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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nachdenklich stimmend...
"Bedenke Phlebas" passt in kein vorgefasstes Schema.

Die Geschichte hat sicherlich Elemente der Space Opera, also riesige Raumschiffe, gigantische Raumschlachten, Artefakte untergegangener Zivilisationen, heroische Helden, das Entrinnen aus Gefahren um Haaresbreite und einen epischen Konflikt Gut gegen Böse.

Aber welche Seite ist denn nun die...
Veröffentlicht am 11. Februar 2007 von Peter Janik

versus
14 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Durchschnitt
Ehrlich gesagt bin ich von dem Buch, wenn man sich seine Reputation ansieht, ziemlich enttäuscht.

Im Grunde genommen handelt es sich nämlich um eine ziemlich wahllose Aneinanderkettung von einzelnen Abenteuern und Episoden, die irgendwie keine richtige Stimmung aufkommen lassen. Letztlich ist dies nicht mehr als eine ganz klassische "Ein Supertyp...
Am 29. August 2003 veröffentlicht


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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nachdenklich stimmend..., 11. Februar 2007
Von 
Peter Janik "Nicklowany" (Rhein-Main Gebiet) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Bedenke Phlebas. (Taschenbuch)
"Bedenke Phlebas" passt in kein vorgefasstes Schema.

Die Geschichte hat sicherlich Elemente der Space Opera, also riesige Raumschiffe, gigantische Raumschlachten, Artefakte untergegangener Zivilisationen, heroische Helden, das Entrinnen aus Gefahren um Haaresbreite und einen epischen Konflikt Gut gegen Böse.

Aber welche Seite ist denn nun die Gute? Beide Seiten glauben sich moralisch im Recht und verwenden doch Massenvernichtungswaffen, wenn auch zunächst mit Vorwarnung. Am Ende des Buches wird ein Ausblick auf die Zukunft gewährt und die genannten Zahlen sind gross genug um die aktuelle Erdbevölkerung zig-mal darin untergehen zu lassen.

Aber zurück zur eigentlichen Geschichte, Horza ist ein Gestaltwandler, eine Mitglied einer genetisch modelierten Spezies von Humanoiden die in der Lage sind die genetische Struktur von Personen zu übernehmen um diese dann zu ersetzen. Das geht natürlich in der Regel nur wenn die ersetzte Person umgebracht wird. Horza ist also ein gemeiner Meuchelmörder oder, aus einem anderen Blickwinkel, ein genialer James Bond, dessen Körper eine der gefährlichsten Waffen ist.

Als Agent der Iridianer, einer religiös motivierten sehr langlebigen Spezies, versucht Horza ein Raumschiffsgehirn der "Kultur" zu Bergen damit die Iridianer daraus Erkenntnisse und u.U. Gegenmassnahmen im Kampf gegen die "Kultur" finden können, da die künstlichen Intelligenzen der "Kultur" zu deren gefährlichsten Aspekten zählen.

Dummerweise ist das "Bewusstsein" des Raumschiffsgehirns noch unterentwickelt gewesen und es hat sich, als es "abgeschossen" wurde auf einer verbotenen Welt versteckt. Ein Verteidigungssystem einer uralten, inzwischen wohl transzendenten Rasse, schützt den Planeten effektiv sowohl vor dem Zugriff der Iridianer als auch der Kultur. Auf diesem kommt es dann Schlussendlich zu einem, in seiner Brutalität dem Konflikt angemessenen, Showdown.

Aber davor muss Horza es noch schaffen einer Söldnertruppe beizutreten. Der Kultur immer einen Schritt voraus sein.

Eine Fahrt auf einer Inselgrossen Titanic auf einer Ringwelt machen.

Den Tod eines Psychopathen unter den Söldnern überstehen.

Auf einer Insel stranden.

Einen seltsamen Kult kennenlernen.

Wieder Anschluss bei den Söldnern finden und dabei eine Agentin der Kultur mitnehmen.

Einen Hindernisflug seines Raumschiffs in einem anderen Vehikel absolvieren.

Die Barriere um den Museumsplaneten überwinden.

Ein wenig Atom-Ubahn fahren.

Am Ende der Achterbahnfahrt, denn so aufregend ist das Buch, bleibt die Gewissheit das das Universum ein brutaler Ort ist. Und das nicht jeder findet das der Konflikt es Wert war ausgefochten zu werden. Dafür, dass die künstlichen Lebensformen so intelligent sind, ist ihre Vorgehensweise im Endeffekt bemerkenswert primitiv. Die beste Verteidigung ist für die Kultur auch nur eine möglichst gute Offensive.

Ich finde das "Bedenke Phlebas" ein sehr gutes, vielschichtiges Buch ist, das einem einige Wunder und einige Abgründe zeigt. Die Figuren sind eher realistisch als heroisch gezeichnet, was einen starken Kontrast zu der überlebensgrossen Technologie bietet.

Lesen, lesen, lesen.
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31 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pürfekt, 15. April 2003
Rezension bezieht sich auf: Bedenke Phlebas: Roman (Taschenbuch)
.
Sie wollen Space-Opera und keine Hard SciFi.
Sie wollen Spannung.
Sie wollen das ganze vor einem sehr detailiert überdachten Hintergrund (mit diversen Aufenthalten im Weltraum).
Dann ist dieses Buch das richtige für Sie.
In einer anderen Galaxis zu einer anderen Zeit herrscht die "Kultur" über einen grossen Teil der bekannten Welt. Genetische Manipulation ist gang und gebe, Künstliche Intelligenzen bestimmen die Politik und den meisten Wiedersacher ist die Kultur inzwischen nähergebracht worden.
In diese Welt wird Horza Gorbul geworfen damit der Leser mit ihm eine interessante Reise erleben darf...
Ich habe das Buch im Urlaub gelesen, und mit seinen 750+ Seiten ist es nicht gerade ein Leichtgewicht. Aber trotzdem fliegt man nur so über die Seiten. Horza Gorbul, eine Held der über gewisse Fähigkeiten verfügt, die ihn zu einem guten Spion machen, arbeitet für eine Rasse die sich als eine der letzten gegen die Kultur verteidigt. Er selbst gehört einer anderen Rasse an. Im Buch wird er von Episode zu Episode getrieben und muss sich immer wieder auf neue Umstände einlassen. Durch die ganze Geschichte zieht sich aber ein roter Faden der konstant verfolgt wird.
Dabei wird er beschossen, soll gefressen werden, stiehlt Raumschiffe, erlebt den Untergang einer Welt, wird in den Weltraum geschleudert, ersäuft (2x), erlebt das grosse Spiel und beendet das Buch reifer als vorher.
Jede der Episoden bietet etwas neues und sie werden nur von der Dringlichkeit verbunden die eine Aufgabe zu erfüllen.
Die Geschichte ist spannend und unterhaltsam aber besonders der Protagonist hat mir unglaublich gut gefallen. Er ist kein Held im eigentlichen Sinne. Dem Leser wird die ganze Zeit über geschildert wie Horza die Welt wahrnimmt, was er plant und wie er zur Kultur steht, seine Gedanken verleihen seiner Figur das gewisse Etwas um sich mit ihm zu identifizieren. Die Interaktion mit anderen Romanfiguren wirkt sehr stimmig und bleibt den ganzen Roman über interessant.
Fast alle Nebenfiguren sind sehr interessant geraten.
Und das ganze vor einem Geschichte in der geballert, geliebt, betrogen, verzeifelt, philosophiert und gestorben wird.
Der Roman ist abgeschlossen, aber es gibt noch weitere die in dem beschriebenen Universum spielen.
Und nicht zu vergessen, das Ende läßt einen nicht unzufrieden zurück.
Fazit:
Der ultimative Roman für den SciFi-Begeisterten im Urlaub.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolle Space Opera, 27. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Bedenke Phlebas: Roman (Taschenbuch)
Horza der Wandler hat's nicht leicht - das Tempo, mit dem er von einem Abenteuer ins nächste schlittert, setzt einiges an Kondition voraus. Uns Leser aber freut es, keine langfädigen Passagen überfliegen zu müssen.
Die Geschichte spielt vor dem Hintergrund des Krieges zwischen der Kultur (Kommunisten) und den Iridianern (nach Einschätzung von Ken McLeod Islamisten, haben meiner Meinung nach aber auch Eigenschaften von Samurai), auf deren Seite er anfänglich auch steht (aufgrund einer Motivation, die mir, um ehrlich zu sein, verborgen geblieben ist) und in deren Auftrag er eine Mission zum Schaden der Kultur durchführen soll. Bereits zu Beginn der Geschichte wird er durch einen Angriff der Kultur allerdings aus der Bahn geworfen und durchlebt eine Reihe von Abenteuern, die mit seiner Mission zunächst nichts zu tun haben, die ihn aber schlussendlich wieder auf die gewünschte Bahn zurückführen. Er lernt dabei die Grausamkeit seiner Auftraggeber einerseits und andererseits auch Eigenschaften und Beweggründe der Kultur kennen, die ihm vorher nicht bewusst waren. Gegen Ende verwischen die Grenzen zwischen Gut und Böse immer mehr, und damit wird seiner Mission und dem Krieg insgesamt der Sinn entzogen. Erstmals hat ein Autor den Mut, dies am Schluss auch konsequent ... aber ich will ja nicht zu viel verraten :-)
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Neuland, 7. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Bedenke Phlebas: Roman (Taschenbuch)
Iain Banks macht es dem Leser wahrlich nicht einfach. 'Bedenke Phlebas' ist der erste Band des 'Kultur-Zyklus' und erzählt die Geschichte von der Suche nach einer künstlichen Intelligenz (ein 'Gehirn').
Hauptfigur des Romans ist Horza Bora Gobochul, ein Gestaltwandler (genetisch manipulierte, humanoide Spezies, die Physis und Psyche beliebiger Menschen annehmen kann). Es herrscht Krieg zwischen der Kultur, einem streng technokratischen Zusammenschluss menschlicher Wesen, und den Idiranern, einer eher religiös motivierten Rasse.
Horza, ein Gegner der Kultur, ist damit beauftragt, das Gehirn zu finden, welches bei einem idiranischen Angriff die Flucht auf Horzas Heimatplaneten antrat. Auf gut 700 Seiten wird nun diese Reise geschildert.

Banks bedient sich einer äußerst blumigen Sprache, schildert unzählige landschaftliche Details (kann teilweise langatmig werden), und zieht den Leser in den Bann seines Universums. Im Kontrast zu diesen ruhigen Passagen setzt er spannende Beschreibung von Action - Kämpfe auf Leben und Tod, Verfolgungsjagden mit Raumschiffen, all das versteht der Autor meisterhaft - wobei allerdings manchmal die Geschichte auf der Strecke bleibt. Auch fällt manchmal schwierig, die Zusammenhänge zu ziehen, da kurz angesprochene Dinge plötzlich (400 Seiten später) wesentlich werden.

Das Buch neigt zu recht ausführlicher Beschreibung von Gewalt (z.B. lebendig gefressen werden) und sei den zarter besaiteten Naturen somit nicht empfohlen. Auch sei, ohne zuviel zu verraten, angemerkt, dass etwa 90% aller Protagonisten einen unfreiwilligen Tod finden.

Dieses Buch machte mich doch neugierig auf mehr, es gibt wirklich interessante Sachen an der Kultur zu entdecken - ob Technologie, Verwaltung, Waffen, Menschen, Bräuche - und sei jedem Spaceopera-Freund mit 4,2 Sternen empfohlen. Einfacher zu lesen scheint mir der zweite Teil der Saga - Interessierte mögen vielleicht damit anfangen ('Das Kultur-Spiel'), diese ist allerdings weniger actionreich. Wer allerdings neu am Spaceopera Sektor ist, dem empfehle ich Dan Simmons Hyperion/Endymion-Saga.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Space-Opera? Vielleicht. Epochal? Jedenfalls!, 22. Oktober 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Bedenke Phlebas: Roman (Taschenbuch)
Mit diesem Buch wurde die Science-Fiction mitneugeschaffen. Im Mittelpunkt steht kein strahlender Held, sondern eine gebrochene Person, die sich in einem großen galaktischen Krieg gegen die Seite der eigenen Rasse, der Menschheit, entschieden hat. Letztere ist in einem lockeren Gemeinwesen, der sogenannten "Kultur" organisiert. Die Hauptperson des Romans, ein Mensch einer "Unterart", die ihre Körpergestalt so verändern kann, dass sie andere Menschen imitieren kann, verstrickt sich im Laufe des Geschehens immer mehr in Schuld, die Grenzen zwischen Freund und Feind verwischen schließlich, bis jeder gegen jeden kämpft. Mag auf den ersten Eindruck der Autor verschiedene Abenteuer wahllos aneinandergereiht haben, wird im Laufe des Geschehens immer mehr deutlich, dass er eine wahrhaftige Odyssee angelegt hat, die den "Gestaltwandler" immer weiter von seinen an sich hehren Zielen wegführt. Hinter der spannenden Story steht in einer tieferen Ebene die Frage nach dem Zweck menschlichen Tuns.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen SciFi der Extraklasse, 25. Juni 2004
Von 
Michael Kleerbaum "So viele Bücher, so wenig ... (Erle, im Münsterland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Bedenke Phlebas: Roman (Taschenbuch)
Sehr schoen geschriebene Space-Opera, die alles das enthaelt, was eine Science-Fiction-Story zu einer solchen macht: Viele Planeten, Sternsysteme, Krieg zwischen Gut und Boese (wobei man nicht genau weiss, was denn nun das Gute und das Boese ist), riesige Wunderwerke der Technik (u.a. ein riesiges Atomkrieg-Kommandosystem auf einem toten Planeten, das seit tausenden von Jahren von einer gottaehnlichen Entitaet bewacht wird), Raumpiraten, Aliens etc. Keine Sorge, der Gestaltwandler ist kein Odo-Plagiat. Dieser Roman ist in der exklusiven Klein-Reihe "Meisterwerke der Science Fiction" neu aufgelegt worden und enthaelt zusaetzlich einen umfangreichen Anhang zum Universum, in dem dieser und noch ein paar andere Romane von Iain Banks spielen und das in dieser Reihe obligatorische Vorwort eines grossen SciFi-Autors, diesmal von Ken MacLeod. Die Reihe, in der dieses Buch erschienen ist, zeichnet sich durch ein hochwertiges einheitliches Umschlagsdesign aus.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein Lieblingsbuch, 30. Juli 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Bedenke Phlebas: Roman (Taschenbuch)
"Bedenke Phlebas" ist der erste Roman, der zum berühmten Kultur gehört und erscheint endlich in einer neuen Auflage.
Die Geschichte handelt von Bora Horza Gobuchul, einem Wandler, der das Aussehen von anderen menschlichen Wesen annehmen kann. Er arbeitet im Dienste des iridianischen Geheimdienstes gegen die Kultur. Die Iridianer sind dreibeinige Wesen, "die sich auf einem Planeten voller Monster als das Topmonster durchgesetzt haben". Horza bekommt den Auftrag ein mächtiges Kultur-Gehirn (so nennt die Kultur ihre intelligenten Computer) gefangen zu nehmen. Die Geschichte ist straff erzählt und sehr abwechsungsreich.
Im Laufe der Geschichte erscheint Horza eher als Anti-Held, mit dessen Absichten und Methoden man sich wohl eher nicht identifizieren kann. Ein weiterer Punkt, der neben der genialen Geschichte und dem gewaltigen Hintergrund für diese Buch spricht.
Dank dieser neuen Auflage wird sich mein vom verborgen stark zerlesenes Buch endlich erholen können. Und selbst Leser, die sonst nie SF lesen waren begeister.
Da es mein Lieblingsbuch ist gebe ich 5 Sterne.
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14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bombast-Start des "KULTUR"-Zyklus, 5. September 2006
Von 
V. Fremgen "SFWurm" (Hermersberg, Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bedenke Phlebas: Roman (Taschenbuch)
Nachdem ich vorher fast alle neueren KULTUR-Romane von Iain Banks gelesen hatte und schon von der puren Idee begeistert war, fand endlich das allererste KULTUR-Epos "Bedenke Phlebas" den Weg zu mir. Immerhin gehört das Buch zu den (von Lesern gewählten) "Klassikern der SF" !

Der Held Horza ist ein "Wandler", d.h. ein Mensch, der die Gestalt anderer Menschen annehmen kann. Sein gesamtes Volk lebt innerhalb eines Asteroiden und dient zum Grossteil den Idiranern (religiös motivierten, 3m grossen Kriegern), welche die Galaxis "befrieden" (d.h. erobern) wollen.

Horza selbst hasst die KULTUR, die mit den Idiranern im Krieg liegt; warum weiss er selbst nicht so recht; gegen Ende des Buches erkennt er, dass er mit der KULTUR wohl sehr viel gemeinsam hat.

Der Wandler erhält den Auftrag, ein "Gehirn" zu finden (einen riesiegen, denkenden u. fühlenden Computer der KULTUR), das auf Schars Welt (einer durch eine Barriere abgeschlossenen Welt) gestrandet ist. Das Auswerten dieser Technik könnte den Krieg beeinflussen. Seine Gegenspielerin ist Belveda, eine KULTUR-Agentin der Sektion "Besondere Umstände". Auf seinem Weg zu Schars Welt trifft er eine Sölndertruppe, die ihm in Form deren Raumschiffes die Möglichkeit zum erreichen seines Zieles bietet.

Das Buch besticht durch hervorragende Charakterzeichnung, tollen Ideen und mit einer teilweise (fast zu) bombastischen Handlung auf einem 140 Millionen km grossen "Orbital", das als Opfer des Krieges gesprengt werden muss, auf einem kilometerlangen "System-Schiff" der KULTUR usw.

In den späteren Romanen wird die Technik sehr viel zurückhaltender geschildert.

Viele der Aliens und auch die "Gehirne" erscheinen sehr menschlich; Horza hingegen (der die Gehirne als "Maschinen" abqualifiziert) wechselt ständig zwischen den Extremen "Menschlichkeit" und unglaublicher Härte (="Unmenschlichkeit").

Dass am Ende (des Buches) die KULTUR siegt und das Gehirn rettet, erscheint eher als Zufall denn als Leistung der Agentin Belveda.

Was (mich als KULTUR-Fan) ebenfalls fasziniert(e), sind zunächst das Vorwort eines SF-Autors (Ken MacLeod), welches den Kontext des Buches herstellt, sowie die Anhänge über den "Idiranischen Krieg" und die KULTUR selbst.

FAZIT: Wirklich: Ein absoluter Klassiker!
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5.0 von 5 Sternen Weltliteratur, 9. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bedenke Phlebas: Roman (Kindle Edition)
Ian Banks hat eine Vision, eine Utopie von einer künftigen Gesellschaftsform, genannt Kultur. Statt die einfach in den buntesten Farben zu schildern, lässt er einen gebrochenen Helden sich daran abarbeiten. Das ist alles andere als billig. Leider ist man als Leser ständig auf der falschen Seite. Trotzdem hofft man für seinen Helden, man wünscht sich geradezu, dass er endlich ein Einsehen hat. Eine unsympatische Hauptfigur macht das Lesen nicht zum leichten Sommervergnügen, aber große Literatur ist nicht immer leicht verdaulich.

Belohnt wird man mit einer spannenden Geschichte und einem wirklich durchdachten Universum. Allein die Beschreibung der gigantischen Habitate ist genial. Banks hat definitiv eine Botschaft und für mich klare Bezüge zur Gegenwart: Religiöser Fundamentalismus, gerechte Gesellschaft, Lebensraum für viele im All, Leben ohne Arbeit aber mit Sinn, das sind eine Menge Themen. Wenn man darüber ernsthaft nachdenkt, dann ist Banks in meine Augen zitierfähig.

Für mich ist das intelligente SF vom Feinsten und ich freue mich schon auf das nächste Buch über "Die Kultur".
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14 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Durchschnitt, 29. August 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Bedenke Phlebas: Roman (Taschenbuch)
Ehrlich gesagt bin ich von dem Buch, wenn man sich seine Reputation ansieht, ziemlich enttäuscht.

Im Grunde genommen handelt es sich nämlich um eine ziemlich wahllose Aneinanderkettung von einzelnen Abenteuern und Episoden, die irgendwie keine richtige Stimmung aufkommen lassen. Letztlich ist dies nicht mehr als eine ganz klassische "Ein Supertyp gegen alle Anderen" Story...

Sicherlich, dass Buch ist gut geschrieben und auch unterhaltsam, aber als Meisterwerk würde ich es beileibe nicht bezeichnen. Dazu fehlt dem Buch ganz klar das "gewisse Etwas", welches es von der Massenwahre abhebt. Vieles wirkt irgendwie willkürlich zusammengeschustert und häufig treiben eher absurde Zufälle die Story an.

Als Film könnte ich mir diese Space Opera ziemlich gut vorstellen, aber als Buch bleibt es ein wenig fade.

Aber trotz allem: wer eine kurzweilige Lektüre für den Urlaub sucht liegt mit dem Buch gut. Man sollte aber wirklich nicht mehr erwarten - den ganzen Wirbel um dieses Werk kann ich jedenfalls nicht nachvollziehen.
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Bedenke Phlebas: Roman
Bedenke Phlebas: Roman von Iain Banks
EUR 8,99
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