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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen würdiger Nachfolger des Discovery 975 (-> Vergleich!). Leider ziemlich teuer.
Seit Jahren bin ich täglicher und zufriedener Nutzer des Discovery 975 (siehe meine dortige Rezension). Es war bisher das beste und auch das schönste Bluetooth-Headset was ich jemals hatte. Die Nachricht, daß Plantronics nun ein von der Bauform her fast identisches Headset in der "Premium" Linie Voyager anbietet, weckte natürlich sofort mein Interesse...
Vor 2 Monaten von F. Behrens veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen schick, aber technisch nicht ausgereift
ich hatte vorher ein discovery 925 und hatte mir schon einige Verbesserungen erhofft. Das Gerät sieht besser aus, was die Nutzung betrifft liegt es nicht ganz so stabil im Ohr wie das 925er. Die Sprachqualität ist gut, leider höre ich den Gesprächspartner etwas leise, ich habe da die Hoffnung, dass das über ein Firmware Update irgendwann gefixt...
Vor 2 Monaten von Andre veröffentlicht


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen würdiger Nachfolger des Discovery 975 (-> Vergleich!). Leider ziemlich teuer., 30. Juli 2014
Von 
F. Behrens (NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Plantronics Voyager EDGE Headset schwarz (Wireless Phone Accessory)
Seit Jahren bin ich täglicher und zufriedener Nutzer des Discovery 975 (siehe meine dortige Rezension). Es war bisher das beste und auch das schönste Bluetooth-Headset was ich jemals hatte. Die Nachricht, daß Plantronics nun ein von der Bauform her fast identisches Headset in der "Premium" Linie Voyager anbietet, weckte natürlich sofort mein Interesse - allein der Preis von anfänglich über 100 Euro schreckte mich ab.
Kürzlich ergab sich dann die Möglichkeit einen völlig neuwertigen Versandrückläufer extrem günstig zu bekommen und ich konnte nicht mehr widerstehen.

Das hier ist eine ausführliche Rezension. Wer nicht gerne lange Texte liest, kann bis zum Abschnitt "TL;DR" runterscrollen.

Der Postbote brachte ein Päckchen von etwa der Größe einer Eierschachtel.
Auch Plantronics kann sich scheinbar dem Trend zu "Edelverpackungen" bei höherpreisigen Produkten leider nicht entziehen; eine in meinen Augen eher negative Folge der endlosen Menge sogenannter "Unboxing" Videos im Internet, bei denen oft die Verpackung mehr Beachtung findet, als das eigentliche Produkt. Im Endeffekt bezahlt man Geld für eine aufwendig hergestellte Schatulle aus Pappe, Textil und Kunststoff, die keinerlei Nutzwert besitzt und sich zudem kaum recyceln läßt. Nach dem ersten Auspacken landet sie im Keller oder im Müll. Ich finde: schade ums Geld und schlecht für die Umwelt.

Angesichts der Tatsache, daß das Voyager Edge das mit Abstand teuerste der größtenteils sowieso nicht gerade billigen Mobilfunk-Headsets von Plantronics ist, vermisse ich in der edlen Schachtel dann direkt ein paar Kleinigkeiten:

* keine ordentliche Anleitung
* kein Netzteil
* nur ein einziges Ear Gel in jeder Größe
* kein Gutscheincode für den Vocalyst Service

Das Voyager Edge ist somit gleichzeitig das teuerste und das meines Wissens einzige Headset aus der Voyager-Serie, dem KEIN Aktivierungscode für den Vocalyst-Service beiligt. Da fühlt man sich als Käufer gleich mal ein bischen verschaukelt.

Zu dem nicht mitgelieferten Handbuch gesellt sich noch ein weiterer Fauxpas: Die winzige, beiliegende Broschüre enthält einen Internet-Link, der angeblich zum Download des Handbuchs führen soll. Wer dem folgt, der findet aber immer noch kein Handbuch, denn im Downloadbereich von Plantronics gibts aktuell nur ein Datenblatt und eine Bescheinigung, daß das Edge deutsche Funkvorschriften einhält.

Um das Handbuch zu bekommen, habe ich dann extra Kontakt zum Support aufgenommen. Ergebnis: Es gibt überhaupt (noch) kein deutsches Handbuch! W-T-F? Wer englisch kann, bekommt ein englisches, für alle anderen gibt es eine "interaktive Produkt-Demonstration" auf der Herstellerwebsite, die angeblich alles erklärt. Sowas toleriere ich bei einem 15€ Headset, aber in dieser Preisklasse ist das inakzeptabel.

Irgendwann hat man dann die Verpackungsorgie hinter sich und das gute Stück endlich entblättert. Es ist tatsächlich genauso klein wie das Discovery; nur der Mikrofon-Arm ist minimal dicker, was wohl dem dritten Mikrofon und einem Ladekontakt sowie der neuen, praktischen Stummschalte-Taste geschuldet ist (das Discovery 975 hat nur zwei Mikrofone und keine solche Taste). Die feuchtigkeitsabweisende nano-Beschichtung ist leicht matt und insgesamt wirkt das Teil aus der Nähe betrachtet etwas weniger elegant und etwas technoider als der Vorgänger. Das Discovery hat mit seiner geschwungeneren Form und der glänzenden Metallisierung hingegen schon fast den Charakter eines modischen Accessoires.

Was Plantronics in diesem winzigen Gerät an Technik verpackt hat, grenzt wirklich an ein Wunder! Ein Schiebeschalter, eine Micro-USB-Buchse, vier Tasten, drei Mikrofone und Antennen für Bluetooth und NFC, die "Smart Sensoren", eine LED, ein Akku und dann noch die Elektronik, die das alles steuert - ein schier unglaubliches Meisterwerk der Mikrominiaturisierung. Da wundert es nicht, daß das Voyager dann am Ende doch ein kleines bischen schwerer ausgefallen ist als der Vorgänger Discovery. Auf meiner Präzisionswaage stoppt die Skala mit dem Discovery 975 inklusive Ear Gel M bei 8,3 Gramm, während das Voyager Edge mit 9,5 Gramm rund 13% Mehrgewicht herumschleppt.
Der Unterschied ist im Alltag jedoch kaum zu bemerken - beide Headsets sind so leicht und unauffällig zu tragen, daß man sie nach einer Weile oft schlicht vergisst. Nur in extremen Situationen wie starkem Kopfschütteln oder Sprüngen sitzt das Discovery gefühlt einen Tick sicherer im Ohr. Vielleicht liegt das aber dann auch wiederum weniger am Gewichtsunterschied als am etwas solider ausgeführten "Gel"-Ohrbügel des alten Modells. Der des neuen Voyager ist wirklich sehr dünn. Die gute Nachricht: Die "dicken" Gels vom Discovery können auch auf dem Voyager eingesetzt werden, um den Halt zu verbessern. Sie sind einzeln als Ersatzteil erhältlich.

Wo wir schon bei den "Gels" sind: diese Form der Befestigung eines Headsets im Ohr ist etwas speziell. Je nach individueller Ohrform kann es eine Weile dauern, bis man durch Experimentieren die richtige Größe und Stellung herausfindet, in der das weiche Gel den Hörer ohne Druck optimal und sicher in der Ohrmuschel verankert. Es lohnt sich, dabei mit allen Größen und auch mit schrägen Stellungen der Gels zu experimentieren. Bei mir hat sich schon am Discovery ein Winkel von 45 Grad nach unten als beste Lösung erwiesen und auch beim Voyager Edge sitzt so der Hörer nach einer leichten Drehbewegung beim Einsetzen sehr sicher und angenehm im Ohr. Hat man den individuell richtigen Dreh einmal raus, lernt man - vor allem auch als Brillenträger - diese hygienische und trotzdem schön dezente Art der Befestigung schnell schätzen.

Leider kommt die Ladeschale des Voyager Edge mit dem schräg gestellten Gel eher schlecht zurecht; es verkantet meistens beim Rein- und Rausnehmen. Mit der trotz des deutlich geringeren Preises wesentlich gediegener wirkenden Ledertasche des alten Discovery hingegen ist das kein Problem. Lustigerweise passt das Edge dort sogar hinein, wird aber leider von der Ladeelektronik nicht erkannt. Die schöne, übersichtliche LCD-Anzeige aus Discovery-Zeiten ist für den Ladeclip des Edge einem LED-Streifen gewichen, der bei Berührung kurz aufleuchtet. Bedauerlicherweise ist aber auch an diesem neuen Modell noch immer keine Möglichkeit vorgesehen, einen Gürtelclip zu befestigen, obwohl es von der Bauform her dafür fast optimal geeignet wäre. Statt dessen findet sich an dem angenehm stabil gummierten Teil eine winzige Textilschlaufe, mittels derer man es wohl irgendwo herumbaumeln lassen soll. Für den durchschnittlichen Schlüsselbund ist es meines Erachtens jedoch eindeutig eine Nummer zu groß. Das wirkt noch weniger zuende gedacht als der winzige Metallkarabiner am Ladetäschchen des Discovery.

Ein Schiebeschalter fürs Ein- und Ausschalten des Edge zeigt ganz klassisch über Farbflächen statt nervig blinkender LEDs jederzeit den Betriebszustand. Die gesamte Oberfläche des Headsets im Ohrbereich ist ein leicht zu betätigender Rufannahmeknopf. Ein leichter Tipp darauf, und man bekommmt eine Ansage zur Restlaufzeit und zu gekoppelten Geräten ins Ohr. Zwei Tipps ergeben einen Rückruf zur letzten verbundenen Nummer; ein langer Druck verbindet das Headset mit dem Sprachassistenten (je nach Telefon, falls vorhanden). Insgesamt führt die sinnige und intuitive Platzierung mechanischer Schaltelemente in Verbindung mit der guten Sprachsteuerung zu einem sehr harmonischen und intuitiven Nutzungserlebnis.

Im Gegensatz zum funktional relativ einfach gestrickten Discovery 975, welches neben diversen Piepsern nur Verbindungsverluste und leeren Akku (auf englisch) ansagt, ist das Voyager Edge ein ziemlich gesprächiges Utensil. Es versteht ca ein Dutzend gesprochener Befehle - auch auf Deutsch. Angefangen beim Pairing, über die Abfrage des Akkustands, bis hin zum Annehmen und Ablehnen von Anrufen. Das Headset greift darüber hinaus optional auf das Telefonbuch im Smartphone zu und sagt die Namen aller Anrufer direkt im Klartext an. Die Ansage-Funktion hat jedoch leider einen Fehler in Verbindung mit Android Smartphones, der dazu führt, daß das Telefonbuch ständig abgerufen wird und dadurch der Akkuverbrauch des Telefons extrem ansteigt.
Die Tatsache, daß dieses Problem auch schon auf dem inzwischen zwei Jahre alten Voyager Legend bestand, dort trotz vieler Beschwerden im Plantronics Forum seit 2012(!) nicht behoben wurde und jetzt genauso im neuen Modell übernommen ist, hinterlässt bei mir keinen besonders guten Eindruck in Sachen Produktpflege! Über die App kann man die Funktion deaktivieren. Wer ein Apple Smartphone hat, darf gern in den Kommentaren berichten, ob das Problem dort auch auftritt!

Neben der ansonsten wirklich recht gut funktionierenden Sprachsteuerung ist ein weiteres Highlight der sogenannte "Smart Sensor". Dabei handelt es sich um eine Elektronik, die erkennen soll, ob sich das Headset im Ohr befindet. Dieser Sensor muss jedoch gelegentlich neu kalibriert werden. Im Lieferzustand war das mir gelieferte Edge grundsätzlich der Meinung, es würde im Ohr getragen. Erst nach einer Rekalibrierung (an ein USB-Kabel anschließen und 10s mit Hörer nach oben auf den Tisch legen) fing es an, wie erwartet zu funktionieren. Den Trick verriet mir übrigens eine Android App von Plantronics ("Plantronics Hub"), nachdem ich das Handbuch ja vergeblich gesucht hatte. Ob der Hörer im Ohr ist oder nicht, wird mit ca 1-2 Sekunden Verzögerung recht zuverlässig erkannt. Auch ein Aufenthalt des Edge z.B. in der Hemdtasche führt zu keiner Fehleinschätzung. Allerdings hat Plantronics leider vergessen, diese tolle Sensorik mit einer automatischen Tastensperre zu kombinieren. So führt die herrlich leicht zu betätigende Ruftaste in der besagten Hemdtasche dann auch ganz leicht mal zu einem der berühmt-berüchtigten "Hosentaschen-Anrufe". [UPDATE: In der neusten Firmware wurde die automatische Tastensperre ergänzt! Falls in der App also die Option "Sperre der Gesprächstaste" nicht erscheint, einfach mal den Updater runterladen]

Die App ist übrigens auch ansonsten ganz nützlich, um Einstellungen am Headset übersichtlich vorzunehmen. Nebenbei kann man sich auch den Akkustand in der Statusleiste des Smartphones anzeigen lassen, wenn man möchte. Allerdings besteht die App ohne jeden erkennbaren Grund auf eine funktionierende Internetverbindung; ist man nicht online, verweigert sie schlicht den Start. Ganz schlechtes Karma, Plantronics, ganz schlecht! [UPDATE: Aktuelle Versionen der App ab 29.07.2014 benötigen Internet nur noch beim ersten Start! Danach meckern sie zwar immer noch, funktionieren aber trotzdem. \o/ :-)]

Ein weiteres Feature, auf das ich jedoch auch gut verzichten könnte, ist NFC. Es ist zugegebenermaßen schön einfach und sehr cool, wenn man mit dem Edge nur kurz von hinten gegen das Handy Tippen muss, dann noch einmal OK drücken und schon sind beide gekoppelt. Aber das Koppeln macht man mit jedem Gerät nur einmal - und für die gesparten 30 Sekunden trage ich jetzt wahrscheinlich jahrelang 10% Elektronik mehr als nötig im Ohr durch die Gegend - vom Akkuverbrauch und Aufpreis ganz zu schweigen.

Last but not least noch ein paar Worte zum zentralen Qualitätsmerkmal eines Headsets - der Tonqualität!
Wie eigentlich alle "Geschwister" der Voyager Reihe mit 3 Mikrofonen und der Windsmart-Technologie ist auch das Voyager Edge in dieser Beziehung über nahezu jeden Zweifel erhaben. Die einzige Situation, in der ich bisher mal nicht so gut zu verstehen war, war im Freien während eines starken Regenschauers. Lautes, omnidirektionales Rauschen ist aber traditionell ein Problem für alle NC-Audiofilter. In schwierigen Situationen (Bahnhof, Stadtverkehr) bleibt das in dieser Beziehung ansonsten durchaus recht solide Discovery 975 Headset mit seinen zwei Mikrofonen im Vergleich mal mehr mal weniger deutlich hinter dem Edge zurück. Aber vom teuersten Headset der Voyager-Serie erwarte ich ganz ehrlich gesagt auch Bestleistungen. Trotzdem sind m.E. in Sachen Nebengeräuschen (z.B. bei stärkerem Wind) das HD Pro und das Legend noch einen Hauch perfekter; vermutlich einfach deswegen, weil die größere Bauform der HD Modelle eine akustisch optimalere Anordnung der Mikrofone erlaubt.
Das Edge unterstützt Audiostreaming via A2DP. Dabei reicht die Qualität des Mono-Hörers für Gelegenheiten, wo gerade nichts besseres verfügbar ist. Tiefbass braucht man keinen zu erwarten. Für Navi-Ansagen und Hörbücher ist es aber völlig ausreichend. Nach etwa 4 Stunden ist der Akku dann leer, während die maximale Sprechzeit beim normalen Telefonieren deutlich über fünf Stunden beträgt.
Eine Lautstärkeregelung mit insgesamt 8 Stufen sowie eine deutlich höhere Maximallautstärke in Kombination mit einer automatischen Anpassung des Pegels während des Gesprächs beseitigen weitere Kritikpunkte des Discovery (nur eine Taste, 3 Stufen, etwas zu geringe Maximallautstärke).

Als größter Konkurrent des Voyager Edge gilt allgemein das Jawbone Era, welches auch preislich in der gleichen Liga spielt, beziehungsweise noch mal einen Schlag teurer ist. Es ist noch kleiner und leichter als das Edge und hat auch einen noch kleineren, schlüsselbundtauglichen Ladeclip. Das Ear Gel des Jawbone ist einfacher und etwas fester zu fixieren als das von Plantronics, verursacht aber durch den tieferen Sitz im Ohr bei einigen Anwendern Druckgefühle und Schmerzen. In meinen Augen ist es keine echte Alternative, da es trotz höherem Preis bei Sprechzeit, Bedienkomfort und vor allem in der Sprachqualität deutlich hinter dem Edge zurückbleibt.

TL;DR - Pro und Contra im Überblick:

Contra:

* hoher Preis
* Anrufer-Ansage (via PBAP) saugt Smartphone-Akku leer, obwohl das Problem seit 2012 bekannt ist.
* kein gedrucktes und kein deutsches Handbuch
* spärlicher Lieferumfang
* Ladeclip klemmt mit schräg angebrachten Ear Gels und läßt sich schlecht irgendwo befestigen

Pro:

* technisch nahezu perfekt
* klein, leicht, elegant
* sehr gute Unterdrückung von Nebengeräuschen
* dank Ladeschale mit Zusatzakku tagelang jederzeit einsatzbereit
* durch sinnvoll platzierte Tasten und Schalter sowie Sprachsteuerung in jeder Situation sehr einfach und intuitiv bedienbar.

Fazit:

Im technischen Vergleich trumpft das Voyager Edge gegenüber seinem inzwischen über vier Jahre alten Vorgänger richtig auf. Und auch die meisten Konkurrenzprodukte müssen sich im Vergleich mit diesem Gerät warm anziehen! Aber diese Menge Mikrotechnik hat ihren Preis: Eine Summe, für die man schon ganze Smartphones erhält, wird ganz bestimmt nicht jeder in ein Headset investieren. Bedenkt man, daß alle Funktionen des Edge auch im Voyager Legend für nur wenig mehr als die halbe Summe zu haben sind (und noch ein Vocalyst Gutschein dazu), dann kommt man schon etwas ins Grübeln.

Das gute, alte Discovery 975 ist immer noch erhältlich und bleibt eine solide Wahl für alle, die gern elegant telefonieren möchten und nicht den neusten und dollsten technischen Schickschnack haben müssen. Für mich ist es weiterhin das schönste Headset, was ich je im Ohr hatte und auch seine Ladetasche ist schöner als die des Edge. Dabei kostet es gerade mal die Hälfte, bisweilen inzwischen sogar noch weniger.

Anstatt der tollen "Bling-Bling wir wären gern ein bischen wie Apple"-Verpackung hätte Plantronics lieber in ein richtiges, deutsches Handbuch, ein Ladenetzteil und einen Gürtelclip investieren sollen. Auch der bei Voyager-Geräten inzwischen eigentlich obligatorische, hier aber fehlende Vocalyst-Gutschein (Wert: 25€!) fällt negativ auf. Daß die Ladeschale mit schräg verwendeten Ear-Gels klemmt, hätte bei Produkttests doch eigentlich auffallen müssen und ist mir ebenfalls unverständlich.

Bewertung:

Ich würde angesichts des recht hohen Preises eigentlich gerne 3,5 Sterne geben. Da man jedoch nach wie vor keine halben Sterne geben kann und das Headset seine Grundfunktion fast perfekt erfüllt, runde ich in diesem Fall ausnahmsweise einmal auf statt ab.
Wäre das Edge zu einem ähnlichen Preis erhältlich wie das Legend, mit deutscher Anleitung, dann gäbe es von mir ohne wenn und aber volle fünf Sterne.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen schick, aber technisch nicht ausgereift, 24. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Plantronics Voyager EDGE Headset schwarz (Wireless Phone Accessory)
ich hatte vorher ein discovery 925 und hatte mir schon einige Verbesserungen erhofft. Das Gerät sieht besser aus, was die Nutzung betrifft liegt es nicht ganz so stabil im Ohr wie das 925er. Die Sprachqualität ist gut, leider höre ich den Gesprächspartner etwas leise, ich habe da die Hoffnung, dass das über ein Firmware Update irgendwann gefixt wird.
Einige Nebengeräusche werden gut gefiltert, einige nicht. Wenn ich zum Beispiel am Bahnhof stehe und ein Zug fährt ein, dann platzen dem Telefonpartner die Ohren. Das Mikro nimmt die Geräusche auf, anstatt sie zu unterdrücken.

Richtig ärgerlich ist aber ein Fehler in der Akkuanzeige, der seit kurzem auftritt. Das Gerät zeigt und sagt an, dass der Akku schwach ist, obwohl das Gerät über Nacht geladen wurde. Der Akku scheint auch voll, nur ständig gibt es Warnungen. Erst ein vollständiges entladen hat den Fehler behoben.

Ich hoffe ein wenig auf Firmwareupdates die einiges beheben und passe die Bewertung dann gerne an. Momentan warten die 90 Euro aber nicht den Sprung vom 925er zum Edge wert!
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4.0 von 5 Sternen Feines Ding mit nur leichten Macken, 16. September 2014
Von 
Prolet (Mülheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Plantronics Voyager EDGE Headset schwarz (Wireless Phone Accessory)
Eins vorweg: Ich nehme kein Blatt vor den Mund. Wenn ich etwas "bekloppt" finde, dann schreibe ich das genau so, gebe meine Empfindungen exakt wieder.
Noch eins vorweg: Ich werde loben und kritisieren. Natürlich weiß ich, dass stolze Besitzer kritische Rezensionen nicht leiden können, daher abwerten. Also fordere ich jeden "Abwerter" auf, in den Kommentaren seinen Grund zu nennen. Fehlt der Kommentar, wissen wir alle, dass es sich um reine Patzigkeit handelt.
Und noch eins vorweg (dann ist aber gut): Ich vergleiche das Edge hin und wieder mit dem pottenhässlichen "Jabra Supreme", das bisher meine Referenz war.

Wichtig: Lest Euch die hervorragende Rezension von "F. Behrens" durch ! – Da steht so viel Interessantes und Wissenswertes drin, außerdem ist sie sehr angenehm geschrieben ! – Ich möchte nicht konkurrieren, schildere meine ganz persönlichen Eindrücke. Die decken sich oft mit der Ansicht Herrn Behrens, manchmal aber auch nicht. :)
Was hier fehlt, findet Ihr in der Rezension von Herrn Behrens. Man muss das Rad wirklich nicht zweimal erfinden. ;)

•• Verpackung
Ja, die Verpackung ist schon ziemlich aufwändig. – Ein wahres Puzzle, bei dem ich nicht nur einmal rätselte: "Ja, und wie geht's jetzt weiter ? Wie kriege ich das Ding auf, ohne alles zu zerstören ?"
Die Verpackung ist schick, ist echt was für's Auge.
Natürlich vollkommen nutzlos, denn nach dem Auspacken und Zufriedensein schmeißt man eh alles weg. Aber mal ehrlich: Wenn wir ein sauteures Headset kaufen; wie würden wir dann auf eine popelige Verpackung reagieren ? Mit Unverständnis. Dann würden wir uns statt über die teure halt über die billige Verpackung aufregen.
Allerdings: Mir wäre es auch lieber gewesen, wenn Plantronics ein bisschen weniger Verpackungsaufwand betrieben, das gesparte Geld eher in einen besseren Lieferumfang gesteckt hätte. Hat man aber nicht.

•• Lieferumfang
Headset (ja, wirklich)
Ladeetui mit grotesk schwachem Akku (ich nenne das Ding Kolosseum)
Zigarettenanzünderadapter
USB-Kabel
2 Ohrstöpsel aus weichem Silikon (ein weiterer klemmt schon am Headset)
1 Ohrbügel aus durchsichtigem Plastik
Superkurzanleitung, Infoblättchen zum Ladeetui, schwachsinnige Sicherheitshinweise

Netzteil FEHLT !!!
Bei dem Preis schon ein starkes Stück...

Kurz zu den einzelnen Zubehörartikeln...

• Ladeetui
Sieht schick aus, erinnert mich von vorne betrachtet an das Kolosseum; ist auch nicht viel kleiner.
Praktisch: Per Berührung werden Ladestand des Etuis und des eingerasteten Headsets mit roten und blauen Leuchtidioten angezeigt. Sieht hüsch aus und hat praktischen Nutzen.
Allerdings ist das Ding riesig groß; das steckt man sich nicht gerne in die Tasche. Viel zu hoch. Ok, das Headset verschwindet komplett darin; dennoch hätte man das Ding viel flacher halten können. Der integrierte Akku reicht für etwa anderthalb Ladungen. Sprich: Das Ding hat so gut wie gar keine Kapazität. Im gewaltigen Ladeetui hätte man aber völlig mühelos auch einen ordentlichen Akku unterbringen können.
Hat man aber nicht.
Also haben wir ein riesengroßes Ladeetui mit popeligstem Minimalakku – also jeweils das schlechteste aus beiden Welten.
Mein Gott, Plantronics: Wie besoffen wart Ihr eigentlich bei der Entwicklung des Ladeetuis ? – Viel zu wuchtig zum Mitnehmen, viel zu wenig Kapazität, als dass sich das Mitnehmen überhaupt lohnte. Völlig an der Praxis vorbei, einfach nur selten dämlich.

• Zigarettenanzünderadapter
Plantronics kann auch winzig; der Adapter ist wirklich kaum größer als ein Fingerhut. Wirft laut Aufdruck 1 A Strom, eignet sich also auch zum Laden des Handys mit doppelter USB-Port-Geschwindigkeit. Geht besser, ist aber dennoch völlig ok.

• USB-Kabel
Tja, halt ein USB-Kabel mit Micro-USB-Stecker...

• Ohrstöpsel
Insgesamt drei sind dabei, der Mittelgroße klemmt schon am Headset. Allesamt aus sehr weichem, durchsichtigem Silikon gefertigt, tragen sich wirklich bequem und sicher, ohne unangenehm Druck aufs Ohr auszuüben.
Übrigens ist "Ohrstöpsel" nicht so ganz richtig; es sind eher "Ohrpassstücke". Aber Plantronics nennt die Dinger Ohrstöpsel; also sei's drum.

• Ohrbügel
Der transparente Ohrbügel lässt sich anklippsen; wie oft er das ohne Brechen mitmacht, möchte ich lieber nicht wissen. Mir kommt das Bügelchen wie eine Verlegenheitslösung vor; viel einfacher und billiger geht's vermutlich nicht. Dennoch funktioniert er zumindest mit meinen Ohren tadellos.

• Dokumentation
Mager. Die Kurzanleitung informiert auf ganzen zwei deutschen Seiten über Dinge, die man eh weiß, wenn man nicht völlig verblödet ist. Ebenso das Blättchen zum Ladeetui. Den dicksten Wälzer bilden natürlich die dümmlichen Sicherheitshinweise, die mit der Realität so viel zu tun haben wie versprochene mit gehaltenen Wahlversprechen.

Ein durchschnittlicher Lieferumfang; etwas ungewöhnlich ist der Zigarettenanzünderadapter. Normalerweise liegt ein Netzteil bei; hier ist's halt ein Kfz-Netzteil. Mag einem gefallen oder nicht; ich ärgere mich nicht darüber, da ich unzählige USB-Netzteile im ganzen Haus verteilt habe. Andere Leute mögen da aber anders denken und sich ein richtiges Netzteil im Lieferumfang wünschen. So, wie es sich bei dem Preis auch gehört.
Geiz ist nicht immer geil, Plantronics !

Erfreulich: Keine albernen Täschchen oder Bändchen, die immer ganz toll gefunden, aber nie benutzt werden. Wozu auch...

•• Das Headset
Ein schickes, leichtes Ding. Nicht gar so elegant und unaufdringlich wie das Discvery 975, aber nicht weit davon entfernt. Wenn man es mit dem grottenhässlichen Jabra Supreme (davon habe ich zwei) vergleicht: Verhält sich wie Britney Spears in jungen Jahren zu Angela Merkel im furchterregenden Ist-Zustand.
Also: Sieht vernünftig aus, ist klein und unaufdringlich

GANZ wichtig: Geladen wird per Micro-USB-Standardanschluss. ENDLICH ! Nach dem Voyager Legend, bei dem man bei Plantronics so hohl war, einen Spezialladeanschluss zu verbauen, der zu NICHTS anderem passt und damit einen Großteil potenzieller Kundschaft vergrätzte, endlich wieder etwas, das man immer und überall einfach nachladen kann. Sonst hätte ich's nicht gekauft.

Saublöd: Das Edge kann A2DP, also Audiostreaming. Und was fehlt ? Genau: Bedientasten zur Mediensteuerung.

Dafür wieder gut: Das Edge ist keine Disco-Lichtorgel; es blinkt und flackert im Einsatz nicht wie geistesgestört.

•• Tragekomfort
Das Edge sitzt toll im Ohr, zumindest in meinem. Wie Herr Behrens habe auch ich die Idealposition des Ohrstöpsels bei 45-Grad-Drehung nach unten gefunden: Rein ins Ohr, dann leicht nach oben drehen. Sitzt bombenfest, fliegt auch bei wildem Kopfgeschüttel nicht ins Klo, hält im Stehen, Sitzen, Liegen.
Und lässt sich stundenlang bequem tragen, ohne dass es großartig zu drücken beginnt. Hier hat man genau die richtige Silikonmischung bei passender Form gefunden: Weich und anschmiegsam, aber dennoch griffig.
Mit Ohrbügel trägt sich das Edge ebenfalls annehmbar, steht bei mir auch nicht vom Kopf ab. Aber ohne hält es halt genauso gut. Kein Vergleich mit dem Jabra Supreme, das einem im Liegen IMMER vom Ohr fällt.

SEHR schön: Im Gegensatz zu Ohrkanalheadsets, die bis in den Gehörgang gequetscht werden, hat man a) nicht das Gefühl, einseitig von der Umwelt abgeschottet zu sein, spart sich b) das eklige Ohrenschmalzgeschmiere. Man kann das Edge also ruhig auch mal jemand anderem geben, ohne es danach desinfizieren oder lieber gleich wegschmeißen zu müssen. Dass darunter die gefühlte Lautstärke etwas leidet, ist ein akzeptabler Kompromiss.

•• Koppeln
Plantronics nennt das Koppeln "Paaren". Verzeihung, aber wer denkt da nicht an Schweinkram ? ;) Mieser Übersetzer; wie üblich. Wir bleiben bei "Koppeln".
Das Edge macht man entweder wie üblich mit seinem Bluetooth-Partner bekannt – also in den Kopplungsmodus versetzen, dann das Handy suchen lassen, Gerät auswählen und fertig. Oder man nutzt die ach-so-tolle NFC-Funktion für Leute, die von nichts eine Ahnung haben, und koppelt es durch Berührung. Braucht kein Mensch (außer vielleicht typische Apple-Kunden); aber es geht halt. Mehr muss man dazu nicht sagen.

Wenn ich's richtig behalten habe, merkt sich das Edge bis zu acht Kopplungspartner, kann mit zweien gleichzeitig verbunden bleiben. Warum nur zwei gleichzeitige Verbindungen möglich sind, will sich mir nicht erschließen. Ich hätte das Edge gerne mit drei Geräten genutzt: Meinem S4, meinem Z2 Tablet und meinem Siemens-Schnurlostelefon. Geht aber nicht, da nur zwei Parallelverbindungen unterstützt werden. WARUM ?
Das scheint bei allen Bluetooth-Headsets so zu sein. Vielleicht können viele Hersteller einfach nur bis zwei zählen...
Mir völlig unverständlich, dass auch beim Plantronics-Spitzenmodell bei zwei Verbindungen bereits Schluss ist.

•• Sprachsteuerung
Das Edge quasselt und hört auf Sprachbefehle. Die Sprache kann man sich aussuchen, die Lautstärke der Sprachansagen einstellen. Sprachbefehle werden sehr gut verstanden, deutlich besser als z. B. beim Jabra Supreme, dem man alles immer mehrmals und in Bölklautstärke vorkauen muss.
Alles Wichtige ist dabei, es lässt sich aber auch alles ohne Gequatsche per Tastenbedienung nutzen.

•• Verbindungsaufbau
Edge einschalten, die Verbindung steht im Grunde sofort: Das Klicken des Ein-/Ausschalters ist noch nicht verhallt – schon zeigt der Bluetooth-Partner die aufgebaute Verbindung an. Das liegt vermutlich an Bluetooth 4.0; bisher habe ich noch nie einen so dermaßen fixen Verbindungsaufbau erlebt.
Kleine Einschränkung: Die Verbindung zum zweiten Bluetooth-Gerät braucht etwas länger, ein bis drei Sekunden.
Die Zeiten, als man noch gähnend darauf wartete, dass die Verbindung endlich steht, bevor der TÜV abläuft, sind mit dem Edge also endgültig vorbei.
Es wurde auch echt Zeit...

•• Anrufe annehmen und abweisen
Das geht mit dem Edge auf gleich drei verschiedene Weisen:
1) Das Edge liegt irgendwo herum, das Handy jodelt: Einfach ins Ohr setzen; nach ein bis zwei Sekunden nimmt das Edge den Anruf von selbst an. Sehr bequem, sehr praktisch – und (wider Erwarten) sehr zuverlässig.
2) Das Edge klemmt schon im Ohr, das Handy jault: Man sagt "Annehmen", das Edge nimmt – völlig überraschend – den Anruf an. Wenn man keine Lust auf das Gespräch hat, sagt man "Ignorieren". Nix Neues, das gibt's schon seit Jahren.
3) Das Edge residiert im Ohr, das Handy bimmelt – allerdings hat man die Rufannahme via Sprachbefehl per App abgeschaltet: Dann drückt man wie übliche die Gesprächstaste (das ist beim Edge die ganze Fläche des quadratischen Teils, der im Ohr hockt) und quasselt los. Allerdings mit zwei Einschränkungen:
- Die Taste lässt sich bes******n drücken, reagiert eigentlich nur an der Kante ganz hinten, wenn man sich das Edge nicht bis ins Hirn drücken möchte.
- Das Edge quasselt zuvor noch von möglichen Sprachbefehlen, obwohl man die vorsorglich abschaltete, nimmt den Anruf erst Sekunden nach dem Tastendruck an. Wieso, weiß der Henker. Und selbst der vermutlich nicht.
Zum Abweisen des Anrufes hält man die Gesprächstaste gedrückt. Kennt man.

Anrufer werden übrigens per mäßig gutem Sprachsynthesizer mit Namen angesagt, sofern der Name in den Kontakten hinterlegt und diese Funktion nicht per App abgeschaltet wurde. Auch nix Besonderes. Einen übermäßigen Stromverbrauch bei aktiver Namensansage habe ich übrigens nicht festgestellt. Vielleicht hat die aktuelle Firmware etwas gebracht.

•• Anrufe tätigen
Wie bei anderen Headsets: Zweimal Gesprächstaste drücken wirft die Wahlwiederholung an, Gedrückthalten der Taste startet die Sprachwahl, wenn das Handy diese denn beherrscht.

•• Klang
Das Wichtigste zuerst: Das Edge ist ausreichend laut. Daran kranken fast alle anderen Headsets; fast immer ist der Ton zu leise. Auch das Edge könnte noch ein Schüppchen mehr vertragen – aber es ist ok. Bisher erlebte ich keine Situation, in der die Lautstärke des Edge nicht ausreichte. Ein Glück. Mit der Brachiallautstärke des Jabra Supreme kann es jedoch nicht mithalten.

Das Edge klingt passabel, es telefoniert sich sehr angenehm damit. Beim Audiostreaming stößt es aber an seine Grenzen: Bass kann (und darf) man nicht erwarten, der Frequenzgang ist technisch bedingt höhenbetont, klingt etwas spitz, lässt sich aber per EQ ausgleichen. Wahre Audiophilie stellt sich natürlich nicht wirklich ein, dennoch ist der Klang akzeptabel, macht auch bei Hörbüchern eine sehr angenehme Figur.
Die automatische Lautstärkeanpassung funktioniert tadellos, regelt bei Bedarf immer genau richtig nach.

Den Klang auf der Gesprächspartnerseite kann ich schlecht beurteilen, da nutzen wir jetzt einen Indizienbeweis...
Ich habe reichlich mit dem Edge telefoniert; im Mobilfunk- und im Festnetz.
NIE wurde ich gebeten, das Headset abzunehmen und ganz normal zu telefonieren. NIE bekam jemand mit, dass ich gerade in meinem (recht lauten) Auto saß und durch die Gegend kachelte, im windigen Garten herumlungerte oder am Herd munter Steaks brutzelte. NIE beschwerte sich jemand über "metallischen" Klang oder über eine "Roboterstimme". NIE wurde ich gebeten, lauter zu sprechen. NIE bekam der Gesprächspartner mit, dass ich per Headset telefonierte. IMMER meinte man, ich hätte das Handy ganz normal am Ohr.
Das spricht eine SEHR deutliche Sprache. SO muss das sein.

Hier hat Plantronics offenbar alles richtig gemacht. Ich habe es nie zuvor erlebt, dass sich Leute nicht irgendwann über den Klang eines Headsets beschwerten. Beim Edge kam das kein einziges Mal vor. Perfekt.

•• Sprech- und Ladezeiten
Das Edge hält beim Telefonieren etwas mehr als fünf Stunden durch, bei Audiostreaming sind's etwa vier Stunden. Das hängt vermutlich ein bisschen von der Enfernung zwischen Handy und Headset ab.
Das Edge ist nach anderthalb Stunden komplett geladen, vielleicht auch etwas schneller. Ebenso lange dauert es, das Ladeetui wieder mit Saft zu füllen.

•• Reichweite
Sehr gut. Unter all meinen Headsets hält das Edge bisher den Rekord. Es hat wenig Sinn, über exakte Reichweiten zu schwadronieren, da diese zu sehr von den örtlichen Gegebenheiten abhängen; Anzahl, Dicke, Material und Winkel der Wände zum Beispiel.
Kurz: Das Edge kommt weiter als alles andere, was ich bisher hatte, überflügelt selbst den bisherigen Spitzenreiter Jabra Supreme noch um einen kleinen Tacken.
Klasse !

•• Dies und das
Ich bin kein Freund übermäßiger Sensor- und anderer Spielereiausstattung: Je mehr ein Gerät an Gedöns bietet, umso mehr versagt gewöhnlich.
Daher beäugte ich die Sensorfunktionen des Edge sehr kritisch, wollte die eigentlich gleich zu Beginn abschalten.
Unnötige Sorge: Beim Aufsetzen nimmt das Edge Anrufe an oder übernimmt ein Gespräch vom Handy, setzt auch Audiostreaming fort. Beim Abnehmen stoppt das Audiostreaming, das Edge gibt den Anruf ans Handy zurück.
Das klappte bisher immer absolut einwandfrei, das Edge griff nie daneben. Ausgesprochen praktisch; das sind Funktionen, die echten Mehrwert und deutlichen Komfort bieten – auch wenn man anfangs gar nicht damit rechnete.
Als praktisch empfinde ich auch die Doppelfunktion der Sprachbefehltaste am Bügel des Edge: Hält man die gedrückt, kann man damit Audiostreams starten und stoppen. Das erweist sich in der Praxis als ziemlich nützlich, da man damit die leichte Verzögerung bei Start und Stopp durch Auf- und Absetzen umgehen kann.

•• Pro und Contra
PRO
+ Hervorragende Gesprächsqualität auf beiden Seiten
+ Unaufdringliches, ernsthaftes Aussehen
+ Geringes Gewicht
+ Guter Tragekomfort bei sehr sicherem Halt
+ Gute Ausdauer von etwas mehr als fünf Stunden
+ Wirklich brauchbare und praxistaugliche Sensorausstattung
+ Rasend schneller Verbindungsaufbau
+ Laden per Micro-USB-Standardanschluss

CONTRA
- Netzteil fehlt
- Keine separaten Mediensteuerungstasten (warum fehlen die immer ???)
- Vollkommen undurchdachtes, viel zu großes Ladeetui mit viel zu geringer Akkukapazität
- Nur zwei gleichzeitige Verbindungen
- Ein-/Ausschalter schwergängig, Gesprächstaste lässt sich bes******n drücken
- Hoher Preis

•• Fazit
Ein gutes Bluetooth-Headset, das vor allem durch seine herausragende Gesprächsqualität absolut überzeugt. Das schreibe ich nicht einfach so: Das Edge ist das bisher erste und einzige Headset, über das sich meine Gesprächspartner kein einziges Mal beschwerten.

Gestern habe ich ein weiteres Edge als Geschenk gekauft; das Ding hat mich also überzeugt.

Sternabzug, da: Hoher Preis, magerer Lieferumfang, bescheuertes Ladeetui, kleine Soft- und Hardwaremängel.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Licht - und sehr viel Schatten beim Plantronics Voyager Edge, 22. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Im Vergleich zum Plantronics Voyager Legend viele Nachteile, ist für mich an allen Belangen kein Fortschritt, sondern ein Rückschritt.
Ohne Bügel fällt das Headset bei jeder Bewegung aus dem Ohr, egal mit welcher Plastikkappe. Mit Bügel drückt es nach kurzer Zeit so , dass man das Headset nicht den ganzen Tag am Ohr tragen kann und gerne absetzt. Bügel ist aus Hartplastik und daher nicht verstellbar. Mit Bügel steht Mikro zu weit ab, da reagieren die Sensoren nicht. Bei Anruf vom Handy wird Headset angezeigt, ist auch via Bluetooth verbunden, Anruf geht aber über Handy, weil das Headset meint, nicht am Ohr zu sein. Mit abgeschalteten Sensoren ist Anruf über Headset möglich.
Softwaretechnisch kein Fortschritt gegenüber dem Voyager Legend, designmässig weit schlechter zum Tragen am Ohr. Sprachliche Verständigung ist gleich wie beim Voyager Legend auf hohem Niveau.
Wer passende Ohren hat und das Headset ohne Bügel nicht bei jeder Bewegung verliert, kann zugreifen, alle Anderen sollten aus tragetechnischen Gründen zum Voyager Legend greifen, wenn sie nicht gerade Brillenträger sind und starke Brillenbügel haben.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Plantronics bleibt Meister, 22. Mai 2014
Bestes Headset, das ich je hatte!!! Pairing sofort, Sprachqualität super, SensorTechnik brilliant!!! Absolute Kaufempfehlung!! Hätte das Sennheiser Presence vorher getestet, dies hat aber für den Empfänger keine gute Sprachqualität geliefert. Plantronics bleibt ungeschlagen!
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Plantronics Voyager EDGE Headset schwarz
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