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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Als Elektra die Noten davonflogen
Singuläre Musikereignisse sind selten. Meist erklingen die gleichen Konzerte und Opern in kurzen Abständen hintereinander – mit selber Besetzung und Dirigenten und am selben Ort. Bei der Elektra, die als Gastvorstellung der Staatskapelle Dresden unter Christian Thielemann in der Berliner Philharmonie gegeben wurde, war das jedoch anders. Der Abend des 28...
Vor 1 Monat von Klassikfreund veröffentlicht

versus
14 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unnötig
Ich wills diesmal kurz machen:
Evelyn Herlitzius ist ohne den Bühnenzauber, denn sie singt nicht mehr als eine heisere und zu hoch intonierte Elektra, der gelegentlich auch die Spitzentöne wegknacksen.
Anne Schwanewilms markiert sich durch die Partie, quiekt die hohen Töne und singt hübsche Vokalisen ohne Text.
Waltraut Meier hat man...
Vor 1 Monat von S.Goche veröffentlicht


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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Als Elektra die Noten davonflogen, 13. Juni 2014
Von 
Klassikfreund (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Elektra (Audio CD)
Singuläre Musikereignisse sind selten. Meist erklingen die gleichen Konzerte und Opern in kurzen Abständen hintereinander – mit selber Besetzung und Dirigenten und am selben Ort. Bei der Elektra, die als Gastvorstellung der Staatskapelle Dresden unter Christian Thielemann in der Berliner Philharmonie gegeben wurde, war das jedoch anders. Der Abend des 28. Januars 2014 brachte alles mit, um zum außergewöhnlichen Opernmoment zu werden. Ich hatte das Vergnügen, dabei zu sein! Und nun ich habe die große Freude, den Abend endlich auf CD zu haben!

(Die neue Dresdner Elektra muß sich mit derjenigen Thielemanns am Pult der Münchner Philharmoniker bei den Festspielen Baden-Baden (2010, auf DVD/Blu-ray) messen. Ich will es kurz machen: Die neue Elektra ist die bessere! Und das hat mehrere Gründe.)

Strauss-Orchester par excellence im Einsatz

Die Dresdner Staatskapelle, das Uraufführungsorchester von 1909, scheint Thielemann voller Spielfreude durch Himmel und Hölle zu folgen. Dabei glänzt sie mit dem ihr eigenen brillanten Klang. Es ist fesselnd zu hören, wie dieser traditionsreiche Klangkörper mit seinem Chef harmoniert.

An diesem Abend zeigte die Kapelle mit ihrem differenzierten, glasklaren Spiel, warum sie als DAS Strauss-Orchester gilt. Bald weich und samtig ihr Klang, bald messerscharf. Eine wahre Meisterleistung an Ausdruckskraft und Flexibilität. Auf dem Podium entsteht ein mitreißendes, exzellent musiziertes Drama.

Sänger von Weltrang

Die Besetzung der konzertanten Aufführung liest sich wie das Who-is-who des deutschen Operngesangs. Der szenischen Aktion weitgehend entbunden, konzentrieren sich die Sänger noch mehr auf die gesangliche Darbietung. Allen voran Evelyn Herlitzius, die durch die gewonnene Gestaltungsfreiheit um so mehr zur Parade-Elektra wird und in dramatisch-rachsüchtiger Entrückung schon mal den festgepackten Notenständer eruptiv vom Podest ins Orchester stößt. Niemandem ist etwas passiert, es hat die Musiker nicht gestört, aber es zeigt, wie sehr Herlitzius an diesem Abend in ihrer Rolle steckte. Gewaltige Gefühlsregungen, pure Energie, stimmlich überragende Gestaltung und eine betörende Aura (trotz des konzertanten Abends) zeichneten ihren Auftritt aus.

Anne Schwanewilms gibt eine zurückgenommene, verletzliche und damit sehr authentische Chrysothemis. Waltraut Meier ist weniger eine verbitterte Klytämnestra, als vielmehr ein von Angst gebrochenes Wesen, das durchaus Mitleid erregt. Wenngleich sie auch bitterböse aufzutrumpfen versteht. Dunkel und kraftvoll gestaltet René Pape seinen Orest. Der verhaßten Mutter und ihm hätte man gern noch mehr Text gegönnt. Die Nebenrollen überzeugen ebensosehr und runden das herausragende Gesangsensemble ab.

Der Strauss-Dirigent unserer Tage

Es ist natürlich der derselbe Thielemann wie 2010, der hier am Pult steht, und irgendwie auch nicht. In den letzten Jahren, so scheint mir, ist sein Dirigat noch ausgeklügelter geworden – Handwerk, Handwerk, Handwerk und dann die Kunst. Er sieht sich zu Recht als Kapellmeister. Seine Bewegungen sind sparsamer, gebündelter geworden – der spätere Strauss pflegte diesen wirkungsmächtigen Minimalismus des Dirigats selbst. Vis-à-vis sitzend, war zu beobachten, wie Thielemann auf "Tanzeinlagen" und "Explosionsgebärden", die einigen Maestros so zu eigen sind, verzichtete und jeden Moment des Spiels seiner Kapelle hochkonzentriert überwachte und modifizierte. Auch das machte das Opernereignis einzigartig: Thielemann paßte die Musik unentwegt der Philharmonie und besonders den Sängern an, ständig mit der Linken dämpfend oder anheizend – zu jeder Zeit aber kontrollierend.

Zur geäußerten Kritik

Es wurde gelegentlich moniert, daß Thielemann und die Staatskapelle etwas brauchen würden, um in Fahrt zu kommen. Dem halte ich entgegen, daß diese Oper eine innere Dynamik, einen dramatischen Aufbau hat. Am Anfang steht nun einmal eine Momentaufnahme im Leben Elektras; ein racheerfülltes Leben, das mit der Nachricht von Orests vermeintlichem Tod schnell an Fahrt gewinnt. Und zu Beginn kommt die Interpretation keinesfalls gemächlich daher.

Eine Randnotiz

Was auf CD 2 zwischen Titel 16 ("Ob ich nicht höre?") und Titel 17 ("Hörst du denn nicht") wie ein Fehler beim Schnitt anmutet, hat sich nach Rücksprache mit der DG und Überprüfung anderer Aufnahmen lediglich als ein etwas ungünstiger Moment für einen Titelübergang herausgestellt. Anders als zuvor von mir vermutet, also kein Mangel seitens der Produktion, sondern Absicht. Der Moment ist zwar unglücklich gewählt, der Fluß der Musik aber dennoch ununterbrochen und vollständig.

Am Ende des Abends...

... stand eine Aufführung, die für ihre Geschlossenheit, ihre Expressivität und die grandiose Leistung aller Beteiligten vom Publikum frenetisch gefeiert wurde – auf der CD zum Teil zu hören. Das Besondere des Moments war wohl allen bewußt. Und auch die Titelfigur fand unter dem Jubel wieder ihren Weg von der rachetrunkenen, vor Haß gleißenden Elektra zurück zur sympathischen Sopranistin, die diesen Abend nun endlich auch mit einem Lächeln überstrahlte.

Die Deutsche Grammophon gibt mit ihrer Veröffentlichung einen Eindruck von dem zweifellos singulären Opernereignis dieses Berliner Abends, an dem einer atemberaubenden Elektra die Noten davonflogen.

(Das Begleitheft ist in englischer, deutscher und französischer Sprache.)
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die überragende Elektra der Evelyn Herlitzius, 29. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Elektra (Audio CD)
"Ob ich nicht höre? Ob ich die Musik nicht höre? Sie kommt doch aus mir." Diese Zeilen singt Elektra am Schluss und ja die Musik kommt aus ihr, der Elektra von Evelyn Herlitzius. Ich bin doppelt überglücklich. Zum einen endlich eine CD von dieser grossartigen Künstlerin zu besitzen, deren Werdegang ich in Dresdens Oper stetig mitverfolgte. Und zum anderen weil ich natürlich auch eine dieser fantastischen Aufführungen Anfang des Jahres 2014 in Dresden erlebte. Diese Aufführung war ein gigantisches und für mich unvergessliches Erlebnis. Es ist mir eine grosse Freude davon nun eine CD zu besitzen. Wo soll man nun beginnen mit der Rezension? Ich kann nur schwärmen. Von dieser fantastischen Besetzung, dieser einmaligen Sächsischen Staatskapelle unter der Leitung von Christian Thielemann. In Dresden war es zu erleben und auf der CD hier, einem Livemitschnitt vom Gastspiel in der Philharmonie Berlin, hört man es ebenso. Jubelstürme für alle Beteiligten. Aber dennoch muss man sagen, egal ob Waltraud Meier oder Rene Pape. Evelyn Herlitzius in der Titelrolle hat alle anderen an die Wand gesungen. Was diese Frau für eine Stimme hat, eine brilliante Textverständlichkeit und eine Bühnenpräsenz. Das ist einfach gigantisch. Ich schließe mich der Kritikermeinung an und bestätige das die Elektra ihre Rolle ist. Jedes einzelne Bravo ist hier gerechtfertigt und Evelyn Herlitzius bestreitet diesen Kraftakt mit Bravour. Waltraud Meier und Rene Pape glänzen ebenso in ihren Partien und sind absolut textverständlich. Sie sind perfekt besetzt in diesen Rollen. Besonders fasziniert mich die Stimmfärbung von Waltraud Meier. Tolle Spitzentöne wie man es von ihren grossen Partien gewohnt ist und dann wieder diese tiefe Stimme. Man versteht jedes einzelne Wort was sie singt. Und sie zeigt die Klytämnestra menschlich und verletzlich. Grosses Kompliment. Anne Schwanewilms überzeugt als Chrysothemis und hat grossartige Ausbrüche. Sie singt mühelos übers Orchester hinweg was besonders im Finale ein Erlebnis ist. Frank van Aken als Aegisth ist mal eine noch frische Stimme. Oft erlebt man in dieser Rolle schon etwas reifere Sänger, mitunter schon am Ende ihrer Karriere.
Ich kann diese CD nur wärmstens empfehlen. Zum einen allen die die Aufführungen miterlebt haben. Damit haben sie eine unvergessliche Erinnerung zum immer wieder hören. Aber auch all jenen die Strauss mögen oder kennenlernen wollen. Mit dieser CD erleben sie eine Starbesetzung. Und allen voran eine grossartige Elektra gesungen von Evelyn Herlitzius, einer auch menschlich sehr angenehmen und freundlichen Person. Ich bin stolz und glücklich, die meisten ihrer grossen Partien miterlebt zu haben. Herzlichen Glückwunsch nun zu dieser Elektra Frau Herlitzius und danke an alle die diese Vorstellung auf CD gebracht haben. Sie ist eine Sternstunde der Oper.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Referenz, 24. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Elektra (Audio CD)
Die hier vorliegende Einspielung aus der Berliner Philharmonie hat für mich Referenzcharakter. Ich möchte sie mit der Böhm, der Solti und respektive der Mitropoulus Aufnähme (die ich als Elektra Fan besitze) auf eine Stufe stellen - auch wenn sie von der Auffassung sowohl orchestral als auch sängerisch gesehen grundverschieden sind. Explizit zu meiner Meinung haben mich nach mehrmaligem Hören folgende Vorzüge geführt:
- SUPERBES Dirigat des Strauß Dirigenten unserer Zeit (siehe auch die Aufnahmen mit den Wiener Philharmonikern)
- Filigranes und dennoch wuchtiges Spiel des Strauß Orchesters unserer Zeit
- Nahezu perfekte Sängerbesetzung

Deswegen klar 5 Sterne
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14 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unnötig, 14. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Elektra (Audio CD)
Ich wills diesmal kurz machen:
Evelyn Herlitzius ist ohne den Bühnenzauber, denn sie singt nicht mehr als eine heisere und zu hoch intonierte Elektra, der gelegentlich auch die Spitzentöne wegknacksen.
Anne Schwanewilms markiert sich durch die Partie, quiekt die hohen Töne und singt hübsche Vokalisen ohne Text.
Waltraut Meier hat man kaum vernommen und auch sie klingt heiser.
Rene Pape machts ganz gut. Aber die Oper heißt nunmal nicht Orest.

Und Thielemann? Verzerrt das Stück zu einem hysterischen Rosenkavalier.
Viele mögen Ihn den besten Straussdirigenten unserer Zeit nennen, ich nenne den Mann einen mittelmäßigen Kapellmeister.
Jeder der das hier liest könnte Elektra mit der Staatskapelle Dresden genauso gut dirigieren, ist die Staatskapelle nunmal ein Strauss-Apparat, den man nur laufen lassen müsste.
Hier hört man mehr oder weniger manirierten, verkopften Mist, unemotional musiziert und im Tempo zu 90% verschleppt. Emphase gibt es hier kaum.

VIEL eher zu empfehlen: Böhm mit Inge Borkh. Da sitzt jeder Ton, man versteht fast jedes Wort - Und es ist richtig dirigiert.
Jeder Elektra-Liebhaber hat eh diese Aufnahme zu Hause, jeder Neuling, der das Werk kennenlernen will, sollte sich eine ernstzunehmende Aufnahme kaufen.
Für Menschen, die das Konzert GESEHEN habe bestimmt eine nette Erinnerung, für alle anderen leider nichts als unnötig.
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Elektra
Elektra von Evelyn Herlitzius (Audio CD - 2014)
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