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1.145 von 1.274 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wir schauen nur, aber sehen nicht!
Wow, soviele unterschiedliche Kritiken über diesen Film und irgendwie gehen die Meinungen weit auseinander. Ist der Film nun ein Meisterwerk oder keines? Die jetzt erwartete Antwort folgt weiter unten, da ich hierfür etwas ausholen muss. Dieser Film ist der beste Beweis unserer Zeit, dass sich viele Menschen vor den Bildschirm setzen, das Hirn abschalten und...
Vor 23 Monaten von cyan100 veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein wenig Enttäuscht
Als großer Comic und Batman Fan war ich natürlich auf Nolans THE DARK KNIGHT RISES gespannt. Die Bluray bietet ein gutes Bild was auch im IMAX Format gut rüberkommt. Aber vom Film selbst bin ich ein wenig Enttäuscht. Zwar ist das Finale befriedigend aber der Film büßt Charme und Atmosphäre ein. The Dark Knight bleibt unerreicht.
Vor 8 Monaten von Benjamin Alsleben veröffentlicht


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1.145 von 1.274 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wir schauen nur, aber sehen nicht!, 24. September 2012
Rezension bezieht sich auf: The Dark Knight Rises [Blu-ray] (Blu-ray)
Wow, soviele unterschiedliche Kritiken über diesen Film und irgendwie gehen die Meinungen weit auseinander. Ist der Film nun ein Meisterwerk oder keines? Die jetzt erwartete Antwort folgt weiter unten, da ich hierfür etwas ausholen muss. Dieser Film ist der beste Beweis unserer Zeit, dass sich viele Menschen vor den Bildschirm setzen, das Hirn abschalten und sich berieseln lassen - besonders natürlich wenn es um etwas triviales wie einen Batmanstreifen geht. Mitdenken steht hier auf einem anderen Blatt und das ist wirklich schade. Es gibt einen schönen Spruch von Andrej Tarkowskij: "Wir schauen nur, aber wir sehen nicht!" TDKR verlangt jedoch genau das: Mitdenken! Warum? Ganz einfach: Weil Batman kein trivialer Superheld ala Avengers oder Superman ist. Batman ist komplex!

Batman ist anscheinend so komplex, dass alle bisherigen Regisseure, seine psychische Analyse nicht ganz unfreiwillig umgangen haben. Mit Nolan hat sich das geändert. Batman Begins beschäftigt sich mit Bruce Wayne, der versucht sein Trauma mithilfe einer Maske zu bekämpfen. Bruce ordnet seinem Ziel, der Bekämpfung von Ungerechtigkeit, alles unter – auch seine Mitmenschen und sein eigenes Leben. TDK zeigt, was er damit erreicht hat. Nolan wirft ihn an den Abgrund zwischen Rache und Gerechtigkeit. Batmans Taten verschwimmen, in dem er zu drastischeren Methoden greift (zB. Überwachung) um seine sadistischen und menschenverachtenden Feinde aufzuhalten. Nolan lässt hier sogar die Frage offen, ob letztendlich Bruces Ausbruch in Gestalt von Batman der Auslöser für die Existenz von Menschen wie dem Joker ist, der den Terror geradezu personifiziert.

(SPOILER ANFANG)
Diesen Terror spinnt Nolan nun gekonnt weiter. Anstatt zu wiederholen, was der Joker schon zu genüge gezeigt hat, setzt er eine Figur ins Spiel, die ähnlich wie der Joker, den Terror personifiziert, jedoch auf eine ganz andere Art. Was Bane denkt, zeigt sich gleich zu Beginn des Filmes: Einer der Gefolgsleute von Bane versucht das abstürzende Flugzeug zu verlassen. Bane fordert ihn jedoch auf, sitzen zu bleiben und sich zu opfern um (mit dem Blut des Professoren) den Flugzeugabsturz glaubwürdig zu machen. Der Mann will nur noch wissen ob die Operation erfolgreich war und ergibt sich wiederstandslos seinem Schicksal. Hier blitzt sie auf - die Definition des Terrorismus: Ein Mensch der all sein Handeln und Denken nur einem Ziel verschreibt: Der Zerstörung - und wenn es das eigene Leben kostet. Bane ist so ein Mensch.

Seine Motivation zur Revolution ist ganz eindeutig der Kaptialismus, den er als korrupt und verachtenswert hält. Selina sagt es schon ganz am Anfang im Film zu Bruce „Ihr werdet euch fragen, wie ihr so maßlos leben konntet und dem Rest so wenig (zu leben) gelassen habt.“ Bane schlägt in der Börse los und erschüttert die Elite von Gotham. Ein Firmenchef beschimpft Bane, dass er ihm so viel Geld geliehen hätte, was offenbar nutzlos für ihn selbst war. Bane sagt dazu nur: „Und das gibt dir Macht über mich?" - dann bricht er ihm das Genick. Nolans Botschaft ist klar - oder nicht? Er sympathisiert mit Occupy, doch er ist der Meinung dass diese Welt nicht besser werden kann. Wohl eher schlechter. Denn um das bestehende System von Arm und Reich aufzuspalten um einer Gerechtigkeit entgegen zu kommen, müssten die Aktivisten es machen wie Bane und zur Gewalt greifen. Doch das würde sie auf eine noch viel tiefere Stufe stellen.

An einer anderen Stelle sagt Bane: „ Wir sind nicht gekommen um zu erobern, sondern um zu befreien“ Ein Zitat eines amerikanischen Generals vor dem Einmarsch in den Irak" Nicht einmal versierte Filmkritiker haben es erkannt. Zitat: "Wir schauen nur, aber wir sehen nicht". Vom terroristischen Revolutionär entpuppt sich Bane später zum Stalinisten, der seine Gegner skrupellos beseitigt, indem er sie tötet oder in das Exil verbannt – Tot durch den Gang über ein Eisfeld, stellvertretend für den eisigen sibirischen Norden. Nolan drückt ihm sogar einen Zünder in die Hand zum sprengen der sog. „zivilisierten Welt“ wie Bane sie nennt. Er schürt die Angst vor dem Nuklearschlag, die wir gerade hier in Deutschland durch den Kalten Krieg kennen gelernt haben. Wahre Verzweiflung entsteht eben nur, wenn man einen restlichen Funken Hoffnung hegt, wie Bane sagt. An seinem ironischem Unterton den er an speziellen Stellen einsetzt und der vielen missfällt, kann man durchaus seine Niedertracht gegenüber den Menschen wahrnehmen und hin und wieder Wahrheit und Lüge ablesen.

Auf der anderen Seite steht Batman, der jedoch genauso ZWANGHAFT ist wie Bane. Batman hat den Zwang zu verhindern, dass den Menschen das Trauma wiederfährt, welches ihm selbst passiert ist. Die Maske die er erschaffen hat, im Glauben damit sein Trauma zu überwinden, hat ihm alles genommen. Seine Liebe und Hoffnung. Bruce ist am Anfang des Films dorthin zurückgekehrt, wo er nach dem Tod seiner Eltern schon einmal war. Dieser Zustand gipfelt dann im Aufeinandertreffen mit Bane. Einem Menschen, der ähnlich wie Bruce eben auch all sein Handeln und Denken einem Ziel unterwirft. So gesehen ist Batman ein Spiegelbild für die „zivilisierte Welt“, für das momentane auch konservative Amerika, das in sich zerrissen ist und mit fragwürdigen und nahezu wirkungslosen Methoden verzweifelt gegen den Terror aufzubegehren versucht. Batmans Sieg über Bane kann als politisch äußerst rechtes Statement interpretiert werden, da er eben auf der Seite der Reichen und Bevorzugten steht und das momentane ungerechte System unbedingt aufrecht erhalten will. Doch dieser Vergleich hinkt, da Bane letztendlich ein Terrorist bleibt, der mit einer tickenden Bombe alles und auch sich selbst in den Abgrund reißen will - nur eben mit einem Funken Hoffnung.

Aber das eigentlich besondere am Film ist die Reise von Bruce Wayne. Damit er Bane schlagen kann, muss Bruce über sich hinaus wachsen. Den Schlüssel dazu findet er in ganz menschlichen Dingen, wie zu lernen, den Tod wieder zu fürchten und das Leben zu schätzen. Er muss lernen, dass seine Zwänge ihn eben nicht kontrollieren. Seine Vergangenheit hat ihm eindeutig gezeigt, dass Gewalt nur zu Gegengewalt führt. Für Bruce geht es genau darum: um seine Reise zurück zur Menschlichkeit, seinem Durchbruch aus dem Teufelskreis der Gewalt und raus aus seinem Gummianzug in dem er immer steckt. Alfred sagt es zu Beginn: „ ... but some men rise from the darkness“ Nolan lässt (wenn auch nicht eindeutig) die Interpretation zu, dass die letzte Szene im Café nicht unbedingt real sein muss. War sie doch genauso geschnitten wie die zu Beginn des Filmes. Sie zeigt nicht, dass Bruce noch unbedingt lebt. Das was man sieht, kann auch der Vorstellung von Alfred entsprungen sein – seine Gewissheit dass sein Sohn (was Bruce ja eigentlich für ihn ist) endlich den Frieden gefunden hat, den er sich immer für ihn erhofft hatte. Denn ob er noch lebt oder nicht ist gar nicht so wichtig – Bruce hat den Durchbruch geschafft und dadurch ein unangreifbares Symbol für die Menschen erschaffen und dadurch hat er seinen Frieden gefunden.
(SPOILER: ENDE)

Ich muss sagen dass TDK nicht im Ansatz an die politische Brisanz von Rises heranreicht. Nolan verstrickt seine Figuren so sehr mit unseren aktuellen politischen Anschauungen und Geschehnissen, dass es nur so brodelt. Keiner hat so etwas in dieser Art vorher mit einem Thema gemacht, das eigentlich der Fantasie entspringt. All die Dinge die Nolan zeigt, kommen uns bekannt vor. Aber nicht aus Filmen, sondern aus den Nachrichten. Mit der Tatsache, dass er auch einen Bogen zurück zu Begins zieht, (was nie geplant war, als Nolan Begins machte), dass er sogar Charles Dickens Werk "A Tale of two Cities" einbezieht, zeigt, dass er ein absolut brilliantes Storygeflecht konstruiert hat, bei dem es bei all den Verweisen schwierig ist, wirklich alle Details zu erkennen und durchzudenken. Oder aber man sagt, Nolan hat es so sehr übertrieben, dass er durch das Ganze sein eigenes Werk erstickt. Damit aber macht man es sich zu einfach, weil man dadurch das alles als belanglos abtun würde.

JA, Nolan verlangt viel von seinem Publikum. Er sieht seine Zuschauer als ebenbürtig an. Und genau davor knicken viele Zuschauer ein. Hier wieder: "Wir schauen nur, aber wir sehen nicht". Dieser Film ist so tief, dass er trotz seines großen Erfolges sich schon wieder heraus bewegt, aus den klassischen Strukturen des Mainstream-Kinos. Mit dieser Vielschichtigkeit, den vielen Verweisen und Botschaften und einer brachialen Filmästhetik - bei der man schon glaubte sie sei ausgestorben, erhebt sich dieser Streifen weit über das hinaus, was alle bisherigen Genreverfilmungen zu bieten hatten. Ja, dieser Film ist ein Meisterwerk - wenn man den Deckel anhebt und interessiert den Inhalt betrachtet!
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das ist der richtige geniale "Abgang" von Batman !!!, 29. Juni 2014
Von 
Kirsten Eichler (Germany.Schwäbisch-Gmünd) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: The Dark Knight Rises (Amazon Instant Video)
Dieser Film ist ultra-genial. Er beinhaltet alles,wofür Batman je gestanden hat . Die Geburt seiner weiteren Kollegen ,wie Catwoman,Robin .. eben diejenige die noch weiter mit ihm ,Seite an Seite kämpfen werden & für Gotham City das Symbol der Freiheit,der Zusammen sind wir stark Fraktion ,wieder Auferleben lassen.. Dieser Film zeigt alles an Antworten auf die vorherigen Fragen . Es ist ein richtiger "Abgang" von Batman & die "Geburt" einer neuen Ära !!!
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657 von 779 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kritik auf hohem Niveau, 2. August 2012
Rezension bezieht sich auf: The Dark Knight Rises [Blu-ray] (Blu-ray)
Jetzt schreibe ich mir mal den Frust von der Seele.

Was ist bloß los mit all den Menschen da draußen, die das Internet als Sprachroh nutzen wollen?
Wenn man sich hier einige negative Rezensionen durchliest, dann kann einem Angst und Bange werden.

"Der Film ist viel zu lang und langweilig" - zu keinem Zeitpunkt hat ich bei den knapp drei Std. Laufzeit so etwas wie Langeweile, weil die Inszenierung durchgehend gelungen ist. Komplexe und dennoch meist logische Handlung, interessante Charaktere etc.

"Im Film wird viel zu viel geredet und die Action ist öde" - Ja, genau. Heutzutage muss für einige scheinbar alle 3 Minuten irgendetwas irgendwie explodieren damit es ein guter Film ist. Dies hier ist ein klasse Actionfilm im aller besten altmodischen Sinne. Wie schon in den Vorgängern ist hier das meiste noch handgemacht und kommt ohne überladene CGI-Effekte aus, wodurch das Ganze wesentlich realistischer wirkt. Für Menschen denen das im Jahr 2012 zu öde geworden ist - schaut Transformers - da muss man den Dialogen nicht folgen und es explodiert immer i-was.

"Bane hat die Stimme von Mickey Maus" - Richtig ist, dass die Stimme im Original deutlich cooler weil noch böser ist, aber der Film bleibt auch mit einer nicht optimalen deutschen Synchro sehr gut und rechtfertigt keine deutliche Herabstufung.

"Gotham sieht aus wie New York" - Stimmt, denn es ist ja auch NY. Aber mich stört das ehrlich gesagt überhaupt nicht, weil es im 2. Teil auch schon so war, dass Gotham sehr an eine reale Stadt erinnerte (damals soweit ich weiß Chicago). Das gibt dem Ganzen wie ich finde einen ernsthafteren Anstrich. Wer sich das Gotham aus den Comics zurück wünscht, schaut sich halt die alten Filme an.

"Der Dritte ist der schlechteste Teil" - was ist das hier - ein Preiswettbewerb. Alle drei sind sehr gut. Soll doch jeder entscheiden welcher ihm am besten gefällt. Aber dieses kritisieren, weil ihn Andere gut finden und er zu sehr gehypt ist? Für den Hype sind wir doch selbst verantwortlich und das klingt für mich zu sehr nach "ich bin dagegen, weil ihr dafüt seit!"

Also man kann den Film finden wie man möchte. Aber wer hier weniger als 3 Sterne gibt, der sollte sich immer vor Augen halten, was sonst so über die Kinoleinwände flimmert. The Dark Knight Rises ist einer der besten Filme dieses nicht mehr so jungen Jahres und dennoch ist er nicht ganz perfekt. Aber das ändert nichts am positiven Gesamteindruck.

Grüße
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223 von 280 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Trilogie, ein Meisterwerk, 10. August 2012
Rezension bezieht sich auf: The Dark Knight Rises [Blu-ray] (Blu-ray)
Es bietet sich nun bei Batman die Gelegenheit, auf die Trilogie einzugehen. Diese Möglichkeit möchte ich nutzen. Daher wird diese Rezension ein wenig anders sein als die Anderen. Ich verzichte überwiegend auf die Wiedergabe des Inhalts, vielmehr gehe ich auf die Bewertung und auf die Blu-Ray ein.

Ich habe damals, im Jahre 2005 den ersten Teil, 'Batman Begins', mit großer Freude erwartet, weil ich eben ein großer Fan von Batman bin. Seit der Kindheit. Für den Einen oder Anderen schien es damals ein zunächst gewöhnlicher Film zu sein. Ein Film, für den man keine besonderen Erwartungen gesetzt hatte, auch ich nicht. Gerade weil es vielleicht nur eine Comicverfilmung war. Doch in einer Hinsicht war Ich mir absolut sicher: Allein die Besetzung spricht für sich: Christian Bale, Morgan Freeman und Liam Neeson unter anderem. Zugegeben: Regisseur Chris Nolan war mir zu dem Zeitpunkt unbekannt.
Als ich dann den Film endlich gesehen hatte, war ich einfach sprachlos. Es gab und gibt keinen besseren Batman. Christian Bale hat die Rolle des dunklen Ritters exzellent verkörpert. In Kombination mit der ersten epischen Geschichte und den anderen Schauspielern, ist für mich Batman Begins der erste Teil vom Meisterwerk. Besonders erwähnenswert sind die Dialoge zwischen Bale und Neeson, die so qualitativ sind, dass man verblüfft ist, es handele sich hier "nur" um eine Comicverfilmung. Doch für mich ist es vielmehr als das! Eine durchaus realistische Geschichte gepaart mit viel Action und Dramatik. Die Entstehungsgeschichte wurde sehr düster, aber dennoch nachvollziehbar erzählt. Batman möchte seine Angst mit Anderen teilen und somit das Böse bekämpfen. Das Ende gibt dem Zuschauer die Andeutung auf eine spannende Fortsetzung. Zurecht!

Drei Jahre später dann der zweite Teil - 'The Dark Knight'. Batman wird zum ersten mal ein Ultimatum gestellt. Egal wie er sich entscheidet, die Ausgangslage bleibt negativ: Soll er seine Freundin, Rachel retten, oder Gothams '"weißen Ritter"', den Staatsanwalt Harvey Dent? Letzteres geschieht, wenn auch nicht vom Schicksal geleitet. Chris Nolan hat den Film vom Scheintod des Commissioners Gordon bis hin zu diesem Ultimatum, so packend erzählt, dass dem Zuschauer nichts anderes bleibt, als sich in dem Film zu verlieben. Mir jedenfalls erging es so. Ob Fan oder nicht. Die Dramatik bekommt der Zuschauer hart zu spüren. Besonders gegen Ende. Dies ist auch der Filmmusik von Hans Zimmer zu verdanken, der eine grandiose Komposition abliefert, die genau eines bezwecken soll: Die düstere Atmosphäre am lebendigen Leib zu erfahren. Das Ende könnte tragischer und fesselnder nicht sein. Die Hoffnung Gothams auf eine friedliche Zukunft stirbt mit Harvey Dent, die Wahrheit wird vertuscht und Batman wird zum Sündenbock.

Hollywood vergibt zwei Oscars. Einer geht an Heath Ledger. Verdient? Absolut! Der Joker ist doch der eigentliche "Held" dieses Teils. Es muss nicht immer Batman sein, wobei auch hier Bale eine konstante Leistung abliefert. Der Joker hebt sich jedoch in diesem Teil von allen anderen hervor. Ein verrückter, aber dennoch genialer Clown, mit dem nicht zu spaßen ist. Heath Ledger hat seine Rolle des Jokers nicht nur gespielt, er hat sie gelebt! Das meinte Chris Nolan in einem Interview. Die Art und Weise, wie er Joker präsentiert, ist einzigartig. Nolan war von Ledgers unbeabsichtigten Mimiken (das mit dem Mund und der Zunge) so angeekelt, aber trotzdem begeistert, dass er dies gleich in die Endfassung aufnahm. Ursprünglich tat Ledger dies nur, weil ihn die Schminke störte. Für mich steht eines fest: Ich wage zu bezweifeln, dass es jemals einem anderen Schauspieler gelingen würde, Ledgers Leistung als Joker zu übertrumpfen - im wahrsten Sinne des Wortes.

'The Dark Knight' ist eine Fortsetzung, die an Dramatik zugenommen hat. 2/3 des Weges bis zum Meisterwerk sind geschafft. Nicht mehr, nicht weniger. Allen voran ist es Heath Ledger zu verdanken. Wie keinem anderen Bösewicht zuvor oder danach, gelang es Joker Batman seelisch zu verletzen, als er eben eine wichtige Person seines Umfeldes, das Leben genommen hat, der Bruce Wayne Nahe stand. Der Joker ist Batman als Gegenspieler ebenbürtig. Seitdem hat er sich in die Herzen der Zuschauer und Fans geschlossen. Umso trauriger, dass er im Finale nicht mehr auftreten kann, obwohl es so vorgesehen war.

Nun also, 'The Dark Knight Rises'. Direkt als Erstes ist zu sagen: Der krönende Abschluss der Trilogie. Der neue Gegner heißt Bane. Ein muskulöser, aber dennoch schlauer Bösewicht, der sogar Batmans Identität entlarvt hat und ihm das Rückgrat zunächst verletzt. Nolan hat mit Absicht einen Gegner gewählt, der sich von seinen Vorgängern unterscheidet. Das war eine richtige Entscheidung. Das verleiht der ganzen Trilogie mehr Abwechslung und stellt damit auch Batman vor vielen Hindernissen, die er zu bewältigen hat. Erneut wird die Geschichte authentisch erzählt. Über die schauspielerischen Leistungen aller ist kein Wort mehr zu verlieren. Nichts anderes als eine Weltklasse Leistung, wobei Michael Caine als Butler Alfred besonders gelobt werden muss. Erwähnenswerter ist die wunderbare Kulisse und die Special Effects. Hierbei dient New York als Vorlage und wird zum fiktiven Gotham. Ich sage nur: Fliegende Gullideckel, gesprengte Brücken, oder der Endkampf zwischen der Polizei und den Anhängern Banes. Die Batman-Reihe hat sein Ende gefunden und ist mit 'The Dark Knight Rises' ein mehr als gelungener Abschluss dieser Trilogie. Chris Nolan sei Dank, dass der Film nicht in 3D erschienen ist und er sich für IMAX entschieden hat. Erfreulich, dass es noch Leute gibt, die nicht immer mit dem Strom, sondern dagegen schwimmen und, die nicht immer nur ans Geld denken!

Batman/Bruce Wayne wird insbesondere im letzten Teil dieser Trilogie zur tragischen Figur. The Dark Knight Rises ist in jeder Hinsicht kein gewöhnlicher Film. Eine Comicverfilmung verbunden mit der Thematik des Terrorismus und auch der Wirtschaftskrise (welches ein Spiegelbild unserer heutigen Welt ist), die zudem eine Verknüpfung mit einer tragischen Geschichte erhält. Es sind sicherlich mehrere Faktoren die dazu beitragen, weshalb die erste Hälfte des Films vielen nicht "passt". Der Film baut jedoch seine Handlung bis zu einem gewissen Punkt auf, um die Rückkehr Batmans rechtzufertigen. Die Dialoge setzen geradezu neue Maßstäbe, siehe Bale = Caine. Bei ihnen kommt der Aspekt der Tragik zum Vorschein. Nicht zuletzt deswegen, weil die Liebe Waynes (Rachel) einem Verrückten zum Opfer fiel. Batman sieht sich in der Verantwortung, Gotham als Beschützer zur Seite zu stehen. Sein Fall und seine spätere Auferstehung ("Rise" ist der bessere Ausdruck) ist zwar vielleicht keine Besonderheit, die schwer vorauszusehen wäre, allerdings erfreut sich der Zuschauer darüber, dass das Gute über das Böse gesiegt hat. Und vor allem, dass Batman von Gotham als Retter erkannt und gewürdigt wird, als Held und nicht als Antiheld.

Klarstellung: Viele sind der Meinung, dass Bane dem Joker nicht das Wasser reichen könne. Dieser Vergleich ist insofern falsch, da zwei absolut verschiedene Typen in zwei verschiedenen Filmen zum Vorschein kommen, die in einem Kontrast zueinander stehen. Während Joker ein wahnsinniger Genie ist, terrorisiert Bane Gotham. Tom Hardy ist natürlich durch diese erschreckende Maske eingeschränkt. Doch es ist eben seine Figur und sein Aussehen, was Angst vermitteln soll. Da bedarf es keiner Mimik. Bei Joker ist es eher das Unberechenbare, was ihn gefährlich macht. Jedoch empfiehlt es sich die englische, originale Film-Fassung anzuschauen. Banes Synchronisation ist da gelungener.

*Nachtrag zur Blu-Ray*

Da die "negativen" Punkte eher nüchtern ausfallen (eigentlich nicht der Rede wert, aber aufgrund der nicht vorhandenen Aspekte, die zu bemängeln wären) und den Gesamteindruck der Blu-Ray in keinster Weise trüben, gleich mal vorweg: Der deutsche Ton hat "lediglich" DD 5.1 zu bieten, während die englische Tonspur in DTS-HD Master Audio 5.1 ist. Das ist leider etwas schade, aber für jene, die den Film in vollem Unfang genießen wollen, nehmen eh den englischen original Ton in Anspruch. Zumal Bane, wie bereits erwähnt, dort einen besseren Eindruck hinterlässt in Bezug auf seine Sprache und Stimme. Der Film wird in 1080p wiedergegeben und ist je nach Szene entweder in variabler 16:9 2.40:1 Qualität oder in 1.78:1 IMAX-Sequenz. Problematisch wird es etwas, wenn das Bild oft zwischen 2.40:1 und 1.78:1, also IMAX, hin und her wechselt. Da gibt es schon Unterschiede. Ein Wendecover gibt es leider nicht, was bei dem groß aufgebrachten USK Logo mehr als wünschenswert gewesen wäre. Sei es drum.

Das IMAX Verfahren ist wirklich das Maß aller Dinge in Sachen Film-Dreh. Diese Sequenzen verleihen dem Film eine noch authentischere Atmosphäre, sodass man das Gefühl hat, Teil des Films zu sein. Hier wieder Lob an Chris Nolan, der dieses Verfahren für das Finale fortgesetzt hat. Zur Freude der Fans und Zuschauer beinhaltet die Blu-Ray zwei Discs. Die Eine ist natürlich der Film, und die Andere widmet sich dem Bonus-Material, die mit drei Stunden Spielzeit wirklich nicht zu kurz kommt. Darin gezeigt werden unter anderem: ein Blick hinter den Kulissen, alle Batmobile, Interviews mit den Schauspielern usw.

Fazit:

Die Batman Trilogie von Schöpfer Chris Nolan gehört zu eines der Besten überhaupt! Jeder Teil ist sehenswert und vermittelt eine nie dagewesene realistische und zugleich düstere Stimmung. Zumindest im Vergleich zu anderen Comicverfilmungen. Während 'Batman Begins' den Einstieg der Trilogie bildet, zeichnet sich 'The Dark Knight' durch schauspielerische Kunst (Heath Ledger/Joker) aus. 'The Dark Knight Rises' hingegen bietet die epischste Geschichte von allen, die einige Wendungen verspricht und zum Finale wird, dessen Ende den Zuschauern offen lässt, wie es mit Batman weitergehen könnte. Der Kontrast, der einem deutlich werden müsste, dass das Thema des ersten Teils laut Nolan "Furcht" war, bei TDK "Chaos" und TDKR "Schmerz", finde ich sehr interessant und abwechslungsreich! Dafür standen jeweils die Bösewichte:
Ra's al Ghul, der Joker und schließlich Bane. Letztlich traurig ist man aber auch gleichzeitig, dass Schluss ist mit der Trilogie. Ende mit Christian Bale.
Die Dark Knight Teile verknüpfen einander. Sie sind und bleiben ein Meilenstein in der Geschichte des Films und bilden daher ein Gesamtwerk. Ein Meisterwerk.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein wenig Enttäuscht, 29. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Dark Knight Rises [Blu-ray] (Blu-ray)
Als großer Comic und Batman Fan war ich natürlich auf Nolans THE DARK KNIGHT RISES gespannt. Die Bluray bietet ein gutes Bild was auch im IMAX Format gut rüberkommt. Aber vom Film selbst bin ich ein wenig Enttäuscht. Zwar ist das Finale befriedigend aber der Film büßt Charme und Atmosphäre ein. The Dark Knight bleibt unerreicht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Trotz kleiner Makel ein gelungener Abschluss der Trilogie, 30. April 2013
Von 
S. Simon "WhiteNightFalcon" (Kastell) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Dark Knight Rises (DVD)
Auch wenn der Film über 2,5 Stunden lang ist, lässt sich die Handlung des Trilogie-Abschlusses eigentlich flott zusammenfassen. 8 Jahre sind vergangen, seit Batman Harvey Dents Tod auf sich genommen hat und in der Versenkung verschwunden ist. 8 Jahre, in denen er nicht wirklich benötigt wurde, doch als nun der Terrorist Bane in Gotham auftaucht, ist es an Wayne, wieder zu Batman zu werden....
Das Positive ist, dass Nolan auch bei seinem letzten Batman dem realistischen Anstrich treu bleibt, indem z.b. Wayne ganz Mensch bleibt und z.b. böse Nachrichten in Punkto Gesundheit bekommt, was ihn einmal mehr nicht zum Überhelden werden lässt.
Auch werden gelungene Themen wie Occupy Wallstreet, Zockereien mit Termingeschäften, real genutzt, um die Story um Bruce Wayne zuende zu bringen.
Die Actionszenen sind erste Sahne, dynamisch, flott, Hans Zimmers Score passt. Zudem werden diverse Szenen für Verknüpfungen genutzt. Sei das ein Auftritt von Ras al Gul oder das Polizist John Blake jener Junge ist, dem Batman in Teil 1 an einem Haus hängend einen seiner Ausrüstungsgegenstände zuwarf.
Auch die Darsteller sind top gewählt und diverse Figuren halten Überraschungen parat.
Doch die deutsche Synchro von Bane ist eine Enttäuschung. Lässt sie ihn doch mehr wie einen Irren wirken, denn einen überlegten Bösewicht, der einen perfiden Plan verfolgt. Mehr hat der Sprecher aber offenbar auch nicht drauf. Wer mal den Film Highlander-The Source" gesehen hat und die Synchro des dortigen Bösewichts The Guardian kennt, dürfte sofort wissen, was ich meine.
Doch auch die Handlung an sich hat den einen oder anderen bösen Schnitzer. Bane als Warlord kann das gesamte Finanzzentrum Gothams 3 Monate abriegeln und keiner tut - trotz Bombe - auch nur ansatzweise was dagegen??
Die gesamte Polizei sitzt 3 Monate in U-Bahntunneln etc fest und keiner findet einen Weg, sie früher zu befreien? Oder wenn sie denn befreit werden, kommen da keine bärtigen verwahrlosten Gestalten zum Vorschein??
Auch als Bane Batman bricht, ist es recht unlogisch, dass er ihn selbst in den Höhlenknast bringt, statt das einen seiner Leute machen zu lassen und sich stattdessen um seinen Plan zu kümmern, wenn er schon freie Hand in Gotham hat.
Bedenkt man, wie verschachtelt die Plots von Nolans The dark knight oder auch Inception waren, ist das schon erstaunlich, was sich hier an vermeidbaren Fehlern eingeschlichen hat.
Unterm Strich wäre das aber motzen auf hohem Niveau, denn alles in allem ist The dark knight rises" ein gelungener, wenn eben nicht perfekter Abschluss einer der besten Filmtrilogien, die es gibt.
Die Bild- und Tonqualität jedenfalls lässt sich keineswegs beanstanden hier wurde - wie einem aktuellen Blockbuster nicht anders zu erwarten - alles perfekt gemacht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die schönste Ergänzung zur Warner Premium Collection, 21. Juli 2014
Von 
Dr. Hartmut Spiesecke "hartmutspiesecke" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Über den Film ist schon alles gesagt. Mir gefällt der hintergründige, Schwächen zeigende, sich überwinden müssende Batman hervooragend, und die Charaktere sind (im Unterschied zu den oberflächlicheren Avengers) deutlicher gezeichnet.
Sowohl Bild- als auch Tonqualität haben Referenzniveau und sind nach der Filmrezension auch bestens dazu geeignet, die Leistungsfähigkeit von Fernseher und Soundanlage zu demonstzrieren.
Während die beiden ersten Dark Knight-Teile in der schönen Premium Collection von Warner vorliegen, ist der dritte Teil dort nicht erschienen.Ob Warner die Reihe in Deutschland überhaupt fortsetzt, ist unbekannt - Im Ausland gibt es seit Jahren weitere Filme in dieser Ausstattung.
Für mich war deswegen die der Premium Collection weitgehend angehäherte Mediabook Edition erste Wahl, die Müller exklusiv vertrieb und die inzwischen auch schon seit längerem ausverkauft ist. Der Titel (mit Prägung ) ist hochwertig, Schutzhülle (mit FSK-Logo nur dort), ausführlichem Fototeil und zwei Disks, eine mit Film, die andere mit Extras sind eine richtig gute Ausstattung zum damals fairen Preis von 22 Euro.
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Was für ein Unfug!!!, 7. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Dark Knight Rises (DVD)
Was für ein Film. Im Vergleich zum Vorgänger kann man ihn nur als Parodie bezeichnen.

(ACHTUNG SPOILER)

Die Dialoge sind im Grunde der Brüller. Mal ein Beispiel: Bleiben Sie stehen! Wenn Sie einen Schritt gehen erschießen wir Sie. Wenn Sie noch einen gehen sprengen wir die Brücke!" :D

Und dann die extrem unlogischen Handlungsstränge und Charakterdarbietungen.

Bruce betrauert in einer Szene Rachel, sagt er könne nicht ohne sie weitermachen. Ein paar Minuten später hängt er mit Tade in der Kiste und als die ihn verrät, schnappt er sich Catwoman auf die er sich ja von Anfang immer voll verlassen konnte. Batman ist scheinbar nicht sehr wählerisch in der Partnerwahl.

Tausende Polizisten gehen in die Tunnel. Halt genug um die Stadt völlig schutzlos zu hinterlassen. Als Bane sie lebendig begäbt haben sie aber, woher auch immer, genug Essen und Wasser, für mehrere Tage. Dann kommen die Herren frei und greifen Bane frontal, und ich meine frontal, an. Mit Gummiknüppeln und Pistolen stürmen sie gesammelt auf ein Gerichtsgebäude zu, das mit Panzern und Sturmgewehren bewehrten Wachen geschützt wird. Da wird keine Deckung gesucht oder eine Taktik gewählt die ein Minimum an Todesopfern fordert. Einfach Tausend Mann die wie im Mittelalter auf die bösen Kerle losstürmen(und natürlich kaum getroffen werden). Die Szene hätte n 5 jähriger Schreiben können.

Eine der 5 Sterne Rezensionen erwähnte die politische Brisans des Films. Stimmt, wie auch bei Man of Steel werden fein säuberlich Propagandabotschaften eingebaut. Eine der offensichtlichsten ist Banes Revolution. Banes Leute symbolisieren die 99% und Blockupy -Bewegungen, welche die Wall Street vor gut nem Jahr in Angst und Schrecken versetzt haben. Die Revolution, die dem Zuschauern um die Ohren geballert wird zeigt die konservative Urangst vor dem Mob, der die Macht an sich reisst und die Reichen um ihren ehrlich erworbenen Besitz erleichtert. Und alles nur weil die Polizei nicht eingreifen konnte. (Ähnliche Botschaften gibts natürlich auch von links in anderen Filmen keine Frage)

Fazit:

Teil 1: gut

Teil 2: Meisterwerk

Teil 3: Trash
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Film!, 25. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mit Christian Bale sind alle Batman Super! Der Bösewicht ist eine Augenweide und Catwomen verdreht Batman den Kopf. Einfach Toll. Al
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41 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schade, leider kein würdiges Ende der Nolan’schen Batman-Trilogie, 7. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: The Dark Knight Rises (DVD)
Ich habe lange überlegt diese Kritik zu schreiben, da mir ehrlich gesagt, meine Zeit dafür zu wertvoll ist. Aber nachdem ich so hohe Anforderungen an diesen Film hatte und dann aber so dermaßen enttäuscht wurde, sehe ich es doch als nötig an, meinem Ärger ein bisschen Luft zu machen und eine Kritik über diesen Film zu schreiben. Da meine Kritik viel Spoiler enthält, wäre es am besten wenn sich Leute die den Film noch nicht gesehen haben am besten gar nicht weiterlesen.

Der Hauptkritikpunkt am neuen Batman-Film ist eindeutig, dass es viel zu wenige Batman-Szenen gibt. Es dauert geschlagene 45 Minuten um überhaupt Batman das erste Mal zu sehen. Den ganzen Film über hat man auch irgendwie das Gefühl das Chris Nolan das Rad neu erfinden wollte und unbedingt alles anders machen wollte um ein weiteres filmisches Meisterwerk zu „schaffen“. Das hat eindeutig nicht funktioniert. Dafür hat der Film viel zu viele Schwächen. Der Film ist total überladen, zu lang, absolut unrealistisch und hat dazu auch noch jede Menge Logikfehler. Auch hat der Film viel zu viele Charaktere, deren Einführung und Entwicklung den Filmfluss unnötig hindern und teils sogar Langeweile aufkommen lassen. Unglaublich aber leider wahr: Der Film hat mich stellenweise wirklich gelangweilt.

Außerdem wirkt der Film nicht besonders durchdacht und irgendwie nicht „komplett“. Es fehlt ein direkter und logischer Handlungsstrang, Nolan driftet einfach zu oft ab und lässt sich zu oft dazu verleiten sich mit belanglosem zu „beschäftigen“. Somit wirkt der Film sehr „unordentlich“ und zerfahren und genau deswegen kommt der Film auch nie so richtig in Fahrt, er „plätschert“ so vor sich hin. Das ist auch ein Hauptgrund warum der Film keine richtige Spannung aufbaut.

Außerdem wurden wirklich elementare Dinge absolut vernachlässigt bzw. sogar komplett weggelassen. In diesem Batman Teil gibt es zum Beispiel kein Batmobil (!!!). Chris Nolan’s Art Filme zu drehen und der Hype um seine Person in allen Ehren, aber ein Batman Film ohne Batmobil? Irgendwo hört dann das Verständnis auch auf. Auch gibt es kaum Batman typische Nachtszenen, fast alles handelt am helllichten Tage, gerade der Einsatz von vielen Nachtszenen hätte diesem Film viel mehr Atmosphäre verliehen.

Des weiteren gibt viel zu wenige Batman-typische Faustkämpfe und auch am Einsatz von „Batman-Gadgets“ wurde unverständlicherweise gespart. Ein sehr realistisches „EMP-Gewehr“ am Anfang, ein paar „Knallfrösche“ die auf Bane geworfen wurden und „Mini-Betäubungs-Batarangs“ die von Batman auf die Vollstrecker/Henker geschossen wurden (in der Szene in der Comissioner Gordon und die anderen Polizisten auf das Eis gehen müssen). Das war’s, mehr gibt’s nicht. Kein Batman-Enterhaken, keine „Umhang-Flugszene“, kein „Röntgen-Blick“. Sehr mager.

Auch sind einige sehr unrealistische Szenen vorhanden die zum Teil eine unfreiwillige Komik entwickeln. Eine Szene die mich zum schmunzeln gebracht hat, war die Art wie der Typ im „Loch-Gefängnis“ Bruce Waynes Rückenverletzung behandelt bzw. „geheilt“ hat. Ein Faustschlag auf den rausgesprungenen Wirbel und schon ist wieder alles okay. Ach, wäre alles im Leben nur so einfach.

Oder die obligatorische Liebesszene (die unbedingt noch in den Film musste), in der Bruce Wayne und Miranda Tate am Kamin liegen und Sie schon nach dem ersten Sex den Satz raushaut „Lass uns von hier weggehen, Bruce“. Diese Liebesszene war so dermaßen übertrieben und unrealistisch, das ich nur noch den Kopf geschüttelt habe. Absolut realitätsfremd und irgendwie erzwungen, so nach dem Motto „Hey, wir müssen noch unbedingt eine Liebesszene einbauen“.

Auch wenn Chris Nolan als Messias einer neuen Film-Ära gepriesen wird, so ganz innovativ ist sein Werk nicht, es gibt viel zu viele Parallelen zu anderen Filmen, ich will nicht sagen das gezielt abgekupfert wurde, aber inspirieren lassen hat er sich schon.

Anhand von drei Beispielen will ich das mal verdeutlichen: Dieses „Loch-Gefängnis“ und das alle dortigen Insassen entkommen wollen, aber immer wieder scheitern, gab es schon bei „Die Chroniken von Riddick“. Das „Aufeinanderstürmen“ der Polizisten und Verbrecher erinnerte mich sehr an „Braveheart“. Dass die „Bösen“ einen kompletten Stadtteil übernehmen, ist inspiriert von „Transformers 3“ (Dort übernehmen die Decepticons Manhattan).

Auch sind mehrere Logikfehler vorhanden. Am Anfang des Films kann sich Bruce Wayne ohne Krückstock kaum auf den Beinen halten (Szene mit Selina Kyle – wo sie ihm den Krückstock wegtritt und er sofort hinfällt), weil er keinen Knorpel mehr in den Knien hat. Um aber wieder Batman sein zu können, bekommt er ein „Batman-Gadget“ das sein Knie streckt und somit einen „künstlichen“ Knorpel erzeugt. Nachdem ersten Kampf mit Bane kommt Batman in das „Loch-Gefängnis“. Dort kann er nicht nur ohne diese Gadget problemlos gehen, nein, sogar einen „olympiareifen“ Weitsprung schafft er ohne weiteres. Auch wirkt es sehr unrealistisch, das nachdem er aus dem „Loch-Gefängnis“ gestiegen ist, dort ein ordentlich zusammengelegtes Seil darauf wartet runtergeschmissen zu werden um somit den anderen Häftlingen die Flucht zu ermöglichen. Dann geht es um die Szene in der Bane und seine Männer die Gotham City Börse überfallen, anschließend Geiseln nehmen und dann plötzlich mit Motorrädern aus der Börse geschossen kommen und fliehen. Die alles entscheidende Frage ist nun: Woher kamen diese Motorräder?!?

Auch ist Bruce Wayne’s plötzliche Pleite absolut unrealistisch und überzogen, das ihm gleich am ersten Tag seiner „Pleite“ der Strom abgestellt wird, ist absolut unrealistisch. Ich meine der Typ ist/war Milliardär, der bräuchte nur zwei Armbanduhren verkaufen, um den Strom der nächsten fünf Jahre im Voraus zu bezahlen.

Was mich auch sehr gestört hat, ist das es meiner Meinung nach keinen richtigen Endkampf gab. Der Kampf zwischen Bane und Batman war zu offensichtlich und für ein „Grande Finale“ viel zu „normal“, absolut nichts was in Erinnerung bleibt. Meiner Meinung nach wurde hier enormes Potential verschenkt. Wenn man Batman schon einen körperlich ebenbürtigen Endgegner gegenüberstellt, sollte man da einen richtig hammerharten „Endfight“ inszenieren. Was mir auch sauer aufstößt, ist das Ende von Bane. Diesen würdelosen Abgang hat ein Batman-Bösewicht definitiv nicht verdient.

Auch merkt man dem Film den Drehort-Wechsel an. Während Batman Begins und TDK hauptsächlich in Chicago gedreht wurden, wurde dieser Teil hauptsächlich in New York gedreht. Das wäre nicht weiter schlimm, aber nun ist New York leider so dass diese Stadt einen extrem hohen Wiedererkennungswert hat. So kommt es einem daher vor, als ob es sich um ein anderes Gotham City handelt. Auch wenn es kleinlich wirkt, es stört die Atmosphäre ungemein und man hat zu dem Gotham City das man aus den zwei vorherigen Teilen „kannte“ keinen Bezug mehr.

Die Szene in der Bane im Stadion erklärt dass sich eine Atombombe in dem Stadtbezirk befindet, ist mir zu unglaubwürdig. Ein unheimlicher, maskierter „120 KG Koloss“ verkündet (nachdem er das ganze Spielfeld weggebombt hat), dass sich in ihrem Stadtteil eine Atombombe befindet und alle Menschen gehen ohne Panik und absolut gesittet nach Hause?!? Das passt nicht zur Natur des Menschen. Auch wenn er gesagt hat, dass sich die Bombe zündet sobald auch nur einer versucht zu fliehen (aus dem Stadtbezirk – nicht aus dem Stadion), passt das nicht zur Natur des Menschen. Ein Mensch denkt in Paniksituationen (und man ist nach einer Explosion in Panik) nicht rational, man gibt sich seinem Überlebensinstinkt hin und würde weglaufen.

Was mich auch noch sehr gestört hat, ist der „Wohnort“ von Bane’s Armee. Keine Kanalisation der Welt kann eine so große „Untergrundarmee“ bzw. „Zweitgesellschaft“ beherbergen, ohne das es jemand bemerkt und schon gar nicht kann unbemerkt mit TNT vermischter Beton in irgendwelchen Baustellen verwendet werden.

Auch ist es sehr unglaubwürdig, dass alle(!) Polizisten der Stadt bei der Stürmung der Kanalisation eingesetzt wurden und somit die Stadt praktisch schutzlos ist. Was aber ist mit den Polizisten die an dem Tag frei hatten, krank waren, auf Fortbildung/Seminar waren oder aufgrund von anderen polizeilichen Tätigkeiten verhindert waren?

Außerdem fand ich die „Braveheart-Szene“ mit dem aufeinander zu rennen, sehr befremdlich. Erst mal erinnerte es mich zu sehr an ein Mittelalter-Epos als an einen Batman-Film und zweitens fand ich es sehr unrealistisch dass die Polizisten ohne Waffen (!!!), auf die mit vollautomatischen Sturmgewehren bewaffneten „Bösen“ zustürmen. Heldentum in allen Ehren, aber in so einen offensichtlichen Selbstmord rennt niemand.

Ein weiterer Logikfehler ist die Szene kurz vor der Befreiung der Polizisten, da wo der junge Polizist (Joseph Gordon-Levitt) dem asiatischen Polizisten in der Kanalisation die handgeschriebene Nachricht zukommen lässt, sich bereit zu machen. Dieser Polizist ist seit mehreren Wochen in der Kanalisation, hat aber einen gepflegten 3mm Kurzhaarschnitt und ist tadellos rasiert. Insgesamt wirkten mir alle Polizisten viel zu frisch, dafür dass sie wochenlang in der Kanalisation gelebt haben.

Kurz gesagt, der Film leidet unter dem typischen Hollywood-Problem bei Fortsetzungen, man versucht Qualität durch Quantität zu "schaffen". Nach dem Motto "Viel, hilft viel", nur leider geht das wie immer nicht auf, der Film ist einfach zu überladen und zu inkonsequent. Es ist einfach schade wie die moderne Batman Saga endet, meiner Meinung nach hätte man nach dem Meisterwerk "The Dark Knight" keinen weiteren Batman Film mehr bringen sollen, dieses Niveau zu toppen bzw. zu halten wäre schlichtweg unmöglich gewesen, eine weitere Fortsetzung konnte also nur nach hinten gehen.

Alles in allem eine herbe Enttäuschung und daher ein sehr ernüchterndes Fazit:

Sehr unrealistisch, absolut keine Spannung, Film plätschert vor sich hin und wirkt nicht ganz zu Ende gedacht, unnötig viele Logikfehler, kein würdiges Ende der Nolan’schen Batman Trilogie.
Schulnote: 4-
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The Dark Knight Rises
The Dark Knight Rises von Christopher Nolan 
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