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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „Diese Welt ist nur eine Illusion.“
Wir schreiben das Jahr 1906. Die kleine Ginty(Annie Buckley) hängt an ihrem Vater Travers(Collin Farrell). Der ist in einer australischen Kleinstadt Bankangestellter, der jede Menge Phantasie und reichlich Alkoholprobleme hat. Ginty muss miterleben, wie der Vater erst seinen Job verliert, dann den Respekt seiner Frau und schließlich todsterbenskrank wird. Nur...
Vor 3 Monaten von Thomas Knackstedt veröffentlicht

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen „Saving Mr. Banks“ mit Emma Thompson und Tom Hanks
Emma Thompson ist eine jener Schauspielerinnen, der Art zu spielen mir so gut gefällt, dass ich so ziemlich jeden Film mit ihr schaue. Leider konnte sie mich in „Saving Mr. Banks“ nicht ganz so überzeugen.

Es geht um die Entstehungsgeschichte des seht bekannten Mary-Poppins-Film von Walt Disney. Dabei treffen die Autorin der Bücher...
Vor 13 Tagen von Puppette Adora veröffentlicht


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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „Diese Welt ist nur eine Illusion.“, 30. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Saving Mr. Banks (DVD)
Wir schreiben das Jahr 1906. Die kleine Ginty(Annie Buckley) hängt an ihrem Vater Travers(Collin Farrell). Der ist in einer australischen Kleinstadt Bankangestellter, der jede Menge Phantasie und reichlich Alkoholprobleme hat. Ginty muss miterleben, wie der Vater erst seinen Job verliert, dann den Respekt seiner Frau und schließlich todsterbenskrank wird. Nur in seinen Geschichten und im Spiel mit den Kindern kann Travers aufleben.

Im Jahr 1961 lädt Walt Disney(Tom Hanks) die Schriftstellerin P.L.Travers(Emma Thompson) in die USA ein. Disney versucht seit 20 Jahren von Miss Travers die Filmrechte für deren Geschichte Mary Poppins zu erhalten. Das scheiterte jedoch bisher kläglich an der verschrobenen, beharrlich sturen Einstellung von Miss Travers. Die hat jetzt jedoch Geldnöte und will wenigstens nach Los Angeles fliegen, um sich das Angebot anzuhören. Der Chauffeur Ralf(Paul Giamatti) ist der erste, der es mit der Dickköpfigkeit von Miss Travers zu tun bekommt. Walt Disney und sein Autorenteam Don(Bradley Whitford), Richard(Jason Schwartzman) und Robert(B.J. Novak) sind die Nächsten, die an Miss Travers verzweifeln dürfen. Doch Disney will diesen Film unbedingt. Also muss man zu einer Lösung kommen. Doch das fällt unglaublich schwer...

John Lee Hancock schafft es, diese beiden Handlungsstränge perfekt zusammen zu bekommen. Mit hervorragend gesetzten Rückblenden in die Kindheit von P.L. Travers und dem Gegenpart im Los Angeles von 1961 schafft es Hancock zur „Seele“ der Mary Poppins Geschichte vorzudringen. Dabei ist das Kernthema des Films eigentlich das Zusammenkommen der komplett unterschiedlichen Menschen Disney und Travers. Die hätten nicht besser dargestellt werden können, als es das Emma Thompson und Tom Hanks gemacht haben. Ich würde behaupten: Perfekte Schauspielkunst.

Letztendlich ist es dann doch die Geschichte, die zählt. Vor allem am Ende werden Menschen, die nah am Wasser gebaut haben, ein paar Tränen verdrücken. Es ist einfach zu schön, zu beobachten, wie diese unglaubliche Kratzbürste Travers und der Visionär Disney versuchen, miteinander klar zu kommen. Neben Hanks und Thompson schaffen es Collin Farrell, Paul Giamatti, Jason Schwartzman, B.J. Novak und Bradley Whitford diese wahre Geschichte so gut darzustellen, dass man jede Minute genießt.

Zum Schluss der wichtigste Hinweis: Verpassen sie den Abspann nicht! Hier gibt es Originalfotos von Disney und Travers, so wie Bildern aus der Produktion von Mary Poppins. Die zeigen eindrücklich, wie nah -Saving Mr. Banks- an der Realität gearbeitet hat. Noch beeindruckender ist jedoch die Original-Tonbandaufnahme von P.L. Travers und Disneys Autorenteam im Abspann. Die beweist ohne Wenn und Aber: Miss Travers war eine äußerst „schwierige“ Person...
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anders als erwartet ..., 17. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Saving Mr. Banks [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich habe vor dem sehen des Films weder Rezensionen, noch berichte gelesen oder gesehen und dachte anhand des Trailer: Nun das scheint ja ein Film über eine zickige Autorin zu sein und er wird lustig.
Damit habe ich aber gefehlt! Er ist wie ich finde ziemlich ernst, teilweise eher traurig und wie ich finde nur selten lustig. ABER vor allem ist der Film aufschlussreich was Parallelen zwischen den Figuren aus Mary Poppings und dem wahren Leben von P. L. Travers. Ich werde denke ich nun Mary Poppins mit teilweise anderen Augen sehen und bestimmt auch das eine oder andere neu entdecken. Abschließend möchte ich den anderen Rezensenten hier durchaus rechtgeben, natürlich ist der Film an der einen oder anderen Stelle übertrieben oder es wird etwas stark auf die Tränendrüse gedrückt und natürlich wurde mit diesem Film Walt Disney ein Denkmal gesetzt, aber bei all der Kritik die es zu diesen Punkten von anderen Personen gibt, hey es ist ein DISNEY FILM! ;-)
Von mir gibts auf jeden Fall 5 Sterne und eine klare Kaufempfehlung!
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ergreifendes Hollywoodmärchen über die Notwendigkeit des Träumens, 22. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Saving Mr. Banks (Amazon Instant Video)
Zuerst einmal, was mir wichtig war, seitdem ich von dem Projekt gehört hatte: Ja, Arne Elsholtz spricht wieder Tom Hanks, hier als Walt Disney. Der S-Fehler, der seit: "Sakrileg"/"Illuminati" bei ihm zu hören war, ist zwar noch da, aber sehr minimiert, und im Vergleich zu: "Hyde Park am Hudson", wo seine Stimme sehr flach und emotionslos klang, ist die emotionale Färbung hier wieder da, auch wenn die Stimme vielleicht etwas heiser und nasal in der Art eines weisen alten Mannes klingt.

Zum Film selber ist vor allem zu sagen, daß wir hier, da der Film von der Disney Company selbst stammt, wohl ein Märchen sehen, aber so schön und bezaubernd gemacht, das man nur sagen kann: Wenn es nicht wahr ist, so ist es doch wenigstens gut erfunden. Tom Hanks taucht hier als extrem einfühlsamer, weiser, mit unendlich viel emotionaler Wärme, Charme und Einfühlungsvermögen ausgestatteter Psychologe auf, der den zynischen Eispanzer der Erfinderin von Mary Poppins durchdringen muß, damit sie ihm die Verfilmung ihres Buches erlaubt. Diese hält Disney eigentlich für einen egozentrischen und selbstverliebten Hollywoodfritzen.

Das ganze Schlüsselpersonal bei Disney, mit dem die Autorin zu tun hat, wirkt der Formel entsprechend (wir erinnern uns: der Film stammt vom Disneykonzern selbst) wie gutmütige, große Kinder, die man sofort ins Herz schließt und die wie Mr. Disney selbst ihren Lebenszweck darin sehen, die Menschen glücklich zu machen, indem sie ihnen die Welt wieder so magisch zeigen, wie sie nur durch Kinderaugen erscheint. Aber wie gesagt, das ist alles so schön und garnicht kitschig gemacht, daß es einem ganz egal wird, wenn hier die Wirklichkeit sentimental überzeichnet wird.

Währenddessen erfährt der Zuschauer in Rückblenden die wahren biographischen Hintergründe, aus der die Autorin, in Form der Verarbeitung trauriger Kindheitserlebnisse, die Geschichte von Mary Poppins gestaltet hat: Ihr Vater, der im Titel genannte Mr. Banks, war ein wunderbarer Mensch, der sie das Träumen gelehrt hat, aber selbst sosehr mit dem Kopf in den Wolken hing, daß ihn alle Welt nur als Nichtsnutz und Versager wahrnahm, worüber er zum Alkoholiker wurde. Daraus resultiert ihre Angst, daß eine alberne Verfilmung, auch noch als Musical, den Wesenskern der Geschichte von Mary Poppins zunichtemachen könnte, der darin bestand, den Träumen ihres Vaters späte Würde und Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.

Die schönsten Szenen sind die, wo der Film-Disney seinem echten, empathisches Verständnis für die Autorin Ausdruck verleiht, indem er seinen Mitarbeitern gegenüber Mary Poppins mit seiner eigenen Schöpfung Micky Maus vergleicht, die er als ureigenste Schöpfung, als eigen Fleisch und Blut, am Anfang seiner Karriere auch um kein Geld der Welt an einen schmierigen Verleger verkauft hätte, oder wo er der Autorin gegenüber soweit Einblick in seine Seele gewährt, daß es ihm nie um windiges Geschäftemachen ging, sondern darum, über das Geschichtenerzählen die Wirklichkeit, die ihnen beiden früh übel mitgespielt hat, wenigstens in der Phantasie wieder heilzumachen und so vielleicht auch anderen wieder Hoffnung zu geben, die ähnliches durchmachen.

Wie gesagt: Wenn es alles nicht wahr ist, so ist es wenigstens sehr gut erfunden, wunderschön gemacht und gespielt. Das sehe ich bei diesem Film ähnlich wie beim von der Grundstimmung her anders gearteten, aber ebenfalls äußerst gut gemachten und seine stilistischen Mittel ebenso perfekt einsetzenden: "Nixon" (1996) von Oliver Stone. Filme, die man aufgrund ihrer Kunstfertigkeit genießen kann, auch wenn man immer im Hinterkopf behalten sollte, daß man keine Dokumentation, sondern eben ein die Wirklichkeit überhöhendes Märchen sieht, das, wie wohl der Film-Walt aus: "Saving Mr. Banks" sagen würde, die Welt vielleicht ein kleines bißchen besser machen kann, auch wenn es nicht wahr ist. Denn es ist besser, wenn die Menschen noch träumen können und die Träume vielleicht ein kleines Stückchen wahrmachen können, als daß die Welt an ihrer eigenen Gefühllosigkeit und Grausamkeit, an ihren eigenen erlittenen Schmerzen und Verletzungen zugrundegeht.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Pflichtkauf für jeden Disney Fan, 6. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Saving Mr. Banks (DVD)
Leider wurde dieser Film in meiner, wie auch in vielen anderen Städten in Deutschland, gar nicht erst im Kino gezeigt.
Das ist erstmal für eingefleischte Disney Fans ( und damit meine ich nicht Kinder welche Mickey Mouse Hefte lesen, sonder Erwachsene, welche die Magie sehen der hinter diesem Konzern steckt.) ein blanker Schlag ins Gesicht.

Fairerweise muß man aber doch zugeben das ein Film über die Entstehung des Kinderfilms Mary Poppins hier zulande wohl weniger Interesse weckt als der neueste Film von Kerem Bursin.

Also sehnsüchtig auf den DVD Start gewartet.

Leider kommt die Aufmachung der DVD recht schlicht daher.
Keine Extras oder sonstiges außer der Film selbst sind auf der Scheibe zu finden.
Das einzig was das Liebhaberherz höher schlagen läßt sind die Original Tonaufzeichnungen von P.A. Travers welche im Auswahlmenü im Hintergrund abgespielt werden.

Um es nun doch kurz zu machen:

Der Film ist das beste was ich in den letzten Jahren gesehen habe.

Das aber auch nur, wenn man sich sehr sehr gut mit dem Disney Konzern auskennt.

Der Film strotzt vor Anspielungen, welche aber leider nur der "eingeweihte" erkennen kann.

Sogar an den ständigen Raucherhusten von Walt Disney wurde gedacht, welcher es ihm in den letzten Jahren seines Lebens unmöglich machte, unbemerkt sein Büro zu betreten.

Diese "eingeweihten" habe aber dann auch ein einmaliges Werk in der Hand in welchen der Disney Konzern sich einmal so richtig selbst feiert, ein Fenster in eine andere Zeit öffnet und den Firmengründer glorifiziert.

Aber wir richtigen Fans wollen ja gerade das sehen. ( Nicht umsonst geben wir unsummen in den Disneyparks aus, Jahr für Jahr ;-) )

Für den nicht eingeweihten läßt sich der Sinn dieses Film nur schlecht nachvollziehen und er verliert sich damit in der belanglosigkeit.

Deshalb sollte man sich vor dem Kauf sehr wohl überlegen auf welcher "Seite" man steht.

Zu den Schauspielern kann ich sagen das mir am meisten die Nebendarsteller gefallen haben.

Tom Hanks als Walt Disney ist nicht so recht glaubwürdig und das imitieren von Disneys Gesichtszügen läß Hern Hanks so manches mal entstellt aussehen....

Allerdings könnte ich aber auch nicht auf Anhieb sagen wer ihn hätte sonst verkörpern können.

Allenfals viellleicht der großartige David Tomlinson, welcher aber leider schon lange verstoben ist. ( Er spielte den Vater im Film Mary Poppins und sieht dem Walt Disney dieser Zeit unheimlich ähnlich.)

Also Disney Fans : Kaufen kaufen kaufen!!! und Tränen der Freude und rührung werden fließen...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Making Off zu Mary Poppins in Form eines Spielfilms, 6. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Saving Mr. Banks (DVD)
Auch mir gefällt dieser Film sehr gut. Trotzdem sollen hier einige Hinweise gegeben werden, damit es nicht zu Enttäuschungen kommt.

Mary Poppins ist ein Kinderfilm-Musical, das ganz überwiegend gute Laune verbreitet und von traumhafter Musik untermahlt ist.

Bei Saving Mr. Banks wird eher die Entstehung von Mary Poppins beschrieben. Dabei wird in Rückblenden gezeigt, wie das Verhältnis der Autorin zu ihrem Vater war und wie sie so wahrscheinlich zu der Figur der Mary Poppins inspiriert wurde.

Diese Einblicke sind wirklich interessant aber stellenweise auch sehr traurig. Während es für Mary Poppins keine Altersbeschränkungen gibt, ist für Saving Mr. Banks eine Freigabe ab 6 Jahren vorgesehen. Gewaltszenen oder zotige Sprüche muss man nicht erwarten. Trotzdem müssen die (vielleicht) jungen Zuschauer aber mitansehen, wie ein sehr kranker Mensch stirbt, der scheinbar ein Säufer war. Dadurch wird ganz sicher keine gute Laune wie bei Mary Poppins verbreitet.

Interessant war es auch, den Filmkomponisten zuzuschauen, wie sie die Lieder für Mary Poppins komponiert haben.

Für Zuschauer, die mehr über die Entstehung von Mary Poppins erfahren wollen, ist das ein wirklich sehenswerter Film. Man sollte sich aber auf viele ernste und wenige heitere Momente einrichten.
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25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenig Rauch um viel (reine Filmrezension), 10. März 2014
Von 
Klein Tonio - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Saving Mr Banks [UK Import] (DVD)
Wie haben wir nicht "Mary Poppins" geliebt in der Disney-Version, also ich habe es jedenfalls und tue es noch. In zunehmendem Alter kann man hinter der ganzen melodieseligen Süßlichkeit durchaus kritische Untertöne entdecken. Ist das nicht sogar ein Film zur Bankenkrise, der zeigt, was es für eine Kettenreaktion auslöst, wenn der Durchschnittsamerikaner sein Geld den Finanzhaien anvertraut, und seien es "zwei Penny nur"? Dieser Lesart scheint auch der Film "Saving Mr. Banks" anzuhängen, der die schwierige Entstehung des Mary-Poppins-Filmes schildert: Zwar bekommt Buchautorin P. L. Travers (Emma Thompson) den einen oder anderen Kitsch-Schock bei ihrer Reise nach Tinseltown Hollywood - aber nach und nach offenbaren sich in Rückblenden autobiographische Bezüge zu ihrer Schöpfung Mary Poppins. Gerade als das Zwei-Penny-Lied entsteht, betont die immer schnellere und die Ebenen zusehends verwischende Parallelmontage den bankenkritischen Aspekt; eine der stärksten Szenen des Filmes. Ansonsten ist er - nun ja, nicht nur ein Film über Disney, sondern eben auch ein Disneyfilm; kalkuliert, aber sehr schön und auch ein bisschen zu kitschig, meinetwegen. Und über die unverschämte Crossover-Schleichwerbung (Du liebe Zeit, da werden jetzt aber wieder schön viele BluRays der Superduper-50th-Anniversary-Mary-Poppins verhökert werden) decken wir mal den Mantel der Nächstenliebe...

Davon abgesehen ist das aber ein ziemlich guter Film. Travers ist ganz offensichtlich die zu zähmende Widerspenstige aus dem kühlen England. Sofortige Duzfreundschaft, Plüschdisneyfiguren im Hotel, Dick van Dyke als Marys Freund Bert, die Kindsmutter als Suffragette, das Ganze als Musical und dann auch noch teilweise animiert? Das "no, no, no" der eisernen Lady klingt wie das von Maggie Thatcher zum Euro. Was Jan Wiele von der FAZ dem Film massiv vorgeworfen hat, aber ich denke, hier irrt er. Wir wissen doch: Es gibt nun mal den Mary-Poppins-Film, in dem all die genannten No-gos vorkommen. Es geht also nicht darum, ob Disney Travers überzeugt hat, sondern darum, wie er das getan hat. Man mag das, wie Wiele, küchenpsychologische Trauerarbeit nennen, wenn sich in den Rückblenden über Travers` australische Kindheit die ganzen autobiographischen Bezüge offenbaren, die sehr viel mit einer Vaterfigur zu tun haben, zudem Disney am Ende zu dem entscheidenden Schlag ausholt: Er habe ebenfalls eine verdammt harte Kindheit gehabt, aber seinen Vater verehrt, und dem Vater, den Mr. Banks in "Mary Poppins" darstelle, werde schon kein Leid geschehen. Er - wie eben das Andenken an die Väter von Autorin und Filmemacher - werde gerettet, daher der zunächst etwas seltsam anmutende Filmtitel.

Das alles hat aber dann eben doch eine große emotionale Kraft und einen sehr gewinnenden Charme, übrigens in einer sehr ehrenvollen filmischen Tradition. Halbspekulative Hintergrundberichte darüber, wie das eine oder andere berühmte Werk/Zitat wohl entstanden sein könnte, lassen sich in so unterschiedlichen Filmen finden wie "Gothic" (über die Ideen zu Mary Shelleys "Frankenstein"), "Das Wunder von Bern" (u.a. über die Entstehung der berühmtesten Sepp-Herberger-Fußball-Kultsätze) und "Weißer Jäger, schwarzes Herz" (über die Entstehung des Filmklassikers "African Queen"). Und das macht einfach Spaß, wenn mit sehr viel Liebe eine Anspielung auf die andere folgt und in die Handlung einbezogen wird und/oder dargestellt wird, wie berühmte Mary-Poppins-Szenen entstanden sein könnten. Beispiele: Die Szene, in der die steife Mrs. Travers mit dem Wort "Supercalifragelisticexpialigetisch" nichts anfangen kann, ist eine exakte Kopie der Reaktion von Mr. Banks im Mary-Poppins-Film (sodass nicht nur in Travers Vater, sondern auch in ihr selbst ein Stück Mr. Banks steckt und sie auch selbst gerettet werden muss). Sowohl Mrs. Travers als auch eine Gouvernante aus ihrer Kindheit, die für sie so eine Art Mary-Poppins-Retterin in der Not war, sagt in der gleicher Art "hopp hopp" wie Mary Poppins im Disneyfilm. Wie die Gouvernante ihre Tasche auspackt und die Kinder (also auch Travers selbst) ihre Habseligkeiten bestaunen, kommt ebenfalls in Mary Poppins vor (nur dass dort der Innenraum der Tasche "zauberhaft" groß ist). Selbst die Entstehung der Musik wird textlich wie melodisch bis ins Detail aufgegriffen. Impfstoff tue man neuerdings auf ein Würfelchen voll Zucker? Klasse, und "Löffelchen" singt sich noch besser. Die Melodie hat noch nicht den richtigen Schmiss? Dann geht der Ton halt an unerwarteter Stelle herauf statt herunter, weil Mary Poppins auch immer alles gegen den Strich macht, z.B. das Treppengeländer herauf- statt herunterrutscht (ein Detail, das erwähnt, aber nicht gezeigt wird - wer Mary Poppins, den Film, gut kennt, hat noch mehr Spaß).

Die Zahl der Anspielungen ist schier unerschöpflich. Mag sein, dass das spekulativ und selbstzweckhaft ist. Aber von ansteckender Freude, denn es wird nun einmal an etwas angeknüpft, das für viele und unter anderem für mich eine der schönsten Kindheitserinnerungen ist.

Ob am Ende tatsächlich Tränen der Rührung geflossen sind oder Travers schlicht das Geld brauchte und den Film gehasst hat, wie TV Spielfilm berichtet? Letztlich ist das bei aller Süßlichkeit doch auch ein bisschen ambivalent gehalten. Disney, von Tom Hanks als Mischung aus schlauem Fuchs, groß gebliebenem Kinderträumer und knallhartem Geschäftsmann sehr differenziert gespielt, hat Travers nicht mal zur Filmpremiere eingeladen; sie kommt doch, wirkt aber in dem Sehen-und-gesehen-werden-Trubel vor dem Grauman's Chinese Theatre in Hollywood seltsam verloren und muss sich dann vom Darsteller einer Disneypuppe ins Kino eskortieren lassen. Letztlich lässt der vorliegende Film solche Zweifel dann aber doch nicht durchkommen, sondern schafft lieber eine wunderschöne, sentimentale Legende, diese aber perfekt, gerade auch in den Anfangs- und Schlussszenen: Diese schließen einen Kreis, zwischen Vergangenheit und (Film-)Gegenwart sowie zwischen Mary Poppins und der realen Handlung. Man geht beglückt aus dem Kino, und wem das alles zu süßlich klingt, der möge sich halt einen anderen Film aussuchen. Jedenfalls sei noch auf die ebenfalls wunderbare Leistung von Emma Thompson hingewiesen, die mit anscheinend moderater Gesichtsstraffung wunderbar zwischen der Harten, der Verletzlichen, der Freudigen und der Souverän-Eleganten hin- und herwechseln kann. Von den zahlreichen interessanten Nebenrollen ist mir nicht so sehr Colin Farrell als gutmütiger Trinker- und Träumervater Travers` in Erinnerung geblieben, sondern der auf den ersten Blick unscheinbare Paul Giamatti als Chauffeur, der zunächst in Travers` Bild des Klischee-gute-Laune-Ami zu passen scheint, bei dem sich aber eine interessante Biographie herausschält und der so etwas wie vielleicht der einzige amerikanische Freund Travers` wird. Interessanterweise heißt seine Tochter (die wir nie sehen) Jane, wie die Tochter der Banks` im Mary-Poppins-Film - vermutlich nicht zufällig.

Irritationen am Rande: Dass Disney in Disneyland ohne Bodyguards herumläuft und ihn Hinz und Kunz anscheinend nicht erkennt, obwohl er doch eine Entourage hat, fand ich wenig glaubwürdig. Und aus meiner Sicht ärgerlich ist die übertriebene political correctness, mit der jegliche Darstellung von Zigaretten und deren Rauch vermieden wird. Du liebe Zeit, Disney war hypernervöser und hyperaktiver Kettenraucher, da lässt man Tom Hanks ein paarmal im Off husten und dann, als Travers in sein Büro platzt, die Zigarette ausdrücken und sagen, er solle nicht so gesehen werden, da er kein schlechtes Vorbild sein wolle. Wie selbst in dieser Szene die Fluppe nicht zu sehen ist, sondern die Hand gerade noch rechtzeitig hinter einem Schreibtischgegenstand verschwindet, wirkt so erzwungen, dass es einfach nur noch ein Krampf ist. Man kann es auch übertreiben, das ist für die damalige Zeit einfach nicht akkurat. Wohin soll das führen? Müssen demnächst in Period Pictures Behinderte als Mobilitätsbeschränkte und Schwarze als Afroamerikaner und "Indianer" als Amerikanische Ureinwohner bezeichnet werden, obwohl das damals doch niemand gesagt hat? Und es geht ja nicht nur um Disney, auch ansonsten hat alle Welt geraucht wie die Schlote der Disney-Fabrik, auch und gerade in Büros. Der Verzicht auf Authentizität ist aufgesetzt und überflüssig. Die Filmzensur ist tot, es lebe die Filmzensur, also als Selbstzensur, als Schere im Kopf der heilen Disneywelt-Macher. Gruselig...

Aber mir hatte davon nicht so sehr der Kopf geraucht, dass es für ein Sternleinchen Abzug reicht. Oft gibt's in Filmen viel Rauch um nichts, hier halt wenig Rauch um viel, denn das Thema ist wie gesagt gleichsam charmant wie interessant. Summa summarum: Für Neutrale so etwa drei bis vier Sterne, für Disney-Fans im Allgemeinen und Mary-Poppins-Fans im Besonderen fünf. Da ich davon ausgehe, dass Leser dieser Rezension, die sich überlegen, den Film zu sehen, eher Disney zugeneigt sein werden: klare Empfehlung!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller und ergreifender Film, 20. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Saving Mr. Banks (DVD)
In meiner Kindheit war ich größter Mary Poppins Fan und habe den Film sehr oft gesehen. Irgendwann habe ich mir eine neue Mary Poppins DVD bestellen wollen und durch Zufall bin ich auf den Film Saving Mr. Banks gestoßen. Nachdem ich mir den Trailer angeguckt habe, stand für mich fest, dass ich diese DVD bestellen werde. So kam die DVD am Donnerstag an und ich habe den Film sofort geguckt.
Der Film zeigt die Verhandlungen Walt Disney's (gespielt von Tom Hanks) und P.L. Travers (gespielt von Emma Thompson) der Abgabe der Rechte, damit ein Film gedreht werden kann. Zwischen den Verhandlungen gibt es immer wieder Rückblenden aus dem Leben P.L. Travers und somit kommt man dahinter, welche Bedeutung die Figur Mary Poppins hat.
Die Leistung aller Schauspieler ist zu loben, alle spielen sehr gut.
Ich finden den Film toll und je näher das Ende kam, umso trauriger wurde ich.
Wahrscheinlich wird nicht jedem der Film zusagen, da man sich bestimmte Handlungen denken kann. Jedoch finde ich, dass all diejenigen die als Kind Mary Poppins gesehen haben, auch diesen Film sehen sollten.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer ist nicht vergnügt..., 13. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Saving Mr Banks [UK Import] (DVD)
...wenn man den Film ansieht?

Mary Poppins ist schon seit jeher einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Als ich von “Saving Mister Banks“ gehört habe, war die Freude natürlich groß :)
Und was soll ich sagen? Ich habe mit den Charakteren gelacht, geweint und gebangt bis zum Schluss und kann jedem, der sich auf ein Wiedersehen mit der wundervollen Welt von Mary Poppins freut, diesen Film empfehlen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Total Schön, 20. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Saving Mr. Banks (DVD)
Die Geschichte wie Mary Poppins zum Film wurde. Die Autorin von Mary Poppins soll von Walt Disney überzeugt werden ihre Geschichte verfilmen zu lassen. Doch jahrelang lehnt sie sich dagegen auf. Irgendwann wird sie ansatzweise überzeugt, da ihr versprochen wird, dass der Film kein Animationsfilm wird. Doch die Rolle von Mr. Banks ist ein schwieriges Thema...
Ein wunderschöner Film, vorallem wenn man Mary Poppins liebt :) Das es auf einer wahren Begebenheit beruht, macht den Film noch viel interessanter und die Original Tonaufzeichnungen am Ende sind wirklich toll. Unbedingt kaufen :)
Und Tom Hanks hat mal wieder eine tolle Rolle ;)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht schlecht, aber auch nicht Wow, leider. Tom Hanks und Emma Thompson sind aber fantastisch, wie immer., 15. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Saving Mr. Banks (DVD)
Ich liebte alle Mary Poppins Bücher und liebe sie bis heute, deswegen habe ich mir diesen Film gekauft. Tom Hanks und Emma Thompson sind meine Lieblingsschauspieler und sie sind wie immer grandios.Was mir sofort eingefallen ist - Pamela L. Travers benimmt sich genauso wie Mary Poppins in den Büchern (nicht im Film). Sie ist genauso unhöflich und behandelt alle so wie Mary Poppins alle Menschen in den Büchern behandelt. Das fand ich lustig und wirklich gelungen. Die Geschichte ist sehr interessant, aber die krankhafte Beziehung der Tochter zu dem Vater und umgekehrt hat mich ein wenig gestört. Man zeigt, dass er nur die eine Tochter verehrt und liebt, als wäre sie seine Ehefrau. Nach den ganzen Szenen der Verehrung der Tochter und totale Ignorierung der Ehefrau kommt der Spruch, dass er sich nur für Tochter Helen rasiert damit sie die Küsse nicht kratzen. Er fragt sogar welche Küsse sie mag und das finde ich im Zusammenhang mit seinem Verhalten geschmacklos. Sonst wäre der Film fantastisch, aber die Szenen aus der Kindheit fand ich wirklich ärgerlich.
Man weiß, dass sie die Verfilmung gehasst hat, aber es wurde wirklich fast alles geändert, nichts ist so wie in den Büchern, also kann man es auch verstehen, auf jeden Fall hat sie nie mehr erlaubt noch ein Buch von ihr zu verfilmen.
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