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331
4,5 von 5 Sternen
Downton Abbey - Staffel vier [4 DVDs]
Format: DVDÄndern
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190 von 199 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Eine düstere Nacht in Downton Abbey, sechs Monate nach dem tragischen Ende der letzten Staffel (Journey to the Highlands). Alles scheint dunkel und düster, nebelverhangen und grau. Der große, unüberbrückbare Verlust wird visuell eindrucksvoll inszeniert. Auch der neue Tag verheißt nichts Gutes, ein tristes grau in grau. Man setzt sich stimmig mit dem Ereignis auseinander. Neuigkeiten verbreiten sich in Windeseile, O'Brien hat DA über Nacht verlassen. Man ist sich einig, nichts bleibt wie es ist, alles ist im Wandel ... Doch am Ende des ersten Teiles geht die Sonne auf und es scheint bergauf zu gehen.

Up- wie auch Downstairs gibt es Neuzugänge: Rose, die Cousine aus den Highlands bringt frischen Wind in Form des Jazz in das alte Gemäuer und sorgt für weiteren Aufruhr. Robert hat es nicht leicht, mit all den Neuerungen Schritt zu halten: neue Bedienstete, alte, die nach Höherem streben und eine Tochter, die ihm bei der Führung des Anwesens Konkurrenz macht. Auch Edith fordert ihn mit ihrem Verhältnis zu dem verheirateten Gregson heraus. Die Entwicklung des kleinen hässlichen und weitestgehend unbeachteten Entleins ist diesmal besonders interessant, gerade in den ersten Folgen hat sie große Auftritte (wie z.B. der in rot - und scheint einer kleinen Sünde nicht abgeneigt).
Während Carson der Vergangenheit nachhängt, Mrs Hughes ein dunkles Geheimnis mit sich herumträgt und Daisy ihre Liebe zu Alfred entdeckt, hadert Mrs Patmore einmal mehr mit den unsäglichen Neuerungen der Technik, die sie überflüssig erscheinen lassen: Wer braucht schon einen Mixer? Dann kommt auch noch eine neue Kammerzofe und bringt ihre elektrische Nähmaschine mit. Nicht genug, da will die Gräfin höchst selbst auch noch einen Kühlschrank... Die Zeiten ändern sich, man diniert unstandesgemäß mit einer Sängerin, beherbergt eine Jazzband. Neben Valentinos "THE SHEIK" begeistert der Jazz und Ragtime - die Roaring Twenties - und wir sind mittendrin.
Ein Highlight ist wie immer Maggie Smith, diesmal allerdings etwas ruhiger und weicher. Nichtsdestotrotz hat sie zum richtigen Moment immer einen herrlich trocken-spritzigen Kommentar parat: "It's the job of a grandmother to interfere", nachdem sie Carson gesteckt hat, er solle mal ein offenes Wort mit Lady Mary wechseln und sie sich auch gegenüber der vernagelten Sichtweise ihres Sohnes durchsetzt. Oder aber: "If I were to search for logic I should not look for it among the English upper class." Gelungen sind weiterhin die Momente der Vertrautheit, die sie mit Isobel Crawley teilt.

Es gibt einige zutiefst berührende Momente, an denen einem das ein oder andere Tränchen über die Wangen läuft, v.a. wenn Mary ihr Leid in Worte fasst. Auch wenn diese Staffel 'nur' durch kleine Begebenheiten und durch den Einbezug neuer Figuren, als auch dem Wiederauftauchen altbekannter lebt, berührt sie nicht weniger als die vorangegangenen mit den großen geschichtlichen Ereignissen. Wir erleben in 8 Episoden (3 DVDs, je die erste und letzte Folge mit 65 Min, die anderen mit rund 45 Minuten Laufzeit) die kleinen und großen Freuden der großen und kleinen Leute. Nach den Aufregungen der letzten Staffeln scheint man vorerst zur Ruhe gekommen, doch neue Entwicklungen und ein offenes Ende lassen einen sehnsuchts- und erwartungsvoll dem nahenden Weihnachtsspecial und der kommenden 5. Staffel harren. Ich war zu Beginn etwas zwiegespalten. Muss man um des Kommerzes Willen eine Serie ins Endlose fortsetzen? Kann man die Drehbücher auf dem hohen Niveau halten? Und vor allem - wie wird man an das tragische Ende anknüpfen, wie werden sich gewisse Figuren weiterentwickeln? Doch bereits zu Beginn wurden all die Zweifel zerstreut, denn man hat es bis auf einige kleine Ecken und Kanten in gewissen Handlungssträngen äußert gelungen all die Klippen umschifft, an denen man hätte scheitern können. Etwas weniger Männer in der ein oder anderen Situation und etwas weniger Melodramatik um Anna sind nur kleine Makel.

Einmal mehr überrascht die Wandlungsfähigkeit unseres intriganten Mr. Barrows. Immer wenn man denkt aus dem kann einfach kein Gutmensch werden reagiert er unerwartet sozial, nur um munter weiter zu intrigieren. Doch was wäre das Leben ohne all die liebgewonnen Gestalten downstairs? Wobei das Geschehen in den Folgen 4-8 teils etwas unnötig in die Länge gezogen wird. Wirklich gelungen ist nur Molesleys Geschichte, die einen sehr berührt und mitunter zum Schmunzeln bringt. Das vermag ansonsten nur der gute Carson mit all seinem starren Gehabe. Gerade in dieser Staffel, wo nur Mary und Edith das Geschehen upstairs wirklich vorantreiben, Rose lediglich eine nette Dreingabe ist. Fast hätte ich Branson vergessen, der an seinen Aufgaben wächst, doch wird er in DA alt werden oder liegt seine Zukunft in der weiten Welt? Fragen über Fragen, die uns zu gegebener Zeit beantwortet werden. Es gäbe noch viel zu berichten, doch man soll schließen, wenn es am schönsten ist.

Wie immer erstklassige Kostüme, Kulissen und Schauplätze. Neben DA begeistern vor allem die wunderbaren Karossen, alte Kinderwägen usw - eben alles, was die Zeit so unverkennbar macht.

Via Amazon.co.uk kann die 4. Staffel für derzeit rund 26,50€ bestellt werden. Auf drei DVDs gibt es neben den Folgen noch Extras: ein Making of; Downton Diaries & New Arrivals.

Fazit: Stellenweise sehr berührend. Auch die vierte Runde DA bringt viele kleine und große Freuden. Visuell herausragend.
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53 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. November 2013
das ist nur eine der vielen großartigen Bemerkungen der Dowager Countess. Wie bereits in den vergangenen Staffeln dominiert Maggie Smith jede Szene und sorgt für beste Unterhaltung. Hier eine weitere Kostprobe. Dowager Countess zu Tom Branson:
„If I were to search for logic, I should not look for it among the English upper class“
Maggie Smith ist also weiterhin eine Klasse für sich und macht Downton Abbey sehenswert.
Nach dem Ausscheiden von zwei Hauptdarstellern nach Staffel 3 und den damit verbundenen tragischen Todesfällen, war ich etwas skeptisch, wie sich die Geschichten und Personen weiterentwickeln würden.
Ich kann mit gutem Gewissen sage, ich habe jede Minute der acht neuen Folgen genossen. Auch in diesem Jahr hat mich Downton Abbey wieder bestens unterhalten.
Die Kleider und die Ausstattung sind wirklich sehenswert und das ganze Ensemble hat durch gute schauspielerische Leistungen überzeugt. Besonders Mrs. Hughes hat mir sehr gut gefallen und der konservative Butler Carson ist immer ein Genuss. Ich finde, dass es Julian Fellowes insgesamt besser gelingt interessante storylines für die Herrschaft zu entwerfen. Die Rückkehr von Lady Mary ins Leben war gut gemacht und auch die Weiterentwicklung von Lady Edith ist sehr interessant. Anders sieht es bei den Dienstboten aus. Thomas hat in diesem Jahr keine wirkliche storyline, das fand ich etwas schade und die Verliebtheiten und Eifersüchteleien der Dienstboten waren langatmig und fast anstrengend. Gut unterhalten hat mich hingegen Mr. Mosley und auch die wechselvolle Beziehung von Anna und Bates war gut dargestellt. Auch wenn ich den Beiden etwas mehr Glück und weniger Drama gewünscht hätte. Tom Branson und seine Suche nach seinem Platz im Leben bleibt ebenfalls eine interessante Figur.
Nach Folge 8 sind viele Fragen offen und ich freue mich auf die diesjährige Weihnachtsfolge, die hoffentlich ein paar Antworten bringen wird. Ausstrahlung der Weihnachtsfolge am 25.12.13 in GB. Downton Abbey wird im neuen Jahr mit einer weiteren Staffel fortgesetzt.

Fazit: Downton Abbey Staffel vier, immer noch eine Klasse für sich. Natürlich nicht mehr ganz so unverbraucht wie in Staffel eins. Trotzdem beste britische Unterhaltung. Mir hat die Fortsetzung genauso gut gefallen, wie Staffel drei.

Die DVD Box mit 3 DVD enthält die 8 Folgen der 4. Staffel.
Laufzeit Folge 1 und 8 je 60 Minuten, Folge 2-7 je 45 Minuten
Sprache Englisch mit zuschaltbaren englischen Untertiteln
Die DVD Box ist mit folgenden Extras gut ausgestattet: a making of, the Downton diaries, new arrivals
Die Box kostet bei Amazon UK 19.50 GBP plus 2.28 GBP für Verpackung und Versand.
Das sind ca. 26 Euro.
Kaufempfehlung für alle DA-Fans.
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77 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 1. Mai 2014
Die vierte Staffel von Downton Abbey meistert den kritischen Moment, den Tod von Matthew Crawley, doch recht ordentlich. Dem Drehbuchautor Julian Fellowes gelingt es den eigentlichen Mittelpunkt der Serie, die Liebe und Romanze zwischen Matthew und Lady Mary, geschickt durch die Weiterentwicklung anderer Charaktere zu kompensieren. Das verändert die Story natürlich, aber verleiht ihr auch durchaus einen gewissen Reiz. Für Lady Mary besteht die Herausforderung, sich ihrem Leben ohne ihren geliebten Ehemann zu stellen, mit ihrer Trauer fertig zu werden und für sich einen neuen Weg zu finden. Einen Weg mit privaten und beruflichen Herausforderungen, denn mit dem Tod ihres Mannes muss sie sich auch mit der ökonomischen Leitung des Gutes von Downton Abbey befassen. An Hand dieser ökonomischen Frage gelingt es Fellowes geschickt, die in den Nachkriegsjahren stattfindenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen in Großbrittanien zu thematisieren. Er entwickelt die weiblichen Charaktere (Mary, Edith, Daisy...) dabei feinfühlig weiter und zeigt ihr zunehmendes Selbstbewußtsein. Die neuen Zeiten gehen auch nicht spurlos an der Dienerschaft vorbei. Besonders amüsant ist dabei die Weihnachtsfolge (Das wird in der deutschen Ausgabe der neunte Teil der Staffel sein). Wenn hier amerikanische Dienstboten, mit ihrem freieren und ungezwungeren Verhalten und den zumindest verbal deutlich niedrigeren Hierarchieunterschieden auf die stocksteifen britischen Gesinderegeln treffen, ist so manches Schmunzeln garantiert. Für Carson, den Butler, ist das doch öfters eine neue und ungewohnte Welt. Hier trifft dann das alte Vorkriegsengland auf die neue Nachkriegswelt. Dieser kulturelle Konflikt ist eine produktive Quelle für interessante Charakterstudien. Und wenn Amerika auf England trifft, wie in der letzten Folge, dann sind die unterschiedlichen Lebensauffassungen und gesellschaftlichen Vorstellungen immer ein Fundus für amüsante Szenen, Verwicklungen, Mißverständnisse und Amüsement. Besonders hervorragend werden diese Unterschiede von Paul Giamatti, der Coras Bruder, Mary und Ediths amerikanischen Onkel Harold Levinson, spielt, verdeutlicht. Seine Begegnung mit dem Prince of Wales ist herrlich komisch, echt britischer Humor. Auch Shirley MacLaine (Martha Levinson) ist wieder wunderbar. Ihre verbalen Duelle mit Maggie Smith (Countess Violet Crawley) stehen geradezu symbolisch für das Aufeinandertreffen von neuer und alter Welt. Von untergehendem Adelsglanz und der aufziehenden Zeit der Geschäftsleute. Die vierte Staffel ist insgesamt deutlich besser gelungen, als ich befürchtet hatte nach dem Tod von Matthew Crawley. Julian Fellowes ist wieder eine interessante Staffel gelungen, die mit der feinfühligen Weiterentwicklung der Charaktere die gesellschaftlichen Umbrüche der damaligen Zeit verdeutlicht. Sehenswertes Fernsehen, das einem Lust auf die fünfte Staffel von Downton Abbey macht, wäre es doch spannend zu sehen, wie die Figuren sich weiter entwickeln.
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63 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. November 2013
Die Abbey im Winterschlaf: Der Park liegt kahl und trist unter einem grauen Himmel, upstairs und downstairs schleicht man auf Zehenspitzen herum, während Lady Mary, die Schneekönigin aus dem Eiszapfenland, sich nach den letzten Ereignissen emotional in den Bezirk nördlich des Polarkreises zurückgezogen hat. Und dort ist sie unerreichbar - für ihre Familie, für Baby George, für Anna und sogar für Mr Carson.

Man kann weiter darüber nachgrübeln, was der Fangemeinde im allgemeinen und Downtons Bewohnern im besonderen mit dem grausamsten Weihnachts-Special aller Zeiten angetan wurde. Angesichts der stark geschriebenen, wunderschön melancholisch bebilderten und selbstredend großartig gespielten ersten Folge der neuen Staffel kommt man aber auch nicht umhin zu denken: Vielleicht war dieser harte Einschnitt genau das, was die Serie im vierten Jahr brauchte, um einen echten Neustart hinzulegen?

Zunächst herrscht verkehrte Welt: Isobel, drei Staffeln lang damit beschäftigt, die Welt zu retten, ganz egal, wie sehr sie ihren Mitmenschen dabei auf die Nerven geht, hockt leer und traurig vor ihrem Kamin und fühlt sich nur noch als Bürde für die Crawleys. Branson kämpft einerseits mit dem Gefühl, am falschen Ort - und oft auch in den falschen Klamotten - zu stecken und andererseits mit dem Bedürfnis, Downton in Matthews Sinn weiterzuführen und den Einfluss seines Schwiegervaters, der leider nachvievor nicht mit Geld umgehen kann, möglichst gering zu halten. Pechmarie Edith scheint auf der Suche nach ihrem kleinen Stückchen Glück endlich erfolgreich zu sein und blüht geradezu auf. Nur eine ist unverändert: The Dowager Countess, die zwar bekanntlich nicht auf den Mund gefallen ist, aber immer noch große Schwierigkeiten hat, den Namen Tom auszusprechen.

Downstairs entpuppt sich Thomas ("I'm Mr Barrow now") als Kinderfreund, um wie jedesmal, wenn man gerade anfängt ihn zu mögen, seine unfeine Seite hervorzukehren. Mrs Patmore hat alle Hände voll damit zu tun, das Liebesdrama zwischen Küche und Servant Hall unter Kontrolle zu bringen, Mr Carson verteilt Aufgaben und Lebensweisheiten mit gewohnter Autorität und Mrs Hughes beweist bei mehr als einer Gelegenheit, dass das ganze Haus ohne sie zusammenbrechen würde, insbesondere, als Anna und Mr Bates aus ihrer kleinen, glücklichen Nische auf grausame Art und Weise vertrieben werden.

Die vierte Staffel Downton Abbey bietet neben Altvertrautem viele Überraschungen und sicher auch den einen oder anderen Grund zu Kritik (und damit meine ich nicht die Tatsache, dass die gute Luft in Yorkshire jegliche Form von Alterung aufhält). Einige Handlungsstränge wirken überflüssig - wer hätte Edna nach dem Weihnachts-Special noch wiedesehen wollen? Manche Folgen sind überfrachtet an Ereignissen, weshalb einige Szenen dann so kurz und schnell und hastig abgetan sind, dass ihre Wirkung verpufft. Mehr als einmal stellt sich ein Déjà-vu ein: Es scheint eine Eigenart der britischen Upperclass zu sein, wichtige Briefe zu schreiben, die dann erst nach dem eigenen Ableben auftauchen. Peinliche Gesprächssituationen lässt man mit Vorliebe dadurch entstehen, dass diverse Figuren vergessen, wen ihr Gegenüber da gerade unter tragischen Umständen verloren hat. Und wie viele Freunde und Verwandte die Crawleys haben, von denen man auch nach zehnjähriger Bekanntschaft noch nichts gehört hat... naja. Wie das Serienleben halt so spielt.

Letztendlich überwiegen aber die Downton-Glücksmomente, die Dialoge, die einen laut auflachen und schnell den Rücklauf einschalten lassen, der liebevolle Blick auf die Bewohner, die cleveren kleinen erzählerischen Details - wer erinnert sich noch an das Telegramm, mit dem die allererste Folge begann und das per Fahrrad ausgeliefert wurde? Dieses Mal kommt wieder ein Telegramm an, aber der Bote fährt mittlerweile Motorrad. Wie viel Herz nachwievor in der Serie steckt, zeigt der Handlungsstrang um Mr Molesley, bekanntlich auch kein vom Glück beschienener Charakter, der sich nach dem Verlust seines Arbeitgebers mit Gelegenheitsjobs durchschlagen muss.

Was mir auch besonders gut gefallen hat: Am Ende haben alle Traurigen- Mary, Isobel, Branson und jawohl, man glaubt es kaum, auch Mr Molesley - einen echten Lernprozess durchgemacht. Ohne zu spoilern: Die Staffel endet zumindest upstairs erheblich fröhlicher, als sie begonnen hat.

Das Sonderlob für besonders bewegende Schauspielkunst geht an Joanne Froggatt alias Anna - großer Taschentuchalarm. Das DVD-Set enthält acht Folgen zu 45 Minuten, die erste und letzte Folge sind wie immer etwas länger. Als Extras ist das obligatorische Making-Of dabei sowie eine Einführung der diversen neuen Figuren.

Wie lange Downton nach diesem Neustart weiterleben wird? Ich habe keine Ahnung. Erst einmal freue ich mich auf das diesjährige Weihnachts Special, und im übrigen halte ich mich hoffnungsvoll an ein Gespräch der Dowager Countess mit Isobel: "How long does this go on for?" - "Ages!" - "Oh, goody goody!"
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. April 2015
Wie bereits bei früheren DVDs erscheint wieder ein längeres Intro, das sich nicht überspringen lässt. Wenn man die DVDs nicht am Stück sehen will, ist das ziemlich lästig. Schlimmer noch ist, dass beim Start nicht alle Sprachen angezeigt werden, die verfügbar sind. Erst nach dem man das Intro angesehen hat, kann man die Sprache im Menü später noch mal ändern. Will man die Originalversion sehen, ist das ziemlich kompliziert. Schade, dass die DVDs technisch so kompliziert sind, die Serie selbst ist klasse und verdient sicher 5 Sterne.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Downton Abbey habe ich voriges Jahr zufällig entdeckt und bin in den Sog dieser Serie gerissen worden. Ich spare es mir über den Inhalt oder die Einordnung der vierten Staffel zu schreiben. Das ist aus der Inhaltsangabe hinreichend ersichtlich.

Diese Serie ist für mich perfekte Unterhaltung, durchsetzt mit bekannten Schauspielkünstlern oder neu entdeckten Talenten. Julian Fellowes (siehe auch Gosford Park) schreibt seit der ersten Staffel qualitätsvolle Episoden, die unterhaltend, romantisch, tragisch, auch mal kitschig, aber oft wunderbar britisch kühl und ironisch sind. Trotz all dieser Adjektive, die auch sonst möglicherweise für eine Vorabendserie gelten könnten, ist hier jederzeit die Qualität und der Anspruch zu spüren. Angefangen von der Ausstattung, der Musik, den Kostümen, bis zu den Bedeutungen der Beziehungen, die durch Bilder wie oben und unten, hell und dunkel, Arbeit und Muße etc. repräsentiert werden. Diese Serie lebt besonders vom Spiel zwischen den Gesellschaftsschichten. Die Suche nach dem Ziel im Leben, dem Glück, der Erfüllung, dem Traum wohnt jeder Person inne und diese Suche zu beobachten und zu erleben macht sehr viel Freude, ist sehr spannend und lehrreich. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung.
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50 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Was für ein Trost ist es, dass doch noch ein paar gute Menschen auf der Welt zu finden sind."
Mit diesem Satz wird im Weihnachtsspecial die Handlungsebene "Upstairs" geschlossen - er scheint allerdings programmatisch über dieser vierten Staffel zu stehen.

Hmm, wie drücke ich mich möglichst freundlich gegenüber dieser wunderbaren (!!!) Serie aus?
Da wären all die schönen Dinge, die ich vor dem Aber aufzählen möchte: die gewohnt köstliche Violet Crawley (Maggie Smith), die schöne Ausstattung - insbesondere die Szenen auf Bahnhöfen und in London(er Clubs) hatten es mir angetan, etliche feine Zeichnungen in den Charakteren und Dialogen. Dass sich das Anwesen ganz sanft darin versucht, den sich wandelnden Zeiten anzupassen, ohne dazu dramatische Bedrohungen von außen (wie in den drei ersten Staffeln) zu bemühen, hat eine durchaus entspannende Wirkung. Man versucht, sich zu konsolidieren, zur Ruhe zu kommen. Allseits werden zarte Bande geknüpft, was nicht immer erfolgreich verläuft.

Aber - ich bitte vielmals um Entschuldigung - etwas mehr 'stiff upper lip', Snobismus und Arroganz der vergangenen Staffeln hätten auch dieser Staffel gut getan. Kammerdiener Thomas wird zwar immer finsterer (warum eigentlich?), doch der Rest des Hauses, oben wie unten, überschlägt sich geradezu in besonnener Selbstreflexion und gegenseitigen Wohltaten. Selbst Violet muss jede böse Spitze sogleich mit einer folgenden guten Tat büßen. Die Gefühlskälte der Lady Mary gibt es nicht mal mehr als Fassade und auch dem knorrigen Butler Mr. Carson wird es letztendlich versagt, sich auch nur einmal herzlos durchzusetzen.

Vielleicht brauchte das Publikum nach der tragischen dritten Staffel eine große Dosis Harmonie und Loyalität innerhalb der Schicksalsgemeinschaft Downton Abbey. Jedoch wünsche ich mir für die Zukunft wieder etwas mehr von der (realistischen) Würze - Neid und Egoismus, Geringschätzung und Dünkel - der alten Folgen, bevor ich noch verwirrt glaube, mich ins ZDF verzappt zu haben.

Tipp für die Wartezeit auf Staffel 5 (auch als Rückbesinnung für die Autoren):
Vor Downton Abbey schrieb 'Creator' Julian Fellowes (Julian Alexander Kitchener-Fellowes, Baron Fellowes of West Stafford, Member of the House of Lords, alias 'Rebecca Greville' als Verfasser von Kitschromanen) für den Regisseur Robert Altman nach dessen Idee das Drehbuch zu Gosford Park, das die Blaupause für Downton Abbey darstellte. Man muss den überaus bissigen Film allerdings mehrfach gucken, um durch das verwirrende Geflecht Up- & Downstairs wirklich durchzusteigen. Maggie Smith war auch damals schon dabei, hieß aber statt Grantham seinerzeit Trentham ;-)

\\\ Für Feedback - insbesondere bei Nichtgefallen mit einem kurzen Kommentar - bin ich dankbar ///
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Juli 2014
Der Tod von Matthew hatte mich auch sehr ergriffen. Die Rückkehr von Mary ins Leben war eindrucksvoll, hat mich aber nicht so begeistert, wie die vorherigen Folgen. Die Darsteller der Familie und der Dienerschaft sind mir ans Herz gewachsen und ich hoffe auf eine Fortführung der Serie. Maggie Smith ist wieder umwerfend.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Januar 2015
Meine Frau und ich sind eher zufällig über diese Serie gestolpert...
...doch sie hat uns von der ersten Minute an gefesselt. Diese Dialoge und die Liebe zum Detail bei bei den Requisiten, einfach wunderbar. Wir lieben diese Zeitreise ins Großbritannien des 19ten Jahrhundert.
Leider dauert es noch eine Weile bis weitere Folgen (Staffel 5) auf Prime erhältlich sind.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. April 2015
Ich mag diese Serie sehr. Auch die vierte Staffel war wieder wunderbar. Aber was denken sich die DVD-Produzenten bei diesem DVD-Authoring? Bei jedem (!) Start der ersten DVD muss man sich einen Werbe-Trailer ansehen. Man kann nicht direkt ins Menü springen. Schlimme Bevormundung. Diese zwanghaften Copyright- und FSK-Texte reichen mir schon... Und dann kein eindeutiges, einfaches Menü. Die einzelnen Folgen sind nicht als solche einheitlich und einfach anspringbar. Auf der letzten DVD sind es Kapitel der einzigen Folge, auf den anderen sind es die einzelnen Folgen selbst. Immer hinter kleinen Vorschaubildern ohne einheitliche Zuordnung und Benennung. Schlimm, ohne Mehrwert und ohne Respekt vor dem Zuschauer. Dass das Menü langweilig und lieblos, so garnicht zur Serie passend, gestaltet ist, muss kaum erwähnt werden. Und das von Profis - Sony hat sogar den eigenen Authoring-Abspann angehängt. Ich verstehe das nicht.
Ich finde es so schlimm, dass ich tatsächlich mal eine Rezension verfasst habe...
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