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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herbert Wernickes Meisterinszenierung
Dies ist eine der ganz großen Inszenierungen der Opernbühne. Herbert Wernickes in grandiosen, athmosphärisch dichten Bildern präsentierte Elektra, ist psychologisch bis ins Detail ausgelotet. Die Bildsprache ist involvierend von elektrisierender Substanz. Sängerisch hervorragend das Ensemble. Linda Watson singt die Elektra sehr überzeugend...
Veröffentlicht am 12. Dezember 2010 von Hans-Georg Seidel

versus
3 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Braucht kein Mensch
Es gibt gute "Elektras" auf DVD. Diese hier braucht kein Mensch. Watsons brüchige Stimme, das Gezirpe von Uhl, schon nach 15 Minuten ist man völlig genervt, wenn man weiß, wie diese Oper klingen kann. Henschels Klytämnestra erwartungsgemäß eine Bank, aber warum nur kommt inzwischen jeder Murks in die Läden?
Veröffentlicht am 10. Dezember 2010 von Pretender


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herbert Wernickes Meisterinszenierung, 12. Dezember 2010
Von 
Hans-Georg Seidel "opera" (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Richard Strauss - Elektra (DVD)
Dies ist eine der ganz großen Inszenierungen der Opernbühne. Herbert Wernickes in grandiosen, athmosphärisch dichten Bildern präsentierte Elektra, ist psychologisch bis ins Detail ausgelotet. Die Bildsprache ist involvierend von elektrisierender Substanz. Sängerisch hervorragend das Ensemble. Linda Watson singt die Elektra sehr überzeugend und darstellerisch auf den Punkt. Jane Henschel ist eine herausragende Klytämnestra ebenso wie Manuela Uhl als Chrysothemis. Auch Albert Dohmen als Orest und Rene Kollo als Aegisth singen rollendeckend. Thielemann gestaltet orchestral sinnlich dicht und involvierend. Diese Inszenierung überzeugt aber insgesamt durch die atemberaubende Athmosphäre, diese Gesamtheit aus Inszenierung, Bühnenbild und Schauspieler-Gesang. Ein Meisterwerk, daß man sehen sollte.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Patrice Chereau`s Vermächtnis, 20. Juni 2014
Von 
wandererthomas (Unterfranken, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Elektra (DVD)
Bewertet man ein Kunstwerk anders vor dem Hintergrund, dass es das letzte Werk des Künstlers war, er kurz danach gestorben ist? Wenn Patrice Chereau zum Schlussapplaus zwar gezeichnet aber voller Freude mit seinen Sängern an die Rampe stürmt, dann ist das einer von vielen Momenten dieser DVD, bei denen man gerührt ist, bei denen man Gänsehaut fühlt. Und wenn sich bei der Wiedererkennungsszene der Geschwister der Pfleger des Orest (Franz Mazura) und der alte Diener (Donald McIntyre) sich in die Arme fallen, stehen doch fast 40 Jahre Operngeschichte vor uns. Da ist es schwer, objektiv zu bleiben. Und was hat uns Chereau nicht alles geschenkt, gerade die Wagnerianer sind im Dank schuldig, sein Ring ist ein Klassiker, wenn auch wie bei Klassikern mit schon etwas Patina, seine Cosi fan tutte, der Tristan...
Aber ohne alle Nostalgie, Chereau hat nochmal ein Meisterwerk hinterlassen, seine große Kunst dokumentiert, gezeigt, dass modernes und aktuelles Musiktheater immer noch ohne verkopftes Dramaturgengeschwätz möglich ist, dass keine andere Geschichte erzählt werden muss. Man muss es wohl halt können, intensiv mit den Sängern arbeiten, auf die Musik hören. So gestaltet er eine Elektra ohne jeglichen Schauereffekt und doch schauerlicher als viele andere Inszenierung. Vor einem typischen Peduzzi-Bühnenraum, wie er sich uns seit dem Walkürenfelsen eingebrannt hat, eine Treppe verbindet das so wichtige oben und unten ("ich will hinunter"!), Dunkelheit herrscht vor, das Geschehen wird in den fast stets präsenten Mägden und Dienern gespiegelt gespiegelt, ein Meisterwerk der Personenführung, nicht mehr, nicht weniger.
Und alle spielen mit, von den genannten Veteranen, über die individuell gezeichneten Mägde bis zu den Titelrollen. Evelyn Herlitzius gibt die Vorstellung ihres Lebens, eine völlige, auch körperliche Hingabe an die Rolle, wann hat man so eine tanzende Elektra gesehen, die ihre Knie wirklich hebt, wenn sie über Leichen ziehen will. Auch gesanglich ist das eine Meisterleistung, ich will da nicht in das generöse "Bühnenpräsenz überspielt gesangliche Mängel" verfallen (dafür ist Herr Kesting zuständig), nein für mich ist sie auch gesanglich überzeugend in dieser Mörderpartie, interessanterweise klingt sie hier auch deutlich schöner als in Thielemanns Mitschnitt aus der Berliner Philharmonie. Waltraud Meier ist als Klytemnestra noch immer die Grande Dame, noch immer die Herrscherin im Hause, Adrianne Pieczonka eine garnicht passiv leidende sondern leidenschaftliche Frau. MIkhail Petrenko gibt den Orest zuerst mit nachtschwarzen, erzernen Bass, Franz Mazura gauzt seine kurze Stelle genauso scharf wie früher seinen Klingsor, Tom Randle ist ein ungewöhnlich schönstimmiger Ägisth. Und mit allen hat man letztlich Mitleid, hat Verständnis, vor allem Elektra und Klytemnestra sind keine Monster, sondern in ihrer ausweglosen Familiengeschichte gefangen, aus der es eben keinen Ausweg gibt, nur zwei Tote mehr, nichts hat sich geändert am Ende, Orest flieht erschöpft, Elektra sitzt einfach da und Agamemnons Thema triumphiert in seinem schauerlichen C-Dur, keine Erlösung, nicht der Bote einer Erlösung. Ein großer Kritiker wie Joachim Kaiser könnte vielleicht schreiben: eine aus tiefer Humanität geprägte Inszenierung...
Eine so außergewöhnliche Regieleistung stimuliert dann auch Dirigent und Orchester. Esa-Pekka Salonen, komponierender Dirigent am Pult, da wird bestimmt bald das Bild des analytischen Dirigats bemüht werden. Das stimmt schon, greift aber zu kurz, denn Salonen kommt endlich nach 50 Jahren an Karl Böhms kantige, oft wie gemeißelt klingende Deutung heran, hat Mut zu Größe, Monumentalität und - Pathos. Insoweit gerade diametral gegenüber Thielemanns Weichzeichnung mit der Staatskapelle Dresden. Ja natürlich, Strauss wollte angeblich seine Elektra wie Elfenmusik gespielt, ein Hintertreppenwitz der Interpretationsgeschichte, genauso wie das in den tiefen Graben versenkte herrliche Ringorchester, das ist zwar eine andere Geschichte, gehört für mich aber doch daher. Salonen zeigt Größe und Schroffheit, aber auch die Lyrik und den Schmerz der Elektra ohne die oft übliche klangliche Zurückhaltung. Dazu sitzt man klanglich fast wie im Orchestergraben, Klytemnestras Auftritt nimmt den Sacre du Printemps so voraus, die schauerlichen Klänge zu Klytemnestras Traumerzählung, die perkussive Wucht von Elektras Tanz seien nur als Beispiel genannt.
Die besondere Qualität ergibt sich auch aus den Produktionsbedingungen: Keine schnell an einem Tag abgefilmte und aufgenommene Doku, sondern eine genuine Filmfassung des Regisseurs Stephane Metge, zwei Aufführungen komplett mitgeschnitten und bei Proben mit der Kamera auf der Bühne ganz nahe bei den Sängern. Und musikalisch wurde wohl auch - wie früher üblich - eine Idealaufführung zusammen geschnitten und an einem Klangbild gearbeitet, dass die Sänger stets präsent darstellt, die Orchesterwucht aber nicht dämpft.
Zum 150igsten Geburtstag hat Richard Strauss in Deutschland ja mehr Schelte als positive Würdigung erhalten, seine Geschäftstüchtigkeit und sein Verhalten im dritten Reich sind da immer das Hauptthema. Insoweit kommt diese Elektra aus Aix en Provence gerade recht, Strauss musikalische Bedeutung zu würdigen, ein wirklich passendes Geburtstagsgeschenk. Und noch eine schöne Erinnerung an einen großen Regisseur.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer hören kann und will - eine Elektra mit lyrischen Seiten, 18. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Richard Strauss - Elektra [Blu-ray] (Blu-ray)
Diese DVD ist für diejenigen ein großer Gewinn, die Elektra einmal gesungen und mit allen lyrischen Aspekten hören möchten und auf das oft gehörte Getöse und Gekreische in Elektra verzichten können (und wollen).

Denn wo hat man je eine so differenzierte, flexible und auch die lyrischen Momenten der Partitur betonende Elektra gehört, als hier von Christian Thielemann mit den Münchnern Philharmonikern? Und das eingebettet in Wernickes schlichter, klarer Inszenierung und Sängern, die dieses Konzept tragen und auch tragen können.

Linda Watsons Elektra ist nämlich einerseits saftig mit Volumen und Durchschlagskraft, also eine echte Hochdramatische, aber sie ist eben auch in der Lage sehr zart und mädchenhaft zu singen. Und Manuela Uhls jugendlich-dramatischer Sopran klingt jung und unverbraucht und doch warm. Die gefürchteten hohen Klippen der Partie machen ihr keinerlei Probleme. Dabei ist Uhl rollengerecht ein Mädchen, dass erst noch ein Weiberschicksal, das leben und Leben geben, das aus diesem blutigen Familienkreislauf heraus will. Jane Henschel, Albert Dohmen und Rene Kollo überzeugen ebenfalls.

Aber diese vielen Seiten von Elektra muss man eben hören, hören wollen und hören können. Wer also Elektra mit allen, von Strauss gewollten, Differenzierungen erleben will, der ist mit dieser Aufnahme bestens beraten, der wird womöglich sein "Elektra Wunder" erleben und das Werk u.U. neu und anders kennenlernen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Vermächtnis von Patrice Chereau, 27. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Elektra [Blu-ray] (Blu-ray)
Bei der Beschreibung der Blu Ray hat man sich bei Amazon wohl zu Tarantinos Klassiker Kill Bill verirrt. Der ist zwar ähnlich blutrünstig wie Elektra von Richard Strauss, die Hauptdarsteller bzw. Sängerinnen dieser Produktion aus der Provence sind aber nicht Daryl Hannah, sondern Evelyn Herlizius und Waltraud Meier.
Ansonsten gibt es nur Gutes zu sagen, ich denke, die beiden hochdramatischen Soprane bzw. der Mezzo von Waltraud Meier sind die Idealbesetzung für dieses Klangspektakel, in dem endlich einmal nicht nur geschrien wird. Beide gestalten ihre Rollen kongenial, auch die restlichen Partien sind sehr gut besetzt, nur der Aegisth bleibt sowohl darstellerisch als auch stimmlich farblos. Wenn man denkt, das dies die letzte Produktion des französischen Regisseurs war, der kurz darauf starb, dann könnten einem die Tränen kommen.
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3 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Braucht kein Mensch, 10. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Richard Strauss - Elektra (DVD)
Es gibt gute "Elektras" auf DVD. Diese hier braucht kein Mensch. Watsons brüchige Stimme, das Gezirpe von Uhl, schon nach 15 Minuten ist man völlig genervt, wenn man weiß, wie diese Oper klingen kann. Henschels Klytämnestra erwartungsgemäß eine Bank, aber warum nur kommt inzwischen jeder Murks in die Läden?
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0 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Elektra pünktlich erhalten, 1. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Elektra (Broschiert)
Alles in beste Ordnung, danke. Das produkt war so wie erwartet und in gutem Zustand. Mythologie ist wertvoll für das verständnis der gesellschaft.
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Elektra
Elektra von Patrice Chéreau (DVD - 2014)
EUR 29,99
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