nun eine Gitarre etwas lauter hätte sein dürfen oder das Schlagzeug etwas leiser. Oder sonstwas, keine Ahnung, das überlasse ich den "Fachleuten". Mir gefällt das Album, klingt gut und macht Spaß. Das reicht mir.

Fazit: Redeemer Of Souls ist 100% Priest (ja, auch ohne K.K.) und eine kaum zu beschreibene Steigerung gegenüber des Vorgängers. Das Album gehört für mich auf jeden Fall zu den besseren der "Nach-Painkiller-Zeit". Es sind damit wieder einmal die "Alten", die der Metal-Welt zeigen, wie es funktioniert und dass es sie es eben noch perfekt beherrschen. Hut ab!
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10 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Juli 2014
Habe die Redeemer of Souls (Deluxe Editon) nun mehrfach gehört. Das erste mal war ich ein wenig entäuscht. Doch nach mehrmaligen gefällt mir das Album immer besser.

Dragonaut:
Nach kurzem Gewitter Intro gehts mit dem flotten-melodischen Opener los. Der Song könnte von Angel Of Retribution sein. Gute Gitarrensolos, Halford auch ohne hohe Schreie ausdrucksstark.

Redeemer of Souls:
Der Titelsong ist ein hymdenhafter Midtemp Song. Erinnert ein wenig an Hell Patrol.

Halls of Valhalla:
Schnellerer Song im Still von Leather Rebel. Wirkt durch mehrere hohe Schreie (auch einige Growl-Parts sind dabei) sehr nach klassichen Priest - Mein Favorit

Sword of Damocles:
Erinnert außer Halfords Gesang wenig an Priest sondern durch den ehr schunkelmäßigen Refrain ehr an Bands wie Running Wild. Gut aber ungewöhnlich.

March of the Damned:
Der Gesang klingt ein wenig an Ozzy. Auch der ein wenig montone Midtemp Song könnte auf einem Solo Album des Madman stehen.

Down in Flames:
Könnte man als eine Art schnellere Version von On Shot At Glory bezeichen.

Hell & Back:
Beginnt baladesk und wandelt sich dann schlagartig zum grovigen Stampfer und endet mit einem schnellerem Outro.

Cold Blooded:
Irgendwo zwischen Halbbalde und melancholischem Midtemp angesiedelt erinnert von der Stimmung an Heart of a Lion.

Metalizer:
Double-Bass Nummer im Still von Judas Rising der Refrain dagegen hymdenhaft mit neoklasichem Einschlag.

Crossfire:
Groviger Rocker ala Wheels of Fire. Im Gitarrenbreich wird Hendrix Tribut gezollt.

Secrets of the Dead:
Kommt schlepend/hypnotisch daher. Die Glocken am Anfang sollen vieleicht eine Anspielung an Touch of Evil sein, desen Klasse man aber nicht ganz erreicht.

Battle Cry:
Uptemp Song in der Tradition von Hellrider und Sentinel.

Beginning of the End:
Zum reglären Abschluß eine unspektakuläre aber toll gesungene Balade.

Bonus Disc:
Snake Bite:
Solider Midtemp Song in AoR-Tradition.

Tears of Blood:
Nach schleppendem Intro gehts flott eingänig weiter. Würde gut auf Halfords letztes Solo Album passen.

Creatures of the Night:
Schleppend/berohlich mit hymdenhaften Refrain - Gute Kombination aus beiden Welten .

Bring it on:
Supereingänge Nummer mit 80er Flair. Quasi eine Turbo Song ohne Keybords - könnte eine guter Live Song sein

Never Forget:
Siehe Beginning of the End.

Fazit:
Gutes, abwechslungsreiches Album. Natürlich nicht auf Augenhöhe mit den Klassikern (was aber auch niemand ernsthaft erwarten dürfte). Am ehesten wohl mit Angel Of Retribution zu vergleichen. Leider ist die Produktion nicht so toll. Es fehlt meiner Meinung nach ein wenig an Räumlichkeit und die Gitarren könnten an einigen Stellen "fetter" klingen. Halford schlägt sich wacker und setzt die hohen schreie sparsam ein - im Angesicht seines Alters eine hervoragende Leistung. Unbedingt die Deluxe Editon wegen der Bonus CD kaufen. Gute 4 Punkte!
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18 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Juli 2014
18.07.: So, nun nach mehrmaligem Hören ein update: Ich bleibe voll und ganz bei meinen 5 Sternen. Das Album gefällt mir nun sogar noch besser, als am Anfang. Mann muss sich zuerst etwas an den Retro-Sound gewöhnen (wie Killing Machine oder Point of Entry). Auf die einzelnen Songs möchte ich nun nicht mehr eingehen, da es hier sehr viele ganz ausführliche und recht präzise Rezensionen der einzelnen tracks gibt. Unter den 13 Songs sehe ich mittlerweile jedoch keinen Ausfall mehr, auch Crossfire und Beginning of the End, haben ihre Reize. 5 Songs stehen jedoch über allen anderen und hätten aus meiner Sicht glatt 6 Sterne verdient: Battle Cry, Down in Flames, Cold Blooded, Redeemer of souls und Halls of Valhalla, aber das ist natürlich subjektiv. OBJEKTIV: HAMMER-ALBUM der Metal Gods, daher KAUFEN UND GENIESSEN. bzgl. der Bonus disk bleibe ich bei meiner bisherigen Meinung.
11.07.: Ich schreibe jetzt erst mal nur ganz kurz: ein Vergleich mit den Priest-Outputs bis VOR Turbo (also bis 1984) macht keinerlei Sinn, da es sich bis dahin um eine "andere Band" handelte (wer wie ich die Band seit 35 Jahren auch live verfolgt, weiß was ich meine). Danach kam mit dem split 1991 und der reunion der zweite große Bruch in der Bandgeschichte. Redeemer of Souls stellt seit der reunion das weitaus beste Album der Band dar! In der Phase ab Turbo wird es nur von Painkiller übertroffen. Wenn man unbedingt vergleichen will: die größte Ähnlichkeit kann man mit Halfords Output "Crucible" herleiten. Auf Disk 1 gibt es bei 13 Songs lediglich 2 Ausfälle: Crossfire und Beginning of the End. Alle anderen Songs sind anspruchsvoll, ehrlich und Metal. Die Bonus Disk lohnt nur wegen Tears of Blood. Wann hat es 12 gute Priest Songs auf einem Album zum letzten Mal gegeben? Was kann man im Jahr 2014 von der Band noch mehr erwarten? Ich bin zum ersten Mal seit langer Zeit mit Judas ehrlich glücklich und zufrieden.
Mit meiner Rezension wollte ich eigentlich noch etwas abwarten und diese auch ausführlicher gestalten. Aber die erste veröffentlichte Rezension mit 1 bzw. 3 Sternen kann man so einfach nicht stehen lassen! "Sworn to avenge, condemn to hell :-)"
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8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Juli 2014
Die neue Judas Priest. Endlich. Superstark. Alles drauf, was Priest ausmacht. Typische Lyrics, tolle Musik. Die Produktion ist fett und kommt auf Vinyl so richtig gut. Jeder Song ist Priest pur. Halford ist und bleibt ein begnadeter Sänger. Hey, der Bursche ist über 60 und für dieses Alter singt er verdammt gut. Klar, den Painkiller trifft er nicht mehr, aber das schaffen sowieso die Wenigsten, selbst wenn sie sich dabei die Eier einklemmen. Also lasst die Priester in Ruhe. Die haben zusammen weit über 200 Jahre auf dem Buckel und reissen sich für uns noch immer den Arsch auf. Ich finds super. Judas Priest F...... Heavy Metal. Metal Gods. Bärenstark.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. August 2014
Als Judas Priest vor einigen Jahren mit "Nostradamus" um die Ecke kamen und dann auch noch ihren Abschied bekannt gaben, schien der Weltuntergang nahe zu sein - mit einem derart überblähten Machwerk ohne den geringsten Höhepunkt dürfen sich diese Götter nun wirklich nicht verabschieden. Inzwischen ist zum Glück alles ganz anders: Zwar wurde K.K. Downing inzwischen durch Neuzugang Richie Faulkner ersetzt, aber immerhin haben Judas Priest von ihren Ruhestands-Plänen vorerst Abstand genommen und auch der Neue machte sich ja bereits im Live-Betrieb ziemlich gut.

Mit "Redeemer Of Souls" gibt es nun auch endlich ein neues Album und was soll man sagen, die Platte hat es in sich. Wer ein zweites "Painkiller" oder "Defenders Of The Faith" erwartet, wird natürlich enttäuscht, hat diese Platten aber vermutlich eh im Schrank und daher keinen Grund, sich aufzuregen. Priest knüpfen hier ziemlich genau da an, wo sie mit "Angel Of Retribution" aufgehört haben, weshalb die beiden Alben in jedem Fall artverwandt sind. Das ist auch wirklich nicht verkehrt. Auf "Redeener Of Souls" gibt es ebenso knackige Metal-Songs in Form von "Dragonaught" oder "Hell & Back" auch groovende 70er-Nummern wie "Crossfire" und episches wie "Halls Of Valhalla". Dazwischen verbergen sich natürlich auch ein, zwei nicht ganz so gelungene Songs wie etwa "Metalizer", aber alles in allem ist "Redeemer Of Souls" wohl genau das, was sich der Judas Priest-Fan 2014 gewünscht hat.
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10 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Juli 2014
Ziemlich viel Zeit haben sich Judas Priest mit diesem lang angekündigten Album gelassen. Ich persönlich hatte nach Nostradamus eine sehr hohe Erwartungshaltung, ich war mir absolut sicher, dass nach dem selbst für Priest-Verhältnisse sehr ungewöhnlichen Konzeptalbum nochmal ein richtiges Brett kommt. Die vorab veröffentlichten Hörproben und Songs haben diese Gewissheit noch verstärkt. Und nun ist es da, dank Amazon schon einen Tag vor der offiziellen Veröffentlichung.

Anders als auf bisherigen Klassikern, wo man sämtliche vorherige Trademarks gerne mal eben vergessen hat, werden hier die traditionellen Elemente gekonnt mit Neuen verwoben. Hell & Back beispielsweise beginnt sehr modern und neu, plötzlich schlägt der Song einen Haken und man denkt man hört was von Killing Machine...
Bei Crossfire dagegen findet man sich vollends in den Siebzigern wieder. Die Kehrseite des Albums bilden dann Kracher wie Halls of Valhalla und Sword of Damocles, hier werden Chöre, Growls, und progressive Elemente dargeboten, wie man sie von Priest bisher kaum kannte. Letzteres ist nach meiner Meinung ein absolutes Highlight, Judas Priest auf allerhöchsten Niveau!
Mit Battle Cry ist eine True-Metalhymne dabei, wie sie im Buche steht. Es mag vielleicht anspruchsvollere Songs auf dem Album geben, aber keiner trifft meinen Geschmacksnerv so wie Battle Cry!
Weitere Highlights sind Secrets Of The Dead, schleppend und düster an Black Sabbath erinnernd, Cold Blooded, ein stimmungsvoller Rocker mit schleppenden Strophen und fetzigen Refrain, oder Metalizer, dass volle Brett. Der Titelsong ist dagegen einfach gehalten, kraftvoll zum Mitsingen, und mit Beginning of the End schließt das Album mit einer ruhigen Ballade ab, von denen es allerdings schon bessere gegeben hat. Nie waren Priest abwechslungsreicher als heute.

Auf der zweiten CD, wer sie hat, geht es auf gleichen Niveau weiter. Snakebite ist sehr rockig, Tears of Blood erinnert an die Turbo Phase, und spätestens mit diesem Songs ist bewiesen, das Rob Halfords Stimme bei weiten nicht so gealtert ist, wie mancher Spezialist es einem hier einreden will.
Creatures klingt ein bisschen düsterer und ist sehr Gitarrenlastig, Bring it On verbreitet einfach nochmal gute Laune. Mit Never Forget endet auch die zweite CD wie die erste mit einer netten Ballade.

Redeemer of Souls enthält viele neue Elemente und Einflüsse, bietet gleichzeitig aber auch die Bekannten. Das ergibt eine Mischung, die ich als Weltklasse empfinde. Einen bedeutenden Anteil daran hat sicher Gitarren-Neuzugang Richie Faulkner, der das eigentlich undenkbare schafft und Vorgänger K.K. Downing würdig erstetzt. Faulkner setzt frische Akzente im Gitarrenspiel, die zusammen mit Oldie Glenn Tipton das besondere Etwas ergeben.

Der Sound ist hier teilweise kritisiert worden. Sorry, aber kann ich nicht nachvollziehen. Im Gegenteil, aus meiner Anlage donnert Redeemer Of Souls ohne Ende, ohne dabei aufrdinglich oder überstrapaziert zu wirken, wie es bei vielen neueren Bands der Fall ist. Was da dumpf klingen soll weiß ich nicht. Der Bass ist klar und kraftvoll zu hören, das Schlagzeug klingt geil und eine Spur thrashiger als auf Nostradamus, fast wie bei Painkiller. Und die Gitarren fetzen ohne Ende. Dass das ganze Teil eher düster klingt und nicht wie AC/DC ist für mich kein Minuspunkt.

Rob Halford macht seinen Job meiner Meinung nach tadellos. Die Stimme sei schwach geworden, die Kopfstimme sei weg und deswegen der Gesang nur noch mittelmäßig, behaupten ein paar verlorene Seelen. Da sei erst mal gesagt: Auf British Steel z.B. schreit Halford eigentlich gar nicht. Und trotzdem ist dieses Album für nicht wenige das Album schlechthin?!
Davon abgesehen schreit der Metal God auf Redeemer of Souls keinen deut weniger oder schlechter als beispielsweise auf Killing Machine oder Turbo. Diese Feststellung kann man ohne weiteres im Direktvergleich untermauern, was ich mir an dieser Stelle jetzt spare, weil man soll sich ja eigentlich hier kurz halten.
Die Kritik an Rob Halford's Stimme halte ich jedenfalls für größtenteils widerlegt.

Redeemer of Souls ist für mich ganz großes Kino, es erfüllt meine Erwartungen, nennenswerte Schwachstellen oder Ausfälle finde ich nicht. Die Mischung der Musik von Generationen macht das Album für alle Altersgruppen interessant. Egal was von Judas Priest noch kommt oder auch nicht, die Aussage von Redeemer of Souls ist: Im Jahr 2014 ist Judas Priest topfit und quicklebendig.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. September 2014
Eins vorweg: Es ist nicht das neue Painkiller!
Zu diesem Jahrhundertwerk fehlt noch etwas, ABER das Album ist klasse.
Wie schon in einer anderen Rezension zu Accepts Blind Rage, fühle ich mich hier voll in die gute alte Zeit zurück versetzt.
Gleich der Opener Dragonaut nimmt einen mit auf eine Reise durch die 80er, geile Melodie und schön verspielte Gitarren. Dann geht es gleich mit dem Titelstück weiter, bleibt bei mir auch gleich im Ohr hängen. Das Niveau bleibt erst einmal hoch, auch wenn ein typisches Trademark, nämlich Robs Screaming nicht sehr oft zum Einsatz kommt. Das ist aber wirklich nicht schlimm, denn die Performance ist ansprechend. Der Mann hat Erfahrung und das hört man.
Durch die Scheibe ziehen sich tolle Gitarrenläufe und fette Riffs, top Melodien und ein fettes Gefühl, das "Priest" so stark sind wie lange nicht mehr!
Anspieltip: Sword of Damocles, geiler Song, fetter Refrain, fette Gittaren, treibende Drums, alles da was ich von Judas Priest erwarte!
Fazit: The Priest is back :-)
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