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5.0 von 5 Sternen "Revolution starts with me", 28. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Imaginary Enemy (Audio CD)
Wahre Worte, die man von einem The Used-Album bisher nicht so zu hören bekommen hat. Ausgezeichnet hat sich die Band um Sänger Bert McCracken bisher mit sehr persönlichen Texten über Verzweiflung, verlorene Liebe und Hoffnungslosigkeit. Umso erstaunlicher ist, dass "Imaginary Enemy" ein verdammt politisches Album geworden ist.
Schon das Cover verrät, dass hier die Politik eine große Rolle spielen wird. Bilder verschiedenster Personen, die mal mehr, ma weniger mit Politik zu tun haben, mit roten Balken vor den Augen. Man erkennt beispielsweise Putin, Obama, Kim Jong-un, den letzen und den aktuellen Papst, Martin Luther King, Hillary Clinton, Sänger Bert McCracken und viele andere. Im Zentrum steht jedoch ein aufgehängtes Herz - viel Interpretationsspielraum. Auch das Logo des bandeigenen Labels GAS Union, Hammer und Sichel, deutet auf Politik hin.
Das alles klingt schon mal sehr vielversprechend, also Radio an, CD rein und los geht's. Track by track, um die Übersicht zu bewahren:

"Revolution"
Der Opener beginnt mit einer kurzen Spoken Word-Performance, dann wird gefühlt aus allen Rohren gefeuert, eine große Soundwand wird aufgebaut, dann beginnt Bert McCracken die erste Strophe, wobei schon die Lyrics genau das halten, was das Cover verspricht. Sehr direkt geht die Nummer nach vorne, besonders der Refrain hat absolutes Ohrwurmpotential. Auch auf Berts geniale Screams muss man nicht verzichten, wenn er "Revolution starts with me" rausbrüllt und das Lied nach den doch recht punkigen ersten zweieinhalb Minuten fast zu einem Hardcore-Kracher mutiert, wird klar, dass hier etwas ziemlich geiles entstanden ist.

"Cry"
Die Vorabsingle "Cry" beginnt sehr Synthie-lastig, wird dann zu einer bassgetriebenen Alternativ Rock-Nummer, die besonders im Refrain ihr Stärke ausspielen kann. Musikalisch wird hier auch einiges geboten, die Synthesizer stehen im krassen Kontrast zum brutalen Breakdown, der dem Hörer unerwartet ordentlich auf die Fresse gibt und sehr hart daherkommt. Textlich könnte die Nummer auch von einem anderen Album der Jungs stammen, da der Text doch wieder persönlich ist. Jedenfalls macht "Cry" Spaß, auch wenn die Strophen teilweise etwas schwächeln.

"El-Oh-Vee-Ee"
Ja, das heißt LOVE. Aber auch wenn man jetzt denkt, dass dieser anfänglich so sanfte Rocker nichts mit Politik zu tun hat, der irrt. Ein Gesellschaftskommentar, der mit Kapitalismus und organisierter Religion abrechnet und der textlich gut und gerne von Anti-Flag hätte stammen können. Nach zwei Minuten wird dann auch deutlich, dass hier jemand verdammt wütend über die Umstände ist und so kracht mal wieder ein harter Breakdown rein. Dann wieder der großartig melodische Refrain, in dem etwas essentielles gesagt wird "You can keep the money // cause all we need is El-Oh-Vee-Ee, Love"

"A Song to Stifle Imperial Progression (A Work in Progress)"
Es folgt einer der besten Songs, die The Used je aufgenommen haben. Die Abrechnung mit dem Krieg gegen den Terror, das Überbringen der "Demokratie" und allen anderen Kriegen, die die USA noch so führen, nämlich den Krieg gegen Drogen und Armut. Musikalisch verpackt in einen genialen Hardcoresong mit einem überragenden Refrain, der verdammt catchy ist und textlich brillant auf den Punkt gebracht wurde. Auf den drei folgenden Seiten im Booklet folgen Erklärungen zum War on Terror, War on Drugs und War on Poverty, die sehr lesenswert sind und die man sich auf jeden Fall zu Gemüte führen sollte. Man kann teilweise über leise Ironie lächeln, muss aber sehr oft einfach nur den Kopf schütteln und sagt sich fast automatisch "No way, USA!"

"Generation Throwaway"
Nach dem harten "A Song to Stifle Imperial Progression (A Work in Progress)" kommt "Generation Throwaway" sehr poppig daher, aber die Nummer ist sofort im Ohr und geht da auch nicht mehr so schnell raus. Der Text ist wieder verdammt kritisch und bezieht sich auf soziale Ungerechtigkeit, vermittelt aber eine wichtige Botschaft - um die Revolution zu erreichen, darf man nicht aufgeben und muss dafür kämpfen. Musikalisch bleibt es diesmal vergleichsweise ruhig und der großangelegte Chorgesang vermittelt etwas sehr wichtiges: Zusammenhalt.

"Make Believe"
Bassgetragen kommt die Nummer daher, die in den Strophen recht ruhig ist und in den Refrains etwas lauter wird, auch wenn man auch hier nicht übertreibt. Der Text ist wieder große Klasse und zeigt eigentlich etwas sehr einfaches: man sollte genau das machen, was man selbst für richtig hält und sich nicht von außen steuern lassen. Auch wenn es etwas ruhiger dahergeht, wird die Nummer nicht langweilig und man sollte wirklich mal drüber nachdenken, wem man selbst hinterher rennt.

"Evolution"
Wo die Revolution ist, war auch mal eine Evolution, die in den Gedanken der Menschen etwas geändert hat. Darum geht es hier, in einem weiteren recht ruhigen Titel, der etwas an Kirchenmusik erinnert. Es geht in den Lyrics um den Menschen, der fähig ist, selbst zu denken und er selbst zu sein, ohne sich zu verstellen. Also geht es nur um wenige Menschen... Die Bridge wird musikalisch dann hoch dramatisch und bedrohlich, ohne in Geschrei auszuufern, nein, die Instrumente erzeugen nur eine äußerst unruhige Atmosphäre.

"Imaginary Enemy"
Der Einstieg erinnert an alte Punknummern, simple Bassline und Drums, dann Gesang - Nostalgie-Feeling. Der Refrain geht sofort in die Beine, ist tanzbar, ohne seinen rockigen Charakter zu verlieren. Der Text überzeugt wieder mit starker Kritik, die sich diesmal auf genau das bezieht, über das gesungen wird - eingebildete Feinde, die selber keine Ahnung haben, wie sie in diese Situation gekommen sind. eigentlich ist das hier genau das, was einen Punksong ausmacht.

"Kenna Song"
Wieder wird es recht ruhig und sehr eingängig. Und es wird genau über das gesungen, was Musik ausmacht. Musik kann vielleicht nicht die Welt verändern, aber ganz sicher einzelne Menschen. Musikalisch ist das hier sehr einfach gehalten, im Refrain hört man "Ohohoh"'s, aber die kommen einfach verdammt ehrlich daher, sodass es zu keiner Sekunde peinlich wird. Hier wird Musik zelebriert, die Jungs stehen hinter ihren Aussagen und vermitteln uns mit der Gänsehautstimmung im Lied, dass hier noch nichts verloren ist.

"Force Without Violence"
Es folgt ein Lied, das auf der eine Seite aussagt, dass wir uns alle ändern müssen, um Veränderungen zu erreichen, auf der anderen Seite wird eine wichtige Frage gestellt: Gibt es Macht auch ohne Gewalt? Kurz gesagt: die Lyrics sind sehr hintergründig und keine platten Parolen. Die Musik bleibt ruhig, dann platziert sich am Ende des Songs ein geflüsterter Spoken Word-Teil, der a capella halb gerappt wird. Auch dieser Text ist sehr klug, auch wenn man doch eine unbändige Wut heraushören kann.

"Overdose"
Der Abschluss wird mit "Overdose" nochmals etwas persönlicher, es geht nochmals um Liebe, aber auch hier wird etwas wichtiges zur Sprache gebracht "But to get love // you have got to give love". Musikalisch ist dieser letzte Titel nochmals etwas ruhiger gehalten, aber der Refrain brennt sich im Gehirn fest ein.
Übrigens lohnt es sich, etwas zu warten, da ab 7:41 der Hidden Track "Red Heart" startet, der sich über sieben Minuten erstreckt. Zuerst denkt man, dass hier wieder ein Ambient-Track präsentiert wird und die ersten Minuten passiert auch nicht viel mehr als dass man Trommeln lauscht und kurz vorm Abschalten ist, bevor auf einmal eine Stimme anfängt zu sprechen und den Inhalt des Albums auf den Punkt bringt, man muss aber genau den Worten folgen, denn rhythmisch ist da nicht mehr viel, nein, der Monolog wird einfach nur etwas musikalisch hinterlegt, ohne, dass groß auf Harmonien geachtet wird. Aber die Worte hinterlassen Wirkung!

Fazit:
"Imaginary Enemy" ist ein beeindruckendes Album. Sowohl musikalisch auf einem hohen Niveau, als auch textlich anspruchsvoll und relevant - das ist das, was man vom Look der Platte erwartet hat und das wird ohne wenn und aber auf einem hohen Niveau erfüllt. So kommentieren The Used politische Hintergründe mit ihrer einzigartigen Art Musik zu machen. Dazu kommt, dass sie hier ihr wohl aggressivstes und zugleich ruhigstes Album präsentieren und musikalisch sehr abwechslungsreich zu Werke gehen, so gibt es Punk, Hardcore, Emo, Alternative Rock und Electronic Rock auf einem Album vereint, das textlich eher an Anti-Flag als an The Used erinnert. Auch wenn die Texte sicherlich nicht mehr sehr innovativ sind, sie sind dennoch relevant wie eh und je, wenn nicht sogar noch relevanter, betrachtet man das Weltgeschehen zur Zeit. Tolle Scheibe und nie vergessen, sagt euch immer "Revolution starts with me"!
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5.0 von 5 Sternen The Used, wie man sie kennt., 21. Mai 2014
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Rezension bezieht sich auf: Imaginary Enemy (Audio CD)
Das neue Album von the Used sollte erscheinen. Ok, mal gleich bestellt. Angekommen, gehört und es gefällt sehr! Nicht mehr ganz so persönliche Texte, dafür aber ein politisches Konzeptalbum, was musikalisch genauso gut ist, wie die anderen The Used Alben. Ich kann es nur weiter empfehlen!
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4.0 von 5 Sternen Etwas politischer, größtenteils mit Wiedererkennungswert, 1. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Imaginary Enemy (Audio CD)
Ich habe »The Used« mit dem Album »In Love and Death« kennen gelernt: Nach wie vor ist jenes auch mein Lieblingsalbum der Band, es hatte alles, was es brauchte. Das neue Werk der Band, »Imaginary Enemy«, ist dagegen etwas weniger persönlich und emotional, sondern vorrangig politisch.

Viele Lieder sind dabei, die zu gefallen wissen. Eher melodisch, dann und wann aber noch schön ruppig, wenn auch mit weniger Schrei-Passagen. Macht also im Endeffekt da weiter, wo die Band vorher aufgehört hat. Häufig gibt es wunderbare Breakdowns oder Gesangparts, die fast ein bisschen Hymnencharakter haben, also genug Momente, die den Liedern etwas Besonderes und Wiedererkennungspotential geben.

Wie gesagt, so sind die Lieder in erster Linie politisch. Die Texte bringen es auf den Punkt (ein Beispiel aus »A song to stifle imperial progression«: »We’re saying no way, no way USA - by declaring war on terror, you declare the war on yourself.«), aber irgendwie wirkt das Konzept des Albums somit ein wenig abgenutzt, da man das doch schon ein paar Mal gehört hat. Anti-Flag (als Beispiel) haben das bereits vor etlichen Jahren gemacht, als es das Zeitgeschehen auch wirklich gefordert hat. Natürlich sind das immer noch brisante Themen, aber ... mir gefielen die persönlicheren Lieder der Band irgendwie besser.

Es bleibt dennoch ein hörenswertes Album.

Anspieltipps: »EL-OH-VEE-EE« (für alle, die genau so auf dem Schlauch stehen, wie es mir kurzzeitig ging: Das ist natürlich das Wort »Love« buchstabiert), »Revolution«, »A song to stifle imperial progression« und »Make believe«.
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5.0 von 5 Sternen yeah, 26. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Imaginary Enemy (MP3-Download)
super album.
das was man kennt von the used, aber im positiven gemeint.
eingefleischte the used fans werdens gut finden, aber andere gernhörer auch;)
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5.0 von 5 Sternen The Used eben!, 24. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Imaginary Enemy (Audio CD)
The Used ist meine absolute Lieblingsband, meine Helden.

Jedes Lied haut rein und reißt einen mit! Lieblingslied: "A Song To Stifle Imperial Progression (A Work In Progress)"

Top Album!
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5.0 von 5 Sternen sehr gut, 30. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Imaginary Enemy (Audio CD)
der Artikel ist sehr gut und entspricht auch genau dem Angebot
auch der Preis dafür ist sehr günstig sowie die Qualität
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Imaginary Enemy
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