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46 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 100% Neil Young
Ich mag das Tondokument.
Dass ich keine HiFi-Aufnahme zu erwarten habe, war mir klar - das Album wurde ja nicht im herkömmlichen Studio sondern in Jack Whites Vinyl Booth aufgenommen.
Umso mehr kommt für mich der tatsächliche Musiker Neil Young zum Vorschein, mit all seiner Unvollkommenheit. Hier und da mal ein Verspieler, Timingschwankungen, ab...
Vor 5 Monaten von Frank Goebel veröffentlicht

versus
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unerträglicher Klang kontra Schrulligkeit in Tateinheit mit künstlerischer Freiheit
Neil Young darf tun und lassen, was immer er will. Ehrlich; und gerne. Ich liebe ihn.
Er ist schrullig. Ich bin selber schrullig. Soweit gehe ich mit. Die Songauswahl ist
sehr gut; und in guter Qualität würde ich ihm hier gern zuhören. So aber, mit diesem
Klangbild, höre ich ihm hier nicht zu; denn auch ich darf tun und lassen, was ich...
Vor 24 Tagen von Polter, Rainer veröffentlicht


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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unerträglicher Klang kontra Schrulligkeit in Tateinheit mit künstlerischer Freiheit, 1. Oktober 2014
Von 
Polter, Rainer - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: A Letter Home (Audio CD)
Neil Young darf tun und lassen, was immer er will. Ehrlich; und gerne. Ich liebe ihn.
Er ist schrullig. Ich bin selber schrullig. Soweit gehe ich mit. Die Songauswahl ist
sehr gut; und in guter Qualität würde ich ihm hier gern zuhören. So aber, mit diesem
Klangbild, höre ich ihm hier nicht zu; denn auch ich darf tun und lassen, was ich will.
So habe ich diese Musik hier erst einmal stundenlang durch Entknacker und Entzerrer
gejagt, um sie viertelwegs beurteilen zu können. Sehr viel besser wurde es nicht ;-).

Was mich (nicht nur hier) immer wieder befremdet, ist der Fluch der Menschheit,
dass sie den anderen nicht ihre Meinung lassen kann, alles Fremde als Bedrohung
empfindet, dass viele gleich zu Beleidigungen des jeweils anderen neigen -
selbst Moderatoren von Band- oder Künstler-Foren. Eigentlich unglaublich.
Welcher Schaden entsteht mir denn eigentlich, wenn ein mir fremder Mensch
über so etwas harmloses wie Musik eine gänzlich andere Ansicht hat als ich?
Gar keiner. Aber finde mal Menschen, die das verinnerlicht haben. Fehlanzeige.
So wird das nichts mehr mit dem Weltfrieden und den Idealen der 60er.

Keine Sorge, ich habe verstanden, was Neil damit ausdrücken will. Ich
respektiere es. Ist mir lieber, als seelenloser Plastik-Müll. Muss ich
aber all seine Kapriolen mitmachen, nur, weil ich ihn liebe? Ganz sicher nicht.
Wenn ich Musik hören will, brauche ich nicht das Knistern und Knacken eines
unzulänglichen Mediums - dieses hält mich im Gegenteil fern vom Erlebnis,
baut eine Wand zwischen mir und dem Klang. So habe ich dem Vinyl keine Sekunde
hinterher getrauert. Künstliches Knacken auf "Live At Leeds"? Gerne doch,
es gibt Computerprogramme, mit denen ich es wieder extrahieren kann. All dies
dient meines Erachtens zur Abgrenzung des Menschen gegenüber dem Menschen.
Siehe; nur wir besitzen den wahren Zugang zu Purismus, allem Echten, usw..
Wenn ich Musik aus den 30er Jahren hören will, brauche ich dazu nicht Neil
Young. Und Tondökumente, die neben Strommasten DAMALS aufgenommen wurden,
sind Dokumente ihrer Zeit. Das hier ist heraus- genommen aus der Zeit.
Es will sein, was es nie sein kann. Für mich, natürlich, andere dürfen es
gern anders sehen. Authentizität ist anders: Etwa die Anthology of
American Folk Music, bei der sich Bob Dylan schon bediente. Von frühen
Tonquellen übertragen, endlich auf CD erhältlich.

Selbstverständlich darf man dies hier als Kunst ansehen, wenn man will.
Analogien konstruieren. Dieses betrachten als eine Art Metarmorphose in
eine andere, längst vergangene Zeit; die Zeit von Neils Kindheit. Aber ich, -
der ich ihn seit 1979 liebe und schätze, - werde immer dann mißtrauisch,
wenn jemand verklärt. Flacher Müll lief im Radio auch damals, und das nicht
zu knapp. Genau so wie heute. Und auch heute wird noch gute Musik gesendet.
Und wenn jemand mir einreden will, dass Papier der Verpackung, oder das
Format der Ausgabe, oder das dafür verwendete Medium sei wichtiger als
die Musik selbst; dann, lieber Neil, grinse ich leise vor mich hin. Und
von "Time Fades Away", der genialen Live-Scheibe von Anfang der 70er,
will genau dieser mir liebe Mensch mich noch immer ausschließen - darum
dauert es mit der zweiten Young-Box wahrscheinlich auch so lange, - weil
er sich zur Freigabe genau dieser Titel wie "Love In Mind" oder "Don't
Be Denied" auf CD immer noch nicht durchringen kann. Na, egal, ich habe
sie. Hat ein Künstler das Recht zur Selbst-Zensur, zur Big-Brother-artigem
Rücknahme des eigenen Schaffens? Sicher doch! Entspricht das dem. was ich
mir von Young erhoffe? Sicher nicht. Mein Problem, wenn es regnet.

Neil Young will mich anscheinend darüber belehren, dass die Wiedergabe
auf alten Medien mehr Geist, mehr Seele, mehr Spiritualität habe. Das
Vinyl reicht ihm nicht mehr; nein, er geht die ganze Klangentwicklung
retour. Löst auf. Negiert. Diese Purität hier, so will er mir wohl
sagen, sei das Wahre, das Echte, das Schöne.

Steve Hackett machte es mit seiner CD "Tribute" ähnlich: Durch Annäherung
an den Klang von Schellack will er uns zur vermeintlichen Intensität des
damaligen Klangerlebnisses zurückführen. Was Neil aber hier tut, ist für
meine Ohren schlichtweg unerträglich; so gerne ich ihm zuhören würde.
Das tut weh in den Ohren. Will er das? Wenn ja, ich nicht. Ich bin
nämlich auch ein Purist. Und ein Ästhet. Jemand, der seine Ohren liebt.
Es gibt angeblich hunderte Songs von Neil Young, die noch keiner gehört
hat. Ich rechne diese hier (für mich) hinzu, stelle das Album der
Vollständigkeit halber ins Regal, und wünsche allen, die dem etwas
abgewinnen können, ehrlichen Herzens viel Spaß. Und einen guten Ohrenarzt ;-)

Neil hat mir etwas offeriert. Danke dafür. War aber nicht nötig ... so ... ;-)
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46 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 100% Neil Young, 26. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Letter Home (Audio CD)
Ich mag das Tondokument.
Dass ich keine HiFi-Aufnahme zu erwarten habe, war mir klar - das Album wurde ja nicht im herkömmlichen Studio sondern in Jack Whites Vinyl Booth aufgenommen.
Umso mehr kommt für mich der tatsächliche Musiker Neil Young zum Vorschein, mit all seiner Unvollkommenheit. Hier und da mal ein Verspieler, Timingschwankungen, ab und an mal Intonationsprobleme beim Singen.
Für mich ist das unheimlich sympathisch und zeigt, dass er eben auch nur ein Mensch ist.
Einer, der sich eben mal hingesetzt und ein paar Coversongs gespielt hat, wie er sie halt spielen würde.
Der Dialog mit seiner verstorbenen Mutter, die bodenständige und warmherzige Art, wie er zu ihr spricht, zeigt mir, dass ich neben seiner Musik, die ich persönlich seit frühen Jugendtagen verehre, auch einen guten Grund habe, den Menschen dahinter zu mögen.
Für mich ein echte Bereicherung.
Wie hier manche von sich behaupten können, seit 40 Jahren Neil Young - Fan zu sein, und dann diese Aufnahmen nicht mögen...?
Kann ich nicht nachvollziehen. Das ist doch 100% Neil Young - noch mehr Neil Young geht einfach nicht. Frage mich, wovon diese Leute dann Fan sind...
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53 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein schön schräges Experiment oder doch einfach nur zu viel von der falschen Substanz inhaliert?, 24. Mai 2014
Von 
Christian Günther - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: A Letter Home (Audio CD)
Man stelle sich vor, beim Stöbern auf dem Flohmarkt entdeckt man ein noch funktionierendes Grammophon und aus nostalgischem Überschwang kauft man sich das prähistorische Gerät, obwohl man gar keine Schellackplatten besitzt; aber man ist ja auf dem Flohmarkt... Und siehe da, der nächste Entrümplungsfachmann hat in einer ollen Kiste ein paar noch ollere Platten anno 1940 parat, und noch mal gibt man Geld aus...
Zuhause angekommen, alles installiert, legt man erwartungsvoll die erste Platte auf und hört genau das, was man eigentlich auch erwartet hatte, von Platten, die (mal ganz abgesehen von den aufnahmetechnischen Möglichkeiten im Spätmittelalter) inzwischen auch schon mal während der Kriegswirren als notdürftiges Schutzschild vor Granatsplittern herhalten mussten, danach, in den Aufbaujahren, als es für die Nachkriegskinder kaum genug Nahrung, geschweige denn Spielzeug gab, auch mal einen Sommer lang als Frisbee ihren Dienst taten, und in den ausklingenden 60ern dann in einer ungemein alternativen Studentenkneipe mit notorischen Finanzproblemen als hipper Untersetzer für Biergläser und auch Heißgetränke ihren Einsatz fanden, um dann schlussendlich für gut vierzig Jahre auf irgendeinem staubigen Dachboden bei jährlichen Temperaturschwankungen von -20 bis +40 Grad in einem muffigen Karton abzuwarten bis erst der Entrümplungsdienst und dann du auf dem Flohmarkt...

Es knarzt und rumpelt, es leiert und hier und da fehlt auch schon mal ein ganzer Ton; egal! Es ist Nostalgie! Und es ist dir vollkommen schnuppe, ob da nun ein kleiner grüner Kaktus besungen wird oder jemand singend davon berichtet, dass Onkel Bumba aus Kalumba nur die Rumba tanzt... Vor lauter Nebengeräuschen hört man die Musik ohnehin bestenfalls als ferne Ahnung - doch Moment! Da singt doch einer Dylans "Girl from the north country"?! Du wusstest ja, dass der Song alt ist, aber so alt?! Und war Dylan 1940 überhaupt schon geboren? Man lernt nie aus. Und das hier, das klingt doch durch das leiernde Geschnarre hindurch wie "Crazy" von Willie Nelson? Ja gut, doch, das kann sein; der ist schon so alt, der hat ja bei seiner ersten Europatournee in Holland Johannes Heesters entdeckt. Oder nicht? Na egal. "On the road again" - nochmal der gute Willie Nelson; aber das war doch definitiv viel später?! Mmh, wohl doch nicht, naja...
So geht das dann eine Weile, bis einem spätestens bei Springsteens "My hometown" dämmert: hier stimmt irgendwas nicht!

Warum ein Album frisch 2014 aufgenommen so klingt wie oben dargestellt - und es ist wirklich nicht übertrieben! - lässt nur zwei Schlüsse zu: entweder soll das ein Experiment sein und Neil Young wollte beweisen, wie unverwüstlich diese Songs seiner geschätzten Kollegen sind und das ihnen selbst derartig dargeboten die Seele nicht verloren geht, oder aber der Herr Künstler war mächtig bekifft und fand die Idee, mal so eine Aufnahme zu machen, einfach nur total lustig (was man ja beim lieben Neil bekanntlich nach wie vor nicht ausschließen kann). Ein Kuriosum ist es allemal, aber eines, dem es sich zu widmen lohnt.

Wenn man sich nach ausgiebigem Kopfkratzen beim ersten Durchlauf doch nochmal auf die Platte einlässt - entspannt, halb liegend, Kopfhörer auf den Ohren, ein Glas Wein kann auch nicht schaden - dann entwickelt diese Geräuschkulisse, die "A letter home" über die komplette Spielzeit vierzig Minuten lang prägt, tatsächlich einen gewissen Charme. Durch das fortwährend dominierende Schnarren, Knacksen und Rauschen, ist man geradezu gezwungen sich auf die Essenz der Songs zu konzentrieren und erlebt sie so vielleicht intensiver, als man die soundtechnisch unendlich viel sauberen Originale je erlebt und empfunden hat; insbesondere textlich. Abgesehen davon, wirken die konstant recht gleichförmigen Störgeräusche schon beinah mantrahaft meditativ entspannend. Das Klangbild des Albums wird man nicht im klassischen Sinne als schön empfinden können, aber die anfängliche Irritation weicht, wenn man sich Neil Youngs Idee dahinter nicht verschließt.
Aber Vorsicht: das sagt einer, der Neil Young wirklich sehr gerne hat, der ihn nicht zuletzt auch all seiner Kuriositäten wegen liebt und der doch mehr als ein Glas Wein beim Hören von "A letter home" getrunken hat...
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52 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Denkbar makelloseste Soundqualität, 24. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: A Letter Home (Audio CD)
Als Andy Warhol (und nicht nur er) seinerzeit die sauteure und perfekte Nikon F oder F2 oder Leica-M oder Hasselblad wegpackte und zur technisch völlig unzureichende Polaroid Land Camera griff entstand dabei Kunst. Wenn heute ein (Foto-) Künstler statt zur perfekten Digitalen bewusst zur Einwegkamera, zur Lomo oder zur Holga greift oder gar Rayographien anfertigt entsteht dabei: Na? Ich habe noch nicht gehört, das sich jemand entblödet hätte für die Ergebnisse Geld auszugeben um sich hinterher über die technische Qualität zu beklagen.

Und wenn ein Musik-Künstler bewusst ein technisch völlig unzureichendes Aufnahmegerät aus dem Jahre 1947 benutzt (also aus seinen Kindheitstagen), das gar nicht zur Aufnahme von Musik konzipiert war, sondern um gesprochene Glückwünsche oder Grüße gleich und ohne Umweg über das Band in Vinyl geritzt mitnehmen und dann einen akustischen Brief nach Hause schicken zu können, und das Ergebnis dann "A Letter Home" (!) nennt, und das Ganze mit einer Ansprache an seine verstorbenen Eltern beginnt (,Hi Mom, it's great to be able to TALK(!) to you...' (!) usw.; mündliche Nachrichten gingen damals eben nicht so einfach, man verkehrte hauptsächlich schriftlich miteinander), stellt sich die Frage: Welche Banausen verstehen nicht, das hier genau die perfekteste Methode und makelloseste Soundqualität gewählt wurde, die für ein solches Vorhaben überhaupt denkbar ist?

Das Konzept ist grandios und ebenso richtig wie die elektrische Zerstörung von "Blowing In The Wind" auf der "Weld"-Tour zu Zeiten des Golfkrieges; genau dadurch stellte Young damals die Würde des jahrzehntelang an unzähligen Lagerfeuern schamlos gemeuchelten Songs wieder her.
Und wenn wir schon dabei sind: vielleicht sollten Zweifler auch mal einen Blick auf die Songauswahl und deren Texte werfen.
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41 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ich mag diesen Brief von zu Hause, 23. Mai 2014
Von 
M. Pauli "mpauli26" (Liederbach, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Letter Home (Audio CD)
So - LoFi hin oder her, es knarzt und kratzt und es sind schlußendlich unterm Strich eigenwillige geil interpretierte Coverversionen von Neil Young. Ich habe keine Ahnung warum der Wille des Zerreissens an dieser Scheibe sooo groß ist, ggf kann keiner Ertragen, daß es Neil anders amcht als die anderen.
Die Platte ist eigenwillig, die Platte ist durchaus sehr interessant, ich habe vor allem Girl from the Northern Country seit Ewigkeiten und jeder Interpretation ins Herz geschlossen. Mir gefällt Reason to Believe, If you could read my mind (was erwartet Ihr von diesem Song? Liebeslied, Fahrstuhl- und Kaufhaustauglich, in den 70igern von Daliah Lavi (Danke Rocker) zu "Wär ich ein Buch zum Lesen" verdeutscht). Gewünscht hätte ich mir von Lightfoot "Wreck of the Edmund Fitzgerald" - da kann ich mir Neil regelrecht vorstellen.
Sei's drum - es ist wieder ein neues Album von einem der ganz aussergewöhnlichen Singer / Songwriter. Und an einen der unten stehenden Rezensenten: ja, ich würde mir die 20-CD umfassende Landing on Water-Box kaufen, ebenso wie von Trans oder Life. Wo sind diese Platten schlecht? Sie sind halt anders. Die ganze auf Platte/CD veröffentlichte Karriere von Neil Young zeigt uns, dass dieser Mensch mehr kann als "Heart of Gold" und auch hierzu sei zu sagen: spiele es doch erstmal einer mit dieser Hingabe!
Letter from Home: Wer eigenwillige Coverversionen in "LoFi2 mag, kaufen!!!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Bestimmt schöne Musik, 28. Mai 2014
Von 
Knorpel Weise (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: A Letter Home (Audio CD)
Ich sah das Cover und freute mich, sah die Trackliste und freute mich noch mehr: Neil Young hat wirklich ein paar Perlen zum Covern herausgesucht, und als ich sah, daß dies ein Solo-Unplugged-Album ist, freute ich mich noch mehr, auch wenn ich Neils "elektrische" Platten und Konzerte oft sehr mag. Ich höre seine Musik schon fast mein ganzes Leben lang und bin auch schon einiges von ihm gewohnt.

Beim Hören des verknarzten Intros, eine Art Telefonanruf bei Mama, stieg die Spannung noch. Jetzt kommt gleich Neil mit seiner Musik für eine andere Welt, dachte ich.

Was ich dann, zu hören bekam, entzog aller Freude den Boden. Knarzig, knacksig, mit Gleichlaufschwankungen und dem Frequenzumfang nichtmal eines Handylautsprechers plärren einem nun eine Schrummelgitarre, eine wackelige Stimme und vielleicht auch eine Mumdharmonika entgegen, daß es schier unerträglich ist. Meine Kritik bezieht sich dabei nicht vorrangig auf die Musik, denn von dieser ist kaum etwas zu hören.

Young hat die Platte in einem alten Kabuff bei Jack White aufgenommen, meinetwegen, dann ist es eine Museumsaufnahme. Ich höre auch überaus gerne und oft Musik der 20er, 30er und 40er Jahre, die von alten Schellackplatten mehr oder weniger gut auf LP, Kassette oder CD überspielt wurde. Aber nichts, aber auch gar nichts davon klingt so bes*** wie diese Platte hier, und wenn es auf einmal zu leiern anfängt, ohne daß man etwas dagegen unternehmen kann, oder die Töne sich verbiegen, weil das "Band" auf einmal langsamer läuft, leide ich körperliche Schmerzen und kann nicht mehr. Das kann nicht nur an meinen Musikerohren liegen.

Ein Freund von mir vertrat gerade die These, daß es Neil Youngs besonderem Humor zuzurechnen sei, daß er erst jahrelang verkündet, er werde demnächst mit einem neuen Audioformat aufwarten, das mp3 und alles bisher Gewesene in den Schatten stellen wird, um nun mit einer derart bes*** klingenden Platte hervorzutreten.

Ob die Lieder nun mehr oder weniger schlunzig gespielt sind, ob die Interpretationen etwas wert sind, vermag ich nicht zu sagen, denn ich mag dieses Werk einfach nicht mehr hören. Meine einzige Hoffnung ist, daß Youngs Ohren noch nicht so verdorben sind, daß er den Unterschied selbst nicht mehr hört.

Die Idee, mit einer soundtechnisch versemmelten Platte voll Covers zu erscheinen, ist übrigens nicht neu: Schon vor Jahren hat der alternde Jeff Lynne ein ebenso verdorbenes Album vorgelegt, das einfach unhörbar ist. Bei Lynne war das besonders traurig, denn er hatte seit 10 Jahren nichts veröffentlicht. Bei Young ist es besonders traurig, weil man seine Interpretationen dieser Lieder wahrscheinlich lieben würde, sie aber voraussichtlich nie in anderer Gestalt zu hören bekommen wird.

Als Autor eines der gecoverten Lieder wäre ich stinksauer. Als Musikfan bin ich froh, daß ich diese Platte vor dem Kauf gehört und sie dann nicht gekauft habe.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Neil gibt den liebenswerten, altmodischen Kauz, covert Bruce Springsteen und macht sich über miesen Klang lustig?, 28. Mai 2014
Von 
junior-soprano - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: A Letter Home (Audio CD)
Neil Young hat Humor. Den sollte man auch als Hörer dieses Albums mit Cover-Versionen haben. Und Verständnis dafür, dass es hier vor allem etwas besinnlich zugeht. Aufgenommen in einer „Voice-O-Graph“-Kabine von 1947 klingt das nicht mal 40-minütige Werk so low-fi wie noch nie zuvor bei einem offiziellen Album des Kanadiers. Spontan erinnert das Album an das überhastet veröffentlicht wirkende „Fork in the road“ Fork in the Road, an die andere Cover-Sammlung „Everybody's Rockin'“ Everybody's Rockin' und qualitativ sehr schlechte Bootlegs.

Mittels Crowdfunding sammelt Neil Geld für seinen „Pono“-Player, ein Format mit dem deutlich bessere Tonqualität erreicht werden soll als mit mp3 und CD. „A letter home“ klingt wie ein Werbe-Gag, um den Hörern die ohne Vinyl groß wurden zu zeigen wie schlecht Musik ohne die notwendige Technik klingt.

Das Album ist auch als Deluxe-Version erschienen inklusive Vinyl und DVD, aber nicht auf Blu-ray. Dabei hatte sich Young etwa bei den „Archives Volume 1“ noch so sehr für das, zumindest im Vergleich zur CD, wesentlich schöner klingende Format Blu-ray stark gemacht.

Als CD-Käufer käme ich mir etwas auf den Arm genommen vor. Interessant auch: bei Musik-Streaming-Diensten werden neue Alben von sehr gefragten Musikern, etwa die neuen Alben von Coldplay und den Pixies nicht sofort veröffentlicht. „ A letter home“ hingegen ist sofort nach Veröffentlichung als Stream verfügbar. Sagt das etwas über den Status von Neil Young aus? Er ist nicht so angesagt wie etwa Coldplay, aber das dürfte die treuen Fans nicht stören. So überraschend ist „A letter home“ eigentlich nicht, radikaler und irritierender wäre eine Kooperation mit, sagen wir, Rihanna. Ungewöhnliche Alben hingegen gab es bei Neil schon reichlich (Trans, Everybody's rockin' und andere).

„On the road again“, ein „Willy Nelson“-Cover und „My hometown“ von Bruce Springsteen sind besonders bekannte Cover auf dem Album. Einige begleiten ihn seit Jahrzehnten. Seine Eltern sind seit vielen Jahren tot – etwas irritierend, aber auch berührend, dass er zwei Ansagen auf dem Album an seine Mutter richtet und Bruder Ben und Vater Scott erwähnt.

„The needle of death“ klingt für mich wie eine Mischung aus „Ambulance Blues“ und „The needle and the damage done“ - faszinierend! Ich merke es bereits im dritten Durchlauf, dieses kurze Album löst mehr (auch mehr positives) aus als es auf den ersten Eindruck befürchten lässt. Aber ein „On the beach“ oder „Tonight's the night“ ist es nicht und ich glaube auch nicht, das es mit den Jahren so sehr wachsen wird.

Als Stilmittel ist der miese Klang nachvollziehbar: sie sind das Äquivalent zu verblassten Photographien. Etwas aus der Zeit gefallen, aber gerade dadurch auch noch melancholischer und ergreifender, wenn man sich denn darauf einlassen will. Den Humor sollte man freilich auch nicht außer acht lassen. Und Youngs Chuzpe, sich mit so etwas an die Öffentlichkeit zu wagen. :-) Noch schöner wäre aber, wenigstens eine Bonus-CD, mit den selben Stück in gewohnter Tonqualität, denn die Lieder an sich sind schön. Ein Meisterwerk ist dieses Album nun nicht unbedingt, aber ich werde es mit Sicherheit deutlich öfter hören als „Fork in the road“, das wirkt ebenfalls wie ein Schnellschuss, aber bei „A letter home“ ist ein künstlerisches Konzept ersichtlich und es hat seinen eigenwilligen Charme. Dafür den vollen CD-Preis zu verlangen zeugt von einer gewissen Weltentrücktheit? Oder von Humor?

Anspieltipps: Changes, If you could read my mind, I wonder if I care as much
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16 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anders, aber mit Charme und Seele, 25. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: A Letter Home (Audio CD)
Wenn ich hier einige Kritiken lese, wundere ich mich über die Härte der Kritik an diesem speziellen Album. Ja, es ist anders, ja, es klingt, als würde Neil Young die Songs am Telefon vorsingen. Na und?

Es hat einen ganz besonderen Charme, für mich, dieses Album, so als hätte man verlorene Bänder wieder gefunden. Wenn die Mundharmonika zum Einsatz kommt, ist es manchmal etwas schrill im Sound, aber Gitarre und Klavier klingen sehr angenehm.

Vielleicht sollten alle das Intro genauer hören, in welchem Neil Young seine verstorbene Mutter "anruft", und ihr mit einigen Songs eine Freude machen möchte. So klingt das Album, als hätte man Gelegenheit, diesem Telefonat zu lauschen. Nochmal: Na und?

Es ist anders, ungewöhnlich, und ein Gegenpol gegen alle Dolby-Doppel-Super-Sonstwie-Sound-Alben. Das darf doch auch mal sein.

Nebenbei ist es sehr cool gestaltet, Cover und Backcover sehen richtig klasse aus.

Mir gefällt es, und es ist keiner gezwungen, es zu kaufen.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die beste schlecht klingende Platte, die man sich nur wünschen kann, 16. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Letter Home (Audio CD)
Neil Young. Allein der Name reicht schon, Bücher zu füllen.
Über seine Musik. Sein Engagement. Seine Weltsicht. Seine Kultureinflüsse.
Und immer wieder: sein Quergeist. Er macht einfach nicht, was man von ihm erwartet. Als Ergebnis gibt's dann 'ne Platte, die eben nicht so klingt, wie man das erwarten darf. Irgendwie schon, denn er hat halt mal eine ganz bestimmte Stimme und seine ganz eigene Art, diese Stimme einzusetzen. Dass da kein Startenor oder wohltönender Bass schmettern wird, ist klar. Es ist dieser besondere Einsatz seines Gesanges, den man mag oder eben nicht. Und wir Fans lieben diese schrullige Art und Weise, wie der Altmeister uns bedient: dafür bedankt er sich immer wieder, auch mit Liedern ("This note's for you!!"). Also wenn jemand eine Neil-Young-Scheibe in den Player tut, weiß er (sie), was zu erwarten ist.
Und doch ist die hier anders. Ich liebe es Vorgeschichten, Entstehungsmythen und Backgrounderzählungen zu erfahren; auf die Weise bekommen Veröffentlichungen einen ganz eigenen Reiz, den youtube-Downloads nicht vermitteln können. A LETTER HOME ist keine Rockplatte, sondern ein zeitgeschichtliches Dokument. Sie entstand in einer sogenannten 'recording booth', also ungefähr Aufnahme-Telefonzelle, eine us-amerikanische Besonderheit von vor 60 Jahren, als die Entfernungen in den Staaten riesig und unüberbrückbar waren. Also konnte man für die daheim eine Nachricht aufsprechen, vom Plattenaufnahmegerät mitschneiden und von der Post heim schicken lassen. So konnte Mama die Stimme hören, wenn auch nur vom Vinyl.
Allem Anschein nach gibt es nur noch eine einzige solche 'recording booth', die auch funktioniert. Sie gehört dem White Stripes Gitarristen Jack White. Der und Young kennen sich wohl von irgendwoher, redeten über den Apparillo, White witzelte: "Darin könntest du ein Lied aufnehmen", worauf Young zurückgab: "Darin mach ich ne ganze Platte!"
Und so wurde eines der schrulligsten, seltsamsten, skurrilsten, liebenswertesten, lagerfeuerknisterromatischsten und schlechtest klingenden Alben daraus, die je aufgenommen wurden. Aber eben: sie ist entstanden! Voller liebenswerter überraschender Songs: bei all den vielen Songs, die es von Bruce Springsteen gibt, sucht sich sein guter Freund Neil Young das völlig unterschätzte, unterbewertete, unbeachtete MY HOMETOWN als Cover und Hommage aus!
Und dann werden die ganzen schönen alten Lieder, die Neil Young in seinem Leben viel bedeutet haben, auf seine unnachahmliche Weise mit eindringlicher Fistelstimme intoniert, manchmal trifft der Altmeister sogar die von den Komponisten vorgesehenen Noten. Das ganze klingt etwas gedrückt - in so einer Telefonzelle ist nun mal nicht viel Platz!
Aber es hat einen Charme, der vor allem nachts und bei ganz ruhiger Atmosphäre und leiser Anlageneinstellung zur Geltung kommt. Ich wünsche mir, dass Neil Young noch ein Album darin aufnimmt, diesmal mit neuen, eigenen Kompositionen. Dann
wäre das Bild perfekt.
Soweit man das von einem so schlecht klingenden Album sagen kann...
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Du Depperterdepperterdeppdu, 23. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: A Letter Home (Audio CD)
Liebe Leute, die ihr nie versucht habt, mal ne geile Radiosendung in der Nacht über Mittelwelle zu hören, oder Euch an den ersten Aufnahmen von Louis Armstrong ergötzt habt. Schon mal Musik aus dem afrikanischen Hinterland gehört, wo man im Hintergrund das Stromaggregat für die Technik röhren hört? Habt ihr die Who -Live at leeds als Schallplatte gehört, wo extra Knacker drauf sind? Oder gab auch diverse Punkplatten die extra sehr lowfi waren. Und das hier ist ein Album aus dieser Serie, ein Kunsthörspiel! Es gibt einfach Aufnahmen die sind nicht für Alle bestimmt. In der Aufnahmetechnik gibt es nun mal Geräte die akustische Sterilität herstellen. Diese 'Telefonzelle' ist halt das Effektgerät für autentischen yesterday sound. So What?
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