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31 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tierbestimmung mit Ting: Ebenso naheliegend wie genial
Ich bin Biologe. Und obgleich das Klischee nicht stimmt, dass wir Biologen uns allesamt mit allem auskennen, was da kreucht und fleucht und blüht und sprießt, stimmt immerhin soviel, dass ich ein ganzes Regalbrett voller Bestimmungsbücher habe. Als mir im Vine-Club dieses Buch angeboten wurde, hätte ich daher fast weitergescrollt. Noch eins...
Vor 18 Monaten von Konrad Lehmann veröffentlicht

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Vorgänger war besser
In dieser Ausgabe fehlen plötzlich Pflanzen, die im Vorgänger noch enthalten waren. Zum Beispiel das Jakobskreuzkraut. Auch die
Fotodarstellungen waren im Vorgänger besser!
Vor 12 Monaten von Friedrich Linse veröffentlicht


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31 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tierbestimmung mit Ting: Ebenso naheliegend wie genial, 16. April 2013
Von 
Konrad Lehmann - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Ich bin Biologe. Und obgleich das Klischee nicht stimmt, dass wir Biologen uns allesamt mit allem auskennen, was da kreucht und fleucht und blüht und sprießt, stimmt immerhin soviel, dass ich ein ganzes Regalbrett voller Bestimmungsbücher habe. Als mir im Vine-Club dieses Buch angeboten wurde, hätte ich daher fast weitergescrollt. Noch eins? Wozu?
Aber dann fiel mein Blick auf den Zusatz „für Ting-Stift“. DAS leuchtete sofort ein. Wer’s nicht kennt: Der Ting-Stift ist ein Gerät von Format und Größe eines dicken Kulis, das über einen Infrarotsensor in der Spitze Codes ablesen kann, die für das Auge unsichtbar auf eine Seite gedruckt sind. Wird ein Code erkannt, dann spielt der Stift die entsprechende Klangdatei ab. Ich kannte das bis dahin nur von Kinderbüchern, die auf diesem Wege, wie man das heutzutage nennt, „interaktiv“ werden. Der Nutzen für einen Tier- (und Pflanzen-) Führer war offensichtlich.

Doch zunächst zum Buch. Der Kosmos Tier- und Pflanzenführer ist ohne Register 521 Seiten dick und beschreibt auf jeder Seite zwei Arten. Etwas mehr als die Hälfte (bis Seite 292) sind Tiere, der Rest Pflanzen und Pilze. Zu jeder Art sind unter dem deutschen der wissenschaftliche Name, Größe und Hauptbeobachtungszeit angegeben. Dann folgt ein Text mit etwa acht Zeilen, der Wissenswertes, teils Anekdotisches über die Lebensweise beschreibt, und darunter ein Hauptphoto von ca. 5cm x 3cm, sowie ringsrum noch einige kleinere Zusatzphotos. Am äußeren Seitenrand gibt es ein kleineres (2,8cm x 2cm) Photo der Art in ihrem Habitat, Infos zu Vorkommen und Merkmalen und eine Verbreitungskarte.
Bei den Tieren und Pflanzen ist die Auswahl der dargestellten Arten sehr umfassend. Mir sind auf den ersten Blick keine Lücken aufgefallen. Umgekehrt kann man fragen, wie sinnvoll es ist, Arten aufzunehmen, die im deutschsprachigen Raum nicht vorkommen und auch ohne Buch leicht zu erkennen sind, wie Elch, Rentier oder Rosaflamingo. Mager und willkürlich ist dagegen die Auswahl der Pilze. Allerdings würde wohl ohnehin niemand, der Pilze ernsthaft sammeln und bestimmen will, auf dieses Buch setzen.

In meinem Regal stehen nebendran die direkten Vergleichskandidaten. Der Kosmos Naturführer ist keine Konkurrenz im eigenen Haus: Er ist eher eine Übersicht über Lebensräume und ökologische Zusammenhänge und ist überhaupt nicht als Bestimmungsbuch gedacht. Im Wettbewerb steht das Buch hingegen mit dem BLV Tier- und Pflanzenführer. In dem Vergleich würde ich, wenn man nur das Druckwerk betrachtet, das BLV-Buch knapp bevorzugen. Es ist konservativer und strenger, dabei aber auch übersichtlicher gestaltet. Indem dort immer drei, nicht vier, Arten auf einer Doppelseite beschrieben werden und die größeren Photos immer rechts stehen, kann man den BLV-Führer rasch durchblättern, um eine Art zu suchen. Mit dem Kosmos-Buch stelle ich mir eine Artbestimmung recht schwer vor. Da muss man ziemlich hin und her blättern, und dem Text fehlt auch die beim BLV-Buch übliche Gliederung in Größe, Aussehen, Vorkommen, etc.. Den Kosmos-Führer muss man vielleicht eher als Kompendium betrachten, in dem man Wissenswertes über eine Art finden kann, die man bereits kennt. (Dass der wahre Biologe zum Bestimmen ohnehin den Rothmaler oder den Schmeil-Fitschen sowie den Brohmer nehmen würde, interessiert den Laien eher nicht.)

Aber: Die große Stärke des Kosmos Tier- und Pflanzenführers ist der Ting-Stift. Er liefert Klangbeispiele nicht nur zu fast allen Vögeln und Säugetieren, sondern auch zu Fröschen und Kröten sowie Grillen, was ja auf den ersten Blick nicht selbstverständlich ist. Und die Klangbeispiele sind üppig: Ungefähr eine Minute lang geht das immer weiter und weiter; selbst auf einer Vogelstimmen-CD, die ich besitze, geht das nicht so lang. Und das Tolle ist, dass der Akku-betriebene Ting-Stift auch unterwegs funktioniert. Man kann also, was sonst wohl mit keinem Medium möglich ist, in freier Natur den Vogelgesang, den man hört, direkt mit der Aufnahme vergleichen, und dazu noch die Informationen lesen und das Photo ansehen, wenn man den Piepmatz gerade mal zu Gesicht bekommt. Das ist etwas, was ich mir seit langem gewünscht habe, und ich werde im gerade begonnenen Frühling bestimmt oft mit Buch und Stift draußen sein.

Fazit: Als Pilzbuch unbrauchbar; für Insekten ist das Konkurrenzprodukt von BLV besser, aber für Vögel und Säugetiere ein ungeheuer hilfreiches Buch.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zitterspinne oder Gnitze - wo sie nun mal existieren, kann man sie ja auch gleich bestimmen..., 16. Mai 2013
Von 
Gregson "eurozentrisch" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Vorweg: Dieses kleine (und recht schwere), günstige Büchlein zur Flora und Fauna in ganz Europa strotzt nur so vor Informationen, das Konzept ist wohldurchdacht und zeugt von vielen Jahren der Vertiefung des Verlages in solche Nachschlagewerke, die kompakte Form und der durchsichtige Plastikumschlag machen es zu einem idealen Reisebegleiter, aber auch zur spannenden Unterhaltung beim Durchblättern auf der Couch, wo hoffentlich, infolge angemessener Wohnungshygiene, wenig bis keine Arten zu bestimmen sind. Sollte doch mal eine Zitterspinne hereinschauen, wäre auch sie in diesem nur zu empfehlenden Naturführer zu finden.
Das Buch ist logisch gegliedert, so gibt es z.B. einen Farbcode, der alles, was da kreucht oder rankt, in acht Kategorien unterteilt. Als da wären: Säugetiere, Vögel, Reptilien und Amphibien, Fische, Insekten und sonstige Wirbellose, Bäume und Sträucher, Blumen und Gräser - und, zu guter Letzt: Farne, Moose, Algen, Flechten, Pilze (es gibt nur eine vergleichsweise kurze Übersicht über die wichtigsten Pilze, sonst würde der Rahmen dieses Nachschlagewerkes sicher gesprengt werden).
Um dies zu realisieren, sind die Seitenzahlen, die mit dem jeweils farbigen Streifen plus kleinem individuellem Piktogramm zur Kategorie unterlegt sind, in die Mitte der Seiten gerückt. So gibt es eine Zweiereinteilung auf jeder Seite, für je zwei Tiere oder Pflanzen. Auf jeden Fall wird dadurch die Übersichtlichkeit erhöht.
Beim ersten Aufschlagen ist man allerdings ein wenig irritiert, dass auf jeder Doppelseite gleich vier Tiere respektive Pflanzen präsentiert werden. Somit ist alles ein wenig klein geraten, mancher wird zur Entzifferung der recht kleinen Schrift eine Lesebrille oder eine Lupe benötigen. Hierzu noch ein kleiner ein Kritikpunkt: Bei giftigen Pilzen prangt ein Totenkopfsymbol in unübersehbarer Größe, doch gerade bei den Pflanzen, wo mancher argloser als bei den oft etwas "verdächtigen" Pilzen ist, ist der Totenkopf so mikroskopisch geraten, dass er erst auf den zweiten Blick erkennbar ist. Lobend ist aber zu erwähnen, dass Giftigkeit immer auch im Text erwähnt wird.
Aber: Irgendwie musste der Verlag diese Artenvielfalt und den Anspruch, kein Buch in Telefonbuchstärke herauszubringen, unter einen Hut bringen - da ist die kleine Schrift und die eine oder andere etwas klein geratene Abbildung der sinnvolle Kompromiss.
Eine besondere Angelegenheit, die sicherlich vor allem Kindern Spaß machen dürfte und prinzipiell den Lerneffekt erhöht, ist der TING-Stift. Dieser Stift, der nicht beiliegt, sondern zusätzlich erworben werden muss (um die 40€ müssen investiert werden), ermöglicht, bei entsprechend gekennzeichneten Stellen im Buch, durch Antippen Geräusche, Sprache oder Musik zum Thema zu hören. In diesem Falle sind es sicher Tierlaute, Vogelgesänge usw. (ich nenne noch keinen solchen Stift mein Eigen). Doch auch ohne Stift ist dieser Naturführer beindruckend!
Die Abbildungen sind mehr als zahlreich und variantenreich, die Erläuterungen zu den Tieren und Pflanzen sind erwartungsgemäß kurz und prägnant gehalten, dabei gibt es jeweils eine Unterteilung in Haupt- und Randtext.
Im Haupttext wird Interessantes über die Lebensweise der Tiere erzählt. - Zum Beispiel erfährt man, dass die Jungen des Feuersalamanders noch im Bauch der Mutter aus den Eiern schlüpfen und dann lebend geboren werden; oder bei einigen Pflanzen wird auf ihre frühere Verwendung als Heilkraut hingewiesen, auf ihre Inhaltsstoffe und andere Besonderheiten. - So fällt es leichter, einen Bezug herzustellen, das Vorgestellte wird einprägsamer.
Der Randtext fasst stichpunktartig wichtige Fakten zusammen. Bei den Tieren z.B: Vorkommen, Nacht-/ Tagaktivität, Brutzeit, Informationen zu Giftigkeit, Nahrung. Bei den Pflanzen: Vorkommen und Typisches/ Charakteristisches, wie Erscheinung, Unterscheidung, Geruch, etc. Die Blühpflanzen sind nach Blütenfarben; Sträucher und Bäume nach Blattformen sortiert. Dadurch kommt man schneller zu Ergebnissen bei der Bestimmung.
Zudem gibt es unter dem Namen und der dazugehörigen Familie stets Angaben zur Größe (gerade bei Insekten hilfreich) und weiteres Relevantes, wie z.B. Angaben zu Zugzeiten bei Zugvögeln, Blütezeiten der Pflanzen und so fort.
Eine kleine Landkarte zeigt Verbreitungsgebiete, weitere Zeichnungen/ Fotos zeigen charakteristische Unterscheidungs- oder Abgrenzungsmerkmale (hier gibt es oft kleine Erklärungstexte mit Pfeilen); so sird etwa auf die weiße Kehle des Steinmarders und die gelbliche des Baummarders hingewiesen (die sich sonst optisch nicht unterscheiden), oder eine Hilfe zur Differenzierung der verschiedenen Rabenvögel gegeben.
Manchmal werden Objekte, die im Stichwortverzeichnis auftauchen, als "Randnotiz" bei einer anderen Art erwähnt, so z.B. die Gnitze. Aber auch das ist in Ordnung (und was gibt es zu diesen absolut entbehrlichen Viechern auch schon anzumerken...).
Resümee: Siehe erste Zeilen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Naturführer - einmal anders, 5. Mai 2013
Von 
Tirana "morla" (Kiel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Ein Kosmos-Naturführer für die heimische Flora und Fauna, mit dem nicht weniger als 1000 Arten auf über 4000 Fotos und Detailzeichnungen (s. Klappentext) bestimmt werden sollen! Nach einer kurzen „Gebrauchsanweisung“ und einer vierseitigen recht einfach gehaltenen Vorstellung wichtiger Merkmale von Tieren und Pflanzen beginnt auch schon der „Spezielle Teil“, in dem auf 510 Seiten die 1000 wichtigsten Arten der heimischen Flora und Fauna vorgestellt werden. Anders als bei „konservativen“ Naturführern werden hier je 2 Arten auf einer Seite vorgestellt, indem die (hier fotografischen) Abbildungen in den Text integriert werden. Dies geschieht über einen zentralen Text, erweitert um Informationen zum Vorkommen, stichwortartigen Zusatz-Informationen und – bei den Wirbeltieren und Schmetterlingen – einer sehr kleinen (2.2 x 2.2 cm) Verbreitungskarte auf gelblich unterlegtem Rand. Die Tiere werden nach systematischen Gruppen vorgestellt (die Vögel in einer „eigenwilligen“ Reihenfolge, beginnend mit den Singvögeln – aber da kommt es dann auch schon einmal vor, dass der Pirol zwischen Mauersegler, Eisvogel und Kuckuck aufgenommen wird); bei den Pflanzen beginnend mit einem Teil zu den „Bäumen und Sträuchern“, dann zu den Blütenpflanzen (die in bewährter Manier nach Blütenfarben angeordnet sind; am Ende einige wenige Gräser) und zuletzt den „Niederen Pflanzen“, also den „Kryptogamen“ mit den Farnen und Moosen. Den Abschluss bilden die Algen, die Flechten und als abschließender Teil (da weder Pflanze noch Tier) die Pilze.

Sehr zu begrüßen ist die Möglichkeit, über einen TING-Stift interaktiv Vögel, Frösche und Heuschrecken mittels ihrer Lautäußerungen zu identifizieren. Ein für die Bestimmung wichtiges Hilfsmittel.

Die ARTENAUSWAHL kann immer nur subjektiv sein. Es ist sicher schwierig, eine Auswahl zu treffen, wenn man mit 1000 Arten alle Gruppen von Fauna und Flora vorstellen will. Dabei ist mir nicht ganz nachvollziehbar gewesen, welchen geographischen Rahmen dies Buch haben soll. Auf dem Buchrücken steht zwar „über 1.000 Arten aus ganz Europa“, aber dieser Rahmen wurde je nach Gruppe (und Bearbeiter) in unterschiedlicher Weise umgesetzt. Das Buch umfasst 544 Tiere, 412 Pflanzen, 20 Pilze und 12 Algen/Flechten; zusammen also 988 Arten. Hinzu kommen noch in die Kapitel integrierte kleine Einschübe, in denen verwandte oder ähnliche Arten erwähnt werden, so dass letztlich über 1000 Arten zusammenkommen. Man muss stets eine Auswahl treffen und viele aus meiner Sicht (natürlich nur subjektiv) „Allerweltsarten“ wurden nicht (Iltis, Misteldrossel, Kleines Wiesenvögelchen oder Kleiner Kohlweißling oder die überaus häufigen Schwingelgräser) oder nur als Einschub (Sumpfmeise, Hain-Schnirkelschnecke, Grüne Stinkwanze) erwähnt - wohingegen große Raritäten wie Großer Tümmler, Blaumerle, Kaspische Wasserschildkröte, Hornotter, Ägyptische Wanderheuschrecke, Alpenbock, etc. Berücksichtigung fanden. Und die Kopflaus (p. 188) während einer Exkursion nachgewiesen zu haben, wird auch nicht jeden Feldbiologen wirklich glücklich machen.

Die Auswahl bei den Tieren fiel stark zugunsten der Wirbeltiere aus und 300 der 544 Arten gehören in diesen Stamm. Die (in Europa mit ca. 120.000 und in Deutschland mit 34.000 Arten vertretenen) Insekten sind mit „nur“ 172 Arten vertreten, die übrigen Wirbellosen mit 72. Verschiedene Gruppen wurden sehr „stiefmütterlich“ behandelt: so werden gerade einmal 2 Fledermäuse (die immerhin zweitartenreichste Ordnung der Säugetiere) vorgestellt; es dürfte nicht leicht fallen, sich mit nur 38 vorgestellten Schmetterlingen einen zufriedenstellenden Überblick über die heimischen häufigeren Arten zu verschaffen. Mit nur 9 Salzwasser-Knochenfischen wird der passionierte Taucher – insbesondere, wenn man als Referenz-Rahmen Europa angibt – wohl eher enttäuscht werden.

Bei den Pflanzen erscheint der Umfang schon etwas umfangreicher, da zumindest 412 Arten vorgestellt werden. Allerdings sind viele davon auch Zier- und Nutzpflanzen, die NICHT zur heimischen Flora zu zählen sind (wieso wurden Arten wie der Echte Feigenkaktus, die Gewöhnliche Mahonie oder der Sodomsapfel mit aufgenommen?). Bei den Pilzen wird es dann schon sehr knapp und mit nur 20 Arten (immerhin kommen allein in Mitteleuropa gut und gerne 6000 Großpilzarten vor) verbietet es sich, dies zur Grundlage für eine Sammlung zur Speisebereitung zu machen.

Insgesamt erscheint mir (subjektiv) die Artenauswahl mit oben genannten Einschränkungen aber weitgehend gelungen. 4 Punkte.

ABBILDUNGEN: Es wurde hier auf Fotografien zurückgegriffen, die m. E. n. zwar klein, aber durch eine sehr gute Reproduktion auf Kunstdruckpapier detailreich und aussagekräftig sind. Darüber hinaus sind weitere kleine Abbildungen in die Kapitel integriert, die wichtige bestimmungsrelevante Details verdeutlichen sollen. (Allerdings wird dies nicht immer deutlich: so findet sich bei der Ahornblättrigen Platane (p. 342) eine Detailaufnahme der äußerst markanten Borke; das ist aber nicht erwähnt und man kann zunächst einmal rätseln, was auf dem Mini-Bild, das stark an eine Satelliten-Aufnahme des Amazonas-Flussgebietes erinnert, zu sehen sein soll). Die Qualität der Abbildungen ist aber insgesamt gut bis sehr gut und damit 4 – 5 Punkte wert.

TEXT: Wenn ich die Aufmachung und Produktinformation richtig verstanden habe, sollte mit diesem Buch doch ein Naturführer, also ein Bestimmungsbuch vorgelegt werden. Dabei erscheint es mir nach meinem Verständnis wichtig, Erkennungsmerkmale der Arten hervorzuheben. Stattdessen stellt der Text eher Informationen zur Verfügung, die unter der Rubrik „Interessante Hintergründe“ laufen sollten. Für die Bestimmung wichtige Informationen werden – sehr spärlich und nur sehr klein – neben die Abbildung gestellt. Bei den Pflanzen sind es fast ausschließlich Informationen zum heilkundlichen oder kulturhistorischen Hintergrundwissen (es mag reizvoll sein, zu wissen, was alles bei Hämorrhoiden, Hautausschlag oder Fieber helfen kann - dazu muss ich die Pflanze aber erst einmal richtig bestimmen!). Bei der Stiel-Eiche (p. 341) geht man darauf ein, welche Bedeutung der Baum für Germanen und Kelten hatte – aber kein Wort über die für die Bestimmung doch so wichtige rissige Borke. Und die randständige Anmerkung, dass „der äußere Holzbereich hell (ist), der innere dunkler“, kann bei einer Wanderung auch nicht wirklich befriedigen, da es nicht sinnvoll ist, einen Baum zu seiner Bestimmung erst einmal zu fällen (vom Ärger, den man sich so einhandelt, ganz zu schweigen)! Es hat mir bei der Determination im Feld nicht weitergeholfen, dass die Gewöhnliche Rosskastanie der „typische Biergartenbaum“ ist (es wäre konsequent weitergedacht gewesen, bei den Fischen im Text Zubereitungsvorschläge mit aufzunehmen). Derartige Zusatz-Informationen sind zwar alle sehr interessant, aber hier gingen sie doch sehr zu lasten der Beschreibung von Merkmalen, wie ich sie von einem Bestimmungsbuch erwarte. 2 – 3 Punkte.

LAY-OUT: es wird diese Form der Präsentation zunehmend in Bestimmungsbüchern genutzt, indem Text und Abbildung ineinanderfließen anstelle der „konservativen“ Gegenüberstellung (linke Seite Text, rechts die Abbildung). Allerdings war man hier allzu sehr darum bemüht, möglichst viele Abbildungen (immerhin ca. 4/Art) auf engstem Raum unterzubringen, so dass diese teilweise zu klein ausfallen. Dies gilt insbesondere für die zusätzlichen Winzig-Aufnahmen am Rand, die schon aufgrund ihrer Größe nicht wirklich weiterführend sind. Wie schon in anderen Rezensionen angemahnt, wäre hier eine Reduktion der Anzahl vorgestellter Arten zugunsten eines umfangreicheren Textes ein Gewinn gewesen. 3 Punkte.

Der EINBAND ist robust und die zusätzliche Schutzhülle macht es „draußen-tauglich“.

FAZIT: 1000 europäische bzw. mitteleuropäische Tier-/Pflanzen-/Pilzarten vorzustellen, ist ambitioniert. Es ist eine leidlich gute Auswahl getroffen worden, wenn auch Abstriche bei verschiedenen Gruppen (insbesondere Insekten) gemacht werden müssen. Interessierte werden aber wohl rasch über kurz oder lang auf speziellere Naturführer zu einzelnen Gruppen umsteigen. Die nur wenig mehr kostenden und alle Gruppen umfassenden Bücher

STICHMANN-MARNY: Der große Kosmos-Naturführer Tiere & Pflanzen oder das gleichwertige

BELLMANN: Steinbachs Großer Tier- und Pflanzenführer

wären zu empfehlen – wohl wissend, dass diese jeweils mit 1700 – 1800 weit mehr Arten umfassen und mit über 800 Seiten Gesamtumfang auch wesentlich größer, schwerer (und damit unhandlicher) sind. Die Abbildungen im hier rezensierten Buch sind zwar klein, aber so gut reproduziert, dass in den meisten Fällen eine Bestimmung gelingen dürfte. Und auf die Abbildungen ist man auch angewiesen, denn der Text – insbesondere im Pflanzenteil – ist wenig hilfreich. Ein echtes Plus ist die Möglichkeit, akustische Erkennungsmerkmale über einen TING-Stift abzurufen. Die robuste Bindung dürfte eine häufige Nutzung bei Exkursionen gut überstehen. Und wenn es dann doch leiden sollte, kann man es leicht ersetzen, denn das Preis-/Leistungs-Verhältnis ist wirklich extrem gut.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Vorgänger war besser, 6. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In dieser Ausgabe fehlen plötzlich Pflanzen, die im Vorgänger noch enthalten waren. Zum Beispiel das Jakobskreuzkraut. Auch die
Fotodarstellungen waren im Vorgänger besser!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es ist imposant, es ist günstig - aber ist es praktisch?, 5. Juni 2013
Von 
Rene Granacher "Die Synkope" (Stockstadt am Rhein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
So ein bisschen bin ich hin- und hergerissen bei diesem Buch. Einerseits finde ich es beeindruckend, so viele Arten so kompakt an einer Stelle beschrieben zu haben - "da hat man doch mal alles zusammen!" Andererseits frage ich mich dann, ob es eigentlich praktisch ist, so ein Mini-Telefonbuch mit auf den Ausflug zu nehmen, wenn man vorher schon weiß, dass man nur bestimmte Teile davon benutzen wird. Könnte man mal die Vögel, Amphibien oder Pilze weglassen - indem es zum Beispiel statt eines einzigen gemeinsamen Bandes eine Box mit Einzelbänden wäre - hätte man weniger zu tragen.

Klar ist, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis bei diesem Buch hervorragend ist. Dabei meine ich mit Leistung nicht einfach die Zahl der Seiten oder der enthaltenen Arten, denn es gibt auch andere umfangreiche und sehr preisgünstige Bestimmungsbücher, die man trotzdem nicht empfehlen kann: wegen der mangelnden Qualität der Texte und Bilder. Dieses Buch hat die Qualität, die man von Kosmos gewöhnt ist, mit sehr guten Beschreibungen und Fotos.

Zu Bäumen habe ich auch den Einzelband von Kosmos und habe ihn natürlich mal mit diesem Kompendium verglichen. Im Einzelband findet sich eine Art pro Seite, hier sind es zwei. Um das zu schaffen, wurde zum einen die Schrift verkleinert, zum anderen die Fotos, zum dritten sind die Texte auch kürzer. Es fällt dabei auf, dass es sich nicht um gekürzte Versionen der Texte aus dem Einzelband handelt, sondern um neu verfasste Infos mit zum Teil anderem Schwerpunkt. Erstaunlicherweise hat durch die kleinere Darstellung zwar der Sinn der Verbreitungskarten gelitten, nicht aber die Informationskraft der (ebenfalls neuen) Fotografien.

Was meines Erachtens merklich gelitten hat, ist die Unterstützung beim Auffinden einer bestimmten Art. Wir kennen wahrscheinlich alle die Blumen- oder Vogelführer, bei denen ein Farbcode den schnellen Weg zur richtigen Färbung der Blüte bzw. des Gefieders weist. Darauf muss man hier verzichten, denn der Farbcode wurde unsinnigerweise an die Unterscheidung von Bäumen, Vögeln, Pilzen, Säugetieren usw. verschwendet. Das hätte man cleverer lösen können, etwa mit einem Griffregister für diese verschiedenen Reiche des Lebens und dann einer Farbcodierung in bewährter Form, wie oben beschrieben.

Unser Kosmos-Baumführer hat außerdem eine zusätzliche Findhilfe für den Winter, wo man Arten auch ohne Blätter identifizieren kann anhand von Rinde und Früchten. Solche kleinen Ergänzungen fehlen in diesem Sammelband natürlich auch - sonst wäre der sehr günstige Preis wohl gar nicht machbar gewesen. Es ist eben nichts vollkommen ...

Eine Neuheit hier ist noch die Codierung für den Ting-Stift, um die Rufe von Vögeln oder anderen Tieren im Buch hörbar zu machen. Das ist sicher nett, wenn man so einen Stift schon hat (oder passionierter Ornithologe ist), aber deswegen kaufen würde ich ihn mir nicht. Tatsächlich habe ich mir den Stift im Zusammenhang mit Kinderbüchern schon mal näher angeschaut, aber er hat mich da nicht überzeugt - weder von der inhaltlichen Relevanz der Hörbeispiele, noch von der Tonqualität aus dem Mini-Lautsprecher, auch nicht von dem etwas umständlichen Verfahren, um die Tondateien aus dem Internet auf den Stift zu laden, und zum guten Schluss auch nicht von der Wartezeit, bis die Files auf Anforderung abgespielt wurden. Bei uns wird also weiterhin ohne Ting bestimmt, ob mit diesem Telefonbuch oder Einzelbänden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Prima!, 24. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
NUr leider nicht für alles was mit dem Ting Stift zuentdecken, Hatte auf mehr info durch den Stift für meine Kinder gehofft.
Hätte etwas mehr sein können.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genialer Naturführer für die ganze Familie ..., 31. Juli 2013
Von 
HEIDIZ "Bücherfreak" (Heyerode) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Wenn man in der Natur unterwegs ist gibt es viel zu beobachten. Nicht über alles aber weiß man Bescheid, und so ist es bei uns „Tradition“, dass, wenn wir Wandern, meist ein Naturführer im Rücksack ist, mitunter auch die Becherlupe, weil wir von „Natur“ *g* aus neugierig sind.

Der Kosmos-Verlag hat in dieser Richtung ein umfassendes Sortiment – und so hatten wir letztens einen kompakten Tier- und Pflanzenführer entdeckt, weil der alte schon viele Jahre auf dem Buckel hatte und ein Austausch unumgänglich war, da sich die Seiten schon verabschiedeten usw.

BESONDERHEIT:

Konzipiert für den Einsatz eines Ting-Stiftes. Hiermit kann man, wenn man über ein solches Gerät verfügt, zu den meisten der abgebildeten Tiere und Arten die Gesänge, Rufe oder Laute hören. Zuerst muss das auf der Rückseite befindliche Aktivierungs-Logo berührt werden, das die Funktion sozusagen in Gang setzt. Der Stift muss nun mit dem einem PC mittels USB-Kabel mit dem Internet verbunden werden. Der Stift erkennt den Naturführer und die Audio-Dateien werden auf den Stift übertragen. Der Stift kann nun vom PC getrennt werden – alle Daten sind darauf gespeichert. Nun muss man lediglich auf das jeweilige Symbol tippen mit dem Stift und schon wird sozusagen gelesen und man kann die einzelnen Rufe usw. hören.

Inhalt und Gliederung:
=================

Das Buch ist sehr übersichtlich gegliedert. Es ist in Farben eingeteilt, die das Navigieren zum Kinderspiel machen.

Orange: Säugetiere
Gelb: Vögel
Rot: Reptilien und Amphibien
Blau: Fischer
Hellgrün: Insekten und sonstige Wirbellose
Dunkelgrün: Bäume und Sträucher
Weiß: Blumen und Gräser
Lila: Farne, Mose, Algen, Flechten und Pilze

Jede Seite ist gleich aufgebaut. Auf den ersten Seiten, die dem eigentlichen Naturführer voran gestellt sind, kann man doppelseitig die genaue Gliederungsstrategie nachvollziehen, so dass ein Nutzen des Buches kein Problem darstellt. Genannt und gezeigt werden jeweils Größe, Wissenswertes, Foto, Lebensweise, Verbreitung, Deutscher Name und wissenschaftlicher Name der Familie (daneben befindet sich das Ting-Symbol), Lebensraum/Vorkommen, Farbcode, Symbol, wichtige Merkpunkte)

Weiterhin einführend bekommt man einen Überblick über die Merkmale der Tiere und Pflanzen. Es folgt dann die Auflistung der Arten beginnend mit den Tieren und weiterführend mit den Pflanzen. Hier muss man sagen, dass das Buch natürlich nicht komplett alle Arten zeigen kann, aber die wichtigsten – also sozusagen für den Hausgebraucht und noch weit mehr sind im Buch enthalten. Bisher hatten wir noch kein Tier bzw. keine Pflanze, die wir nicht gefunden haben.

Auch werden Fragen beantwortet, wie: „Was isst der Pilz?“ und zu jeder Art werden einführend in das Kapitel die Besonderheiten genannt, die diese kennzeichnen.

Da das Buch mit seinen mehr als 1000 Arten und 4000 Abbildungen sehr kompakt ist kann man sich vorstellen, dass es übersichtlich gestaltet sein muss, damit der Nutzer in der Natur auch damit arbeiten kann. Dies ist hier zu 100 Prozent der Fall. Auch kommen die sachlichen Infos auf den Punkt, sind teilweise fett gedruckt, um noch besser ersichtlich zu sein und sich vom Text abzuheben. Auf engstem Raum bekommt man in diesem aufschlussreichen Arbeitsbuch wirklich jede Menge Informationen geboten. Die Infos sind teilweise in Textform gegeben, aber auch in Stichpunkten vorhanden. Die Texte sind für Jedermann verständlich und erklären die Pflanzen und Tiere nachvollziehbar, sodass man diese auch wirklich zuordnen kann und zudem noch viel dazu nebenbei lernen kann. Auch sind die Abbildungen zu den Arten sehr aufschlussreich, sehr aussagekräftig und farbenfroh. Man kann auch wirklich erkennen, was abgebildet ist und dies in der Natur (Realität) zuordnen.

Sehr viele detaillierte Angaben zu Besonderheiten der Arten, wie z. B. Angaben zu Zugzeiten, Wuchshöhe und Blütezeit bei Pflanzen usw. sind integriert, so dass ich nach eingehender Betrachtung und vielfacher Nutzung sagen kann, dass man mit diesem Naturführer wirklich einen Glücksgriff getan hat. Hier gibt es absolut nicht zu bemängeln. Sogar an einen abwaschbaren und das Buch vor Regen schützenden Schutzumschlag (transparent) ist gedacht worden.

Ich empfehle das Buch und sage: Topp Preis-Leistungs-Verhältnis !!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nachschlagewerk eher denn Bestimmungswerk, 30. Juni 2013
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Es ist kein Bestimmungsbuch und auch wenig dafür geeignet.

Warum Pflanzenwelt und Tierwelt nicht getrennt voneinander? So entstand ein 544 Seiten starkes Buch, das im Mangel zwangsläufig bei den einzelnen Beschreibungen von Tier- und Pflanzenart dadurch dünner ausfällt.
Die Beschreibungen sind wirklich spärlich und nicht immer gleich geartet. Mal liest man was über die Herkunft eines Namens, aber nichts über die bevorzugten Lebensorte oder Standorte. Mal liest etwas über Besonderheiten, zB dass eine europäische Lärche die einzige ist, die im Herbst ihre Nadeln abwerfen. Aber viel zu oft liest man bei Bäumen etwas über die Art des Holzes, das für Bauen wenig geeignet ist, oder mehr für Möbel geeignet ist. Letzteres interessiert mich doch gar nicht. Ich will etwas wissen über die Bestimmung der Bäume. Über Blattform, Rinde, Habitus, Wurzel. Ich will einen Baum bestimmen können. Ich will etwas wissen, über die Früchte, Vermehrung oder wie tief die Wurzeln sind. Ist es eine Pfahlwurzel, eine Flachwurzel? Darüber liest sich kaum etwas. Manchmal liest man etwas über die Verwendung einer Pflanze. Im Ganzen ist der Text jeweils ungeordnet, und eher ein Behelfstext. Es gibt einen kleineren Text mit Stichworten, aus denen man manches über das Vorkommen erfahren kann.

Zum Beispiel BACH-NELKENWURZ
Vorkommen: nasse Wiesen, Moorwiesen, Gräben, Bäche, Auwälder. Mitteleuropa, Asien, Nordamerika.
-Kronblätter weiss bis rosa
-Stängel aufrecht
-Nährstoffzeiger

Man erhält hin und wieder so einige Informationen, aber es kommt einen vor wie Auslese. Es hätte wirklich umfassender sein können, wenn man die Pflanzenwelt von der Tierwelt getrennt hätte, und beiden etwas mehr Seiten gegegen hätte.
Daher ist dieses Buch eher ein Nachschlagewerk, als man mit ihm in der freien Natur Bäume, Pflanzen oder Tiere hilfreich bestimmen zu können.
Bei aller Kritik, möchte ich allerdings auch sagen, dass man auch durch diese kleinen Texte einiges erfährt. Man wird durch das Buch durchaus gebildet.

Bei Tieren sieht es mit der Bestimmbarkeit etwas anders aus, weil die Bilder meist für sich sprechen und man leicht eine Beobachtung zuordnen kann.
Zu den Vögeln gibt es jeweils eine kleine Karte , die das Verbreitungsgebiet zeigt. Genauer unterteilt in Brutgebiet, evtl. ganzjähriges Verbeitungsgebiet, Durchzugsgebiet, und Winteraufenthaltsgebiet.

Abgehandelt werden anscheinend möglichst alle einheimischen Arten und wenn etwas bei uns nicht wächst oder heimisch ist, wird es auch nicht erwähnt.

Die sogenannte Ting-Technik, bei der man einen Ting-Stift kaufen muss (liegt nicht dem Buch bei!) kann ich nicht nutzen und daher nicht bewerten. Damit soll man durch ein kleines Codierfeld auf den Seiten die Tierstimmen hören können.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vollständige Übersicht - toll zum schnell mal nachschlagen!, 28. Juni 2013
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Ich besitze diesen Tiere- und Pflanzenführer nun schon seit 3 Jahren, und ich muss sagen, dass ich bisher immer fündig wurde in dem Buch. Besonders der Tiere-Teil ist bei uns sehr gefragt. Wenn wir im Garten ein unbekanntes Insekt, eine Schnecke oder einen Vogel o.ä. beobachtem, zücken die Kinder und ich sofort dieses Buch, und wir wissen, um was es sich handelt. Das macht wirklich Spaß, und man lernt noch viel dazu.
Jedes Tier / jede Pflanze ist farblich bebildert (Foto), und es stehen noch Infos zu Herkunft, Vorkommen, Größe, ggf Fressverhalten usw. dazu.
Die Sortierung geht nach Tier- bzw. Pflanzengruppen und innerhalb der Gruppe nach Tier- bzw. Blütenfarbe. Außerdem kann man im Inhaltsverzeichnis natürlich auch nach allem direkt suchen.
Klare Kaufempfehlung!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Top, 9. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Kann ich nur empfehlen. Gute Abbildungen, viele Fotos. Ich habe bisher keine Tier- oder Pflanzenarten vermisst. Guter Buchaufbau. Ich habe bereits die alte Auflage, und die neue ist noch ausgeweitet worden.
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