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5.0 von 5 Sternen Packender Film über ein Schicksal eines freien Mannes Top Film !!!!
Habe mit Hochgenuss mir diesen erstklassigen Film angeschaut und bin total begeistert von der Geschichte von Solomon Northup.Dieser Film geht einem echt an die Nieren denn so ergreifend wird hier die Geschichte über die Sklaverei erzählt,sodas man selbt für die Freiheit jedes Menschen eintreten möchte.Leider gab es diese Zeit und man kann nur hoffen...
Vor 28 Tagen von Mr.moskeeto veröffentlicht

versus
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Filmisch überwiegt die Enttäuschung
Von der -damals grandiosen- 70er Jahre Serie "Roots - Box Set - Jubiläums Edition [5 DVDs]", über Spielbergs eher klassisch perfekten abgedrehten Beitrag "Amistad [Blu-ray]", bis zur neuzeitlichen Interpretation eines Quentin Tarantino, der mit "Django Unchained [Blu-ray]" jenes düstere Kapitel der Sklaverei filmisch neu aufweckte, war für mich der...
Vor 17 Tagen von W. Walz veröffentlicht


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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Filmisch überwiegt die Enttäuschung, 13. Juli 2014
Von 
W. Walz "RW" (Rheinland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: 12 Years a Slave [Blu-ray] (Blu-ray)
Von der -damals grandiosen- 70er Jahre Serie "Roots - Box Set - Jubiläums Edition [5 DVDs]", über Spielbergs eher klassisch perfekten abgedrehten Beitrag "Amistad [Blu-ray]", bis zur neuzeitlichen Interpretation eines Quentin Tarantino, der mit "Django Unchained [Blu-ray]" jenes düstere Kapitel der Sklaverei filmisch neu aufweckte, war für mich der danach folgende "12 years a slave" wohl ein eher mageres Ergebnis, was in den letzten Jahren an Kinoproduktionen zum Thema "Sklaverei in der amerik. Geschichte/Gesellschaft" auf Film gebannt wurde.
Natürlich, die Schrecken sind unvorstellbar, das Leid grenzenlos. Ebenfalls deckt Regisseur McQueen die gesellschaftlichen Verformung auf; die perfiden Entschuldigungen der Befürworteter der Sklaverei; das als von Gott gegebene Einverständnis, welches die Skalvenhalter zwischen den Zeilen der Bibel mein(t)en entdeckt zu haben. So auch die gebrochenen Charakteren, die auf beiden Seiten, also Opfer und Täter, perfekt aufgedeckt werden (dazu für mich einer der besten Szenen im Film, als Solomon Northup den Gospel mit einstimmt und sich so seinem Schicksal hingibt).
Doch irgendwie bleibt man immer nur Betrachter, da man das Thema filmisch als Kenner kennt. Ein wirkliches Mitfiebern bleibt fern, man ahnt die Wendung, weiß um die Brutalität, meint die div. Charakterzüge der Handelnden aus Filmen zuvor zu kennen, da alles schon irgendwie gleich und eben zu oft erzählt.
Filmisch also alles bekannt, es fehlt die schockierende Wirkung, der Aufschrei gegen die Ungerechtigkeit. (Nebenbei erwähnt: für mich kaum vorstellbar, dass Solomon, in den Nordstaaten, als Freier Bürger, so anerkannt durch die Starßen wandelte. Denn auch nördlich der Mason-Dixon-Linie, so weiß man aus historischen Berichten, waren Schwarze Repressalien ausgesetzt. In den Industriemetropolen des Nordens war zwar Arbeit vorhanden, die Schwarzen wurden jeodch für weniger Lohn entlohnt, was trotz der "Ausbeutung" Zwietracht und Hass in der weißen Arbeiterschicht hervorbrachte. Die "Weißen" machten mehr oder weniger die "Schwarzen" für dieses Lohndumping verantwortlich).
Die Familie des Solomon Northup musste also eher "vorsichtig" durchs Leben in den skalvenfreien Staaten wandeln. Der Film zeigt aber auch, dass sich Solomon - fast schon naiv zu nennen - als Schwarzer, mit und durch seinen Intellekt, irgendwie wohl blindäugig integriert fühlte; in der Gesellschaft der weißen Mittelschicht (wie die Szene beim Gemischtwarenhändler zeigt; und konträr dazu eben die schon erwähnte "Gospel-Läuterungsszene", als er sich die Tatsache seines "Schwarzseins", in dieser zutiefst deformierten und zerrissenen amerikanischen Vorkriegsgesellschaft, eingestehen musste).

Aber: Trotz einiger guten (Film-)Momente und lockend durch den Oscargewinn, war ich mehr enttäuscht als begeistert; hätte mir irgendwie gewünscht, dass Regisseur Steve McQueen die Sache anders angeht; eben nicht dem Ablichten des so oft gezeigtem Skalvendrama folgt. Wäre es z.B. nicht lohnenswerter gewesen, hätte er gezeigt, wie schwer es einem Solomon fiel, sich nach seiner Rückkehr in der "freien" Gesellschaft wieder einzugliedern, als Entwurzelter, gebrochener und desillusionierter Mensch? Die gezeigten Geschehnisse hätten dann in kleineren Rückblenden mehr Präsenz gezeigt, als eben wieder und wieder das Schicksal eines versklavten Menschen zu zeigen, welches man, angefangen von Huckleberrys Finns Jim, über Kunta Kinte, Cinque bis hin zu Tarantinos Django, als Kinofan kennt. Ebenso wäre der politische Sprengstoff im Heute dadurch noch zündender, da der Abgleich mit der immer noch tatsächlichen Gegenwart präsenter gewesen wäre.
So aber mag man fast abwinkend sagen: "Arme Menschen damals. Zum Glück ist diese Zeit vorbei ... und das alles anders ist, zeigt uns der heute amtierende schwarze Präsident". Man lehnt sich also zurück und sieht den Film, mit der Beruhigung: "Das war alles so schlimm in der Vergangenheit ... und gibt es heute nicht mehr und kommt nie wieder".
Natürlich, falsch gedacht !!!; und deshalb hätte mich die von mir vorgeschlagene Variante einer Rückkehr und Eingliederung mehr interessiert; würde so heute noch mahnend zünden, denn das Los von unterdrückten Gruppen bleibt immer aktuell.

Also: für mich ist "12 years a slave" zwar ein guter Film, mit extrem guten bzw. gut geführten Schauspielern, zum Thema "Sklaverei in der nordamerikanischen Geschichte", aber er ist nicht der "Überflieger" - oder gar der BESTE zum Thema -.
Aus der rein filmisch, kinematografischen Seite aus betrachtet, zeigt uns außerdem noch, wie schwach die Konkurrenz der letzten Oscarnacht war, da dieser "gute aber eher kleine Film" gewann, bzw. wie das z.Z. politisch demokratisch liberal gefärbte Hollywood sich von seinen Sünden freispricht, diesem Film seinen Segen gab (Brangelina & Co. sind eben z.Z. die, die den Tenor in Hollywood maßgeblich angeben). Die Kritik aber, also den Mangel an guter Konkurrenz, kann man natürlich nicht "12 years a slave" vorwerfen.

Das für mich absolut "Positive" am Film ist aber, ohne jeden Zweifel, seine traumhafte Kameraarbeit, die mit ihren fotografierten Dramabildern mehr als besticht.

Fazit: Sehenswertes Zeitzeugnis im oberen 3 Sternebereich !
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Irgendetwas fehlt, 16. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: 12 Years a Slave (DVD)
Manchmal weiß ich nicht, wodurch einige Filme mit einigen Oscars nominiert werden oder so hoch gepriesen werden. Die Thematik ansich ist natürlich eine so Traurige, dass man es in Worte sowieso kaum fassen kann. Aber dieser Film ist nicht der erste Film über das traurige Schicksal der Menschen während jener schrecklichen Zeit. Der Film ansich ist nicht schlecht (ich weiß leider nicht, ob man einen Film in dieser Kategorie überhaupt gut nennen kann. Wahrscheinlich ja, ist ja ganz unabhängig erstmal von dem Thema), aber leider fehlt mir wirklich etwas. Dass natürlich leider all die schrecklichsten Momenente jener Zeit gezeigt wurden, wird wohl niemals in einem Film über die Sklaverei fehlen. Aber was war noch ? Für mich leider nichts mehr, was man nicht schon wußte, bzw außer den traurigsten und brutalen Schlägen ist keine "Spannung" an Geschichte da. Der Film hat mich nun auch nicht wirklich in den Bann gezogen. Da gab es weitaus bessere Filme über jene Zeit, wie Queens oder Roots. Da gab es noch persönlichere Geschichten oder man fieberte etwas mit, wenn Fluchtversuche stattfanden etc. Aber hier kam - für mich - keine Spannung auf.
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187 von 245 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Man merkt die Absicht und ist verstimmt, 18. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: 12 Years a Slave (DVD)
Darf man diesen Film kritisieren? Den angeblich wichtigsten Kinofilm, der bisher über die Sklaverei gemacht wurde? (The New Yorker) Einen Film, der von der Presse überschwänglich gerühmt, und für neun Oscars nominiert wurde? Darf man ihm nur zwei Sterne geben? - Nein, darf man nicht wirklich. Wer dieses Kunstwerk nicht lobt, setzt sich so manchen Verdächtigungen aus. (Vielleicht ist der Verfasser dieser Zeilen ein Rassist? Vielleicht hat er den Film gar nicht verstanden?)

::: Es tut mir leid, dass diese Review zu lange geworden ist. Eilige Leser mögen bitte bei Resümee 1 oder 2 weiterlesen.:::

-- Vorweg das Positive:
Der Film hat einige starke Episoden, deren buchstäbliche Bildgewalt sich nachhaltig ins Gedächtnis eingräbt. Die Visualisierung des physischen und psychischen Terrors der Sklaverei: Sie war das Hauptanliegen von Steve McQueen und in manchen Sequenzen ist sie gelungen. Und ja, durchwegs gute, vereinzelt sehr gute schauspielerische Leistungen, die von meinen VorrezensentInnenen schon gewürdigt wurden. Ein Hauptdarsteller, der glaubwürdig darum ringt, sein Leben zu retten und seine Würde. Chiwetel Ejiofor: 'Die bisher größte Herausforderung meiner Karriere.'

Doch als gesamtes hat mich das über zwei Stunden lange Historiendrama emotional kaum erreicht. Beim Nachspann war ich nicht erschüttert. Ich weiß, die meisten Zuschauer haben anders empfunden und waren tief betroffen. Ich weiß, - doch ich kann nur mein eigenes Erleben wiedergeben.

Eigentlich gehöre ich zu jenen, die sich rasch hineinziehen lassen in eine Filmwirklichkeit, die leicht gerührt sind und mitleiden. Doch bei 12 Years a Slave sprang der Funke nicht über. Einen so schrecklichen Film, der mich so wenig berührt hat, habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Es wird gedemütigt, geprügelt, gepeitscht. Unter Schmerzen werden die Wunden gereinigt. Und wieder wird gedemütigt, geprügelt, gepeitscht. Dazwischen wird vergewaltigt, erstochen, gehängt. Tote werden begraben oder über Bord geworfen. Ein aufdringlicher Overkill an Grausamkeiten, der mich schon vor der Halbzeit erschöpft und auslaugt hat.

Da greift auch das alte Argument nicht: 'So ist es eben damals gewesen. Die Wahrheit ist zumutbar.' Nein, die Dramaturgie in Film oder Theater ist eben nicht die Wirklichkeit, und funktioniert nach eigener Dynamik. Maximal etwa sechs Spannungsbögen von der Exposition bis zur Auflösung kann ein Betrachter in zwei Stunden mit voller Anteilnahme verarbeiten. Das ist eine alte Erfahrung und ein klassischer Grundsatz in der darstellenden Kunst. Zwar kann ein Drehbuchautor diese Erkenntnis auch einmal bewusst über Bord werfen, doch dann muss er sich einiges einfallen lassen.

Statt als Zuschauer selbstvergessen und mitten im Geschehen zu sein - zurückversetzt in die Mitte des 19. Jahrhunderts - glaubte ich immer wieder, ich befände mich am Set, und würde bei den Dreharbeiten zusehen. Ein allzu leicht durchschaubarer Film, dessen methodisches und didaktisches Kalkül bei jeder Sequenz spürbar ist. Wie heißt es bei Goethe? Man merkt die Absicht und ist verstimmt.

-- Lautere Absichten gibt es genug:
Manche Sequenzen sollen zeigen, wie verzweifelt die Sklaven waren (Patsey bittet Platt, sie heimlich zu töten). Manche Sequenzen sollen zeigen, dass in der damaligen Sklavenhaltergesellschaft auch die weißen Plantagenbesitzer Opfer eines unmenschlichen Systems waren. (Dazu ein erstaunlich modern anmutendes Zitat aus Solomon Northups Biografie: 'Es ist nicht so sehr die Schuld des Sklavenhalters, dass er grausam ist, wie es die Schuld des Systems ist, in dem er lebt.') Viele Sequenzen sollen Willkür und Sadismus zeigen. Auch die sexuelle Ausbeutung fehlt nicht. Auch die (von Eifersucht geprägte) Beziehung zwischen den Ehefrauen der Farmer und den Sklavinnen wird thematisiert. Alles höchst ehrenwerte Anliegen, und im Kino bisher selten erzählt. Nur: Die Methode mit dem Holzhammer habe ich nicht so gerne.

-- Sounddesign: Ein liebloser, penetranter Soundtrack durchzieht die ganze Produktion. Die lauten Zikaden, wie originell. Recycelte Musik des Blockbuster-Komponisten Hans Zimmer. Studio-Akustik bei Liedern im Freien. Was gibt es noch? Eine unnötig zerstückelte Geschichte, die keinen großen Bogen bildet und kein organisches Ganzes ergibt; manchmal laufen unverbundene, kammerspielartige Fragmente ins Leere. (Beispiel: die isoliert stehende Episode mit Mistress Harriet Shaw, - Dialog frei erfundenen.) Und dann gibt es noch den peinlich-lächerlichen Gastauftritt von Brad Pitt als edlen Retter aus dem Norden. Dazu jede Menge Regiefehler und historische Unmöglichkeiten.
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-- Film und Buch:
Die Gemeinsamkeiten: Die Storyline stimmt überein. Viele Filmdialoge wurden fast wörtlich dem Buch entnommen. Beide klagen an. Die Unterschiede: Auf der einen Seite steht eine facettenreiche und abwägend geschriebene Lebensgeschichte; auf der anderen Seite eine grimmige, reduktionistische Leinwand-Adaption, die dem Original nur stellenweise gerecht wird. Das liegt > an unnötigen Änderungen der literarischen Vorlage (Beispiel: Der Mord auf dem Mississippi-Dampfer), > an abweichenden Gewichtungen und Wertungen (Beispiel: der von Northup als vorbildlich beschriebene, prominente Baptisten-Prediger William Ford, - Zitat: 'ich kannte nie einen edleren Mann') und > an den hochgesteckten künstlerischen Ambitionen bei zu wenig Erfahrung und Professionalität. (Zumindest zwei qualvoll-quälende Plansequenzen mussten sein, - damit auch wirklich jeder merkt, dass es Kunst ist.)

Der britische Künstler Steve McQueen, der früher mit Video-Installationen bekannt wurde, im Originalton: 'I can't even say the word storyboard; I want to vomit.' (Frei übersetzt: Ich kann das Wort Storyboard nicht einmal aussprechen, ohne mich zu übergeben.) Für die beiden ersten Kino-Produktionen (Hunger und Shame) hat seine unsystematische und improvisierende Arbeitsweise gut gepasst. Doch die gestiegene Größenordnung seines dritten Projekts hat den Studienabbrecher McQueen und seinen angeblich unbezahlten Drehbuchautor nun leicht überfordert.

Für diese diffizile (und interpretationsbedürftige) literarische Vorlage hätte es ein eingespieltes Team von versierten Routiniers gebraucht, - mit mehr Sorgfalt, mehr Zeit, mehr Budget. Ein Regie-Autoren-Duo, das sich etwas fundierter mit der Geschichte der Südstaaten-Sklaverei in der Antebellum-Periode beschäftigt. Dann gäbe es wohl weniger unhistorische Szenen und Dialoge zu sehen, die so nicht hätten geschehen können.

Ich beschränke mich auf zwei Beispiele, um den nachlässigen Umgang mit den historischen Gegebenheiten zu illustrieren ( - obwohl gerade zu diesem Punkt noch sehr viel zu sagen wäre): > Die vielen Kinder der Sklaven, die damals in allen Altersstufen auf den Plantagen stets präsent waren, passten den Filmemachern nicht ins Konzept, und werden daher kaum gezeigt. Im Durchschnitt hatte eine Sklavenfamilie damals sieben Kinder. Die Darstellungen in der Fachliteratur decken sich mit dem Bericht von Solomon Northup: 'In einem Jahr besaß Epps 135 Feldarbeiter und fast ebenso viele Kinder.' > Platt konnte zwar seine Lese- und Schreibkenntnisse geheim halten, doch seinen Nordstaaten-Akzent und seine gebildete Ausdrucksweise konnte er längerfristig nicht verbergen. Seine auffällig andere Sprache müsste in Louisiana auf erstaunte Rückfragen gestoßen sein, zumindest bei Leuten wie Samuel Bass oder William Ford.
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-- Nebenbemerkungen:
Das gute, doch allzu prominente Schauspieler-Ensemble war ein mutloses Konzept. Die bekannten Gesichter haben beigetragen zu meinem Eindruck, dass ich Darstellern zusehe, die jemanden darstellen. Es gibt so viele erstklassige, unbekannte Schauspieler. Sie hätten besser in diese um Authentizität bemühte Arthouse-Produktion gepasst, - und das knappe Budget geschont. Doch die Produzenten wollten werbewirksame Namen.

Bei Kritik an Kunstwerken wird häufig entgegnet, dass es sich ja um ganz bewusst eingesetzte Stilmittel handelt, um beabsichtigte künstlerische Verfremdungen. Die nachfolgende Diskussion verläuft dann meist fruchtlos. Letztlich halte ich es für irrelevant, ob gewollt oder ungewollt; entscheidend ist die individuelle Wirkung beim einzelnen Zuschauer.

12 Years a Slave wird von vielen Bildungsservern für Schulen empfohlen, wie das bei hochgradig politisch korrekten Themenfilmen üblich ist. Es gibt Begleitmaterial für Lehrer. Ob sich McQueens eigenwillige Interpretation von Northups Bericht für den Unterricht eignet, muss jeder Pädagoge selbst entscheiden. Kein Prädikat der FBW. FSK-Empfehlung ab 12.
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-- Resümee 1:
Steve McQueen hat aus einem dramatischen historischen Stoff einen seltsam fiktional und stilisiert wirkenden Film gemacht. Die Themen sind vor allem der Terror und die Qualen der Sklaverei; Gewaltexzesse wiederholen sich in zermürbender Redundanz. Erst an zweiter Stelle interessiert sich der Regisseur für Northups Biografie, die er als Vehikel verwendet für seine einfachen Botschaften. O-Ton McQueen: 'I wanted to see the lash on someone's(!) back, I wanted to see the aftermath of that.'

Auch wenn das maßgeblich von Brad Pitt produzierte Kinodrama noch so viel gelobt und mit noch so vielen Preisen überhäuft wird: Mir fehlt es an seriösen und subtilen realhistorischen Bezügen. Beispiel: Das hier (soweit überhaupt) vermittelte Bild vom Alltagsleben der Sklaven traf nur in Ausnahmefällen zu. Zumeist lebten die Afroamerikaner nicht in einem sozialen und kulturellen Vakuum. In der Regel waren die versklavten Männer, Frauen und Kinder auf den Plantagen in die soziokulturellen Kontexte ihrer Slave-Communities eingebunden. Es gab vielfältge familienähnliche Bindungen, wenn auch instabil und häufig wechselnd.

-- Resümee 2:
Ein überdeutlich intentionaler Film mit erhobenem Zeigefinger. Ein vordergründiger Film, der so gerne tiefgründig und wichtig sein möchte. Ein wenig authentisch wirkender Film, dem eine sperrige, artifizielle Ästhetik anhaftet. Ein Film über ein tragisches Ausnahme-Schicksal mit wenig Kontext und eindimensionalen, holzschnittartigen Charakteren. Ein theatralisches Filmerlebnis, bei dem ich mich ständig geprüft fühlte, ob ich die Botschaft auch wirklich verstanden hatte: Sklaverei ist sehr böse. Ja, das hatte ich verstanden, und das wusste ich eigentlich schon vorher.

Hintergründe, Zusammenhänge und menschliche Widersprüche sind McQueens Zugang nicht. 12 Years a Slave ist (von wenigen Ausnahmeszenen abgesehen) ein simplifizierendes und dem damaligen politischen Bezugsrahmen enthobenes Lehrstück mit missionarischer Note. Eine Oscar-verdächtige, nicht ernstzunehmende Darstellung der Sklaverei in den USA. Rüdiger Suchsland (ähnlich Stephanie Zacharek und andere) hat zutreffend von einer 'aseptischen Passionsgeschichte' gesprochen. Ja, - ein drastischer und zugleich unterkühlter Film, der viele Zuschauer gelangweilt hat.

Für eines allerdings bin ich Steve McQueen dankbar: Er hat mich auf die Memoiren von Solomon Northup aufmerksam gemacht. Wahrscheinlich wäre ich dem lesenswerten Original sonst nie begegnet. Eric Foner beschreibt es als historisches Dokument und zugleich als Propaganda im Dienste der Abolitionsbewegung. Es ist in mehreren englischsprachigen Ausgaben erhältlich, und seit Februar 2014 auch in einer exzellenten deutschen Übersetzung. Nebenwirkung nicht ausgeschlossen: Wer das detailreiche und nachdenkliche Buch liest, könnte den Film mit anderen Augen sehen.

-- Literaturhinweise: > Die Twentieth Century Fox hat das Drehbuch von John Ridley im Netz veröffentlicht (Final Shooting Script, etwa 140 Seiten). Unter foxsearchlight.com/awards ist derzeit ein freier Download ohne Registrierung möglich. > Das ungekürzte Original von Solomon Northups 1853 publizierter Biografie wurde von der Universität North Carolina im Rahmen des Projekts 'Documenting the American South' online gestellt (zusammen mit einer Sammlung von anderen Slave Narratives): docsouth.unc.edu/fpn/northup.
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5.0 von 5 Sternen Packender Film über ein Schicksal eines freien Mannes Top Film !!!!, 2. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: 12 Years a Slave [Blu-ray] (Blu-ray)
Habe mit Hochgenuss mir diesen erstklassigen Film angeschaut und bin total begeistert von der Geschichte von Solomon Northup.Dieser Film geht einem echt an die Nieren denn so ergreifend wird hier die Geschichte über die Sklaverei erzählt,sodas man selbt für die Freiheit jedes Menschen eintreten möchte.Leider gab es diese Zeit und man kann nur hoffen das wir etwas aus der Geschichte gelernt haben,den es gibt nichts besseres auf dieser Welt als seine Meinung frei zu äußern und man nur hoffen kann das so verblendete Idioten wie Sie jetzt im Nahenosten Ihr unwesen treiben die Strafe Gottes auch für Ihre Sünden bekommen werden.Für mich hat der Film die 3 Oscars ohne zweifel verdient,ganz besonderen Dank an die glanzvolle Leistung von Oscar Gewinnerin Lupita Nyong'o als Patsy und an Michael Fassbender der den Master spielte diesen beiden Schauspieler und den anderen Mitwirkenden nochmals Dank für diesen Film .
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5.0 von 5 Sternen spitze, 24. Februar 2014
Mit einem Produktionsbudget von 20 Millionen Dollar begannen die Dreharbeiten in New Orleans, Louisiana am 27. Juni 2012. Nach sieben Wochen wurden sie am 13. August 2012 beendet. Um die Produktionskosten niedrig zu halten, fand ein Großteil der Dreharbeiten im Großraum New Orleans statt – meist im Süden, wo Northup damals wirklich versklavt wurde. Unter den Drehorten waren vier Antebellum-Plantagen: Felicity Plantation, Magnolia Plantation, Bocage Plantation und Destrehan Plantation. Eine der Plantagen in Vacherie ist nur wenige Meilen von dem tatsächlichen Ort des historischen Geschehens entfernt.

super gemacht gespielt und hergerichtet einfach ein unglaublich bedrückender film
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nun ja, 19. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 12 Years a Slave (Amazon Instant Video)
Die Schauspielerischen Leistungen sind echt gut, jedoch zieht der Film sich unnötig lange und die Geschichte wirkt unschlüssig. Das Ende erscheint auch merkwürdig und man fühlt sich nicht als hätte man den Protagonisten 12 Jahre begleitet sondern 4 Wochen.
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43 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schonungsloses Porträt einer vergessenen Geschichte, 20. Januar 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: 12 Years a Slave [Blu-ray] (Blu-ray)
Die Blu-ray (Extras, Bildqualität) wird nach Erscheinen des Films bewertet. Ich werde mir den Film nach dem Kinogang gestern definitiv kaufen.

1841, Saratoga Springs, New York: Der freie Afro-Amerikaner Solomon Northup (Chiwetel Ejiofor, "Amistad", "Salt") ist hochangesehener Geigenspieler und allseits beliebt. Eines Tages, als seine Frau wie so oft mit seinen Kindern aufbricht, um einen lukrativen Auftritt anzunehmen, wird er mittels eines Bekannten von zwei fremden Männern angesprochen, die seine Künste für den Zirkus benötigen. Er willigt ein, da das in Aussicht gestellte Geld nach zweiwöchtigen Auftritten ein kleines Vermögen darstellt. Tatsächlich fährt Solomon mit den beiden Herren nach Washington. Sie geben sich freundlich und speisen vorzüglich. Solomon erhält sogar noch mehr Geld als abgesprochen. Dann an dem Abend wird ihm im Restaurant übel. Er erwacht Stunden später in Ketten. Man macht ihm auf unmissverständliche Art und Weise klar, dass er seine Vergangenheit vergessen soll, er ein Sklave ist und Platt heißt. Platt vermisst natürlich seine Familie. Aber um sein Leben zu schützen mit der Aussicht, sie eines Tages wiedersehen zu können, stellt er sich wie gewünscht mit seinen Mastern gut.

Erster Plantagenbesitzer ist William Ford (Benedict Cumberbatch). Der Mann ist an sich herzensgut, aber dennoch Sklavenhalter wie jeder andere Plantagenbesitzer im Süden auch. Er kann Platt auch nur auf Schuldschein kaufen. Eines Tages gelangt Platt jedoch mit dem Aufseher John Tibeats aneinander. Um sein Leben zu schützen lässt Ford seinen Sklaven an Edwin Epps (Michael Fassbender) überstellen. Ein ungeahntes Matyrium beginnt...

Wenn man um die 50 Kilometer fahren muss, um diesen Film zu sehen lässt dies innerhalb der deutschen Kinolandschaft tief blicken, wo diverse Blockbuster zwei bis drei Kinosäle füllen während Filme wie dieser hier nur im kleinen kettenlosen Spartenkino zu finden ist. Der Film zeigt schonungslos den Süden. Ohne schönes Geschnörkel oder romantische Verklärtheit. Die Schwarzen werden wie Eigentum und Vieh behandelt. Bestrafungen sind an der Tagesordnung. Tote ein notwendiges Übel. Vergewaltigungen und sexuelle Übergriffe mit ungewollten Schwangerschaften keine Seltenheit. Wenn eine Sklavin wegen eines Stückes Seife der Rücken in Fetzen gepeitscht wird lebt ein dunkles Stück Geschichte im "Land of the Free"-Kult auf, dass dort lieber in Vergessenheit geraten würde. Die Schauspielerleistungen sind eindrucksvoll, Kulissen und Kostüme absolut detailverliebt. Die wahre Geschichte von den mir unbekannten Solomon Northup wurde bravourös in Szene gesetzt. Es ist wirklich schade, dass die deutsche Kinolandschaft diesen Film größtenteils übergeht.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Langatmig und durchschnittlich, 12. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: 12 Years a Slave (DVD)
Auch wenn die überwiegende Mehrheit der Rezensenten es anders sieht: der Film hat mich nie in seinen Bann gezogen; das gezeigte Leid hat mich zwar durchaus aggressiv und betroffen gemacht, aber leider konnte ich mit den Akteuren nie richtig mitfühlen. Für mich gab es nichts, was nicht schon mal früher filmisch umgesetzt wurde....und zwar deutlich besser, Roots lässt grüßen.
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5.0 von 5 Sternen Seit langem mal wieder ein Film, der dadurch besticht, dass er das Publikum berührt, 30. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 12 Years a Slave (DVD)
Deswegen so großartig da McQueen die Kameraführung einfach genial ist. Teilweise wünscht man sich als Betrachter, dass er die Kamera umschenkt, er reizt es jedoch aus. Man weiß eigentlich nie wie viel Zeit vergangen ist, Charaktere bleiben immer recht Blass und die Geschichte wird toll in Szene gesetzt. Es gibt kein Ziel, keinen Höhepunkt woraufhin das Ganze zusteuert. Irgendwann kommt eben Brad Pitt, der das Problem zu lösen vermag. Das Ende wird recht schnell abgehandelt. Die Filmmusik ist echt stark.

Es ist ein kraftvolles Werk.
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5.0 von 5 Sternen oscar verdient, 24. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 12 Years a Slave (DVD)
der film ist wirklich gut gedreht und hut ab, vor den schauspielern. berührt hat mich das ende, wo er vor seinen erwachsenen kindern und enkelkind steht und er sich, für nichts, bei seiner familie entschuldigt, das war echt grausam. ich habe viele bücher auch über sklavenhandel/arbeit gelesen und der film gibt wirklich alles wieder. wer sich mehr für solche dinge interessiert und vielleicht auch noch lesen tut, empfehle ich sara lark die triologie " Insel der tausend quellen ", da erfährt man noch mehr
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12 Years a Slave
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