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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie viel Schreckliches kann ein Mensch verkraften, eher er selbst zum Monster wird?
In Stockholm tauchen Leichen von Jungen auf, die auf übelste Weise missbraucht wurden. Es wird nicht allzu viel Aufsehen darüber gemacht, da es sich um Kinder handeln, die von niemandem vermisst werden – höchstwahrscheinlich handelt es sich um illegale Einwanderer. Aber Kommissarin Jeanette versucht den Täter zu finden und arbeitet dafür...
Vor 3 Monaten von Verena veröffentlicht

versus
135 von 151 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Viel Hype um gar nichts
Die beiden Autoren Axlander Sundquist und Jerker Eriksson zeigen mit "Krähenmädchen", wie man aus Ideen und Themen mehrerer erfolgreicher Krimis und Thriller einen eigenen "Psychothriller" zusammenschustern kann. Denkt man sich dann auch noch Unmengen teilweise völlig uninteressanter Nebenschauplätze aus und wiederholt nahezu in jedem...
Vor 4 Monaten von Claudia Junger veröffentlicht


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135 von 151 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Viel Hype um gar nichts, 4. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Krähenmädchen: Psychothriller - Band 1 der Victoria-Bergman-Trilogie (Kindle Edition)
Die beiden Autoren Axlander Sundquist und Jerker Eriksson zeigen mit "Krähenmädchen", wie man aus Ideen und Themen mehrerer erfolgreicher Krimis und Thriller einen eigenen "Psychothriller" zusammenschustern kann. Denkt man sich dann auch noch Unmengen teilweise völlig uninteressanter Nebenschauplätze aus und wiederholt nahezu in jedem Kapitel bestimmte Fakten, dann entsteht aus einer mehr als mäßigen und vorhersehbaren Story auch eine komplette Trilogie.

Ich hätte mir wirklich gewünscht, auch nur einen einzigen Charakter in dem Buch zu finden, der halbwegs authentisch ist, doch weit gefehlt. Sogar die Opfer waren mir egal, aber das kann auch am lieblosen Schreibstil liegen, der es nicht vermag, Emotionen zu wecken.

Mehrmals musste ich mich fragen, für wie dumm die Autoren ihre Leser wohl halten? Ein sechzigjähriger Mann wird als "Lustgreis" betitelt. Oder man fand z.B. eine abgebrochene Spritze im Arm eines Opferns und die Ermittlerin fragte sich erschüttert, ob man ihm denn wohl eventuell diese Spritze gegen seinen Willen gesetzt haben könnte? Praktisch auch, wenn ein unkenntlich gemachtes Opfer dann gleich einen Zettel dabei hat, mit dem man es mühelos identifizieren kann ...

Es kam mir vor, als hätten sich die beiden Autoren verschiedene Schlagworte überlegt und diese dann anhand einer Liste abgearbeitet. So nach dem Motto: "Ach klar, gleichgeschlechtliche Liebe, stimmt, die fehlt noch. Packen wir die doch auch mit hinein."

"Krähenmädchen" ist eines der schlechtesten Bücher, die ich je gelesen habe. Es ist mir egal, wie es mit "Victoria Bergmann" weitergeht.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Danach kräht niemand, 8. September 2014
Dieses Buch schafft es tatsächlich, vorhersehbar und verwirrend zugleich zu sein. Schon sehr bald weiß man, worauf die Geschichte rund um Psychologin Sofia Zetterlund abzielt und wer Victoria Bergmann sein könnte, und dennoch: die Ermittlungsarbeiten der Polizei sind konfus und unlogisch, die Handlungsstränge verworren – man spürt irgendwie einfach, dass es hier nicht einen, sondern zwei Autoren gab, die sich vielleicht nicht immer so gut abgesprochen haben ;). Im letzten Drittel des Buches kann ich mich nun nicht mehr überwinden, es zur Hand zu nehmen. Obwohl ich Thriller bevorzuge, sind die Gewalttaten hier für meinen Geschmack schon zu widerlich (und ich kann einiges vertragen) und abgehoben. Schade, das Thema multiple oder dissoziative Persönlichkeit ist doch an sich so spannend und gibt so viel her, wenn es weniger überzogen und reisserisch dargestellt wird. Ich kann das Buch aus meiner Sicht leider nicht empfehlen und ein Vergleich mit Stieg Larsson schmerzt.
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67 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen unglaubwürdige Effekthascherei, 28. August 2014
Ich habe diesen Krimi gelesen, weil ich aufgrund der positiven Kritiken in den Medien einen psychologisch gut durchdachten Schwedenthriller erwartet habe, statt dessen habe ich einen haarsträubend konstruierten Splatter Krimi vorgefunden. Ich habe selten in einem Buch eine unglaubwürdigere Hauptfigur kennengelernt wie diese Nobelpsychotherapeutin mit Empfangsdame im gediegenstem Ambiente, die anscheinend derart schlechte Ausbildner hatte, dass nie aufgefallen ist, dass sie selbst seit frühester Jugend eine psychopathische Persönlichkeitsstörung schlimmster Ausprägung entwickelt hat. Leider trägt die Schilderung grauenhaftester sadistischer Grausamkeiten ihrerseits keineswegs dazu bei, Verständnis für Mißbrauchsopfer mit Traumafolgestörung zu entwickeln, die, nebenbei bemerkt im Regelfall hauptsächlich für sich selbst eine Gefahr darstellen. Gerade die Passagen, die der inflationären Schlachterei Tiefe verleihen sollen, machen das Buch aus meiner Sicht richtig zum Ärgernis.
Als spannender Krimi funktioniert meiner Meinung nach der Thriller auch nicht, da die nächsten Entwicklungen spätestens dann vorhersehbar sind, wenn man das Konzept: schlachte jede verfügbare männliche Hauptperson- besonders Kinder ab, verwickle die handelnden Frauen in abgründige Beziehungen und würze das Ganze mit Unmengen an Trivialpsychologie. Ein entbehrliches Buch.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr simpel, teilweise unglaubwürdig, 24. Oktober 2014
Ich hatte zuvor überhaupt nichts von diesem Roman gehört oder gelesen. Ich kenne auch die Bücher von Larsson nicht und kann daher keine Vergleiche ziehen. Der Wirbel um dieses Buch ist mir jedenfalls völlig entgangen und ich habe das Buch nur gelesen, weil es in einem dicken Bücher-Paket dabei war, das mir meine bessere Hälfte von einem Bummel mitgebracht hat, und mir das Cover gefiel.

DIESE REZENSION IST NICHT SPOILERFREI!

Ich lese normalerweise nur ungern, beziehungsweise überhaupt keine Bücher über detailliert beschriebenen Kindesmissbrauch und/oder Kindesmisshandlungen. Das ist ein Thema, das ich nur schwer verkrafte und allenfalls lese, wenn sehr distanziert, oberflächlich und sachlich darüber geschrieben wird und es nicht zu viele Passagen darüber gibt. Erst vor wenigen Monaten musste ich ein Buch bereits nach den ersten 10 Seiten weglegen, weil im Prolog ein kleiner Junge missbraucht wird und mir die grafische Beschreibung zu nahe ging.
Es ist eigentlich nicht erstaunlich, dass ich über die Fülle an Kindesmisshandlungen und Erzählungen über Kindesmissbrauch in diesem Buch ziemlich gefasst hinweglesen konnte - denn das Buch ist rundum wenig gefühlsbewegend geschrieben und bleibt immer emotional blass und distanziert. Für mich war das alles also weit weniger brutal, als es für manch anderen war, einfach weil die Beschreibungen kalt blieben und die Autoren es nicht in einer Leseminute geschafft haben, dass ich mit irgendeinem Protagonisten eine Bindung aufbauen konnte.

Ich las an anderer Stelle, dass die beiden Autoren mit diesem Buch auf die Missstände von Kindesmisshandlung und Kindesmissbrauch aufmerksam machen wollten. Ich kann nicht beurteilen, ob das stimmt, aber falls es stimmt, haben sie die Sache in meinen Augen völlig falsch angepackt. Die Taten selbst werden wie auswenig gelernt heruntergerasselt, es gibt keinerlei Zugang zu tiefen Gefühlen. Die Opfer bleiben zumeist namenlos, gesichtslos, leblos. Sie haben keine Geschichte, keine Bezugspunkte, sie sind nur Körper, die vernichtet werden. Tragischerweise ließen sie mich fast alle völlig kalt, auch deshalb, weil mir die Morde bis zuletzt willkürlich vorkamen und keinem wirklichen Zweck dienten. Ich habe die vage Vermutung, dass die Mörderin sich Jungen in einem bestimmten Alter aussucht und deren Verdorbenheit testet, was in ihrer Sprache bedeutet, zu testen, ob sie ihren Trieben standhalten können, überhaupt welche besitzen - und zeigen sie den kleinsten Moment der Schwäche, werden sie beseitigt und kastriert, als habe man der Welt damit einen Gefallen getan und potenzielle Vergewaltiger rechtzeitig eliminiert (was natürlich Unsinn ist).

Die Protagonisten sind flach - und zwar alle. Von den Hauptprotagonisten bis hin zu den unbedeutendsten Nebendarstellern werden nur oberflächliche Details genannt, die den Figuren einen gewissen Rahmen geben, aber die Leinwand im Rahmen bleibt weitestgehend unberührt, höchstens schlampig bekleckst. Es ist schon erstaunlich, dass man in einem Buch, das so viele Seiten hat, so wenig über die Menschen darin erfährt. Das wenigste konnte ich als Leser wirklich miterleben, das meiste wurde nur erzählt, flüchtig erwähnt. Infodump, damit man weiß, womit man es zu tun hat, aber eigene Gedanken werden dabei recht schnell im Keim erstickt, beziehungsweise wachsen erst gar nicht, weil einem die Protagonisten ab einer gewissen Zeit einfach egal werden. Der Schreibstil tut sein Übriges dazu. Er ist schlicht, sehr einfach zu lesen, ich blieb lediglich an den ungewöhnlichen Ortsnamen hängen. Aber er malt keine Bilder, die Autoren wissen nicht, wie sie den Pinsel führen sollen und schreiten einfach von einer groben Beschreibung zur nächsten. "Erst passiert dies, dann passiert das, und danach noch das."

Männer kommen in diesem Buch nicht gut weg. Aus Sicht der Mörderin, die durch Missbrauch in ihrer Vergangenheit gelernt hat, Männern generell zu misstrauen, mag das noch nachvollziehbar sein, aber hier sind ja wirklich sämtliche Männer entweder unsympathische A**********, Vergewaltiger oder totale Luschen, die ihre Partner bei der erstbesten Gelegenheit verlassen oder bescheißen. Wir haben den Mann, der 10 Jahre lang heimlich in zwei verschiedenen Familien lebt, den Mann, der 20 Jahre faul zu Hause bleibt, kein Geld verdient, nur jammert und eine Belastung ist und sich dann Hals über Kopf in eine schmierige Galeristin verknallt und sich scheiden lassen will. Den Staatsanwalt, der einfach jede Ermittlung aus den unglaubwürdigsten Gründen sabotiert, genauso wie alle anderen hochrangigen Polizisten, denen das Leben von Kindern schlichtweg nichts wert ist und die von einer eigenartigen Lethargie befallen zu sein scheinen, die unmöglich realitätsgetreu sein kann - zumindest hoffe ich das nicht, nicht in diesem Umfang und nicht bei der gegebenen Situation. Nachdem Jeanette Kihlberg ihre Ermittlungen trotz der Brisanz einstellen soll, war ich einfach nur noch wütend.

Der Plottwist in diesem Buch ist sehr vorhersehbar. Man muss kein Psychologieass sein, um die Zusammenhänge zu erkennen und für mich war es keine Überraschung, dass sich die Vermutung, die ich bereits auf den ersten 100 Seiten hatte, am Ende voll und ganz bestätigte. Ab dem Moment, in dem erwähnt wurde, dass Sofia ihre Patienten nicht mehr auseinanderhalten kann, war mir klar, dass sie selbst eine dissoziative Identitätsstörung haben muss. Es ist seltsam, dass das nie jemandem aufgefallen ist. Keinem Kollegen, keinem Dozenten, nicht einmal ihrem Lebensgefährten, dem in 10 Jahren doch aufgefallen sein muss, dass Sofia manchmal zusammenhangloses Zeug vor sich hin plappert und sich dabei leere Tonbänder "anhört". Darauf hat er sie nie angesprochen, auf die schrecklichen Dinge, die sie da sagte? Und ihr aktueller Lebensgefährte, dem ist das auch nie aufgefallen? Wirklich?
Das leere Diktiergerät... Kaum wurde das erwähnt, war der leise Verdacht, Sofia könnte Victoria sein, ebenfalls bestätigt. Der Verdacht kam mir bereits, als zum ersten Mal direkt aus Victorias Perspektive geschrieben wurde, die Sofias Namen auf ihre Zigarettenschachtel schrieb und dazu das Wort "schwach". Nur kurze Zeit später befindet sich Sofia gegenüber von dem Café, in dem Victoria sitzt. Ich hatte da bereits die Vermutung, dass das kein Zufall war.

Victorias Vergangenheit ist tragisch, unheimlich tragisch sogar. Nicht nur ihr Vater missbrauchte sie, ihre Mutter sah einfach weg und auch später wurde sie vergewaltigt und während eines Hilfseinsatzes in Sierra Leone von Kindersoldaten misshandelt. Dass ihr Verstand brach, ist nicht weit hergeholt und auch nicht, dass diese Persönlichkeiten völlig verschiedene Leben lebten. Sofia, die Gefasste, die Bodenständige, die versucht, ein normales Leben zu leben und anderen, insbesondere misshandelten Kindern, zu helfen, aber irgendwo ständig versagt. Victoria, das Mädchen, das sie einmal war, das ihre Unschuld verlor und zu einem Geist wurde, der sich nur noch mit hässlicher Fratze blicken lässt, oder dann, wenn Stärke das einzige ist, das hilft, zu überleben. Das Krähenmädchen, das nur existiert, um zu zerstören.

Leider wurde diesen unterschiedlichen Persönlichkeiten für meinen Geschmack zu wenig Raum gegeben, um jeden von ihnen kennenzulernen. Sofia ist nicht nur eine Hauptprotagonistin, sie ist eigentlich drei. Doch Sofias Leben besteht eigentlich nur aus einem unentwegten, anstrengenden Vorwärtsrobben durch ein Leben, das sie vorne und hinten nicht im Griff hat und das ihr, seien wir mal ehrlich, einfach nur stinkt. Dem Krähenmädchen werden im ganzen Buch nur wenige Zeilen gewidmet, es ist überhaupt nicht greifbar und wie ein Schatten, den man versucht zu berühren, obwohl man weiß, dass es nicht möglich ist. Über Victoria erfährt man am meisten und eigentlich ist sie auch die interessanteste Figur im Buch, die einzige, die irgendwo authentisch wirkt und mit der man sich vielleicht sogar unterhalten möchte.
Jeanette Kihlberg ist eigentlich nur "da", aber wichtig ist sie nicht. Am Ende hatte ich das Gefühl, sie sei nur erschaffen worden, damit Sofia mit jemandem Zärtlichkeiten austauschen kann, der nicht männlich ist und der als Bezugsperson dient, den man verraten kann, und zwar aufs Schlimmste, indem man seinem Sohn eventuell etwas antut (das Buch endet mit einem Cliffhanger, was mit Jeanettes dreizehnjährigem Sohn passiert ist, ist also unklar). Überhaupt war die Annäherung zwischen den beiden Frauen dermaßen unglaubwürdig, dass ich mich wirklich gefragt habe, ob das ernst gemeint war. Es ging nicht darum, dass es beide Frauen waren, mich hätte das auch bei einer Frau-Mann-Beziehung gestört. Die beiden kennen sich überhaupt nicht und haben sich eigentlich auch nicht viel zu sagen, sie haben nicht einmal viel gemeinsam - außer, dass sie in enttäuschenden Beziehungen stecken und sich leer fühlen. Und gleich beim zweiten Treffen kommt es zum Kuss, so plötzlich, so grundlos, als wäre das aus reiner Effekthascherei seitens der Autoren passiert. "Schaut, da küssen sich zwei Frauen!" Ui, wie toll. Nicht. Abgesehen davon, dass mich zwei knutschende Frauen überhaupt nicht vom Hocker reißen, weil mir die Geschlechter während intimen Beschreibungen völlig egal sind, fand ich nicht, dass dieser Kuss gerechtfertig war. Er ist passiert, einfach so, und danach hat keiner mehr darüber geredet. Was genau verbindet die beiden auf emotionaler Ebene? Ich habe da nichts gespürt. Der Kuss war allenfalls seltsam, etwas, das man mit hochgezogener Augenbraue überblättert.

Das Buch hat keinen wirklichen Spannungsbogen. Ich denke, die Identitätsklärung von Victoria Bergman war der springende Punkt in diesem Buch, aber jedem mit ein bisschen pfiffiger Auffassungsgabe war dieser Umstand schnell klar. Die restliche Handlung dümpelt vor sich hin und verläuft am Ende dann doch im Sand. Für mich persönlich waren die Geschichten aus Victorias Sicht das Highlight des Buches, die einzigen Stellen, die mir wirklich gefallen haben, auch wenn es trotzdem zu Handlungen gekommen ist, die ich unlogisch fand. Warum jemanden tötet, den man eigentlich beschützen will? Nur, damit er einen nicht verlässt? Das macht doch keinen Sinn. Wenn er tot ist, sieht man ihn nie wieder.

Die Thematik um Kindesmissbrauch, Kindesmisshandlung und Kindersoldaten, sowie die Thematik um gespaltene Persönlichkeiten war mir nicht tief genug, nicht detailliert genug. Es geht mir nicht um grafischere Beschreibungen, mehr Blut, mehr Splatter, mehr Grausamkeiten, sondern um detailliertere, umfassendere psychologische Ansätze. Leider ist die einzige Psychologin in diesem Buch, Sofia, schwer identitätsgestört, dabei aber keine gute Psychologin. Sie ist nicht empathisch und nicht intelligent genug, sie hat sich selbst nicht richtig im Griff und verrichtet ihre Arbeit stümperhaft. Wäre sie der brilliante, analytische Teil dieser Identitäten, hätte das Buch richtig spannend werden können. Nichts wäre besser gewesen als eine brilliante Psychologin, die unwissentlich sich selbst analysiert und das auf eine glaubhafte, hochintelligente Weise. Aber so ist Sofia genau das, als was Victoria sie beschreibt: Schwach, eine Flasche, die auf allen Vieren durch ihr Leben kriecht und jeden Tag hofft, es möge ihr nicht entgleiten. Ich fand sie schrecklich anstrengend.

Fazit: Das Buch kann man lesen und es ist ohne Frage hier und da etwas unterhaltsam. Es ist allerdings kein Stück intelligent und strotzt nur so vor Logiklücken. Ist denn niemandem aufgefallen, dass Sofia und Victoria dieselbe Telefonnummer haben? Es ist kein Buch, das einen atemlos zurücklässt, dafür ist die Handlung zu zäh, zu sehr geprägt von Misserfolgen und Resignation, alles ist düster, alles ist trostlos, Männer sind Schweine. Das alles war mir zu flach.

Ich habe überlegt, ob ich zwei oder drei Sterne geben soll, weil ich mich für 2,5 entschieden habe. Letztendlich vergebe ich drei, weil ich das Buch trotz allem relativ schnell durchlesen konnte und mich der Cliffhanger am Schluss durchaus noch gepackt hat. Hätte ich allerdings vorher gewusst, dass dieses Buch auf psychoanalytischer Ebene derart schwach ist, hätte ich es wahrscheinlich nicht gelesen. Für Menschen, die ausgeklügelte Charakterstudien mögen, ist dieses Buch wahrscheinlich eher nichts. Ich mochte dagegen "Romeo" von Elise Title sehr gerne.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ohne Abschluss, ohne große Spannung, ohne irgendwas, 26. Oktober 2014
Von 
sk1 (Ruhrpott) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Kommissarin Jeanette Kihlberg wird zu einem Tatort gerufen, an dem ein zu Tode gefolterter Junge gefunden wurde. Als es nicht bei einer Leiche bleibt, bitte Jeanette die Psychologin Sofia Zetterlund um Mithilfe, die spezialisiert auf Mutiple Persönlichkeiten ist und eines der Opfer betreut hatte.
Auch betreut sie noch andere Charaktere, die im Laufe des Buches eine Rolle spielen sollen.
Allzu viel kann ich zum Inhalt hier gar nicht schreiben, da ich sonst schon zu viel verraten würde.

Da dies der erste Teil einer Trilogie ist und auch von Anfang an als dieser angepriesen wurde, war mir klar, dass es wahrscheinlich ein offenes Ende hat, aber es gibt durchaus Bücher, die in sich abgeschlossen sind. Das gefiel mir hier gar nicht. Im Prinzip wird etwas aus der Vergangenheit erzählt, das wahrscheinlich wichtig im nächsten oder auch im letzten Buch sein wird und es werden kleine Jungen ermordert, von denen man als Leser auch weiß, wer dafür verantwortlich ist. Aber auch diese Geschichte ist nicht abgeschlossen.
Ich werde mir das zweite Buch durchlesen, um zu sehen, ob es besser wird, ansonsten ist für mich der dritte Teil nicht mehr wichtig.

FAZIT: Ohne Abschluss, ohne große Spannung, ohne irgendwas
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30 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Viel Lärm um wenig, 16. August 2014
Die Trilogie, von der bis dato erst ein Band auf deutsch erschienen ist, wird massiv beworben, und man spart dabei nicht mit Superlativen. Wer, wie ich, skandinavische Thriller und Krimis mag, freut sich, und greift zu. Leider wird er hier enttäuscht - ein vorhersehbarer Plot, ein Autor, der verzweifelt versucht, diese Vorhersagbarkeit über dürre Worte und Andeutungen zu verschleiern, Protagonisten, die seltsam blutleer und zweidimensional bleiben, wie Pappkameraden, hölzern, uninteressant, egal auf welche Weise der Autor sie auch durch seine Kulissen zu schieben versucht.

Was Stieg Larsson, Jussi Adler Olsen, Lena Lehtolainen oder Asa Larsson gelingt, schlägt hier fehl, der Leser wird nicht abgeholt und mitgenommen, und daran ändern auch die bemüht grausigen Schilderungen nichts.

Schade! Leider keine Kaufempfehlung.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen zu vielen Köche verderben den Brei, 12. August 2014
Informationen zum Buch
Stockholm. Ein Junge wird tot in einem Park gefunden. Sein Körper zeigt Zeichen schwersten Missbrauchs. Und es bleibt nicht bei der einen Leiche ... Auf der Suche nach dem Täter bittet Kommissarin Jeanette Kihlberg die Psychologin Sofia Zetterlund um Hilfe, bei der eines der Opfer in Therapie war. Ihr Spezialgebiet sind Menschen mit multiplen Persönlichkeiten. Eine andere Patientin Sofias ist Victoria Bergman, die unter einem schweren Trauma leidet. Sofia lässt der Gedanke nicht los, bei ihr irgendetwas übersehen zu haben. Schließlich müssen sich Jeanette und Sofia fragen: Wie viel Leid kann ein Mensch verkraften, eher er selbst zum Monster wird?

Wirkung
Äußerlich ist dieses Buch wirklich ansprechend. Eigentlich wollte ich zu der Zeit in der ich es entdeckt habe gar keine neuen Bücher haben. Aber wie das manchmal so ist, lacht mich da dieses interessante Cover an. Das Cover ist ziemlich schlicht gestaltet, aber mit der krakeligen Schrift ein absoluter Hingucker. Der Titel ist natürlich auch interessant und hat auch inhaltlichen Bezug zum Buch, auch wenn ich nicht herausgefunden habe, warum nun eigentlich Krähenmädchen. Leider kam ich auch mit der Aufteilung des Buches nicht so richtig zurecht. Ich hätte mir gewünscht, dass dort nicht nur der Ort als Kapitelüberschrift gestanden hätte, sondern vielleicht auch ein Datum und eine Zeit oder auch eine Nummerierung der Kapitel. Für mich war das beim Lesen äußerst unangenehm.

Positives
Der Einstieg in das Buch war nicht ganz leicht, durch den anfänglich doch recht gewöhnungsbedürftigen Schreibstil. Inhaltlich hat es mir jedoch sehr gut gefallen. Ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und was es damit auf sich hat. Gut, was es damit auf sich hat, habe ich am Ende dann auch noch erfahren, aber irgendwie war ich mit dem Ende trotzdem nicht ganz zu frieden. Ich muss zugeben, dass es zum Ende hin wieder spannender wurde und dass ich auch bis zur Auflösung nicht richtig wusste was gespielt wird, auch wenn ich es ein bisschen vermutet hatte.

Negatives
Der Schreibstil war, wie ich schon erwähnt habe, anfänglich sehr gewöhnungsbedürftig, er lies sich nicht so schnell einfach weglesen. Manchmal musste ich einen Satz auch doppelt lesen. Nach einer Weile hatte ich mich jedoch daran gewöhnt. Das Thema Charaktere ist bei diesem Buch ziemlich schwierig. Es gab einige Charaktere, wie Sophia und Jeanette, die ich mir sehr gut vorstellen konnte, aber alle anderen Charaktere sind für mich eher blass geblieben. Ich konnte sie mir nicht gut vorstellen, weil sie auch keine sehr bedeutende Rolle gespielt haben. Im Allgemeinen fand ich die Charaktere zu klischeehaft. Jeanette ist so eine arme, arme Frau bei der Polizei und ihr Mann so ein Nichtsnutz von Künstler und überhaupt ist ihr Leben ziemlich schwer. Ich hatte auch mit Sophia meine Probleme, auch wenn ich sie lieber mochte als Jeanette. Bezügliches des Verlaufs der Beziehung zwischen Jeanette und Sophia haben wohl Männerhirne verrückt gespielt. Ich fand es ein wenig übertrieben und konnte es mir doch sehr schlecht vorstellen. Auch beim Verlauf weiß ich eigentlich gar nicht wo ich anfangen soll. Direkt nach dem Einstieg wurde es langweilig und das blieb es leider auch bis kurz vor Schluss. Die Ermittlungen stehen auf der Stelle herum, da bewegt sich nichts auch nur einen Millimeter und auch das Verhalten der Ermittler fand ich in den meisten Situationen eher fragwürdig. Gegen Ende gab es ein paar spannende Passagen, wie ich schon erwähnt habe und danach ging es wieder bergab. Was mich am Ende so gestört hat, ist dass eigentlich nichts wirklich geklärt wurde. Man weiß wer, aber man weiß nicht warum. Natürlich wurde des Ende mit einem Cliffhanger versehen, aber mich kann dieser leider nicht dazu reizen diese Reihe weiter zu verfolgen.

Zitat
Die Flügel der Fliege kleben in dem Kaugummi fest. Es ist aussichtslos. Hat überhaupt keinen Zweck, wenn du zappelst, denkt das Krähenmädchen. Du wirst nie wieder fliegen. Morgen wird die Sonne scheinen wie immer, aber nicht auf dich.

Bewertung
Note 5 {mangelhaft}
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich zu diesem Buch noch sagen soll. Ich hatte mich wirklich darauf gefreut es zu lesen und wurde einfach nur enttäuscht. Meine Bloggerfreundin Jana hatte es auf den Punkt gebracht, was auch ich vermute "Viele Köche verderben den Brei". Manchmal ist einfach weniger mehr und ich hatte das Gefühl, dass in diesem Buch manchmal ein wenig zu dick aufgetragen wurde. Ich weiß nicht wem ich dieses Buch empfehlen würde, wahrscheinlich Lesern, die gerne verwirrende Bücher mögen, in denen die Ermittler auf der Stelle treten und sich selber bemitleiden.
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22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Band 1 allein nicht überzeugend, 30. August 2014
Zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben, ist wirklich nicht einfach, denn schnell ist zu viel verraten.

Daher also nur ganz kurz zum Inhalt: es geht um die Kriminalkommissarin Jeanette Kihlberg und die Psychologin Sofia Zetterlund.
Jeanette hat es als Frau im Morddezernat nicht einfach und auch in ihrem Privatleben steht nicht alles zum Besten. Ihr Mann ist Künstler, bisher leider ohne großen Erfolg, und so lastet der finanzielle Druck komplett auf ihren Schultern. Ihr Sohn leidet darunter, dass seine Mutter nie Zeit für ihn hat.
Sofia arbeitet als Psychologin, doch schnell erkennt der Leser, dass sie selbst keine wirklich gefestigte Persönlichkeit ist.
Und dann gibt es noch diverse Einschübe und Rückblenden, in denen ein junges Mädchen und eine Frau namens Victoria eine Rolle spielen. Diese Abschnitte einzuordnen fällt anfangs recht schwer, nach einiger Zeit kommt dann ein Verdacht auf, der sich am Ende des Buches bestätigt.

Im Buch gibt es reichlich grausige Szenen, es geht um misshandelte Kinder und zutiefst gestörte Persönlichkeiten. Allerdings bleibt die Handlung trotz vieler detaillierter Beschreibungen oft distanziert und ermöglicht so, dem Grauen relativ unbeteiligt zu folgen.

Krähenmädchen ist der erste Teil einer Trilogie, die beiden anderen Bände Narbenkind und Schattenschrei erscheinen im September und November 2014.
Dieser erste Band allein hat mich zwar irgendwie fasziniert, aber auch nicht ganz überzeugt. Das Buch kann meiner Meinung nach nicht für sich allein stehen, dazu ist das Ende zu offen.
Ohne zu wissen, wie es weitergeht, ist der erste Teil schwer zu beurteilen, denn eigentlich endet die Geschichte mittendrin und ich hätte es besser gefunden, wenn man ein dickes Buch daraus gemacht hätte, anstatt es in drei Bücher aufzuteilen. Eine endgültige Beurteilung werde ich also erst am Ende der Trilogie abgeben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ohne Spannung und nur wenig Handlung, 14. Dezember 2014
Vorweg sollte ich vielleicht sagen, dass ich mich bislang nicht mit skandinavischen Krimis anfreunden konnte. Ich fürchte, auch durch dieses Buch ist es nicht besser geworden. Ich weiß, dass man von einem nicht auf alle schließen kann, allerdings würde ich im Moment auch keine anderen Krimis aus dem Hohen Norden kaufen. Zu groß ist der Verdacht, wieder enttäuscht zu werden.
Ich hab im Buchhandel lange überlegt, ob ich mir Krähenmädchen kaufen sollte, letztlich klang die Inhaltsangabe allerdings sehr vielversprechend und ich sagte mir: Warum nicht? Versuchen kann man es ja mal.

Zum Inhalt:
Es fängt damit an, dass Jeanette Kihlberg, Kommissarin in Stockholm, zu einem Tatort gerufen wird. Das Opfer ist ein Junge, der vor seinem Tod schwer misshandelt wurde. Gemeinsam mit ihren Kollegen macht sie sich sofort an die Ermittlungen, die allerdings immer wieder ins Leere laufen.
Die zweite Protagonistin ist die Psychologin Sofia Zetterlund. Lange Zeit kreuzen sich die Wege der beiden Protagonistinnen nicht, erst einer von Sofias Patienten führt die beiden Frauen zusammen. Eine besonders wichtige Rolle spielt außerdem Victoria Bergmann, die als eine Patientin von Sofia immer wieder auftaucht. In Rückblenden erfährt man genaueres über das Leben von ihr und bekommt das Gefühl, dass irgendetwas an der Beziehung von Therapeutin und Patientin nicht ganz schlüssig ist. Genauere Erkenntnisse gewinnt man allerdings erst am Ende des Buches, welches nebenbei gesagt, mit einem Cliffhänger endet.

Die Hauptgeschichte ist mit diesen wenigen Worten tatsächlich auch schon grob erzählt, denn die persönlichen Probleme der beiden Frauen nehmen einen weiteren großen Teil in dem Buch ein. Beide haben das Gefühl, gescheitert zu sein. Jeanette steht vor den Trümmern ihres Privatlebens und Sofia hat immer stärker den Eindruck, ihrem Job nicht mehr gewachsen zu sein. Dass auch sie private Probleme hat ist klar.

Mehr will ich dazu auch gar nicht schreiben. Beide Protagonistinnen waren mir recht unsympathisch, irgendeine Form des Mitgefühls für ihre privaten Probleme wollte sich bei mir nicht einstellen. Es wird immer und immer wieder beschrieben, wie schwer es Jeanette bei ihren Ermittlungen hat und wie festgefahren ihre Ehe ist. Irgendwann hab ich mir so gedacht: Mensch Mädel, dann such dir einen anderen Job und verlass den Typen. Er scheint die Ehe ja auch schon abgehakt zu haben…
Die Themen, die in dem Buch behandelt werden (Missbrauch, Folter usw.), sind alle recht hart und darauf sollte man vorbereitet sein. Insgesamt ist die Handlung aber sehr langgezogen und langweilig, durch die überdetaillierte Beschreibung vieler Szenen. Es geht nicht voran und mit der Zeit ist man schon fast ähnlich frustriert wie Jeanette, die bei dem Anfangs beschriebenen Mordfall auch nicht weiterkommt. Alles in allem würde ich sagen, dass es nicht wirklich ein Psychothriller ist. Eher ein Krimi, dem jedoch jegliches Tempo und Spannung fehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Düsterer, aber spannender schwedischer Krimi, 23. September 2014
Ein anonymer Anrufer meldet in Stockholm den Fund einer Kinderleiche. Kommissarin Jeanette Kihlberg ist entsetzt, als sie den Fundort erreicht: Offenbar hat jemand den Jungen vor seinem Tod körperlich schwer misshandelt und ihn vorher betäubt, damit er sich nicht wehren kann. Die Identität des Toten lässt sich nicht klären, der Junge scheint nicht existiert zu haben. Jeanette vermutet, dass er illegal nach Schweden gekommen ist. Weitere Leichenfunde zeigen bald, dass es die Polizei mit einem Serientäter zu tun hat. doch Spuren gibt es zu gut wie keine. Die Ermittler stochern mehr oder weniger im Nebel. Dann führt ein weiterer Leichenfund zu neuen Ermittlungsansätzen, denn der Tote kann dieses Mal identifiziert werden. Es handelt sich um einen ehemaligen Kindersoldaten aus Sierra Leone. Jeanette macht die Bekanntschaft seiner Psychologin, die auf traumatisierte Kinder spezialisiert ist. Kann sie möglicherweise zur Aufklärung der Morde beitragen? Eine weitere Spur ergibt sich durch die Verbindung zu einem potenziellen Verdächtiger und seiner Tochter, die ebenfalls Patientin der Psychologin Sonja Zetterlund gewesen ist. Doch diese Frau, Victoria Bergman, ist scheinbar seit Jahren spurlos verschwunden. Während Jeanette, deren Ehe nicht mehr die beste ist, sich auch privat zu Sonja hingezogen fühlt, wird bald deutlich, dass ein dunkles und zerstörerisches Geheimnis hinter den Morden steckt und eine gequälte Seele hier offensichtlich nach Rache für das Leid, das ihr angetan wurde, verlangt...

Ein typischer schwedischer Krimi. Packend und sehr düster. Bei der Lektüre dieses Buches habe ich einige Male schlucken müssen. Man gewinnt den Eindruck, dass es nahezu von Pädophilen und Vergewaltigern nur so wimmelt. Die Story fesselt nahezu sofort und dank des angenehmen Schreibstils liest sich das Buch auch abends als Bettlektüre sehr gut. Die kurzen Kapitel laden dazu ein, länger zu lesen, als man will, weil man immer wieder denkt "ach, die paar Seiten lese ich noch schnell". Man hat schnell Vermutungen, was es mit der rätselhaften Victoria Bergman auf sich hat. Erstaunlicherweise wird dieses Rätsel auch im Buch aufgeklärt - was mich angesichts der Tatsache, dass es der erste Band einer Triologie ist, verwundert hat. Ich bin jetzt jedenfalls echt gespannt, wie die Geschichte ausgehen wird.
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