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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen My new love, 12. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Nikon 1 V3 Systemkamera (18 Megapixel, Neigbares 7,5 cm (3 Zoll) TFT-Display, Eletronischer Bildstabilisator, Full-HD-Videofunktion, WiFi, microSD-Speicherkarten-Steckplatz, USB, HDMI) Kit inkl. 10-30mm Objektiv + Elektronischer Sucher und Handgriff (Elektronik)
Scheinbar schreibe ich die erste Bewertung als jemand, der die Nikon 1 V3 wirklich selbst gekauft und bezahlt hat...
Viele technische Details sind von meinen Vorgängern schon beschrieben worden, daher beschreibe ich nur meine ganz subjektive Erfahrung.
Diese Kamera macht einfach nur Spaß!
Die Bedienung ist mit dem neuen klappbaren Touchdisplay und den bekannten Wählrädchen so intuitiv, einfach und schnell, dass man keine Bedienungsanleitung braucht.
Wenn man schnell fokussieren will und der AF sich nicht entscheiden kann, ob er vielleicht doch lieber das nächstgelegene Objekt scharf stellt, tippt man einfach mit dem Finger auf dem Display an die entsprechende Stelle, fokussiert und löst aus . Sensationell :) !
Ich habe sie mit dem Sucher zusammen gekauft, der ebenfalls klar und exakt auflöst.
Die Kamera bietet so viele kreative Möglichkeiten, die ich noch längst nicht alle ausprobiert habe...
Sie ist wirklich verdammt schnell. Der Auslöser ist so sensitiv, dass ich schon manches mal versehentlich bereits ausgelöst habe, wenn ich doch erst durch Halbdurchdrücken des Auslösers fokussieren wollte...
Der Gebrauch der Micro SD stört mich überhaupt nicht, da ich nach auslesen der Bilder die Fotos immer von der Karte lösche und diese somit in der Kamera verbleibt. Ich habe 2 stück 32GB UltraSpeed microSD beim örtlichen Saturn für je 19,99 € gekauft.
Die Bildqualität ist (für mich) hervorragend) ich plane keine Vergößerungen über A3 hinaus. Allerdings hatte ich anfangs das Gefühl, es läge ein sanfter Schleier über den Bildern. Nachdem ich sämtliche Rauschunterdrückung in der Kamera ausgestellt habe, sind die Bilder so knackig und kontrastreich, wie ich es schon von meiner J2 gewohnt war (nur noch detailreicher).
Ebenfalls habe ich das Gefühl, dass bei der Einstellung des elektronischen Verschlusses (einstellbar über "stille Auslösung") die Bilder eine Spur klarer sind als beim mechanischen Verschluss. Aber vielleicht ist das auch nur mein Eindruck...
Ich habe die Kamera quasi immer dabei und fotografiere, wann immer sich ein schönes Motiv ergibt. Bewegte Motive bei Dunkelheit bleiben eine Herausforderung, doch sind die Bilder bis ISO 800 auch ohne Blitz durchaus brauchbar. ich habe einmal zum Test bei nahezu absoluter Dunkelheit ISO 12.500 ausprobiert. Ja, es rauscht natürlich gewaltig, aber es kommt auch ein beeinduckendes Bild heraus, wo meine Augen fast nix mehr gesehen haben... ;) Da der eingebaute Aufhellblitz von Full bis 1/ 32 regulierbar ist, kann man auch hier mit einer Verschlusszeit von bis zu 1/250s sehr gute natürliche Ergebnisse erzielen.
Die Videofunktion habe ich bisher noch nicht genutzt. Aber auch sie soll hervorragende Ergebnisse liefern, zumal man während des Filmens weiter bei voller Auflösung fotografieren kann
Toll ist, dass ich den Ersatzakku aus meiner J2 auch an der V3 verwenden kann, da die V3 die Akkugröße der J-Reihe übernommen hat.

FAZIT: Ich bin sehr froh, mir diesen kleinen Schatz gekauft zu haben und habe auch nichts dagegen, mit der kleinen Cam weiter unterschätzt zu werden ;). Auf meiner wishlist steht jetzt das 32mm/ 1.4 Objektiv ...
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Leider nicht perfekt und sehr teuer!, 10. Mai 2014
Von 
bill - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Ich habe die Kamera jetzt einige Wochen ausgiebig Zuhause und bei Ausflügen in freier Natur getestet, hier meine Beurteilung.

Ziemlich am Anfang sind mir gleich ein paar negative Punkte aufgefallen, die mich fast dazu bewogen hätten der Kamera nur 3 Sterne zu geben. Ich werde sie hier gleich mal am Anfang aufführen. Die positiven Eigenschaften werden ja meistens schon von der Werbung hinausposaunt. Deshalb richtet sich meine Rezension mehr den Kritikpunkten. Ihr solltet aber auf jeden Fall weiterlesen, um zu erfahren, warum es dann doch 4 Sterne wurden:

- Bei den Menüeinstellungen vermisse ich ein paar für mich wichtige Funktionen. So kann man zwar die zwei Fn1 und Fn2 benutzerdefiniert einstellen, aber nur mit Einstellmöglichkeiten, die mit anderen Knöpfen oder mit dem Touchscreen eh schon zur Verfügung stehen. Für die 3 Einstellräder gibt es leider keine Funktionsbestimmung (da scheint es auch nicht wichtig zu sein, dass sich zwei Einstellräder die gleiche Funktion teilen) und mir fehlt ein Weißabgleich mit Kelvin Einstellungen.

- Es gibt zwar einen Anschluss für ein externes Mikrofon, leider aber keine Pegelkontrolle. Wie soll man da jetzt herausfinden, welche der Mikrofoneinstellungen da nun die richtige ist? Experimentieren?

- Der Zoombereich des Objektives lässt sich im Videomodus nur mit sehr vielen Umdrehungen des Einstellrades abfahren. Möchte man vom Weitwinkel zum Telebereich muss ich tatsächlich 4 mal umgreifen. Das dauert mir zu lang und eine geschmeidige Zoomfahrt kann man so nicht realisieren.

- Diese merkwürdigen Objektivgeräusche beim Ein- und Ausschalten sind schon nervig. Klingen wie eine quarkende Ente. Freunde, mit denen ich unterwegs war wussten sofort, wann ich meine Kamera einschaltete. Mit anderen Objektiven habe ich die Kamera nicht getestet, hier ist es vielleicht anders.

- Die sehr filigranen Micro SDHC Speicherkarten sind mir schon einige male beim Ausbauen aus der Hand gefallen. Sucht mal so eine Karte auf einer Wiese oder dem Waldboden.

- Schade das Nikon nicht die 5 Volt USB Spannung für eine funktionierende Datenübertragung einsetzt. Ähnlich wie bei einer externen Festplatte. Ist der Akku fast leer, schaltet die Verbindung ab und man muss den Akku erst aufladen. Oder man steckt die Micro SDHC Karte in einen Adapter und dann ins USB Kartenlesegerät.

- Die Objektivauswahl ist eher mau. Mit einem teuren Bajonettadapter kann man aber wenigstens andere Nikon-Objektive anbauen.

- Der optionale Sucher ist zwar sehr gut, verhindert aber einen Blitz anzubauen.

- Mit einer neuen Kamera gehe ich immer durch die Wohnung und fotografiere ein paar markante Objekte. Hier ist mir bei der Nikon aufgefallen, dass der wegen seiner Schnelligkeit gelobte Autofokus manchmal Schwierigkeiten hatte, wo bisher keine andere Kamera versagte. Da klingt der Motor wie ein Discjockey, der auf der Schallplatte herumkratzt, ohne zu einem Ergebnis zu kommen. Habe das natürlich mit den anderen Kameras geprüft, die waren zwar etwas langsamer hatten aber mit der gleichen Situation und Lichtverhältnissen keine Probleme.

- Warum baut Nikon so einen kleinen Sensor in eine Systemkamera? Jetzt wird jeder sagen, die Objektive lassen sich kleiner umsetzen. Fehl gedacht. Meine Pen 3 ist weder vom Gehäuse größer, noch von den verwendeten Objektiven, hat aber einen fast doppelt so großen Sensor eingebaut.

- Eine Fototasche für die Nikon sollte gleich doppelt so groß ausfallen. Weshalb? Wegen des extrem überdimensionierten Ladegerätes. Was haben sich da die Entwickler nur gedacht, so ein klobiges Teil für so einen kleinen Akku zu konstruieren?

- Zum Kit-Objektiv muss ich leider auch einiges loswerden:
1. Die Objektivklappe (die die Linse schützen soll) ist so billig gemacht, da wartet man nur auf den Tag, an dem diese nicht mehr funktioniert. Ich berichte deshalb davon, weil ich in den letzten Jahren einige Kompaktknippsen hatte, die genau an dieser Stelle kaputt gingen.
2. Filter oder Gegenlichtblenden kann man leider nicht anbauen? Wir reden doch hier von einer Kamera, die sich im Bereich „Ich brauche keine DSLR mehr“ ansiedeln möchte und dann sowas?

- Der Videomodus bekommt ja mittlerweile bei Nikon schon seinen eigenen Bereich auf dem Programmwahlrad. Sicher möchte Nikon damit zeigen, dass sich die teure Investition dieser Kamera auch in dieser Hinsicht lohnt. Die Videoqualität ist wirklich sehr gut, leider gibt es aber auch hier wieder ein paar Punkte, wo mir die Haare ausfallen:
1. Im Automatikmodus passiert die Helligkeitsregelung nur stufenweise, was bei einem Schwenk mit unterschiedlicher Lichtintensität schon sehr nervt. Hier also lieber alles manuell einstellen.
2. Leider hat man auch wieder ein für Deutschland untypischen Frameformat gewählt. Normalerweise gibt es bei uns 25 oder 50 Frames für Videodateien. Nikon arbeitet mit 30 oder 60 Frames. Die Flackereffekte, die z.B bei Lampen entstehen können kann man aber zum Glück im Menü auf 50Hz einstellen. Warum so umständlich?
3. Bei der Frage, ist die Nikon besser als ein Camcorder muss ich leider nein sagen. Sie beschneidet sich leider selber dadurch, dass nur eine Belichtungszeit von 1/100 oder mehr benutzt werden kann (selbst wenn ich die 30 Frame-Videoversion ausgewählt habe). Was mir da an Helligkeit verloren geht, kann nur mit einem hohen ISO-Wert wieder gut gemacht werden, der sich dann als rote tanzende Pünktchen auf dem Bild bemerkbar macht. Schade!
4. Zum anderen ist mir aufgefallen, dass die Videolänge auf 10 Minuten beschränkt ist. Längere Aufnahmen gehen also nur mit weiterem Videostart.

Hier noch einige Kritikpunkte, die mir zusätzlich aufgefallen sind:
- Warum kann man die tollen Effekte nur im Effektmodus und nicht im M-Modus anwenden (wie das z.B bei Olympus funktioniert)?
- Warum ist es so schwierig diese Software zu installieren, die letztendlich sogar Geld kostet?
- Wann gibt es denn nun endlich den neuen Akku Nikon EN-EL20a Li-Ion (der nur deshalb neu sein muss, weil Nikon es so möchte um zusätzlich Geld zu verdienen). Bei Amazon kann man ihn leider nur vorbestellen. Oder muss ich mir für den Moment eine zweite V3 kaufen, damit ich einen Ersatzakku habe?

So, die negativen Punkte habe ich erledigt. Nun kommen wir aber zu den Punkten, die mich wieder ein wenig hoffen ließen und dann zwar nicht für 5 aber zumindest für angehende 4 Sterne gesorgt haben.

Die Bildqualität: Hat mir bisher sehr gut gefallen. Natürlich kann man mit dem fotografischen Geschick das Beste aus der Qualität herausholen, aber auch im Automatikmodus kommen beachtliche Aufnahmen zustande. Natürlich wird bei hohen Isowerten das Bildrauschen höher, aber dank des doch "relativ" großen Sensors nicht so schlimm, wie ich erwartet hatte. Nachteil ist hier wohl das Objektiv. Aber vielleicht wird ja hier die Produktpallette bald erweitert.

Grundsätzlich gefällt mir bei den momentan erhältlichen Objektiven nicht, dass es den Zoomteilen an Lichtstärke fehlt, wiederum lichtstarke Festbrennweiten eher im Telebereich angesiedelt sind. Ein schönes Weitwinkel (so zwischen 20-35mm) mit mindestens 1,8 sucht man vergeblich.

Funktionen: Toll finde ich ja, dass man die Tiefenschärfe eines Bild nun auch per Drehregler einstellen kann. Natürlich passiert in der Kamera nichts anderes als mit der Zeit-Blendenkombination, aber einem Laien wird diese Funktion gefallen. Auch die Panoramafunktion funktioniert gut und die gemachten Bilder werden gleich in der Kamera zusammengebaut. Leider beträgt die Bildgröße nur 4800 x 920 Pixel (oder 9.600 x 920 im Hochformat). Ansonsten gibt es die typischen Effekte, HDR, flotte Reihenaufnahmen (wenn der Fokus auch nicht immer so sitzt), alles was der ambitionierte Hobbyfotograf braucht.

Wifi Funktion: Diese funktioniert gut und wenn man das entsprechende App für sein Handy (bei mir ein Xperia Z) oder sein Tablet PC (bei mir ein Acer Iconia) installiert, kann man damit sogar Fernauslösen und die Bilder auf einem größeren Display per Funk übertragen und ansehen.

Fazit: Grundsätzlich gefällt mir die kleine schöne N1 V3. Die Bildqualität ist besonders gut, was man für die Preisklasse aber auch erwarten sollte. Die negativen Punkte habe ich hier wohl alle aufgeführt und trüben für mich ein wenig das Gesamtbild. Wenn man sich überlegt, dass man sich hier im renommierten Nikon-Lager aufhält, wo die Fotografen mit dem Kopf schütteln wenn man mit eine Sony oder Olympus daher kommt, dann hätte ich schon mehr erwartet. Wenn man überlegt, welche innovative und tolle Funktionen die genannten Firmen ihren Kameras spendieren (integrierter Sucher, reichhaltiges Objektivsortiment, extrem tiefe Einstellmöglichkeiten, 5-Achsen Bildstabilisator) dann bin ich von Nikon leider ein wenig enttäuscht.

Ich gebe mit zugedrücktem Auge gerade erreichte 4 Sterne. Eine Kamera mit vergleichbarer Ausstattung bekommt man bei der Konkurrenz schon ab 600 Euro. Wer auf die WiFi-Funktion, den hochauflösenden Monitor und Nikon-Logo verzichten kann und mehr Wert auf Bildqualität legt, der sollte sich mal die Olympus PEN E-PL5 ansehen. Auch die viel kritisierte Canon M (ohne Klappmonitor) ist da um Welten besser, kostet aber nur knappe 350 Euro.
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20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klein, fein und vor allem: Schnell!, 5. Mai 2014
Von 
Robert Hill "roberthill99" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Für den eiligen Interessenten das Resümee zuerst:
Da aufgrund der hohen Geschwindigkeit mit der Nikon 1 V3 scharfe und korrekt belichtete Fotos möglich sind, wenn andere Kameras längst passen müssen, erachte ich vier Bewertungssternchen als angemessen. Die Bildqualität ist, bei Betrachtung am Monitor, TV-Gerät oder bei der Beamerpräsentation mehr als ausreichend. Für Ausdrucke bis DIN-A-3 ebenfalls. Gegenüber der Vorgängerin ist sie kompakter geworden, das Bedienkonzept überzeugt. Wer mit den Einschränkungen bei der Zubehörauswahl leben kann, bekommt eine kompakte und vor allem schnelle Kamera mit zufriedenstellender Bildqualität.

Ob man mit einem Produkt zufrieden ist und wie man es letztendlich bewertet, ist immer auch eine Frage der Erwartungen. Bei einer Kamera dieser Preisklasse (zum Zeitpunkt der Rezension) darf man ruhig etwas mehr erwarten. Hier haben Systemkameras wie die Sony Alpha 6000 Systemkamera (24 Megapixel, 7,6 cm (3") LCD-Display, Exmor APS-C Sensor, Full-HD, High Speed Hybrid AF) inkl. SEL-P1650 Objektiv schwarz oder die Panasonic Lumix DMC-GX7 Systemkamera (16 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, Full HD, optische Bildstabilisierung, WiFi, NFC) Kit inkl. H-FS1442AE-K Objektiv schwarz Maßstäbe gesetzt, die es zu erreichen gilt. Wenn Kompaktheit bei guter Bildqualität im Fokus steht, ist auch die Panasonic LUMIX DMC-GM1 Systemkamera (16 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, Full HD, optische Bildstabilisierung, WiFi) schwarz einen zweiten Blick wert.

So viel zum Umfeld, in dem sich die neue Nikon 1 V3 behaupten muss. Kommen wir zum übersichtlichen Pro & Contra. Wer dann noch Interesse hat und sich ausführlicher informieren möchte, dem sei der zweite Teil dieser Rezension ans Herz gelegt.

+ sehr wertige Verarbeitung
+ Metallgehäuse
+ Gummi-Applikationen im Griffbereich, mit einer Hand gut zu halten
+ sehr schneller und treffsicherer AF
+ sehr kurze Auslöseverzögerung
+ sehr hohe Serienbildgeschwindigkeit, bis zu 60 f/ps bei voller Auflösung
+ hoch auflösendes Klappdisplay mit Touchscreen
+ im Videomodus kann beim Filmen mit voller Auflösung fotografiert werden
+ externer Mikrofonanschluss
+ relativ handliche und leichte Wechselobjektive
+ mit Adapter können fast alle Objektive des Nikon-Systems montiert und benutzt werden
+ Drehrad für die direkte Einstellung der Belichtungsprogramme
+ zwei frei belegbare Fn-Tasten
+ relativ ausführliche, gedruckte Anleitung

+/- relativ wenige System-Objektive von Nikon lieferbar
-/+ optische Leistung des Kit-Zooms nicht ganz zufriedenstellend
-/+ beim Kit-Objektiv können keine Filter oder Gegenlichtblende eingesetzt werden
-/+ Blitz eingebaut, aber nicht sehr leistungsstark
-/+ kein Sucher eingebaut, sehr guter, aber teurer elektronischer Sucher optional
-/+ Akku der Nikon 1 V1 oder V2 kann nicht weiter verwendet werden
-/+ Micro-SD-Karten werden benötigt, SD-Karten passen nicht
-/+ 18 Megapixel drängeln sich auf dem relativ kleinen Sensor. Leichtes Bildrauschen in Schattenpartien schon bei 400 ASA.

- keine (preiswerten) Objektive von Drittanbietern lieferbar
- nur Nikon-Systemblitz verwendbar

Je nach Ihren Anforderungen, können Sie oben aufgeführte Punkte selbst gewichten und zu einer eigenen Entscheidung kommen.

Wenn Ihnen die hohe Geschwindigkeit bei Schnappschüssen wichtiger als das letzte Quäntchen Bildqualität ist, werden Sie von der Nikon 1 V3 sicher begeistert sein. Ebenso kompakt, aber deutlich preiswerter und mit besserer Bildqualität - schließlich ist der Sensor deutlich größer - ist die Panasonic LUMIX DMC-GM1 Systemkamera (16 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, Full HD, optische Bildstabilisierung, WiFi) schwarz. Die kann dafür mit dem ultraschnellen AF und Serienbildgeschwindigkeit der V3 nicht mithalten.

Nicht ganz überzeugen kann mich das im Kit enthaltene 1:3,5-5,6 / 10-30 mm Objektiv. Zwar ist der Brennweitenbereich des kompakten 3x-Zooms sehr praxisgerecht, er entspricht auf KB umgerechnet einem 27mm-81mm-Zoom und deckt damit einen großen Teil der häufigsten Aufnahmesituationen ab. Auch ist der Naheinstellbereich, sogar bei Tele-Einstellung, sehr gut. Es gelingen sogar mehr als nur brauchbare Makrofotos. Doch es fehlt ihm insgesamt an Detailschärfe, die Fotos wirken bei 100%-Darstellung, vor allem im Fernbereich, etwas zu weich und flach. Bei Weitwinkeleinstellung sind zudem leichte Randunschärfen deutlich sichtbar. Die 18 Megapixel, die der Sensor liefert, kann das Kitobjektiv nicht adäquat beliefern. An der Kamera liegt es jedenfalls nicht. Denn die zeigte an einer zum Vergleich angesetztem 1,8/18,5mm-Festbrennweite eine einwandfreie Abbildungsleistung.

Ein wenig unorthodox ist für meinen Geschmack die Verwendung von Micro-SD-Karten. Die sind zwar mittlerweile auch in Class 10 bis 128 GB erhältlich. Doch deutlich weiter verbreitet, preiswerter und letztendlich auch ein wenig robuster sind SD-Karten in normaler Größe. Bei einer Kamera, die einsatzbereit 430 g auf die Waage bringt und deutlich größer als eine Kompaktkamera ist, sollte auch dafür Platz sein.

Dass das Nikon 1 - System beim Blitzschuh sein eigenes Süppchen kocht, muss man auch nicht weiter verstehen. Fragt sich nur, wohin überhaupt mit dem externen Blitz oder Mikro, wenn der Schuh schon mit dem (optional erhältlichen und nicht grade billigen, aber sehr guten) elektronischen Sucher besetzt ist. Der eingebaute Blitz ist zum Aufhellen von Schatten im Nahbereich sicher verwendbar, stößt aber mit der geringen Leitzahl 5 (bei 100 ISO) rasch an seine Reichweitengrenze. Einen kleinen Trick, der nicht in der Anleitung steht, will ich Ihnen an dieser Stelle verraten: Der Blitz klappt beim Ausfahren über ein Gelenk nach oben. Mit etwas Gefühl kann man ihn leicht mit den Fingern der linken Hand nach oben neigen. Man kann dann sogar indirekt blitzen!

Absolut überzeugt hat mich das Bedienkonzept: Der Belichtungsmodus wird an einem Drehrädchen eingestellt. Wer Belichtungszeit und Blende manuell vorwählen will, hat auch dafür jeweils ein geriffeltes Drehrädchen zum Einstellen.Wichtige Funktionen - wie z.B. die ISO-Empfindlichkeit oder die Belichtungskorrektur, der Weißabgleich o.ä. - können mit den Fn-Tasten frei belegt werden und ermöglichen somit schnellen Zugriff. Das Display löst nicht nur sehr hoch auf, sondern hat auch einen Touchscreen. Per Fingerdruck kann man damit präzise Fokussieren und sofort auslösen. Etwas schade, dass das Display nur klappbar ist und nicht geschwenkt werden kann. Denn dann könnte man es bei Nichtgebrauch mit der Außenseite nach innen legen, es wäre geschützt. Außerdem wären dann auch Hochformatfotos in Bodennähe ohne Verrenkungen möglich.

Erfreulich auch, dass das beiliegende, gedruckte Kompakthandbuch" mit 140 Seiten deutlich mehr an Informationen bietet als die mittlerweile üblichen "Schnellstartanleitungen". Da das gedruckte Handbuch mit jedem Firmware-Update ohnehin obsolet ist, bietet Nikon auf seiner Webseite stets die aktuellen Manuals als pdf zum Download.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fotografische Rennsemmel mit hohem Spritverbrauch, 5. Juni 2014
Von 
mdt1900 "TS" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Eine Systemkamera aus der Oberklasse objektiv zu bewerten, ist nicht einfach. Jeder ambitionierte Fotograf wird - unabhängig von jeglicher Markenaffinität - eigene Erwartungen, Ansprüche und Wertvorstellungen mit dem Gerät verbinden und seine persönliche Situation in die Kaufentscheidung einfließen lassen.

Annähernd perfekte Fotos liefert die V3 in fast jeder Hand. Das ist ein Punkt, den vermutlich die wenigsten Nutzer anzweifeln. Aber der Preis dafür ist hoch, im Vergleich zu unmittelbaren Konkurrenzprodukten vielleicht sogar zu hoch. Persönlich würde ich auf ein Upgrade von der V1 oder V2 verzichten. Bei aller Verbesserung und Weiterentwicklung ist nicht alles Gold was glänzt. Spätestens dann, wenn sich hochwertiges Zubehör der Vorgänger als inkompatibel mit dem neuen Vertreter der Serie erweist, fühle ich mich als Endverbraucher gegängelt, verarscht und wie die sprichwörtliche Kuh, die gemolken werden soll.

Eine völlig andere Betrachtungsweise ergibt sich für Kunden, die erstmals den Schritt in die gehobene Fotografie wagen. Ich z.B. bin zu dumm, zu geizig und zu bequem, um mir eine umfangreiche Spiegelreflexkamera bzw. Ausstattung zuzulegen. Auf der anderen Seite möchte ich aber auch nicht auf die Möglichkeit verzichten, sehr gute Schnappschüsse für den Privatgebrauch zu erstellen. Und damit bewege ich mich fachlich vermutlich genau auf dem Niveau, welches auch Nikon mit derartigen Systemkameras vorrangig ansprechen möchte.

Die vermeintliche Freiheit hat Vor- und Nachteile. Die V3 ist unglaublich kompakt, das Gehäuse hochwertig, die Haptik - trotz fehlenden Handgriffes - tadellos. Die Bedienung würde ich als eher klassisch bezeichnen. Eine sehr gute und ausführliche Anleitung hilft beim Einstieg. Von mir nicht sonderlich vermisst, wird der fehlende Sucher. Dieser ist, zu einem deftigen Preis, optional nachrüstbar. Bereits hier scheiden sich die Geister. Sucher ja oder nein, bleibt eine Glaubensfrage.

Im täglichen Umgang bin ich dagegen von vermeintlichen Kleinigkeiten genervt. Das alte Akkus - wie o.g. - nicht mehr verwendet werden können? Ärgerlich, aber ist nun einmal so. Aber wieso wird das "neue" Ladegerät in einer Größe konzipiert, die annähernd das Niveau der V3 selbst erreicht? Und schon ist die neue Kameratasche für unterwegs gleich doppelt so groß. Ein SD-Kartenschacht wurde ebenfalls aus dem Programm geworfen und ist einem microSD-Kartenslot gewichen. Teuer, fummelig, unnötig. Und die Freude über den eingebauten Blitz weicht der Ernüchterung, dass es sich hier um einen relativ leistungsschwachen Vertreter seiner Zunft handelt.

Dieses Auf und Ab in vielen Bereichen, ist einer der wesentlichen Gründe, wieso ich der Kamera eine uneingeschränkte Höchstwertung verweigere. In diesem Preissegment neigt die Erwartungshaltung an ein Referenzprodukt völlig zu Recht zur Perfektion. Diesem Anspruch wird die Nikon oft, aber nicht immer gerecht. Die Auslöse-Geschwindigkeit und der rasend schnelle & effektive Autofokus sind Aushängeschilder, die gegenwärtig von der Konkurrenz kaum erreicht werden. Bereits der Automatik-Modus liefert grandiose Bilder, die Arbeit mit dem Klappdisplay und dem integrierten Touchscreen macht wirklich Spaß. Selbst die Videofunktion erreicht das Niveau hochwertiger Camcorder, wenngleich die maximale Aufnahmezeit unnötig begrenzt wurde. Die Wi-Fi Funktion im Zusammenspiel mit den nötigen Apps vereint brauchbare Gimmicks (Fernauslöser, kabellose Bildübertragung) mit etwas Spieltrieb.

Fazit: Ambitionierten Hobbyfotografen mit dem nötigen Kleingeld, die den Sprung zu einer hochpreisigen DSLR-Ausstattung (noch) nicht anstreben, bietet die V3 sicherlich einen gewissen Kaufreiz. Allerdings sollte der Einstieg in die etwas undurchsichtige V-Reihe von Nikon gut überdacht sein. Und gerade im Hinblick auf die in der Rezension bereits erwähnten Schwächen und den aktuell noch sehr hohen Anschaffungspreis lohnt es sich, ggf. auf ein etwas älteres, technisch solides, dafür aber doch günstigeres Gerät zurückgreifen. Davon abgesehen - vier verdiente Sterne für eine ausgereifte und gute Systemkamera, deren einfaches und effektives Bedienkonzept, bei rasender Geschwindigkeit und toller Fotoqualität, grundsätzlich überzeugt.
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klare Steigerung zur V2, 27. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich muss sagen, Anfangs war ich skeptisch was die Ausstattung der V3 gegenüber der V2 (die ich auch besitze) anbelangt. Fehlender Sucher, Micro-SD-Karte, Megapixelwahn, fehlender Griff. Die Preisattacke von Amazon.de konnte mich nun aber nicht mehr abhalten die neue Nikon 1 V3 dort zu bestellen. Und ich habe es nicht bereut! Nikon hat wirklich wieder ganze Arbeit geleistet und bringt das 1 System weiter voran!

Der Sucher fehlt nicht, im Gegenteil die Kamera wird dadurch kompakter. Außerdem ist das Klappdisplay mit dem Touchscreen eine feine Sache. Aus ungewöhnlichen Blickwinkeln zu fotografieren wird nun endlich nicht mehr zur Akrobatik. Per Touch fokussieren und abknippsen - alles kein Problem. Zwei-Finger-Zoomen, Wischen usw. - sehr bedienerfreundlich und flüssig.

Die Umstellung auf Micro-SD macht es nun möglich, die Karte endlich in ein separates, seitliches Fach zu packen. Das ist viel praktischer als bei der Vorgängerung, wo die SD-Card auf der Unterseite im Akkufach platziert wurde.

Die höhere Megapixelzahl (Megapixelwahn) hat sich meines Erachtens nicht negativ auf die Bildqualität ausgewirkt - im Gegenteil.

Der Griff fehlt nicht wirklich, der Haltekomfort ist gut - ebenfalls zum Vorteil der Kompaktheit.

Für mich noch nicht geklärt ist die Funktion des neuen, vorderen Drehrads. Dieses hat aktuell noch keine Funktion, evtl. kommt da aber was per Firmwareupdate.

Der neue Akku - ebenfalls ein kleiner Wermutstropfen. Da meine vorhandenen Akkus der V2 nicht passen. Es handelt sich wohl um Akkus der J-Serie mit allerdings etwas höherer Kapazität.

Nun zur Bildqualität: Die Detailgenauigkeit, die Farben, die Bildqualität insgesamt, hervorragend! Den Weißabgleich erledigt die Nikon 1 V3 wirklich zuverlässig. Die Geschwindkeit der Serienbildfunktion mit Autofocus (schon gewohnt aus der V2) ist beeindruckend! Ich kenne hier nix besseres. Mit den ISO-Einstellungen werde ich mich insgesamt noch etwas genauer beschäftigen, bin aber aber auch hier bisher sehr zufrieden was das Rauschen anbelangt.

Die Verarbeitungsqualität ist gewohnt hoch und es gibt keinen Grund zur Beanstandung.

Mich hat die V3 überzeugt. Chapeau, Nikon!
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4.0 von 5 Sternen Tolle Systemkamera mit kleinen Schönheitsfehlern, 9. Juni 2014
Von 
Buchtastisch - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Wer aus der Welt der Digitalkameras kommt (wie ich) und mehr möchte, kommt fast nicht an Systemkameras vorbei. Wieso nur fast? Weil ich für mich eine andere Lösung (in Form der Sony RX10) gefunden habe. Aber insgesamt ist das Konzept der Systemkameras natürlich sehr ansprechend. Im Vergleich zu einer Spiegelreflex ist die Systemkamera noch recht kompakt und dennoch hat man viele Möglichkeiten. Deshalb war ich auf die Nikon 1 V3 sehr gespannt.

Diese überzeugt erstmal durch ihre Kompaktheit. Natürlich ist die Kamera nicht vergleichbar mit einer ultrakleinen Digitalknipse, aber wenn man bedenkt was die Nikon 1 V3 dafür mehr leistet, ist ihre Größe wirklich angenehm. Sie liegt auch sehr gut in der Hand und ist dazu noch wertig verarbeitet. Nichts wackelt oder knarzt.

Dazu punktet Nikon mit einer vorbildlichen (296seitigen!) deutschen Bedienungsanleitung (ich habe mir die Bedienungsanleitung aus dem Internet heruntergeladen – es liegt allerdings auch eine gedruckte Bedienungsanleitung bei). Dass das nicht selbstverständlich ist, habe ich z.B. bei der Sony RX10 feststellen müssen. Hier ist Nikon deutlich besser und hat hervorragende Arbeit geleistet. Wer sich mal einen Nachmittag Zeit nimmt, wird auch ohne große Vorkenntnisse einen guten Einstieg in die Welt von Nikons Systemkamera erhalten, denn hier ist wirklich alles super erklärt, so dass man es auch als Anfänger verstehen kann.

Auch in Sachen Bildqualität habe ich an der Nikon 1 V3 nichts zu meckern. Denn diese ist wirklich verdammt gut. Selbst im Automatikmodus liefert die Kamera tolle Ergebnisse. Durch die manuellen Einstellmöglichkeiten, kann man natürlich auch selbst das Zepter in die Hand nehmen und selbst die Prioritäten festlegen. Der Fokus der Nikon 1 V3 arbeitet hervorragend und sehr schnell. Lediglich über die Blitzqualität bin ich etwas enttäuscht, denn der scheint mir leider etwas schwach auf der Brust zu sein.

Sehr schade ist es hingegen, dass für die Nikon 1 so wenig Auswahlmöglichkeiten an Objektiven gibt. Hier kann man sich zwar Abhilfe beschaffen, indem man sich einen Bajonettadapter kauft, um andere Nikon-Objektive verwenden zu können. Aber insgesamt gefällt mir diese Umsetzung nicht so recht. Dazu gibt es keinen Sucher – nun gut, das ist wohl Geschmackssache. Ich vermisse ihn nicht sehr und wer aus der Welt der Digitalkameras kommt, vermisst ihn vermutlich auch nicht so stark. Dennoch muß auch ich zugeben, dass so ein Sucher manchmal seine Vorteile hat und dass man ihn (für teures Geld) nachkaufen muß, macht die Sache leider nicht sehr attraktiv. Wenn man dies allerdings macht, dann gibt es keine Möglichkeiten den Blitz zu verbessern, da der Schuh dann bereits besetzt ist. Hmpf! Das macht alles einen etwas unstimmigen Eindruck.

Ein weiterer negativer Punkt ist für mich die Verwendung von microSD-Karten. Wer hat sich denn das augedacht? Viel zu fummelig und klein! Damit kann ich mich nicht wirklich anfreunden...

FAZIT: Insgesamt eine tolle Systemkamera, die auch für Neulinge, die „mehr“ wollen, sehr gut geeignet ist. Der wichtigste Punkt, eine tolle Bildqualität, wird erreicht. Dennoch gibt es den einen oder anderen Kritikpunkt wie z.B. den schwachen Blitz oder die Verwendung von microSD-Karten. Deshalb bekommt die Nikon 1 V3 von mir nur für knappe vier Sterne.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nikon 1 V3 – Handlich und schnell, 9. Juni 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Eines vorweg, ich habe die Nikon 1 V3 im Paket mit dem 10-30mm Kit-Objektiv getestet, also ohne EVF und zusätzlichen Handgriff.

Die Kamera besticht durch ihre Kompaktheit und dem gut verarbeiteten Metallgehäuse. Sie liegt auch ohne den zusätzlichen Handgriff gut in der Hand und die Bedienelemente lassen sich gut erreichen. In der Lieferung sind neben dem Objektiv, ein USB Kabel, ein Akku sowie ein Ladegerät enthalten. Der Akku kann nur im Ladegerät geladen werden, d.h. wenn er leer ist, kann man die Bilder nur über einen SD-Card Slot auf den Computer laden. Eine microSD Card ist wird nicht mit geliefert und sollte daher mitbestellt werden. Dass Nikon nun auf microSD setzt, ist für mich kein besonderer Nachteil. Außerdem enthält das Paket eine CD mit der Nikon Manual Viewer 2 Software, sowie ein Kompakthandbuch, was bereits recht ausführlich ist. Im Netz kann man noch das Referenzhandbuch herunterladen, welches etwa 150 Seiten mehr Umfang hat.

Die Bedienung ist einfach und für die üblichen Modi intuitiv. So lassen sich in den halbautomatischen Modi die Blende oder die Zeit jeweils an einem der zwei Drehrädchen einstellen. Den üblichen Multifunktionswähler (Fokusmodus, Belichtungskorrektur, Blitzmodus, Selbstauslöser und OK) ist ebenso gut zu bedienen, wie die Funktionstaste, die einen Zugriff auf alle Features des eingestellten Modus zulässt, sowie die zwei belegbaren Funktionstasten (eine davon ist das hintere Drehrädchen). Es lässt sich alles über diese Bedienelemente einstellen. Ebenso bietet der Touchscreen viele Einstellungsmöglichkeiten.

Die Kamera unterstützt alle wichtigen Modi, wie Programm-, Zeit- und Blendenautomatik. Wer will kann die nötigen Einstellungen komplett manuell erledigen. Neben der Programmautomatik beherrscht die Kamera auch einen vollen Automatikmodus. Als Besonderheit setzt Nikon noch auf einen „Best Capture“ Modus, bei dem die Kamera 40 Bilder in 2/3 oder 4/3 oder 2 Sekunden aufnimmt. Außerdem den „Bewegter Schnappschuss“, bei dem neben einem Film ein Bild abgespeichert wird, und erweiterte Filmoptionen (u.a. Zeitlupen und Zeitraffer). Im Creative Modus finden sich einige Filter sowie die Panorama- und eine HDR Funktion.

Die Kamera fokussiert schnell, allerdings scheint sich ein kleiner Bug eingeschlichen zu haben, denn die Kamera speichert das Bild erst, wenn man den Auslöser loslässt. So entsteht der falsche Eindruck, dass das Bild erst beim Loslassen des Auslösers aufgenommen wird, was aber nicht der Fall ist. Das fühlt sich irgendwie verkehrt an.

Das Speichern des Bilds geht schnell, nur einer kleinen Zeitverzögerung bis das Bild abgespeichert und die Kamera wieder aufnahmebereit ist. Die Bilder sind sehr scharf, von den Farben in der „Grundeinstellung“ realistisch. Beeindruckt bin ich auch von der Vollautomatik, mit der ich Aufnahmen in dunklen Kirchen gemacht habe. Auch wenn die Bilder ein Rauschen zeigen, sind dabei zumindest für die Darstellung auf dem Bildschirm, detailreiche Bilder von Mosaiken und Wandmalereien entstanden.

Durch die Qualität der Bilder, den Einstellungsmöglichkeiten und der Handlichkeit der Kamera hat die Nikon 1 V3 mich sehr überzeugt. Etwas schade finde ich, dass der EVF nicht eingebaut ist, außerdem sollte auch GPS mittlerweile nicht mehr fehlen. Beides lässt sich zwar nachkaufen, aber das erhöht den sowieso schon recht hohen Preis. Zudem wird dieses Zubehör über den Blitzschuh angeschlossen, sodass man entweder GPS, EVF oder einen zusätzlichen Blitz verwenden kann, nie aber alles zusammen. Der Touchscreen lässt sich neigen, so kann man einfach über dem Kopf oder am Boden fotografieren. Die z.Z. moderne „Selfi-Position“ wird allerdings nicht unterstützt, was allerdings auch kein Nachteil ist. Im prallen Sonnenlicht ist das Bild etwas schwer zu erkennen, hier hilft es manchmal den Screen etwas zu neigen. Über den Touchscreen kann die Kamera auch ausgelöst oder je nach Modus z.B. der Fokus gesetzt werden. Dabei ist der Touchscreen so empfindlich, dass Bilder auch beim Tragen der angeschalteten Kamera ausgelöst wurden.

Die Kamera unterstützt WiFi, wobei sie einen Accesspoint aufbaut, an dem man sich mit dem Smartphone oder Tablet (iOS/Android) anmelden kann. Hier scheint sich auch ein Bug eingeschlichen haben, da man kein Passwort angeben kann, was ich bei einer anderen Nikon Kamera schon gesehen habe. Mit Hilfe einer App, die es für iOS und Android gibt, lassen sich die Bilder direkt auf das Handy runterladen und die Kamera auch fernauslösen. Diese App ist kein Highlight der Softwareentwicklung, aber sie spart z.B. einen Fernauslöser.

Leider unterstützt weder mein Lightroom 4, noch die aktuelle Version von Aperture das RAW Format der Nikon 1 V3 (Stand Juni 2014). Da Aperture die RAW der Vorgängermodelle unterstützt, mag das eine Frage der Zeit sein. Bei Lightroom würde nur ein Upgrade auf die neuste Version helfen.

Ich gebe der Kamera 4 Sterne, die Bilder haben mich überzeugt und gegen die Bedienung kann man nichts sagen. Der Sternabzug begründe ich mit dem fehlenden EVF und GPS trotz des relativ hohen Preises.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klein aber oho, 9. Juni 2014
Von 
Astrid (Frankfurt, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Die Nikon 1 V3 ist die zweite Systemkamera, mit der ich auf Motivsuche gegangen bin. Der Vorgänger war die Samsung NX210. Daneben habe ich habe seit Jahren diverse Spiegelreflexkameras anderer Hersteller eingesetzt; in den letzten ca. 8 Jahren auch zwei verschiedene digitale Versionen. Dazu habe ich schon diverse Kompakte in Benutzung gehabt und ausgiebig gestestet. Hauptsächlich interessiere ich mich für Naturfotografie, gerne aber auch mal für den Architekturbereich. So viel zum Vorgeplänkel.

Da ich selber kein Fan ewig langer Technikberichte bin, fasse ich meine Meinung über die V3 nach mehreren Wochen Benutzung wie folgt zusammen:

+ Zuerst muss ich sagen, dass sie wirklich gut in der Hand liegt und mit dem mitgelieferten Objektiv gut ausbalanciert ist. Die diversen Bedienelemante sind leicht erreichbar und durchführbar angebracht. Sie macht insgesamt einen rundum wertigen Eindruck. Billig wirkt da überhaupt nichts. Ein Metallgehäuse ist schon was feines.

+ Sie lässt sich sehr gut mit einer Hand halten und ist daher recht flexibel im Einsatz.

+ Das mitgelieferte Kit-Objektiv (10 - 30 mm) hat eine Lichtstärke von 1:3,5-5,6 und hat einen Bildstabilisator. Dazu kommt eine elektronische Objektivabdeckung; sprich, Objektivabdeckung öffnet sich beim Einschalten der Kamera. Für ein Kit-Objektiv bin ich mit dem Teil sehr, sehr zufrieden. Ich habe schon ganz andere Kit-Objektive an Kameras erlebt.

+ Das Display hat eine schöne Größe (3,0 Zoll) und überzeugt durch brilliante Farben. Was ich wirklich praktisch finde ist, dass man den Monitor nach oben oder/und unten neigen kann. Das kenne ich schon von meiner EOS und möchte so ein Feature gar nicht mehr missen. Leider ist das Display nicht schwenkbar. Das wäre noch das Tüpfelchen auf dem i gewesen. Die Touchscreen-Funktionalität finde ich absolut wunderbar.

+ Die Qualität der gemachten Aufnahmen ist herausragend. Das hat nun auch mit dem Objektiv zu tun. Aber ich kann wirklich überhaupt nicht meckern. Für den Einsatzbereich 10 - 30 mm (des mitgelieferten Kit-Objektivs) ist das, was die Kamera liefert, fantastisch.

+ Eine ausführliche und gut nachvollziehbare Bedienungsanleitung in Papier wird mitgeliefert.

+ Das Navigieren durch die Programme ist problemlos und stellt an die, die schon Erfahrung im Bereich System- oder Spiegelreflexkamera haben, überhaupt keine Probleme.

+ Die Videofunktion ist schick und stellt mich absolut zufrieden. Das Mitschleppen eines Camcorders hat sich damit wirklich erledigt.

+ Aufnahmen im RAW-Format sind (natürlich) möglich.

Neutral:

/ Ich bewerte den Punkt "Blitz" mal gerade so eben noch neutral. Es ist ein Blitz an der Kamera angebracht. Der hat allerdings wirklich keine große Reichweite und macht einen eher traurig.

/ Sie ist natürlich kleiner als eine Spiegelreflexkamera - aber in der Hosentasche verschwindet sie jetzt auch nicht. Für immer dabei brauche ich auch hier eine kleine Tasche.

/WiFi nutze ich nicht.

Ein paar Punkte die mich jetzt nicht ganz überzeugt haben fallen mir auch noch ein:

- Es ist kein Sucher vorhanden. Und der fehlt mir richtig. Das ist sicherlich Geschmackssache - aber ich bin mag einen Sucher haben und dafür nicht noch einmal richtig Geld ausgeben.

- das ist die erste Kamera bei der ich mit einer Micro-SD-Karte arbeite und ich kann mit voller Überzeugung sagen, dass ich es hasse; diese kleinen Karten sind wirklich ein Fluch und ich bin gespannt, wann mir das Ding das erste Mal verloren geht

- Nikon bietet leider nur wenige Objektive für die Reihe der Nikon 1; sollte man also überlegen diese Kamera zu der Kamera seiner Wahl zu machen und sich eine hochwertige Ausrüstung zulegen wollen - vorher mal genau recherchieren was geht und was nicht geht. Hier geht leider nicht so viel. Und ich bin kein Freund von Adaptern, um andere Objektive nutzen zu können. Das ist aber meine persönliche Macke.

- Das Ladegerät wollte ich zum Schluss auch noch erwähnen. Sagen wir es mal so... es lohnt sich der Kauf eines Ersatzakkus (eigentlich immer), damit man das große Ladegerät nicht dabei haben muss. Ich wünschte, das Teil wäre etwas kleiner...

Insgesamt ist die V3 eine richtig gute Kamera mit einem sehr guten Kit-Objektiv. Mein Haupteinsatzgebiet für die V3 wird im Bereich Städte und Architektur liegen. Da schlägt das mitgelieferte Objektiv das gute Stück, das ich mir vor längerer Zeit mal für meine Spiegelreflexkamera zugelegt habe. Dazu kommt, dass die V3 einfacher zu transportieren ist. Für den Bereich Naturfotografie ist sie für mich kein Ersatz. Das hat aber vor allem auch damit etwas zu tun, dass ich keinen Gesamtumstieg machen möchte. Das ist also vor allem einmal eine rein persönliche Entscheidung.

Wie so oft im Leben sollte man auch beim Kauf dieser Kamera vorher wissen, was man eigentlich möchte und was eine Systemkamera ist und nicht ist. Wer sich aber für eine Systemkamera interessiert, sollte sich diese hier wirklich mal anschauen. Ich vergebe jedenfalls sehr gerne vier Sterne und bin wirklich glücklich mit der V3.
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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr schnell, sehr kompakt, leicht und funktionsstark (kleinere Schwächen beim Zubehör, Konzept und Ausstattung), 6. Juni 2014
Von 
H. Gebauer (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
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(a) Zubehör, Handhabung und Wertigkeit (4 Sterne)
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Auf den ersten Blick fällt auf, dass die Nikon 1 V3 hervorragend verarbeitet ist. Das Gehäuse besteht aus einer Magnesiumlegierung (Abmessungen 111 x 65 x 33 mm). Das Gewicht mit Standard-Objektiv 10-30 mm Nikkor beträgt 413 g (--- zum Vergleich wiegt meine EOS 650 D mit 18-55 mm Objektiv satte 820 g). Obwohl das Gerät recht kompakt ist, finden die Finger dank der gummierten Auflageflächen vorne rechts und hinten rechts sehr guten Halt. So fällt das Fehlen eines Griffes, der separat erwerbbar ist, nicht weiter negativ ins Gewicht. Der Griff würde auch die Kompaktheit der Kamera minimieren und die Nikon 1 damit noch stärker in Konkurrenz zu den grösseren Systemkameras bringen. Negativ ist allerdings, dass die Nikon 1 nicht über einen Standardblitzschuh verfügt. So schauen alle in die Röhre, die bereits einen hochwertigen Blitz besitzen. Weiterhin führt die Begrenzung auf einen Steckplatz zu Konflikten mit dem Sucher, der ebenso dazugekauft werden kann bzw. mit dem externen Mikrophon (Anschluss Klinke links - aber wo soll man’s befestigen ?) oder mit dem GPS-Gerät (auch zusätzlich zu haben). Allerdings dürfte der Sucher nur in Extremsituationen wirklich gebraucht werden. Ich habe ihn nicht vermisst - alles eine Frage der Gewöhnung. Ein wirklicher schlechter Witz ist das klobige Ladegerät, das ungefähr genauso gross ist wie die Kamera. Allerdings ist der Akku selber gerade mal so gross wie eine Streichholzschachtel. Leider sind die Akkus der Vorgängermodelle der Nikon 1 nicht kompatibel ! Das neue Akku (EN-EL 20 a) hält je nach Blitzverwendung ca. 350 Bilder durch. Bei Videos mit frisch geladenem Akku so um die 80 min. Allerdings werden Full-HD Videos nach 10 Minuten automatisch gestoppt und müssen neu ausgelöst werden.

Leider können nur Nikon 1 kompatible Objektive verwendet werden. Zudem ist die Auswahl hier im Augenblick noch etwas dürr. Oder man erwirbt den Bajonettadapter FT1 für Nikkor-Objektive (s. Handbuch PDF, p. 221). Sehr gut gefallen hat mir, dass das Objektiv keine Kappe mehr hat. So spart man wertwolle Zeit. Positiv war auch das Geräusch am Ende des Öffnens - so weiss man schnell, wann das Gerät bereit ist. Allerdings kann man auf das 10-30 mm Standardobjektiv nichts draufschrauben. Der Blitz lässt sich einfach durch das Betätigen der entsprechenden Taste herausklappen. Angenehm ist, dass diese Taste recht schwergängig ist, so wird man diese Taste nie aus Versehen betätigen ! Die Scharniere des Blitzes sind ebenso aus Metall gefertigt und machen einen solide Eindruck.

Der hochauflösende 3 Zoll Touchscreen funktioniert ausgezeichnet. Ein wenig Eingewöhnungszeit braucht es aber, da das Display auf sehr kurze Berührungen reagiert. Hier haben sich die Fingernägel als besonders brauchbar für präzises Auslösen von Funktionen erwiesen. Dann kann man fix auf dem Display fokussieren und auslösen. Die Scharniere des hochauflösenden Touch-Screen Displays sind aus Metall gefertigt und dürften so eine lange Zeit überleben. Weich und stufenlos lässt sich das Display klappen bis es beinahe horizontal mit dem Display nach unten mit der Unterkante der V1 abschliesst. Leider kann das Display weder geschwenkt noch gedreht werden. Ein kleines Manko bei Photos mit weit ausgeklapptem Display ist, dass die vier Haupttasten links aussen auf dem Display mit nach vorne geklappt werden. Hier wäre es auf jeden Fall besser gewesen, wenn die Schalter noch einmal hinter dem aufgeklappten Display dupliziert gewesen wären. Oder einfach anders plaziert gewesen wären. Man kann sich zwar relativ gut mit den Rädern und Knöpfen behelfen - optimal wäre aber definitiv anders gewesen. Gut ist jedoch, dass das Display durch das Drücken der Tasten nicht nachgibt und in seiner Position verändert wird.

Die Anschlüsse, Kartenfächer bzw. die Steuerungselemente sind sehr gut erreichbar plaziert. Sehr gut gefallen hat mir, dass sich das Kartenfach (für Mikro SD Karten) dieses Mal rechts unter einer Klappe befindet, die den Namen Klappe wirklich verdient. Dass hier MicroSD Karten zum Einsatz kommen, ist ärgerlich - besonders für Fotografen, die bereits eine grosse Anzahl normalgrosser Karten haben ! Zudem ist es mir leider unterwegs häufiger passiert, dass im Eifer des Gefechts die kleinen Karten schon mal auf die Wiese oder sonst wohin geplatscht sind. Etwas nervig. Am Besten gleich 64 GB Extreme Plus oder 633x Highspeed nehmen, dann erspart man sich das häufige Wechseln. Allerdings ist die Klappe rechts bei Stativgebrauch ein Segen. Hier befinden sich auch der HDMI (Kabel liegt nicht bei !) bzw. der Micro-USB Anschluss. Es gibt die Möglichkeit, die Kamera sowohl über W-Lan als auch mit Fernbedienung (ebenfalls separat zu erwerben) zu steuern. Leider verfügt das Gehäuse der Nikon 1 über keinen Spritzwasserschutz.

(b) Steuerung und Funktionen (Bild und Video) (4 Sterne)
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Die Nikon 1 wird mit der üblichen Kombination von Rädern, Fadenkreuz, Touchscreen und 4 Knöpfen am Klappdisplay gesteuert. Hierbei sind die Funktionstasten Fn1 und Fn2 frei zu belegen. Die Standardbelegung von Fn2 (Rad hinten rechts) ist die ISO-Einstellung. Ich habe es dabei belassen, weil es praktisch ist, diese Funktion gleich unterhalb des Auslösers zu haben. Allerdings erschliesst sich der Sinn dieser Möglichkeit nicht, da die Tasten Fn1 und Fn2 nur mit Funktionen belegbar sind, die bereits sehr gut und mehrfach (!) über andere Tasten und sowieso recht einfach über das Display erreichbar sind. Ausserdem stehen im Menü nur sieben Möglichkeiten zur Auswahl.

Ein wenig verwirrend ist zu Beginn, dass man viele Funktionen auf unterschiedlichen Wegen erreichen und abrufen kann und dass ausserdem noch die Verfügbarkeit diverser Funktionen von der Einstellung des Hauptrades links neben dem Auslöser abhängt. Hier dauert es ein wenig, bis man den passenden Weg zu den gewünschten Funktionen für sich gefunden hat. Oft ist es besser gleich über den Touchscreen und die Menütasten zu gehen. Es lohnt sich also auf jeden Fall einen Nachmittag mit diesem Gerät zu verbringen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Sonst kann man sich schnell in den (Un)tiefen der Menüs verlieren. Für’s erste befinden sich auf dem Hauptrad die wichtigsten Programme. Grob gesagt wird man wohl, wenn es mal schnell gehen soll und man nicht die Tiefe gehen will, mit der Fotoautomatik (grünes Kamerasymbol) fotografieren, die hervorragende Ergebnisse hervorbringt. Die Fotoautomatik erkennt automatisch Motive (z.B. Makro, Porträt etc.) und sucht die optimale Aufnahmekonstellation.

Ambitioniertere Photo-Aufnahmen können mit den Einstellungen P, S, A, M realisiert werden. Besonders gut hat mir gefallen, dass ich mit der Zeitautomatik (A) durch das Drehen des vorderen Rades die Tiefenschärfe verändern kann. Ausserdem wählt die Kamera automatisch die passendste Belichtungszeit. Hier gilt die Faustregel: grosse Blende (= kleine Blendenwerte) vergrössern die Tiefenschärfe - kleine Blende (= grosse Blendenwerte) verringern die Tiefenschärfe. (Die Variation der Tiefenschärfe geht noch einfacher im Livebild-Modus durch das Drehen des Fadenkreuzrings, siehe nächster Absatz). Mit der Einstellung Blendenautomatik (S) kann über das Drehen des vorderen Rades schnell die Belichtungszeit zwischen 1/4000 s (mechanischer Verschluss / elektronisch 1/16000s) herunter und bis hoch zu 30 s und für Bulb-Funktionen eingestellt werden. Ein Manko ist hier allerdings, dass man die stille Auslösung (ab 30 s.) nicht bemerkt, da sie weder auf dem Display angezeigt noch akustisch deutlich wird. Hier wäre es gut, wenn sich wenigstens ein entsprechendes Symbol auf dem Display zeigen würde.

Im Livebild-Modus, der durch das Bestätiges der OK-Taste eingeschaltet wird, können die Grundeinstellungen des Bildes noch einfacher verändert werden (von Hintergrundunschärfe, Helligkeit etc.). Einfach top, wie einfach durch das Wischen über den Touchscreen oder das Betätigen des Fadenkreuzringes Grundeigenschaften des Bildes verändert werden können. In den PSMA-Modi können durch das Betätigen der F-Taste sofort die wichtigsten Parameter (Blende, Belichtungszeit, ISO etc.) abgerufen und teilweise verändert werden. Neben diesen Funktionen stehen noch der Best Capture Modus, der Erweiterte-Video-Modus, der Creativ Modus (hier kann man entweder durch Drehen des Fadenkreuzrades direkt die Veränderungen des Bildes sehen und dann speichern oder durch das zustäzliche Betätigen der F-Taste kommt man in die Effektpalette von Panorama (geht einfach durch Schwenken der Kamera), Weichzeichnung, HDR, Toy-Kamera, Crossentwicklung, selektive Farbe bis Miniatureffekt) und der Bewegte Schnappschuss zur Verfügung.

Schon beim ersten Fotografieren fällt der ungeheuer schnelle Autofokus (171 Messfelder und unterschiedliche AF-Modi) auf und eine kaum bemerkbare Auslöseverzögerung. Sofort überzeugte die Nikon mit hervorragender Farbwiedergabe und die Detailliertheit. Überzeugen konnten auch die rasanten Serienbildaufnahmen mit 60 Bildern/s und die Best Capture Reihe mit frei auswählbaren 40 Bildern/s (jpeg und/oder RAW). Wie gemacht für Tierfotographie und anderes. Allerdings wird der Autofokus immer weniger treffsicher je mehr das Licht schwindet ! Am besten ist er bei vollem Tageslicht. Sehr gut gefallen hat mir auch die Möglichkeit von frei einstellbaren Intervallaufnahmen (Menü P). Bei höheren ISO-Werten (ab ca. ISO 800) macht sich das Bildrauschen dann doch bemerkbar - vieles wird aber durch (nicht immer gewollte) Weichzeichnung und auf Kosten der Detailliertheit abgemildert.

Der Klappblitz ist etwas mager (Leitzahl 5) - aber zum Aufhellen reicht es. Eine Wasserwaage kann über die Display Taste zugeschaltet werden. Positiv ist, dass die Rauschunterdrückung im Bildverarbeitungs-Menü (Paletten-Symbol - Menü-Taste links am Display) an und ausgeschaltet werden kann. Hier befinden sich auch die anderen wichtigen Funktionen wie Weissabgleich etc. Die Kamera verfügt natürlich auch über eine HDR-Funktion. Mit Picture-Control können die Ausgabe-Ergebnisse der Kamera beeinflusst werden (Standard, Neutral, Brilliant, Monochrom, Porträt, Landschaft) auch diese können im Bildverarbeitungsmenü angepassst oder beeinflusst werden. 99 Picture-Control- Profile lassen sich auf die Speicherkarte kopieren.

Das Zoomrad des Standardobjektivs wirkte zunächst schwer beweglich. Legt man den Zoom-Ring jedoch zwischen Daumen (unten) und Zeigefinger (oben), kann ganz weich und präzise gezoomt werden. Beim Zoomen in Videos benötigt man schon den Zeigefinger in voller Länge um bei Standard-Objektiv das volle Zoomspektrum auszuschöpfen. Bei grösseren Objektiven dürfte man vermutlich umgreifen müssen. Das Zoomen hört man bei Videos als leichtes Hintergrundsirren.

Das Aufnehmen der Videos erfolgt in Full-HD - ist allerdings auf 10 min am Stück begrenzt. Die Aufzeichnung erfolgt in mindestens 24f/s - gewählt werden kann zwischen 30f und 60 f / Auflösung 1080 oder 720. Ein Pal-Format wird so weit ich sehe nicht angeboten. Die Bildqualität der Videos ist ausgezeichnet. Weitere Einstellungen nimmt man vor, indem man das Videokamera-Symbol auf dem Hauptfunktionsrad einstellt und dann die F-Taste drückt. Hier kann dann über das Drehrad (Fadenkreuz) diverse Einstellungen vorgenommen werden, u.a. stille Zeitlupe, Zeitraffer, Jumpcut, 4 s Film (kann direkt im Gerät im Play-Menü verbunden werden) eingestellt werden. Hier kann auch auf die Blende, Belichtung etc. zugegriffen werden. Allerdings sucht man einen Tonpegel vergeblich. Dennoch kann die Mikrophon-Empfindlichkeit im Video-Menü verstellt zwischen sehr empfindlich bis aus. Es kann auch automatisch beim Filmen fotografiert werden (Funktion Auto-Fotopicker im Menü Erweiterte Filmoptionen - Menü Knopf am Display - Kamera-Symbol, 1 oder 4 Bilder/Minute.)

Die Kamera ist WIFI tauglich und lässt sich sowohl über eine App (gestetet habe ich die App mit dem Android Acer Iconia Tablet) als auch über eine (separat erhältliche) Fernbedienung steuern. So lassen sich Bilder am Tablet oder Smartphone ansehen. Die Fernauslösungverzögerung lässt sich auch einstellen (1 oder 10 Min.). Die Kamera hält die Verbindung bis zu 10 m von der Quelle entfernt.

Übrigens, der Akku ist bei einem angezeigten Restsegment recht nah an fast leer. Überraschend kommt dann das Dialogfeld - Fotografieren nicht mehr möglich - plötzlich auf den Screen. Auch ist es wichtig zu wissen, dass andere Funktionen bereits kurz vor „leer“ nicht mehr funktionieren. So ist z.B. das Fotografieren durchaus noch möglich, während bei Videos bereits eine Warnung erscheint, das Akku zu laden. Ladezeit übrigens 3 Stunden !

(c) Fazit (4 Sterne):
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Mit der Nikon 1 V3 erhält man eine flinke, kompakte, leichte, hervorragend verarbeitete und vielseitige Kamera. Ihre Stärken liegen vor allem bei der Auflösung und der hervorragenden Bildqualität (Video und Photo), einem rasantem Autofokus (171 Messfelder) vor allem bei sehr gutem Licht, flinken Serienaufnahmen (60p/s) und Best Capture Reihen (40p/s), sehr guten Videoaufnahmen in Full HD und der Möglichkeit die Kamera mit WIFI oder Fernbedienung zu steuern. Ihre Belichtungszeit liegen zwischen 1/16000 s (elektronisch) + 1/4000 s (mechanisch) bis 0,30 s und Bulb. Zudem ist die Kamera bereits nach kurzer Eingewöhnungszeit einfach zu bedienen. Weiterhin überzeugt sie durch einen ausgezeichneten 3 Zoll Touchscreen mit hoher Auflösung. Das Display und der Touchscreen sind hervorragend - leider ist es aber nur klapp- und nicht schwenkbar - auch werden leider die vier Hauptschalter mit nach vorne geklappt. Das war in ein paar Situationen ungünstig. Die Menüführung überzeugt mit Klarheit und vielen Manipulationsmöglichkeiten. Durch das Hauptfunktionsrad ist die Bedienung gut zu beherrschen. Besonders hervozuheben ist, die Möglichkeit die Tiefenschärfe und die Belichtungszeit einfach über ein Rad oder über den Touchscreen zu steuern. Auch steht eine Vielzahl nützlicher Effekte zur Verfügung. Leider stehen dem insgesamt sehr positiven Eindruck einige konzeptionelle Unstimmigkeiten und Zubehörschwächen gegenüber: so gibt es etwa keinen Standardblitzschuh, Griff und Sucher müssen extra angeschafft werden, es können ohne Adapter nur Nikon 1 kompatible Objektive benutzt werden, durch den einen Steckplatz entstehen Konflikte zwischen dem separat zu erwerbenden Sucher, GPS oder Mikrophon, das Ladegerät ist etwas klobig geraten und die Akkus des Vorgängermodells sind nicht kompatibel. Nimmt man all dies zusammen, fällt es schwer der Kamera die vollen 5 Sterne zu geben. Da mich die Kamera aber in ihren Kernkompetenzen vollständig überzeugt hat, vergebe ich: 4 Sterne für eine tolle Kamera, die Spass macht ! Wer eine kompakte, leichte, schnelle und funktionsstarke Kamera sucht, dürfte hier also richtig liegen !

(4 Sterne)
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1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spitzen-DSLM im Systemformat, 4. Juni 2014
Von 
Karsten Kisser (Hannover, Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Eine wirklich klasse Kamera von Nikon. Alleine schon die Verarbeitung und die Wertigkeit, die sie in der Hand (sie liegt sehr gut in der Hand und der griffige Gummihalterand rechts (von hinten gesehen) machen einen Haltegriff so gut wie unnötig) zur Schau stellt, lassen klar erkennen, dass es sich hier offenkundig um ein Oberklassengerät handelt.

Um die Kritikpunkte gleich vorab zu bringen:
- Auch wenn der Karton sehr kompakt ist, ist leider das Ladegerät für den Akku in Canon-Consumer-Manier. Das geht auch deutlich kleiner.
- Eine Systemkamera ohne Sucher ist für mich eher eine Digi-Knipse. Klar, man kann für schlappe 350 EUR den Sucher "nachrüsten", doch das ist angesichts des Preises für diese Kamera eine Zumutung.
- Der proprietäre Anschluss etwa für Sucher, Blitz oder Mikro. Somit ist evtl. vorhandenes Zubehör klar im Abseits, da es nicht passt.

Doch nun zu der durchaus tollen Kamera: Mit einer SDXC-Karte versorgt (64 GB für 40 EUR beim netten Metro-Laden um die Ecke) ist sie extrem schnell, wirklich extrem schnell. Für meine Belange sind es tolle Bilder und der Wunsch, ein Weitwinkel anzuschrauben, was ja mit einer Systemkamera geht, kommt quasi zwangsläufig. Eine echte Spiegelreflex war und ist nie eine Alternative für mich gewesen, da ich nur knipse, nicht fotografiere, denn ich will und kann nur iPhoto.

Einiger Wermutstropfen, Mavericks wie Aperture (und damit natürlich auch iPhoto) kenne das RAW der 1 V3 noch nicht.

Im Prinzip eine erstklassige Systemkamera, die allerdings auch einen ordentlichen Preis hat, zu dem man durchaus auch schon eine EOS (oder andere Spiegelreflex) bekommen kann. Dennoch ist die Verarbeitung, die Auslöseschnelligkeit und die extreme Kompaktheit auf der Habenseite zu verbuchen, so dass man die Für und Widers sorgfältig abwägen sollte.
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