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am 8. Mai 2015
It wasn't peace i wanted
So it wasn't peace I found

- geradezu intim, eine CD mit diesen, persönliche Verletzungen bekennenden, Zeilen zu eröffnen. Und der Begriff der Intimität - der Intimität eines Zwiegesprächs mit dem eigenen Selbst und einem vom eigenen Sein verschiedenen Gegenüber - ist es, der die gesamte Aufnahme durchzieht, ihre Handschrift prägt, ihr Schattierungen der Uneindeutigkeit zwischen Schwarz und Weiß verleiht - die eigentliche Profanität von Beziehungsleben, -entfremdung und -untergang durch ein Mikroskop betrachtet. Ironie...?...nie!

Henry lässt den Hörer gleich an der gesamten musikalischen Sozialisation seiner Kindheit teilhaben, indem er die "Unsichtbare Stunde" im Song "Sparrow" wie einen seltsamen Flickerlteppich aus "Billy Nr. 8"und "Carry on, my Wayward Son" beginnt. Vom Ersten nimmt er das Gitarrenintro, vom Zweiten den Refrain, und da auch nur die ersten Akkorde, so in etwa bis "Carry on", um es dann geschickt in ein "linger on, your Pale Blue Eyes" übergehen zu lassen und die vorab zitierten Textzeilen fortzuführen. Soweit ist es geradezu eine, für Henry-Verhältnisse untypische, Eingängigkeit suggerierende Angelegenheit, die sich dann doch noch zu etwas wandelt, das man sich, wie nahezu alle Beziehungsarbeit, hart ringend aneignen muss: zuhörend, es sich nach-fühlend erschließend....(ein Grinsemännchen wäre hier angesagt)...in jedem Fall ist es sein eingängister Song seit Helena By The Avenue, von der inzwischen 25 Jahre alten, zu Invisible Hour fast in einer Art Zwillingsbeziehung stehenden Shuffletown-Aufnahme. Die wurde übrigens von einem gewissen T Bone Burnette produziert....

Doch dann fällt dieses Sich-darauf-konzentrieren, das Einlassen, nicht grade leicht, da es, vom ersten Song mit seinen nur scheinbar bekannten Melodiebögen abgesehen, Henry kaum gelingt Melodien mit Eingängigkeits- oder Merkpotential zu entwickeln....(ja, Melodien werden, wenn sie nicht vom Himmel fallen, entwickelt). Henry wird da mit seiner Dauerschwäche als Singer-Songwriter konfrontiert: Gleichförmigkeit - Gleichförmigkeit auch bedingt durch die Begrenztheit der Henry Stimme. Beides, die Schwäche der Melodien ebenso wie die Stimmlimitierheit, ist auf all seinen bisherigen Aufnahmen das zentrale Manko, oft, wie auch hier, überspielt von den wundervollen bis exzellenten Fähigkeiten seiner Mitmusiker - und selbstverständlich Henry's Produktionskompetenz. Hier sind diese Musiker ein leibhaftiger Greg Leisz an allen Gitarren, aktuell wohl der Großmeister aller punktgenauer Gitarrenarbeit, es ist die Stamm-Rhythmus-Mannschaft bestehend aus Jennifer Condos, E-Bass, David Piltch, mit fulminantem, auch gestrichenen, Stand-Up-Bass, sowie selbstverständlich Jay Bellerose, der einen Drum-Teppich nach dem andern webt. Und - zu meiner großen Überaschung: Henry hat auch in vorangegangenen Aufnahmen die fehlende Melodiehoheit seiner Stimme oftmals an andere Leadstimmen delegiert. Das reichte von Mick Taylor und Gary Louris über Chris Whitley und Ornette Coleman bis zu Don Byron, Solo-Gitarren und Solo-Sax bzw. die von Henry wohl sehr geschätzte, einer menschlichen Stimme am meisten ähnelnde, Klarinette. Alle gaben den jeweiligen Aufnahmen einen besonderen Thrill. Hier müsste das eigentlich Leisz leisten, doch der hält sich unglaublich bedeckt, lässt nur hier und da sein Können aufblitzen, ist zu einhundert Prozent mit akustischen Grundlagen beschäftigt, steuert nur hin und wieder, und für wenige Sekunden, den Sound einer Weißenborn als Duett-Stimme bei....nein, das ist es alles nicht, was überrascht, im Gegenteil, es unterstreicht die Intentionen dieser Aufnahme, des Künstlers und Produzenten Henry - Intimität eben. Doch dann gibt es da die gedoppelten Alt- und Tenor-Saxophone, die darübergespielten oder auch als Soloinstrument eingesetzten Klarinette und Bass-Klarinette von Levon Henry, seines Zeichens Sohn. Der ist zwar definitiv kein Coleman, das sind keine Soli, die dich schwindelig werden lassen, aber sie prägen sehr kunstvoll und eben das intime Moment akzentuierend den Sound, der Gesamtaufnahme in kleinen Soli und - versammelt oder gedoppelt - als Chorus. Und - weniger überraschend - sorgt eine gewisse Lisa Hannigan, laut Booklet-Text, dann auch irgendwo für den Stimme gewordenen Beziehungspart...

Kein leichtes Spiel für den Hörer. Wer von der seit Jahren eingänglichsten Henry Aufnahme spricht, nur weil Jazz-Momente nur noch in homöopathische Dosen platziert werden und Henry sich tatsächlich auf Folk konzentriert, der täuscht sich. Stattdessen ist nun der Hörer gefordert, Konzentration ist angesagt, die Ohren öffnen, die Augen, um die ausgesprochen kunstvollen Cover und Booklet mit Henry-Fotografien in Alt-Schwarz-und-Weiß zu schauen....was bei Henry's notorischer Geschwätzigkeit und reichlich phänomenologischem Getue nicht gerade einfach wird, versprochen:

Carry on, and me away, hey, look alive - the end of days, and our very blood tastes like honey now - wie komm ich nur drauf, dass Henry etwas mit Alice Munro oder Michael Ondaatje zu tun haben.....wollte?!
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am 19. August 2014
Joe Henry bleibt sich treu und schafft dennoch mit jedem Album ein Kleinod. Für all jene empfohlen, die gehobenes Singersongwriting schätzen.
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am 26. Juli 2014
Erstklassig gut ! Bla bla und wieder bla das geht immer so weiter weil mir dieses Kommentarsystem nicht gefällt und abgeschafft
werden sollte
33 Kommentare|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

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