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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Unnachgiebigen
Ein jeder findet sein Heil auf andere Weise: Kanye West plant die eigene Himmelfahrt mit Drone und Doom, wo Tyler und Earl Sweatshirt radikal zusammenstreichen, Jay-Z wiederum favorisiert die Kunst-Performance, der Wu-Tang-Clan verkauft Einzelstücke an den Meistbietenden und De La Soul finden old school noch immer Klasse – Hip Hop hat sich nicht nur in den...
Vor 13 Monaten von Mapambulo veröffentlicht

versus
2.0 von 5 Sternen Bisher schwächstes Rootsalbum!
Auf dem Album sind durchaus einige ganz gute Songs, aber der starke Wechsel mit nervigen Interludes
und Soundfetzen macht es zu keinem Hörgenuss.
Vor 3 Monaten von Marten Dalimot veröffentlicht


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Unnachgiebigen, 20. Mai 2014
Von 
Mapambulo "Mapambulo" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: ... And Then You Shoot Your Cousin (Audio CD)
Ein jeder findet sein Heil auf andere Weise: Kanye West plant die eigene Himmelfahrt mit Drone und Doom, wo Tyler und Earl Sweatshirt radikal zusammenstreichen, Jay-Z wiederum favorisiert die Kunst-Performance, der Wu-Tang-Clan verkauft Einzelstücke an den Meistbietenden und De La Soul finden old school noch immer Klasse – Hip Hop hat sich nicht nur in den letzten Jahren zu einem äußerst vielschichtigen Genre gewandelt und ist noch lange nicht am Ende. The Roots übernahmen dabei stets die Rolle der Outlaws, mit ihrem klugen Mishmash aus Rap, Soul und Punk gehörten sie nie so richtig zum Establishment, sie waren immer einen Schritt neben der üblichen Spur, vorndran sowieso. Nach der gelungenen Kollaboration mit Elvis Costello folgt nun das elfte Studioalbum und für’s Schlagwortverzeichnis darf man notieren: noch dunkler, noch gewöhnungsbedürftiger, noch langsamer.

Die tighten Beats von Platten wie „The Tipping Point“ oder „Game Theory“ sucht man hier fast vergebens, die Band hat ihren düsteren, angejazzten und mit reichlich Effekten versetzten Sound nochmals veredelt und an den entsprechenden Stellen nunmehr mit klassischem Instrumentarium verbaut. Zu Samples von Nina Simone und Mary Lou Williams gesellen sich also nicht nur die alten Bekannten Dice Raw und Greg Porn, sondern auch manche disharmonische Streichergruppe („The Coming“) oder grelle, atonale Einschübe („Dies Irae“). Und auch wenn die Beats noch fett sind, wurden sie doch merklich abgebremst und tropfen zähflüssig aus dem bewölkten Stimmungsbild. An manchen Stellen, so zum Beispiel beim exemplarischen „Black Rock“, klingen The Roots wie eine schwarzhumorige Rapversion der Bad Seeds, später im wunderbaren „Understand“ packen sie eine schlierige Orgel zu bitterbösen Rhymes über enttäuschte Hoffnungen und Bigotterie.

Für die Interpretation ihrer eher bedrückenden Sicht der Dinge haben sich die Musiker aus Philadelphia wieder die passenden Gäste vor’s Mikro geholt – Patty Crash darf mit ihrem verfremdeten Heliumstimmchen den Kontrapunkt zu den finsteren Raps von Black Thought setzen, gleiches gilt für Modesty Lycan auf der ersten Single „When People Cheer“. Ebenso gut gelingt Mercedes Martinez das Intro zu „The Coming“, bevor um sie herum das Chaos ausbricht, Raheem DeVaughn dagegen leiht seine souligen Gesang sowohl den tonnenschweren Drums von „The Unraveling“ als auch dem erstaunlich versöhnlichen Schlußstück „Tomorrow“. Zum Fadeout gibt es trotzdem ein paar bedrohlich schwingende Töne aus dem sargkalten Inneren eines Konzertflügels – ganz so simpel sind die Jungs dann doch nicht gestrickt, als dass sie einen mit ‘nem platten „Wird schon wieder…“ verabschieden wollten. Dafür ist die Lage letzten Endes zu ernst und schließlich hat man ja auch noch einen Ruf zu verteidigen. Deshalb: Gut gemacht. mapambulo:blog
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 34 Minuten-Trip durchs Armageddon, 17. Mai 2014
Von 
B. Lutze (Potsdam) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: ... And Then You Shoot Your Cousin (Audio CD)
Die Roots sind wieder da, nach ihrem 2011er Geniestreich "Undun". Das neue Album ist ebenfalls unglaublich kurz, mit nur 34 Minuten. Von den 11 Tracks sind drei so eine Art Skit, bzw. Intro und Zwischenstücke. Es gibt also netto nur 8 Songs zu hören, 6 davon mit Raps, auf denen Lieblingsrapper Black Thought auch maximal nur eine Strophe hat. Die restlichen Verse sind von einem unglaublich guten Dice Raw, einem alten Roots Bekannten, und Greg Porn, der seit Game Theory bei den Roots mitmischt. Daneben sind die meisten Features gesanglicher Natur, u.a. Raheem Devaughn, Nina Simone und die Irin Patti Crash. Was macht diese 34 Minuten also so großartig? Für mich ist dieses Album ein bildreicher Kurzfilm, eine nahezu kafkaeske Metamorphose eines Charakters, der sich in der materialistischen Welt verloren und isoliert hat. Der sich aber nach meiner Interpretation wieder findet, weil er nach Hilfe ruft. Nach Engeln sucht. "I am somebody new, free of my sins today", heißt es dann am Ende. Doch die Zukunftssuche bleibt: "Everybody wants tomorrow right now". Musikalisch ist das alles bisweilen düster, doch unglaublich groovig und fett: Hört euch einfach mal die fetten apokalyptischen Chöre über den Klavierakkorden beim zweiten Track an, "Never". Jazz, Rock, Progressiv-Klassik, Alternativ - alles wird mit genialer Musikalität unter die Raps und Gesänge gemischt. Während das ganze Album in Moll läuft, endet es sozusagen in Dur und gibt einen leichten Hoffnungsschimmer - denkt man, bis zu den letzten 30 Sekunden, die ahnen lassen, dass dieses "Neugeborensein" fragil ist, und man beim Zerbrechen gleich wieder auf Track 1 klicken kann....GROßARTIG.

"Forever is just a collection of nows" - Black Thought.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Still standing - Still ahead of the Game!, 6. Juni 2014
Von 
H-DUB "Soul Patrol" (FFM) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: ... And Then You Shoot Your Cousin (Audio CD)
Drummer „Questlove“ und Mastermind „Black Thought“ waren schon immer größer und weiter als die Hip-Hop Szene.
Seit fast drei Jahrzehnten stehen die beiden Köpfe der legendären „Roots Crew“ für direkten, ausdrucksvollen und provozierenden Rap mit politischem Hintergrund. Hip-Hop hat sich seit der Gründung der Band verändert, die Message steht bei vielen schon lange nicht mehr im Vordergrund. Die Kultur wurde förmlich vom Mainstream überrollt und so schlecht bearbeitet, dass nur noch Bruchstücke übrig geblieben sind von dem, was einmal aus einem ganz anderen Grund betrieben wurde.

Vielleicht hat genau deshalb das neue Album „…and then you shoot your Cousin“ nur eine Laufzeit von einer knappen halben Stunde. Ein Konzeptalbum ist es geworden, stark komprimiert und aufs Wesentliche gekürzt. So dass man am Ende nicht vergisst, wie es am Anfang klang und warum verschiedene Charakter in bestimmten Situation eben handeln, wie sie handeln. Sie malen wieder Bilder, dringen in unseren Kopf ein und bewegen uns zum Nachdenken. Darin waren sie schon immer gut, ganz egal welche Instrumente sie uns dabei um die Ohren warfen! Bedeutend und populär zu sein ist kein einfaches Unterfangen, Black Thought und seine Crew sind sich deshalb auch bewusst darüber, dass von ihnen einiges erwartet wird.

Oftmals sind die eigenen Wünsche und Ziele nicht gleich mit denen der Hörer und Fans, dafür sind die Geschichten und Aussagen aber stets gut verpackt und fesselnd. „The Roots“ haben Hip-Hop verstanden und stehen auch heute noch für das, was sie vor knapp drei Jahrzehnten gestartet haben. Kompromisse machen sie nur selten, aber vielleicht sind sie genau deshalb auch heute noch so interessant und relevant wie 1987!
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5.0 von 5 Sternen Roots, 2. Juli 2014
Listen from start to end. Concept album ending smoothly. One of the few rap projects I can listen and hear...
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2.0 von 5 Sternen Bisher schwächstes Rootsalbum!, 25. März 2015
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: ... And Then You Shoot Your Cousin (Audio CD)
Auf dem Album sind durchaus einige ganz gute Songs, aber der starke Wechsel mit nervigen Interludes
und Soundfetzen macht es zu keinem Hörgenuss.
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0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gewohnte Roots Qualität, 20. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
The Roots are back, mit gewohnter Souveränität. Einfach mal wieder nen Top Album wie man es kennt, und ein gebührender Nachfolger von "Undun".
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