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44 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 100% Neil Young
Ich mag das Tondokument.
Dass ich keine HiFi-Aufnahme zu erwarten habe, war mir klar - das Album wurde ja nicht im herkömmlichen Studio sondern in Jack Whites Vinyl Booth aufgenommen.
Umso mehr kommt für mich der tatsächliche Musiker Neil Young zum Vorschein, mit all seiner Unvollkommenheit. Hier und da mal ein Verspieler, Timingschwankungen, ab...
Vor 3 Monaten von Frank Goebel veröffentlicht

versus
52 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein schön schräges Experiment oder doch einfach nur zu viel von der falschen Substanz inhaliert?
Man stelle sich vor, beim Stöbern auf dem Flohmarkt entdeckt man ein noch funktionierendes Grammophon und aus nostalgischem Überschwang kauft man sich das prähistorische Gerät, obwohl man gar keine Schellackplatten besitzt; aber man ist ja auf dem Flohmarkt... Und siehe da, der nächste Entrümplungsfachmann hat in einer ollen Kiste ein paar...
Vor 3 Monaten von Christian Günther veröffentlicht


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44 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 100% Neil Young, 26. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Letter Home (Audio CD)
Ich mag das Tondokument.
Dass ich keine HiFi-Aufnahme zu erwarten habe, war mir klar - das Album wurde ja nicht im herkömmlichen Studio sondern in Jack Whites Vinyl Booth aufgenommen.
Umso mehr kommt für mich der tatsächliche Musiker Neil Young zum Vorschein, mit all seiner Unvollkommenheit. Hier und da mal ein Verspieler, Timingschwankungen, ab und an mal Intonationsprobleme beim Singen.
Für mich ist das unheimlich sympathisch und zeigt, dass er eben auch nur ein Mensch ist.
Einer, der sich eben mal hingesetzt und ein paar Coversongs gespielt hat, wie er sie halt spielen würde.
Der Dialog mit seiner verstorbenen Mutter, die bodenständige und warmherzige Art, wie er zu ihr spricht, zeigt mir, dass ich neben seiner Musik, die ich persönlich seit frühen Jugendtagen verehre, auch einen guten Grund habe, den Menschen dahinter zu mögen.
Für mich ein echte Bereicherung.
Wie hier manche von sich behaupten können, seit 40 Jahren Neil Young - Fan zu sein, und dann diese Aufnahmen nicht mögen...?
Kann ich nicht nachvollziehen. Das ist doch 100% Neil Young - noch mehr Neil Young geht einfach nicht. Frage mich, wovon diese Leute dann Fan sind...
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52 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Denkbar makelloseste Soundqualität, 24. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: A Letter Home (Audio CD)
Als Andy Warhol (und nicht nur er) seinerzeit die sauteure und perfekte Nikon F oder F2 oder Leica-M oder Hasselblad wegpackte und zur technisch völlig unzureichende Polaroid Land Camera griff entstand dabei Kunst. Wenn heute ein (Foto-) Künstler statt zur perfekten Digitalen bewusst zur Einwegkamera, zur Lomo oder zur Holga greift oder gar Rayographien anfertigt entsteht dabei: Na? Ich habe noch nicht gehört, das sich jemand entblödet hätte für die Ergebnisse Geld auszugeben um sich hinterher über die technische Qualität zu beklagen.

Und wenn ein Musik-Künstler bewusst ein technisch völlig unzureichendes Aufnahmegerät aus dem Jahre 1947 benutzt (also aus seinen Kindheitstagen), das gar nicht zur Aufnahme von Musik konzipiert war, sondern um gesprochene Glückwünsche oder Grüße gleich und ohne Umweg über das Band in Vinyl geritzt mitnehmen und dann einen akustischen Brief nach Hause schicken zu können, und das Ergebnis dann "A Letter Home" (!) nennt, und das Ganze mit einer Ansprache an seine verstorbenen Eltern beginnt (,Hi Mom, it's great to be able to TALK(!) to you...' (!) usw.; mündliche Nachrichten gingen damals eben nicht so einfach, man verkehrte hauptsächlich schriftlich miteinander), stellt sich die Frage: Welche Banausen verstehen nicht, das hier genau die perfekteste Methode und makelloseste Soundqualität gewählt wurde, die für ein solches Vorhaben überhaupt denkbar ist?

Das Konzept ist grandios und ebenso richtig wie die elektrische Zerstörung von "Blowing In The Wind" auf der "Weld"-Tour zu Zeiten des Golfkrieges; genau dadurch stellte Young damals die Würde des jahrzehntelang an unzähligen Lagerfeuern schamlos gemeuchelten Songs wieder her.
Und wenn wir schon dabei sind: vielleicht sollten Zweifler auch mal einen Blick auf die Songauswahl und deren Texte werfen.
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52 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein schön schräges Experiment oder doch einfach nur zu viel von der falschen Substanz inhaliert?, 24. Mai 2014
Von 
Christian Günther - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: A Letter Home (Audio CD)
Man stelle sich vor, beim Stöbern auf dem Flohmarkt entdeckt man ein noch funktionierendes Grammophon und aus nostalgischem Überschwang kauft man sich das prähistorische Gerät, obwohl man gar keine Schellackplatten besitzt; aber man ist ja auf dem Flohmarkt... Und siehe da, der nächste Entrümplungsfachmann hat in einer ollen Kiste ein paar noch ollere Platten anno 1940 parat, und noch mal gibt man Geld aus...
Zuhause angekommen, alles installiert, legt man erwartungsvoll die erste Platte auf und hört genau das, was man eigentlich auch erwartet hatte, von Platten, die (mal ganz abgesehen von den aufnahmetechnischen Möglichkeiten im Spätmittelalter) inzwischen auch schon mal während der Kriegswirren als notdürftiges Schutzschild vor Granatsplittern herhalten mussten, danach, in den Aufbaujahren, als es für die Nachkriegskinder kaum genug Nahrung, geschweige denn Spielzeug gab, auch mal einen Sommer lang als Frisbee ihren Dienst taten, und in den ausklingenden 60ern dann in einer ungemein alternativen Studentenkneipe mit notorischen Finanzproblemen als hipper Untersetzer für Biergläser und auch Heißgetränke ihren Einsatz fanden, um dann schlussendlich für gut vierzig Jahre auf irgendeinem staubigen Dachboden bei jährlichen Temperaturschwankungen von -20 bis +40 Grad in einem muffigen Karton abzuwarten bis erst der Entrümplungsdienst und dann du auf dem Flohmarkt...

Es knarzt und rumpelt, es leiert und hier und da fehlt auch schon mal ein ganzer Ton; egal! Es ist Nostalgie! Und es ist dir vollkommen schnuppe, ob da nun ein kleiner grüner Kaktus besungen wird oder jemand singend davon berichtet, dass Onkel Bumba aus Kalumba nur die Rumba tanzt... Vor lauter Nebengeräuschen hört man die Musik ohnehin bestenfalls als ferne Ahnung - doch Moment! Da singt doch einer Dylans "Girl from the north country"?! Du wusstest ja, dass der Song alt ist, aber so alt?! Und war Dylan 1940 überhaupt schon geboren? Man lernt nie aus. Und das hier, das klingt doch durch das leiernde Geschnarre hindurch wie "Crazy" von Willie Nelson? Ja gut, doch, das kann sein; der ist schon so alt, der hat ja bei seiner ersten Europatournee in Holland Johannes Heesters entdeckt. Oder nicht? Na egal. "On the road again" - nochmal der gute Willie Nelson; aber das war doch definitiv viel später?! Mmh, wohl doch nicht, naja...
So geht das dann eine Weile, bis einem spätestens bei Springsteens "My hometown" dämmert: hier stimmt irgendwas nicht!

Warum ein Album frisch 2014 aufgenommen so klingt wie oben dargestellt - und es ist wirklich nicht übertrieben! - lässt nur zwei Schlüsse zu: entweder soll das ein Experiment sein und Neil Young wollte beweisen, wie unverwüstlich diese Songs seiner geschätzten Kollegen sind und das ihnen selbst derartig dargeboten die Seele nicht verloren geht, oder aber der Herr Künstler war mächtig bekifft und fand die Idee, mal so eine Aufnahme zu machen, einfach nur total lustig (was man ja beim lieben Neil bekanntlich nach wie vor nicht ausschließen kann). Ein Kuriosum ist es allemal, aber eines, dem es sich zu widmen lohnt.

Wenn man sich nach ausgiebigem Kopfkratzen beim ersten Durchlauf doch nochmal auf die Platte einlässt - entspannt, halb liegend, Kopfhörer auf den Ohren, ein Glas Wein kann auch nicht schaden - dann entwickelt diese Geräuschkulisse, die "A letter home" über die komplette Spielzeit vierzig Minuten lang prägt, tatsächlich einen gewissen Charme. Durch das fortwährend dominierende Schnarren, Knacksen und Rauschen, ist man geradezu gezwungen sich auf die Essenz der Songs zu konzentrieren und erlebt sie so vielleicht intensiver, als man die soundtechnisch unendlich viel sauberen Originale je erlebt und empfunden hat; insbesondere textlich. Abgesehen davon, wirken die konstant recht gleichförmigen Störgeräusche schon beinah mantrahaft meditativ entspannend. Das Klangbild des Albums wird man nicht im klassischen Sinne als schön empfinden können, aber die anfängliche Irritation weicht, wenn man sich Neil Youngs Idee dahinter nicht verschließt.
Aber Vorsicht: das sagt einer, der Neil Young wirklich sehr gerne hat, der ihn nicht zuletzt auch all seiner Kuriositäten wegen liebt und der doch mehr als ein Glas Wein beim Hören von "A letter home" getrunken hat...
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41 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ich mag diesen Brief von zu Hause, 23. Mai 2014
Von 
M. Pauli "mpauli26" (Liederbach, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Letter Home (Audio CD)
So - LoFi hin oder her, es knarzt und kratzt und es sind schlußendlich unterm Strich eigenwillige geil interpretierte Coverversionen von Neil Young. Ich habe keine Ahnung warum der Wille des Zerreissens an dieser Scheibe sooo groß ist, ggf kann keiner Ertragen, daß es Neil anders amcht als die anderen.
Die Platte ist eigenwillig, die Platte ist durchaus sehr interessant, ich habe vor allem Girl from the Northern Country seit Ewigkeiten und jeder Interpretation ins Herz geschlossen. Mir gefällt Reason to Believe, If you could read my mind (was erwartet Ihr von diesem Song? Liebeslied, Fahrstuhl- und Kaufhaustauglich, in den 70igern von Daliah Lavi (Danke Rocker) zu "Wär ich ein Buch zum Lesen" verdeutscht). Gewünscht hätte ich mir von Lightfoot "Wreck of the Edmund Fitzgerald" - da kann ich mir Neil regelrecht vorstellen.
Sei's drum - es ist wieder ein neues Album von einem der ganz aussergewöhnlichen Singer / Songwriter. Und an einen der unten stehenden Rezensenten: ja, ich würde mir die 20-CD umfassende Landing on Water-Box kaufen, ebenso wie von Trans oder Life. Wo sind diese Platten schlecht? Sie sind halt anders. Die ganze auf Platte/CD veröffentlichte Karriere von Neil Young zeigt uns, dass dieser Mensch mehr kann als "Heart of Gold" und auch hierzu sei zu sagen: spiele es doch erstmal einer mit dieser Hingabe!
Letter from Home: Wer eigenwillige Coverversionen in "LoFi2 mag, kaufen!!!
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Neil gibt den liebenswerten, altmodischen Kauz, covert Bruce Springsteen und macht sich über miesen Klang lustig?, 28. Mai 2014
Von 
junior-soprano - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: A Letter Home (Audio CD)
Neil Young hat Humor. Den sollte man auch als Hörer dieses Albums mit Cover-Versionen haben. Und Verständnis dafür, dass es hier vor allem etwas besinnlich zugeht. Aufgenommen in einer „Voice-O-Graph“-Kabine von 1947 klingt das nicht mal 40-minütige Werk so low-fi wie noch nie zuvor bei einem offiziellen Album des Kanadiers. Spontan erinnert das Album an das überhastet veröffentlicht wirkende „Fork in the road“ Fork in the Road, an die andere Cover-Sammlung „Everybody's Rockin'“ Everybody's Rockin' und qualitativ sehr schlechte Bootlegs.

Mittels Crowdfunding sammelt Neil Geld für seinen „Pono“-Player, ein Format mit dem deutlich bessere Tonqualität erreicht werden soll als mit mp3 und CD. „A letter home“ klingt wie ein Werbe-Gag, um den Hörern die ohne Vinyl groß wurden zu zeigen wie schlecht Musik ohne die notwendige Technik klingt.

Das Album ist auch als Deluxe-Version erschienen inklusive Vinyl und DVD, aber nicht auf Blu-ray. Dabei hatte sich Young etwa bei den „Archives Volume 1“ noch so sehr für das, zumindest im Vergleich zur CD, wesentlich schöner klingende Format Blu-ray stark gemacht.

Als CD-Käufer käme ich mir etwas auf den Arm genommen vor. Interessant auch: bei Musik-Streaming-Diensten werden neue Alben von sehr gefragten Musikern, etwa die neuen Alben von Coldplay und den Pixies nicht sofort veröffentlicht. „ A letter home“ hingegen ist sofort nach Veröffentlichung als Stream verfügbar. Sagt das etwas über den Status von Neil Young aus? Er ist nicht so angesagt wie etwa Coldplay, aber das dürfte die treuen Fans nicht stören. So überraschend ist „A letter home“ eigentlich nicht, radikaler und irritierender wäre eine Kooperation mit, sagen wir, Rihanna. Ungewöhnliche Alben hingegen gab es bei Neil schon reichlich (Trans, Everybody's rockin' und andere).

„On the road again“, ein „Willy Nelson“-Cover und „My hometown“ von Bruce Springsteen sind besonders bekannte Cover auf dem Album. Einige begleiten ihn seit Jahrzehnten. Seine Eltern sind seit vielen Jahren tot – etwas irritierend, aber auch berührend, dass er zwei Ansagen auf dem Album an seine Mutter richtet und Bruder Ben und Vater Scott erwähnt.

„The needle of death“ klingt für mich wie eine Mischung aus „Ambulance Blues“ und „The needle and the damage done“ - faszinierend! Ich merke es bereits im dritten Durchlauf, dieses kurze Album löst mehr (auch mehr positives) aus als es auf den ersten Eindruck befürchten lässt. Aber ein „On the beach“ oder „Tonight's the night“ ist es nicht und ich glaube auch nicht, das es mit den Jahren so sehr wachsen wird.

Als Stilmittel ist der miese Klang nachvollziehbar: sie sind das Äquivalent zu verblassten Photographien. Etwas aus der Zeit gefallen, aber gerade dadurch auch noch melancholischer und ergreifender, wenn man sich denn darauf einlassen will. Den Humor sollte man freilich auch nicht außer acht lassen. Und Youngs Chuzpe, sich mit so etwas an die Öffentlichkeit zu wagen. :-) Noch schöner wäre aber, wenigstens eine Bonus-CD, mit den selben Stück in gewohnter Tonqualität, denn die Lieder an sich sind schön. Ein Meisterwerk ist dieses Album nun nicht unbedingt, aber ich werde es mit Sicherheit deutlich öfter hören als „Fork in the road“, das wirkt ebenfalls wie ein Schnellschuss, aber bei „A letter home“ ist ein künstlerisches Konzept ersichtlich und es hat seinen eigenwilligen Charme. Dafür den vollen CD-Preis zu verlangen zeugt von einer gewissen Weltentrücktheit? Oder von Humor?

Anspieltipps: Changes, If you could read my mind, I wonder if I care as much
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16 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anders, aber mit Charme und Seele, 25. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: A Letter Home (Audio CD)
Wenn ich hier einige Kritiken lese, wundere ich mich über die Härte der Kritik an diesem speziellen Album. Ja, es ist anders, ja, es klingt, als würde Neil Young die Songs am Telefon vorsingen. Na und?

Es hat einen ganz besonderen Charme, für mich, dieses Album, so als hätte man verlorene Bänder wieder gefunden. Wenn die Mundharmonika zum Einsatz kommt, ist es manchmal etwas schrill im Sound, aber Gitarre und Klavier klingen sehr angenehm.

Vielleicht sollten alle das Intro genauer hören, in welchem Neil Young seine verstorbene Mutter "anruft", und ihr mit einigen Songs eine Freude machen möchte. So klingt das Album, als hätte man Gelegenheit, diesem Telefonat zu lauschen. Nochmal: Na und?

Es ist anders, ungewöhnlich, und ein Gegenpol gegen alle Dolby-Doppel-Super-Sonstwie-Sound-Alben. Das darf doch auch mal sein.

Nebenbei ist es sehr cool gestaltet, Cover und Backcover sehen richtig klasse aus.

Mir gefällt es, und es ist keiner gezwungen, es zu kaufen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nur für Fans, 29. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: A Letter Home (Audio CD)
Achtung...wer den Künstler Neil Young neu entdecken möchte sollte sich dieses Album nicht anhören.
Ist absolut nur für Fans mit Sinn für seinen feinen Humor geeignet.
Coversongs in Low-Fi-Versionen,selbst eingefleischte Fans schütteln den Kopf.
Aber wer in den 80ern Alben wie "Trans" oder "Landing on Water" veröffentlichte der weiß was er tut !!!
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19 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Zeitreise des Neil Young in einer Telefonzelle, oder: Dr. Who im Jahre 1949, 23. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Letter Home (Audio CD)
Viele Verrisse erinnern in gewisser Weise an die Häme, die Neil Young entgegenschlug, als er Mitte der Siebziger den Sanftmut von Harvest verliess und mit drei Nachfolgewerken einen Abgesang auf die Ideale der Hippieära inszenierte. Tonight's The Night etwa war wohl auch alles andere als eine aufnahmetechnisch hochwertige Produktion, es wurde aber ein Klassiker der Rockgeschichte, eine unerhörte Auseinandersetzung mit dem Elend des Sterbens Nahestehender: der psychoakustische Fachbegriff für das Klangbild ist "audio verite".

Wenn Young jetzt sozusagen eine Zeitmaschine betritt und alte, ans Herz gewachsene Lieder im Klangfeld alter Schellackplatten ansiedelt, dann ist das a) eine bewusste (und gut durchdachte) künstlerische Entscheidung und b) einmal mehr "audio verite". Das Resultat geht mir bei vielen Liedern unter die Haut. Ein wenig schüttele ich den Kopf über sogenannte hard core-Fans, die auf diversen Foren ihren Frust rausposaunen.

Ich weiss nämlich nicht, warum ich mich nach wie vor von alten, ebenso "bescheiden" klingenden Bluesaufnahmen von Bessie Smith begeistern lassen kann, und jetzt nicht minder Freude an dieser ganz besonderen Zeitreise von Neil Young empfinden sollte. Wunderbare Platte, wenige trauen sich sowas, und diese lo-fi-Produktion tut der Intensität des Vortrags überhaupt keinen Abbruch. Ganz allein stehe ich mit meiner Meinung nicht da, John Mulvey hat im Blog-Teil der Webseite des englischen Musikmagazins Uncut eine ähnliche Wahrnehmung beschrieben. Und Alex Petridis hat heute in The Guardian nachgelegt.

Ich kann jedem einzelnen Niedermacher dieser Platte eins versichern: wenn Bob Dylan dieses Album hört, wird er seinen Hut ziehen. Wenn Jim Morrison für ein paar Tage auf die Welt zurückkehren würde, würde er ihm beim Hören eine Gänsehaut nach der andern den Rücken runterlaufen. Wenn Daniel Lanois die Scheibe hört, wird er sagen: "Respekt!" Wenn Leonard Cohen sich A Letter Home anhört, könnte er gut Lust bekommen, seinem Song Tower Of Song eine neue Strophe anzufügen (eine Strophe, in der Bert Jansch vorkommt).

Montaigne hat einmal, schon viel länger ist das her, geschrieben, Leben heisse, sterben zu lernen. Wenn Neil Young sich jetzt in so eine sauerstoffarme "Telefonzelle" begibt, dann ist das durchaus auch eine Auseinandersetzung mit dem Tod: viele der hier gecoverten Lieder stammen von Musikern, die alle schon im "Tower of Song" ihren Platz gefunden haben. Da muss keine high resolution her, kein polierter Sound: da dringt etwas Altes, Fernes an unsere Ohren, das will ich wie einem alten Schwarzweissfilm erleben, in schlichtem Mono, brüchig. Und so schlägt dieses Werk eine Brücke zu einem seiner alten Meisterwerke, Tonight's The Night.
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Box Set- Manchmal ist auch Gold, was nicht glänzt -, 4. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Letter Home [Vinyl LP] (Vinyl)
Wer die Ankündigungen zu A Letter Home las, konnte vorhesehen, daß das Album das Publikum spalten würden. So sei es.
Neben dem Album gibt es ein BOX SET, über das ich schreiben sollte.
Die Box ist liebevoll ausgestattet und mag die härteren Kritiker versöhnen. Angefangen beim Karton, der mit einem einzelnen Foto versehen ist und mit Kartonklebeband locker befestigt wurde. Der Name ist handschriftlich auf dem Klebeband.
Zum Inhalt: Neben der weitgehend besprochenen Retro-Kratz-Mono-Sound-Vinyl liegt noch einiges mehr bei; Eine zweite 'audiophile'Vinyl, die die direkt mit dem Mikro abgenommene Aufnahme enthält, ebenso Mono und Retro, aber eben kratzfrei sauberer im Klang and weit angenehmer zu hören. Dazu gibt es eine ebenfalls unverkratzteklingende CD, eine unterhalsame DVD von den Aufnahmesessions mit allen Stücken und auch noch 7 transparate Vinyl Singles mit allen Stücken der LP + 2 Bonus-Stücken, ein Booklet und einen Download-Gutschein für 320er MP3s + lossles m4a.
Verrückterweise wird diese digitale version den heftigsten Kritikern wahrscheinlich am besten gefallen.

Kurz gesagt: Nichts was man wirklich braucht, aber für Fans ein e tolle Sache zu einem nicht niedrigen, aber fairen Preis.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Du Depperterdepperterdeppdu, 23. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: A Letter Home (Audio CD)
Liebe Leute, die ihr nie versucht habt, mal ne geile Radiosendung in der Nacht über Mittelwelle zu hören, oder Euch an den ersten Aufnahmen von Louis Armstrong ergötzt habt. Schon mal Musik aus dem afrikanischen Hinterland gehört, wo man im Hintergrund das Stromaggregat für die Technik röhren hört? Habt ihr die Who -Live at leeds als Schallplatte gehört, wo extra Knacker drauf sind? Oder gab auch diverse Punkplatten die extra sehr lowfi waren. Und das hier ist ein Album aus dieser Serie, ein Kunsthörspiel! Es gibt einfach Aufnahmen die sind nicht für Alle bestimmt. In der Aufnahmetechnik gibt es nun mal Geräte die akustische Sterilität herstellen. Diese 'Telefonzelle' ist halt das Effektgerät für autentischen yesterday sound. So What?
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