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159 von 179 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brilliant!
Die dritte Staffel von Sherlock ist wohl speziell für die Fans der Serie gemacht! Die Drehbücher sind wie immer TOP: Brilliante Plots, perfekte Dialoge, Benedict Cumberbatch und Martin Freeman in Höchstform, Situationskomik vom Feinsten, alles trotzdem very British. Die erste Folge dreht sich vor allem um den "Tod" Sherlocks im Reichenbach-Fall. Ein...
Vor 6 Monaten von Sybylla veröffentlicht

versus
64 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die dritte Staffel - mehr Schein als Sein
Ich bin seit "A Study in Pink" ein absoluter Fan der Serie und ganz besonders von Benedict Cumberbatch. Nachdem die zweite Staffel die erste noch einmal übertroffen hatte, konnte ich die dritte kaum erwarten. Jetzt habe ich sie gesehen und bin, quasi gegen meinen eigenen Willen, enttäuscht.

Sicher, "Sherlock" ist immer noch eine gute, in manchen...
Vor 6 Monaten von Judith Schmidt veröffentlicht


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159 von 179 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brilliant!, 14. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die dritte Staffel von Sherlock ist wohl speziell für die Fans der Serie gemacht! Die Drehbücher sind wie immer TOP: Brilliante Plots, perfekte Dialoge, Benedict Cumberbatch und Martin Freeman in Höchstform, Situationskomik vom Feinsten, alles trotzdem very British. Die erste Folge dreht sich vor allem um den "Tod" Sherlocks im Reichenbach-Fall. Ein absoluter Geniestreich, wie der "Fall" aufgelöst wurde! Die zweite Folge steht im Zeichen der Hochzeit von John Watson. Ich hab Tränen glacht! Die Folge gleitet aber trotzdem nicht ins Lächerliche ab. Das Drehbuch ist fantastisch: Wenn man es genau nimmt zeigt der Film den Ablauf des Hochzeitstages von John und Mary von morgens bis abends allerdings mit vielen Flashbacks. Ich bin eigentlich kein Freund von Flashbacks, aber hier sind sie so brilliant eingesetzt, dass sich diese Folge wie ein Mosaik zu einem Gesamtkunstwerk zusammenfügt: Es wird geheiratet, ein Fall wird gelöst, eine Trauzeugenrede wird gehalten (in kompletter Sherlock-Manier: Desaster und Brillianz treffen aufeinander. Die Rede ist legendär!). Und alle drei Dinge geschehen auch noch gleichzeitig!
Über die dritte Folge will ich nichts verraten (Spoiler!), aber es sei Folgendes gesagt: Der Bösewicht stellt meines Erachtens alle bisher dagewesenen Sherlock-Baddies in den Schatten, absolut atemberaubend gespielt. Was die Handlung betrifft, nur eines noch: Sauerstoffzelt bereitstellen! Es wird eine emotionale Achterbahnfahrt.

Es gibt einige Kritiker, die beanstanden, dass in dieser Staffel die Kriminalfälle zu kurz kommen und zu wenig Mord- und Totschlag herrscht. Diesen sei gesagt: Sherlock ist keine Detektivserie, sondern eine Serie ÜBER EINEN DETEKTIV! All denen, die lieber einen Mordfall nach dem anderen gelöst haben möchten, rate ich eher zu Tatort.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anders als Staffeln 1+2, dennoch großartig! - Achtung ein paar Spoiler, geht nicht anders!, 12. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Sherlock - Staffel 3 [2 DVDs] (DVD)
Mit der hier vorliegenden dritten Staffel von SH haben sich die Macher von den vorher beschrittenen Wegen entfernt. Diese Staffel ist mehr dem zwischenmenschlichen Verhältnis von Sherlock und John sowie dessen Beziehung zu Mary aber auch zu seinem Bruder Mycroft gewidmet. Wer also klassische "Deduktionen" eines SH wie aus Staffel eins und zwei erwartet - der liegt hier falsch!
Sherlock gerät in dieser Staffel auf die "menschliche" Seite seiner Existenz: wir sehen ihn weinen, leiden, küssen (schmacht! :-) ), um seinen Freund kämpfend, lachend - alle Bandbreiten der Existenz auslebend. Und ja, wir sehen ihn - gescheitert. (wenn man das Erschießen eines widerwärtigen Erpressers als Scheitern bezeichnen kann!) Einige kritisieren diese Staffel dafür, vor allem für das Ende des in den Medien aufgebauten neuen Gegners - ich kann das schwer nachvollziehen. Mir erscheint es sehr stringent, dass Sherlock einen Gegner in den Kopf schießt, genau dahin, wo nach seiner Logik dessen Bedrohungspotential existiert!
Aber von Beginn an: die erste Folge "Der leere Sarg" handelt vom Wiederauftauchen Sherlocks. Wir erfahren, was er die beiden Jahre gemacht hat, in denen alle Welt glaubte, er sei tot. Wir erfahren, wie sehr John in Sherlock einen Freund sah, wie er um ihn trauerte. Wir erfahren auch etwas über die Bruder/Bruder-Beziehung zwischen Sherlock und Mycroft - ehrlich: ich bin froh, dass mein Bruder so nicht drauf ist.... Im Endeffekt lernen wir in dieser Staffel auch, dass Mycroft nicht der "Dümmere" der beiden Brüder ist, sondern eigentlich der "Schlauere", und wie sehr Sherlock in seiner Kindheit auch unter seinem älteren Bruder leiden musste; der ihn aber auch immer wieder angetrieben und zu Höchstleistungen geführt hat (und noch führt!)
Eingeführt wird auch Mary, die neue Freundin von John (gespielt von Amanda Abbington, auch im "wahren" Leben die Partnerin von Martin Freeman). Dass diese Beziehung ernst ist, wird spätestens im 2. Fall klar ("Im Zeichen der Drei"), als sich diese Folge um die Hochzeit von John und Mary dreht.
Dennoch muss Sherlock in der 1. Folge erst einmal seinen Freund versöhnen, was ihm nicht so leicht fällt. Wie sehr er John getroffen hat mit seinem gefakten Tod, wird Sherlock ziemlich deutlich gemacht. Wer jedoch meint, es würde zweifelsfrei geklärt werden, wie Sherlock seinen Sprung vom Dach überleben konnte, der sei auch hier getäuscht. Die Autoren spielen ziemlich genial mit diversen Möglichkeiten und - wo ich mich hätte schlapp lachen können - mit dem Fan-Hype, der um diese Staffel zwei entstanden ist. Es endet in dieser Folge wie es enden muss: John gerät in Gefahr, Sherlock rettet ihn - und das Eis ist gebrochen (und der neue Gegner eingeführt!). Diese Folge ist übrigens die einzige in dieser Staffel, mit einem wirklichen Kriminalfall - aber das nur am Rande.
Die Folge 2 handelt, wie bereits gesagt, von John und Mary's Hochzeit. Falls er es nach seinem gefakten Tod noch nicht endgültig gemerkt hat, nun bekommt er es deutlich mitgeteilt: Sherlock ist John's bester Freund und er macht ihn zu seinem "Best Man", also seinem Trauzeugen. Aber Hilfe: zum Amt des Trauzeugen gehört nicht nur die Vorbereitung auf diesen wichtigen Tag (Mary's alter Freund, der kleine Junge - schmunzel!) sondern auch die Rede auf das Brautpaar. Diese gerät, wie nicht anders zu erwarten, ein wenig ausgefallener, als man das so kennt. Aber wir erfahren sehr viel über Sherlocks Gefühlswelt, die durchaus da ist, auch wenn man das manchmal nicht so meint! Während seiner Rede lässt Sherlock noch einige Fälle Revue passieren, löst so nebenbei noch zwei ungeklärte Fälle und, das hat mich wirklich tief bewegt, versichert John und Mary seiner unverbrüchlichen Zuneigung, und dem Versprechen, immer für sie da zu sein.
Was vermeintlich "rührend aber nebensächlich" zu sein scheint, entpuppt sich in Folge 3 (die sinnigerweise "Sein letzter Schwur" heißt!) als schwere Hypothek. Wir haben ja in den ersten beiden Staffeln schon so manches Bedrohungsszenario von Sherlock und John erlebt, aber was in dieser Folge passiert, ist einfach hammer! Ich will nicht alles verraten, aber die Szene, in der Sherlock angeschossen wird und im Grunde in den Tod geht - dies wird geschildert quasi aus dem Kopf von Sherlock hinaus. Ich saß vorm TV, mir blieb der Mund offen stehen - wie das gespielt wurde von Benedict Cumberbatch.. grandios! Diese Folge hat mich extrem berührt, mich fassungslos vorm TV kleben lassen, mich tagelang nicht losgelassen. Warum? Ansehen! Sie enthält ein paar erwartet unerwartete Wendungen und die oben bereits erwähnte Lösung ist - nun ja, für SH-Puristen wohl schwer erträglich, aber durch die Entwicklung der Charaktere in dieser Staffel wohl die einzig mögliche für Sherlock um seinen Schwur zu halten.
Der bereits so oft erwähnte Cliffhanger: ich weiß nicht, ob Moffat/Gatiss wirklich gehofft haben, einen neuerlichen Hype um ein Staffelfinale auszulösen oder nicht. Ob "Er" zurückkehrt, bleibt ebenso offen, wie der genaue Ablauf von Sherlocks vorgetäuschtem Todessprung - da können wir noch einiges erwarten. Wenn es etwas zu kritisieren gibt, dann höchstens, dass ich die Figur des Gegenspielers Magnusson nicht wirklich ausgereizt fand. Ja, der Typ war widerlich, fast schon pervers und es hat mich alle Mühe gekostet, zu verstehen, wie Sherlock bei Johns Demütigung so ruhig bleiben konnte. Aber dennoch: es war fast ein wenig enttäuschend, wie schnell es vorbei war, und wie sehr dieser Gegenspieler so gehypt wurde.
Erwähnt werden sollte, wie wahrscheinlich so oft, die glänzende Chemie der beiden Hauptdarsteller, die sicherlich auch ein Teil des großen Erfolges ausmacht. Bleibt mir nur noch, inständig die Macher anzuflehen, uns nicht wieder 2 Jahre auf die nächste Staffel warten zu lassen - angesichts des Erfolgs der beiden Protagonisten wohl ein frommer Wunsch!
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116 von 139 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen perfektes Fernsehen, 15. Januar 2014
Ich habe alle drei Folgen der 3. Staffel in den letzten Wochen auf BBC gesehen und es hat mich umgehauen. Das war so ziemlich das Beste was ich seit langer Zeit in TV oder Kino gesehen habe. Fantastische Schauspieler (bis in die kleinste Nebenrolle), großartige Story ( ich saß teilweise mit offenem Mund vor dem Bildschirm), mitreißende Dialoge und innovative Umsetzung, die man so im deutschen Fernsehen nicht findet. Daher kann ich es kaum erwarten die drei Folgen auf DVD immer wieder sehen zu können. Die ersten 2 Staffeln habe ich natürlich schon.
Ach ja, und Benedict Cumberbatch ist einfach eine Offenbarung :-)
Kann man auch 6 Sterne geben????
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nur wer die Hauptfiguren / Hauptdarsteller mag, wird auch die 3. Staffel lieben., 12. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Sherlock - Staffel 3 [2 DVDs] (DVD)
Ich gehöre in genau diese Kategorie und kann mich daher für die monologisierte Hochzeitsrede, sehr begeistern.
Ich liebe die Kleinigkeiten, z.B. wenn sich Sherlock über sein "Weihnachtsgeschenk" (die gewagte Rettungsaktion für Mary) freut....!
Es gibt nach wie vor, Sherlock-typische "Deduktionen", das Duell zwischen Mycraft und Sherlock ist hierfür, wie ich finde, das schönste Beispiel.
Die Frage nach den fehlenden Fällen, stellt sich für mich nicht, denn mal ernsthaft: wann genau in den Folgen der Staffeln 1 und 2 ging es wirklich um die Fälle? Wann und wie hat Sherlock das belastende Videomaterial "der Frau" gefunden? Welchen Sinn machten die Verbrechen von Moriaty? Nein, der Erfolg der Serie ergibt sich, und das meine ich durchweg positiv, aus den Hauptfiguren, ihrer Interaktion, den Dialogen, den Deduktionen, der hervorragenden Kameraarbeit und eben dem daraus entstanden Gesamtpaket: I BELIVE IN SHERLOCK!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Spiel geht weiter !, 13. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Sherlock - Staffel 3 [2 DVDs] (DVD)
Die dritte Staffel von Sherlock ist genauso gut wie ihre beiden Vorgänger, jedoch nicht besser. Die Formkurve wird beibehalten, wie immer absolut Top ! Brilliante Dialoge, tolle, wenn auch nicht so zahlreiche Deduktionen und der einfach nicht zu übertreffende Charm dieser Sendung machen Sherlock Holmes und John Watson einfach zu solch genialen Charakteren.

Die dritte Staffel handelt nicht unbedingt nur über Kriminalfälle, denn anders als die anderen beiden Staffeln steht in dieser das Verhältnis von Holmes und Watson im Vordergrund. Doch es ist ja nicht unbedingt eine Serie über die Fälle des Sherlock Holmes, sondern viel mehr über ihn, und zu ihm gehört nun einmal auch das Verhältnis zu John. So beschäftigt sich die erste Folge der dritten Staffel mit der Rückkehr Sherlocks nach London. Hochinteressant ist auch die Rückkehr zu John, der dabei war seine Vergangenheit hinter sich zu lassen. Dieser Wiedervereinigung ist packend und mit viel Charm gespielt sodass es sicherlich viel zu lachen, aber auch ernste Szenen gibt. Die zweite Folge empfand ich nicht als langweilig, so wie manch anderer vielleicht. Nein, vielmehr fand ich sie einfach toll. In dieser Folge begegnet man vielen Charakteren, eigentlich der ganzen Welt von Sherlock. Dieser hält in dieser Episode eine packende und fesselnde Rede, die sowohl an Humor und Witz, als auch an Fällen aus der Vergangenheit nicht zu übertreffen ist. Es gibt einen langen Rückblick auf alte, manchmal auch ungelöste Fälle, aber auch auf Höhepunkte der Freundschaft zwischen Sherlock und John, ein gutes Beispiel ist da der Junggesellenabschied, der sehr gut gespielt wird.

Über die dritte und letzte Folge dieser dritten Staffel möchte ich nicht allzu viel verraten. Doch sie weckt Erinnerungen an alte Sherlock-Episoden. Zwar kommt diese Folge nicht ganz an die alten Fälle heran, doch auch hier tritt wieder ein Bösewicht von absoluter Genialität in Erscheinung, der sogar Sherlock zur Verzweiflung bringt.

Man kann sich schon auf eine angekündigte vierte Staffel freuen, von der wir zweifellos einiges erwarten können, da nun auch das Herz der Bosheit zurückzukehren scheint. All das lässt wieder auf viele spannende Fälle hoffen. Ich bin gespannt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie immer wird auch in dieser Staffel nahezu durchgehend hervorragende Unterhaltung geboten, 8. Juli 2014
Von 
Sascha Hennenberger "SasH" (Renchen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Sherlock - Staffel 3 [Blu-ray] (Blu-ray)
Mit großer Spannung wurde sie bereits erwartet, die dritte Staffel der britischen Erfolgsserie „Sherlock“. Wobei... ist es wirklich eine Serie, wenn eine Staffel lediglich aus 3 Spielfilmen besteht? Irrelevant, denn wieder einmal werden 3 spannende Fälle geboten, mit denen so manche einer nach der zweiten Staffel sicherlich nicht mit gerechnet hätte. Da sei alleine der gigantische Cliffhanger am Ende der letzten Staffel genannt, wobei findige Sherlock Holmes Fans ohnehin gewusst haben dürften, welches Ende das letztendlich nehmen würde.
Trotz vereinzelt minimaler Schwächeerscheinungen bieten die 3 Episoden „Der leere Sarg“, „Im Zeichen der Drei“ und „Sein letzter Schwur“ nach wie vor tolle Unterhaltung. Was heißt dabei Schwächeerscheinung? Die Figuren sind mittlerweile bekannt, die Ermittlungen „fast schon“ Routine, aber dennoch haben sich die Macher hinter der Kamera genug herausragende, neue Ideen ausgedacht, die das Publikum sehr gut bei Laune halten. Dabei bleibt die Spannung stets sehr hoch und auch an dem typischen Humor soll es erneut nicht mangeln.
Dabei ist der Einstand mit „Der leere Sarg“ wirklich hervorragend gelungen. Keine wirklichen Schwachpunkte, tolle Dialoge, herausragender Humor. Das macht richtig Laune.
Allerdings schwächelt die dritte Staffel mit der zweiten Episode „Im Zeichen der Drei“. Die Idee die Handlung in verschiedene kleine Geschichten in Form von Anekdoten zu unterteilen ist gewiss nicht schlecht, aber weicht stark vom bisherigen Konzept ab. Das hat fast schon Patchwork Charakter und wirkt vereinzelt doch etwas konstruiert. Keine wirklich schlechte Folge aber gewiss auch kein Highlight.
Das folgt mit der letzten Folge „Sein letzter Schwur“. Wow, was für ein Finale! Zahlreiche Überraschungen lassen den Zuschauer stets in Ungewissheit. Die Spannung steigert sich von Minute zu Minute immer mehr. Unbedingt wieder den Abspann komplett anschauen!
Das die darstellerische Leistung von den beiden Hauptdarstellern Benedikt Cumberbatch („Star Trek Into Darkness“, „Der Hobbit“) und Martin Freeman („Per Anhalter durch die Galaxis“, ebenfalls „Der Hobbit“) über jedem Maß steht, versteht sich wohl von selbst.
Doch auch die weiteren Schauspieler wie Alan Bond, Amanda Abbington, Lars Mikkelsen, Lasco Atkins oder Mark Gatiss bieten ausschließlich natürliche und glaubhafte Darbietungen ihrer Rollen. Das ist auch der prägnante Unterschied zur Guy Ritchie Kinoverfilmung der Arthur Conan Dolye Werke: Während in der Leinwandadaption einige Figuren deutlich überzeichnet erscheinen und auch generell die Atmosphäre einen Touch Steam Punk besitzt, was ebenso wiederum seinen eigenen Charme hat, zeigt sich die aktuelle TV Fassung deutlich authentischer. Die Handlung wird (wie allen ohnehin bekannt ist) in die Neuzeit verfrachtet. Nachrichten erhalten die Personen per SMS und nicht per Telegramm oder sonstwie.

Bild
Das Bild (1080i /1,78:1 / komplett mit digitalen Videokameras gedreht) schaut erneut hervorragend aus. Obwohl das Bild nur in 1080i vorliegt, lässt sich daran (wie eigentlich bei vielen weiteren Blu-ray Veröffentlichungen mit halbbild Darstellung) nichts negatives erkennen. Die Schärfe ist sowohl bei Nahaufnahmen als auch in der Totalen sehr hoch, so dass auch der Detailgrad sehr viele Feinheiten abbildet. Leichte Unschärfen oder weichere Abschnitte sind da nur selten und schwach zu erkennen. Die Farbpalette ist wie gewohnt etwas reduziert, leicht kühl, was aber eher als Stilmittel dient. Dennoch sind die Farben stets kräftig und natürlich bei sehr gut eingestelltem Kontrast. Der Schwarzwert ist gleichfalls sehr kräftig und satt. Bis auf sehr wenige Ausnahmen gibt es bei der Durchzeichnung keine Probleme. Rauschen bleibt dabei erfreulicherweise die Minderheit. Kompressionsspuren sind ebenfalls nicht aufgefallen.

Ton
Der deutsche und englische Ton liegt verlustfrei komprimiert in DTS-HD Master Audio 5.1 vor. Die Abmischung ist stets klar und natürlich bei ausgewogener Balance. Die Dynamik ist im Rahmen des Gebotenen stets recht umfangreich. Wie bereits bei den Staffeln zuvor ist der Mix insgesamt eher frontlastig ausgefallen. Surroundeffekte sind nur selten zu hören, wobei aber immerhin einige Hintergrundgeräusche sowie die Musik für etwas Räumlichkeit sorgen und sich über sämtliche Lautsprecher verteilen. Der Bass ist eher zurückhaltend, aber dennoch vorhanden, so dass auch dem Subwoofer nicht langweilig wird. Die Dialoge sind stets klar und deutlich zu verstehen und gehen auch im lauteren Getöse nicht unter.

Ausstattung:
• Fans, Villains & Speculations
• Shooting Sherlock
• The Fall
• Booklet mit Hintergrundinfos zur dritten Staffel

Die Fans der Reihe müssen bei dieser Veröffentlichung im Vergleich zu den beiden vorigen Staffeln leider auf Audiokommentare verzichten. Dafür gibt es aber immerhin 3 Featurettes, die diese Lücke gut füllen. Der Beitrag „Fans, Villains & Speculations“ (HD; ca. 16 min.) bietet den Drehbuchautoren die Möglichkeit einige Informationen weiter zu geben. Das Feature „Shooting Sherlock“ (HD; ca. 14 min.) zeigt indes recht detailliert wie die entsprechende Szene gedreht wurde. Zu guter Letzt gibt es noch die Dokumentation „The Fall“, die unterschiedliche Theorien illustriert, wie Sherlocks Sturz am Ende der zweiten Staffel stattgefunden haben könnte. Jeder Beitrag ist obendrein in Deutsch untertitelt. Fehlen darf allerdings auf keinen Fall das informative Booklet, das wieder einmal zahlreiche zusätzliche Informationen zur aktuellen Staffel bietet.

Fazit:
Während die Zuschauerzahlen im britischen Fernsehen weiterhin steigen, konnte lediglich die erste Folge der dritten Staffel bessere Werte erzielen. Dennoch ist noch lange kein Ende in Sicht, zumal eine vierte Staffel für (wohl) übernächstes Jahr geplant ist. Bis dahin können die Fans mit dieser Blu-ray Veröffentlichung vorlieb nehmen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gut, 5. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sherlock [OV] Season 3 (Amazon Instant Video)
Spannend, unterhaltsam und richtig gut. V.a. Folge 1 und 3 haben mir sehr gut gefallen. Für mich war Folge 2 etwas schwächer, weil sehr viel Monolog und wenig "action" vorkamen, aber sie war als Bogen zwischen 1 und 3 notwendig. Die 3 Folgen der 3. Staffel sind anders als die der beiden vorangegangenen, aber damit nicht schlechter. Großartig finde ich den Spannungsbogen, der über drei Folgen gehalten wird, in Staffel 3 noch mehr als in 1 und 2. Letztlich sind die Staffeln jeweils eine Einheit.

Über die Mitwirkenden wurde schon alles gesagt, es ist einfach richtig gutes Spiel. Im Englischen Original gefallen mir die Dialoge noch etwas besser als in der Synchronisation, weil die Stimme / Sprache als Ausdrucksmittel noch mal akzentuierter ist. Die bildliche Umsetzung ist toll, ja, mehr Tricks als in 1 und 2, aber die sind für meinen Geschmack gut eingesetzt und keinesfalls übertrieben.

Habe viele Kritiken gelesen, die meinen, SH sei zu "soziopathisch" oder "zu wenig auf die Fälle zentriert" in dieser Staffel. Aber das Antisoziale hatten wir schon in Staffel 2 (Fenstersturz) und genau das macht ja diesen Charakter aus, das Unberechenbare, das Kompromisslose z.T. Eiskalte und das Schwanken zwischen "gut und böse". Auch die Weiterentwicklung der Figuren und deren Beziehung untereinander finde ich eher eine Bereicherung, für mich ist neben den Fällen auch die Frage spannend, wieso die Hauptcharaktere sind wie sie sind und wie sie sich zueinander entwickeln. Der Fall ist das Bonbon und gerade in Folge 3 extrem gut gelungen. Mir gefällt Magnussen deutlich besser als Moriaty, den ich irreal empfunden habe. Magnussen ist greifbar und daher für mich "gruseliger". Da ist jeder anderer Meinung, für mich ist Staffel 3 die logische Konsequenz, wenn man die Serie weiterführen möchte, und der bisher beste Teil.
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64 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die dritte Staffel - mehr Schein als Sein, 10. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich bin seit "A Study in Pink" ein absoluter Fan der Serie und ganz besonders von Benedict Cumberbatch. Nachdem die zweite Staffel die erste noch einmal übertroffen hatte, konnte ich die dritte kaum erwarten. Jetzt habe ich sie gesehen und bin, quasi gegen meinen eigenen Willen, enttäuscht.

Sicher, "Sherlock" ist immer noch eine gute, in manchen Momenten auch großartige Serie, vor allem im Vergleich mit der Krimiserien-Massenware made in USA. Aber diese neueste Staffel ist eindeutig schwächer als die ersten beiden. Das liegt vor allem daran, dass Moffat und Gatiss die Haupt- zur Nebensache gemacht haben. In Staffel 1 und 2 stand nämlich jeweils der Kriminalfall in Mittelpunkt, die kongeniale Übertragung der Ideen von Conan Doyle ins London des 21. Jahrhunderts - spannend, überraschend und mit (selbst-)ironischem Humor (nicht nur) für Sherlock-Holmes-Kenner. Der Fall ermöglichte Sherlock, sein Genie und seine Macken zu zeigen, sowie seine Beziehung mit John weiterzuentwickeln.

In dieser Staffel ist es umgekehrt. Der jeweilige Fall ist nur noch dazu da, Sherlock deduktive "Kunststückchen" vorführen zu lassen, während John mehr oder weniger staunend daneben steht. Dementsprechend wirken die neuen Fälle wie Showeinlagen, bei denen es knallt, blitzt und die Zuschauer ohne viel zu denken ständig Oh! und Ah! rufen sollen. Die zu diesem Zweck großzügig eingestreuten "plötzlichen Wendungen" und "unglaublichen Enthüllungen" sind dabei so übertrieben, dass man sich nur noch über die Dreistigkeit wundert, mit der sie einem vorgesetzt werden. Ich möchte nicht spoilern und werde mich daher nicht weiter über "His Last Vow" auslassen, aber was kommt als Nächstes? Lestrade als Geheimagent des CIA? Mrs Hudson als Al-Kaida-Terroristin? Anderson als Sherlocks verschollener Bruder?

Unangenehm aufgefallen ist mir auch, wie penetrant in dieser Staffel das Loblied auf Freundschaft und Familie gesungen wird. Sherlock hält eine endlose Hochzeitsrede für John, feiert daheim im Kreise seiner Lieben Weihnachten und hängt mit Mycroft Erinnerungen über ihre Kindheit nach. Offenbar wollen uns die Drehbuchautoren damit zeigen, dass Sherlock letztlich auch nur ein Mensch mit Gefühlen ist. Schön, aber muss es deswegen gleich so kuschelig-betulich werden? Wo ist nur der "I don`t have friends!"-Soziopath Sherlock geblieben?

Ganz ehrlich, ich weiß nicht, ob ich mich auf die nächste Staffel noch freuen, oder mich eher davor fürchten soll.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für mich die bisher beste Staffel, 28. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sherlock - Staffel 3 [2 DVDs] (DVD)
Vereinzelt hat es ja etwas Kritik gegeben an der 3. Staffel von Sherlock. Dies lag vor allem daran, dass vor allem in den Folgen 1 und 2 der Staffel weniger ein Fall im Zentrum der Erzählung steht, sondern mehr die einzelnen Charaktere, ihre Entwicklung und ihre Interaktion. Dies ist mal wieder absolut brillant umgesetzt, wenn man allerdings den Stil der ersten beiden Staffeln erwartet und erhofft hat, dann ist man eventuell etwas enttäuscht.

Meiner Meinung nach machen diese Veränderungen die Serie noch frischer und noch unterhaltsamer. Auch der Humor nimmt eine noch ausgeprägtere Rolle ein, da immer wieder Sherlocks mangelhaftes Sozialverhalten in den Mittelpunkt gestellt wird. Und mit Watsons Freundin/Ehefrau Mary wird ein großartiger und hochinteressanter neuer Charakter eingeführt.

Die ersten beiden Folgen der Staffel haben mir sehr gut gefallen, die dritte hat mich absolut umgehauen. Diese 90 Minuten gehören für mich definitiv zum Besten, was jemals fürs Fernsehen produziert worden ist! Schon in den ersten Minuten wird klar, dass wir es diesmal mit einem besonders charismatischen und auch angsteinflößenden Bösewicht zu tun haben. Die Geschichte zieht einen schnell in ihren Bann, schlägt einen Haken nach dem anderen, und die Protagonisten werden mehr als einmal vor existentielle Probleme gestellt…

Und dann ist da noch der sadistische Cliffhanger ganz am Ende. Und zwar sadistisch in dem Sinne, dass es einem regelrechte Schmerzen zufügt, so lange auf Staffel 4 warten zu müssen!
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74 von 93 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Good news for breathing - bad news for brainwork, 13. Januar 2014
Though breathing is not boring – not at all, obgleich Sherlock dies einst behauptete. Die Autoren und Regisseure haben sich bemüht, nach zweijähriger Wartezeit den treuen Fans eine saftige dritte Staffel zu bieten, und dazu eifrig neu experimentiert, mit Schnitt, Musik, Beziehungen, Emotionen, Wortspielen, Verwicklungen, Anspielungen, Dramatik, Witzen … doch leider gehen dabei die verzwickten Kriminalfälle ein wenig unter!

Zwei Jahre sind vergangen seit dem Reichenbach Fall, Moriartys eurasienweites Netzwerk ist endlich zerschlagen und just zur rechten Zeit kehrt Sherlock zu seinem Goldfisch John nach London zurück, um die Stadt zu retten und den 5. November ein weiteres Mal zu einem denkwürdigen Tag zu machen. Remember, remember!
Leider stellt sich heraus, dass jener Goldfisch mehr als bloß ein Drei-Sekunden-Gedächtnis besitzt, wenn es darum geht die jahrelange Täuschung durch Sherlock übel zu nehmen. Außerdem ist Sherlock offenbar nicht mehr der Einzige in Johns Leben, die Krankenschwester Mary scheint zugleich ernsthafte Konkurrentin und wirkungsvolle Komplizin um die Gunst Johns zu sein…

It is time to go on being Sherlock Holmes again. Doch wer ist Sherlock Holmes?
Mehr als je zuvor geht es in dieser Staffel um Beziehungen, und um die Vermenschlichung des soziopathischen Genies. Sherlock hat sich im Exil verändert; er zeigt sich offener gegenüber Menschen, und zugleich noch rücksichtsloser und manipulativer als gewohnt, außerdem hat der Zuschauer die Möglichkeit ihn schwächer und verletzlicher zu erleben als je zuvor.

Die Serie bietet in dieser Staffel (Vorsicht Spoiler) Sherlock schmutzig und zugewuchert, Sherlock zusammengeschlagen, Sherlock scherzend, ermutigend, tröstend, bangend, zitternd, schreiend, blutend, Sherlock mit seinem Hund, Sherlock in Zweifeln, Sherlock als Freund, Sherlock als Trauzeuge, Sherlock als Junkie, Sherlock als kleiner Bruder, Sherlock als Idiot, Sherlock als Sohn, Sherlock betrunken, Sherlock high, Sherlock in Krankenhaushemd, in einem Restaurant sitzend, essend, Sherlock als Mörder.
Wurde in Staffel 2 sich noch bemüht, das Bild des unantastbaren Übermenschen Sherlock Holmes langsam zu entschärfen, so wird es in Staffel 3 vollkommen neu gezeichnet. Die harte Nuss Sherlock wird geknackt, und das verletzliche Kind wird hervorgeholt. Dies geschieht zwar nicht auf ungeschickte, doch auf leicht gröbere Art und Weise als bisher gewohnt, die Autoren lassen ein wenig von der Subtilität und dem feinen Fingerspitzengefühl vermissen, mit dem sie zuvor so zu begeistern wussten.
Zwar bleibt der größte aller Detektive seiner Philosophie treu „Sentiment is a chemical defect found on the losing side“ – „you should never let it rule your head“, jedoch indem er ihrer Wahrheit immer öfter zu Opfer fällt und sich von der Liebe und dem Respekt für bestimmte Personen täuschen lässt.
Zugleich lässt sich erahnen, dass er tatsächlich seine Emotionen und seine Abhängigkeit von Anderen erkennt und akzeptiert, weist er während der Staffel doch des Öfteren auf die Abwegigkeit seines eigenen Lebensstils und die Unersetzlichkeit seiner Freunde hin. „I am ridiculous man, redeemed only by the warmth and constancy of your friendship“
Mit dem Verlust des Übermenschen Sherlock wird ein neuer Heldenstatus eingeläutet, der am Ende der Zweiten Staffel bereits vorgestellt wurde; Sherlock der Märtyrer, dem kein Opfer zu groß ist, um Leben, Sicherheit und Glück jener wenigen Menschen zu schützen, die ihm tatsächlich wichtig sind.(Spoiler Ende)

Sherlock Staffel 3 zielt auf Emotionen ab, und nicht auf das Gehirn. Es geht um die Beziehungen in Sherlocks Leben, um seine Freundschaft zu John und Mary, in dem immer wieder mit dem Bild der Eltern mit ihrem Kind gespielt wird, um die Hassliebe zwischen ihm und seinem Bruder, das Vertrauen zwischen ihm und Molly…

Zugleich ermöglichen die Autoren es dem Zuschauer, tiefer in die Welt einzudringen, in der die beiden leicht autistischen Brüder leben. Insbesondere durch intelligente und spektakuläre Mind-Palace Szenen, die häufiger und mit mehr Leichtigkeit in den Handlungsfluss mit eingeflochten werden und viel über Charaktere Sherlock und Mycroft aussagen.

Die drei Episoden sind großartig gemacht, rasant, schnell, witzig, geistreich, kreativ; der Handlungsfluss wird unterbrochen, vor und zurückgesprungen, die Ereignisse treten bruchstückweise auf und fügen sich wie Teile eines Puzzles ineinander. Gegensätzige und parallele Szenen werden auf geschickte und dynamische Weise miteinander verknüpft. Insbesondere hervorzuheben ist die Musik, die mit der Reanimation von Altem und der Entdeckung von neuen, überraschend anderen Melodien, getragenen, klassischen Klängen und schnellen, rockigen Passagen nicht nur die Thematik der Staffel wiederspiegelt, sondern auch bedeutend zu der ambivalenten Atmosphäre beiträgt, die sich zwischen leichter Komik und knisternder Anspannung hin und her bewegt.

Auch die Komik kommt nicht zu kurz. An allen Ecken und Kanten finden sich die gewohnten augenzwinkernden Verweise auf Conan Doyle, teils auch auf Doctor Who, und selbstverständlich die wohl bekannten Schlagabtausche zwischen Sherlock und John, und anderen von Zeit zu Zeit unerschrockenen Mitmenschen. Beinahe will man sagen, dass die Autoren über die Stränge schlagen, als sie in Episode 1 mit den eigenen Fans spielen, ihnen ihre wildesten, unmöglichen Fantasien vorgaukeln, um sie dann als eben das zu entlarven was sie sind; Schäume. Die Thematisierung mit sich selbst, der gewisse Grad an Selbstparodie und Eigenironie, die in „The Empty Hears“ verkörpert werden, mögen gerade im Falle dieser ersten Episode passend gewählte Mittel sein, ein Entgegenkommen an die empörten Fans, so wie damals von Arthur Conan Doyle praktiziert, zu imitieren, dennoch hegt man bloß den Wunsch, die Autoren hätten vielleicht etwas mehr Zeit in ihrem eigenen Mind-Palace verbracht, statt auf Tumblr, denn leider schafft es trotz guter Geschichten um außergewöhnliche Charaktere keine der Episoden den Zuschauer so zu fesseln wie noch in den vorhergegangenen beiden Staffeln.

Sind die Fälle auch kreativ, ausgearbeitet und mit einigen überraschenden Wendungen und faszinierenden Deduction-oder Mind-Palace-Szenen versehen, so bringt doch keiner von ihnen die grauen Zellen so zum glühen wie ein „Scandal in Belgravia“ oder ein „Reichenbach Fall“ es noch vermochten. Obgleich alle drei Folgen gut unterhalten, lassen sie den Zuschauer doch ein wenig hungrig zurück, wie Honig ohne Brot. Süß, doch nicht die vollständige Mahlzeit.

Die erste Episode, „The Empty Hearse“,(Vorsicht Spoiler) dient vor allem der Wiedereinführung der Charaktere und ähnelt in ihrer Struktur ein wenig der allerersten Folge “A Study in Pink”. Sie erfüllt ihre Funktion als Einleitung, beleuchtet die Leben der Charaktere, wirft Schatten auf spätere Folgen voraus und nimmt einen Fall á la Guy Fawkes von nationaler Wichtigkeit und relativer Einfachheit mit.(Spoiler Ende)

Die zweite Episode, „The Sign of Three“, hingegen hat eine entzückende Erzählweise, gibt viel über den Menschen Sherlock Preis, und ist alles in allem die perfekte „Hochzeit“ zwischen einer heiteren Geschichte und einem Mordfall, erinnert an das Durchblättern eines Sherlock-Holmes-Sammelbandes, mit Ausblicken auf viele verschiedene Geschichten und Momente, die die Freundschaft zwischen Holmes und Watson bestimmen, und weiß scheinbar triviale, alberne Moment zu einem Netz zu verbinden, mit dem man nach einem Mörder fischt.

Die dritte Episode, „His Last Vow“, (Vorsicht Spoiler)schlägt dunklere Töne an und lässt Täter zu Opfern und Opfer zu Tätern werden. Hier darf nun der zuvor bereits angedeutete Schurke Magnussen endlich aufspielen und seine Fühler nach 221B Baker Street ausstrecken. (Spoiler Ende) Die Folge besitzt eine Intensität und eine Dramatik, einen Ernst, der fesselt und sie von den anderen beiden stark unterscheidet, mündet jedoch in ein eher fragwürdiges Ende...

Alles in allem haben Steven Moffat und Mark Gatiss einmal wieder eine hochkarätige, charmante, brillante Serie erschaffen, die viele großartige Elemente aufweise, den unsterblichen Charakter Sherlock Holmes feiert, und den Zuschauer oft in Atem hält, ob durch Komik, Dramatik oder Spannung. Leider fehlt der letzte, so wichtige, süchtig machende Schliff der großartigen, intellektuellen Raffinesse, die, entgegen den vorgegangenen Staffeln (insbesondere der großartigen Staffel 2) leider etwas verloren geht…

An Moffat und Gatiss : „This is your heart and you should never let it rule your head!"
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