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88 von 99 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Luhmann-Habermas Debatte als Sci-Fi-Movie!
Mal wieder ein toller Film, der an den Kinokassen leider untergegangen ist.

Snowpiercer ist entweder ein Science-Fiction/Actionfilm mit philosophisch-soziologischer Note, oder eine gesellschaftstheoretische und philosophische Debatte, die in einem Action-Korsett eingebettet ist.

Kann man sich aussuchen.

Worum gehts? (in Stichworten):...
Vor 13 Monaten von "Der_Misanthrop" veröffentlicht

versus
16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die vegebene Chance, einen richtig guten Film zu produzieren
Ein apokalytisches Szenario: Der Rest der Menschheit darbt sein Leben in einem futuristischem Zug. Die Oberschicht vorn, sich am vorhandenen Luxus labend, die Underdogs hinten, am Rande der Existenz vor sich hin wegetierend.

Keine schlechte Vorgabe für einen Endzeitfilm.

Doch leider ist das Ergebnis, wie bei so vielen, zuvor gehypten filmischen...
Vor 8 Monaten von Dr. Michael Folle veröffentlicht


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88 von 99 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Luhmann-Habermas Debatte als Sci-Fi-Movie!, 7. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Snowpiercer [Blu-ray] (Blu-ray)
Mal wieder ein toller Film, der an den Kinokassen leider untergegangen ist.

Snowpiercer ist entweder ein Science-Fiction/Actionfilm mit philosophisch-soziologischer Note, oder eine gesellschaftstheoretische und philosophische Debatte, die in einem Action-Korsett eingebettet ist.

Kann man sich aussuchen.

Worum gehts? (in Stichworten):
- düsteres Endzeit-Zukunftsszenario
- letzte überlebende Menschen in einem unentwegt fahrenden Zug eingesperrt
- Passagiere in Zug getrennt zwischen "Oberschicht" und "Unterschicht"
- Unterschicht will (mal wieder) Revolte anzetteln, um ihre prekäre Lebenssituation zu verbessern

Was sieht man in dem Film? (in Stichworten):
- einen Zug
- einen überzeugenden Chris Evans
- eine grandiose Tilda Swinton
- massenweise Action und Gemetzel (Brutalität hält sich aber in Grenzen)
- ein überraschendes, gutes und nachdenkliches Ende

Was gefällt an dem Film?
- Der Handlungsverlauf
- überraschende, unvorhersehbare Momente
- stimmige Action
- Der intelligente Inhalt
- Chris Evans (mal) als seriöser Darsteller
- Tilda Swinton
- John Hurt

Was kann nicht überzeugen?
- Die teilweise billigen Computer-Effekte
- einige wenige Logikfehler (der kleine Pelzmantel etc.)
- die dunkle Vergangenheit des Helden kommt irgendwie nicht glaubwürig daher.

So, jetzt kommt der Teil mit den SPOILERN, SPOILERN, SPOILERN, ab hier nicht weiterlesen, wer nicht zu viel erfahren will...
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Das eigentlich grandiose an dem Film ist die Philosophie, die dahinter steckt. Es werden dabei zwei verschiedene "Weltanschauungen" gegeneinandergestellt.
Zum einen hat man die "Klassenkampf"-Theorie der Unterschicht bzw. jene des Anführers, gespielt von John Hurt. Dabei geht es darum, dass die Unterschicht von der herrschenden Oberschicht ausgebeutet und unterdrückt wird. Ziel des Kampfes ist es, die soziale Ungerechtigkeit zu überwinden und die Klassen letztlich aufzulösen. Klassischer Marxismus halt. Das ist auch die Position des deutschen Philosophen und Intellektuellen Jürgen Habermas.

Die andere Theorie ist die der "Systemtheorie". Das Leben im Zug (und in der Welt?) ist ein in sich geschlossenes System, welches eine bestimmte Balance aufweist und nur in dieser Balance Bestand hat und funktionieren kann. Es ist eine Theorie, die alles rechtfertigt, was es in diesem System gibt, da es systemerhaltend ist und wirkt. So sind die soziale Ungleichheit, die Gewalt, das Stehlen der Kinder, die Genozide und sogar die Revolten und Aufstände nötig, um das Gleichgewicht im Zug aufrecht zu erhalten. Das ist vergleichbar mit der Position des deutschen Soziologen Niklas Luhmann (†).
Diese Theorie ist wesentlich perfider, da sie sogar die Theorie des Klassenkampfes inkludiert, aber sie insofern pervertiert, indem sie sie für die Aufrechterhaltung der Balance und somit der sozialen Ungleichheit rechtfertigt, und somit umkehrt.

Dies ist auch der Kasus Knaxus im Film.

Als der Hauptdarsteller Curtis (Chris Evans), der für den Klassenkampf und die Klassenüberwindung steht, nämlich am Ende des Films zu dem Erschaffer und Herrscher des Zuges gelangt, um diesen zu beseitigen, erwidert dieser, überzeugend gespielt von Ed Harris, dass er auf Curtis gewartet habe, da Curtis sein Nachfolger werden solle, um die Hierarchie und die Balance innerhalb des Zuges aufrecht zu erhalten.

Wilford (Ed Harris), der Herrscher des Zuges, geht sogar noch einen Schritt weiter. Er behauptet, dass der geistige Mentor von Curtis, von Wilfords Plänen gewusst habe und ständig mit ihm zusammengearbeitet habe und das auch die von ihm angezettelten Revolten nur dafür da gewesen seien, die Population zu reduzieren und das System im Zug stabil zu halten. Auch habe er gewusst, dass Curtis der neue "Führer" des Zuges werden solle.

Bezogen auf die Theorien von Habermas und Luhmann würde das in etwa bedeuten, dass Habermas garnicht die soziale Ungleichheit und das Klassensystem überwinden wollte, sondern mit der Systemtheorie konform geht und den Klassenkampf nur für die Erhaltung des Klassensystems will.
Ganz schön harter Tobak und eine ganz schöne Anschuldigung.

Curtis ist verständlicherweise extrem geschockt durch diese Behauptung, sein ganzes "Weltbild" gerät aus den Fugen und er muss sich entscheiden, ob er der neue "Führer" werden-, oder das gesamte System auslöschen soll.

Ich weiß, das ist meine Interpretation, und vielleicht lehne ich mich dabei ganz schön aus dem Fenster, aber man kann es durchaus so deuten.

Übrigens denke ich, dass die Besetzung von Ed Harris in der Rolle von Wilford eine ganz klare filmische Anspielung auf die "Truman-Show" ist. Dort verkörpert Ed Harris nämlich ebenfalls den Strippenzieher, als "Regisseur".

Ja, warum vergebe ich nur vier Punkte und keine fünf? Der Film ist gut, vielleicht sogar sehr gut, aber die fünf hat er nicht verdient, da er dann doch nicht das Zeug zum Klassiker oder Kultfilm hat. Trotzdem sehr sehenswert!
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47 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einmal um die ganze Welt, 8. Mai 2014
Von 
Blagger - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Snowpiercer (DVD)
Der traurige Überrest der Menschheit nach einer immensen Naturkatastrophe oder vergleichbarem Unbill gefangen in einem abstrusen Szenario - in diesem Fall einem Zug, der seit 18 Jahren unendlich die mittlerweile komplett vereiste Erdkugel umrundet. So weit, so abenteuerlich. In den hinteren Waggons darbt die ausgebeutete Unterschicht dahin, während es sich die herrschende Elite in der vorderen Luxusklasse gutgehen lässt. Es folgt der Aufstand, die Auflehnung gegen die unerträglichen Zustände - so weit, so vorhersehbar.

Die Grundidee und die daraus entwickelte Geschichte ist schon vielfach filmisch umgesetzt worden, da fallen einem fast zwingend der "Planet der Affen" ein, "Total Recall" oder die "Twelve Monkeys", um nur einige zu nennen. Regelmäßig wird daraus eine Mischung aus Actionfilm und philosophischer Allegorie, mal mit dem einen, mal mit dem anderen Schwerpunkt. Bei "Snowpiercer" halten sich beide Elemente in etwa die Waage. Auch wenn man sich nicht auf die tiefere Bedeutung des Szenarios einlassen mag, funktioniert "Snowpiercer" als Actionkino ganz ordentlich: die Handlung hat das richtige Tempo, die Schauspieler sind hervorragend (allen voran die großartige Tilda Swinton, aber auch Chris Evans und John Hurt), die Inszenierung ist trotz durchschnittlicher Tricktechnik ansehnlich. Dass bei einem derart konstruierten Szenario Logiklöcher nicht ausbleiben, darüber sollte man sich vorab klar sein. Zu bemängeln wäre, dass die Handlung zu wenig Überraschungen bietet.

Ob die philosophische Komponente über das Wesen der Menschheit und des Daseins nun eher plump oder eher tiefgründig ist, das liegt im Auge des Betrachters. Für diejenigen, die es gar nicht blicken, liefert einer der Protagonisten am Ende noch die mundgerechte Interpretation mittels eingängiger Weisheiten ab ("Der Zug ist die Welt, die Passagiere sind die Menschheit"). Das empfinde ich persönlich als etwas aufgesetzt und eigentlich als Beleidigung des Zuschauers, sofern man ein Hirn zwischen den Ohren als gegeben voraussetzt. Wie dem auch sei, immerhin geht "Snowpiercer" mit seiner ernsthaften und ernstgemeinten Gesellschaftskritik im Anspruch weiter als viele andere Actionfilme.

Insgesamt habe ich mich recht gut unterhalten und ein wenig zum Nachdenken angeregt gefühlt. Letzteres wäre bei einer weniger offensichtlich präsentierten Metaebene wohl intensiver ausgefallen und hätte den Streifen für mein Empfinden interessanter gemacht. Dennoch: sehenswert ist "Snowpiercer" allemal.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unschönes Abbild unserer grausamen Existenz, 2. April 2015
Rezension bezieht sich auf: Snowpiercer (DVD)
Kennen Sie den Hasensaal auf der sächsischen „Augustusburg“ , dessen geistiger Urheber Kurfürst August war?
Nun, auch damals ging es schon bei den Wandmalereien um den Aufstand der Hasen gegen die Jäger, der Schwachen gegen die Mächtigen.
Und was geschah, als die Hasen gesiegt hatten?

Doch jetzt zum Film, der in seiner Tiefgründigkeit noch ein ganzes Stück über die damalige, profane Hasengeschichte hinausgeht.

Qualität von Bild, deutsche Synchro und Schauspiel einwandfrei.

Aber das Wesentliche ist die Story und was der eigene Kopf daraus macht.

Oberflächlich ganz geschickt verpackt als düsterer Zukunftsfilm mit typisch amerikanischer Handschrift und ebensolchem Handlungsfaden.
Eine einfache Spartakushandlung: Aufstand der Minderprivilegierten gegen die Oberschicht.

Der Film wird sehr schnell abstoßend brutal.
Drakonische Strafen sollen die Ordnung aufrechterhalten.
Der Aufstand soll mit blutigen Mitteln niedergeschlagen werden.
Spätestens jetzt, wenn sich die Beteiligten mit Beilen und geschliffenen Messern abschlachten, möchte man den Film eigentlich ausschalten.
Doch einen Moment noch…hier wird nur das gezeigt, was die Menschheit in ihrer Vergangenheit und Gegenwart immer wieder genauso macht. Hier wird dem Zuschauer unverblümt gezeigt, wie es aussieht, wenn Menschen auf Schlachtfeldern dahingemetzelt werden. Und wer glaubt denn, daß es auf den Schlachtfeldern der Gegenwart „humanistischer“ zugeht?! Schon mal Nachrichten gesehen? Nur ganz am Rande werden da mal Bilder gezeigt von verwundeten Soldaten aus dem aktuellen Ukraine-Konflikt…mit fehlendem Arm.

Der Zug ist als Schauplatz sehr geschickt gewählt, in dem -und nur in dem- ein Überleben möglich ist.
Und in dem eben nur sehr begrenzte Ressourcen zur Verfügung stehen.

Wo ist der Unterschied zwischen diesem Zug und unserem Erdball?
Gibt es da überhaupt noch einen?
Was, wenn die Population in einem umgrenzten Lebensraum größer wird als das Angebot an notwendigen Gütern, Nahrung, Wasser?

Was geschieht, wenn eine Flucht aus den armen Ländern in die reichen stattfindet?

Nehmen wir dann alle diese Flüchtenden auf und gefährden damit unseren eigenen Wohlstand oder verteidigen wir ihn mit allen Mitteln?
Wie würden Sie das Problem lösen?

Fazit:
Der Film ist nicht schön, das will er aber gar nicht sein.
Er zeigt vielmehr unmaskiert die Gesetzmäßigkeiten unserer Existenz in dem "Zug", mit dem wir durch das Weltall reisen.
Er zeigt uns überdeutlich, wie wir gefangen sind in Kausalitäten und Notwendigkeiten.
Und wer den Film nicht bis zum Ende sieht, wird ihn auch nicht als gut empfinden.

Von der hintergründigen Qualität der Story evtl. vergleichbar mit „Syriana“.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Snowpiercer - Skurrile SF- Satire, unterhaltsam und intelligent!, 23. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Snowpiercer [Blu-ray] (Blu-ray)
Es musste ja so kommen, die Welt gerät aus den Fugen und taucht in eine neue Eiszeit.
Die letzte Rettung ist ein Zug, der autark durch die Eiswüste rast. An Bord die Gesellschaft der Erde von der "Unterschicht" bis zur "Elite".

Klar, dass es zum Verteilungskampf zwischen Arm und Reich um die Ressourcen kommt, ganz so wie wir es in der heutigen Welt bereits erleben. Und so hält uns der Film einen Spiegel vors Gesicht: durchaus philosophisch, aber auch ganz banal in Form von Brutalität und maßloser Gewalt! Vielleicht hat mich der Film mit dieser dunklen Zukunftsvision deshalb so unangenehm berührt (dieses komische Gefühl hatte ich schon bei "Elysium"), vielleicht war er mir aber auch zu etwas zu skurril.

Fazit: ein durchaus unterhaltsamer und intelligenter Film, der zum Nachdenken anregt. Mir persönlich hätte weniger Skurrilität besser gefallen, aber Bong Joon-ho wählte nun mal (zu Recht) dieses Stilmittel um der Entartung des Menschen und der Dekadenz unserer Gesellschaft eine Plattform zu geben.

Und dann bleibt noch dieser interessante Schluss - ein (Augen-)Blick für Hoffnung?
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Sci-Fi Action, 17. September 2014
Von 
Joe D. Foster (www.myrevelations.de) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Snowpiercer [Blu-ray] (Blu-ray)
Der koreanische Regisseur Bong Joon-Ho erlangte dank seiner Werke "Memories of Murder", "The Host", und "Mother" auch weit über seine Landesgrenzen hinaus Anerkennung. 2013 drehte er dann, in Zusammenarbeit mit Frankreich und den USA, in Polen seinen Science-Fiction Streifen "Snowpiercer", welcher nun auch hierzulande fürs Heimkino zu erstehen ist.
Die Handlung ist schnell erzählt. Die Menschheit hat es geschafft eine neue Eiszeit herauf zu provozieren, welche die ganze Welt in eisigem Griff hat. Draußen kann kein Mensch mehr überleben, also fährt der übrig gebliebene Rest in einem langen Zug durch die Schnee- und Eiswüste. Ganz wie es sich gehört, residieren die Reichen und Schönen in den vorderen Abteilen, während der Pöbel hinten im Dunkeln vor sich hin vegetieren darf. Es wird mit eisernem Regiment regiert, und es kommt wie es kommen muss! Unter der Führung von Passagier Curtis will man der elitären Gesellschaft an den Kragen, und eine Revolution bahnt sich an.
Die Geschichte ist so neu wie die Papyrusrolle, und dementsprechend kümmern wir uns mal ums Eingemachte! Darstellerisch hat Joon-Ho ein ganz ansehnliches Ensemble verpflichten können. Chris Evans hat sein Captain America Kostüm abgelegt, John Hurt steht ihm zur Seite. Tilda Swinton ist mit von der Partie, während Jamie Bell und Ed Harris die illustre Runde beschließen. Aus koreanischen Gefilden ist noch Sang Kang-Ho mit an Bord, und allesamt liefern wirklich überzeugende Leistungen ab! Tricktechnisch gibt’s den ein oder anderen Schnitzer zu begutachten, was insgesamt allerdings nicht wirklich als störend empfunden werden darf. Immerhin ist das kein Multimillionen schweres Hollywood-Projekt, sondern mit 40 Millionen Budget ja fast schon ein Low-Budget Filmchen! Natürlich hat diese Szenerie einen tieferen Sinn, den man gerne auf unsere Menschheit projizieren darf, im Endeffekt taugt das Ganze aber freilich auch ganz wertfrei als Sci-Fi mit gutem Actionanteil. Um die Hirnwindungen angesichts der Holzhammerkritik an den Systemen von uns Erdenbürgern nicht gar zu sehr anstrengen zu müssen, gibt’s am Ende zwar noch ein paar eindringliche Worte. Das wäre in der Form nicht zwingend nötig gewesen, schmälert den Sehwert von "Snowpiercer" aber dann auch nicht weiter. Insgesamt wurde hier kein neuer Meilenstein des Genres geschaffen, aber wer sich hiervon angesprochen fühlt, der wird auch seinen Spaß mit dem Teilchen haben!
Technisch kann man die Blu-ray nur als gelungen bezeichnen. Scharfes und sattes Bild, gute Tonkulisse. Im Bonusbereich finden sich noch ein Making-Of , ein animierter Clip und die übliche Programmvorschau.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mikrokosmos unserer Gesellschaft !!, 4. Oktober 2014
Von 
Achim Kraft "Ockermalf" (KLeve, Niederrhein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Snowpiercer [Blu-ray] (Blu-ray)
oder "Eine Parabel des Zusammenlebens von Reich und Arm". Über sowas hätte ich hier schreiben können, aber wer will das schon
lesen. Die Story ist ausgesprochen innovativ im Zusammenhang mit der "Voll auf die Fresse" - Art wie dieser Film gemacht wurde.
Kein Hochglanzstreifen a la Hollywood, sondern ein dreckiger Film der sich der trostlosen Umgebung und den hoffnungslosen
Existenzen anpaßt. "Captain America" Chris Evans kann deutlich mehr als geleckte Superhelden, Tilda Swinton ist als hysterische
Ministerin Mason (so eine Art Frl. Rottenmeier aus dem vorderen Teil des Zuges) super unterhaltsam und Son Kangho ist als
drogensüchtiger Sicherheitsexperte immer für eine Überraschung gut. Beim Ansehen dieses Films immer bedenken: "Der Zug
ist die Welt und wir sind die Menschheit".
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Snowpiercer Scifi mit neuer Idee, 27. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Snowpiercer (Amazon Instant Video)
Snowpiercer spielt nicht zu weit in der Zukunft - durch den Einsatz von CW7 wurde die Erde in eine Eiszeit geworfen. Nun gibt es nur noch die Menschen in einem Zug welcher in einem Schienennetz um die Welt fährt - eine erfrischend neue Idee für ein Endzeit Szenario. Es wurde auch glaubwürdig umgesetzt. Es geht natürlich auch um den Konflikt zwischen Arm (am zeugende) und Reich (ganz vorne im Zug) und allem was dazwischen liegt. Toll gemacht und mit viel Action. Sollte man definitiv gesehen haben.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ideal für Fans dystopischer Themata, 18. September 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Snowpiercer (DVD)
Die gute alte Erde hat den Klimawandel schlecht überstanden, sie ist in eine Eiswüste verwandelt. Lediglich der Zug eines Multimillonärs rast auf einem eigens vorher zusammengelegten Schienensystem rund um den Globus. Im Inneren der unermüdlich vorwärts stampfenden Maschine, die sich aus vom Zugwagen aufgespießten Schneemassen speist, lebt eine Zweiklassengesellschaft. In der Holzklasse vegetieren die Ärmsten der Armen, in der ersten Klasse reisen die Reichen und Schönen. Dazwischen befindet sich eine bis an die Zähne bewaffnete Truppe, deren Auftrag darin besteht, die Zweiteilung aufrecht zu halten.

Was nun geschieht, ist in der Anlage der Geschichte vorgezeichnet: Diejenigen, die ganz unten sind, wollen nach oben. Ob der diktatorische Zugführer damit einverstanden ist? Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt, und es stellt sich die Frage, ob es wirklich etwas bringt, die Herrschaft über einen Zug zu erringen, der sich wie ein Perpetuum Mobile bewegt.

Interessantes Thema, das regietechnisch gut umgesetzt und personell brillant besetzt wurde. Ideal für Filmfans, die sich für dystopische Themata begeistern.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen simpel, aber gut, 4. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Snowpiercer [Blu-ray] (Blu-ray)
Wer einen realistischen Film oder eine realistische Umsetzung erwartet, ist fehl am Platz. Die Handlung ist schnell erzählt: unterdrückter Teil der Gesellschaft im hinteren Zugende macht sich revolutionär und gewaltsam auf den Weg nach ganz vorne. Die Gesellschaftskritik kommt nicht subtil daher, sondern wird einem mitten aufs Auge gedrückt. Die Geschichte ist wirklich nicht kompliziert, aber es gibt zum Ende hin doch die eine oder andere überraschende Wendung, auch wenn diese sich schon Vorher ein klein wenig erahnen lässt.

Das Budget des Films war wohl recht eingeschränkt. Das macht sich hier und da bemerkbar, stört aber nicht weiter. Der Film zielt ohnehin icht auf einen möglichst großen Realismus ab.

Ich wurde den ganzen Film über gut unterhalten und man kann auch überlegen, ob der Film eine gesellschaftspolitische Aussage oder Moral hat und ob man sich dieser anschließen mag.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bildgewaltiges Drama, 10. Januar 2015
Von 
Peer Sylvester "peerchen" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Snowpiercer [Blu-ray] (Blu-ray)
Snowpiercer ist ein Zug, in dem alle Überlebenden der Menschheit leben, nachdem die Welt eingefroren ist. Chris Evans Charakter lerbt im hinteren Teil des Zuges, in dem die Menschen in großer Armut leben. Er versucht die Lok zu erreichen, die Kontrolle zu übernehmen und so eine gerechtere Gesellschaft aufzubauen.
Zwei Sachen müssen vor dem Filmgenuß klar sein:
1.) Die Geschichte ist ein Drama. Trotz aller Action ist dies kein Wohlfühl-Action-film. Im Prinzip wird es mit jedem "Kapitel" immer alles schlimmer.
2.) Es ist nicht alles wörtlich zu nehmen. Natürlich ist das Setting (ein Zug fährt immer um die ganze Welt) Unsinn. Natürlich machen die Zugabteile nicht alle wirklich sinn (ein Abteil nur für Sushi, das einmal im Jahr gegessen werden kann?). Aber diese Elemente sind eben nur Stilmittel. Sie unterstreichen die Klassenunterschiede, die Dekadenz etc.
Im Prinzip geht es um den Kernpunkt: Was kann/muss man in Kauf nehmen, wenn es um das Überleben der Menschheit geht? Ist die Chance, überhaupt zu überleben, es wert, wenn man quasi als minderwertig behandelt wird? Wer diese Themen ausblenden will, dem bleibt fürwahr nicht viel vom Film übrig.
Ja, der Film ist actionhaltig. Ja, er ist ungemein bildgewaltig (Was immer man von der Handlung halten mag: Cineastisch ist der Film über alle Zweifel erhaben). Aber es ist eben auch irgendwo anspruchsvolle Kunst, auf die man sich einlassen muss. Gelungen ist in meinen Augen übrigens besonders das Ende, obwohl gerade das viel Kritik einstecken musste.
Dieser Film ist wirklich nur für Liebhaber anspruchsvoller Actionkost. Popkornkino ist anders.

Ein Kritikpunkt der Blue-Ray: Leider bietet die keine englischen Untertitel. Mal davon ab, dass die beim Zuschauen der Originalfassung helfen: Zwei Figuren sprechen nur koreanisch und werden nur in deutsch (oder gar nicht) untertitelt. Hört man sonst englsich und liest deutsch ist das in meinen Augen ein kleiner Stilbruch - Wäre es wirklich so schwierig gewesen, die englischen Untertitel mit auf die Blue Ray zu packen?
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Snowpiercer [Blu-ray] von Bong Joon-Ho (Blu-ray - 2014)
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