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36 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Zeppelin hebt ab!
Eines der wichtigsten und routiniertesten Debütalben aller Zeit, von einer der herausragendsten Bands der Musikgeschichte.
Obwohl hier die Blueseinflüsse der Zeps noch deutlich herauszuhören sind, weist diese Platte schon auf den unvergleichlichen Stil der späteren Alben hin.
Der brettharte Opener „Good Times Bad Times" besitzt einen...
Veröffentlicht am 15. August 2005 von Patrick Jamrozinski

versus
28 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Beim Remastering geschlampt?
Dass dieses Werk ein Meilenstein mit 5 von möglichen 5 Punkten ist, das wissen wir, so glaube ich, alle. Aber ich bleibe doch lieber bei meiner CD-Erstversion mit der Bestellnummer 240 031. Warum? Ganz einfach - die remasterte Neuauflage wurde komplett stereo-seitenverkehrt überspielt. Da kann mir doch keiner sagen, das war Absicht. Ich möchte die...
Veröffentlicht am 2. April 2009 von Eckhard Völker


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36 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Zeppelin hebt ab!, 15. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Led Zeppelin (Audio CD)
Eines der wichtigsten und routiniertesten Debütalben aller Zeit, von einer der herausragendsten Bands der Musikgeschichte.
Obwohl hier die Blueseinflüsse der Zeps noch deutlich herauszuhören sind, weist diese Platte schon auf den unvergleichlichen Stil der späteren Alben hin.
Der brettharte Opener „Good Times Bad Times" besitzt einen unwiderstehlichen Drive, ein hervorragendes Gitarrensolo von Saitenkünstler und Zeppelin-Chef Jimmy Page (für mich der beste Gitarrist aller Zeiten) und ist mit seinen knappen 2:50 min genau richtig, um den Zuhörer auf dieses Album einzustimmen. Schon das nächste Lied zeigt, warum die Zeppelin-Musik einfach zeitlos ist. Die Einflüsse aus verschiedenen Musikrichtungen ist einfach grandios, denn während der Opener purer Rock war, ist „Babe I'm Gonna Leave You" eine melancholische Liebesballade, welche von der ersten bis zur letzten Sekunde fesselt. „You Shook Me" ist typischer Blues mit langen Improvisationen und einem Wahnsinns-Schrei von Sänger Robert Plant. Der nächste Song war lange Zeit Höhepunkt jedes Zeppelin-Konzerts und stellt auch die Krönung dieses Albums dar. Die schweren und düsteren Bassläufe von John Paul Jones jagen mir immer wieder aufs neue einen Schauer über den Rücken und als Plant beginnt zu singen: „Been dazed and confused for so long it's not true...", einfach göttlich!!! Lange Gitarrenpassagen und stets perfekte Drums vom leider verstorbenen Schlagzeuger John Bonham machen diesen Song zu etwas ganz Besonderem. Getoppt wird das Ganze nur noch von der Live-Version, die schon mal bis zu 25 min Dauern konnte.
„Your Time Is Gonna Come" beginnt mit schönen Orgelklängen und geht nahtlos in das Akustikstück „Black Mountain Side" über, in dem Tabla Drums zum Einsatz kommen. „Communication Breakdown" wird ohne Rücksicht auf Verluste „rausgerotzt" und darf ohne Übertreibung als ein Vorreiter des „Punk-Rocks" angesehen werden. Abgeschlossen wird diese Sahne-Scheibe durch den bluesigen Titel „I Can't Quit You Baby" und dem „psychadelic" anmutendem Stück „How Many More Times", die den durchweg fantastischen Charakter des Albums unterstreichen.
Angeblich haben die vier Musiker dieses Album in gerade mal 15 Stunden aufgenommen. Wenn man sich jedoch diese ungemein artenreiche Klangsammlung anhört, ist das kaum zu glauben.
Led Zeppelin haben sich nicht auf dem Erfolg des ersten Albums ausgeruht, denn die nachfolgenden Scheiben besitzen das gleiche qualitative Niveau oder sind noch besser.
Was kann man hier anderes vergeben als 5 PUNKTE ?
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33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Debüt einer Legende, 22. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Led Zeppelin (Audio CD)
Man nehme einen charismatischen, jungen Sänger mit einzigartiger Stimme, einen Gitarristen, der schon durch sein Mitwirken bei den Yardbirds und seine Tätigkeit als Sessionmusiker sehr erfahren war, dann einen souveränen Bassisten, der zudem ebenfalls die Tasteninstrumente beherrscht und einen Schlagzeuger, der technisch zwar von anderen übertroffen wurde bzw. heutzutage wird, aber mit einer Energie auf sein Kit einprügelte, die man wohl bei kaum einem anderen Drummer findet - und heraus kommt DIE Rockband schlechthin, die noch heute fasziniert und Maßstäbe setzt.
Die Band hatte vom Stand weg einen Riesenerfolg und warum, zeigt bereits das erste Album: die Art, wie Blues und Hard Rock vermischt wurden, war etwas ganz Neues.
Die Dynamik bei einem solch genialen Arrangement wie "Babe I'm Gonna Leave You" fasziniert mich auch nach dem hundertsten Hören noch; die sich abwechselnden Passagen mit aggressiver Härte mit Geprügel aufs Becken, mächtigen Gitarrenriffs und Robert Plants Schreien auf der einen Seite, während auf der anderen Seite ruhige Akustikgitarren und ein sanft singender Robert Plant zu hören sind.
Dann sind da natürlich auch unvergessliche Songs wie "Dazed And Confused" und "How Many More Times", die zu Live-Standards der Zeps avancierten und die jeder kennen sollte; außerdem die Cover-Versionen von "You Shook Me" und "I Can't Quit You Baby", die zwar immer noch als Blues-Songs erkennbar sind, aber vom Sound her viel aggressiver und rockiger - so was war in dieser Form bisher nicht dagewesen.
Unbedingt erwähnen muss man natürlich noch den 2 1/2-Minuten-Song "Communication Breakdown", der einfach nur zum Headbangen auffordert, den gleich gut reinbratenden Opener "Good Times, Bad Times", bei dem man als Rock-Fan eigentlich schon gleich wissen sollte, dass man hier richtig ist oder das nette "Your Time Is Gonna Come" mit dem pompösen Orgelintro von John Paul Jones.
Es mag sein, dass Led Zeppelin auf ihren nachfolgenden Alben sich viel weiter entwickelten, neue Stilrichtungen ausprobierten (und gerade ihre Vielseitigkeit zeichnete sie ja auch aus) und es mag sein, dass sie bei den ein oder anderen Songs mehr oder weniger von alten Blueslegenden abkupferten - nichtsdestotrotz kann keiner leugnen, dass Led Zep bereits einen sehr eigenen, harten Sound kreiert hatten und die Roh- und Unbekümmertheit ihres Debüts ist einfach immer wieder eine Freude. Vier junge Musiker, die am Beginn einer unvergleichlichen Karriere standen und ein Album voller Energie einspielten!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Led Zeppelin 1 - LP/CD - alt/neu - im Vergleich, 7. Oktober 2014
Von 
JohnSpartan (Scottsdale, AZ) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Zuerst zum Vergleichsaufbau : LP US-Originalpressung 1969 (mint), 3 x LP 180g und 2 x CD Remastered Deluxe Edition 2014, CD 1994, 2 x LP und CD "Remasters" 1990. Altes Equipment (DUAL 1219, REVOX B 795, McIntosh C 8 / MC 30 sowie SONY TA-1130 an BOSE 901-1, BRAUN L 710 und 72er Klipschorn) als auch aktuelles (T+A Vor- und Endstufen, LP & CD player an T+A Solitaire, B&M Line 30 sowie Klipschorn AK 5).

Das in nur 30 Stunden während drei Wochen eingespielte Erstlingswerk dieser inzwischen legendären Gruppe wurde von Page persönlich remastert; also nicht nur gute Techniker/Produzent, sondern die Person, welche das Werk weit besser kennt als andere. Die LP gehörte zu den ersten, die ausschließlich in stereo veröffentlicht wurden. Zusätzlich griff Page zu weiteren Mikrofonen in einigen Metern Abstand von den üblichen und erzielte so einen deutlich räumlicheren Klang als damals üblich, wozu auch beitrug, dass Bonham mit seinem Schlagzeug erhöht saß.

Im Gegensatz zum kommerziellen Erfolg waren anfangs die Kritiken zu dieser Blues-Rock-Mischung mit Anleihen beim damals neuen heavy-metal eher negativ. Der "Rolling Stone" schrieb beispielsweise, Led Zeppelin biete nichts Neues und Rod Stewart sei weit mehr "exciting" als Robert Plant. Die FAZ konstatierte, dass Page kein überragender Gitarrist sei und Plant sei ein Schreihals, der sein Gebrüll nicht mit Seele füllen könne. Nicht nur diese Publikationen änderten später ihre Ansichten.

Um es beim Vergleich vorwegzunehmen : Den besten Eindruck hinterließ die neue LP auf aktuellem Equipment; zwar leicht different je nach angeschlossenen Lautsprechern, jedoch immer deutlich wärmer, wohliger und luftiger als die neue CD, wobei diese Welten besser ist als die 1994er und auch als die "Remasters"-CD (soweit songs darauf vorhanden). Jedoch hinterlässt die CD bei aller Präzision und Räumlichkeit etwas mechanische Kälte.

Bei der LP sitzt man mit der Band in kuscheligen Sesseln bei angenehmer Temperatur, trinkt handwarmen Rotwein und duzt sich. Bei der CD ist es ein Ledersofa bei Herbstanfang, ein kühles Bier und "Sie". Mir ist der Sessel lieber.

Die Original-LP auf alter Anlage bringt zwar bei der 55+ Fraktion Erinnerungen zurück, ist aber objektiv auf aktuellem Equipment genauso (leicht) überfordert wie die 2014er LP unterfordert in der Oldie-Anlage ist.

Zu den einzelnen Songs muss man nicht viel sagen; sie sind alle seit Jahrzehnten bekannt, das Urteil variiert persönlich - und das ist gut so. Nach dem fetzigen Einstieg mit "Good times bad times" kommt die sehr starke Folk-Adaption "Babe I'm gonna leave you", das bei mir erst nach "Stairway to heaven" etwas zurücktreten musste. Es folgen stilistisch sehr unterschiedliche, teils "schwere" songs, sodass man nicht von einem Konzeptalbum sprechen könnte. Insgesamt erreicht die Kombination von Instrumenten und Gesang in 2014 eine neue Ebene von gefühlter Klarheit, Präsenz und Präzision.

Zur zweiten CD/LP : Natürlich ist das klanglich unter heutigen Bedingungen keine Offenbarung - aber darauf kommt es meines Erachtens auch gar nicht an. Aus 45 Jahre alten analogen LIVE-Aufnahmen kann man nicht mehr machen als hier - so wie auch ein 45 Jahre altes Pferd mit bestem Doping kein Derbysieger mehr werden wird.

Hier kommt es auf die Performance an, auf die kraftvolle Stimme des jungen Plant, Page's kreatives Gitarrenspiel und die tollen Leistungen von Bonham und Jones. Nicht ohne Grund haben Led Zeppelin insbesondere durch ihre LIVE-Auftritte die Fans vom Gegenteil der zumeist negativen Kritiken überzeugen können und ihren Kultstatus mitbegründet. Und ich bezweifle sehr stark, dass es mehr als vielleicht 10% der Konzertbesucher "besser" vor Ort gehört haben werden.

Fazit : In besserer Qualität gab es Led Zeppelin 1 bisher nicht; deshalb eine Kaufempfehlung für hardcore Fans - preislich halte ich es für angemessen.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Geburt eines neuen Zeitalters, 8. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Led Zeppelin (Audio CD)
1969: Flower-Power, The Mamas and Papas, Beach Boys...

Ein Zeitalter im Zeichen der Liebe.

Und dann: dieses Album. Diese Band. England, du wirst es gebären:
Optisch zweifellos Kinder der Zeit; Musikalisch ebenso. In der Sechzigern musikalisch sozialisiert und dennoch weit darüber hinaus: Sämtliche Bandmitglieder hatten sich bereits im Verfeld einen Namen gemacht. Jimmy Page etwa war als ehemaliger Gitarrist der Yardbirds (jener legendären Gruppe, die auch als "Ausbildungsstätte" der Ausnahme-Gitarreros Eric Clapton und Jeff Beck dienen würde) hervor getreten, Robert Plant hatte als größtes Gesangstalent ("beste Bluesstimme") der Insel gegolten.

Es nimmt einen heute noch ungemein gefangen, sich bei Anhören dieses Meisterwerks in die Stimmung der späten Sechziger zu versetzen und sich vorzustellen, welche Revolution sich nach Veröffentlichung angebahnt haben musste:
War die Rockmusik (seinerzeit waren die Grenzen zwischen Rock und Blues fließend) zuvor noch eher "hausbacken" daher gekommen und Jimi Hendrix mit seiner Experience noch - völlig berechtigt - der Gipfel härterer Gangart gewesen, sah es nun im Handumdrehen anders aus. Ein Sänger, der sich die Seele aus dem Leib brüllt. Unglaubliches Stimmvolumen, phänomenale Modulationsfähigkeit, starker Ausdruck; gepaart mit einem Gitarristen, der das Riffing (Schlagen von Akkorden) eben erst erfinden durfte, sein Spiel gekennzeichnet von lautem Picking, sensiblen Soli und jeder Menge Innovationen (etwa die Verwendung eines Geigenbogens). Gebacked von einer Rhytmusgruppe, deren Qualität unumstritten ist: Vor allem der Drummer John Bonham gilt nach wie vor gemeinhin als der Beste seiner Zunft ever. Völlig berechtigt. Jahrhunderttalente!

Spielfreude pur.

Kompositionen, entkleidet von jeglicher Fettschicht. Netter funkiger Opener ("Good Times Bad Times"); Heulende Verzweiflung ("Babe I'm Gonna Leave You", Plant mit schier unglaublichem Gesangspart!, "Dazed And Confused", das Stück mit der "Geigenfiddel", "Communication Breakdown"); Bluesige Geisterbeschwörung ("I Can't Quit You Baby", "How Many More Times", "You Shook Me"); Herz, was willst du mehr?

Gerade "Communication Breakdown" und "Dazed And Confused", Klassiker schlechthin, leuchten hervor:
In diesem Stil sollte es weitergehen!

Ein Meilenstein!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ganz wichtiges Album..., 30. Dezember 2006
Von 
Child in time - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Led Zeppelin (Audio CD)
...weil ohne Led Zeppelin "1" viele anderen Gruppen und Alben nicht oder nur sehr schwer möglich gewesen wären. Ich denke jetzt an Deep Purple, Black Sabbath und Uriah Heep. Zwar ist "1" noch hauptsächlich im harten Blues verwurzelt, aber es sind auch schon erste Hard Rock-Nummern vertreten. Somit gehört der Zeppelin zu d e n Wegbereitern harter Musik.

Anfang 1969 erschienen, konnte die Gruppe um Jimmy Page sofort große Erfolge mit ihrem Debutalbum feiern. In vielen Ländern war das Album direkt hoch in den Charts. Es sind kurze, rockige Songs wie `Good times bad times` und `Communication breakdown` genauso vertreten wie lange, ausgewälzte Songs wie `Dazed and confused` und `How many more times`. Die meisten Songs sind jedoch harte Blues Nummern wie `Babe I`m gonna leave you` und `I can`t quit you baby`.

Robert Plant singt super, John Paul Jones und John Bonham sorgen für den richtigen Rythmus und Jimmy Page ist ein Meister der Gitarre. Viele andere Gruppen brauchten erst mehrere Jahre und Alben, um ihre jeweilige Klasse richtig zu entfalten. Led Zep waren sofort voll da. Zudem ist ihr Debut für mich eines ihrer besten Alben geblieben.

"1" ist einer d e r Klassiker und Vorreiter des harten Rock. Ausserdem wurde schon hier eine Supergruppe geboren. Da gibt es (natürlich) 5 verdiente Sterne.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für mich das perfekteste..., 3. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Led Zeppelin (Audio CD)
...Debütalbum der gesamten Rockgeschichte (ich weiß, jeder hat ein anderes...). Es stimmt einfach alles: Genialer Bandname (der manchem - auch mir - noch heute wie der EINZIG MÖGLICHE zu dieser Musik passende erscheint), ein perfekt den Bandnamen illustrierendes Cover in kongenialer grafischer Umsetzung, kein den Inhalt vor-interpretierender (störender) Albumtitel, eine für die analogen Studiomöglichkeiten anno '69 und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass hier (noch) keine etablierte Band mit großem Budget und dementsprechend viel Zeit am Start war - grandiose Produktion: ausgewogen, transparent, klar, laut, super Sound. Die Krönung: No Filler, just Killer. Klar liegt das auch daran, dass man sich hier noch größtenteils auf Coverversionen beschränkte. ABER: Die Qualität einer Band zeigt sich dabei auch immer daran, WELCHE Stücke gecovert werden, und vor allem: WIE!

Das hier war und ist einzigartig. Die Art ihrer Interpretationen machte die Fremdkompositionen auf dieser Scheibe bereits zu völlig eigenen Stücken, die im Komplex des Zeppelin'schen Gesamtschaffens betrachtet eben auf keiner einzigen Note wie Fremdkompositionen wirken.
Dazu die einzigartige Dynamik und Dramaturgie des Albums - Zuckerbrot und Peitsche, laszive Laid-Back-Attitüde meets Aggression, Herzschmerz gepaart mit Wut und einem morbiden, unterschwelligen Humor, ein paar letzte Songbruchstücke, Melodien und Refrains aus der typischen Klangwelt der sterbenden 60er als Startblock für den Aufbruch in den bluesgetränkten, schweren, progressiven Hardrock der 70er. Respektloses Neu- und Umgestalten der Fremdkompositionen in einem schon hier schier grenzenlosen Vertrauen in die eigene (vorhandene) musikalische Potenz. Das hier sind keine "Tribute"-Verbeugungen, sondern Statements. Das Leichte und Spielerische des typischen 60er Pop-Rock verschmilzt hier mit der schwarzen Melancholie des Blues und einer authentischen Heavy-Rock-Schwere, die zwar "bleiern" ist, aber noch nicht "metallisch" im Sinne des demonstrativ verhärteten Eskapismus des späteren Heavy Metal mit all seiner drögen Humorlosigkeit und dem oft unsäglich kitschigen (falschen) Pathos.
Das Ganze umgesetzt in musikalischen Ideen und Arrangements, für die noch heute manche Band töten würde.

Als würde das alles noch nicht genügen, deutet sich spätestens mit der Atmosphäre und der Gitarrenarbeit in "Dazed..." die vollkommen unikate Mystik der späteren, ausladenden Kompositionen an, die die Musik des Zeppelins bis heute so völlig einzigartig macht (Jimmy Page's spätere Faszination für die satanische Loge und Lehre eines Aleister Crowley wird bereits hier fassbar).

Meine Erfahrung mit der Musik Led Zeppelins ist allerdings, dass sich die ganze grandiose Genialität dieser Band und ihres Schaffens erst mit zunehmendem Alter und Lebenserfahrung des Konsumenten (in diesem Falle: ich) entfaltet.
Mit 14 bis 17 passte LedZep höchstens mit hardrockenden Brechern wie "Communication Breakdown" oder "Whole Lotta Love" in meinen musikalischen Jung-Rebellen-Kosmos. Die tonnenschwere, völlig zugedröhnte Macht eines "Dazed And Confused" (in der Live-Interpretation vom "The Song Remaines The Same"-Soundtrack") erschloß sich mir mit Mitte 20, und heute - mit Mitte 40 - bin ich vom Gesamtwerk dieser einmaligen Band noch immer, immer mehr und immer wieder völlig fasziniert, wobei für mich persönlich jedoch das "Physical Graffiti"-Doppelabum inzwischen uneinnehmbar und einsam an der Spitze aller Lieblingsalben steht.

Neben der Kenntnis der musikalischen Oeuvre der Beatles, Stones, eines Hendrix, Deep Puples, Black Sabbath's und Yes' absolut essentiell, wenn man (harte) Rockmusik liebt und sich für deren Urspünge und frühen Sternstunden interessiert.

Kaufempfehlung? - Klar: ALLES!
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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich, 3. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Led Zeppelin [Vinyl LP] (Vinyl)
Nie habe ich diese LP so richtig beachtet, zu abgenudelt klang diese Scheibe bei den Freaks auf ihren alten Quelle Plattenspielern oder billigen Mono Cassetten Rekordern von Phillips, totgenudelt auf 2 mal 3 Watt etc. Im Nachhinein kann ich das totnudeln gut verstehen. Nur fehlte mir als HiFi Freak damals einfach der Nerv für diese wilde sexuell höchst anregende Musik. Denn was die Jungs hier abliefern ist allererste Sahne. Vom Opener schon angefixt, kommt schon mein Lieblings Track das Hippie-mäßige bitterböse aber doch traumhaft schöne Stück, auf dem Jimmy Page und Robert Plant harmoniern wie ein Wesen. "I Am Gonna Leave You When Summer Comes Around.." Da kommt man in's träumen. Auch der Rest der Truppe weiss sich einzubringen. John Bonhams Drums halten die Höhenflüge der beiden Frontmänner Lead Sänger + Gitarist schön fest am Boden - wenn's sein muss auch mit Gewalt. John Paul Jones steht dem auch nicht nach. Seine Orgel Einlagen auf dem wunderbar mutmachenden "Your Time is Gonna Come" überzeugt ebenso wie seine Bass Salven, die den Hit der Platte "Communication Breakdown" nach vorne jagen. Dazu gibts auch noch ein paar wunderbare Acoustic Passagen mit Tablas und vielen Acoustic Guitaren parts, wo John Bonham mit den blossen Händen auf seinen geliebten Drums spielt. Nur oberste Klasse was hier gereicht wird. Das Ganze ist auch noch so super zusammen gestellt und clever mit-einander verwoben , dass man einfach nicht anders kann als bis zu den letzten Tönen dem langen Blues des vorletzten Trax aufmerksam zuzuhören und die Plate nicht eher runternimmt bis auch die ganz lange Improvisation vom letzten Track, der mich irgendwie an " Tomorrow Never Knows" von den Beatles erinnert verklungen ist. Ansonsten nehmen Led Zeppelin hier schon mal den Sound von Black Sabath vorweg mit dem Arrangement von Communication Breakdown nämlich - auf LZ II werden sie sich etwas an Deep Purple anlehnen mit Livin Loving (She's Just A Woman). Jedenfalls haben diese 3 Bands damals den Grundstein gelegt für Hard Rock und Heavy Metal. Hier sind 4 Ausnahme Könner am Werk gewesen und haben das bedeutendste Debüt Album der frühen Rock Geschichte eingespielt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger !!!
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieso wird hier die CD bewertet??., 3. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Liegt das an Amazon oder warum sind die Rezenaionen der CD den Vinylscheiben zugeordnet? Auch fällt mir auf, dass die Rezensionen älter Veröffentlichungen an die neuen Remasters angeklebt sind. Mensch AMZ das ist doch unsinnig und auch nicht zielfuhrend.

Ich besitze alle Vinyl Remasters der neuen Edition und kann nur sagen. Exzellente Pressqualitat und sensationeller Klang und Master. Ich habe die Verglecihsmöglich,wir, da ich alle LZ Vinyls besitze..vom ersten Original zu den Classic Records Editionen. Dies ist mit weitem Abstand das beste Release
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meilenstein der Rockgeschichte, 23. Oktober 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Led Zeppelin (Audio CD)
Selten gibt es Debutalben, die derart überzeugen wie dieses. Hier sind 4 geniale Musiker zusammen gekommen und haben Druck abgelassen. Die Platte ist einfach genial und zeigt allen anderen Rockbands wo der Standard gesetzt wird. Es ist eben ein Unterschied, ob man mit drei Akkorden Krach macht, oder die Instrumente zwar laut, aber mit Verstand spielt. Dieses Album ist auch nach 32 Jahren noch lange nicht verstaubt.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Debütalbum Led Zeppelins, 3. August 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Led Zeppelin (Audio CD)
Led Zeppelin ging aus den Überresten der Yardbirds hervor, einer sehr einflussreichen britischen Sixties-Band, die im Laufe ihres Bestehens die Gitarristenlegenden Eric Clapton, Jeff Beck und -schließlich- Jimmy Page als "Hauptattraktion" hatte. Nach dem Ende der Band ergab sich im Sommer 1968 für Jimmy Page schließlich die Gelegenheit, eine neue Band nach seinen eigenen Vorstellungen zusammenzustellen. Binnen kurzer Zeit rekrutierte er John Paul Johnes (bürgerlich: John Baldwin) - ebenso wie er selbst ein routinierter und vielseitiger Musiker - als Bassisten sowie die nur Insidern bekannten, gerade mal 20jährigen Robert Plant (Gesang) und John Bonham (Drums). Noch als New Yardbirds" vom amerikanischen Label Atlantic auf Tournee geschickt, wurde sogleich im Oktober 1968 in London das Debütalbum der Gruppe aufgenommen, die sich mittlerweilen "Led Zeppelin" (zu dt.: "Bleierner Zeppelin") nannte. Schon die lediglich 30 Stunden Produktionszeit - auf 9 Tage verteilt - ließen eine Ahnung des Mythos und der unglaublichen Fähigkeiten aufkommen, der mit den vier Musikern bis heute assoziert wird.

LED ZEPPELIN hat Grundsteine gelegt, deren Bedeutung bis in die heutige Zeit reicht. Zum einen hat es Stil und Sound der Band bereits vor dem zweiten Album definiert, das Led Zeppelin durch "Whole Lotta Love" schlagartig zu internationalen Superstars machen sollte: Hardrock mit deutlichen Bluesreferenzen, Jimmy Pages Gitarreninferno und -exzentrik sowie die vielleicht wichtigsten Ingedrenzien im Bandsound, Plants hysterischer Falsettgesang und Bonhams brutales, treibendes Drumming.

Zum anderen nimmt es bereits die Vielseitigkeit und den Abwechslungsreichtum späterer Alben voraus. Straightere Hardrock-Songs (der Opener "Good Times, Bad Times" und das hektische "Communication Breakdown") und bedrohlich-monströse Tracks wie "Dazed And Confused" oder der achtminütige Closer "How Many More Times") wechseln sich ab mit purem Blues ("You Shook Me", "I Can't Quit You") und (halb)-akustischen Halbballaden ("Babe I'm Gonna Leave You", "Your Time Is Gonna Come"). Besonders schön gelungen die direkte Überleitung von letzterem zu "Black Mountain Side", einem akustisches Solostück Jimmy Pages, das seine virtuose Vielseitigkeit bestens unter Beweis stellt.

Ein anderer Tatbestand offenbart sich allerdings auch schon auf diesem Album: das Plagiat. Led Zeppelin hatten zeitlebens eine Schwäche dafür, Kompositionen aus fremder Hand zu nehmen und sich zu eigen zu machen, allerdings oft, ohne den wahren Ursprung des Songs in den Credits zu erwähnen. LED ZEPPELIN bildet da keine Ausnahme. Nur "Good Times, Bad Times", "Communication Breakdown" und "Your Time Is Gonna Come" sind echte Eigenkompostionen, der Rest ist entweder gecovert, raffiniert geklaut oder ("Dazed And Confused") nichts anderes als ein noch aus Yardbirds-Zeiten stammender Song. Gut, in den Sixties war es allgemein üblich, Debütalben mit Coversongs vollzustopfen - Beatles, Stones, Who, Kinks, Bob Dylan und viele mehr hatten das Gleiche getan. Led Zeppelin allerdings sollten dieses Verhalten auch auf den folgenden Alben offenbaren.

Nichtsdestotrotz sind diese Schwächen nicht entscheidend, kreiert die Band doch einen unverwechselbaren Stil, der nicht nur in Ansätzen das Mystische, Geheimnisvolle der späteren Alben (exzentrische Sounds, orientalisch wirkende Melodien usw.) erkennen lässt. Zudem weisen "Dazed And Confused" und "How Many More Times" mit ihren schweren Riffs bereits stark in die Heavy-Metal-Richtung, für die sich wenig später Black Sabbath "spezialisieren" sollten.

Fazit: LED ZEPPELIN kann sich im Vergleich zu den darauffolgenden Zep-Alben absolut sehen lassen, in puncto Sound wirkt es teilweise sogar frischer als jene!
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