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26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Respekt! Eins der besten "80er Style" Alben die ich je gehört habe. Anders, aber hervorragend.
Meinen Respekt an Mando Diao. Dieses Album, diese Musik, ja selbst dieses Cover ist anders. Anders ist in diesem Fall aber einfach genial. Ein Song wie zB. Rooftop oder If I Don't Have You sind so vielfältig. Auch nach mehrmaligen hören entdeckt man immer wieder neue Klänge. Seit langer Zeit mal wieder Gänsehaut beim anhören von einem Album...
Vor 12 Monaten von Christian veröffentlicht

versus
6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Konzept-Fingerübung
~
Wenn es einen Preis für das hässlichste Plattencover gäbe, er wäre Mando Diao sicher. Man muss schon sehr selbstbewusst sein, die Arme hinter dem Kopf verschränkend, so einen designhandwerklichen Kahlschlag abzuliefern.
Aber das nur am Rande, denn jeder kann das Bild hier sehen und sich selbst eine Meinung bilden und wer kauft schon...
Vor 11 Monaten von Andreas S. veröffentlicht


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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Entwicklung hin zum Synthy Pop, 18. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Aelita (Audio CD)
Mit "Aelita" hat sich Mando Diao deutlich weiterentwickelt und m.M.n. seine musikalische Mitte gefunden. Echter Rock war nie ihr Metier, eher Independent. Und so war eine Entwicklung in diese Richtung nur logisch.
Auf dem Album tummelt sich feinster Synthy-Pop. Je nach Stück erinnern Mando Diao an Depeche Mode,Tangerine Dream und sogar an J-M. Jarre und City's "Am Fenster".
Oppulente Bässe und Drums sind gepaart mit glasklaren Synthysizern, orchestrale Geigen und auch ein sparsam verwendeter Vocoder sind vorzüglich plaziert.
Die wahre Klasse "Aelita's" wurde mir klar, als nach mehrmaligem Hören die sehr gute Single-Auskopplung "Black Saturday" zum schwächsten Stück des Album's deklassiert wurde.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Elektroooooo!!, 2. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Aelita (Audio CD)
Mando Diao fand ich bisher immer "ok". Irgendwie Indie-Rock im 70er-Sound. Das neue Album hat mich schlichtweg umgehauen! Songs, die mich zurück in die die 80er versetzen - mega-geiler Synthie-Sound gepaart mit der tollen Stimme - super! Viele Songs zünden erst bei mehrmaligem Hören, aber solche stellen sich bei mir oft als nachhaltige Klassiker heraus. Die Single BLACK SATURDAY sollte sich jeder Fan von guter 80er-Mucke mal reinziehen. MD-Fans der ersten Stunde werden vllt enttäuscht.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rezension zur Vinyl Version...warum es sich lohnt., 5. Mai 2014
Das erste Album von Mando Diao das ich kenne, daher kann ich es nicht mit den Vorgängern
vergleichen. Habe es mir gekauft, weil mir der Radio-Hit "Black Saturday" gefällt, und im Vorfeld
gelesen habe, das hier ein Synthie-Pop Album produziert wurde, welches sich von den bisherigen
Alben der Band stark unterscheiden sollte.
Da ich vor einigen Monaten eine alte Leidenschaft wiederentdeckt habe - die Schallplatte - ,hatte ich schon seit
einigen Wochen diese Veröffentlichung im Auge.
Dann im Laden endlich in der Hand war ich aber ein wenig verschreckt über die Optik des Covers.
Zwei nackte Männeroberkörper in einem blaubunten Irgendwas. Erinnert irgendwie an die Sci-Fi Serie
"Spacecenter Babylon 5" aus den 90ern und an Musikvideos der Eurodance Zeit.
Dann wurde im Laden über Kopfhörer in die CD reingehört...und mir war klar,..die Platte MUSST du haben.
Zur Auswahl gab es :

Standard CD für 13 €
Deluxe Edition CD im Hardcover Look, inc. einer Bonus CD mit 3 Live Tracks. für 19 €.
Doppel-Vinyl Edition mit Gratis Download 22 €.....und die wurde gekauft.

Zuhause dann die positiven Überraschungen : Die Platten sind im weissen Vinyl.
Passend zu "Black" Saturday gibts weisses Vinyl...sehr schön.
Dazu das 180 Gramm Gewicht der Platten. Echt cool.
Beim Download mit der beiligenden Karte (welche sich wunderbar als CD-Cover Einleger eignet !)
stellte ich fest, das man die Deluxe Edition mit den Live Tracks erhält.
(Die 3 Live (?) Stücke sind übrigens auch alternative Versionen der Songs)
Der Sound des Albums gefällt mir richtig gut. Danke des MP3 Downloads nun überall
zu geniesen. Aber auf Vinyl im Wohnzimmer...unschlagbar.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Den Mutigen gehört die Welt :-), 6. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Aelita (MP3-Download)
Ich mag es wenn Bands/Künstler sich weiterentwickeln anstatt sich immer selbst zu kopieren. Sich so krass zu verändern (oder zumindest mal ein solches Experiment zu wagen) ist natürlich immer ein Risiko, doch hier hat sich der Mut wirklich ausgezahlt. Es ist genau diese Art von Mut die den Unterschied zwischen einer guten zu einer GROSSEN Band ausmacht.

Zu den Songs selbst: Synthie mag zwar in den 80ern groß gewesen sein, doch qualitativ kommt das meiste aus den 80ern da nicht ran. Es ist eben nicht schnöder Plastik Pop, Aelita hört sich häufig so an als seien Gitarrenharmonien im Synthie adaptiertet worden. Da erkennt man sehr wohl die Wurzeln. Hinzu kommen schön raue Stimmen, die im Kontrast zum Elektroklangbild stehen, eine ziemlich geile Mischung wie ich finde.

Aber klar, ist wie immer Geschmacksache;-) Meinen trifft es zumindest und ich bin schon sehr gespannt was als Nächstes von MD kommt :-)
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5.0 von 5 Sternen Mit jedem mal GEILER!, 27. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Aelita (Audio CD)
Eigentlich ist es nicht mehr nötig meinen Senf dazu zu geben, denn es wurde alles nötige gesagt , aber ich höre mir dieses absolut geniale Album gerade gefühlt zum 50. mal durch seit ich es besitze, und musste einfach mal los werden WIE gut es ist. Jedesmal fällt mir etwas neues auf, ständig ändern sich meine Lieblingssongs - es ist so vielfältig, gefühlvoll, düster, groovig, tanzbar und vor allem so 80er und stellenweise ganz schön synthie-lastig - und entweder liebt man das oder nicht - aber mich haben die Jungs damit absolut für sich gewonnen , vorher war Mando Diao nie ein Thema für mich und ich bin einfach nur dankbar für diesen Wandel und dieses Schmuckstück in meiner Sammlung. Ich hatte damals den song "make you mine" in einem Elektronik Fach geschäft gehört und war gleich hin und weg , als ich ein par Textfetzen gegoogelt habe konnte war ich ganz überrascht was bzw wen ich da gehört hatte. Ich habe die CD ganz spontan gekauft, und auch wenn ich "make you mine" immer noch genial finde, muss ich sagen, dass einige der anderen Songs den sogar noch überbieten. "Romeo" "Loney Driver" und "Money doesn't make you a man" sollte man unbedingt mal angespielt haben. Und danach auch gleich alles andere ;) - Ich verlieb mich jedes mal neu.
Eines meiner Lieblingsscheiben !
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantastisch, 13. Mai 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich bekenne ganz ehrlich, dass Mando Diao bis zu dem Augenblick, als ich vor einigen Wochen zum ersten Mal ihre aktuelle Single "Black Saturday" im Radio hörte, meiner Aufmerksamkeit ziemlich entgangen waren. Natürlich kannte ich das ganz nette "Dance With Somebody", das vor einigen Jahren schließlich Nummer 2 in Deutschland war, aber ansonsten (oder deswegen) hakte ich die Jungs ziemlich gleichgültig unter 'Britpop aus Schweden' ab.

Ja, und dann trat wie erwähnt "Black Saturday" mit seinen Reminiszenzen an die Zeit um 1982/1983 in mein Leben, als Ultravox, A Flock of Seagulls, Billy Idol und andere ähnlich geniale Synthiepoprock-Ohrwürmer aus dem Hut zauberten. Ein Song, der sicherlich eine gute Chance hat, in Kürze Platz 1 der deutschen Singlecharts zu belegen.

Wer allerdings glaubte, dass Mando Diao auf ihrem neuen Album AELITA, das laut Aussage der Band nach einem russischen Synthesizer benannt wurde, den sie vor einiger Zeit erworben haben, einen infektiösen Ohrwurm der gleichen Art nach dem anderen präsentieren würden, der täuscht sich sehr. Denn AELITA ist ganz anders und viel mehr als nur "Black Saturday".

Ähnlich wie Daft Punk, die letztes Jahr mit RANDOM ACCESS MEMORIES gleich mehrere Schritte auf einmal in ihrer musikalischen Entwicklung genommen haben, weil sie einfach das Album ihres Lebens machen wollten, haben Mando Diao bewusst fast alle Erwartungen unterlaufen und ein Werk erschaffen, das sich zum einen (wie bei Daft Punk) offenbar auf diverse musikalische Vorbilder der Band beruft und zum anderen (ebenfalls wie bei Daft Punk) der Welt ein ganz eigenes, neues Werk zu Füßen legt.

Da hört man Einflüsse von, ja: Daft Punk bis Jean-Michael Jarre, da erklingen melancholische Violinen, Disco-Streicher, Surf-Gitarren, Synth-Pop, Eurodance bis hin zu leichtem Soul (!). Da gibt es aber vor allem epische Stücke mit wunderbaren Melodien, die von Mal zu Mal immer besser werden ("If I Don't Have You", "Child" und das Ende von "Make You Mine" ab etwa Minute vier sind zu Tränen rührend).

Man spürt, dass hier absolut Musikverrückte am Werk waren, die sich nicht vorschreiben lassen wollen, was sie zu tun und zu lassen haben. Adressaten für diese Scheibe dürften, mit Toleranzen nach hinten und vorne, vor allem Menschen der Jahrgänge 1960 bis 1970 sein, die auf abwechslungsreiche, melodische Klänge stehen und elektronischen Klangerzeugungsgeräten nicht vollkommen feindlich gegenüberstehen.

Highlights of highlights: mit Ausnahme von "Baby" und "Lonely Driver", wo sie ein klein wenig schwächeln, sind es eigentlich alle Stücke. Immer wieder hören und immer besser verstehen! Ein fantastisches Album.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Album ist der Hammer! Perfekt für den kommenden Sommer, 18. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Aelita (Audio CD)
Waren letzten Sommer Capital Cities mit ihrem Album mein Favorit, so sind dieses Jahr Mando Diao bei mir in Dauerrotation und einer der heißesten Anwärter auf das Album des Jahres. Das hätte ich so nicht erwartet von dieser Band, und das ist auch sehr gut so.
Mitt80ies back to the Roots Mucke im modernen Soundgewand mit vielen Überraschungen, Top produziert und mit einer unvergleichlichen Rockattitude und selten lässigem Gesang wie einst Billy Idol in seiner besten Zeit. Hochmelodisch und ideenreich, als hätten Daft Punk den Turbo gezündet.

Dicker Kauftipp!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ich erwarte das was ich kenne..., 8. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Aelita (Audio CD)
....und wenn es anders kommt, bin ich enttäuscht... warum eigentlich?! Im Nachhinein stellt sich raus: ich kann froh sein, dass meine Erwartung nicht erfüllt wird, was hier mal wieder der Fall ist: ich erwarte hurricane bar, bekomme was anderes, bin enttäuscht, dann begeistert und denke im Nachhinein warum ich eigentlich unbedingt was wollte was es schon gibt?! ...ist doch so viel schöner und interessanter: mando diao in 80er.
Von mir, nach ein paar Durchläufen und Verarbeitung der anfänglichen Enttäuschung ;-), 4 von 5, Tendenz nach oben!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Syntesizer sind im Anmarsch...., 14. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Aelita (MP3-Download)
Als grosser Fan mit meiner Frau zusammen , ist diese CD eigentlich wieder ein gelungenes Album der Jungs aus dem
Norden.
Mir persönlich fällt sofort die Übermacht der Syntesizer auf , die im Augenblick die Musikszene bestimmt.Es kommen Erinnerungen aus den 80er Jahren auf , als die Hammond Orgel und Syntesizer ein Muss waren.
Alles in allem aber sehr gut gemacht , für mich persönlich sehr kreative CD , die ev. den Fans der ersten Stunde nicht gefallen könnte.Da etwas zuviel Mainstream durchklingt.
Das Lied " Baby" könnte dem Soundtrack aus den 80ern von dem Film: "Mitternachtsexpress" entspringen,
dies war mein erster Gedanke bei dem Syntesizer Intro,,,,,,...super!
"Make you mine" kommt mit Erinnerungen von " Tubular Bells" Mike Oldfield daher , eine Zeitreise....

Die obligatorische Gànsehaut entsteht , bei meinem Lieblingslied "Sweet Wet Dreams",
unglaubliche Akustik dieser Stimme , muss laut gehört werden.!!
Der Synthesizer grosse Klasse!!

Eine unglaublich gute Zusammenstellung , die überall beim hören in gute Laune umschlägt , Frauenherzen
erweicht.Schnippende Finger erzeugt, taktende Kniee und Körper zum Vorschein bringt.

Das muss ich " Live" sehen , dieses Jahr im Zenit in München - mit meiner geliebten Frau - Überraschung !!!!!
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Konzept-Fingerübung, 20. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Aelita (Audio CD)
~
Wenn es einen Preis für das hässlichste Plattencover gäbe, er wäre Mando Diao sicher. Man muss schon sehr selbstbewusst sein, die Arme hinter dem Kopf verschränkend, so einen designhandwerklichen Kahlschlag abzuliefern.
Aber das nur am Rande, denn jeder kann das Bild hier sehen und sich selbst eine Meinung bilden und wer kauft schon Platten nach dem Cover oder besser gesagt, wer kauft schon Platten nach dem Cover nicht, wenn die Musik gut ist.

Also zur Musik. Mando Diao haben sich stetig verbessert und mit "Give Me Fire" zuletzt ein Jahrzentalbum herausgebracht. Fast jedes Stück war eine Singleauskopplung wert und da waren wirklich Songs, mit einem Wahnsinnsdrive, Mördermelodien, Hooklines die nie mehr aus dem Kopf gehen und Wiedererkennungswerte, die schon beim ersten Hören das Gefühl erzeugten, sie schon ewig zu kennen. Kannte man aber nicht, sondern war einfach so gut und so zeitlos, dass es kaum zu glauben war.
Dann MTV unplugged. Der Aufstieg in die erste Liga der zeitgenössischen Populärmusik und als Ergebnis ein großartiges Konzertvideo.
Anschließend muss man sich als Musiker nach so einer Phase doch erst mal schütteln, sich entspannen und was anderes machen, das ist klar. Bei Björn Dixgård und Gustaf Norén bedeutet das ein neues musikalisches Projekt zu gründen, bzw. nebenbei ein bestehendes stockholmer Musikkollektiv zu vereinnahmen. Auch Caligola mit zwei Alben im Halbjahresabstand trug eindeutig die Handschrift von Mando Diao, wenngleich der musikalische, klangliche Begleitrahmen moderner und popiger daherkam.
Dann ein eher poetisches ruhiges Album. Die Vertonung von 10 Gedichten eines schwedischen Dichters in Landessprache wurde hierzulande erwartungsgemäß nicht so wahrgenommen.

Und jetzt also ein Konzeptalbum rund um einen alten analogen sowjetischen Synthesizer oder ein Synthesizeralbum rund um das Konzept alter analoger sowjetischer Synthesizer. Nur welches Konzept? Das Konzept, das entsteht, wenn zwei Musikverliebte ein neues Klangspielzeug bekommen? Das ist kein Konzept. Das ergibt vielleicht eine inspirierende Jamsession. Aber nicht zwingend ein aufnahmereifes Album. Und genau so klingt das Album eben auch.

Perfekt produziert. Das haben die Jungs inzwischen drauf. Aber uninspiriert. Da haben sich zwei in ihrer eigenen Begeisterung verloren, sei es im Spielen mit dem neuen Gerät oder in der fixen Idee unbedingt mal etwas ganz anderes zu machen.
Nun, ganz anders ist das Album ja keineswegs. Die altbekannten Harmonien sind noch da. Wieder unverkennbar Mando Diao. Was fehlt sind indes echte Ideen und eben der Wahnsinnsdrive, die Mördermelodien, Hooklines und Wiedererkennungswerte. Das was hier geboten ist war alles schon mal da und zwar besser. Synthiemusik gab es in den 80ern zu genüge. Die Songs von damals sind Unikate, sind unvergesslich und bestenfalls in Sounddynamik heutiger Technik unterlegen. Und die Songs hinter dem neuen (alten) Synthiekleid waren auch schon einmal da, nämlich von Mando Diao. Allerdings besser. Eben mit mehr Drive, besseren Melodien und musikalisch passender umgesetzt, denn hier fehlen irgendwie die Gitarren und ein treibendes Schlagzeug. Das war bei Caligola schon so, das ist jetzt, da die auch noch die abwechslungsreicheren Stile des Kollektivs fehlen, umso schmerzlicher.

Um es noch einmal deutlich zu machen. Das ist keine schlechte Musik. Im Gegenteil. Das ist eine ziemlich gut gemachte Synthieplatte. Aber eben nicht mehr.
Selbstverliebt waren Mando Diao schon immer. Dafür sind sie sogar bekannt. Solange die Selbstverliebtheit nicht aus der Musik direkt zum Hörer spricht sondern nur die Band selbstverliebt ist, weil ihr musikalisch Dinge gelingen, die nur wenigen gelingen, dann ist das schon in Ordnung oder sogar eine Notwendigkeit. Aber dieses Album klingt mit jedem Takt verdammt selbstverlieb, durch und durch. Endlose (wenn auch an sich schöne) Synthieharmonien auf epische Maße ausgedehnt. 6 Songs dauern über 5 Minuten, 4 davon über 6 Minuten und "If I Don't Have You" bringt es gar auf 7:45 langatmige Minuten, die den Spaß an den davor gehörten ganz netten Songs einschließlich der flotten Single endgültig madig machen. In über 7 Minuten haben die richtig guten ganze Rockopern erzählt. Queen, Bowie, Led Zeppelin, Genesis, Pink Floyd. Die Reihe ließe sich lange fortsetzen. Aber die hatten eben was zu erzählen. Inhaltlich wie musikalisch. Mando Diao lassen die Gitarren weg und stattdessen nur den Aelita erzählen. Etwas Keyboards mit Rhythmus, dazu ein bisschen Gesang, sie modelieren die Klänge etwas hoch und runter und klatschen sich während der Synthie läuft und läuft ein high five nach dem anderen.
Das anschließend auf Platte zu pressen und so zu tun als hätte man das Rad ... pardon, den Synthesizer neu er-/gefunden, das ist nicht nur arrogant, das ist selbstherrlich. Aber dazu passt wiederum das Cover. Dieses Cover lustig zu finden ist so selbstverliebt wie die Musik innendrin.

Jungs bleibt bei Euren Leisten und das ist knackige mitreißende oder auch schmachtvolle Rockmusik. Und vergesst auch nicht Euch um die Songs und Melodien zu kümmern. Nehmt Euch Zeit, wenn es sein muss, ein guter Song darf ruhig etwas abgehangen sein. Überlasst es den verträumten Nerds, mit den dünnen Stimmen und schrägen Ideen die Syntiesounds der 80er zu zitieren und zu variieren. Das habt Ihr nicht nötig. Eure kräftigen, rauhen und schmissigen Stimmen verlangen nach entsprechenden Geräten. Es gibt notfalls Synthies die können auch anders, aber offenbar nicht der Aelita.
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Aelita
Aelita von Mando Diao (Audio CD - 2014)
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