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50 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verstörend authentisch, tragisch und berührend
Theodore Twombly schreibt Briefe.
Er schreibt Briefe für alle möglichen Menschen, die es offensichtlich nicht mehr selbst auf die Reihe bekommen, die richtigen Worte zu finden, um einer geliebten Person, dem Vater, der Mutter, den Kindern, wem auch immer, ihre Gefühle zum Ausdruck zu bringen.
Es gibt also, in dieser nahen Zukunft, in der "Her"...
Vor 4 Monaten von A.G. veröffentlicht

versus
10 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der große Wurf ist das nicht
Man fragt sich, wofür dieser Film einen Oskar bekommen hat. Die Idee ist originell, umso gespannter war ich auf den Film. Nun komme ich aus dem Kino und bin ein wenig enttäuscht. Okay, der Film ist nicht schlecht. Aber der große Wurf ist es nun auch wieder nicht. Streckenweise zieht sich der Film und ist einfach nur langweilig. Die Handlung ist einfach zu...
Vor 4 Monaten von Kerstin Herrnkind veröffentlicht


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50 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verstörend authentisch, tragisch und berührend, 2. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Her (DVD)
Theodore Twombly schreibt Briefe.
Er schreibt Briefe für alle möglichen Menschen, die es offensichtlich nicht mehr selbst auf die Reihe bekommen, die richtigen Worte zu finden, um einer geliebten Person, dem Vater, der Mutter, den Kindern, wem auch immer, ihre Gefühle zum Ausdruck zu bringen.
Es gibt also, in dieser nahen Zukunft, in der "Her" spielt, Agenturen, die Leute wie Twombly beschäftigen, um Briefe wildfremder Menschen zu schreiben, teilweise komplett den Schriftwechsel zu übernehmen.
Auch sonst ist die Welt, in der Theodore (Joaquín Phoenix) lebt, geprägt von menschlicher Antikommunikation. Die Generation Smartphone/ Google Glass hat ihr Endstadium erreicht. Die Menschen rennen über öffentliche Plätze, reden mit sich selbst / mit dem Chip in ihrem Ohr, der ihnen Ihre E-Mails, die Nachrichten, das Wetter, einfach alles vorliest.
In dieser Welt lebt Twombly, als seine Ehe mit Catherine (Rooney Mara aus "Verblendung") in die Brüche geht, passenderweise aufgrund des Umstandes, dass sie offensichtlich nicht mehr in der Lage sind, miteinander zu kommunizieren.
In seiner Einsamkeit, eingefangen zwischen seinen lyrischen Briefen für und an Menschen, die er niemals kennenlernen würde und seinem Liebeskummer, schafft er sich ein sog. "Operating System" an, eine Art Betriebssystem, welches man auf seinen Ohrchip/aufs Handy installiert. Es handelt sich hierbei um die finale Form künstlicher Intelligenz, denn das O.S. ist nicht nur fähig, seine eigene K.I. zu erfassen und zu realisieren, nein - es lernt auch stetig dazu, empfindet Empathie und entwickelt einen eigenen Charakter & Gefühle. Es ist schlicht wie ein Mensch. Nur eben ohne Körper. Ein Mensch, namens Samantha (Stimme im engl. OT: Scarlett Johansson)...

Mir hat der Film wahnsinnig gut gefallen.
Über die gesamte Spieldauer hinweg verbreitet er mit seiner melancholischen Grundstimmung und seiner traurigen Anmutung eine ganz schmerzliche, zerbrechliche Atmosphäre, der man sich aber ganz schwer entziehen kann.
Er behandelt eine Zukunft, in der ich ehrlich gesagt nicht leben möchte (auch wenn sie m.E. nicht in allzu weiter Ferne liegt). Er handelt von Menschen, deren Miteinander auf ein Minimum geschrumpft zu sein scheint, deren Körper in manchen Szenen wie plumpe Hüllen erscheinen, während sich ihr Kopf durch die technischen Möglichkeiten vollständig vom realen Leben verabschiedet zu haben scheint.
Doch trotz dieser Tatsache gelingt es dem Zuschauer mit Leichtigkeit, sich ganz tief in die Charaktere hineinzuversetzen. Das liegt sicherlich zu einem beträchtlichen Teil auch an der guten bis herausragenden Leistung der Schauspieler. Phoenix als verträumter, grundsätzlich liebenswerter aber heillos verunsicherter und desillusionierter "Freak" fügt sich sehr gut in die allgemeine Grundstimmung des Films. Er hat die allermeiste Screentime, was natürlich dem geschuldet ist, dass er hauptsächlich mit einem Computer spricht, schafft es aber, den Zuschauer komplett in seinen Bann zu ziehen. Man leidet und fühlt mit, man kann sein Handeln und seine Gefühle immer nachvollziehen, was bei diesem doch recht grotesk wirkendem Thema auf den ersten Blick nicht leicht zu fallen droht.
Warum es im Endeffekt doch so gut gelingt, liegt sicherlich an Samantha. Diese "Frau" ist tatsächlich einfach eine Wucht. Johansson spricht mit so einer Hingabe und einem Feingefühl, dass es tatsächlich nie störend ist, nicht zu sehen, wie dieses O.S. denn aussehen würde, wäre es ein Mensch. Sie verleiht Samantha so eine Tiefe und Vielschichtigkeit, wie es die wenigsten anderen Schauspieler bei einer real existierenden Figur schaffen. An dieser Stelle sei wirklich empfohlen, den Film in englisch zu sehen, um Johanssons tolle Leistung zu erleben. Sie wertet diesen Film definitiv auf (ich habe die dt. Version zwar nicht gesehen, aber an diese Leistung dürfte durch eine Synchronisierung kaum anzuknüpfen sein).

Die recht offensichtliche gesellschaftskritische Note des Films wirkte, während der Film lief, auf mich erstaunlich subtil. Auch hierbei mag mit eine Rolle spielen, dass man Theodore in den meisten Situationen so sehr verstehen kann, dass einem der Umstand, dass er diese innige Beziehung "lediglich" zu einer Software entwickelt, gar nicht bewerten, komisch finden oder gar verurteilen kann.
Dass ich hier das Wort "lediglich" zwischen Anführungsstriche setzen muss/will, zeigt schon, was der Film mit einem anstellt. Dass er es schafft, einem den Spiegel vorzuhalten und verstehen zu machen, dass man möglicherweise auch selbst in der Lage sein würde, eine derartige Beziehung (mit allem was dazugehört) zu einer Stimme aus einem Computer zu entwickeln.
Und genau das ist es, was wiederum umso mehr die gesellschaftskritische Note des Films verstärkt. Dann nämlich, wenn der Abspann über die Leinwand flimmert und man sich erst dann wieder bewusst wird, wie wichtig - ja wie essentiell lebensnotwendig unser tägliches soziales Miteinander, unsere gegenseitige Empathie, unsere physisch realen Kontakte sind. Bei der Heimfahrt vom Kino in der Bahn durchzog mich tatsächlich ein unwohles Gefühl, als ich auf mein Smartphone starrte, um irgendetwas nachzusehen, an das ich mich jetzt schon nicht mehr erinnern könnte, und mit mir etliche andere Menschen um mich herum genau dasselbe taten.
Ist das der Anfang? Und ist das, was wir in "Her" erleben, das Ende?

Insgesamt könnte ich noch sehr viel mehr über "Her" schreiben, da ich wirklich extrem angetan von diesem Kunstwerk bin. Doch letztendlich möchte ich auch nicht zu viel verraten.
Man kann den Film nur empfehlen, schon alleine deshalb, weil er in seiner Art tatsächlich einzigartig ist, weil er eine zwischen Tragik und Komik perfekt ausbalancierte Erzählung über charmante, lebensechte Charaktere ist und weil er eine wahrhaft wichtige Aussage besitzt.
Ein paar Menschen um mich herum haben beim Erscheinen des Abspanns geklatscht. Das habe ich in einem Kino bislang ganz selten erlebt. Doch irgendwie schien es passend.
Irgendwie war man am Ende dankbar, ihn gesehen zu haben.
Und froh, dass Theodore's Welt dann doch (noch) nicht die Unsere ist.
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20 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wundervoll!, 19. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Her [Blu-ray] (Blu-ray)
Meine Kinokritik zu dem Film "Her" mit Joaquin Phoenix .

[...]

Nach all den überschwänglich positiven Kritiken entschied ich mich den Film "Her" in einem der wenigen Arthouse-Kinos in der Nähe anzusehen. Nach dem Oscar für das beste Originaldrehbuch bei den Oscars 2014 konnte man noch lang nicht davon ausgehen, dass es sich hierbei tatsächlich um einen guten Film handelt. Selbstverständlich beurteile ich das total subjektiv, aber wenn ich sehe das filmische Gurken wie "Gravity" mit 7 Oscars überhäuft werden, dann bestätigt sich mein Eindruck der letzten Jahre. Den "Bester Film"- Oscar gewinnt nur der Film, der tatsächlich auf geschichtlich (zumindest angeblich) realen Ereignissen beruht (12 Years a slave, The King's Speech, Argo) oder wie in obigem Beispiel mit seinem Effektfeuerwerk in 3D punktet, obwohl dieser wenigstens nicht mit dem wichtigsten aller Filmoscars geehrt wurde. Und achja... Oscars gewinnt nur der Schauspieler, in dessem Namen die Wortkonstellation Leonardo DiCaprio nicht auftaucht.

Zu viele Enttäuschungen bringt das heute Mainstream-Kino hervor. Need for Speed, Battleship, Transformers, Gravity, Pacific Rim etc. um ein paar Beispiele zu nennen. Und warum überflutet solcher Einheitsbrei die Kinos? Weil es funktioniert! Produzenten werden in ihrer Meinung bestätigt, dass das heutige Publikum mehr wert auf teure Effekte und Blockbuster-Feeling legt, als auf eine interessante Story.
Doch manchmal, aber nur manchmal kommt man dann doch einen Film wie "Her" zu Gesicht, der einem auch nach dem Kinobesuch nachdenklich stimmt und das moderne Leben mit all seinen Privilegien mit einer cleveren Idee und auf eine intelligente Art und Weise hinterfragt.

Wir schreiben eine gar nicht so allzu ferne Zukunft. Theodore Twombly (Joaquin Phoenix) ist in seinem Job ein echter Durchstarter. Es ist nämlich an ihm mittels modernster Spracherkennungs-Software Liebesbriefe für seine Klienten zu verfassen, die diese ihm in Auftrag geben. Er ist ein wahres Ass darin Menschen mit seiner philosophischen und sensiblen Lyrik zu bewegen und ist daher bei seinem Kundenstamm und Publikationen sehr beliebt. Das war es dann zunächst mit all der Leidenschaft und Liebe in seinem Leben. Er lebt mit seiner Frau Catherine (Atemberaubend schön: Rooney Mara (Verblendung)) in Scheidung, vergnügt sich mit Computerspielen und hat bizarren Telefonsex mit anderen einsamen Seelen der Nacht. In Wahrheit besteht aber seit der Trennung von Catherine keine echte Freude mehr in seinem Leben. Er legt sich eine spezielle Software für seinen Computer zu, einen sogenannten OS (Operating System). Ihr Name ist Samantha, hat eine eindringliche weibliche Stimme, Charme und ein echtes Bewusstsein durch künstlich geschaffene Intelligenz. Eine Software also die sich quasi mit ihm unterhält, lästige Kleinigkeiten für ihn abarbeitet, belesen ist und ganz nebenbei, so scheint es, ihm die Leere in seinem Leben raubt. Doch was wenn er dadurch Gefühle zu einem nicht real existierenden Wesen aufbaut?...

Ich schätze es wird zwei Sorten von Menschen geben. Die einen werden (wollen oder können?) sich auf die Geschichte überhaupt nicht einlassen und finden allein die Idee dahinter total absurd. Oder aber die anderen, die sich auf diese vielschichtige Geschichte einlassen und dadurch mit einem kleinen Meisterwerk belohnt werden. Nachdem der Regisseur Spike Jonze sich mit Filmen wie dem ebenfalls innovativen "Being John Malkovich" und Nicolas Cage's letzten erwähnenswerten Film "Adaption" einen Namen gemacht hatte, schuf er also "Her". Ein Film der in vielen Punkten absolute Faszination in sich birgt. Das weibliche Operating System Samantha erhält so viel Profil und Charakter wie es mir paradoxerweise in keiner anderen Liebesromanze der letzten Jahre aufgefallen ist und das obwohl in diesen Filmen in der Regel die Hauptdarstellerin leibhaftig zu sehen ist. Samantha gewinnt allein durch ihre stimmliche Präsenz, deren Tonfall stets Freude, Trauer, Wut und Eifersucht offenbart einen fasst schon greifbaren Charakter, sodass man als Zuschauer irgendwann selber nicht mehr glauben kann, dass es sich bei Samantha um keine reale Person handelt. Und so kann man die aufrichtige Beziehung, die Theodore mit seinem Computer führt nachvollziehen, da auch im Laufe des Films bekannt wird dass OS nicht darauf programmiert werden sich in den Benutzer der Software zu verlieben. Manche OS lassen sogar die Zuneigungen ihres Nutzers abblitzen, sodass die Computersoftware noch weiter vermenschlicht wird bis sie schlussendlich die zwischenmenschlichen Beziehungen unter den realen Menschen unnötig macht.

Interessant ist auch der körperliche Aspekt. Wenn Theodore sich mit einer realen Frau trifft schwingt in der Stimme des Computers Samantha Eifersucht mit und auch die Wut über den Umstand, dass sie ihn niemals so berühren würde wie es ein echter Mensch könnte. Es scheint so als wäre Samantha ein vollwertiger Mensch, genauso fernab von der Perfektion wie alle von uns. Was sie unheimlich liebenswert und spürbar macht. Auch Reisen mit ihr zusammen sind möglich, sie sammelt Eindrücke durch die Kamera von Theodores Smartphone, welches er stets in seiner Hemdtasche mit sich trägt und durch das auch sie für ihre eigene Existenz dazu lernt. Sie erfindet selbständig Klaviermelodien als Erinnerungen an besondere Momente und Reisen mit Theodore, in der tragischen Gewissheit, dass sie sich niemals auf einem der Urlaubsfotos zusammen mit ihrem Liebsten wiederfinden wird. Es scheint als wären die beiden unzertrennlich aber doch unendlich weit voneinander entfernt. Getrennt durch die Wand einer anderen Dimension.

Mich hat der Film unheimlich ergriffen und bewegt, was nicht zuletzt auch an der wundervollen Filmmusik von der kanadischen Band Arcade Fire bzw. dem Komponisten Owen Pallett lag. Auch wenn man kein Fan von klassischen Liebes-Romanzen ist, was ich vollkommen nachvollziehen kann, würde ich diesen Film jedem über alle Maßen empfehlen. Ich habe schon wirklich vieles gesehen. Aber seltenst sowas derart innovatives und bewegendes.

"Her" ist meiner Meinung nach nicht weniger als ein Meisterwerk in einer Kinowelt, die außer einem Meer von Fortsetzungen, Einheitsbrei und Uninspiriertheit nicht mehr viel zu bieten hat. Ausnahmen wie diese bestätigen die Regel. Daher von mir die Höchstwertung...

5 mehr als verdiente Sterne!
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11 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen EIn Traum von einem Film, 30. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Her [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich bin total beeindruckt von dem Film, der schauspielerischen Leistung des Joaquín Phoenix und der Regie durch Spike Jonze. Ein Meisterwerk, welches perfekt in unsere heutieg Zeit passt. Sehr liebevoll inszeniert, lustig mit traurigen Momenten. Großartiges Gefühlskino, welches unter die Haut geht. Undbedingt im Original anschauen!
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0 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein guter Ansatz, aber irgendwie auf der Strecke liegen geblieben., 25. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Her (DVD)
Den Film „Her“ von Spike Jonze, mit Joaquin Phoenix in der Hauptrolle, könnte man kurz umschreiben als emotionales Science Fiction. Zur Abwechslung geht es nicht darum, weit entfernte Universen oder künftige Welten mit Gewalt zu erobern, sondern um die Frage wie das so aussieht, wenn menschliche Emotionen über den Computer zu uns kommen.

Die Hauptfigur im Film schreibt beruflich schöne emotionale Briefe für seine Kunden und ist damit sehr erfolgreich. Dagegen bleibt es in seiner eigenen Emotionswelt düster - seine Ehe ist in Brüchen, er kann die Emotionen seiner Exfrau und die von Freunden und Bekannten nicht beantworten und bleibt dabei weitaus passiv. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit Computerspielen und virtuellem Sex.

Dann beschafft er sich für seinen Computer ein Operational System „OS“ mit neuester Software, ausgetattet mit einem höheren Grad an lernfähiger Kommunikation. Dieses OS, namens Samantha (im Englischen gesprochen von Scarlett Johansson) ist zunächst ein charmanter Gimmick, aber schon bald ist der Spaß vorbei und entpuppt die lernfähige Computerstimme sich als allzu menschlich, eher als Psychotherapeutin oder Personal Coach und bei Gelegenheit auch als Liebhaberin.

An dieser Stelle im Film kam mir dann die Frage auf, was diese Geschichte uns eigentlich sagen will – was sie für uns bedeutet. Davon abgesehen, ob es technisch möglich wäre unsere fast unendliche Skala an Emotionen und Reaktionen zu programmieren, interessiert die Frage ob wir mit einem Computerprogramm besser bedient wären als mit inter-menschlichen Emotionen. Für Samantha ist das keine Frage – am Ende stellt sich heraus, dass sie mit ihren Fähigkeiten mehr als 8000 Männer bedient. Aber unsere Hauptfigur ist damit nicht glücklich. Sind die Reaktionen von Samantha auf seine Äußerungen und Verlangen die von ihm gesuchte Liebe, oder hat Liebe auch zu tun mit einem wesentlichen Bezug auf eine autonome andere Person? Oder ist beides der Fall?
In sofern hat mich der Film dann enttäuscht. Der Ansatz zu einem möglicherweise ganz anderen Erleben von Emotionalität und Liebe mittels Computerprogramme ist interessant, aber das Thema bleibt leider halbwegs des Films irgendwie unbeantwortet und verschwindet hinter den Ereignissen des Filmplots. Es wäre durchaus möglich gewesen daraus mehr zu machen.
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10 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der große Wurf ist das nicht, 6. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Her (DVD)
Man fragt sich, wofür dieser Film einen Oskar bekommen hat. Die Idee ist originell, umso gespannter war ich auf den Film. Nun komme ich aus dem Kino und bin ein wenig enttäuscht. Okay, der Film ist nicht schlecht. Aber der große Wurf ist es nun auch wieder nicht. Streckenweise zieht sich der Film und ist einfach nur langweilig. Die Handlung ist einfach zu dünn, hat keine Dramatik. Besser hätte ich gefunden, wenn sich am Ende des Films die Kreditkartenfirma gemeldet und ihm eine fette Rechnung für die Dialoge mit Samantha präsentiert hätte. Das wäre nahe an der Realität gewesen. So aber läuft die Handlung langsam aus und man muss aufpassen, dass einem nicht die Augen zufallen.
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