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38 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Heep Schiff hält den Kurs !!!
Uriah Heep – Outsider

Nach Wake The Sleeper (2008) und Into The Wild (2011) erscheint nun mit Outsider das 24. Studio-Album in relativ kurzem Zeitraum.
Vor 3 Jahren war ich schon von ITW begeistert und nun legen Uriah Heep fulminat nach – als wäre nichts passiert.
Das Gegenteil ist der Fall – Trevor Bolder starb letztes Jahr...
Vor 3 Monaten von Uncle Lee veröffentlicht

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Durchschnittswerk
Lange habe ich gezögert überhaupt eine Rezension zu diesem Album zu schreiben. Der Grund ist nicht, dass es etwa schlecht wäre. Aber um ehrlich zu sein finde ich es sehr durchschnittlich.

Zur besseren Erklärung:
Für mich gibt es mehr oder minder drei Arten dieser altgedienten Rocklegenden:
1) Bands, die seit Jahren keine Alben...
Vor 12 Tagen von Christoph Kolb veröffentlicht


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38 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Heep Schiff hält den Kurs !!!, 6. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Outsider (Digipak) (Audio CD)
Uriah Heep – Outsider

Nach Wake The Sleeper (2008) und Into The Wild (2011) erscheint nun mit Outsider das 24. Studio-Album in relativ kurzem Zeitraum.
Vor 3 Jahren war ich schon von ITW begeistert und nun legen Uriah Heep fulminat nach – als wäre nichts passiert.
Das Gegenteil ist der Fall – Trevor Bolder starb letztes Jahr – und damit der Heep Bassist seit 1976 (mit knapp 3 jähriger Unterbrechung 1980 – 1983).
Mit diesem traurigen Ereignis verloren Heep nach Lee Kerslake's (freiwilligem bzw. gesundheitsbedingten) Ausscheiden 2007 nun eine weitere tragende Säule der erfolgreichen Siebziger-Besetzungen.
Uriah Heep wären aber nicht Uriah Heep, wenn sie nicht nach Schicksalschlägen ihre Fan-Gemeinde überraschen würden – in diesem Fall eben mit „Outsider“.
Wie schon bei den Vorgänger – Alben ist auch bei diesem Album Mike Paxman der Produzent – ein wahrer Glücksgriff. Seine (Heep) Produktionen zeichnen sich aus durch einen warmen, fetten, transparenten und erdig kraftvollen Sound - perfekt für Uriah Heep.
Ein „What Kind of God“ oder „Trail Of Diamonds“ ist diesmal nicht dabei, aber....
11 Titel mit obergenialen Gitarren-Riffs, „Glückshormone-Harmonien & Refrains“,
ein Bernie Shaw in nicht mehr zu überbietender Höchstform - seit 28 Jahren die Uriah Heep Stimme !!!
Mit Davey Rimmer am Bass haben Heep einen würdigen Trevor Bolder Nachfolger gefunden, der auf dieser CD einen respektablen Eindruck hinterlässt.
Nach 4 Hör-Durchgängen stehen nunmehr auch meine Lieblingstracks fest:
One Minute, The Law, Rock The Foundation, Can't TakeThat Away, Jessie und Say Goodbye, das das Album grandios beendet – könnte ich mir sehr gut auch als Live – Abschluss vorstellen... (wenn da nicht Lady in Black wäre).
Der Opener Speed of Sound und das Titelstück The Outsider brauchen sich hinter den vorgenannten Tracks natürlich nicht zu verstecken.
Wirkliche Durchhänger kann ich auf Outsider nicht ausmachen.

Uriah Heep haben es aller Schwierigkeiten zum Trotz wieder geschafft ein starkes Album abzuliefern.
Vielleicht wäre noch ein zusätzliches Piano hier oder eine aktustische Gitarre da noch etwas Salz in der Suppe gewesen, aber hier jammere ich natürlich auf hohem Niveau.
Am Pfingstwochenende wird Mick Box 67 !!!
Er und seine vier Bandkollegen haben meinen allerhöchsten Respekt. Hut ab !!!
Ich freue mich schon auf die Tour im November/Dezember und bin gespannt welche Tracks es in das Live-Set schaffen.
Das Heep Schiff ist auf Kurs !
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Werkschau" anno 2014 ohne Kompromisse, 6. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Outsider (Digipak) (Audio CD)
Uriah Heep 2014 setzen mit dem neuen Album "Outsider" die Marschroute von "Into The Wild" (2011) fort. Rockiges und "heep - typische" Refrains ziehen sich wie ein roter Faden von Track 1 bis 11. Sauberes Handwerk ist hier angesagt. Wie schon auf den letzten Alben: Klassische Orgel- und Gitarrensounds, die allesamt "live - ähnlich" eingespielt wirken.

Ein wirklich epochaler Track mit langen Spielzeiten ist nicht dabei. Offenbar haben sie sich endgültig von Akustikgitarren und Rockballaden verabschiedet. Auch von langen epischen Werken. Zünden dafür aber ein ziemliches Feuerwerk. Rockig, melodisch, prägnant...

"Outsider" vermag es vielleicht nicht, das sehr ambitionierte Vorgängeralbum "Into The Wld" zu übertreffen. Aber es liegt absolut auf Augenhöhe. Was für die Qualität der aktuellen Uriah Heep spricht.... Manch' einer wird vielleicht ein Highlight wie seinerzeit "Trail Of Diamonds" vermissen...

Aber kein einziger Song auf "Outsider" steht qualitativ denen von "Into The Wild" nach. Weder klang - bzw. aufnahmetechnisch, noch vom Songwriting her gesehen. Teilweise rockig schnell, aber stellenweise dennoch auch mit progressiven Untertönen. Mit vielen wirklich schönen, griffigen Melodien und fulminanten Background-Chören bleiben Uriah Heep ihren "Trademarks" treu. Wie nennt man diesen umwerfenden Sound, den kaum eine andere gleichaltrige Band so frisch hinkriegt und der so gekonnt den Hörer in positive Stimmung versetzen kann ? Modern Rock ? Metal ? Classic - Rock ? Wohl von allem etwas... Aber eines ist sicher: Hier wird geradeaus gerockt.

Beide Ausgaben, die Vinyl-Version und die CD, lagen pünktlich (sogar einen Tag vor VÖ !) vor. Die Cover - Gestaltung ist sehr gelungen, das Motiv von Igor Morski surrealistisch gestaltet. Es weckt vielleicht andere musikalische Erwartungen; eher so etwas wie Pink Floyd, Marillion oder Supertramp... Aber das macht die Platte allein schon optisch umso interessanter. Noch eindrucksvoller ist das Painting auf der Rückseite, das man gleichermaßen im Innenteil erblickt, wenn man das Cover aufklappt. Fast noch besser... Das könnte wiederum von einer Metal - Band stammen.

Für den 2013 tragischerweise verstorbenen langjährigen Bassisten und Songlieferanten Trevor Bolder, der den Kampf gegen den Krebs verlor, sorgt nun Dave Rimmer für adäquaten Ersatz. Ein melodisch, ja druckvoll aufspielender Bassgitarrist, der dem Stil des ebenfalls verstorbenen Gary Thain aus den Anfangstagen sehr nahe kommt. Uriah Heep sind also wieder komplett und sehr homogen aufgestellt.

Das hört man auf dem neuen Album "Outsider" auch. Unmissverständlich... Die Band hat die Lebendigkeit, die geniale Performance und Dynamik ihrer aktuellen Live - Konzerte tatsächlich in die Studioarbeit hinein projiziert. Und hat hier ein kompromissloses Hardrockalbum geschaffen. Ohne Firlefanz. Allerdings, wie gesagt, auch ohne Ballade und längere Tracks, die man früher so geliebt hat. Kein Song erreicht die 6-Minuten-Grenze.

Ein richtiger Heep-Gassenhauer par excellence ist "One Minute". Knackig, prägnant, eingängig. Treibende Gitarrenläufe von Mick Box, zwingender Rhythmus. Eine typische Single, die mit herrlicher sehr ruhiger Klavierbegleitung beginnt. Man denkt: Oh, eine Ballade, wie früher... Klavier gab's schon lange nicht mehr. Aber weit gefehlt. Der Song startet amtlich durch... Und endet mit einem länger ausklingenden Orgelakkord (fast wie bei "Stealin" von "Sweet Freedom" 1973).

Vom Opener "Speed Of Sound" bis zum letzten Song "Say Goodbye" sind alle Songs purer Hardrock, wie man ihn von Uriah Heep seit jeher kennt. Mit markanten Riffs, massivem Hammondorgel-Teppich, fetzigen Drums, kaskadenähnlichen Chören und mehrstimmigen Melodien. Das Ganze moderat gewürzt mit einigen flotten Gitarrensolo - Einlagen und ein paar zeitgemäßeren Rockzutaten, z. B. die ultraschnellen Double - Bass - Einlagen des Drummers Russel Gilbrook in "Speed Of Sound" oder "Can't Take That Away". Der eingängige Song "Rock The Foundation" (handelt von einer Frau, die sich in ihrem Job verwirklichen möchte...) ist hier durchaus auch Programm.

"The Law" und "Is Anybody Gonna Help Me?" kokettieren mit den frühen 1970ern, bauen sich schwerer tragend und recht progressiv auf. Oder der Song "The Outsider", der ebenfalls klassischen progressiven Touch versprüht und zudem sehr temporeich daher kommt. Ähnlich auch "Can't Take That Away", das melodisch und rhythmisch mitzureißen vermag. Und dann erst "Looking At You". So als käme das Teil direkt aus den frühen 70ern.

"Jessie" wäre noch positiv hervorzuheben mit einem Anfangs - Riff, der irgendwie an "Smoke On The Water" erinnert. "Say Goodbye" ist ein toller Rocker mit rabiat rollendem Riff und extrem perfektem Orgel-Solo.

Alle Songs haben sehr hohen Wiedererkennungswert. Wirken gleichzeitig frisch und modern.

Hier die Track-List des Albums im Überblick:

1. Speed Of Sound (melodiöser Opener, mit schönem abgehenden Orgel-Solo; nicht das einzige...)
2. One Minute (Oh, eine Ballade ! Nee doch nicht... Ein absoluter Gute-Laune-Dampfhammer...)
3. The Law (Schwereres Midtempo - Prog - Rockstück. Typische "Aaah Aaaahs". Sehr gut !)
4. The Outsider (Progrock mit Höllen-Tempo)
5. Rock The Foundation (rockig lockerer, einfacher aber eingängiger Song im aktuellen Stil)
6. Is Anybody Gonna Help Me? (stark Riff- und Orgel betont mit 70er Atem)
7. Looking At You (treibend, sehr melodisch, Melodiewechsel, gute Riffs, Chöre, alles da... 70er !)
8. Can't Take That Away (ich kann da gerne öfter reinhören... herrliches Rockstück)
9. Jessie (Smoke On The Water - Riff, geiles Gitarrensolo und Ohrwurm - Potential)
10. Kiss The Rainbow (frenetisch, sehr melodisch, Orgel-Break, wie ein Hensley - Song)
11. Say Goodbye (so wie es beginnt, endet das Album, sehr rockig... superbes Orgel - Solo)

Es gibt keinen wirklichen Song - Ausfall. Alle Songs bilden hier ein Album wie aus einem Guss. Jeder mag einen anderen Favoriten bevorzugen. Eines ist sicher. Man wird fündig...

"Outsider" reiht sich nicht nur sehr gut in die letzten Werke der Band ein. Nein... Es überzeugt durch geradlinige kernige Riff-Rock-Songs, die Ihresgleichen suchen. Jedenfalls kann ich hier ehrlich nichts Vergleichbares nennen. Und die etwas altmodische, aber in diesem Fall fetzige Hammondorgel ? Das machen auch Deep Purple nicht besser. Das ist einfach nur sehr guter, positiv stimmender Hardrock. Bernie Shaw übertrift sich gesanglich und interpretatorisch selbst. Das ist wahrhaftig das "In Rock" Album von Uriah Heep.

Das gibt`s übrigens in fünf (!) Versionen. Wer möchte, kann zwei Editionen mit T-Shirt in jeweils L oder XL erwerben. Dann gibt es die normale CD-Version im Digipak und jeweils eine 180 - Gramm Vinyl-Ausgabe in "black" oder "grey".

"Outsider" ist meines Erachtens eines der besten Alben von Uriah Heep insgesamt geworden. Wer auf Balladen oder lange epische Songs verzichten kann und diese Art melodischen, frischen, aber auch traditionell verwurzelten Hard - Rock mit Hammondorgel generell mag, kann bedenkenlos zugreifen. Dafür ist es nicht nötig, ein kompromissloser Fan der Band zu sein...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch als Vinyl, 29. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Outsider (Digipak) (Audio CD)
Jetzt halte ich meine neue UH Schallplatte "Outsider" in den Händen. Ja, Schallplatte. Diese habe ich mir zusätzlich zur CD gekauft, um meine, seit 1970, gesammelten LPs von UH weiterzuführen. Im Gegensatz zu der CD kommt das Cover auf der LP auch viel besser raus.

Nun zu Musik. Ich kann mich hier den positiven Bewertungen voll anschließen. Hard Rock im bekannten neuen Stil von UH seit mit Russel Gilbrook ein wahres Energiebündel die Drums schlägt. Der Sound wunderbar abgemischt, Instrumente und Gesang kommen glasklar raus. Die Titel, alle von Mick Box und Phil Lanzon, haben den typischen Sound von UH in die heutige Zeit rübergebracht. Ich finde diese CD wie aus einem Guß. Wer hätte gedacht, dass man als UH Fan seit 44 Jahren und nach "Into the Wild (2011)" nochmal ein so tolles Album in den Händen hält.

Auf der anderen Seite ist mir aber auch klar, dass die Band auf ihren Tourneen nicht nur immer die alten Stücke spielen wollen. Und da wird man als Fan ganz schön verwöhnt. In den letzten 4 Jahren auf 5 Konzerten gewesen. Und mit diesem neuen Titeln ist das nächste Konzert auch schon gebucht. Als Live-Band gibt es zur Zeit auch nichts besseres.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gemeinsam alt werden, 3. August 2014
Von 
H. Schwoch "hschwoch" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Outsider (Digipak) (Audio CD)
Warum kauft sich einer im Jahre 2014 eine neue LP von Uriah Heep, exakt vierzig Jahre (!) nach deren erstem leichten Karriereknick mit dem teilweise etwas uninspirierten Album WONDERWORLD von 1974? Ja, warum?

Nun, natürlich geschieht dies unter anderem deswegen, weil der Käufer eine zutiefst treue Seele ist, die 1972 mit dreizehn Jahren der süßen Droge Heep verfiel, als er "Easy Livin'" im Radio hörte und daraufhin fünf Mark von seinem bisschen Taschengeld für die Single anlegte. Später kamen die großartigen Langspielplatten aus demselben Jahr dazu: DEMONS AND WIZARDS und THE MAGICIAN'S BIRTHDAY. Und dann SALISBURY mit "Lady in Black", WONDERWORLD mit dem grandiosen Titelstück, RETURN TO FANTASY mit dem noch grandioseren Titelstück. Und so weiter.

Der legendäre Sänger David Byron wurde bereits 1976 'rausgeworfen, der wichtigste Komponist und legendäre Keyboarder Ken Hensley verließ die Gruppe vor fast 35 Jahren. Dass es Uriah Heep immer noch gibt, ist nur ihrem Gitarristen Mick Box zu verdanken, dem einzig verbliebenen Mitglied aus ihren erfolgreichen Jahren in den 70ern.

Gibt es außer UH und The Sweet noch eine Band von damals, die nur noch von ihrem Originalgitarristen am Leben gehalten wird? Wahrscheinlich schon, aber es fällt mir keine ein.

Uriah Heep 2014 ist eine Institution, die sich zwar seit einer gefühlten Ewigkeit im Wesentlichen durch endlose, erfolgreiche Tourneen ernährt, aber im Gegensatz zu diversen anderen Rentnertruppen auch immer wieder neues Material erarbeitet und veröffentlicht.

OUTSIDER ist ihr vierundzwanzigstes Studioalbum seit dem Debüt VERY 'EAVY VERY 'UMBLE von 1970 und besteht im Wesentlichen aus schnellen, relativ hart rockenden Stücken, von denen keines länger ist als gut fünf und keines kürzer als etwa dreieinhalb Minuten. Lange, intensiv mit dem Prog-Rock flirtende Epen gibt es bei dieser Band schon seit vielen Jahren nicht mehr. Insgesamt fehlt halt Ken Hensley, und zwar nicht nur als Kreativpartner von Box, sondern auch als zweiter Leadsänger.

Wie Mick Box inzwischen eingestanden hat, wurde die Platte in aller Eile zwischen zwei Tourneeabschnitten aufgenommen, und die meisten Titel wurden erst im Studio erarbeitet. Die Songs sind anständig produziert, zumeist recht eingängig, häufig aber etwas holzschnittartig und wenig filigran. Simpel-seichte Ausfälle gibt es zwar kaum (vielleicht "Rock the Foundation" und "Jesse"), aber künftige Klassiker vermag ich eben so wenig zu erkennen. Der Titelsong "The Outsider" könnte allerdings - vor allem bei den Konzerten - ein solcher werden, weil sich auch textlich viele Fans damit identifizieren dürften.

Keyboarder Phil Lanzon, der zusammen mit Mick Box alle Songs schrieb, beherrscht mit seiner furiosen Hammondorgel die Szenerie, während Gitarrist Box diesmal wenig bis gar nichts Bedeutendes erschaffen hat. Wie oft hat er mich früher mit seinen magischen Soli buchstäblich zum Weinen gebracht, doch davon ist hier nicht mal ansatzweise etwas zu erspüren. Er rockt einfach nur.

Der inzwischen seit drei Jahrzehnten (!) zur Band gehörende Leadsänger Bernie Shaw bleibt, vor allem wenn man ihn mit David Byron oder auch John Lawton vergleicht, ein Problemfall, zumal seine raue Durchschnittsstimme mit den Anstrengungen der langen Zeit nicht besser, sondern eher schlechter geworden ist.

Wie soll man als äonenlanger Anhänger dieser Band das neue Album denn nun bewerten? Positiv hervorzuheben sind allemal das Artwork des polnischen Grafikkünstlers Igor Morski (bitte unbedingt einmal seine Homepage besuchen!) und die gesamte, liebevolle Gestaltung des Vinylalbums mit Gatefold-Cover, Songtexten und einer elegant-grauen LP, deren Qualität nichts zu wünschen übrig lässt. Das hat Klasse, ohne Frage.

Das Album selbst hat Stärken und Schwächen. Es ist auf jeden Fall besser als FALLEN ANGEL und CONQUEST (die letzten Scheiben mit Ken Hensley) oder gar das schreckliche DIFFERENT WORLD von 1991. Der Output aus den Achtzigern ist komplett an mir vorbei gegangen, weil mich die Band damals nach dem Abschied von Ken Hensley zunächst einfach nicht mehr interessiert hat. Daher kann ich ihn auch nicht zum Vergleich heranziehen.

Im Vergleich zu all den Klassikern aus den Siebzigern und selbst zu Spätwerken wie SEA OF LIGHT oder WAKE THE SLEEPER hängt die Scheibe hingegen etwas durch.

Also, Ende Gelände: Wegen der Jahrzehnte währenden Anhängerschaft bekommt OUTSIDER von mir knapp vier Sterne, denn schließlich werden nur die wenigsten Leute tatsächlich gemeinsam alt. ;-)
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23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DEM JUNGBRUNNEN ENTSTIEGEN, 6. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Outsider (Digipak) (Audio CD)
Uriah Heep habe ich im April 2014 mal wieder live gesehen, im Rahmen der „Rock meets Classic“-Tour. Dort haben sie natürlich vier ihrer Klassiker präsentiert, mit dem epischen Höhepunkt „July Morning“. Ihr orchestraler Kurzauftritt war fantastisch, auch wenn die weißen Rockhemden von Mick Box und Bernie Shaw fantastisch über den strammen Bäuchlein spannten. Was ich damals nicht ahnte: Dass die Rock-Heroen kurz zuvor einem Jungbrunnen entstiegen waren. Denn zu diesem Zeitpunkt lag das neue Album „Outsider“ mit Sicherheit bereits fix und fertig in der Schublade. Im Nachhinein sehr schade, dass sie daraus nicht schon einen Track performt haben. Denn was soll ich schreiben: dieses Album bläst mich einfach um. So frischen Hard- und Heavyrock, der zudem so ungemein melodisch daherkommt, habe ich von Uriah Heep schon lange nicht mehr gehört. Ja, diese Briten spucken mit den elf Songs ganz vielen Nachwuchsbands so was von in die Rocksuppe. Es ist ein ungemein stimmiges Rockalbum geworden – und vieles erinnert mich an das jüngste Deep Purple-Werk „Now what?!“. Hier wie da grandiose Hammond-Orgeln („Speed of Sound“), treibende Drums („The Law“), überirdisch rasante Gitarren („Outsider“) und ein Bernie Shaw, der, zumindest mit Studiotechnik, ungeheuer dynamisch singt („Rock the Foundation“). „Sometimes I can’t keep my feet on the ground”, singt er im groovenden Opener „Speed of Sound“ und die Worte klingen nachhaltig prophetisch: Stillhalten ist verdammt schwer bei diesem Album. Wer am 5. Juni, einen Tag vor Release von Outsider, „Iron Maiden“ bei Rock am Ring gehört (und gesehen) hat, sich zudem am Intro „Doctor Doctor“ von UFO ergötzt hat und sich nun die neue Uriah Heep-CD einverleibt, der muss überzeugt sein: all' diese alten Rock-Heroen aus good old England gehören noch lange nicht zum alten Eisen, und Heep schon zweimal nicht, auch wenn sich die Band bereits 1969 gegründet hat. Kleine Reminiszenz am Rande: „Take a look at yourself“, röhrt Shaw am Anfang von „Looking at you“. Look at yourself? Da war doch was, 1971, ihr drittes Studioalbum. So schlägt man verbal perfekt die Brücke von der Vergangenheit in die Moderne. Und mit Outsider allemal musikalisch.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Durchschnittswerk, 9. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Outsider (Digipak) (Audio CD)
Lange habe ich gezögert überhaupt eine Rezension zu diesem Album zu schreiben. Der Grund ist nicht, dass es etwa schlecht wäre. Aber um ehrlich zu sein finde ich es sehr durchschnittlich.

Zur besseren Erklärung:
Für mich gibt es mehr oder minder drei Arten dieser altgedienten Rocklegenden:
1) Bands, die seit Jahren keine Alben veröffentlichen, aber regelmäßig und gerne auf Tour gehen (Nostalgie-Shows; Twisted Sister und Def Leppard fallen mir hier immer ein)
2) Bands, die seit Jahren Alben veröffentlichen, die eher durchschnittlich bis uninteressant sind, und gerne auf Tour gehen
3) Bands, die gerne auf Tour gehen und dabei Alben veröffentlichen, die tatsächlich an das heranreichen, wofür man die Band liebt

Und in dieser seltenen, letzten Kategorie lagen für mich bislang Uriah Heep, die nach 2 gelungenen Statements in den Neunzigern ("Sea of Light" und "Sonic Origami") nach gefühlt 100 Jahren Endlos-Tournee die Alben "Wake the sleeper" (2008) und "Into the wild" (2011) veröffentlichten, die man getrost auf eine Ebene mit den Byron-Alben bis "Return to Fantasy" heben kann. "The Outsider" kann für mich leider nicht an diese Werke heranreichen. Sicher, die Heepies sind - trotz des überraschenden und viel zu frühen Todes von Langzeitbassist Trevor Bolder - eine gute eingeölte Mannschaft und Routiniers, die ein bestimmtes Niveau gar nicht unterschreiten können. Aber sie übertreffen es auch nicht.

"The Outsider" enthält 11 weitgehend schnörkellose Rocksongs, basierend auf Heep Trademarks (Melodische Refrains, dominantes Zusammenspiel von Hammond Orgel und Gitarre) und getragen von einem Bernie Shaw, dessen langsam älter werdende Stimme mir ebenfalls sehr zusagt. Die Songs selbst sind jedoch eher Durchschnitt. Noch dazu wird nicht großartig variiert: Alles ist in mittlerem Tempo gehalten (mal etwas schneller, mal etwas gemächlicher - aber nicht so dass man es als Ballade oder Speed Rocker bezeichnen könnte). Einen Ausfall hat das Album nicht, einen Übersong aber auch nicht. Am besten gelingt den Heepies das Ganze noch mit dem Titelsong (wird sicher ein Live-Fixpunkt) und dem melodischen "One Minute". Der Rest aber rockt ebenso vor sich hin. Zum Mitwippen und Nebenbeihören reicht es, aber das ist sicherlich nicht der Anspruch, den die Fans oder die Band an sich selbst haben sollte.

Fazit
Sicher kann man sich "The Outsider" holen. Aber wahre Begeisterung entfacht es nicht. Ich hoffe die Heepies Wer irgendwann in den Siebzigern aufgehört hat, Uriah Heep Alben anzuschaffen, hat erstmal 4 bessere Gründe in die Neuzeit der Band einzutauchen, als mit "The Outsider". Mehr als drei Sterne kann ich leider nicht vergeben und hoffe, dass die Band - die sicher nicht noch ein weiteres Jahrzehnt auf den Buckel hievt - ihre Karriere mit einem besseren Statement beenden wird.
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandioses Album, Heep is Back !!!, 6. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Outsider (Digipak) (Audio CD)
Es muß jetzt so an die 20 Jahre her sein, dass ich so ein geiles Heep Album gehört habe, bin total begeistert. Bernie Shaw singt dermaßen gut, das ich vermute, hier kann nur nachgeholfen worden sein, aber egal, der Sound ist erstklassig. Heep kommen ungewohnt frisch und auch ein wenig experimentierfreudig rüber. Die Produktion klingt sauber und nicht überladen, aber trotzdem fett.
Hier kann jeder Classic und Hard Rock Fan bedenkenlos zugreifen.
Ps. meine absoluten Favoriten auf diesem Album sind ''Jessie'' und ''Kiss The Rainbow'', was für Hammer Songs.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rockt, grooved und ist sehr melodiös, 5. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Outsider (Digipak) (Audio CD)
Mit Uriah Heep bin ich in den 70-igern stehen geblieben - Salisbury und Very 'eavy Very 'umble. Anschl. war's nix mehr für mich. Durch Zufall bin ich aufs aktuelle Album gestoßen und war extrem positiv überrascht: rockt und grooved sehr modern! Kein Versuch, alten Kram neu zu beleben, sondern sehr frisch und gar nicht angestaubt. Hat mich an Lynyrd Skynyrd erinnert, die mit Vicious Cycle auch auf ihre alten Tage an bombenstarkes Album abgeliefert haben. Heep haben den Rock nicht neu erfunden, aber lohnenswert ist das Album auf alle Fälle.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die neuen Heep, 1. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Outsider (Digipak) (Audio CD)
Na klar, dass man seine Alltime Hits nur selten übertreffen kann, aber nach über 40 Jahren immer noch geile Musik abzuliefern, ist schon ein Ding für sich. Ein paar absolut geniale Nummern mit fetziger Orgel und Micks's Stakkato-Solis, treibender Sound, eine typische Heep-Platte eben, auch wenn nicht alle Lieder absolute Knaller sind. Aber ich bin auch mit 5-6 guten Treffern zufrieden, für die Sammlung musste sie so oder so sein. Dazu sie läuft auch dauernd noch (oder immer wieder). Der Bauch sagt dafür gibts 4 Punkte.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zurück zu alter Stärke, 28. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Outsider (Digipak) (Audio CD)
Wenn zwei Hard- Rock-Legenden am gleichen Tag ihre Alben veröffentlichen, kann man als geneigter Fan dieser Musikrichtung im Prinzip von einem perfekten Tag reden und das Bier schon kalt stellen. Leider hat das in diesem Jahr nicht so ganz geklappt, denn NAZARETH haben mit ihrem “Rock ‘n’ Roll Telephone” alles andere als eine Sternstunde abgeliefert. So kann man nur hoffen, dass wenigstens URIAH HEEP mit “Outsider” etwas vorzeigbares abliefern.

Anders als ihre schottischen Kollegen, scheinen URIAH HEEP aber ihren x-ten Frühling auszukosten und werden dabei anscheinend stetig motivierter und kreativer. Die Formkurve fing mit den Neueinspielungen für das Jubiläumsalbum “Celebration” wieder an nach oben zu zeigen. “Into The Wild” aus dem Jahr 2011 setzte die positive Entwicklung eindrucksvoll fort, die nun in “Outsider” kulminiert. Songs wie der mit flotter Doublebass ausgestattete Titeltrack, “Can’t Take That Away” oder “Looking At You” zeigen, dass harter Rock auch nach über vierzig Jahren noch mit Esprit und Spielfreude vorgetragen werden kann. URIAH HEEP wirken auf ihrem 24. Studioalbum so, als würde die Band gerade ihre zweite Platte veröffentlichen. Es sind aber nicht nur die Uptempo-Songs, die den Reiz von “Outsider” ausmachen. “Jessie” weiß ebenso zu fesseln, wie das schwere “The Law” oder das eröffnende “Speed Of Sound”. Jedes auf unterschiedliche Art und Weise, denn die Band um das einzige Originalmitglied Mick Box hat sich Abwechslung erneut ganz groß auf die Fahne geschrieben und nebenbei noch Ohrwürmer en masse produziert. Die Leistung von Sänger Bernie Shaw kann man an dieser Stelle gar nicht genug loben. Dem Mann hört man das Alter zu keiner Sekunde an, und er versteht es immer wieder den Hörer mit seiner angenehmen, charismatischen Stimme für sich einzunehmen. Auch das einzig verbliebene Gründungsmitglied Mick Box (Gitarre) und Phil Lanzon (Hammond) spielen auf wie Mittzwanziger und können sich auf dem Fundament, das Drums und Bass legen vergnügt austoben. Den Hard Rock erfinden URIAH HEEP natürlich nicht neu, aber man kann zu jeder Sekunde hören, welche Band hier gerade aufspielt, und das diese Band zu einhundert Prozent hinter dem steht, was sie da macht. Die Briten zeigen eindrucksvoll, dass sie nicht nur ein weiteres Album abliefern wollen/müssen. Hier präsentiert sich eine hochmotivierte Band, die in dem Bewusstsein Auftritt mit “Outsider” eines der besten Alben ihrer Karriere abgeliefert zu haben, agiert.

URIAH HEEP legen mit einer Leichtigkeit vor, dass sich die Konkurrenz in diesem Jahr ganz schön strecken muss, um das Niveau von “Outsider” zu erreichen. Diese Melange aus perfektem Songwriting und ‘fühlbarer’ Spielfreude wirkt viel zu frisch, um als Altherrenrock durch gewunken zu werden. So entstehen zeitlose Rockalben. Ich bin gespannt wie sich die Band auf der kommenden Tour präsentiert. “Outsider” jedenfalls gehört in jede Hard-Rock-Sammlung.

4 Sterne (8/10 Punkte)
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Outsider (Digipak)
Outsider (Digipak) von Uriah Heep (Audio CD - 2014)
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