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Seit seinem 60. Geburtstag, wenn andere Künstler beginnen, es ruhiger angehen zu lassen, hat Willie Nelson 39 CDs aufgenommen (diese ist die vierzigste seit 1993). Darunter waren viele sehr interessante Projekte, die Nelson sich früher nicht getraut hätte, einige Meisterwerke, so manche schwerer hörbare Duett-Platte, einige völlig überflüssige Allstar-Konzerte und einige recht gut hörbare Mainstream-Produktionen. Meist sang Willie Nelson anderer Leute Lieder, obwohl er selbst als Songwriter angefangen hat und sehr erfolgreich war, aber es gab in diesen 21 Jahren nur wenige Alben, die überwiegend Nelson-eigene Lieder enthielten, darunter das sehr bemerkenswerte "Tales Out Of Luck" von 2000 mit Neuaufnahmen steinalter Nelson-Songs unter Ausschluß der großen Hits, und ein einziges Album mit überwiegend eigenen neuen Nelson-Songs, nämlich "Spirit" von 1996.

Nun wurde "Band Of Brothers" als das erste Nelson-Album mit überwiegend eigenem Material seit 1996 angekündigt, was sehr hohe Erwartungen weckte, und wer nun ein fast stilles, reduziert arrangiertes, melancholisches und kontemplatives Meisterwerk, wie es "Spirit" war, erwartet, sieht sich getäuscht:

"Band Of Brothers" kommt mit einem edel wirkenden und sehr ansprechend gestalteten Booklet und ist oberflächlich betrachtet eine der alle paar Jahre mal wieder aufgelegten Nashville-Produktionen Nelsons, die nach Country-Mainstream duften, sehr sehr sauber arrangiert und gespielt sind und in perfektem Mix und Mastering vorliegen. Für Audiophile sind solche Veröffentlichungen meistens ein Highlight, weil alles stimmt und schräge, wackelnde Töne oder klapperige Rhythmen gänzlich fehlen und alles wunderbar durchhörbar ist.

Auf der erneut (wie schon die drei Vorgängeralben) von Buddy Cannon produzierten CD kommt wieder einmal dieselbe Nashville-Country-Band zum Einsatz, die auch schon auf "To All The Girls..." und "Heroes" gespielt hat: Jim Brown - Tasteninstrumente, Lonnie Wilson - Drums, Kevin Grantt - Standbaß, Boby Terry - Stromgitarre, Mike Johnson und Tommy White - Steel guitar. Hinzu kommen als Drummer der unheimlich tighte Eddie Bayers, der schon auf mehreren Nelson-Platten, zuletzt "Remember Me", getrommelt hat, und der seit den 70er Jahren auf allen WIllie Nelson-CDs und Konzerten anwesende großartige Mundharmonikaspieler Mickey Raphael. Keine Streicher, keine Backgroundchöre, keine Duettpartner (bis auf eine Ausnahme). Da ich bekennender Duetthasser bin, erfreut mich letzterer Punkt besonders.

Diese Musiker spielen sehr sauber und tendenziell routiniert ihre Noten. Für mich, der das Schräge und Klapperige liebt, klingen solche Platten ein wenig steril, aber ich mag sie, wenn Nelson mitmacht: Auf seiner für audiophile Ohren mies klingenden, abgenudelten und völlig verwittert aussehenden Konzertgitarre namens "Trigger" spielt er diesmal erfreulich viele improvisierte jazzige Soli, die vor Geist und Spielfreude sprühen und sich diesmal erstaunlich gut in den Bandsound integrieren.

Willie Nelsons Gesang, der in den letzten Jahren in Konzerten und auch auf einigen CDs teilweise etwas müde, rauh und alterungsbedingt unsicher gewirkt hatte, läuft noch einmal zur Höchstform auf. Willie Nelson singt mit stupender Intonations-und Artikulationssicherheit über mehrere Oktaven, phrasiert bissig, originell und überraschungsreich, wobei seine Stimme meistens kraftvoll klingt, aber auch weiche und intimere Register kennt. Dabei klingt das alles sehr easy und mühelos, daß es eine Freude ist. Zuletzt hatte Nelson 2011 auf "Remember Me" so entspannt und sicher geklungen. Kaum jemand, der diesen Gesang hört, würde ohne Hintergrundwissen sagen, daß da ein über 60-jähriger Sänger am Werk ist. Dabei ist Nelson 81!

Für mich ist dieser Gesang jedes Mal aufs Neue ein Grund, in Begeisterung auszubrechen, denn ich weiß selbst, wie schwierig es ist, einen Ton sicher anzusteuern, zumal wenn er nicht vorgeschrieben ist, und wie wenige Sänger, das beherrschen. Gute klassische Sänger oder hervorragende Jazzsängerinnen können das; im Soul und R'n'B trifft man einige, im Blues, Rock und Pop wenige, und in der Country-Musik eigentlich niemanden. Willie Nelson ist ein singuläres Ereignis, zumal er ja nicht nur Country macht, sondern oft auch Ausflüge in andere Musikrichtungen unternimmt, vornehmlich in Jazz und Swing. Dabei ist er nun endlich mal so alt, wie er seit über 20 Jahren aussieht. :)

Die Lieder selbst sind, bis auf wenige Ausnahmen von Willie Nelson selbst geschrieben; meist ist als Co-Autor Buddy Cannon, der Produzend der CD, mit angegeben. Ich habe keine Ahnung, wie ich mir diese Zusammenarbeit vorzustellen habe, aber auf jeden Fall braucht man weder solche großartigen demutsvollen bitteren Liebeslieder erwarten, wie sie Nelson am Anfang seiner Karriere in unglaublichen Mengen und oft erstaunlicher Prägnanz geschrieben hat, noch die selbstzweiflerischen melancholischen Meisterwerke, wie sie sein Spätwerk auszeichneten. Das Gros der hier versammelten Songs gehört überraschenderweise auch textlich zur Kategorie der heiter entspannten Weisen, wie man sie von Nelson auch in den letzten Jahren auch schon gehört hat: "When I Was Young And Grandma Wasn't Old", "You Don't Think I'm Funny Any More" und zuletzt: "Roll Me Up And Smoke Me When I Die".

Dies spiegelt sich auch im Gesamteindruck der CD wieder: Es beginnt relativ behäbig mit langsamen und mittelschnellen entspannten Countrynummern aus Nelsons Feder und bewegt sich dann über einige düstere Coversongs hin zu Up-Tempo-Knallern, wie ich sie mir vor 20 Jahren von Nelson gewünscht, aber nicht bekommen hatte.

Insgesamt und unabhängig von dem Interesse an Nelsons neuen eigenen Songs, ist die CD vom Klang am ehesten mit "Remember Me" vergleichbar, teilweise auch mit "You Don't Know Me", erinnert auch manchmal an das 1990er Werk "Born For Trouble".

Ich habe meine große Freude an dem Werk und wünsche ihm, daß es die wohlverdiente Aufmerksamkeit erfährt und nicht gleich in ein paar Monaten wieder von einer neuen Duett- oder Schrammelproduktion mit wackeligem Gesang aus dem Fokus geschoben wird.

Als eingängige Favoriten dieser CD haben sich für mich in den letzten Tagen "Guitar In The Corner" (Nr.2), "Hard To Be An Outlaw" (Nr. 11) und "Crazy Like Me" (Nr. 12) herausgeschält. Für die anderen Songs braucht man etwas mehr Zeit, diese sind die am schnellsten begeisternden.
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the party was over before it began. Sein Name ist Programm. Mit nunmehr 81 Jahren hat er alles gesehen und erlebt, was sich ein Mensch nur vorstellen kann. Der Mann ist eine Ikone. Nicht nur, weil er sich in seinem Leben nicht hat brechen lassen, sondern auch, weil er immer gezeigt hat, dass Menschen dennoch zerbrechlich sind. Er steht für Protest und Libertinage, für Gesetzlosigkeit und verbriefte Rechte, für einfache Musik und unvergessliche Momente. Er steht für die USA, wie sie weit über ihre Grenzen hinaus viele Generationen haben positiv prägen können. Vielleicht ist er der Inbegriff des anderen Amerika, das der einfachen Beziehungen und Wahrheiten, des leben und leben lassens, der Toleranz und Freiheit. Auf seinem Banjo, mit dem er auf die unzähligen Demonstrationen ging, an denen er bis heute teilgenommen hat, steht die die einfache Wahrheit: This Machine Surrrounds Hate And Forces It To Surrender. Ja, ohne ihn wäre unsere Welt ärmer.

Willie Nelson hat wieder einmal ein Album herausgebracht. Es trägt den Namen Band of Brothers. Wie, so könnte gefragt werden, sollte es auch sonst heißen. Willie Nelson hat immer nur das artikuliert, worauf es ihm ankam. Und heute, in einer Zeit, in der nicht nur die amerikanische, sondern die ganze Welt auf dem Kopf steht, da hat er natürlich darauf verwiesen, worauf wir, die wir den Frieden und eine bessere Welt wollen, konzentrieren müssen. Auf die Bande untereinander, auf die Solidarität. Einen Finger kann man brechen, fünf Finger bilden eine Faust! Keine Mode, kein Trend, keine luftige Idee hat es je vermocht, diesen Mann von seinem Weg abzubringen. Diese Verlässlichkeit hat ihm seine weltweite Resonanz beschert. Ob texanischer Farmer oder europäischer, metropolitaner Intellektueller, ob LKW-Fahrerin aus Missouri oder Wirtin in Den Helder, Willie Nelson hat sein Publikum, weil er zu den wenigen gehört, auf die man sich verlassen kann und weil man ihm glaubt.

Band of Brothers selbst bildet folglich auch den Mix, den man von Willie Nelson erwartet. Es handelt von seinen Erfahrungen als Tramp (Whenever You Come Around, I've Got a Lot of Traveling to Do), der immer unterwegs ist, von den Liebschaften, die er in seinem langen Leben schon hatte,(Wives and Girlfriends, Send Me a Picture, Used to Her, I Thought I Left You), von dem Leben als Musiker (Guitar in the Corner, The Songwriters) und natürlich von der tragischen, komischen und nicht zu leugnenden Existenz des Rebellen (Bring It On, Band of Brothers, Crazy Like Me, Hard to Be an Outlaw). Das Spektrum ist nicht überraschend, sondern genau das, wofür Willie Nelson steht.

Von Ludwig van Beethoven soll der Spruch stammen, dass die Macht der Musik die des Komponisten sei. Er vermöge es, die Zuhörerschaft in Stimmungslagen zu versetzen, gegen die sie sich nicht wehren könnte. Wenn es jemand versteht, die Gefühle herüberzubringen, die aus dem Leben eines Rebellen entstehen, dann ist es Willie Nelson. Nelsons einfache Wahrheit liegt in der Triade von Text, Musik und persönlicher Authentizität. Willie Nelson vermittelt einfache Botschaften. Das ist nicht trivial, es ist aber selten, dass an der mehr als durchsichtigen Struktur nicht kritisiert werden kann, weil es sich um nahezu existenzielle Wahrheiten handelt, die kulturgeschichtlich immer mehr überlagert werden von seichten Halbwahrheiten. Willie Nelsons Band of Brothers vermittelt Wahrheiten, die allzuoft rar geworden sind. Und es wirkt wie Medizin.
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am 21. April 2016
One of the best, with a lot of feelings. It is perfection like a cristal in the blue sky...... I will have more cd's.....
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am 14. November 2015
Ganz tolles Album wunderschön Hut ab Willie kauf es euch hört rein jedes Lied ist gut Texas time yeaahhhhh .
Er kann es halt immer noch wenn andere in Rente gehen macht der Willie kurz ein top Album
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am 5. Februar 2016
Ein von seine beste Country Musik CDs. Darf auf keine Country-Party fehlen! Kann ich alle Country-Fans empfehlen. Auch Musik um ein Abend schön auf Sofa zu genießen mit ein Glas Whiskey in der Hand.
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am 5. Februar 2016
Willi Nelson wie er leibt und lebt. Einfach wieder klasse. Er ist auch im Alter noch hörenswert und intoniert die Lieder in gewohnt toller Manier.
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am 15. September 2014
Altmeister, Klasse, das kann die moderne Musik kaum bieten, auch bei Animateuren sind zu 90% Klassiker zu hören, weiter so
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am 7. Oktober 2014
Ich mag, wie viele andere Willie Nelson Alben, dieses Album. Ich hoffe es werden noch viele weitere folgen und Willie uns noch lange erhalten bleiben.
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am 26. August 2014
Die Cd ist wie immer ein echter Willie Nelson.Mir gefällt die Scheibe sehr gut!!Aber als Willie Nelson Fan war mir das vorher schon klar.
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am 20. Juni 2015
Und diese Mindestanzahl von Worten nervt und hält mich definitiv davon ab, weitere Rezessionen zu schreiben. Kann man da denn gar nichts machen?
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