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Zum Dark Dance Treffen am letzten Wochenende hatte ich die Chance, Leaether Strip live zu erleben und gleich auch die "Neue" in der limitierten Fassung mitzunehmen.

Klaus Larsen versprach im kurzen Gespräch, dass ich die Scheibe mögen sollte, wenn ich auf die alten Sachen aus den Neunzigern stünde. Das kann man pauschal so stehen lassen, jedoch mit minimalen Einbußen. Ich muss aber auch zugeben, mkch in den letzten Jahren nicht mit Leaether Strip beschäftigt zu haben.
Zunächst einmal kann man sich über eine Lauflänge von 76 Minuten ganz und gar nicht beschweren, die sich auf 15 Stücke aufteilt. Stilistisch bewegt sich das Album tatsächlich zwischen altem Dark Electro mit EBM-lastigen Einflüssen bis zu ruhigeren, schon eher melancholischen Stücke.

Brachialer gehts gleich mit den beiden Stücken "We fail we forget" und "Sanctuary" los. Schneller Rhythmus, knackige Bässe, regelrecht prügelnd stürzen einen Klaus Werke in eine neues Album und breiten einen guten alten Dark Electro-Teppich vor dem Zuhörer aus, der alte Zeiten heraufbeschwört, aber auch zeigt, wie es heutzutage gehen kann und gerne darf.
Mit "Hold me" kommt dann auch gleich eine erste Vollbremsung zum Stück davor. Man fühlt sich aber nicht verprellt, sondern sanft auf die ruhigere Reise mitgenommen. Musikalisch geht es sehr minimalistisch vor sich, reduziert auf das notwendige, um die entsprechenden Emotionen zu übertragen.
Mit sehr dichtem Klang und wesentlich mehr Tempo kann dann auch schon wieder "Humanity - Equality" aufwarten. Kontrastprogramm ist also angesagt und irgendwie gefällt das ja, auch wenn die Wechsel auch nach mehrmaligem Hören noch nicht ganz unanstrengend sind.
Speziell das nächste Stück, genannt "Hold your fire", bringt wieder den Ausgleich mit seinem monotonen Hintergrundgeplänkel. Entschuldigung für diese Formulierung, aber es klingt leider wirklich öde und einfallslos.
Das Album ist weiterhin recht abwechslungsreich, tendiert aber, je weiter es Richtung Ende geht, zum EBM mitsamt einem augenzwinkernden Einlenken durch "Strong boys", das And One-Anleihen definitiv nicht leugnen kann, aber sicher auch nicht will.
"The hired man", "Unhuman response", "I'm not the one" und "The dark gates of sundown" sorgen nochmals für ruhigere, schleppendere, aber keineswegs langweilige Töne. Aber auch hier wird Leaether Strip in seiner Urform mit neuen Einflüssen greifbar. Komplexere Synthesizermelodien herrschen vor, die Claus' teils synthetischen Gesang einbetten. Teilweise holperts etwas im Zusammenspiel von Melodieführung und Gesang, leider vor allem beim Schlussstück "Extinction Protocol", welches an sich sehr atmosphärisch ist.
Angetrieben wird dagegen noch mal bei "In fire on fire". Das Lied hat einen recht treibenden Rhythmus, obwohl mir hierbei die Zwischensequenzen zu quietschig daher kommen. Schade eigentlich! "Suicide Summer School" treibt auch ganz ordentlich, hier ist auch mehr EBM als Dark Electro zu spüren. Von daher gefällt das, wenn auch etwas anders. Den Schluss der treibenden Stücke gibts mit "It doesn't hurt to hurt you", das mich schon sehr an Claus Larsens Nebenprojekt Klute erinnert. Harter, schneller Rhythmus ohne Kompromisse ist angesagt.

Insgesamt ist das Album schon ein Stück weit eine Rückkehr zum alten Stil. Claus Larsen betritt aber auch neue Gefilde, geht es tatsächlich in vielen Stücken ruhiger und ungewohnt versöhnlich an. Die brachialen Bässe und dröhnenden Tiefen, wie ich sie sonst von keiner anderen Band kenne, sind erhalten geblieben. Die herübergebrachten Stimmungen von aufbrausend bis ruhiger sind zwar vielfältig, widersprechen aber dennoch etwas Claus eigenem Motto "Don't tame your soul", aber vielleicht ist auch diese Seele tatsächlich etwas ruhiger geworden.
Eigentlich wären das 4,5 Punkte, den halben Abzug für den gefühlt überwiegenderen Teil ruhiger Stücke und einige Einflüsse, die mir tatsächloich nicht so sehr gefallen.
Ich genieße das Album und seit gestern läuft es hoch und runter, unterhält mich gut, bestätigt mich absolut in meiner Wahl der Musik, erinnert mich an alte Zeiten und langweilt mich keineswegs. Danke Klaus!
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