Kundenrezensionen

187
4,3 von 5 Sternen
Böser kleiner Junge (Kindle Single)
Format: Kindle EditionÄndern
Preis:1,99 €
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Im November vergangenen Jahres besuchte Stephen King auf einer Lesereise erst Frankreich und dann Deutschland – zum allerersten Mal. Es scheint ihm gut gefallen zu haben, denn als Dank für seinen warmen Empfang hat er eine Kurzgeschichte via ebook veröffentlichen lassen, die vorerst ausschließlich in französisch und deutsch zu lesen ist. Ich bin ein riesen Fan, war natürlich auch letztes Jahr an einem Lesetermin anwesend und finde diese Geste nun grandios. Zudem lässt sie mich hoffen, dass er in Zukunft vielleicht noch einmal wiederkommen wird und man so auch in Deutschland die Chance hat diesen Ausnahmeschriftsteller live zu erleben – denn das ist wirklich ein Erlebnis.

In “Böser kleiner Junge” geht es um George Hallas, der im Todestrakt eines Gefängnisses auf seine Hinrichtung wartet. Sein Pflichtverteidiger ist erstaunt, da er als einziger Mandant keinen Aufschub seines Urteils wegen Kindesmordes erlangen will. Eine Woche vor dem Termin öffnet sich Hallas dem Anwalt gegenüber und erzählt seine Geschichte, damit irgendjemand sie einmal gehört hat. Er erklärt, warum er den kleinen Jungen auf getötet hat und was ihn dazu trieb. Dieser Junge war nicht nur klein, sondern auch besonders böse.

Diese Kurzgeschichte ist ein kurzweiliger, herrlicher Lesegenuss, der von meiner Seite aus keinerlei Kritikpunkte beinhaltet. Die Geschichte ist fies und gemein, gleichzeitig kontrovers und erinnert doch an seinen Erfolgsroman “Es”. King schafft es mit seinem Schreibstil erneut den Leser sofort einzufangen und bis zum Ende nicht mehr loszulassen. Und wenn er dies am Ende dann tut, bleibt man mit einem flauen Gefühl im Magen zurück. Er kann es einfach.

Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und kann es jedem empfehlen, der sich nach einer kleinen, gemeinen Gruselunterhaltung für zwischendurch sehnt.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Stephen King scheint von seinen französischen und deutschen Fans sehr angetan zu sein. Anders ist es nicht zu erklären, dass er nach seiner Lesereise im November 2013 nun exklusiv für diese beiden Sprachen eine Kurzgeschichte veröffentlicht. "Böser kleiner Junge" ist diese exklusive Geschichte, beziehungsweise - wie im Impressum der eBook-Ausgabe einschränkend zu lesen steht - diese "zunächst" nur in deutscher und französischer Sprache erscheinende Story.

Die Handlung ist schnell umrissen: George Hallas sitzt im Todestrakt eines Gefängnisses. In einer Woche soll er mittels Giftspritze hingerichtet werden, weil er einen Jungen kaltblütig erschossen hat. Jegliche Hilfsangebote seines Anwalts schlägt der Häftling aus, er will keine Fristverlängerung, er weigert sich, auf geistige Unzurechnungsfähigkeit zu plädieren. Allerdings bricht Hallas beim letzten Gespräch mit seinem Anwalt sein Schweigen, und erzählt seine (Über-)Lebensgeschichte, die dazu führte, dass er den bösen kleinen rothaarigen Jungen mit der seltsamen Propellerkäppi umgebracht hat...

Stephen King zitiert sich, wie bereits in seinem jüngsten Roman "Doctor Sleep", auch in "Böser kleiner Junge" wieder selbst. Was mich als Langzeitfan enorm freut. So erkenne ich in dem bösen kleinen Jungen selbst Anleihen an den fiesen Clown Pennywise aus "Es", ich sehe Parallelen zu dem Bachman-Buch "Der Fluch" und natürlich fühlt man sich durch die Knast-/Todeszellenszenerie unweigerlich an "Green Mile" und "Die Verurteilten" erinnert. "Böser kleiner Junge" ist rasch gelesen, pointiert und schnörkellos geschrieben und kommt schnell zum Punkt. Der Schluss ist nicht wirklich überraschend, zeichnet aber ein stimmiges Gesamtbild. Mir hat diese Kurzgeschichte besser gefallen als das selbstreferenzielle "Doctor Sleep", und Stephen King hat mich bei seinen Lesungen in München und Hamburg enorm begeistert.

Insgesamt somit von mir die vollen fünf Sterne - und eine Leseempfehlung nicht nur für King-Fans, sondern auch für Freunde fieser kleiner Storys.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
VINE-PRODUKTTESTERam 27. März 2014
Ein zum Tode verurteilter Kindermörder erzählt kurz vor der Hinrichtung seinem Anwalt die Geschichte, die ihn zu der (für Außenstehende unbegreiflichen) Tat trieb. Und diese Geschichte hat es in sich…

Über Stephen King muss man nicht viele Worte verlieren, seine Erfolge sprechen für sich. Auch hier beweist er wieder sein Erzähltalent und serviert dem Publikum ein spannend und flott geschriebenes kleines Meisterwerk. Das Ende kommt für den King-Kenner zwar nicht wirklich überraschend, aber das tut dem Genuss keinen Abbruch. Das E-Book enthält zusätzlich noch eine Leseprobe aus "Doctor Sleep"; für die Fans ist das allerdings kein Zusatznutzen, sie haben den letzten Roman längst gelesen.

Interessant an dieser neuen Kurzgeschichte ist, dass sie (zunächst) nur auf Deutsch und Französisch erscheint, da der Meister vom Empfang in diesen Ländern angesichts seines Besuchs im November offenbar so angetan war, dass er damit seinen Lesern dort danken möchte. Da ich an einer dieser Lesungen teilnehmen durfte, fühle ich mich natürlich besonders angesprochen. ;-)

Amazon ist bekanntlich nicht gerade geizig im Aussprechen von Empfehlungen an seine Kunden anhand der bisherigen Käufe. Dass ich dennoch nur durch Zufall und an anderer Stelle von dieser Neuerscheinung erfuhr, kann ich deshalb nicht ganz nachvollziehen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Juni 2014
Was ist Wahnsinn?
Diese Frage beschäftigt mich und darum habe ich mir mal den Bösen kleinen Jungen durchgelesen, Stephen King ist bekanntlich ein Meisterautor und schafft es auch in diesem Buch, sich nicht zu verlaufen.

Wir erleben die Geschichte eines Mannes, der vom Unglück gezeichnet, viel Durchmachen musste. Er hat seine Freunde verloren, sein Kind und seine Frau. Schlussendlich auch sein Leben und das wegen einem bösen kleinen Jungen. Wie verliert er sein Leben? Durch die Hinrichtung, nachdem er sich die vermeintliche Rache gegönnt hatte... Wie das Buch endete war mir nach etwa 30% klar, dennoch hat es Spaß gemacht auch noch die restl. 70% zu lesen.

Stephen King's Bücher schweifen normalerweise häufig ab, die Kürze in diesem Kindle Single, macht diese Geschichte aber zur perfekten Klogeschichte. Viel Spaß beim Lesen!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. März 2014
Deswegen erzählt Kindermörder George Hallas seinem Rechtsanwalt schließlich doch noch, warum er zum Mörder wurde und was es mit dem bösen kleinen Jungen mit den Karottenhaaren und der Propellermütze auf sich hat. In seinen Verhandlungen hat er nie darüber gesprochen, aber jetzt, als es nun zu Ende geht will er sein Gewissen erleichtern.

Die Kurzgeschichte ist genau das – kurz. Liest sich ruck zuck in altbewährter Art. Wer King kennt. weiß allerdings schnell wo das alles endet und letztendlich kommt es dann auch so, wie erwartet. BÖSER KLEINER JUNGE bietet keine großen Überraschungen ist für King Fans aber auf jeden Fall lesenswert.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. März 2014
Super Sache, so ein "Kindle Single". Gerade recht als Abendlektüre, das Ding hat man in einer halben Stunde weggelesen.
Und er kann's noch immer - er schüttelt eben mal eine Idee aus dem Ärmel und los geht's. Das Thema Todesstrafe kommt ja beim Meister immer wieder mal vor. Und der fiese kleine Junge ist wirklich zum Fürchten. Das wird auch der Herr Anwalt bald herausfinden. Eine böse kleine Geschichte - mir hat sie super gefallen..
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 12. April 2014
Seit Jahrzehnten lese ich alles von Stephen King und bin mal absolut begeistert und dann wieder mal total enttäuscht.
Eigentlich ist er der "King der Kurzgeschichten", denn normalerweise schafft er seine besten Geschichten, wenn er sie auf 30-60 Seiten konzentriert abliefert.
Aber dieses "Geschenk an seine deutschen Fans"? Ich denke, dass er diese 08/15 Geschichte schon lange in seiner Schublade hatte und nichts mit ihr anzufangen wusste.
Ein Plot, aus dem man durchaus mehr hätte machen können, aber die Geschichte ist 100%ig vorhersehbar - und das Ende absolut 08/15 und kein bißchen originell.
Fazit: Fastfood, eines Stephen King nicht würdig. You can do better, Mr. King!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. März 2014
Wiedereinmal eine gute Kurzgeschichte vom Könner. Er kann es einfach, den Leser unterhalten, ihm am Ball halten obwohl es eine ruhige Geschichte ist. Es sind nur rund 40 eBook-seiten, danach eine Leseprobe von "Doctor Sleep", also schnell gelesen aber sein Spiel mit der Psyche des Lesers ist immer wieder genial und er schafft es auf so wenig Seiten doch Tiefe und Charakterausbildung perfekt zu gestalten. Seine Geschichten wirken immer rund und stimmig auf mich und auch diese. Natürlich ist das Ende so wie man es erwartet, dennoch passt hier eigentlich alles. Vielleicht hätte ich mir noch mehr psychologische Spielchen gewünscht oder etwas intensiver, denn es war eher ein sehr ruhiges Psychospielchen. Aber als Leser überlegt man dann, wie würde ich reagieren, was würde ich machen?
Für den Psychohunger zwischendurch oder als Leckerbissen, doch Achtung, man will mehr und ich hätte nichts gegen mehr Seiten gehabt :-)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. August 2014
George Hallas sitzt in der Todeszelle und wartet auf seine Hinrichtung. Er wurde eines der abscheulichsten Verbrechen überführt, dem des kaltblütigen Kindsmordes. Eine Woche vor seiner Hinrichtung versucht sein Verteidiger, das "Warum" zu ergründen und Hallas zu überreden, noch die letzten spärlichen juristischen Mittel auszuschöpfen, um die Hinrichtung hinaus zu zögern. Doch der Verurteilte ist nicht interessiert. Er hat sich mit seinem Schicksal abgefunden. Statt nach Ausflüchten für seine Tat zu suchen, erzählt er seinem Verteidiger eine unglaubliche Geschichte...

Die Story ist kurz und schnörkellos erzählt. King verliert keine Zeit, kommt schnell zum Wesentlichen und beendet die Geschichte mit einer beunruhigenden, fiesen kleinen Pointe. Die ist zwar nicht wirklich überraschend, aber ein gelungener Abschluss der Story.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. März 2014
Als Dank an seine deutschen und französischen Fans hat King uns mit einer Geschichte beehrt, die sich nicht zu verstecken braucht.

George Hallas sitzt wegen der Ermordung eines Kindes im Todestrakt. Sein Pflichtverteidiger Leonard Bradley kommt ihn zu einem Gespräch besuchen, in der Hoffnung, etwas aus dem schweigsamen Gefangenen herauszubringen. Denn das Urteil lautet Todesstrafe und das stille Verhalten seines Mandanten hat Hallas fast schon jede Möglichkeit verbaut, dem Tod durch die Nadel zu entgehen. Doch dieser Besuch soll anders sein, denn George ist diesmal sehr gesprächig und erzählt seinem Anwalt die Geschichte über einen Jungen, die zum Mord führte. Der Horror beginnt schon in seiner Kindheit…

Nur als Ebook erschienen ist das Werk mit seinen 60 Seiten eher eine längere Kurzgeschichte Kings. Doch dies macht überhaupt nichts, da es flott geschrieben ist und einen sofort mitreißt. Man erfährt schnell die wichtigsten Ereignisse aus George Hallas Leben, die durch fantastische Horrorelemente aufgelockert sind. Am Ende der Geschichte hatte man schon Mitleid mit dem Protagonisten, der es jedoch nie abstreitet, ein Kind getötet zu haben. Alle Charaktere sind glaubwürdig skizziert und King versteht es mal wieder, einen in den Bann zu schlagen. Mich hat die Geschichte überrascht, da ich nicht erwartet hätte, dass sein Dank so genial ausfällt.
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