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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wyman, Hudson und Sirk zum Ersten!
Dieses Melodram entstand ein Jahr vor dem bekannteren Film "Was der Himmel erlaubt". Die etwas ungewöhnliche Paarung Wyman/Hudson kam beim Publikum der 50er Jahre sehr gut an. Zur Handlung: Der Playboy Bob Merrick (Rock Hudson) trägt indirekt die Schuld am Tod von Helen Phillips (Jane Wyman) Ehemann. Von Schuldgefühlen getrieben nähert er sich der...
Veröffentlicht am 21. Mai 2008 von Gösta Berling

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Great film - poor Blu-ray
Admittedly out of 3 recent Hansa releases of Douglas Sirk's classics this may be the one most acceptable Blu-ray - but it is still very poor presentation, with amateurish digital processing artefacts all over the place. This is great film but I cannot reccomend this Blu-ray to anyone.
Vor 3 Monaten von Marko veröffentlicht


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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wyman, Hudson und Sirk zum Ersten!, 21. Mai 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wunderbare Macht (DVD)
Dieses Melodram entstand ein Jahr vor dem bekannteren Film "Was der Himmel erlaubt". Die etwas ungewöhnliche Paarung Wyman/Hudson kam beim Publikum der 50er Jahre sehr gut an. Zur Handlung: Der Playboy Bob Merrick (Rock Hudson) trägt indirekt die Schuld am Tod von Helen Phillips (Jane Wyman) Ehemann. Von Schuldgefühlen getrieben nähert er sich der Witwe. Als diese von seiner wahren Identität erfährt, passiert ein Unfall und Helen erblindet...
Berauschende Farben, Sirks gewohnt gute Regie und tolle schauspielerische Leistungen machen dieses Melodram zu einem schönen Filmerlebnis.
Wie bei den Veröffentlichungen von Carol Media üblich sind die Extras eher spärlich. Man findet den Trailer und eine Bildergalerie.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Great film - poor Blu-ray, 23. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wunderbare Macht (Magnificent Obsession) [Blu-ray] (Blu-ray)
Admittedly out of 3 recent Hansa releases of Douglas Sirk's classics this may be the one most acceptable Blu-ray - but it is still very poor presentation, with amateurish digital processing artefacts all over the place. This is great film but I cannot reccomend this Blu-ray to anyone.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 4:3 oder 16:9. Was ist "richtig"?, 6. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Wunderbare Macht (DVD)
Der Film ist ein Meisterwerk Douglas Sirks. Ein Melodram, wie nur er sie drehte. Zudem ein überragendes Beispiel der Technicolor-Ära. Rainer Werner Fassbinder war stark von Sirk beeinflußt, wie Filme wie u.a. "Angst essen Seele auf" und "Lola" belegen.
Die Frage des "richtigen" Bildformates ist dagegen nicht so leicht zu beantworten. Richtig ist, daß der Film unter Ausnutzung des vollen Negativ-Formats gedreht wurde ("open matte"). Also im Verhältnis von 1.37:1 (etwa 4:3).
Die amerikanischen Kinos wurden jedoch 1953/54 als der Film entstand, gerade für Breitwandprojektionen umgerüstet. Bei Universal Pictures, das den Film produzierte, hieß der Breitwand-Standard "Superscope" im Verhältnis 2:1. Da aber zur Zeit der Premiere von "Die wunderbare Macht" der Umrüstungsprozeß noch nicht in allen Kinos abgeschlossen war, wurde die Bildkomposition so angelegt, daß eine Projektion im alten Format 1.37:1 und auch im neuen Format von 2:1 (etwas breiter als 16:9) möglich war. Eine in der Übergangszeit übliche Praxis. Im Fernsehen wurden solche Filme früher meistens in 4:3 gezeigt, seit sich 16:9 durchgesetzt hat, aber auch in 2:1 oder 16:9.
Ein "richtiges" Bildformat gibt es bei "Die wunderbare Macht" also nicht. Die Filmemacher mußten damals einen kompositorischen Kompromiss eingehen, damit der Film in allen Vorführsälen "funktionierte".
Die DVD präsentiert den Film in der Breitwandversion, also so, wie er damals in den meisten Kinos der USA und Europas gezeigt wurde. Wer Douglas Sirk und die großartigen Schauspieler in diesem Film schätzt, kann diese DVD also bedenkenlos erwerben.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kunstvoll gestaltet vor hanebüchener Story, 9. Januar 2013
Von 
Isabelle Klein "vintage books" (Hannover & Würzburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Wunderbare Macht (DVD)
Ein dramatisches Ereignis verändert das Leben zweier Menschen radikal: Da ist Bob Merrick (Rock Hudson), ein reicher Nichtstuer, der im Geschwindigkeitsrausch einen folgenschweren Motorboot-Unfall verursacht. Er überlebt mit Hilfe des Überlebensapparates (tja, so nannte man das damals ...) der Dr. Phillips gehört. Für letzteren ist das Gerät Bestandteil seines Lebens, denn eine geheimnisvolle Krankheit mit mysteriösen Anfällen bedroht jederzeit sein Leben. Gerade als dies Maschinchen Merricks Leben verlängert beendet das Fehlen desselbigen, das des großzügigen Verleihers.
Phillips Witwe Helen (Jane Wyman) ist - samt ihrer Stieftochter Joyce - tief geschockt; beide geben Merrick die Schuld. Dieser versucht sie zu begleichen, indem er in die Fußstapfen des edlen Phillips tritt, mit katastrophalen Folgen für die Witwe ...
Doch wie der Titel, im Original "Magnificent Obsession" es bereits anklingen lässt, ist am Ende alles rosarot und die wunderbare Macht beschert allen Beteiligten ein glückliches Leben.

Das erste Mal sah ich diesen Film vor vielen Jahren als Kind im TV und war vor allem durch R. Hudsons Spiel recht angetan. Damals, wie heute, ist mir die Thematik zu zuckersüß und unrealistisch. Bob die Schuld am Tod des Gutmenschen Phillips zu geben, ist schlichtweg Nonsens. Er ist vielleicht ein leichtsinniger Filou, der sein Leben vergeudet, aber er ist nicht schuld, dass ein Mensch stirbt. Sirks Aussage, dass ein Mensch sterben muss, damit ein andere lebend darf, ist m.E. schlicht falsch. Als das Schicksal erneut zuschlägt und Helen erblindet, wird das Ganze zu schuldbehaftet.
Bobs weitere Aktionen (ich möchte nicht spoilern) sind zu viel des Guten. Dass er den Spuren des Gutmenschen folgt und Bedürftigen monetäre Hilfe zukommen lässt (das dann sein Karma beeinflusst), wie es ihm der gute Freund des Verstorben rät, ist schlichtweg zu viel für meinen Geschmack. Die Thematik trieft vom Glauben an eine höhere Macht, die das Leben beider Männer lenkt und sie vom Normalsterblichen abhebt....
Der Heilige Phillips, der Windhund Merrick, gegensätzlicher geht es kaum. Verbindendes Element ist die Liebe zu einer Frau, die letzteren beginnt zu lieben, als er sich ihrem Mann annähert. Letztlich mutiert Hudson fast zum Heiligen, indem er auch noch dessen Beruf ausübt. Interessant ist das Anonyme, das Unfassbare, das Phillips bis zum Ende anhaftet: Sein Portät, an dem sein Freund arbeitet, wird FAST gezeigt, seine Krankheit umschrieben, aber nie genannt. Seine Taten angedeutet aber nie gänzlich enthüllt...
Thema, als auch Handlungsverlauf lassen sich kurz als hanebüchen und banal bis hin zu zuckersüß-kitschig bezeichnen. Exzellent ist allerdings das Spiel des Duos Wyman/Hudson und die knallige Technicolor-Produktion - so schön kann Farbe sein ... Ein echter Hingucker!

Wie in "Schlingen der Angst" findet der interessierte Sirk-Schauer typische Stilelemente des Regisseurs: einen angedeuteten Dschungel im Krankenhaus (vgl. auch "Slightly French" mit Dorothy Lamour und Don Ameche); eine zickende Tochter, die aber im Vergleich zu Gigi Perreau erstaunlich zahm und sehr lernfähig ist. Besonders gelungen und atmosphärisch dicht ist die Kreation der Schatten auf den Gesichtern der Darsteller. Einmal mehr inszeniert der "Skeptiker des Lichts" (vgl. Elisabeth Läufer) Schatten und kreiert so wirkungsvoll ein wechselhaftes Spiel.

Sirk seinerseits ist, im Gegensatz zu "Was der Himmel erlaubt", von diesem Film sehr angetan: die kontrastierenden Charaktere Hudsons (falsche Identität) und Wymans (Blindheit) geben dem Film eine Struktur, die die Wirkung erhöht. Aus Kitsch und Banalem entsteht - durch das Element der Verrücktheit (und die Geschichte ist wahrlich hanebüchen verrückt) - Kunst.
Er vergleicht den Stoff gar mit der griechischen Tragödie "Alkestis" von Euripides. Alkestis gilt als Symbol der grenzenlosen Gattenliebe. Sie ist bereit sich für ihren Gemahl zu opfern. Dessen Lage ist aussichtslos: Entweder stirbt er oder lebt ohne die geliebte Frau weiter...
Hier stirbt Phillips, damit Merrick weiterleben darf. M.E ist diese Schlussfolgerung nicht logisch, der eine stirbt durch eine unglückliche Verquickung - Zufall, nicht mehr ... (Vgl. Imitation of Life S. 139)

Fazit: extrem kitschige, melodramatische Story, aber Sirk ist und bleibt einer meiner Lieblingsregisseure. Der nächste liegt schon bereit ...
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein toller Film erster Qualität, 6. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Wunderbare Macht (DVD)
Der Film 'Wunderbare Macht' ist einer der großen Hollywood-Klassiker, der immer wieder Spaß macht, wenn man ein wenig bis reichlich Melodramatik mag. Zwei tolle Schauspieler, Jane Wyman und Rock Hudson, spielen einander nicht an die Wand, sondern gehen schauspielerisch eine wahre Symbiose ein, die den Film insgesamt zu einer nicht leichten, aber durchaus leicht verdaulichen Kost machen. Am Ende des Films fühlt man entsprechend die Freude darüber, dass das Leben zwei Menschen, die einander fast kosmisch verbunden zu sein scheinen, eine neue Chance gibt.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tu Gutes und rede nicht darüber (teilweise Spoiler), 2. August 2010
Von 
Klein Tonio - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Wunderbare Macht (DVD)
© Tonio, filmkritik99.jimdo.com

Die "wunderbare Macht" vermag einen neuen Menschen aus jemandem zu machen. Hierzu muss man sich lediglich als Wohltäter gerieren, aus freien Stücken geben und darüber Schweigen bewahren. Dr. Phillips, der Leiter eines Krankenhauses, hat so gelebt und wurde von allen verehrt. Jetzt ist er tot, und Bob Merrick (Rock Hudson) muss erfahren, hierfür ein Glied in der Kausalkette gewesen zu sein. Dieser reiche Erbe und Müßiggänger hatte wieder einmal versucht, mit seinem Motorboot einen Geschwindigkeitsrekord zu brechen. Dabei erlitt er einen schweren Unfall und musste mit einem bestimmten Apparat gerettet werden, der ansonsten für den kranken Dr. Phillips zur Verfügung gestanden hätte. Merrick wird von Phillips Freund Randolph in Phillips' Lebensanschauung eingeführt, die eindeutig christlich-religiöse Züge trägt (nach einer interessanten Interpretation von Michael Stern ist Phillips Gott und Randolph Jesus - Randolph will und will es nicht gelingen, ein Porträt von Phillips zu malen, weder Merrick noch wir bekommen je ein Bild von Phillips zu sehen). Merricks Versuche, sein Leben zu ändern, sind zunächst unbeholfen - weil er der Witwe Helen Phillips (Jane Wyman) auf die Nerven geht, flüchtet sie ein Mal vor ihm aus dem Auto, wird von einem anderen Auto angefahren und verliert ihr Augenlicht. Später lernt sie Merrick kennen, weiß aber nicht, wer er ist (haben wir nicht immer gelernt, dass Blinde ganz besonders gut hören???). Die beiden verlieben sich ineinander und fahren in die Schweiz, um den Rat von Spezialisten zu suchen (eine sehr plakative Studioschweiz, und in einem Lokal tanzen sie zu österreichischer statt schweizerischer Musik). Merrick hat inzwischen den ernsthaften Willen, sein Leben in den Griff zu bekommen. Auch als herauskommt, wer er wirklich ist, wollen Helen und er zusammenbleiben. Er nimmt sein abgebrochenes Medizinstudium wieder auf und wird am Ende versuchen, Helen an den Augen zu operieren.

An diesem Film scheiden sich die Geister. Manche halten ihn für hemmungslos dick aufgetragenen, billigen Kitsch, andere halten ihn für eines von Sirks ungewöhnlichsten und gelungensten Werken. An beidem ist ein Stück Wahrheit. Wir müssen uns völlig auf die etwas abstruse Geschichte mit gehäuften Unwahrscheinlichkeiten einlassen und können das hassen, können aber auch schätzen, dass sich Sirk nicht groß mit Fragen nach der Normalität in seinem ureigenen Universum aufhält. So interessiert ihn die Tatsache, dass Helen deutlich älter als Merrick ist (man könnte erst denken, er wird sich in die von Barbara Rush gespielte Stieftochter verlieben), nicht im Geringsten - was in seinem "Was der Himmel erlaubt" Anlass für massives Kleinstadtmobbing war. Ihn interessiert auch nicht, wie es denn zu dem Motorbootunfall kam und was genau dabei passierte. Merrick fährt schnurgerade, und auf einmal wird die Kamera plötzlich herumgerissen. Das mag bei dem knapp budgetierten Film der Tatsache geschuldet sein, dass ein anständiger Crash zu teuer geworden wäre, aber deutet auch auf die Schicksalhaftigkeit des Geschehens hin. In Sirkville sind alle dem Schicksal ausgeliefert, das unvermittelt und gegen alle Wahrscheinlichkeiten zuschlägt. Sirk biegt seine oft trivialen Stoffe gezielt darauf zurecht, so dass eben auch einmal eine Blinde den Mann, der ihr schon früher auf die Nerven gegangen ist, nicht an der Stimme erkennen kann. Hier ist alles Allegorie, auch das vordergründig betrachtet genauso unwahrscheinliche wie kitschige Ende. Sirk und sein Kameramann Russell Metty haben ein großes Geschick darin, diese schicksalhaften Allegorien zu filmen. Viele Sirk-Filme beginnen mit einer schnellen Bewegung eines Verkehrsmittels durch das Bild als Symbol für Umherirrende. Claudette Colbert braust in dem Noir-Krimi "Schlingen der Angst" mit einem Zug durch die Nacht, nicht wissend, wie sie in ihn hineingekommen ist. Robert Stack brettert betrunken in seinem schreiend gelben Sportwagen durch die Morgendämmerung zu dem Haus, in dem er seine Ehefrau der Untreue verdächtigt ("In den Wind geschrieben"). Und hier ist es Rock Hudson mit seinem Motorboot - übrigens von rechts nach links, nach Lesart der Kulturen, in denen man von links nach rechts schreibt, also rückwärts, in die Vergangenheit. Seine Zukunft wird nicht darin liegen, immer weiter auf der Überholspur zu leben! Bereits in dieser ersten Szene verweisen die bei Sirk üblichen schreienden Farben auf Zerrissenheiten. Später in Merricks Krankenzimmer sehen wir viel zu viele rote Blumen, als wolle Sirk seinen Kitsch ein bißchen ironisieren und nebenbei noch offene Wunden Merricks kommentieren. Wenn die blinde Helen nach einem phallischen Bettpfosten tastet, ist dies eine ausgeklügelte Szene von Licht und Schatten, die zunächst zeigt, wie das Licht zwar Stieftochter Joyce, aber nicht Helen erhellt. Dann verlässt Joyce den Raum. Helen tastet sich durch den Raum, es wird ein unruhiges Netz von Schattenlinien über die Bildfläche geworfen. Dann wirft ein Lichtkegel einer eingeschalteten Tischlampe in der Bildmitte ein helles Rund, doch Helen sinkt an dem Bettpfosten zusammen, das Gesicht kehrt sich in den Schatten, um dann ganz im Dunkeln zu verschwinden. Am Ende des Filmes erscheint der OP-Saal wie ein UFO, das sich im Glas einer Galerie spiegelt, und auch die Stimme Randolphs klingt wie aus einer weit entfernten Sphäre kommend. Merrick hat wirklich eine neue Welt betreten!

Soweit ein äußerst kunstfertiger und stellenweise sehr schöner Film. Kann man dergestalt tatsächlich den Inhalt "zurechtbiegen", wie Sirk das selbst immer ganz gern genannt hat? Nein, jedenfalls nicht vollständig! Um die extremen Unwahrscheinlichkeiten als Allegorie akzeptieren und goutieren zu können, ist die "wunderbare Macht" letztlich zu plakativ-geheimbüdlerisch. "Tu Gutes und rede nicht darüber" ist ein schönes und ehrenvolles Motto, aber dass es ausreichen soll, um den Sinn des Lebens zu erkennen und zu einer neuen Stufe der Vollendung zu gelangen, erscheint mir doch fraglich. Selbst die christliche Religion lässt sich meines Erachtens nicht auf gelebte Nächstenliebe reduzieren (wenngleich es ein wichtiges Element ist). Vor allem aber darf man einmal nachfragen, warum Merrick eigentlich so grundverdorben sein soll, dass gerade er das Versuchskaninchen für die Wunderbare Macht ist. Sicherlich, er ist ein Nichtsnutz, der sein Medizinstudium abgebrochen hat und sich vergnügt, auf der Suche nach dem Kick. Dass so einer sein Leben ändern sollte, lässt sich noch unterschreiben. Dass er es aber nicht nur sollte, sondern müsse, weil er eine schwere Schuld auf sich geladen habe, die es abzutragen gelte, überzeugt nicht. Dies ist jedoch der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Dies ist, was Auslöser der Haupthandlung ist: Schuld. Der Film suggeriert nicht nur, er tritt breit, dass Merrick schwere Schuld auf sich geladen habe. "Er musste sterben, damit ich leben kann"; dieses Credo hält uns der Film wie eine Monstranz vor. Sirk hat diese schicksalhafte Verquickung besonders am Herzen gelegen, er hat sogar eine Parallele in der griechischen Tragödie "Alkestis" gesehen. Diese kenne ich leider nicht, aber die Übertragung in die Neuzeit ist misslungen. Was als schwere Schuld apostrophiert wird, kann man schlicht mit allgemeinem Lebensrisiko übersetzen. Tagtäglich tun Menschen gefährliche Dinge, fahren Ski, klettern auf Berge, fahren Autorennen, und selbstverständlich sind nie genug Menschen und Geräte vorhanden, um wirklich bei allen Unfällen dieser Welt oder auch nur einer Stadt Hilfe zu leisten. Der Film schiebt Phillips' Tod Merrick zu Unrecht in die Schuhe, und Sirk ist es bitterernst damit. Darum erscheint auch der folgende Bußweg Merricks überzogen, moralinsauer und mit seinen ganzen Unwahrscheinlichkeiten abgeschmackt. Man kann verstehen, dass dieser Film von einigen gehasst, von anderen geliebt wird. Die angreifbare Ausgangssituation führt dazu, dass sich ein Schatten auf die großartige Darstellungsweise legt, daher insgesamt drei Sterne.
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die wunderbare Macht der Liebe, 27. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Wunderbare Macht (DVD)
Diese großartigen Filme mit den unvergessenen Schauspielerinnen und Schauspielern aus den USA mögen für Jugendliche eine Lachnummer sein. Wer aber selber von seinen Eltern keine Werte mehr vermittelt bekommt, der lacht, obwohl es ihm doch eher zum Weinen sein müsste.
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6 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Traumfilm, aber leider nicht im Original - Format, 10. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Wunderbare Macht (DVD)
Der Titel hieß ursprünglich "Die wunderbare Macht" und ist im Original in 4:3 Format gedreht worden.Vor vielen, vielen Jahren lief dieser Film im Fernsehen, ARD oder ZDF, ich weiß es nicht mehr, denn ich habe ihn auf Video damals aufgenommen, wo es noch keine Programm-Einblendungen gab.Nie wieder wurde er im Original 4:3 im Fernsehen gesendet.Nach langen Jahren aber in 16:9 Format entsprechend der DVD.Nun habe ich aber diese DVD gekauft, weil der Film traumhaft ist.Aber warum wird immer wieder aus alten Filmen in 4:3 Format eine 16.9 Fassung gemacht, indem man einfach oben und unten etwas wegschneidet?
Ich kann es ja mit der ersten Fassung vergleichen.Es fehlt einfach viel Bild.
Warum lässt man nicht die Originalfassung und verfälscht immer wieder diese 4:3 Filme.
Ich kann doch das Bild selbst zoomen und kann dann wählen zwischen 4:3 und 16.9,aber das begreifen die Macher der DVDs nicht oder sie wollen uns ein vorgaukeln, damit es besser für die Flachbildschirme passt.
Der Film hat eigentlich 5 Sterne verdient, aber einen Abzug für die unverschämte Beschneidung, das ist leider Mode geworden .
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schöner Kitsch aus frühen Jahren, 21. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wunderbare Macht (DVD)
Ich kannte den Film aus meiner Kindheit und habe mich gefreut ihn wieder einmal zu sehen.
Sicherlich kein tiefgründiger Film, es geht wie meist um die Liebe und um das Gute im Menschen. Ein schöner Film um sich bei schlechtem Wetter die Zeit zu vertreiben.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen wunderbare macht, 7. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Wunderbare Macht (DVD)
Der Film ist zwar schon älter aber mich hat es nicht gestört.Wunderbare Schauspieler eine gute storie und ein happy end. Was will man mehr?
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Wunderbare Macht (Magnificent Obsession) [Blu-ray]
Wunderbare Macht (Magnificent Obsession) [Blu-ray] von Douglas Sirk (Blu-ray - 2014)
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