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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großer Wurf!
In meiner Rezension zum letzten Album von Epica habe ich der Band noch bescheinigt, das sie weniger bombastisch zu Werke geht als andere Bands aus dem Lager des Female Fronted Metals. Mit dem neuen Werk The Quantum Enigma ändert sich dies. Das neue Album klingt bombastischer, epischer und größer als alles was die Niederländer bisher aufgenommen haben...
Vor 6 Monaten von RJ + YDJ veröffentlicht

versus
22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen solides Album, fragwürdige Veröffentlichungspolitik von Nuclear Blast
Das Plattenlabel Nuclear Blast machen es einen nicht leicht, wenn eine der bei ihnen unter Vertrag stehenden Bands ein neues Album veröffentlichen, muss man darauf gefasst sein mit mehreren unterschiedlichen Albumversionen vor die Qual der Wahl gestellt zu werden welche Version sich man nun zulegen soll. Darüber hinaus hat sich das Donzdorfer Plattenlabel mit...
Vor 6 Monaten von Martin Tröstl veröffentlicht


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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großer Wurf!, 4. Mai 2014
Von 
RJ + YDJ (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Quantum Enigma (Audio CD)
In meiner Rezension zum letzten Album von Epica habe ich der Band noch bescheinigt, das sie weniger bombastisch zu Werke geht als andere Bands aus dem Lager des Female Fronted Metals. Mit dem neuen Werk The Quantum Enigma ändert sich dies. Das neue Album klingt bombastischer, epischer und größer als alles was die Niederländer bisher aufgenommen haben. Gleichzeitig wird aber auch den Growls Mark Jansens mehr Raum gegeben. Die Kombination aus dem Mezzosopran Gesang von Simone Simons und den fiesen Tönen von Jansen macht seit jeher einen Großteil der Klasse von Epica aus.

Passend zu den bombastischen Songs gibt es auch noch einen fast bombastischeren Sound, kränkelte gerade das letzte Album etwas an der pappigen Produktion, so hat der Wechsel am Mischpult zu Joest van den Broek, der Band offensichtlich sehr gut getan.

Das Intro “Originem“ eröffnet The Quantum Engima sehr orchestral und geht direkt in “The Second Stone“ über. Der Song spielt sich für Epica Verhältnisse im Uptempo Bereich ab, ist druckvoll und ist mit einem Chorus versehen, welcher nicht mehr aus dem Kopf gehen will. Ja, so sollten Alben immer starten!

“The Essence Of Silence“ zieht die Härteschraube noch ein wenig weiter an. Simons und Jansen singen hier abwechselnd und der Kontrast der beiden unterschiedlichen Stimmen kommt hier am deutlichsten zu tragen. Immer wenn Jansen zu seinen Growls ansetzt, fängt auch die Instrumentalabteilung an etwas fieser zu klingen. “Visions Of Contingency“ überrascht mit Blastbeats, welche ich so von Epica nicht erwartet hätte.

“Sense Without Sanity - The Impervious Code“ zeigt die progressive Seite der Band, welche auch schon in der Vergangenheit immer wieder für positive Überraschungen gesorgt hat. Der Überhammer des Albums wartet aber an Ende auf den Zuhörer, “The Quantum Enigma - Kingdom Of Heaven part II fasst eigentlich zusammen und packt die stärken der Band in einen Song von zwölf Minuten.

The Quantum Enigma ist ein verdammt starkes Album geworden, hiermit ist Epica ein großer Wurf gelungen!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS Epica-Album, 4. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: The Quantum Enigma (Audio CD)
EPICA sind am absoluten Zenit ihres Schaffens angekommen und jeden Versuch dieses Album zu beschreiben, würde ihm nicht gerecht werden.

Konnte ich in früheren Zeiten EPICA noch episch, bombastisch, und bei Design Your Universe sogar majestätisch titulieren, so darf ich dieses Album wohl als monumentales Meisterwerk bezeichnen.

So atemberaubend wie nie, hat EPICA hier die perfekte Harmonie zwischen klassischen Instrumenten, gewaltigen Chören und hartem Metal geschaffen.

Ein opulent inszeniertes Epos, das von der ersten bis zur letzten Sekunde fesselt und unter die Haut geht sowie die Grenzen der bisherigen Discographie dieser Band um Meilen überragt.
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22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen solides Album, fragwürdige Veröffentlichungspolitik von Nuclear Blast, 2. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Quantum Enigma (Audio CD)
Das Plattenlabel Nuclear Blast machen es einen nicht leicht, wenn eine der bei ihnen unter Vertrag stehenden Bands ein neues Album veröffentlichen, muss man darauf gefasst sein mit mehreren unterschiedlichen Albumversionen vor die Qual der Wahl gestellt zu werden welche Version sich man nun zulegen soll. Darüber hinaus hat sich das Donzdorfer Plattenlabel mit teilweise fehlerhaften Releases in den letzten Jahren nicht gerade mit Ruhm bekleckert: Amorphis können ein Lied davon singen, sowohl auf ihren Album "Skyforger" als auch auf den DVD / CD Set "Forging the Land of Thousand Lakes" gab es Tonfehler, NB war gefordert eine Umtauschaktion der fehlerhaften Discs zu starten, vor 2 Jahren gab es dasselbe Spielchen bei Epicas Album "Requiem for the Indifferent" die eine nicht final abgemischte Version von "Serenade Of Self - Destruction" enthielt, hier fehlten sämtliche Vocals von Simone und Mark. Ich frage mich schon wie sowas dem selbsternannten "weltweit führenden Independent Heavy Metal Label" passieren kann aber sei es wie es sei, im Zuge der Veröffentlichung von Epicas neuen Album "The Quantum Enigma" schießt Nuclear Blast jedenfalls den Vogel in punkto fragwürdige Veröffentlichungspolitik ab: neben der Standardversion (1 CD) werden 4 bzw. 5 verschiedene Albumversionen mit jeweils unterschiedlichen Bonustracks rausgehauen, hier mal eine Übersicht der jeweiligen Versionen und ihren jeweiligen Bonustracks:

1. Doppel CD Version mit "In All Conscience" als Bonustrack, darüber hinaus eine Bonus CD mit Akustikversionen
2. Earbook mit insgesamt 3 CDs, hier ist wiederum "Dreamscape" als Bonustrack enthalten, auch hier ist die Akustik CD dabei, darüber hinaus gibt es eine dritte Disc mit den Instrumental Versionen von "The Quantum Enigma"
3. Vinyl Edition (also Schallplatte), hier gibt es ebenfalls einen eigenen Bonustrack, nämlich "Memento"
4. i-tunes download Version, diese enthält wiederum "Banish Your Illusion" als Bonus
5. zu guter Letzt gibt es die obligatorische Japan Version von "The Quantum Enigma", auch diese enthält mit "Mirage Of Verity" einen eigenen Bonustrack. Dies ist zumindest nicht wirklich was neues, meines Wissens nach sind CDs in Japan teurer als in Europa und um zu verhindern dass die Japaner auf die billigeren Europa Importe zurückgreifen sind viele Bands bzw. Plattenfirmen vertraglich dazu verpflichtet für die Japan Editionen eigene Bonustracks zu erstellen. Wie gesagt das ist nicht wirklich was neues von daher kann ich hier noch am ehesten darüber hinwegsehen...

Abgesehen davon finde ich es schwachsinnig wenn 4 / 5 verschiedene Bonustracks auf 4 / 5 verschiedene Editionen aufgeteilt werden. Eine solche Politik ist in meinen Augen mit ein Grund warum die CD Verkäufe allgemein rückläufig sind, natürlich will man als Fan die unterschiedlichen Bonustracks auch hören aber wer ist bitte schön so dämlich alle 4 bzw. 5 Versionen von "The Quantum Enigma" auch regulär zu erwerben??? Meiner Meinung nach ist dies ein Freibrief sich die entsprechenden Songs aus den Internet zu ziehen, Nuclear Blast sollte sich mal vor Augen führen dass man sich mit so einer Aktion selber ins Bein schießt....

Gut soviel mal dazu, dadurch dass mir die VÖ Politik von Nuclear Blast ziemlich sauer aufstößt fällt es mir ehrlich gesagt nicht leicht ein objektives Urteil zum Album an sich abzugeben. Dies ist zumindest stärker ausgefallen als der direkte Vorgänger "Requiem for the Indifferent", zum einen haben Epica anscheinend mittlerweile eingesehen dass ihr bisheriger Produzent Sascha Paeth nicht gerade das optimale aus den Vorgängern rausgeholt hat (der Sound auf "Requiem for the indifferent" war beispielsweise ganz mies abgemischt) so hat man diesmal mit Joost Van den Broek und Jacob Hansen (Produzent von u.a. Volbeat) zusammengearbeitet. Die Produktion ist diesmal wesentlich klarer und druckvoller ausgefallen, darüber hinaus wirkt "The Quantum Enigma" wieder etwas zugänglicher als "Requiem for the Indifferent". "The Essence Of Silence" beispielsweise kommt mit einen der besten und eingängigsten Refrain daher den Epica bisher geschrieben haben, auf der anderen Seite stehen dem ganzen die unnötig verschachtelten und mit Growls unterlegten Strophen gegenüber, die irgendwie mit den Refrain nicht so recht zusammenpassen. Was das betrifft können Epica wohl doch nicht ganz aus ihrer Haut, man versucht sich weiterhin anhand der Death Metal Anleihen und den entsprechenden Growls von anderen Symphonic Metal Bands abzuheben, auf Dauer klingt das ganze für mich wiederum zu anstrengend und unnötig kopflastig. Mit Simone hat man doch eine klasse Sängerin die Songs auch alleine tragen kann dies zeigt sich z.B. beim tollen "Unchain Utopia" von daher stehen sich Epica meiner Meinung nach selber im Wege wenn man mit den Death Metal Elementen die guten Ansätze zunichte macht und ein Song wie eben "Unchain Utopia" eher eine positive Ausnahme ist. Am besten funktioniert die Kombination Symphonic / Death Metal noch auf "Omen - The Ghoulish Malady" dass klassisch anfängt, im weiteren Verlauf an Härte gewinnt und Mark Jansen erst gegen Ende eine kurze Growlpassage hat.

Mir kommt übrigens vor dass auf "The Quantum Enigma" noch mehr als sonst mit Chören gearbeitet wird, was auch so eine Sache ist denn bei den ganzen Chören geht Simones Stimme auf Dauer irgendwie unter, weniger wäre hier meiner Ansicht nach mehr gewesen.
Ein Highlight ist zumindest noch die obligatorische Ballade "Canvas Of Life", wo Epica endlich mal zeigen wozu sie in der Lage wären wenn sie sich mit den ganzen Bombast und den Death Metal Elementen auf Dauer nicht selber im Wege stehen würden.

Wie gesagt "The Quantum Enigma" ist auf jeden Fall stärker als "Requiem for the indifferent" aber dennoch kein Überalbum, Highlights sind für mich in erster Linie "Unchain Utopia", "Canvas Of Life", "Omen - The Ghoulish Malady" und mit Abstrichen "The Essence Of Silence" dieser Song lebt im erster Linie von Refrain. Ein solides Album wo ich zwischen 3 und 4 Sternen schwanken würde, für die schwachsinnige Releasepolitik von Nuclear Blast gibt es von meiner Seite nun mal Punkteabzug so bleibe ich bei 3 Sternen....
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Totale Enttäuschung, 17. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: The Quantum Enigma (Audio CD)
Ich kann mit der neuen Epica Cd gar nichts anfangen. Bei der RFTI hatte ich auch anfangs einige Einhörproleme, aber nach mehrmaligem, intensiven Hören mit Kopfhöhrern fand ich gerade die "Sperrigkeit" genial, und auch nach öftern Hören nie langweilig. Hier dagegen klingen alle Stücke ähnlich und ohne Höhepunkte. Immer die gleichen Growls und keine markanten Melodien. Ich kann die positiven, teilweise euphorischen Berwertungen überhaupt nicht nachvollziehen, aber das ist ja bei Musik bekanntlich Geschmackssache.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Musikalisch gutes Album aber.... Dynamik?, 7. November 2014
Rezension bezieht sich auf: The Quantum Enigma (Audio CD)
Ich muss mich doch sehr wundern. Hat Epica nicht sogar schon eine SACD rausgebracht? Gut, dieses Album habe ich nicht gehört weil die SACD ziemlich überteuert ist, aber nichts desto trotz würde mich die Tatsache, dass wer eine SACD rausbringt zumindest vermuten lassen, dass man seine Alben nicht derart dilettantisch abmischt.

Dieses Album fällt jedenfalls leider total over-compressed aus was ich sehr unschön zum hören finde. Es ist einfach nur frustrierend sowas anzuhören.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Königsklasse des Symphonic Metal, 17. Juli 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Quantum Enigma (Audio CD)
Epicas neuestes Werk wurde von mir heiß erwartet und ist mit Sicherheit einer meiner Favoriten für das beste Symphonic Metal Album des Jahres, sowie auch eines der stärksten Alben des bisherigen Halbjahres 2014. Die Band um die charismatische Frontfrau Simone Simons mit ihrer beeindruckenden Stimme hat sich bei ihrem neuesten Streich anscheinend besonders angestrengt und ihren Stil mittlerweile nahezu perfekt ausgearbeitet: eine perfekt gelungene Kombination aus Härte, Melodie, Progressivität, Facettenreichtum und Ohrwurmfaktor - dazu eine super Produktion, die die Stärken der Musik noch weiter hervorhebt. Vom Intro Originem bis hin zu den Bonus Tracks am Ende gibt es nichts was ich an den Songs auszusetzten hätte, im Gegenteil - schwache Momente sind auf The Quantum Enigma rar gesäht... Hohepunkte gibt es dafür umso mehr, wie etwa The Second Stone, das perfekt als Opener geeignet ist und den ersten packenden Refarin des Albums vorlegt. Davon gibt es auf jeden Fall eine ganze Menge wie z.B. bei Unchain Utopia, Omen oder dem teils an Fluch der Karibik erinnernden Natural Corruption, die einem lange nicht mehr aus dem Kopf gehen. Toll ist auch die Powerballade Canvas Of Life, allein die Intromelodie ist schon unvergesslich. Dies sind nur ein paar Highlights, davon hat das Album noch eine ganze Menge zu bieten. Super Arbeit Epica, freu mich schon das Material mal live erleben zu dürfen :)
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5.0 von 5 Sternen Ein Meilenstein des Symphonic Metal, 4. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Quantum Enigma (MP3-Download)
An alle, die für dieses Album fünf Sterne vergeben haben: Ihr habt ja so Recht, ich kann mich bei allen diesen Rezensionen nur anschliessen. "Design your Universe" hat mich damals schon megamäßig begeistert. Dafür wurde ich mit "Requiem for the Indifferent" irgendwie nicht so richtig warm. Dieses Album ist zwar nicht schlecht, aber auch nicht wirklich herausragend. Aber jetzt "The Quantum Enigma" hier stimmt einfach alles, vom Cover über den Sound bis zu den Kompositionen und letztendlich dem herausragenden Gesang von Simone Simons. Das Album beginnt mit den ersten drei Nummern sehr hart und wird danach episch und bobastisch wie ich es so noch nie gehört habe. Ach nach dem zwanzigsten + X mal anhören sind Gänsehaut-Momente immer noch garantiert. Auf die einzelnen Songs möchte ich jetzt nicht eingehn, aber wenn mann das Gesamtkunstwerk betrachtet, so steht für mich fest, dieses Album ist in diesem Musikgenre absolute Referenz. Der Kauf einer Konzertkarte für München war die logische Konsequenz.
Glasklare Kaufempfehlung
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5.0 von 5 Sternen Einfach rundum gelungen!, 27. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Quantum Enigma (MP3-Download)
Eigentlich schreibe ich keine Rezensionen zu Musik, weil der Geschmack hier doch häufig sehr auseinander geht und ich der Meinung bin, eine eher ungewöhnliche Mischung an Musik zu hören.

Nichtsdestotroz muss ich zu diesem Album ein paar Worte schreiben, weil es einfach nur rundum gelungen ist!
Ich höre Epica schon ziemlich lange und gerne, aber dieses Album ist als Gesamt-Werk wirklich herausragend. Wenn man sich nur einzelne Lieder anhört, fällt dies vielleicht gar nicht so auf. Aber wenn man sich die Zeit nimmt und sich das Album am Stück anhört, dann ist es eine wunderbare Reise in die Welt von Epica. Deren Ansichten, Gefühle, Gedanken, etc werden in diesem Album einfach großartig dem Zuhörer transportiert.

Fazit: Klare Kaufempfehlung!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zuviel Bombast, 26. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: The Quantum Enigma (Audio CD)
Ich stehe eigentlich auf Bombast. Was Epica hier abliefern ist zuviel des "Guten". Fast jeder Song wird begleitet von bomastischen Chören und Orchester. Zuviel pompöser Kitsch erstickt jede Melodie und die Stimme von Simone. Hier wäre wirklich weniger mehr gewesen. Ich habe die CD jetzt einige Male durchgehört, aber eigentlich bleibt bei mir nichts hängen. Irgendwann wird es dann zuviel und ich muss eine andere CD auflegen. Einzig "Canvas of Life" hat eine gute Melodie und ist gefällig arrangiert, auch wenn es zum Schluss wieder in Bombast ausartet.
Für mich ist das Album nicht schlecht, aber nicht der grosse Wurf.
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12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartige Produktion und frischer Sound verhelfen Epica zum besten Metal-Album überhaupt - Meisterwerk!, 2. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Quantum Enigma (Audio CD)
Etwa zwei Jahre sind nun vergangen seit der Veröffentlichung von "Requiem for the Indifferent". Das bisher wohl progressivste und sperrigste Album der niederländischen Ausnahmeformation Epica spaltete die Fangemeinde erstmals, denn die Komplexität des Werkes führte dazu, dass es für einige Hörer unzugänglich wurde. Nichtsdestotrotz waren die Erwartungen an den Nachfolger groß, immerhin haben Epica mit der letzten Albenveröffentlichung einmal mehr bewiesen, welch versierte und kreative Musiker sie sind. Im letzten Jahr folgte mit "Retrospect" die Jubiläumsshow, welche ausnahmslos alle Fans begeistern konnte - der Rückblick auf die ersten zehn Jahre der Band war ein voller Erfolg! Auch die dazugehörige DVD/BluRay erntete fantastische Kritiken, was in Anbetracht der perfekt vorgetragenen Live-Show mit Chor und Orchester auch kein Wunder war. Nun ist es allerdings Zeit, die nächsten zehn Jahre einzuläuten - das sechste Album "The Quantum Enigma" ist da! Für den neuen Release haben sich Epica praktisch neu erfunden: Der langjährige Produzent Sascha Paeth wurde von Joost van den Broek abgelöst, für den Mix ist nun Jacob Hansen (u.a. VOLBEAT, HATESPHERE) verantwortlich. Und auch das Studio wurde gewechselt - die Sandlane Recording Facilities haben sich aber als perfekte Wahl für die Aufnahmen erwiesen. Epica wollten eine neue Ära in ihrer Bandgeschichte einleiten - meisterhafte Kompositionen, eine druckvolle Abmischung und eine exzellente Produktion tun ihr übriges, um dies in grandioser Manier zu gewährleisten.
"The Quantum Enigma" ist unter anderem als atemberaubendes, aufwändiges Earbook mit drei CDs erhältlich, aber auch als Doppel-CD im Digipack und als Vinyl-2 LP. Besonders erwähnenswert ist auch die Kunstleder-Ausgabe des Earbooks, die ausschließlich vom Mailorder der Plattenfirma Nuclear Blast vertrieben wird.
Und dieses Earbook hat es in sich: Auf zahlreichen großformatigen Seiten präsentiert die Band hier Bilder der wunderhübschen Frontfrau Simone Simons und der anderen Bandmitglieder, während der Rest des Artworks gekonnt in Szene gesetzt wird. Auch die Gestaltung des 2CD-Digipacks bezaubert ohne Frage, kommt es doch mit einem Booklet in Form eines Fold-Out-Posters daher.

Thematisch geht es auf "The Quantum Enigma" um große Themen wie die Quantenphysik, die menschliche Wahrnehmung, die Psyche und die Existenz. Aufgrund dessen sind die Lyrics einmal mehr sehr bedeutungsvoll und hochwertig, teils gesellschaftskritisch, aber immer sehr gefühlvoll. Sowohl Sängerin Simone als auch Gitarrist und Sänger Mark Jansen haben hier ganze Arbeit geleistet! Auch das Cover-Artwork passt sich diesen nachdenklichen Themen vortrefflich an, prangt hier immerhin ein Buddha in Verbindung mit vielen anderen Elementen. Der Buddha soll hier die personifizierte Spiritualität darstellen, große symbolische Kraft hat er als Zentrum der Abbildung sowieso. Die felsige Insel im obrigen Teil des Covers steht für die Sicht der Menschheit, für ihre Wahrnehmung der Realität - doch da gibt es so viel mehr! Für die Menschen nicht zu sehen ist der mysteriöse Meeresgrund, der die DNA-Symbolik und die Zeichen für die Elemente Erde, Wind, Feuer und Wasser birgt. Ein Boot auf hoher See symbolisiert das menschliche Bestreben, Antworten auf die großen Fragen der Existenz zu finden. Das war natürlich nicht alles - hier wird absoluter Genuss für das Auge geboten! Wer die Möglichkeit hat, sollte darüber hinaus unbedingt einen Blick auf das komplette Cover-Artwork erhaschen, wie es im Booklet abgebildet wird, denn dieses zeigt ungemein mehr als der eben beschriebene Ausschnitt. Der Künstler Stefan Heilemann sollte für dieses atemberaubende Artwork nicht nur gewürdigt werden, er verdient für die Umsetzung höchste Anerkennung.

Widmen wir uns nun den musikalischen Perlen auf Epicas neuem Meisterwerk. Zusammen mit dem Bonus-Track "In All Conscience" enthält die Digipack-Version von "The Quantum Enigma" 14 Lieder, das Earbook liefert stattdessen den Bonus-Track "Dreamscape". Zudem kommen beide Fassungen mit einer zweiten CD daher, die mit vier zauberhaften und elegischen Akustik-Versionen punkten kann.
Epica zeichnet seit jeher das kompositorische Talent von Mark Jansen aus. Auf der neuen Scheibe aber zeigen alle Bandmitglieder, was in ihnen steckt - unter anderem Isaac Delahaye und Ariën van Weesenbeek beweisen hier häufig genug ihre Begabung für die kreative Arbeit hinter den Songs.
Seit Anbeginn ihrer Bandgeschichte glänzt die Band mit dem Mut zur Progressivität, ohne dabei die Eingängigkeit und Zugänglichkeit zu verlieren. Diese Gratwanderung gelingt auf "The Quantum Enigma" besser als je zuvor, um das schon vorweg zu nehmen. Die Symphonic Metaller legen auf dem aktuellen Album noch mehr Wert auf die melodiöse Komponente, obwohl die Songs zumeist so heavy und druckvoll klingen wie noch nie zuvor. Trotz der komplexen und durchdachten Arrangements - die Lieder strotzen nur so vor Details - erweisen sich alle Lieder als sehr kompakt, was vor allem den neuen Fans entgegenkommen sollte. Aber auch alte Fans kommen voll auf ihre Kosten, denn bessere Refrains hatten Epica noch nie in petto!
Zu den traumhaft schönen Songs gesellt sich eine moderne, aufwändige und qualitativ hochwertige Produktion hinzu, für die sich wie gesagt Joost van den Broek verantwortlich zeigt. Auch die Abmischung sorgt dafür, dass Epica hier auf einem neuen Level operieren. Ein kurzes Fazit fällt schon jetzt mehr als leicht, denn die Band hat hier schlicht und ergreifend ein Meisterwerk hingelegt, das seinesgleichen sucht. Als Liebhaber von Imaginaerum aus dem Hause Nightwish fällt es mir nicht allzu leicht, es zuzugeben, aber Epica haben hier das beste Symphonic Metal-Album überhaupt vorgelegt. Nicht nur das: "The Quantum Enigma" übertrifft meiner Meinung nach alles, was man bisher im Metal-Bereich hören durfte. Von hymnisch bis heavy, von balladesk bis ohrenbetäubend: Hier ist alles dabei, was der geneigte Fan sich wünschen kann!

Als Opener von "The Quantum Enigma" fungiert das filmische Intro "Originem". Das Intro ist natürlich ganz deutlich von orchestralem Bombast geprägt, der sich hier mit den lateinischen Gesängen des Chors paart. Kurz und bündig: Es handelt sich um eine Einführung in der Tradition früherer Epica-Intros, wie man sie unter anderem auf "Requiem for the Indifferent" und "The Divine Conspiracy" finden konnte. Nach Angaben der Band liegt die Melodie schon seit vielen Jahren in der Schublade, um nun verwendet zu werden - und das Warten hat sich gelohnt! "Originem" ist ein Start, der nicht besser hätte ausfallen können.
Weiter geht es mit "The Second Stone", das den ersten wirklichen Song auf dem Album darstellt - dafür geht es allerdings schon sehr gitarrenlastig und metallisch los, was das Stück zum perfekten Opener des Albums und der kommenden Live-Shows macht. Zu betonen ist das grandiose Gitarrenspiel von Isaac Delahaye, von welchem nicht nur "The Second Stone" profitiert. Der Refrain verliert gegenüber den Strophen etwas an Tempo, und kommt so gediegener daher, ohne an Intensität zu verlieren. An Dynamik gewinnt das Stück, sobald der epische Chorgesang im Zusammenspiel mit Simones engelsgleicher Stimme einsetzt, um den Refrain abzuschließen. In instrumentaler Hinsicht dominieren eindeutig die Gitarren - ein wahrer Nackenbrecher eben, der die Fans auf den Konzerten zum Toben bringen wird! Die Lyrics kommen durchaus verzweifelt daher, handeln sie doch von der Psyche und von persönlicher Zerrissenheit.
"The Essence of Silence" ist die erste Single aus dem Album, das Lied bekam seinerzeit auch ein hübsches Lyric-Video spendiert. Obgleich es sich um eine Single-Auskopplung handelt, geht es hier noch härter zu als im vorherigen Stück, mörderische Growls machen schon die Strophen zu einem wahren Metal-Monument. Ganz grundsätzlich tauchen Growls auf "The Quantum Enigma" nicht so häufig auf wie auf so manch anderem Album, trotzdem sind sie immer richtig platziert und sorgen dank Marks druckvollem Organ für eine energetische Atmosphäre, die ihresgleichen sucht. Im Kontrast dazu strotz der Refrain von "The Essence of Silence" nur so vor Melodie - Simone erreicht auch hier extreme gesangliche Höhen, die man auf dem Vorgängeralbum so nicht wahrnehmen konnte. Dass die Wahl der ersten Single auf diesen Song aus der Feder von Ariën van Weesenbeek gefallen ist, ist durchaus überraschend, überzeugend ist das Lied aber allemal. Ich möchte hier vor allem großes Live-Potenzial attestieren, denn dieses ist auf jeden Fall vorhanden! Auch die Lyrics, die in diesem Fall von Mark Jansen geschrieben wurden, tragen viel Energie in sich. Es geht darum, sich der Unruhe und dem Chaos in sich selbst zu entziehen, indem man sich auf die Stille in seinem Inneren einlässt. Ein guter Weg, um der Reizüberflutung der Gegenwart zu entkommen!

Mit "Victims of Contingency" folgt der kürzeste Song des Albums - ganz ohne dass das Stück dadurch an Qualität verliert. Die Strophen überzeugen mit den härtesten Growls, die Epica überhaupt bieten kann, ohne dadurch stilistisch aus dem Raster zu fallen. Vor Doublebass-Attacken des Schlagzeugs bleibt hier niemand verschont! Im Refrain erweist sich "Victims of Contingency" als einer der einprägsamsten Refrains des Albums, wenngleich Simones Gesang wieder einmal das Kontrastprogramm zur eisenharten Strophe darstellt. Irrwitziges Tempo ist aber in jedem Moment garantiert! Textlich geht es darum, sich den eigenen Fehlern und Schwächen zu stellen, ohne Dritte für diese verantwortlich zu machen. Ohne Selbstreflektion ist es unmöglich, aus den eigenen Entscheidungen im Leben zu lernen. Man sieht: Ein Text voller Weisheiten, der so manchem sicherlich weiterhelfen wird.
Danach kommt "Sense Without Sanity - The Impervious Code -", das sehr cineastisch und choral beginnt, schnell aber in härtere Gefilde zurückfindet. Etwas langsamere, aber durchaus rockige Strophen beweisen, dass Epica durchaus Sinn für Groove haben. Natürlich dürfen auch hier nicht die obligatorischen Growls fehlen, die wie so oft für die nötige Abwechslung und Vielfalt sorgen. Auffällig ist die Bandbreite an Stilelementen, die in "Sense Without Sanity" abgedeckt wird - balladeske Momente wechseln sich mit hymnischen Melodien und niederschmetternden Growls ab. Der von Simone fantastisch vorgetragene Refrain und der hier und da eingestreute Chorgesang hievt das Stück darüber hinaus auf ein noch höheres Level - absolut hörenswert! Ebenso gehaltvoll sind die Lyrics - Kernaussage ist, dass unsere Sicht auf das Leben und den Tod unser Leben bestimmt, es geht demnach sehr spirituell zu.
Ein Urteil zur zweiten Single-Auskopplung "Unchain Utopia" zu fällen, fällt überaus leicht. Ich weise schon jetzt gerne auf das Musikvideo zum Song hin, welches recht bald veröffentlicht werden sollte. "Unchain Utopia" beginnt mit ausladenden, dabei aber sehr eingängigen Chorgesängen, die sich auch im Refrain wiederfinden. Kurz darauf setzt temporeiches, aggressives Gitarrenspiel in Verbindung mit Doublebass-Drums ein. Die Strophen werden allesamt von Simones wie immer wunderschöner Stimme geprägt, was sie zu einem melodiösen Abenteuer und einer gesanglich anspruchsvollen Aufgabe für die zauberhafte Frontfrau macht. Bis zum Ende baut das Lied eine ungemeine Spannung auf, um diese dann im atemberaubenden letzten Refrain zu entladen. Hier stacheln sich der Chor und Simone in Kombination zu einem stürmischen Gesangsgewitter an - ein absolut würdiger Schlusspunkt eines überwältigenden Songs. Im Gesamteindruck ist "Unchain Utopia" natürlich sehr "catchy", was auch der Meinung der Band entspricht. Aufgrund der vielen Tempowechsel kann man selbstredend davon sprechen, dass es sehr abwechslungsreich zugeht, der gelungene Spannungsaufbau trägt seinen Teil dazu bei. "Unchain Utopia" ist die perfekte Wahl für das Video und die Single-Auskopplung und dabei die weit offensichtlichere Single als "The Essence of Silence". Ebenso überwältigend sind die Lyrics, die sehr revolutionär erscheinen und von dem Willen unterdrückter Völker erzählen, die sich aus Dystopien und Unterdrückung befreien wollen.

"The Fifth Guardian" ist ein träumerisches Instrumental, dabei aber auch die Einleitung des nächsten Songs "Chemical Insomnia". Das Instrumentalstück ist sehr cineastisch und mutet beinahe asiatisch an, weshalb es problemlos in jeden Martial-Arts-Film passen würde. Auch im Bezug auf das Cover-Artwork erscheint "The Fifth Guardian" mit seiner fernöstlichen Attitüde sehr passend, der dort abgebildete Buddha ist sicherlich kein Widerspruch hierzu. "The Fifth Guardian" sollte erst gekürzt werden und zum nachfolgenden Song gehören, doch letztlich wurde es zu einem vollwertigen Stück verarbeitet. Die sanften Melodien und zauberhaften Klänge sorgen für viel Atmosphäre und vor dem inneren Auge erscheinen augenblicklich wunderschöne Bilder, die von der Ruhe, die der Song ausstrahlt, sanft getragen werden.
"The Fifth Guardian" geht unmittelbar in "Chemical Insomnia" über, welches von Isaac Delahaye komponiert wurde. Nach dem ruhigen Instrumental geht es umso treibender weiter, denn der Song wartet mit tanzbaren und ergreifenden Strophen auf, die in einen leidvollen und packenden Refrain münden, den man so nicht vorausahnen konnte. Auch das Finale mitsamt Growls und Simones Stimme in unglaublichen Lagen weiß vollends zu überzeugen. Das weiß allerdings auch der Text von Simone, denn dieser beschäftigt sich mit der Abhängigkeit von Schlafmitteln und vom ewigen Kampf gegen die Schlaflosigkeit.
Kurz darauf präsentieren Epica mit "Reverence - Living in the Heart -" ein Lied, das einmal mehr sehr orchestral und zugleich hart ist. In vielen Parts geht es hier progressiver zu als in anderen Songs, der sagenhafte Chorgesang bleibt allerdings sofort im Ohr hängen. Ariën van Weesenbeek beweist mit diesem Song einmal mehr seine kompositorischen Fähigkeiten, während Simone ein gesangliches Feuerwerk abbrennt. Vor allem das Gitarrensolo zum Ende des Liedes tut eben diesem merklich gut. Auch der Text enthält viele Weisheiten, wenn er davon spricht, dass man im Hier und Jetzt leben und einfache Dinge genießen solle. Selbstfindung ist ein Stichwort, das die Lyrics ganz ordentlich beschreibt.

Einer meiner absoluten Favoriten, wenn nicht sogar mein Lieblingssong von "The Quantum Enigma" ist "Omen - The Ghoulish Malady -". "Omen" ist der vielleicht eingängigste Song des Gesamtwerks, und er hätte riesiges Single-Potenzial gehabt, hätte man ihn nur ausgewählt. Die ruhigen, aber gesanglich wiederholt herausragenden Strophen voller Anmut und Elegie werden nur noch vom mitreißenden und kraftvollen Refrain getoppt, denn dieser bietet eine herausragende Melodie, die definitiv zum wochenlangen Ohrwurm taugt. Einmal mehr tauchen auch in "Omen" pompöse Chorgesänge auf, wie man sie als Stilmittel von Epica sowieso kennt. Diesmal zählen sie zu den besten der Bandhistorie, darüber hinaus wurden sie wie so oft wunderbar von Coen Janssen arrangiert. Aus inhaltlicher Sicht geht es darum, sich mit der Hilfe von geliebten Personen aus schwierigen Lebenssituationen wie Trauerphasen zu befreien. Insgesamt ein doch recht positiv und hoffnungsvoll gestimmter Text, der Mut macht.
Die Pianoballade des Albums ist kurz darauf an der Reihe, in Form vom bezaubernden "Canvas of Life". Die Ähnlichkeit zu "Chasing the Dragon" lässt sich rein stilistisch nicht verleugnen, auch wenn "Canvas of Live" noch einen draufsetzt. Strophen und Refrain sind hier gleichsam eingängig und verletzlich. Ferner ist "Canvas of Life" der gesangliche Höhepunkt des Albums, stimmlich ist der Song an Intimität kaum zu überbieten. Simone Simons beweist hier einmal mehr, dass sie die beste Sängerin überhaupt ist! Ab dem zweiten Chorus werden die Refrains noch hymnischer, kraftvoller und mit unendlich viel Gefühl vorgetragen, sodass man mit dem Genuss dieses Liedes rein gar nichts falsch machen kann. "Canvas of Life" wird vom Piano und einer Akustik-Gitarre begleitet, wobei die Gitarrenparts sehr virtuos gespielt werden und sich bestens in die Komposition einfügen, obgleich das Piano klar im Vordergrund steht. Die Verbindung zwischen den beiden Instrumenten ist jedenfalls hervorragend gelungen! Die lyrische Komponente ist anders als im letzten Song viel leidvoller und nachdenklicher, immerhin wird hier aber auch von der "Leinwand des Lebens" gesungen.
"Natural Corruption" ist in der Band selbst einer der beliebtesten Songs, und diese Tatsache kann ich sehr gut nachvollziehen. Nach der Ballade zuvor geht es hier wieder wesentlich energetischer zu, was auch der hymnische Refrain, der von melodiösen Keyboardklängen getragen wird, beweist. Balladesk wird es schließlich dann doch, bevor das große Finale des Stückes eingeläutet wird. Dieses wird von einem fantastischen Gitarrensolo geprägt. Im Allgemeinen treten diese Soli nicht allzu oft auf - wenn, dann sind sie aber von herausragender Qualität und fügen sich perfekt in das jeweilige Lied ein. Simones Gesang erklimmt in "Natural Corruption" zumindest im Refrain ungeahnte Höhen, was ich hier ganz besonders loben möchte. Thematisch wird es an dieser Stelle hochinteressant, denn Epica liegen hier ganz richtig, wenn sie von unserer Welt als zerstörtem Paradies erzählen und davon, dass Geld nicht mehr genügen würde angesichts dieser harten Fakten.
Der krönende Abschluss ist dann natürlich der Titeltrack "The Quantum Enigma - Kingdom of Heaven, Part II -", ein epischer und monumentaler Abschluss des Albums. Nach dem Erachten von Mark Jansen enthält dieser Song Elemente, die ebenso bei Pink Floyd auftauchen könnten. Natürlich ist der Song das Opus Magnum von "The Quantum Enigma", ein sehr progressiver Song in Überlänge und in seiner Struktur höchst komplex. Musikalisch ähnelt es dem Vorgänger "Kingdom of Heaven, Part 1" ein wenig, und auch textlich schließt es nahtlos daran an. Allein deshalb ist der Titel "Kingdom of Heaven, Part 2" mehr als berechtigt. Aber auch ohne diese Verbindung zwischen den Stücken verbleibt ein Lied, welches einem ein himmlisches Gefühl gibt! Die Lyrics fassen im Grunde das zusammen, worum es auf diesem Album geht: Die Mysterien der menschlichen Existenz sind hier allgegenwärtig.

Als Bonus-Track der Digipack-Version fungiert "In All Conscience", obgleich dieses Lied auch eines der stärksten auf dem regulären Album gewesen wäre. Jedenfalls ist der Track einer meiner absoluten Lieblingssongs - selbst im Schlaf wäre er wohl noch dazu fähig, Gänsehaut zu erzeugen. "In All Conscience" wird ganz eindeutig von Simones Stimme dominiert, was dem zarten Stück Musik sehr zugute kommt. Auch die Lyrics sind sehr ergreifend, handeln sie doch von verlorenem Lebenswillen, dabei aber auch vom unerschütterlichen Band der Liebe. Bonus-Track der Earbook-Version ist "Dreamscape", nach "Canvas of Life" eine weitere Ballade. Diese hier fällt etwas sperriger aus als das eben genannte "Canvas of Life", ist aber genauso schön und hat aufgrund der komplexen Struktur auf viel langfristiges Potenzial. Gegen Ende erzeugt Simone Simons einmal mehr Gänsehautmomente, indem sie ihre Stimme auf dem höchsten Level erklingen lässt.

CD 2 beinhaltet vier Unplugged-Versionen bekannter Songs des Albums. Mit dabei ist unter anderem die akustische Variante von "Canvas of Life", welche nochmals lieblicher und fragiler ausfällt als die ohnehin schon sanfte Originalversion. "In All Conscience" kann als Unplugged-Fassung genauso überzeugen wie "Dreamscape", welches in dieser Version mehr als schwelgerisch erscheint. Ein absolutes Highlight zum Schluss ist "Natural Corruption", das in seiner Akustikversion einen sehr maritimen Einschlag hat und unweigerlich an das Meer erinnert. Eine einfallsreiche Umgestaltung eines sowieso herausragenden Liedes! In diesem Sinne ist die zweite Disc keinesfalls eine sinnlose Beigabe, sondern ein echtes Juwel, das jede Beachtung verdient.

Mit "The Quantum Enigma" haben Epica ein Album erschaffen, das im gesamten Metal-Kosmos seinesgleichen sucht. Aufgrund der Lobpreisungen, die schon vor dem Release auf das Album einprasselten, habe ich zwar ohnehin sehr viel erwartet, das letztliche Ergebnis haut mich aber wirklich um. Die gemeinsame Arbeit der Band, welche nach langer Zeit wieder vor Ort und in Gemeinschaft an den Songs gearbeitet hat, fruchtet in jedem einzelnen Song, und enstanden sind wahrlich grandiose Songs, die man sich nicht besser hätte ausmalen oder wünschen können. Epica werden mit diesem Meisterwerk sicherlich nicht nur die alten Fans begeistern, sondern auch neue Hörer hinzugewinnen. Darüber hinaus tut der Wechsel des Produzenten und Mischers dem Album überaus gut, der frische und moderne Sound passt bestens ins Bandgefüge. In Verbindung mit dem wunderhübschen Artwork erweist sich dieses Kunstwerk als philosophisches Glanzstück. Epica wollten mit "The Quantum Enigma" eine neue Ära einläuten - und das haben sie absolut geschafft! Mehr noch: Dieses Album beweist, dass Epica sich vor keiner anderen Band dieser Welt verstecken müssen. Kurzum: Ein Album zum Niederknien!
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