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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Selbsthilfe, 20. Juni 2014
Von 
Mapambulo "Mapambulo" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Familiars (Audio CD)
Schon vor drei Jahren geriet man unweigerlich ins Schwärmen, wenn man das golden schimmernde „Burst Apart“ des New Yorker Trios The Antlers auf dem Plattenteller zum Klingen brachte, die Meister der feingewirkten Grübelei hatten und haben einfach ein untrügliches Gespür dafür, wie man auf behutsame Weise schwermütige Gedanken zum Schweben bringt. Und von dieser Fähigkeit ist ihnen auf dem neuen, mittlerweile fünften Album nichts abhanden gekommen, sie haben nur die Mittel etwas variiert. Die neun Stücke stammen wieder allesamt aus der Feder von Sänger Pete Silberman – dieser hatte sich nach überstandener Blessur seines Gehörs zusammen mit Bandkollege, Multiinstrumentalist und Freund Darby Cicci vornehmlich dem Jazz gewidmet, John Coltrane und Miles Davis standen demnach ganz hoch im Kurs und es fällt nicht schwer, diese Einflüsse bei „Familiars“ herauszuhören. Neben Cicci gesellen sich noch eine Reihe von Gastmusikern zum Personal – Saxophon, Trompete, Euphonium, Tuba, die Bläsersektion begleitet einen durchgängig vom ersten bis zum letzten Song der Platte und gibt dem Sound der Antlers etwas sehr Feierliches, Anmutiges.

Wäre nicht Silbermans markanter Gesang, der von souligen Mitteltönen bis hin zur zarten Kopfstimme reicht, die Antlers könnten wohl Aufwand und Personalkosten gemeinsam mit den Tindersticks per Bandsharing halbieren. Auch hier samtpfötige Drums, verhaltene Tempi, ab und an mal ein verschämtes Gitarrensolo („Intruders“) oder eine überschaubare Wall Of Sound („Director“), alles bleibt bedächtig und zielt auf Langzeitwirkung. Länger im Gedächtnis verbleiben auch Silbermans eigenwillige Texte – diesmal hat er sich mit den Absonderlichkeiten der menschlichen Psyche beschäftigt. Worte wie multiple Persönlichkeitsstörung und Werwolf fallen da, es geht um das Biest, das ein jeder in sich trägt. „Can you hear me when I'm trapped behind the mirror? A doppelgänger roaring from my silent kind of furor? If you're quiet, you can hear the monster breathing… Do you hear that gentle tapping? My ugly creature's freezing“, singt er in „Doppelgänger“ und weiter: „Paranoia backward whispering on my shoulder, like a wasp is getting nervous, so if I shiver…“ Wären da nicht diese sanft schwingenden Lieder, es könnte einem himmelangst werden. Man gewinnt beinahe den Eindruck, Silberman hat mit dieser Musik nicht nur uns, sondern auch sich selbst einen großen Gefallen getan. mapambulo:blog
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "No guilt, no sorry speeches", 15. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Familiars (Audio CD)
Was für ein Album! Wenn man wie die Antlers schon mal ein absolutes Meisterwerk (Hospice) abgeliefert hat, wird man sich als Band immer daran messen müssen. Außer man macht noch ein weiteres grandioses Album, dass dem Leitwerk in nichts nachsteht aber doch völlig anders ist. Auch Familiars ist ein ruhiges, atmosphärisches Album mit ausbrüchen wie bei Hospice. Dennoch ist das Grundkonzept ein völlig anderes. Familiars setzt über weite Strecken auf Bläser und füllt seine Songs immer mehr aus. Gerade mal ein Song bleibt unter fünf Minuten und selbst das nur knapp. Die Songs sind keine Hits, taugen nicht für kompakte Singles und sind für sich allein nicht einmal halb so ausdrucksstark wie im Ganzen. Familiars ist ein Werk an dem jeder Song seinen festen Platz hat.
Schon der Opener und gleichzeitig Vorabsong "Palace" schafft eine wunderschöne, leicht traurige Atmosphäre aus Klavier und Bläsern, die zum Ende kraftvoll ausbricht, "Director" lässt die eher seltene Gitarre durch sein Outro wabern, das fast achtminütige "Revisited" rückt den Gesang, umspielt von Klavier und sanften Gitarren, in den Vordergrund, lässt dann aber wiederum Raum für ein zweiminütiges Gitarrenspiel. Dieses freischweben der Songs ohne sie in klassische Songmuster zu zwängen lässt Familiars sehr authentisch wirken. An diesem Album ist nichts überproduziert, der Instrumentensatz ist bedacht und stimmig und Sänger Peter Silbermann lässt den Songs viel Raum sich zu entfalten.
Lediglich das etwas schwergängige "Doppelganger" verliert sich in seinen sieben Minuten Spielzeit ein wenig, findet zu keinem Höhepunkt und ist damit als zweiter Track ein wenig sperrig. Wenn man sich allerdings auf das Album als ganzes einlässt finder man auch an "Doppelganger" Gefallen. Alles in allem ein außergewöhnlich gutes Album.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Film Noir im Kopf, 16. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Familiars (Audio CD)
vor einigen Wochen stieß ich auf die Vorankündigung für die neue Platte der Antlers und wenngleich ich meine Vorfreude ob der letzten schwächeren Scheibe dämpfen wollte, ertappte ich mich immer wieder dabei, wie ich bei amazon nachsah, wann Familiars denn nun endlich erscheinen würde. Irgendwie kündigen sich große Dinge vorher an oder die früheren Machwerke entfalten nochmals einen magischen Nachhall. Wer weiß?
Und so war es nicht weiter verwunderlich, dass Hospice, die letzte herzzerschmetternde Großtat der Antlers wieder häufiger auf meinem Plattenteller vorzufinden war, um die Wartezeit zu verkürzen.
Als es dann soweit war, schien die Erwartungshaltung wieder einmal viel zu groß, für das was dann folgen sollte. Denn seien wir ehrlich, mit Palace gleiten wir doch recht popig und seicht in das Album hinein. Lediglich an vereinzelten Stellen, an denen im Hintergrund die Bläser einsetzen, bekommt man eine Vorahnung von der Richtung, die die Antlers mit dieser Platte einschlagen wollen. Das Intro des folgenden Stückes Doppelgänger zeigt uns dann, dass sie uns mit dem Einstieg auf eine falsche Fährte gelockt haben. Von dem pompöse Pop-Gehabe ist fortan nichts mehr zu hören. Wir befinden uns nun in einer veregneten engen Gasse und folgen dunklen Gestalten durch die tiefe Nacht, aus Gründen, die wir nur erahnen können. So oder so ähnlich erging es mir beim Hören des zweiten Stückes. Die Instrumentierung ist ähnlich wie zuvor, aber in der Breite völlig herunterreduziert. Gesang und einzelne Instrumente treten in den Vordergrund und Schaffen dichte Klangflächen. Aus den Bläsern ist ein einzelner Trompeter geworden, der gemeinsam mit einem Streicher sowie einer schwerfälligen blueslastigen E-Gitarre ein unnachahmliches Film Noir Flair erzeugt, während der Frontmann mit weicher Stimme Unheilvolles verkündet.
Das Schöne ist, dass sich die Band in der Folge dafür entschieden hat, den Weg von Doppelgänger weiterzugehen. An manchen Stellen hebt sich die Düsternis etwas und zu Blues und Pop gesellen sich bisweilen dann auch Country-Einflüsse. Was unrund klingen mag, ist jedoch äußerst eingängig und schafft eine dichte Klangkulisse, die zu einem Markenzeichen der Kapelle geworden ist. Zugegeben, es ist nicht derart tiefgreifend und aufreibend, wie es bei Hospice zu hören war. Dennoch erscheint der Opener Palace zum Schluss nur wie eine blasse Erinnerung an ihr letztes schwächeres Album Burst Apart und hat somit die fünf Sterne voll verdient. An die gefühlten acht bis neun Sterne von Hospice, vermag es jedoch nicht heranzureichen. Aber das ist Jammern auf verdammt hohem Niveau!
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4.0 von 5 Sternen Wunderbares Album, mittelgute Vinyl, 14. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Familiars (Audio CD)
Zum Album an sich bleibt nur sagen, dass es ein wunderbares Stück Indiemusik ist, welches eigentlich ein Pflichtkauf darstellt für Leute die sich für melancholisch-lyrische Musik interessieren. jenen Kurs den die Band bei den Ep's wie z.B. Undersea eingeschlagen hat wird hier verfeinert. Die Streicher finden mehr Raum, ohne jedoch die Ästhetik zu bestimmen. Ich finde dieses Album sogar gelungener als das in Indiekriesen als Meisterwerk gepriesene Hospice.

Zur Vinyl: Die Scheibe ist lieblos gepresst worden. Sie besitzt leichte Schlieren, was kleine Soundbeinträchtigungen nach sich zieht und ist leider wellig; besonders die erste Platte. Das gesamte Album ist auf 2 LP's gepresst. Pro Seite 2-3 Songs. Die reine Soundqualität (Abmischung) ist gewohnt gut wenn auch nicht herausragend (trotz des großzügen Platzes der Songs auf der Platte selbst). Einige kleine Produktionsfehler gab es bei 2 Songs zu hören, ein kurzes Knacken also ist vernehmbar. Für knapp 19 Eu. alles zwar noch hinnehmbar (es gibt das Album als CD dazu), dennoch muss das nicht sein.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weltschmerz, 26. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Familiars (Audio CD)
Auch wenn es ein Klischee ist: Ein Album wie aus einem Guß. Album Nummer Fünf der Band aus New York ist wieder anders geworden als seine Vorgänger. Und nicht weniger gut.

Außer Gitarre, Synthesizer, Schlagzeug und Gesang gibt es diesmal vielfältige Bläser-Arrangements zu bestaunen.
Luftiger, ja am Ende fast schon einen Hauch sonniger klingt Silbermans Musik diesmal. Durch die ungewöhnliche Instrumentierung hat das Album einen leicht jazzigen souligen Klang. Musik für einen lauen melancholischen Sommerabend voller Melodien und schwermütiger Trompetenklänge die den manchmal zum Falsett neigenden Gesang Silbermans umrahmt und eine unglaublich intensive Athmosphäre erschafft. Getragen, majestätisch und erhaben erzeugen die mehrheitlich längeren Midtemposongs ein ums andere Mal Gänsehaut. Weltschmerz in jedem Ton.

Nach dem großartigen "Hospice" und "Burst Apart" der dritte große Wurf in Folge. Wird mich dieses Jahr bestimmt lange beschäftigen.

Anspieltipps: Director, Palace, Refuge
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