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4.0 von 5 Sternen Emanzipations-Familiendrama in der Bergwelt des 19.Jahrhunderts in glänzender Inszenierung mit soliden sängerischen Leistungen, 18. Mai 2014
Von 
Hans-Georg Seidel "opera" (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Alfredo Catalani - La Wally (Innsbruck 2013) (DVD)
Die Inszenierung von Johannes Reitmeier belässt das Libretto im historischen Kontext, vermeidet aber die Gefahr von Postkartenidylle und das Abgleiten in Trivialkitsch. Es platziert das Geschehen auf einer eisblauen Bühnenlandschaft, Symbol für Wally's Seelenzustand. Glänzende Personenregie führt zu einem interaktionistisch packendem Drama.

Dargestellt wird die dörfliche Welt der Normen und Denk- bzw. Verhaltensstrukturen. Hier nimmt Wally den Status einer emanzipierten Frau ein, die ihren Weg bis zum bitteren Ende geht, letztlich damit aber auch wieder in die weibliche, emotionale Konditionierungsschiene verfällt. (Mit dem Mann steht und fällt das Leben).
Die Musik ist durchkomponiert, sehr melodisch, mit emotional unmittelbar packender Struktur. Berühmt die Arie, "Ebben, ne andro lontana, auch von der Callas grandios interpretiert.
Zur herausragenden Inszenierung wird allerdings durchwachsenes, teils grenzwertiges Singen geboten.

Susanna von der Burg als Wally, einfach zu matronenhaft, mit einem etwas zu "klangsauren" Timbre. Warum man hier nicht mit der großartigen Jennifer Maines aufgezeichnet hat, die die Rolle an gleicher Stelle hinreissend gesungen hat, ist schon fragwürdig.
Die Interpretation von Susanna von der Burg ist nicht schlecht, aber eben doch nur solide.
Paulo Ferreira in der sehr anspruchsvollen Rolle des Hagenbach, teils grenzwertig, bemüht, nicht schlecht, aber er packt die Rolle sängerisch nicht wirklich.
Dagegen Bernd Valentin als Gellner, erstklassig, klasse Rollenporträt.
Ebenso Marc Kugel als Stromminger.
Sehr gut Susanne Langbein in der Hosenrolle des Walter. Sie könnte ihren Weg machen.

Alexander Rumpf dirigiert farbstark auslotend.

Nur - 4 - Sterne für diese exzellente Inszenierung, weil die sängerischen Leistungen eben nur solide sind. Trotzdem eine dicke Empfehlung, denn diese herausragende Inszenierung zeigt, das ein Belassen eines Stoffes im historischen Kontext bei guter Personenregie oft überzeugender ist, als die Aktualisierung in die Neuzeit.
Für die Inszenierung gilt, überzeugendes Musiktheater.
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Alfredo Catalani - La Wally (Innsbruck 2013)
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