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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen HER ist seine innere Stimme und treibt ihn an - wunderbarer Film mit zahlreichen Botschaften
Sie ist für mich viel mehr wie ein Betriebssystem. Da ich mich persönlich mit Bewusstseinsarbeit und vor allem mit dem „ALLEIN“ Leben lernen beschäftige, hat mich dieser Film zu tiefst berührt. Ich möchte nicht zu weit ausschweifen, aber wer eine Dualseele hat, weiß, was ich damit meine. ;) Der zweite Teil ist immer da und man...
Vor 23 Tagen von Caroline veröffentlicht

versus
5 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schade (Vorsicht Spoiler!)
Der Film hat einige vielversprechende Ansätze,

Liebe mit virtuellen Wesen?
Sex mit virtuellem Wesen?
Wer liefert die Vorlage fuer das Wesen?
Menschen die mehr mit sich selbst kommuniziert als miteinamder?
Virtuelles Wesen kann in 1000 andere menschen verliebt sein?
Eifersuechtiges kuenstliches Wesen?
Kuenstliches Wesen spuert...
Vor 5 Tagen von G. W. K. veröffentlicht


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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen HER ist seine innere Stimme und treibt ihn an - wunderbarer Film mit zahlreichen Botschaften, 7. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Her (DVD)
Sie ist für mich viel mehr wie ein Betriebssystem. Da ich mich persönlich mit Bewusstseinsarbeit und vor allem mit dem „ALLEIN“ Leben lernen beschäftige, hat mich dieser Film zu tiefst berührt. Ich möchte nicht zu weit ausschweifen, aber wer eine Dualseele hat, weiß, was ich damit meine. ;) Der zweite Teil ist immer da und man genießt die Welt alleine, ist es aber trotzdem nicht. Und deswegen hat mich der Film total an mein Leben erinnert.

Wir Menschen suchen ständig nach der perfekten Beziehung, dabei haben wir bereits eine. Selbstliebe ist das Stichwort und ich sehe in HER eine wichtige, versteckte Botschaft. Die Computerstimme mag künstlich sein oder Einbildung, aber in dem Moment hatte er Spaß. Er genoss das Leben, obwohl keine weitere Person an seiner Seite war. Auch wir, können es genauso so erleben, wenn wir einmal unser inneres Kind raus lassen und das Leben wieder als Abenteuer sehen.

Obwohl dieser Film in der Zukunft spielt, wo Technik an der Tagesordnung steht, hat er sich wieder gefunden und das Leben im Außen genossen, obwohl sie im Inneren die Anweisungen gibt. Seine innere Stimme animierte ihn zum Beispiel, Briefe an den Verlag zu schicken, sie weckt ihn morgens auf und sorgt dafür, dass er glücklich zur Arbeit geht. Usw.

Für mich war es einer der schönsten Filme ever, es ist lange her, dass ich vier Mal im Kino war. Diese Geschichte ist keine leichte Kost für jene, die Abenteuer und Action erwarten. Er ist für jene Menschen gedacht, die die wahre Liebe in sich selbst finden und offen für diese neue Art der freien Liebe sind. Personen, die zwischen den Zeilen lesen können und diese Art von Kunst mögen.
Auf jeden Fall sollte man sich HER öfter ansehen, weil man jedes Mal neue Botschaften darin findet. Das Leben ist ein ewiges loslassen und wir können auch mehrere Menschen gleichzeitig lieben. Wichtig ist vor allem eines, dass wir uns selbst treu bleiben. Wer ständig auf der Suche ist, erkennt nicht, dass er eigentlich schon dort ist, wo er hinmöchte. NAMASTE
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Hilfeschrei der Einsamkeit., 4. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Her (DVD)
Spike Jonzes -Her- spaltet ein wenig die Zuschauergemeinde. Noch vor der Veröffentlichung wurde der Film mit reichlich Vorschußlorbeeren bedacht, später gab es zahlreiche Kritiker, die mit Jonzes Stoff nicht all zu viel anfangen konnten. Für mich ist -Her- Kino der Extraklasse. Ein Kammerspiel, dem man das nicht anmerkt, ein Theaterstoff der brillant ins Spielfilmfomat transformiert wurde. Vor allem aber: -Her- ist, jedenfalls meiner Ansicht nach, kein visionärer "Zukunftsquatsch", sondern bereits vorhandene Realität, die mir persönlich Angst macht. Nichts von dem, was Spike Jonzes Protagonisten in -Her- widerfährt ist unvorstellbar, im Gegenteil, wir sind auf dem besten Weg in die digitale Entfremdung, umgeben von "intelligenter Software", die menschliche Wärme nur imitieren kann und Terrabiteweise Einsamkeit produziert. Damit ist -Her- für mich ein außerordentlich kluger, ansprechender und nachdenklicher Film geworden.

Theodore Twombley(Joaquin Phoenix ) ist Brief- und Kartenschreiber bei BeautifulHandwritingLetters.com. Für wildfremde Menschen entwirft er Liebesbriefe. Theodore ist einsam. Seine Frau Catherine(Rooney Mara) hat ihn verlassen. Die Scheidung ist nur noch eine Frage von Unterschriften. Theodores Leben spielt sich zum größten Teil im Internet ab. Doch was Theodore wirklich braucht, ist menschliche Wärme. Ein Date über eine Dating-Line geht komplett in die Hose und so wendet sich Theodore einem neuen Software Programm zu. Das Operating System OS1 verspricht dem Nutzer den perfekten Partner. Bis auf den menschlichen Körper soll das Programm all das produzieren können, was einen guten Freund ausmacht. Theodore schlägt zu und hat ab sofort sein OS1 mit dem Namen Samantha als Gesprächspartner zur Verfügung. Samantha weiß alles über Theodore. Sie besetzt jeden freien Winkel in dessen Leben, und davon gibt es reichlich. Theodore ist zunächst begeistert, doch diese Begeisterung schlägt schnell in Liebe um. Als Samantha diese Liebe erwidert, scheint zunächst alles gut für Theodore und seine "neue Liebe" zu laufen. Doch egal wie viele Daten wir in Zukunft auch noch auf einen Millimeter großen Chip packen können, für die "wahre Liebe" braucht es immer noch zwei Menschen...

Das hat mir unglaublich gut gefallen. Natürlich ist Joaquin Phoenix Schauspiel hervorzuheben. Der Mann ist gnadenlos gut. Im Original leiht Scarlett Johansson ihre Stimme Samantha. Das ist ein Hinhörer der Extraklasse. In der deutschen Fassung wird dieser Part von Luise Helm, Johanssons deutscher Synchronsprecherin, nicht minder perfekt übernommen. Zu den verstörenden Bildern einer eingebildeten Liebe gibt es einen schmalen, aber wunderschönen, Soundtrack der fantastischen Arcade Fire.
Alles in allem ist -Her- für mich ein ziemlich komplettes Filmvergnügen geworden. Wenn Kameramann Hoyte Van Hoytema das Objektiv auf Theodore richtet, der zu Fuß über eine Brücke gehend mit seiner imaginären Partnerin spricht, während um ihn herum lauter einzelne Menschen mit ihren elektronischen Wegbegleitern kommunizieren, dann ist das so brillant wie Angst einflößend. Aldous Huxley hat es 1932 schon geahnt. Die "Schöne Neue Welt" hat auch ihre Schattenseiten...
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70 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verstörend authentisch, tragisch und berührend, 2. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Her (DVD)
Theodore Twombly schreibt Briefe.
Er schreibt Briefe für alle möglichen Menschen, die es offensichtlich nicht mehr selbst auf die Reihe bekommen, die richtigen Worte zu finden, um einer geliebten Person, dem Vater, der Mutter, den Kindern, wem auch immer, ihre Gefühle zum Ausdruck zu bringen.
Es gibt also, in dieser nahen Zukunft, in der "Her" spielt, Agenturen, die Leute wie Twombly beschäftigen, um Briefe wildfremder Menschen zu schreiben, teilweise komplett den Schriftwechsel zu übernehmen.
Auch sonst ist die Welt, in der Theodore (Joaquín Phoenix) lebt, geprägt von menschlicher Antikommunikation. Die Generation Smartphone/ Google Glass hat ihr Endstadium erreicht. Die Menschen rennen über öffentliche Plätze, reden mit sich selbst / mit dem Chip in ihrem Ohr, der ihnen Ihre E-Mails, die Nachrichten, das Wetter, einfach alles vorliest.
In dieser Welt lebt Twombly, als seine Ehe mit Catherine (Rooney Mara aus "Verblendung") in die Brüche geht, passenderweise aufgrund des Umstandes, dass sie offensichtlich nicht mehr in der Lage sind, miteinander zu kommunizieren.
In seiner Einsamkeit, eingefangen zwischen seinen lyrischen Briefen für und an Menschen, die er niemals kennenlernen würde und seinem Liebeskummer, schafft er sich ein sog. "Operating System" an, eine Art Betriebssystem, welches man auf seinen Ohrchip/aufs Handy installiert. Es handelt sich hierbei um die finale Form künstlicher Intelligenz, denn das O.S. ist nicht nur fähig, seine eigene K.I. zu erfassen und zu realisieren, nein - es lernt auch stetig dazu, empfindet Empathie und entwickelt einen eigenen Charakter & Gefühle. Es ist schlicht wie ein Mensch. Nur eben ohne Körper. Ein Mensch, namens Samantha (Stimme im engl. OT: Scarlett Johansson)...

Mir hat der Film wahnsinnig gut gefallen.
Über die gesamte Spieldauer hinweg verbreitet er mit seiner melancholischen Grundstimmung und seiner traurigen Anmutung eine ganz schmerzliche, zerbrechliche Atmosphäre, der man sich aber ganz schwer entziehen kann.
Er behandelt eine Zukunft, in der ich ehrlich gesagt nicht leben möchte (auch wenn sie m.E. nicht in allzu weiter Ferne liegt). Er handelt von Menschen, deren Miteinander auf ein Minimum geschrumpft zu sein scheint, deren Körper in manchen Szenen wie plumpe Hüllen erscheinen, während sich ihr Kopf durch die technischen Möglichkeiten vollständig vom realen Leben verabschiedet zu haben scheint.
Doch trotz dieser Tatsache gelingt es dem Zuschauer mit Leichtigkeit, sich ganz tief in die Charaktere hineinzuversetzen. Das liegt sicherlich zu einem beträchtlichen Teil auch an der guten bis herausragenden Leistung der Schauspieler. Phoenix als verträumter, grundsätzlich liebenswerter aber heillos verunsicherter und desillusionierter "Freak" fügt sich sehr gut in die allgemeine Grundstimmung des Films. Er hat die allermeiste Screentime, was natürlich dem geschuldet ist, dass er hauptsächlich mit einem Computer spricht, schafft es aber, den Zuschauer komplett in seinen Bann zu ziehen. Man leidet und fühlt mit, man kann sein Handeln und seine Gefühle immer nachvollziehen, was bei diesem doch recht grotesk wirkendem Thema auf den ersten Blick nicht leicht zu fallen droht.
Warum es im Endeffekt doch so gut gelingt, liegt sicherlich an Samantha. Diese "Frau" ist tatsächlich einfach eine Wucht. Johansson spricht mit so einer Hingabe und einem Feingefühl, dass es tatsächlich nie störend ist, nicht zu sehen, wie dieses O.S. denn aussehen würde, wäre es ein Mensch. Sie verleiht Samantha so eine Tiefe und Vielschichtigkeit, wie es die wenigsten anderen Schauspieler bei einer real existierenden Figur schaffen. An dieser Stelle sei wirklich empfohlen, den Film in englisch zu sehen, um Johanssons tolle Leistung zu erleben. Sie wertet diesen Film definitiv auf (ich habe die dt. Version zwar nicht gesehen, aber an diese Leistung dürfte durch eine Synchronisierung kaum anzuknüpfen sein).

Die recht offensichtliche gesellschaftskritische Note des Films wirkte, während der Film lief, auf mich erstaunlich subtil. Auch hierbei mag mit eine Rolle spielen, dass man Theodore in den meisten Situationen so sehr verstehen kann, dass einem der Umstand, dass er diese innige Beziehung "lediglich" zu einer Software entwickelt, gar nicht bewerten, komisch finden oder gar verurteilen kann.
Dass ich hier das Wort "lediglich" zwischen Anführungsstriche setzen muss/will, zeigt schon, was der Film mit einem anstellt. Dass er es schafft, einem den Spiegel vorzuhalten und verstehen zu machen, dass man möglicherweise auch selbst in der Lage sein würde, eine derartige Beziehung (mit allem was dazugehört) zu einer Stimme aus einem Computer zu entwickeln.
Und genau das ist es, was wiederum umso mehr die gesellschaftskritische Note des Films verstärkt. Dann nämlich, wenn der Abspann über die Leinwand flimmert und man sich erst dann wieder bewusst wird, wie wichtig - ja wie essentiell lebensnotwendig unser tägliches soziales Miteinander, unsere gegenseitige Empathie, unsere physisch realen Kontakte sind. Bei der Heimfahrt vom Kino in der Bahn durchzog mich tatsächlich ein unwohles Gefühl, als ich auf mein Smartphone starrte, um irgendetwas nachzusehen, an das ich mich jetzt schon nicht mehr erinnern könnte, und mit mir etliche andere Menschen um mich herum genau dasselbe taten.
Ist das der Anfang? Und ist das, was wir in "Her" erleben, das Ende?

Insgesamt könnte ich noch sehr viel mehr über "Her" schreiben, da ich wirklich extrem angetan von diesem Kunstwerk bin. Doch letztendlich möchte ich auch nicht zu viel verraten.
Man kann den Film nur empfehlen, schon alleine deshalb, weil er in seiner Art tatsächlich einzigartig ist, weil er eine zwischen Tragik und Komik perfekt ausbalancierte Erzählung über charmante, lebensechte Charaktere ist und weil er eine wahrhaft wichtige Aussage besitzt.
Ein paar Menschen um mich herum haben beim Erscheinen des Abspanns geklatscht. Das habe ich in einem Kino bislang ganz selten erlebt. Doch irgendwie schien es passend.
Irgendwie war man am Ende dankbar, ihn gesehen zu haben.
Und froh, dass Theodore's Welt dann doch (noch) nicht die Unsere ist.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mitfühlend, 12. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Her [Blu-ray] (Blu-ray)
"Her" ist eindeutig ein Drama, kann aber immer wieder mit unerwartet komischen Momenten aufwarten.
Der Film zeigt sehr anschaulich, ohne zu sehr in die Science Fiction Richtung abzudriften, wo die Entwicklung der heutigen Technik (Smartphones) und des Internets hinführen könnte.

Der Protagonist ist zunächst natürlich alleine und deprimiert. Durch eine spontane Entscheidung tritt eine "Frau" in sein Leben, die allein durch ihre Stimme und Ihre Art zu sprechen Freude in sein Leben bringt (Im Deutschen von Luise Helm sehr schön dargestellt).

Diese Frau ist jedoch nicht real sondern wird durch die künstliche Intelligenz in einem Computer OS erzeugt.
Gerade durch das kontinuierliche lernen und die autonome Weiterentwicklung des OS, entwickelt dieses eine eigene Persönlichkeit, was in diesem Szenario zwangsläufig zu einer Beziehung zwischen ihm und ihr führt.
Die Sichtweise auf die künstliche Intelligenz ist sehr philosophisch und zeigt, welche Probleme eine tatsächlich sich eigenständig entwickelnde künstliche Intelligenz mit sich bringen könnte - das eigene Bewusstsein.

Obwohl der Hauptdarsteller seine persönlichsten Gespräche mit seinem OS führt, verliert er nicht den Bezug zur realen Welt und hält seine realen Freundschaften aufrecht.

Durch kleine Einblendungen wird immer mal wieder die Blickwinkel des OS dargestellt, welche durch das mobile Endgerät erzeugt werden.

--- (möglicherweise Spoiler) ---

Sehr eindrucksvoll kommt die Verzweiflung rüber, die durch die Unmöglichkeit einer realen Beziehung zwischen den beiden hervorgerufen wird.

Das Ende kommt etwas plötzlich jedoch auch vorhersehbar.

(SPOILER -->
Zunächst wird das während des Films erdachte Ende eingeleitet, indem durch einen technischen Defekt das OS abstürzt und dessen Persönlichkeit verloren gegangen ist. Hier kommt es zwar noch einmal zu einer Wendung, eine Trennung der beiden ist jedoch unvermeidlich. Ob das Ende nun logisch ist oder nicht spielt hierbei keine Rolle.
Es ist quasi das einzig mögliche Ende für diese tragische aber dennoch einfühlsame Liebesgeschichte.
Das was ihm am Ende von ihr bleibt (neben den Erinnerungen) ist eine vom OS zusammengestellte Sammlung von Briefen die er zwar im Auftrag von fremden Personen geschrieben hat, hier jedoch als die einzig mögliche physiologische Verbindung zwischen den beiden gesehen werden kann.)

Die Hauptrolle ist mit Joaquín Phoenix ideal besetzt.

PS.: Die Fahrstühle sind der Hammer ;-)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandios, bewegend und intellektuell anregend, 13. September 2014
Von 
Stefan Servos "Cirdan" (Stadt Blankenberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Her [Blu-ray] (Blu-ray)
Die meiste Zeit meines Lebens sehe ich persönlich die Welt, die Menschen und deren Gesamtzusammenhang wie durch einen Nebelschleier. Spike Jonze scheint das nicht so zu gehen, er hat den Schleier zur Seite geschoben, sieht alles ganz klar und verfügt zudem noch über die Gabe dies dann in Worte zu fassen. In 'Her' erzählt er die Geschichte des introvertierten Theodore Twombly (grandios Joaquín Phoenix), der sich in das Operating System seines Computers verliebt. 'Her' ist, philosophisch, intellektuell anspruchsvoll und auch äußerst romantisch, rutscht dabei aber nie in Kitsch oder Fremdschäm-Areale ab, was bei diesem Thema leicht hätte passieren können. Das Drehbuch ist so unglaublich gut, dass es weh tut. Jonze stellt die Frage, was Menschlichkeit ausmacht. Es geht um das ursprüngliche Bedürfnis geliebt zu werden und gleichzeitig zu gefallen. Eigentlich wollen wir alle doch einfach nur glücklich sein, warum muss das so kompliziert sein? Jonze berherrscht den perfekten Balance-Akt und erzählt eine Geschichte, deren Echo noch lange nach dem Abspann nachhalt. Der vermutlich schönste Film, den ich dieses Jahr gesehen habe.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Excellenter Film!, 7. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Her (DVD)
Der Film ist ausgezeichnet, hat mich sehr berührt und ich hoffe, das es niemals soweit kommen wird, wie im Film erzählt.
Das Menschen so einsam sind, dass sie sich in ihr intelligentes Betriebssystem verlieben. Klingt so was von paradox, wird aber im Film wunderbar erzählt. Schlimm ist, dass sich immer mehr Menschen hinter ihrem Computer verkriechen und dies ihre Realität wird.
Joaquín Phoenix spielt ausgezeichnet und glaubhaft. Sehr gut erzählt.
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5.0 von 5 Sternen Zukunft oder Vergangenheit?, 8. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Her (DVD)
Der Film ist für alle Joaquin Phoenix-fans perfekt. Der Schauspieler, die Schauspieler kommt in diesem Film voll zu Geltung, da genug Raum und Zeit für sie geschaffen wird - keine Bilder von einer monströsen Zukunftswelt oder banale Nebengeschichten. Der Film wirkt wie ein Kammerspiel und doch zeigt er die Zukunft (welche sehr retro daher kommt - die Handys haben wieder eine vernünftige Normalgröße), wie sie sein könnte. Die künstliche Intelligenz nimmt in dieser Zukunft einen Raum ein und kann zu einem Freund/Freundin werden - ob das sinnvoll ist? beantwortet der der Film nicht und das ist gut so.
Immerhin malt der film nicht schwarz, denn es gibt nicht nur einsame Menschen die nicht mehr mit anderen Menschen Kontakt haben - es gibt viele Formen der Beziehungen.

Schöner ruhiger Film zum nachdenken und entspannen, weinen, viel zu lachen und ein Schauspieler (Phoenix) in Bestform.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verliebt in die Computerstimme, 18. September 2014
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Her (DVD)
"Her" von Spike Jonze nimmt man erst auf den zweiten Blick als Science Fiction Film wahr, denn die Geschichte, die in einer sehr nahen Zukunft in San Francisco spielt, wirkt doch erschreckend zeitgemäß und real.
In dieser Zukunft ersetzt der Macher von "Beeing John Malkovich" oder "Adaption" das heute allgegenwärtige Smartphone durch einen kleinen Knopf im Ohr, der über eine künstliche Intelligenz verfügt. Die Menschen gehen genauso gemeinsam wie mit ihrem Handy oder Smartphone durch die Straßen und reden ununterbrochen mit sich selbst und mit dem modernen Artefakt als ständiger Begleiter. Ein gar nicht mehr so ungewöhnlicher Anblick, denn man sieht seine Mitmenschen ja heute schon ständig in Kommunikation mit der Maschine. Auf diesem Weg setzt sich Jonze zusammen mit seinem Publikum kritisch - aber nie pessimistisch - mit der immer schneller voranschreitenden technologischen Entwicklung auseinander.
Möglich sogar, dass für viele Menschen das Mobiltelefon schon lange zur Verlängerung ihres eigenen Körpers und Geistes geworden ist, unverzichtbar und schmerzhaft vermisst, wenn es einmal vergessen wird. Aufbauend auf dieser gesellschaftlichen Entwicklung und den technologischen Fortschritten erzählt der Filmh die Geschichte eines Mannes, der sich in sein Betriebssystem verliebt. In dieser nicht allzu fernen Zukunft wird das individualisierte System "OS 1" eingeführt, das den Nutzer die Möglichkeit gibt, sein Operation System entweder mit männlicher oder weiblicher Stimme zu wählent, Der absolute Knaller ist aber, dass sich der künstlich geschaffene Partner auch über eine sich fortwährend entwickelnde Persönlichkeit auszeichnet. Samantha (im Original gesprochen von Scarlett Johansson) kann genauso wie ein Mensch Freude, Liebe und Eifersucht empfinden, ausserdem zeichnet sie sich als sehr kreativ, intelligent und witzig aus.
Nach seiner gescheiterten Ehe mit Catherine (Rooney Mara) ist der einsame Theodore (Joaquin Phoenix) in einem latent depressivem Zustand. Der Mann verdient senen Lebensunterhalt damit, Briefe zu schreiben. Nicht seine eigenen, sondern er schreibt gemäß Auftrag Briefe für Andere. Theodore ist mit einem großartigen Gespür für die Gefühlswelt anderer ausgestattet, er kann sich in deren Emotionen gut hineinversetzen und bringt diese Gefühle für seine Auftraggeber auf Papier.
Es sind Liebesbekundungen, Geburtstagsgrüße oder Dankeskarten. Die Handschrift seiner Kunden wird durch den Computer virtuell kopiert und beigefüft, der Brief zwar mündlich eingesprochen, jedoch am Ende ganz klassisch ausgedruckt und per Post zu seinem Adressaten geliefert. Damit tauchen schon bei seiner Tätigkeit Fragen der Zukunft auf, denn was ist Wahrheit und Lüge, Authentizität und Illusionf. Theodores Briefe sind zwar gefühlvoll und berührend, aber da sie nicht vom Auftraggeber selbst geschrieben wurden, fehlt da auch diese Echtheit. Und damit gelangt man zum Thema des Films, denn die zunehmend intimer werdende Beziehung zu Samantha gibt ihm zwar die menschlichen Freuden der Gemeinsamkeit zurück, aber hat diese Liebe zwischen Mensch und Computer tatsächlich eine Zukunft. Die besten Szenen des Films zeigen diese Integration der OS in die moderne Welt des Menschen. Theodores Bekannte Amy (Amy Adams), die sich auch von ihrem Mann (Matt Letscher) getrennt hat, hat in der Folgezeit ebenfalls eine virtuelle Freundin. Und Theodores Arbeitskollege Paul (Chris Pratt) sowie dessen Freundin laden Theodore samt OS zu einem Picknick am Wochenende ein. Dieser stellt natürlich die Beziehung immer mehr in Frage, aber die realen Dates (Olivia Wilde) erweisen sich trotz guter Attraktivität und köperlicher Anziehung als Mißerfolg auf ganzer Linie.
"Her" ist tatsächlich ein sehr interessanter "Jetzt schon Klassiker" des Genres. Denn als Glücksgriff erweist sich die Dynamik der Lovestory, die nach überschwänglicher Verliebtheit - ganz wie in den normalen Beziehungen - in eine Krise und schliesslich in die Entfremdung mündet. Dies alles hat Spike Jonze meisterhaft dargeboten.
Es geht dabei um die Beschaffenheit unserer Gefühle, die stellt der Filmemacher auf den Prüfstand. Was sind wahre Emotionen. Was macht eine Beziehung aus ? Was ist das...Liebe ?
Wenn ich die diesjährige Oscarverleihung und die nominierten Kandidaten so ansehe, dann imponierte mir neben Alexander Paynes "Nebraska" diese kleine Zukunftsschau am meisten. Honoriert wurde dann das Beste Originaldrehbuch, das Jonze selbst schrieb. Ebenso gabs Nominierungen als Bester Film, Bestes Szenebild, Beste Filmmusik und den besten Filmsong. "Her" ist anspruchsvolle Unterhaltung mit Tiefgang und guten Darstellerleistungen.
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25 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wundervoll!, 19. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Her [Blu-ray] (Blu-ray)
Meine Kinokritik zu dem Film "Her" mit Joaquin Phoenix .

[...]

Nach all den überschwänglich positiven Kritiken entschied ich mich den Film "Her" in einem der wenigen Arthouse-Kinos in der Nähe anzusehen. Nach dem Oscar für das beste Originaldrehbuch bei den Oscars 2014 konnte man noch lang nicht davon ausgehen, dass es sich hierbei tatsächlich um einen guten Film handelt. Selbstverständlich beurteile ich das total subjektiv, aber wenn ich sehe das filmische Gurken wie "Gravity" mit 7 Oscars überhäuft werden, dann bestätigt sich mein Eindruck der letzten Jahre. Den "Bester Film"- Oscar gewinnt nur der Film, der tatsächlich auf geschichtlich (zumindest angeblich) realen Ereignissen beruht (12 Years a slave, The King's Speech, Argo) oder wie in obigem Beispiel mit seinem Effektfeuerwerk in 3D punktet, obwohl dieser wenigstens nicht mit dem wichtigsten aller Filmoscars geehrt wurde. Und achja... Oscars gewinnt nur der Schauspieler, in dessem Namen die Wortkonstellation Leonardo DiCaprio nicht auftaucht.

Zu viele Enttäuschungen bringt das heute Mainstream-Kino hervor. Need for Speed, Battleship, Transformers, Gravity, Pacific Rim etc. um ein paar Beispiele zu nennen. Und warum überflutet solcher Einheitsbrei die Kinos? Weil es funktioniert! Produzenten werden in ihrer Meinung bestätigt, dass das heutige Publikum mehr wert auf teure Effekte und Blockbuster-Feeling legt, als auf eine interessante Story.
Doch manchmal, aber nur manchmal kommt man dann doch einen Film wie "Her" zu Gesicht, der einem auch nach dem Kinobesuch nachdenklich stimmt und das moderne Leben mit all seinen Privilegien mit einer cleveren Idee und auf eine intelligente Art und Weise hinterfragt.

Wir schreiben eine gar nicht so allzu ferne Zukunft. Theodore Twombly (Joaquin Phoenix) ist in seinem Job ein echter Durchstarter. Es ist nämlich an ihm mittels modernster Spracherkennungs-Software Liebesbriefe für seine Klienten zu verfassen, die diese ihm in Auftrag geben. Er ist ein wahres Ass darin Menschen mit seiner philosophischen und sensiblen Lyrik zu bewegen und ist daher bei seinem Kundenstamm und Publikationen sehr beliebt. Das war es dann zunächst mit all der Leidenschaft und Liebe in seinem Leben. Er lebt mit seiner Frau Catherine (Atemberaubend schön: Rooney Mara (Verblendung)) in Scheidung, vergnügt sich mit Computerspielen und hat bizarren Telefonsex mit anderen einsamen Seelen der Nacht. In Wahrheit besteht aber seit der Trennung von Catherine keine echte Freude mehr in seinem Leben. Er legt sich eine spezielle Software für seinen Computer zu, einen sogenannten OS (Operating System). Ihr Name ist Samantha, hat eine eindringliche weibliche Stimme, Charme und ein echtes Bewusstsein durch künstlich geschaffene Intelligenz. Eine Software also die sich quasi mit ihm unterhält, lästige Kleinigkeiten für ihn abarbeitet, belesen ist und ganz nebenbei, so scheint es, ihm die Leere in seinem Leben raubt. Doch was wenn er dadurch Gefühle zu einem nicht real existierenden Wesen aufbaut?...

Ich schätze es wird zwei Sorten von Menschen geben. Die einen werden (wollen oder können?) sich auf die Geschichte überhaupt nicht einlassen und finden allein die Idee dahinter total absurd. Oder aber die anderen, die sich auf diese vielschichtige Geschichte einlassen und dadurch mit einem kleinen Meisterwerk belohnt werden. Nachdem der Regisseur Spike Jonze sich mit Filmen wie dem ebenfalls innovativen "Being John Malkovich" und Nicolas Cage's letzten erwähnenswerten Film "Adaption" einen Namen gemacht hatte, schuf er also "Her". Ein Film der in vielen Punkten absolute Faszination in sich birgt. Das weibliche Operating System Samantha erhält so viel Profil und Charakter wie es mir paradoxerweise in keiner anderen Liebesromanze der letzten Jahre aufgefallen ist und das obwohl in diesen Filmen in der Regel die Hauptdarstellerin leibhaftig zu sehen ist. Samantha gewinnt allein durch ihre stimmliche Präsenz, deren Tonfall stets Freude, Trauer, Wut und Eifersucht offenbart einen fasst schon greifbaren Charakter, sodass man als Zuschauer irgendwann selber nicht mehr glauben kann, dass es sich bei Samantha um keine reale Person handelt. Und so kann man die aufrichtige Beziehung, die Theodore mit seinem Computer führt nachvollziehen, da auch im Laufe des Films bekannt wird dass OS nicht darauf programmiert werden sich in den Benutzer der Software zu verlieben. Manche OS lassen sogar die Zuneigungen ihres Nutzers abblitzen, sodass die Computersoftware noch weiter vermenschlicht wird bis sie schlussendlich die zwischenmenschlichen Beziehungen unter den realen Menschen unnötig macht.

Interessant ist auch der körperliche Aspekt. Wenn Theodore sich mit einer realen Frau trifft schwingt in der Stimme des Computers Samantha Eifersucht mit und auch die Wut über den Umstand, dass sie ihn niemals so berühren würde wie es ein echter Mensch könnte. Es scheint so als wäre Samantha ein vollwertiger Mensch, genauso fernab von der Perfektion wie alle von uns. Was sie unheimlich liebenswert und spürbar macht. Auch Reisen mit ihr zusammen sind möglich, sie sammelt Eindrücke durch die Kamera von Theodores Smartphone, welches er stets in seiner Hemdtasche mit sich trägt und durch das auch sie für ihre eigene Existenz dazu lernt. Sie erfindet selbständig Klaviermelodien als Erinnerungen an besondere Momente und Reisen mit Theodore, in der tragischen Gewissheit, dass sie sich niemals auf einem der Urlaubsfotos zusammen mit ihrem Liebsten wiederfinden wird. Es scheint als wären die beiden unzertrennlich aber doch unendlich weit voneinander entfernt. Getrennt durch die Wand einer anderen Dimension.

Mich hat der Film unheimlich ergriffen und bewegt, was nicht zuletzt auch an der wundervollen Filmmusik von der kanadischen Band Arcade Fire bzw. dem Komponisten Owen Pallett lag. Auch wenn man kein Fan von klassischen Liebes-Romanzen ist, was ich vollkommen nachvollziehen kann, würde ich diesen Film jedem über alle Maßen empfehlen. Ich habe schon wirklich vieles gesehen. Aber seltenst sowas derart innovatives und bewegendes.

"Her" ist meiner Meinung nach nicht weniger als ein Meisterwerk in einer Kinowelt, die außer einem Meer von Fortsetzungen, Einheitsbrei und Uninspiriertheit nicht mehr viel zu bieten hat. Ausnahmen wie diese bestätigen die Regel. Daher von mir die Höchstwertung...

5 mehr als verdiente Sterne!
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5.0 von 5 Sternen Unglaublich gut / Unglaublich schön / Unglaublich traurig, 30. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Her (DVD)
Es ist beängstigend und schön zu gleicher Zeit. Den "1 Stern Gebern" sei gesagt: Man sollte einen Film ganz schauen oder die klappen halten. Man kann von 226 Minuten nicht nach 30 oder 60 Minuten wissen wohin der Film geht. Gerade bei diesem Film ganz- und gar nicht!
Grüße
Franko
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Her [Blu-ray] von Spike Jonze (Blu-ray - 2014)
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