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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Von außen erkennt man gar nichts. Wir mussten am Spiel teilnehmen, um es zu verstehen."
Am 6. Mai 2010 kam es an der New Yorker Börse zum sogenannten Flash-Crash des Dow-Jones-Industrial-Index. Innerhalb von Minuten stürzte der Markt um mehr als 600 Punkte ab, um sich dann genau so schnell wieder zu erholen. Es gab genug Insider, die die so genannten Flash-Trader für diesen merkwürdigen Zusammenbruch verantwortlich machten. Im offiziellen...
Vor 3 Monaten von Dr. R. Manthey veröffentlicht

versus
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht für den Einsteiger in das Thema
Ja ich bin auch einer der "Flash Boys". Ich dachte ich kauf mir das Buch evtl. kann man ja was lernen ;-). Aber weit gefehlt, das Buch hängt sich an einem einzigen Punkt auf, der auch nur in den USA gilt und das auch nur aufgrund der Regeln die die Politik dort aufgestellt hat. Das Stichwort heißt National Best Bid and Offer (NBBO). Dieses System was von der...
Vor 3 Monaten von Dr. Golbs veröffentlicht


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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Von außen erkennt man gar nichts. Wir mussten am Spiel teilnehmen, um es zu verstehen.", 9. April 2014
Von 
Dr. R. Manthey - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Am 6. Mai 2010 kam es an der New Yorker Börse zum sogenannten Flash-Crash des Dow-Jones-Industrial-Index. Innerhalb von Minuten stürzte der Markt um mehr als 600 Punkte ab, um sich dann genau so schnell wieder zu erholen. Es gab genug Insider, die die so genannten Flash-Trader für diesen merkwürdigen Zusammenbruch verantwortlich machten. Im offiziellen Bericht steht davon jedoch nichts. Doch wen wundert dies, wenn es für die ultrakurzen Zeiträume, in denen diese Leute agieren, gar keine Daten gibt? Und warum sollten die US-Börsen Licht in das gut beschützte Geheimnis eines groß angelegten Betruges bringen, an dem sie mitverdienen?

Das neuste Buch von Michael Lewis erzählt die Geschichte von einigen wenigen Leuten, die zunächst Opfer dieses gut organisierten Betruges wurden, diesen dann nach und nach verstanden und sich anfingen zu wehren.

Einige Jahre vor dem Flash-Crash verstand Brad Katsuyama von der Royal Bank of Canada die Welt wieder einmal nicht mehr. Er wollte einige tausend Stück eines bestimmten Wertpapiers kaufen. Sein Bildschirm zeigte ein entsprechendes Angebot an. Er drückte die Kauf-Taste, und das Chaos brach los. Das Angebot verschwand wie von Geisterhand und der Kurs ging in die Höhe. Nachdem ihm das schon mehrere Mal vorher genau so passiert war und alle technischen Fehler ausgeschlossen waren, begann Katsuyama zu experimentieren. Bald wurde ihm klar, dass sich dieser Vorgang nicht einstellte, wenn er seine Kauforder nur an eine einzige Börse gab. Deshalb lag nun der Verdacht sehr nahe, dass sich jemand im System vor seine Order setzte, weil er schneller war als Katsuyama und dessen Order gesehen hatte. Dieser Unbekannte besorgte sich die Stücke vor ihm und konnte sie ihm nun teurer anbieten.

Flash-Trader können also die großen Käufe institutioneller Investoren vorhersehen und sich danach risikolos davorschieben. Die so um bessere Kurse Betrogenen merken im besten Fall, dass etwas nicht stimmt, aber sie haben kaum eine Chance, diesen Betrug zu begreifen oder gar nachzuvollziehen.

Hochgeschwindigkeitstrading ist also eine nette und harmlose Umschreibung für eine unglaubliche Gelddruckmaschine. Obwohl dieses sogenannte moderne Frontrunning eigentlich verboten ist, wird es wie selbstverständlich massiv betrieben. Ein sehr großer Teil des Handelsvolumens an US-Börsen wird inzwischen von den sogenannten Flash-Tradern abgewickelt. Ihnen kommen dabei die US-Gesetzgebung, die erhebliche Intransparenz der US-Finanzmärkte, ihr technischer Vorsprung und die mafiöse Geheimniskrämerei um das Flash-Trading zu Hilfe. Und natürlich lassen sich die US-Börsen auch noch für diesen schwer nachweisbaren Betrug fürstlich bezahlen.

Eigentlich sollte man (wenigstens theoretisch) davon ausgehen, dass alle Marktteilnehmer jederzeit über dieselben Informationen verfügen. Wenn es jedoch eine Börse ermöglicht, dass eine ausgewählte Gruppe ihre Systeme näher an die Börsenserver bringen kann als andere Marktteilnehmer, sodass sich daraus ein schwerwiegender Geschwindigkeitsvorteil ergibt, dann ist diese grundsätzliche Chancengleichheit ausgehebelt. Der Markt hört auf fair zu sein.

Mit der Geschichte, wie Brad Katsuyama gemeinsam mit anderen das Puzzle zusammensetzte und hinter die Geheimnisse der Flash-Trader kam, erklärt Lewis in diesem Buch auch die grundsätzliche Methode dieser Betrüger und die Umstände, die ihnen ihr Vorgehen erst überhaupt ermöglichen. Neben dem oben geschilderten Frontrunning machen Flash-Trader Jagd auf Gutschriften der Börsen. Das ist ein Punkt, den man als normaler Mensch nur schwer begreifen kann, der aber im Buch gut erklärt wird. Den meisten Profit erzielen Flash-Trader jedoch mit reinem Arbitrage-Handel, indem sie die Langsamkeit der Börsen ausnutzen und Kursdifferenzen zu ihrem Vorteil umsetzen. Dass die US-Börsen Flash-Trader bevorzugen, sieht man übrigens nicht nur daran, dass sie ihnen den schnelleren Zugang zu ihren Servern anbieten, sondern auch an sehr merkwürdigen Order-Typen, die speziell auf den Vorteil dieser Trader ausgelegt sind. Auch das wird im Text sehr gut erklärt.

Katsuyama und seine Mitstreiter beschlossen irgendwann, eine eigene Börse zu schaffen, um Investoren einen fairen Handel zu ermöglichen. Die IEX wurde zunächst nach Kräften boykottiert und später mit absurden Methoden sabotiert. Wie das im Einzelnen geschah, wird im Buch hervorragend beschrieben. Doch mit der IEX und ihren transparenten Regeln wurde das US-Finanzsystem in seinem Kern angegriffen, nämlich "bei der Möglichkeit die Undurchschaubarkeit zu Geld zu machen." Interessanterweise handelt jetzt auch ausgerechnet Goldman Sachs an der IEX. Der Grund ist sogar plausibel. Wenn man mit etwas weiterem Horizont denkt, dann wird man die Gefahr eines riesigen Crash, der durch ein undurchsichtiges komplexes System erzeugt wird, nicht ausschließen können. Das scheint nicht im Interesse von wenigstens Teilen des Bankensystems zu liegen.

Es bleibt abzuwarten, ob sich die transparente IEX mit ihrem Grundgedanken durchsetzt und andere Börsen nachziehen oder ob sich das korrupte US-Finanzsystem irgendwann selbst zerstört.

Mit diesem hervorragend, spannend und sehr kenntnisreich geschriebenen Buch erhält man einen einmaligen Einblick in die Machenschaften der Flash-Trader. Danach begreift man viele Ereignisse rund um die Finanzmärkte und auch das gelegentlich extrem merkwürdige Kursverhalten an den US-Börsen ganz anders.

Auf Seite 228 dieses Buches stehen folgende bemerkenswerte Sätze:

"Es gibt heute 45 private Handelsplätze (in den USA, R.M.). Und in 44 hat niemand einen Einblick. Hat den niemand daran gedacht, dass es vielleicht ein Vorteil sein könnte, wenn man Leuten sagt, wie ihr Markt funktioniert? Wir schauen zurück auf die Hypothekenkrise und fragen, wie kann es sein, dass jemand eine Hypothek vergibt, ohne Dokumente zu verlangen? Das ist absurd! Aber die Banken haben es trotzdem getan. Und heute werden Billionen Dollar auf Märkten gehandelt, in die niemand einen Einblick hat, weil sie keine Dokumente zur Verfügung stellen. Kommt uns das irgendwie bekannt vor?"
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen [...], 6. Juli 2014
Chancengleichheit beim Aktienhandel an den Weltbörsen?

Mitnichten!

Der amerikanische Wirtschaftsjournalist und erfolgreiche Buchautor Michael Lewis prangert in seiner neuen Publikation "FLASH BOYS" an, dass namhafte gewissenlose und geldgierige Banken an der New Yorker Wall-Street-Börse mit Hilfe von hausgemachten speziellen Super-Hochfrequenzprogrammen - natürlich zum höchsteigenen Vorteil - die "wirklichen Geschäfte" machen.

Als ehemaliger Investmentbanker und Insider weiß der Schriftsteller wovon er spricht, wenn er die Behauptung aufstellt, dass hier auf höchst manipulative Art und Weise täglich Unsummen verdient, oder richtiger gesagt, mit computertechnischer Hilfe abgeschöpft und umgeleitet werden. Leider bietet gerade der moderne computerautomatisierte Wertpapierhandel - genannt "Flash-Trading" - kriminell veranlagten Insidern Schlupflöcher, im Schatten der normalen Börsengeschäfte richtig abzusahnen.

Von zum Teil ahnungslosen IT-Fachleuten ließen hochgradige Wall-Street-Haie streng geheime Spezial-Tuning-Software programmieren und gezielt einsetzen, um den kleinen < großen > Vorteil der "Millisekunde" zu nutzen, sagenhafte Gewinne einzufahren. Michael Lewis erzählt, - basierend auf den Erlebnissen einzelner dieser Personen, die partiell unwissend an der Gesamtentwicklung des Top-Secret-Projektes "Thor" beteiligt waren - , eine packende und mitreißende Geschichte, die Erstaunliches zum Vorschein bringt und das Vorurteil verstärkt, dass wundersame Geldvermehrung an Börsen nichts mit Wundern, sondern eher mit dubiosen Geschäftsmethoden und halbseidenen Taschenspielertricks von Milliardenmachern zu tun hat.

Auch wer nach dem letzten Börsencrash 2006/2007 wieder gutgläubig an eine Chancengleichheit aller Markteilnehmer an den Weltbörsen glaubt, wird spätestens nach dem Lesen dieses Buches seiner Illusionen und seines hoffnungsvollen Vertrauens beraubt.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht für den Einsteiger in das Thema, 22. April 2014
Ja ich bin auch einer der "Flash Boys". Ich dachte ich kauf mir das Buch evtl. kann man ja was lernen ;-). Aber weit gefehlt, das Buch hängt sich an einem einzigen Punkt auf, der auch nur in den USA gilt und das auch nur aufgrund der Regeln die die Politik dort aufgestellt hat. Das Stichwort heißt National Best Bid and Offer (NBBO). Dieses System was von der United States Securities and Exchange Commission eingeführt worden ist zwingt die Broker an dem Markt auszuführen an dem der beste Kurs für die auszuführende Order vorhanden ist. Es wird dabei die verfügbare Stückzahl der verfügbaren/nachgefragten Wertpapiere nicht beachtet. Was zu dem Effekt führt, daß die "Flash Boys" die mit Ihren Rechnern alle Markte beobachten daraus ganz legal einen Vorteil ziehen können. Der Schnellste gewinnt halt, genau wie beim Hunderennen, nur daß es keinen zweiten und dritten Platz mit einem Trostpreis gibt. Das zeigt, das eben politisch gut gemeinte Regeln in der Praxis eben sehr schlecht gemacht sein können und das eigentliche Problem verschlimmern (meine Meinung nicht die des Autors). Dieses könnte man auf 2 Seiten ausführlich erklären. Desweiteren wird in dem Buch beschrieben wie man konspirativ ein Glasfaserbündel zwischen 2 Börsenplätzen verlegt und das man in das Gefängnis kommen kann wenn man die Betriebsgeheimnisse (evtl. Open Source Software, Details fehlen) seines Arbeitgebers klaut (siehe [...] Außerdem gibt es noch jede Menge Reklame für den IEX Börsenplatz des Protagonisten. Insgesamt ist das Buch stilistisch gut geschrieben. Man kann es als unterhaltsame, ein wenig unausgewoge Lektüre zum Thema durchaus lesen. Wer jedoch ein Buch mit etwas mehr an Fakten und Taktiken der "Flash Boys" erwartet wird enttäuscht sein.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessantes Thema; schwierig zu lesen, 22. Juni 2014
Gespannt war ich schon auf dieses Buch. Hochfrequenzhandel leicht erklärt - habe ich mir gedacht. Irrtum. Fast 300 Seiten Angaben zu Abständen zu den Börsenrechnern, Geschwindigkeiten, Volumen von Börsenumsätzen. Und leider z.T. etwas die chaotische Darstellung des Sachverhaltes (mag an der Übersetzung liegen). Interessant aber z.B. die Bedeutung von kurzfristigen, kleinen Trades, um herauszufinden, wie das Verhältnis von Käufern zu Verkäufern ist. Oder die Möglichkeit damit den Markt zu beeinflussen. Das ist das eigentlich Interessante an diesem Buch. Die kleinen, aber feinen Informationen in den großen Kapiteln. Deshalb noch 4 Sterne.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen it's a game, 6. April 2014
um es gleich einleitend festzustellen: Das Buch ist klasse geschrieben. Ich mag die Art wie M. Lewis schreibt. Es ist so, wie schon bei The Big Short. Rund um einen rundum sympathischen Protagonisten wird eine Story gestrickt. Eine Story, die allerdings nicht jeglicher Realität entbehrt, sondern vielmehr leider wahr ist.

Obwohl, Informationen waren schon immer das, was die Börse am Laufen gehalten hat. Und denjenigen einen Vorteil verschaffte, die über diese Informationen eher verfügten als andere. An Markowitz kommt keiner vorbei. Informationseffizienz ist alles. Nur hat heute im Zeitalter der schnellen Datenleitungen häufig nicht der den Vorsprung, der die Information hat, sondern der, der sie (er)findet. Insoweit ist das Buch erschreckend und erleuchtend zugleich. Das Internet und die schnelle Datenweitergabe sind nicht die allseligmachenden Heilsbringer. Es kann vielmehr von allen möglichen Spitzbuben an jeder erdenklichen Stelle ausgenutzt werden. Und das unabhängig davon, ob mit finsterer Maske oder als "White Collar". Lewis entlarvt in diesem Buch die Flash Trader als das, was sie sind: Betrüger. Früher nannte man das mal Frontrunning. Heute sind die Mittel eben perfider und im Millisekunden Bereich kann sich alles Mögliche abspielen.

Lewis beschreibt also sehr eingehend, wie der kanadische Börsenmann aus der vermeintlichen Provinz durch sehr viel Detektivarbeit herausbekommt, wie das so funktioniert mit dem Flashtrading. Dabei ist es für den Laien schon schwierig sich vorzustellen, dass es ein Vorteil sein kann, wenn man die Information mit 2 Millisekunden statt mit vier bekommt. Und auf ein Orderbuch zu reagieren um dann zu merken, dass die Angebote auf bid oder ask plötzlich weg sind, muss einen wirklich wahnsinnig machen.

Für den Leser gehört m.E. eine gehörige Affinität zum Börsengeschäft dazu, um dem Titelhelden zu folgen und sich das auch nur näherungsweise vorzustellen. Auf der anderen Seite war für mich überraschend festzustellen, wie furchtbar ahnungslos doch manche Teilnehmer am Markt waren. Und es passieren immer wieder Fehler. Bis 2008 mit den Subprime Papieren und den ABS und jetzt das. Man glaubt es kaum....Mit ein bisschen Phantasie wird einem da Angst und Bang. Wobei ich glaube, dass sich das mit dem Flashtrading bald erledigt haben wird. Die Hedge-Fonds und großen Investmentbanken werden schon dafür sorgen, dass es bald Regeln dagegen geben wird. Sie mögen es einfach nicht, wenn man ihnen ihre Geschäfte verdirbt........
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Weg für die Zukunft, 24. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Flash Boys: Revolte an der Wall Street (German Edition With E-Book) (Kindle Edition)
Natürlich kann man sich anhand des beschriebenen Hochfrequenz-Handels ausmalen, was alles noch passieren kann. Mir hat dieses Buch viel weitergehende Botschaften vermittelt:
1. Mit jedem neuen System gibt es Lücken, die gewiefte Leute zu ihrem Vorteil ausnutzen.
2. So ethisch verwerflich dieses Ausnutzen auf Kosten anderer ist, es gibt (noch) keine Gesetze oder Regeln gegen die es verstößt.
3. Bis entsprechende Gesetze etabliert sind, hat sich das System schon so geändert, dass neue Lücken genutzt werden, die wiederum eine eingehende Analyse erforderlich machen.
4. Es gibt einen Weg aus diesem Teufelskreis und genau den beschreitet der Held des Buches namens Brad Katsuyama. Er analysiert genau was passiert, er holt Experten hinzu und überzeugt diese, dass das System so nicht weiter laufen kann. Er klärt Betroffene wie auch Nutzniesser auf. Nicht indem er die Konfrontation sucht, sondern indem er einlädt ihm in seinen Gedanken zu folgen. Er lässt eine Software entwickeln, die wieder einen transparenten Markt ohne Verzerrungen ermöglicht. Schließlich eröffnet er mithilfe der Überzeugten eine Börse (IEX) an der Handel ohne Übervorteilung möglich ist. Sogar Institute wie Goldman Sachs gelangen nach entsprechender Abwägung zu dem Schluss, dass die neue Börse IEX der Weg in die Zukunft ist.
Es wird uns in Zukunft immer öfter passieren, das ganze Systeme aus dem Ruder laufen. In diesem Buch fand ich das erste Mal schlüssig beschrieben, wie ein Weg gefunden werden kann, ein krankes System schnell und behutsam zu heilen. Für mich war dieses Buch eine der wertvollsten Anregungen, diese unsere Zukunft mit den komplexen Systemen zu meistern, weil ich den Glauben an den Gesetzes-Aktionismus unserer Politiker etwas verloren hatte.
Das Ganze in eine spannend geschriebene Geschichte zu kleiden mit Akteuren, die trotz menschlicher Schwächen unheimlich stark daher kommen, ist in meinen Augen eine geniale Idee.
Habe lange Zeit nicht mehr ein Buch so genossen. Danke, war das gut. Fünf Sterne
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Letztlich zeigt mir das Buch schlimmste Auswüchse von Geldgier., 5. April 2014
Von 
Christian Döring "leseratte" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Das Statement des Autors "Der Aktienmarkt ist manipuliert." haut mich nicht vom Hocker, traue ich inzwischen sowieso keinem Banker mehr.
Wirtschaftsjournalist Michael Lewis erklärt mir in seinem neuen Buch das Phänomen Hochfrequenzhandel. In wenigen Sekunden schaffen es Insider mithilfe unfairer, ja krimineller Mittel, Milliardengewinne zu machen - außerhalb des Buches gibt es allerdings Banker, die die Milliardenhöhe von der Lewis ausgeht anzweifeln.
Das was die "Flash-Boys sich mithilfe der neuen schnellen weltweiten Computerprogramme ausgedacht haben, funktioniert prima und hat in Lewis jemanden gefunden, der der Öffentlichkeit den Betrug nun erklärt. Das Geschäft ist clever eingefädelt, aber nun fahndet die Polizei. Ob die Gewinnler wirklich eines Tages hinter Gittern sitzen werden, bezweifle ich stark.
Was mir bei all dem Insiderwissen des Autors ein wenig zu kurz kommt, ist der Vertrauensbruch den diese "Flash-Boys" angerichtet haben und so einen ganzen Berufszweig als Kriminelle ziemlich alt aussehen lassen.
Als ich das Buch durchgelesen hatte, war ich über die Funktionsweise des Hochfrequenzhandels informiert, hatte aber dennoch ein ungutes Gefühl. Diese eine Masche ist aufgeflogen, aber sicher gibt es noch viele weitere clevere Geschäftemacher, die längst über andere Geschäftsideen nachdenken, egal ob nun kriminell oder nicht, die Hauptsache es springt genug dabei raus. Ein anderer furchtbarer Aspekt, der mit nicht genügend behandelt zu sein scheint, wo existiert heute noch die Verbindung zwischen Banker und Anleger. Was wissen die Banker heute noch von ihren Anlegern? Beginnt nicht dort schon das große Fiasko, dort wo das Geschäft entmenschlicht wird?
Letztlich zeigt mir das Buch schlimmste Auswüchse von Geldgier. Vor Wiederholungstätern kann niemand sicher sein!
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5.0 von 5 Sternen Das miese Spiel mit dem Blitz-Deal, 19. Juni 2014
Von 
Roter Reiter (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Das Buch "Flash Boys" von Michael Lewis besitzt die komplette Zutatenliste für einen üppigen Hollywoodschinken. Die spannende Handlung eines Börsen-Thrillers mit komplizierten Verstrickungen. Einen Helden ("Brad Katsuyama"), der, gutgläubig und rechtschaffen, dem größten Betrug an der US-Börse auf die Schliche kommt und mit Herzblut für Gerechtigkeit kämpft. Den Besessenen ("Dan Spivey"), der im fast wörtlichen Sinne Berge versetzen lässt, um seine perfiden Pläne vom schnellen Reichtum zu verwirklichen. Und natürlich haufenweise böse Buben, die an der Wall Street Broker abzocken, um sich die Taschen zu füllen.

Wenn wenige Tausendstelsekunden Millionen-Gewinne bescheren
.
Der Stoff dahinter könnte aus einem Grisham-Roman sein, stammt aber aus dem realen Börsenalltag zwischen New Jersey, Chicago und New York: Ein Abenteurer (Spivey) lässt eine 1331 Kilometer lange Glasfaserkabelverbindung verlegen - unter Flussbetten und durch Gesteinsmassen hindurch. Das Ziel: die kürzeste und schnellste Internetverbindung für Börsen-Deals per Internet. Nur wenige tausendstel Sekunden werden dabei eingespart.

Kurse blitzschnell steigen oder fallen lassen

Der Zeitvorteil aber reicht schließlich den handverlesenen Nutzern der Leitung, den sogenannten Flash-Tradern, um dank ausgeklügelter Software die Kurse zu manipulieren. Um Aktienwerte blitzschnell steigen und fallen zu lassen - im minimalen Zeitfenster zwischen Kaufgesuch und der Zuteilung an ahnungslose Broker. Der Kanadier Brad Katsuyama kommt rasch dahinter. Er lässt das Computerprogramm Thor entwickeln, das den Vorteil schneller Leitungen ausgleicht, und entlarvt die Hintermänner des Betrugs.

Die Wall Street ist nicht in Frankfurt

"Flash Boys" liest sich spannend wie ein Thriller. Lewis ist ein hervorragender Erzähler, der nicht nur geschickt die Handlungsstränge miteinander verknüpft, sondern fast beiläufig die geheimen Spielregeln der Börsendeals erklärt. Vorwissen ist dabei nicht erforderlich. Dass die "Guten" in seiner Geschichte etwas zu edel und Schurken etwas zu niederträchtig rüberkommen, verwässert die Grenze zwischen Report und Fiktion. An dem Lesevergnügen rüttelt der kleine Erzähltrick aber nicht.

Management-Journal - Fazit: In "Flash Boys" rechnet Michael Lewis mit den Schattenspielern der Wall Street ab. Ein aufregendes Enthüllungsbuch, das die Manipulationen im amerikanischen Börsenhandel schonungslos aufdeckt, aber deutschen Anlegern nicht den Angstschweiß auf die Stirn zaubert. Die Wall Street ist Tausende Kilometer vom Frankfurter Börsenparkett entfernt. Das gilt auch für Regeln des Aktienhandels.

Oliver Ibelshäuser, Management-Journal
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2.0 von 5 Sternen Gewogen und für zu leicht befunden!, 20. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eigentlich gibt die Geschichte mehr her. High-Speed-Börsengeschäft, die "Großen Namen der Branche", Fehlentscheidungen der amerikanische Börsenaufsicht usw. Leider verliert sich der Autor oft in langatmigen Ausschweifungen und unnötigen Personenbeschreibungen der Protagonisten. Teilweise scheint es schlecht recherchiert oder einfach sehr unpräzise - Irgendwie WischiWaschi im Detail. Der rote Faden ist nicht immer erkennbar, es gibt keine Höhepunkte und ich habe immer auf den Knaller gewartet, der kam aber leider nicht. Nach drei Viertel habe ich das Buch beiseite gelegt. Die bescheidene Übersetzung aus dem amerikanischen nervt ebenfalls. Schade - nur 2 Sterne für die gute Story.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überragendes Buch!, 19. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Höchst interessant, welche Machenschaften Michael Lewis hier aufdeckt!
Ich saß während dem Lesen oft ungläubig kopfschüttelnd da...
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