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5.0 von 5 Sternen Das Grauen aus dem See
Inhalt:
Lisa trifft sich mit Chris, ihrer Internetbekanntschaft, in einem schönen Hotel an der Thülsfelder Talsperre. Auch Gerd, ein LKW-Fahrer der gerade frisch von seiner Frau geschieden ist, kommt in dieses Hotel um ein wenig Ruhe und Erholung zu finden. Am ersten Abend beschließen alle drei spontan an einer Fackelwanderung um den See und durch die...
Vor 9 Monaten von Nenatie veröffentlicht

versus
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Seichter Horror
Cover

Das Cover hier ist hier nicht 100%ig meins. Woebi das eher an der Krallenpranke liegt. Sie wirkt etwas sehr gesetzt und es zerstört irgendwie ein wenig den Gesamteindruck und erinnert etwas an sehr billige Horrorfilme. Ohne dieses Element wäre das Cover durchaus nicht übel gewesen.

Handlung

Lisa hatte sich das alles...
Vor 9 Monaten von Zeliba veröffentlicht


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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Grauen aus dem See, 4. April 2014
Rezension bezieht sich auf: HABITAT - Im Revier der Skulks (Kindle Edition)
Inhalt:
Lisa trifft sich mit Chris, ihrer Internetbekanntschaft, in einem schönen Hotel an der Thülsfelder Talsperre. Auch Gerd, ein LKW-Fahrer der gerade frisch von seiner Frau geschieden ist, kommt in dieses Hotel um ein wenig Ruhe und Erholung zu finden. Am ersten Abend beschließen alle drei spontan an einer Fackelwanderung um den See und durch die schöne Landschaft teilzunehmen.
Doch was als romantische Wanderung beginnt wird bald zu einer Tour des Grauens. Etwas Böses lauert im Wasser und wartet nur auf seine hilflosen Opfer. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt.

"Habitat“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Autoren Isabell Schmitt-Egner und André Wegmann.

Meinung:
Ein kurzes aber sehr Spannendes Buch.
Die Geschichte startet sofort, ohne große Vorstellungen und Einführungen. Und trotzdem findet man sich schnell zurecht und ist auch schon mitten in der Geschichte. Nach einem kurzen und gemächlichem Start breitet sich der Horror dann doch aus und man bekommt Gänsehaut.

Der Schreibstil ist locker und flüssig. Dadurch lässt sich das Buch auch locker an einem Abend lesen. Die Geschichte bietet auch unerwartete Stellen und Wendungen. Stellenweise ist das Buch ganz schön blutig und brutal. Diese Wesen sind wirklich sehr gruselig. Aber mehr will ich nicht verraten

Die Charaktere sind interessant, wenn auch ein bisschen klischeehaft. Und gut beschrieben, ich konnte mich über Chris auch sehr aufregen! So sehr hab ich glaube ich noch keinen Charakter in einem Buch gehasst und Mordplänen gegen ihn geschmiedet! Lisa war teilweise etwas nervig, sie ist einfach so naiv!
Gerd war dafür ein sehr sympathischer Hauptcharakter und ich habe mit ihm mitgefühlt.

Eine klare Lesempfehlung für jeden, der Spannung, Abenteuer und blutigen Horror mag.

Von mir gibt es 5 Sterne.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Seichter Horror, 4. April 2014
Rezension bezieht sich auf: HABITAT - Im Revier der Skulks (Kindle Edition)
Cover

Das Cover hier ist hier nicht 100%ig meins. Woebi das eher an der Krallenpranke liegt. Sie wirkt etwas sehr gesetzt und es zerstört irgendwie ein wenig den Gesamteindruck und erinnert etwas an sehr billige Horrorfilme. Ohne dieses Element wäre das Cover durchaus nicht übel gewesen.

Handlung

Lisa hatte sich das alles so schön vorgestellt. Zusammen mit Chris wollte sie ein romantisches Wochenende in einer süßen Pension an der Thülsfelder Talsperre verbringen. Das Highlight des ersten Abends. Eine Fackelwanderung durch den nächtlichen Wald. Traumhaft, wundervoll und ... tödlich. Denn längst sind sie nicht die Einzigen dort. Die ersten Anzeichen zu ignorieren war ein Fehler. Dann schlagen die Killer zu. Mit Zähnen und Klauen fallen sie über die Gruppe her und tränken die Nacht in guttuarle schreie und rotem Blut. Lisa selbst hatte dem Tod schon fast ins Auge gesehen, als Gerd sie im letzten Moment auf die Beine zieht. Zusammen fliehen sie. Fort nur Fort von diesen Ungeheuern, für die es keine Erklärung zu geben scheint. Doch der Wettlauf um Leben und Tod hatte damit erst begonnen.

Schreibstil

Die erste Zeit hatte ich wirklich Probleme in den Stil hinein zu finden. Er ist sehr beschreibend und man merkt, dass der Autor sich hier viel Mühe gegeben hat, die Atmosphäre und die Umgebung genaustens wiederzugeben. Ich liebe auch normalerweise dieses Bildhafte, aber hier war es mir stellenweise doch anfangs etwas zu viel. Das verlief sich dann aber im Verlauf des Textes, ...oder ich gewöhnte mich daran. Das Buch wird aus der stetig wechselnden Sicht von Lisa und Gerd erzählt. Was ich mir hier noch gut hätte vorstellen können, wäre auch ein oder zwei Abschnitte, welche aus der Sicht eines Skulks erzählt wird.

Charaktere

Die Charaktere bewegen sich hier sehr deutlich im Rahmen der Klischees. Da hätten wir zum einen Chris. Attraktiv. Reich. Und am Ende der größte Mistkerl im ganzen Buch. Dieser Typ war mir von seiner ersten Nennung schon unsympathisch. Dann Lisa, was ich für sie den Kopf geschüttelt habe, habe ich aufgehört zu zählen. Sie war so ein richtig typisches Frauchen, wenn ihr mir diesen Begriff mal verzeihen wollt. Sie ist unglaublich Naiv, dass ich mir eine Steigerung schon gar nicht mehr vorstellen konnte. Ein Beispiel hierfür wäre, Spoiler!, der erste Angriff der Skulks. Sie, natürlich, stolpert und der ach so tolle Chris lässt sie einfach mal liegen und flieht. Unsere gute Lisa stirbt aber nicht, weil Gerd sich ein Herz fasst und sie rettet. Bis dahin war ja auch noch alles recht Okay ... und dann verteidigt sie den fliehenden Chris. Er hätte sie dort Elending verrecken lassen, aber gut, sie scheint sehr ans Gute im Menschen zu glauben. Als sie dann wenig später erneut! von ihrem geliebtem Chris im Stich gelassen wird, verteidigt sie ihn wieder! Spätestens ab da konnte und wollte ich Lisa einfach nicht mehr ernst nehmen. Auch ihr ständiges Geheule und Geschreie hat beim Lesen fast schon in den Ohren wehgetan. Bei manchen Stellen dachte ich einfach, dass sie vielleicht schneller hätte fliehen können, wenn sie nicht so rumgeschrien hätte. Zum Schluss wäre dann noch Gerd. Ein Lichtblick! Ein Charakter, der Hirn besaß! Ich mochte ihn von Beginn an, und enttäuscht hat der Gute mich nicht. Er war der Einzige, der schnell hinter Chris geblickt hat, er hat einen kühlen Kopf bewahrt. Da störte hier nicht mal der kleine Klischeetouch a la -Harte Schale weicher Kern-.

Meinung

HABITAT - Im Revier der Skulks konnte ich beim Lesen nicht wirklich in die Genre Horror packen. Dazu fehlte mir dann doch der richtige Grusel. Es war zwar Brutal und Blutig, aber es fehlte einfach das gewisse etwas. Eben das was einem mit Freude die Gänsehaut über die Arme rinnen lässt. Auch einige Wiedersprüchlichkeiten,z.B. - Der Notartzt lässt den verwundeten Gerd einfach mal so aus dem Krankenwagen aussteigen -,sowie dieser Schrei-Charakter Lisa haben mich gestört. Auf der anderen Seite hat mich das Buch doch gut unterhalten und hier und da hat der Autor überraschende Wendungen zusammenfließen lassen, um dem Leser, welcher sich bis dahin so sicher war wie es Enden würde, dann doch eines besseren zu belernen.

Fazit. Für Horrorliebhaber, die es gerne etwas düsterer Mögen, wird dieses Buch wohl eher nichts sein. Alle anderen die hier und da ein kleines Gruseln willkommen heißen, sollten durchaus mal durch die Seiten wandern.
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3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht geschrieben, aber eigentlich kein Horror, 16. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: HABITAT - Im Revier der Skulks (Kindle Edition)
Handwerklich gut, aber eigentlich nicht gruselig oder besonders spannend.
Brennende Tiere und ein Eimer voll Blut sind nicht automatisch mit Spannung gleich
zu setzen.
Bei 83% endet der Lesespaß.
Insgesamt guter Durchschnitt.
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1.0 von 5 Sternen schlecht geschriebener schwachsinn, 7. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: HABITAT - Im Revier der Skulks (Kindle Edition)
ich machs kurz. im gegensatz zu isa schmitt egner, die schreiben kann ist das buch ihres co-autors eine zumutung. schreiben kann er nicht, vorhersehbarer plot, dümmstes klischee : alles da was schlecht ist. finger weg! das ding ist schwachsinn!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blutig, grausam, reiner Horror, 6. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: HABITAT - Im Revier der Skulks (Kindle Edition)
Anmerkung: Laut Aussage des Autors wurde der Titel inzwischen komplett überarbeitet und soll somit praktisch fehlerfrei sein. Ich runde dann direkt von 3/5 auf 5/5 Sternen auf.

Von André Wegmann habe ich zuletzt "INFAM - Die Nacht hat tausend Augen" gelesen und fand das Buch sehr gut. Nun war ich sehr gespannt, wie dieser Autor mit dem Thema "Habitat" (es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt mit der Autorin Isabell Schmitt-Egner, die "Habitat - Im tödlichen Gehege" schrieb), umgeht. Beide Bücher sind sowohl einzeln, als auch als Sammelband Habitat erhältlich).

Bei André Wegmann geht es fast sofort zur Sache. Seine Skulks erinnern ein wenig an diese fiesen Velociraptoren aus "Jurassic Park" und flößen dem Leser sofort Angst ein. Der Autor schreibt hart und kompromisslos, hier fließt das Blut in Strömen und auch diverse Körperteile befinden sich bald nicht mehr dort, wo die Natur sie vorgesehen hatte. Zur Thülsfelder Talsperre werde ich in nächster Zeit garantiert nicht fahren.

André Wegmann wirbt mit "Horror, Sex und Spannung!" Horror: Ja, unbedingt. Spannung: Auch, absolut. Und Sex? Nun, der fällt etwas zu stereotyp aus. Dessen Beschreibung war m.E. gar nicht notwendig. Aber solche Dinge sind ja noch ausbaufähig. Ob man nun die Protagonisten sympathisch finden muss? Nun, ich konnte mich z.B. mit Gerd so gar nicht anfreunden. Trotzdem tut dies der guten Story und der Spannung gar keinen Abbruch.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieser Autor wird immer besser, 28. März 2014
Von 
Peter Zmyj (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: HABITAT - Im Revier der Skulks (Kindle Edition)
In seiner neuesten Horrornovelle HABITAT - Im Revier der Skulks bleibt Andrè Wegmann einer Formel treu, die er bereits in seinen vorangegangenen Geschichten erfolgreich eingesetzt und im Laufe seiner Indie-Karriere weiter verfeinert hat: eine prickelnde Mischung aus Horror, Spannung und deftigen Sexszenen. Dazu gesellt sich ein weiteres erzählerisches Element, das an den Altmeister des Horrors, Stephen King, erinnert: das Grauen, das hinter der Fassade eines idyllischen Settings lauert.

In der vorliegenden Geschichte ist dieses idyllische Setting ein landschaftlich reizvolles Naturreservat um eine Talsperre irgendwo in der norddeutschen Tiefebene. Hat Wegmann sich in früheren Geschichten abgelegenere Schauplätze ausgesucht - ländliche Regionen in USA, einen verlassenen tschechischen Jahrmarkt, die Allgäuer Alpen, so liegt der Ort der Handlung diesmal "close to home" ... gleich vor der Haustür des Autors. Dementsprechend eindrucksvoll sind auch die immer wieder dezent eingestreuten Landschafts- und Naturbeschreibungen - der Leser spürt die intime Vertrautheit des Verfassers mit seinem Schauplatz.

Aber HABITAT wäre keine Wegmann-Novelle, wenn nicht Horror, Spannung und Grauen im Vordergrund stünden - und davon gibt es wieder mal eine geballte Ladung. Dabei legt der Autor erstmal gemächlich los ... aber dann schlägt der Horror in Form gefährlicher, reptilienartiger Kreaturen, die mich ein wenig an die Velociraptoren in Jurassic Park erinnerten, mit voller Wucht zu, und die Protagonisten, die zu einer nächtlichen Fackelwanderung um die idyllische Talsperre aufbrachen, kämpfen von nun an um ihr nacktes Überleben.

Eine gute Geschichte lebt nicht nur von Spannung und Action, sondern auch von den Figuren, sowie dem zwischenmenschlichem Drama und den Konflikten der Protagonisten. Auch in dieser Hinsicht gelingt Wegmann mit der vorliegenden Novelle ein Volltreffer - vor allem mit der Figur des anfangs depressiven Fernfahrers Gerd, der im Angesicht der Gefahr über sich selbst hinauswächst, demonstriert der Autor, wie eine gelungene Figurenentwicklung aussieht. Was das Konfliktelement angeht, so greift Wegmann erfolgreich zu der Erzähltechnik multipler Konfliktebenen - zu der Bedrohung von außen durch die Skulks kommt noch die innere Spannung zwischen den Protagonisten Gerd und Chris.

Mein Fazit: Mit der vorliegenden Novelle beweist Wegmann wieder einmal, dass er zusammen mit anderen stellvertretenden Namen wie Tim Svart und Isabell Schmitt-Egner zur Top-Riege deutschsprachiger Indie-Autoren gehört. Und er wird mit jeder Geschichte besser.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht so gut..., 6. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: HABITAT - Im Revier der Skulks (Kindle Edition)
... wie HABITAT - Im tödlichen Gehege, allerdings sind beide Geschichten sehr Klischee behaftet und die Handlung in jedem zweitklassigen Horrorfilm in etwa die selbe, wobei ich hier nicht die Geschichte vorweg nehmen möchte.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wenn Menschen zu Beute werden ..., 27. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: HABITAT - Im Revier der Skulks (Kindle Edition)
Lisa und Gerd, die beiden Protagonisten des Kurzromans, sind beide aus unterschiedlichen Gründen in das Erholungsgebiet der Thülsfelder Talsperre gekommen: Die eine für ein Tête-á-Tête mit einem verheirateten Mann, der andere, um den Stress des Alltags und der gescheiterten Beziehung hinter sich zurückzulassen. Bei beiden Protagonisten handelt es sich um Menschen mit einem Leben voller Fehlschläge und Probleme, die jedoch schnell in Vergessenheit geraten, als sich die romantisch anmutende Fackelwanderung in einen Albtraum verwandelt.

André Wegmann legt mit "Im Revier der Skulks" klassischen Monsterhorror der alten Schule vor - wir haben eine Gruppe von ahnungslosen Menschen, die nach und nach von hungrigen Bestien dezimiert wird. Stilistisch arbeitet der Autor stark audio-visuell, als Film würde diese Geschichte ganz hervorragend funktionieren. Die Beschreibungen sind sehr plastisch und detailgetreu, manchmal wirken sie sogar ein wenig überladen. Im Großen und Ganzen aber ist die wortreiche Schilderung Wegmanns, ganz besonders des Schauplatzes, der ja, wie wir im Nachwort erfahren, mit geringen Abweichungen genau so existiert, überaus stimmungsvoll.

Natürlich wäre es spannend gewesen, mehr über den Ursprung der "Skulks" zu erfahren. Wegmann liefert dem Leser den einen oder anderen Hinweis, klärt ihn aber nie vollständig auf. Das ist allerdings ein weit verbreiteter Kniff im Horror-Genre und dadurch absolut legitim.

Insgesamt liest sich die Geschichte sehr flott und unterhaltsam. Wer keinen allzu schwachen Magen hat oder unter phobischen Ängsten vor Amphibien leidet, kann mit "Im Revier der Skulks" nicht allzu viel falsch machen.
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4.0 von 5 Sternen Der Anfang eine Spur zu seicht, dann aber gewohnt stark !!, 15. April 2014
Rezension bezieht sich auf: HABITAT - Im Revier der Skulks (Kindle Edition)
Zur Story: „Ein frisch verliebtes Pärchen wählt das Hotel an der Thülsfelder Talsperre, ein malerisches Fleckchen, als Gelegenheit für ein Wochenende der Romantik und der Liebe. Ein LKW Fahrer hingegen erhofft sich auf eben diesem, einfach mal wieder herunter zu kommen, einfach mal wieder einen klaren Gedanken fassen zu können. Doch weder er, noch das Pärchen, haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht und die Nachtwanderung, an der sie, und eine Handvoll anderer Gäste des Hotels voller Vorfreude teilnehmen, entpuppt sich als eine Wanderung in den Tod.“

Es ist nicht gerade das am besten gehütete Geheimnis, dass ich ein großer Fan seiner literarischen Ergüsse bin und ich gerade die klare Sprache, die seine Romane sprechen, nämlich Sex & Horror, mit ihm als eines seiner Markenzeichen assoziiere.

Er ist einer der wenigen Autoren, die in der Regel nicht lange fackeln, um mit einer Story in Fahrt zu kommen, sondern sie von Beginn an, mit hohem Tempo transportiert. Er ist eigentlich niemand, der den Bogen der Szenerie-Beschreibungen überspannt, und den Leser mit einem Rundumschlag, vom Hundertstel ins Tausendstel kommend, einlullt. Temperament, Action und Gradlinigkeit, das sind die Zauberworte, die ihn auszeichnen.
Aber, in „Habitat“ war mir der Anfang - ich spreche vom ersten Drittel des Romans - einfach zu flauschig und zu kuschelig, und meines Erachtens verstrich wertvolle Zeit um das von ihm gewohnte Feuerwerk, aufgebahrt auf 124 Seiten, abzufackeln. Bei einer Seitenzahl von vielleicht 300 mag das okay sein. Mir erschien es in Sachen Szenerie, gerade in eben diesem ersten Drittel, eine Spur zu detailverliebt, denn als der Horror schlussendlich losbricht, spielt diese ohnehin verständlicher Weise eine eher untergeordnete Rolle, und der Fokus liegt auf der brachialen Gewalt, die über die Figuren herein bricht.

Ab diesem Zeitpunkt geht im wahrsten Sinne der Punk ab, und Andre Wegmann bewegt sich sicher in seinem Element. Eine Welle der Gewalt rollt wie eine Flutwelle über die Nachtwanderer hinweg, und blutrot ist die vorherrschende Farbe der Nacht. Hier zeigt er sein wahres ich, hervorpreschend mit gnadenloser Härte seinen Lesern gegenüber, ohne die geringste Rücksicht auf Verluste.

Mein Fazit: „Die Aufteilung war mir, ohne es ihm anzulasten, ein Hauch zu eindimensional, erst Sex und dann Horror. Wo war der gewohnte Einfallsreichtum, die Kombination und Wechsel der Gegebenheiten innerhalb einer Geschichte?
Bei aller Kritik, natürlich hat auch dieser Roman wieder Spaß gemacht, und ich habe mich durch die Story tragen lassen, einfach die Zeit - das auf Papier gedruckte Gewaltpotential - mit ihm genossen. Und natürlich ist auch dieser Roman wieder mit einem in die Höhe gereckten Daumen zu bewerten, aber wie ich meine, mit einem Stern Abzug."

PS: „Vielleicht spreche ich mit diesem Wunsch nur für mich, aber ich würde mich freuen, wenn Andre Wegmann in einem zukünftigen Roman, wieder einmal mit dem „normalen“ Horror aufwartet, mit dem zum Beispiel Bösen von nebenan, das in eine vermeintlich heile Welt eindringt und diese zerstört."
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Skulks, 11. April 2014
Rezension bezieht sich auf: HABITAT - Im Revier der Skulks (Kindle Edition)
Danke für dieses neue Horror-Lese-Erlebnis! Ich habe es mal wieder bis zur letzten Seite nicht aus der Hand legen können.

Die Art und Weise wie du dieses Genre auf Papier bringst, begeistert mich jedes Mal auf`s Neue und auch Anderen, denen ich deine Bücher empfehle, sind genauso begeistert wie ich.

Die klare Sprache, die detailgenaue und bildhafte Umsetzung der Umgebung und die Zusammenstellung der unterschiedlichen Charaktere ist stimmig bis zur letzten Seite.

Ich kann Fans dieses Genres nur empfehlen dieses (und die anderen) Bücher zu lesen!
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