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am 7. August 2014
Was ist das denn?

Wie haben die das gemacht?

Ich bin schon lange Coldplay-Freund, aber für's richtige Fan-Dasein hat's bislang deshalb nicht gereicht, weil auf jedem ihrer Alben (abgesehen von "Viva La Vida") dann doch immer ein bisschen zu viel Füllmaterial dabei war (oft 3-4 Songs); aus diesem Grund war auch "Mylo Xyloto" als Album für mich kein Meilenstein, die auf diese Platte abgestimmte Live-Tour jedoch schon (unglaublich intensives Konzerterlebnis in Köln im Sommer 2012). Doch was die Jungs mit "Ghost Stories" abliefern, ist von einer solchen emotionalen Intensität und einer so filigranen Passung zwischen Sounds, Texten und Melodien/Songstrukturen, dass man ihm verbal kaum gerecht werden kann. Das alte Thema Liebe und Herzschmerz - zwischendurch glaubt man immer, es sei genug darüber gesungen worden, und dann kommt so ein eigentlich völlig dem Mainstream verfallener Karrierist wie Chris Martin daher...und singt so wunderbar rührend darüber, dass man sich die eine oder andere Träne nicht verkneifen kann - und das meine ich ernst. "Got a tatoo, said 'together thru life', carved in your name with my pocketed knife..." oder "If you were to ask me, after all that we've been trough, d'you still believe in magic? Oh yes, I do...of course I do". Gänsehaut, gerade weil Chris es auf diesem Album irgendwie schafft, ganz knapp an Kitsch und Abgedroschenheit vorbei und trotzdem so nachvollziehbar und allgemeingültig zu dichten, dass man nicht anders kann als sich damit zu identifizieren und die ganze kritische Distanz, die man sonst gegenüber üblichen Liebes-Schmonzetten hegt, einfach nicht aufkommen mag - und das nenne ich dann Kunst.

Auch wenn viele Rock-Puristen ein Problem mit dem hier sehr elektronisch gefärbten Sound der Band haben, kann man den Briten nur gratulieren, dass sie sich davon nichts annehmen und diese perfekt zu den Kompositionen passende Kombination aus zart perlenden Sphärenklängen und unglaublich wuchtigen Bässen als Grundarrangement des Albums gewählt haben, über das sie dann mal mit Akustikgitarre ("Ink"), mal Klavier ("Magic"), mal E-Gitarre ("True Love") variieren.

Highlights aus den 9 Tracks herauszuarbeiten bietet sich aufgrund der Konstanz in Sachen Song-Qualität sowie der Homogenität der Stücke nicht an; das Ganze ist wirklich ein in sich geschlossenes Album. Vom ersten Anschlag des Basses beim Slow-Rock-Opener "Always in my head" ist die Richtung klar; dieser Sound nimmt einen einfach gefangen. Ob es dann sparsam melancholisch mit "Magic", euphorisch-verliebt mit "Ink" oder melodramatisch-verzweifelt mit "True Love" (genial: die klagenden Licks der Lead-Gitarre) weitergeht: Die ersten vier Stücke bilden ein Liebes-Kleinod, das es in seiner emotionalen Intensität mit allem in dieser Sparte dagewesenen aufnehmen kann.
"Midnight" liefert dann noch eine ganz andere Qualität; Chris' entrückter Vocoder-Gesang und die genialen Bassläufe hinter dem dezenten nokturnen Elektro-Soundteppich entführen einen so lebhaft und authentisch wie selten zuvor in eine nächtliche Szenerie, besonders für die instrumentale Mid-8 mit ihren sternschnuppenartigen, hellen Stakkatos im Elektro-Sound mit der eingängig wummernden Basslinie darunter gilt: richtig laut hören, dann wähnt man sich tatsächlich im All.
"Another's Arms" und "Oceans" leiten dann ruhig und mit etwas mehr Akustik-Elementen zum einzig "schnellen" Song, der Single-Auskopplung "A Sky full of stars" über - reiner Sound-Orgasmus mit eingängiger Songstruktur und Melodieführung. Zwischenruf an alle Rock-Puristen: Ja, das wird auch in den Diskos laufen und ja, da werden pubertierende Jugendlich zu "abgehen", aber ist das wirklich so schlimm? Drauf einlassen, einfach mal drauf einlassen, dann haut es einen einfach um.
Mit "O" klingt die Scheibe dann noch stiller aus, als sie über weite Strecken ohnehin schon ist; nach einer solchen emotionalen Tour de Force muss man als Hörer auch tatsächlich erstmal runterkommen.

Mein Fazit: Aufgrund seiner immensen emotionalen Intensität, seines rundum gelungenen - wenn auch für die vielbeschworenen Fans der ersten Stunde ungewohnten - sphärisch-somnabulen Sound, seinen einfach mitten ins Herz treffenden Texten zum Dauerbrenner-Thema Liebe und seiner homogenen Qualität in Sachen Songwriting ist "Ghost Stories" das bislang stärkste Coldplay-Album sowie eines der schönsten Alben mindestens seit dem Millenium. Es geht so unter die Haut und interagiert so intensiv mit dem Hörer, dass es sich aus meiner Sicht nicht fürs "Zwischendurch-" oder "Nebenher"-Hören eignet, sondern man muss sich auf die Platte einlassen, sich Zeit nehmen, und sie am besten laut und bei Dunkelheit hören!
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Ich gebe es gerne zu: ich trauere der guten alten "Parachutes"-Zeit hinterher. Ohne Frage, damals, als Coldplay noch Ecken und Kanten hatten und trotzdem die schönen, melancholischen Pop-Momente mit vorsichtigem Optimismus zelebrierten, waren sie mir am Liebsten. Das unfassbare coole Konzert als Opener aufm Bizarre-Festival damals... ach ja... Dennoch habe ich es über die Jahre noch immer geschafft, mich mit ihren neuesten Ergüssen zu arrangieren. Zum ersten Mal fiel mir das schwer auf MX - aber das neue Album sollte ja ruhiger sein, einen Schritt back to the roots gehen.

Nun, ruhiger ist Ghost Stories in der Tat ausgefallen. Von back to the roots kann jedoch keine Rede sein, hier regiert die Radio- und Schmusetauglichkeit. Dazu kommt die wuie schon auf MX unschön glattgebügelte Produktion. Ja, Chris Martin hat nun auch Vocoder entdeckt (weil, Daft Punk), und von Guy und Will ist nicht viel zu vernehmen, weil, auch Sequencer sind cool und voll angesagt. Angesagter als Drums und Bass, zumindest. Das Ergebnis ist dann auch definitiv nichts für mich oder andere langjährige Coldplay-Fans, hier wird die Zielgruppe angesprochen, die mit "Viva La Vida" (dem Song) zum ersten Mal Kontakt mit der Band hatten. Die kommen möglicherweise auch mit dem grauenvollen "Sky Full Of Stars" klar - ich wußte bis zu diesem Song noch nicht mal, wer Aviici ist... und kam ganz gut klar mit meiner "Lücke".

Unterm Strich eine gar nicht mal so üble Synthiepop-Scheibe, aber in diesem Fall ist für mich ganz deutlich das Signal zur Abreise zu vernehmen. Das ist nicht mehr meine Welt, wem's gefällt, der soll sich freilich dran erfreuen, für mich hält Coldplay nichts mehr Relevantes bereit. Schade - es war schön mit euch... und jetzt gleich nochmal die "Blue Room" EP rausnehmen und mich an "See You Soon" und "Bigger Stronger" erfreuen....
1212 Kommentare|59 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Juni 2014
Lange brauchte ich diesmal, um mich für Coldplay's neues Album "Ghost Stories" zu entscheiden, war ich doch bei ihren letzten Alben nicht mit allem glücklich, wenngleich kein wirklich schlechtes dabei war. Schon der Opener "Always in my Head" lies mich bereits bei seinen ersten Klängen regelrecht aufhorchen, wie schon lange nicht mehr. Ein wunderbarer Einstieg in ein Album mit Musik wie von einem anderen Stern. Dies mag sehr hochtrabend klingen ist aber ernst gemeint, denn schon lange hat mich musikalisch nichts mehr so in seinen Bann gezogen. Zum Beispiel "Midnight", mit Sphären-Klängen und außergewöhnlichem Gesang, lässt einen fast alles um sich herum vergessen. Bei nahezu jedem Stück gelang es mir in kürzester Zeit in die neuartige Klangwelt von Coldplay einzutauchen, dies ohne ihre typischen Soundstrukturen komplett über Bord zu werfen. Nach "Mylo Xyloto" hat sich die Band erneut verändert und weiterentwickelt, Titel wie "Oceans", "Another Arms" oder "A Sky full of Stars" verdeutlichen dies sehr gut und für mich ist noch nicht absehbar wo die Reise von Coldplay eines Tages enden könnte....

So viel Innovation hätte ich ihnen fast nicht mehr zugetraut, denn obwohl ihr neues Album still und sanft geraten ist, wirkt es weder "einschläfernd noch unkreativ" wie teilweise zu lesen ist. Ganz im Gegenteil, denn es erfordert eher eine Form von Konzentration auf ein neues Klangspektrum. Die Titel strahlen durchgängig eine wunderschöne Schlichtheit aus, die ihre Wirkung bei mir nicht verfehlt haben. Ein rundherum stimmiges und beeindruckendes Album das jeden Stern verdient hat.
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am 18. Mai 2016
Coldplay ist für mich gleich zu setzen mit Kreativität, eingängige Texte und wahnsinnig viel Gefühl. In diesem Album ist eindeutig zu hören, dass Chris Martin darin die Trennung von seiner Frau, Gwyneth Paltrow verarbeitet hat. Dieses Album behandelt so ziemlich alle Themen, die mit Liebe, Trennung, Eifersucht, Enttäuschung usw. zu tun haben. Ich finde, dass die Songs sehr leise und sanft rüber kommen, im Gegensatz zu dem, was man sonst so gewohnt ist von Coldplay. Teilweise sehr sphärisch und mystisch, was ich persönlich sehr schön finde, sind z.B. die Lieder "Midnight" und "Oceans". Es hat so gar nichts mehr von U2, die ja gerne sonst Einfluß nehmen, auf die Musik von Coldplay. Auch wenn ich gerade diesen Einfluß sehr liebe, gefällt mir dieses Album "Ghost Stories" trotzdem sehr. Denn es wirkt auf mich sehr emotional und sensibel und doch irgendwie erfrischend neu. Chris scheint dieses Album als eine Art Therapie zu sehen, um die Trennung verarbeiten zu können. Und wie es scheint, ist es den Beiden gelungen einen Weg zu finden, immer noch respektvoll miteinander umzugehen und sich trotz allem noch gemeinsam um die Kinder zu kümmern.
Die Musik von Coldplay hat auch mir schon so viel geholfen und einige Dinge klar gemacht. Die Texte sind außergewöhnlich gut, sodass ich dieses Albumd nur jedem Coldplay Fan ans Herz legen möchte. Aber auch die Leute, die sich sonst nicht so für diese Band begeistern können, werden positiv überrascht sein, wenn sie in dieses Album hinein hören.
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trennen sich musikalische Wege, manchmal führen sie auch wieder zusammen. So ging es mir mit Coldplay. Als großer Fan der ersten, beiden, Alben, war ich ab X&Y öfter enttäuscht von dem, in der Einleitung, erwähnten, musikalischen Weg.

Trotzdem hab ich die Band und deren Entwicklung nie verteufelt, hab mir die kommenden Alben immer angehört, ein Glück, denn es waren immer Perlen von Songs vertreten die ich nicht missen möchte, mir gefielen die Alben eben in der Summe nicht mehr so.

Als die Band dann vor einigen Wochen die Vorabsingle Magic veröffentlichten war ich mir nicht sicher was ich davon halten sollte, irgendwie packte er mich nicht und auch der elektronische Touch gefiel mir nicht.

Dann hab ich die Coldplay Show beim I.tunes Festival gesehen und fand das ganze, gepaart mit dem ein oder andern, neuen, Song, schon sehr viel stimmiger.

Seit Anfang der Woche war es nun möglich die komplette Platte als Stream legal und in guter Qualität zu hören und ich bin ziemlich begeistert und hab diese Möglichkeit sehr oft genutzt.

Die Platte beginnt mit Always in my Head und zeigt den Weg den die Platte über die gesamte Laufzeit nehmen wird. Es ist eine ruhige Scheibe in der Chris Martin offensichtlich die Trennung von seiner Frau verarbeitet.

I think of you,I haven't slept,I think I do, butI don't forget,My body moves,Goes where I will,But though I try my heart stays still,
singt Chris Martin im Albumopener, untermalt von der Coldplaytypischen Gitarre. Der Mann ist traurig und der Song geht direkt unter die Haut und packt einen.

Gleich darauf folgt dann Magic und entfaltet zwischen Always in my Head und dem, darauf folgenden, Inc, dann wirklich einen magische Wirkung und passt wie die berühmte Faust aufs Auge.

In der Summe bleibt das Album dann auch eher ruhig, aber eben wunderschön, die Band verlässt kaum den Midtempobereich, es gibt also keine Coldplaytypischen Hymnen, abgesehen natürlich von, A Sky Full Of Stars. Dieser Song hätte sicherlich auch gut aufs Vorgängeralbum gepasst, rundet Ghost Stories aber perfekt ab.

Coldplay liefern ein, für mich, in der Summe wunderschönes Album ab. Zwar hört man die typischen Gitarren- oder Klaviersounds eher selten, die neue, Instrumentale, Ausrichtung, steht der Band aber sehr gut und die Melancholie, die das Album durchfließt, lässt einen tatsächlich an die Anfänge der Band denken.

Von mir gibts, volle, fünf, Sterne. Klasse Teil, auch wenn der ein oder andere sicher das berühmte Haar in der Suppe finden wird.

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am 29. Mai 2014
Ich kann nicht gut über Musik rezensieren- ich bin immer ganz baff, was vielen anderen dazu einfällt. Aber meine Gefühle, die sie auslöst in mir, die kann ich beschreiben.
Auf Ghost Stories habe ich mich im Vorfeld schon wie Bolle gefreut - endlich wieder ein neues Album. Als es dann kam, habe ich es eingelegt und mich aber nebenbei noch anderweitig beschäftigt. Die Musik plätscherte so dahin und war auf einmal vorbei. "Hm", dachte ich," was war das denn?" Sollten die kritischen Stimmen hier doch recht haben? Da waren es grad so 30 Bewertungen. Einen Tag später habe ich es mir mal bewusster angehört- und ich war begeistert. Im Ernst, für mich gibt es keinen Ausreißer nach unten und eigentlich nur nach oben. Ein ruhiges melodisches Album und nach den beiden vorherigen irgendwie wieder in altem Fahrwasser, was ich aber nicht schlimm finde.
"Midnight" finde ich ganz toll, "Another's Arms" ist der Hammer und "O" ein wunderschöner Abschluss.
Ich habe hier irgendwo gelesen, dass jemand schrieb, das Chris Martin die Trennung verarbeitet und ja, das macht er wunderschön. Ein wundervolles Album voller Emotionen und zum in Ruhe genießen. Die Stimme von Chris Martin ist wie immer ein Traum. Ein rundum gelungenes Album, nur viel zu kurz.
Das Avicii seine Finger im Spiel hatte, hat mich überrascht, als " Sky Full of Stars" angekündigt wurde, aber ich finde, das hat dem Stück nicht geschadet. Gut, es ist recht poppig und tanzbar, Avicii eben. Nein, ich lasse mir das Album nicht schlecht reden-es ist rundum gelungen und stimmig und wunderschön emotional. Was hatte hier so nett jemand geschrieben? Da möchte man Chris mal feste in den Arm nehmen? Aber genau! Und den Rest der Band auch- als Danke schön für diese tolle Scheibe!!!!
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am 30. Juli 2014
Ich als ausdauernder Coldplay-Hörer habe ich mir die Scheibe natürlich gekauft. Die besten Zeiten von Coldplay sind m.E. vorbei. V.a. die Spannung ist weg, die Songs sind vorhersehbar und ein wenig fad. Andere Coldplay-CDs laufen 4-5 Mal hintereinder im Auto. Diese kam nach 2x raus.
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am 8. Juni 2014
Es gibt 3 Lieder auf dieser Platte die würde ich hochhalten, weil sie an das alte Coldplay erinnern.
5 Lieder (die 3 inbegriffen) würde ich öfter hören.
Das ist ein besserer Schnitt als er in Mylo Xloto vorhanden war.

Die Band begann brilliant, mit einem unbeschreiblichen Feeling ( Parachutes, A rush of blood to the head), dann wurden sie schneller (x&y, viva la vida), aber verloren nicht den Stil, dieses melancholisch tiefe Gefühl in den Liedern.

Dann kam dieser abartige trance Müll namens Mylo Xloto, mit diesen 80'er Synthesizern um eine britische Band Club- und Tanztauglich zu machen. Letzteres hätte man anders und niveauvoller machen können, da bin ich mir sicher!
Der Stil und das Konzept eines Mylo Xlotos war sicher kein falscher, aber produziert wurde das frei nach eintöniger „unz-unz“ Mucke, die vielleicht für Lady Gaga-Fans ein Klingelton war, aber nicht für Coldplay-Fans!

Nun ist das ja bei den meisten Künstlern so, das auf einem einschneidenden Erlebnis (wie z.B. eine Trennung) was … Kreatives, tiefes und großartiges kommt.
Weit gefehlt.
Hier zieh ich die Plattenfirma zur Schuld. Oder die Band selbst. Man hat hier bei Ghost Stories versucht mit Gitarrenriffs, was ja gar nicht mal so verkehrt war, auf Südsee-Club-Band zu machen. Was die Band einfach nicht ist, dafür fehlt das Flair, die Texte und der Rhytmus...
Ein paar Lieder gehen wieder in die richtige Richtung. Sie zeigen Coldplay's Stärke zur Melancholie. Wesentlich besser als Mylo Xloto, weswegen 3 Sterne vergeben werden.
Als Gesamtalbum dennoch kein gescheites Werk.
Da kennt man einfach besseres und mehr.

Übrigens halte ich 9 Lieder für ein Album in Ordnung. Die Jungs werden hier nicht nach Cent pro Minute bezahlt, sondern nach Werk. Das bleibt hoffentlich so. Denn Musik ist eigentlich Kunst. Und auch wenn man hier alles herunterladen kann ,sollte man Kunst würdigen.

Das ist ein Album. Zwar kein geniales, aber es wurde eine Menge Arbeit und Zeit reingesteckt. Und als Künstler hat man ein Recht für seine Arbeit bezahlt zu werden, auch wenn das bei den ganzen Download-Kiddies eine Selbstverständlichkeit geworden ist.
So kann man eine gesamte Branche auch zerschreddern :)
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am 6. Juni 2014
Als Indiehörer bin ich großer Fan der ersten 3 Alben und habe ich die Entwicklung der Band zuletzt eher skeptisch verfolgt - konnte aber aber auch auf "Viva" und "MY" zumindest noch ein paar überzeugende Songs entdecken.
Nun verkündete ein Formatradio voller Überzeugung, "Ghost Stories" bestehe aus tollen Balladen und würde stark an "Parachutes" erinnern. Entsprechend war ich voller Vorfreude, als ich die Scheibe in den Player warf.

Vom Cover-Layout und der Bedruckung tatsächlich so wie Parachutes und A Rush of Blood ghealten...dummerweise blieben das die einzigen Gemeinsamkeiten.

Nach 3,4 Durchläufen kann ich bedenkenlos sagen: es gibt nur einen einzigen Song der das erfüllt: nämlich das finale "O". Eine durchaus gelungene kurze Pianoballade - in der Chris Martin auch stimmlich mit brüchigem Wehmut an große Zeiten erinnert.
Ok, auch die ersten 2 Minuten von "Oceans" will ich mal wohlwollend betrachten, ehe dann ein seltsames Geplänkel von Glocken und Synthies (würde vielleicht gut zu einer wellness-Behandlung passen) jegliche Magie zerstört und langsam die Hitsingle "Sky full of Stars" einleitet. Der Text ist wie bei vielen anderen Stücken des Albums zu vernachlässigen, was richtig wehtut ist der stampfende Elektrobeat, den jeder schon bei vielen Gelegenheiten hören durfte (Denke da so an Eurodance anno 1993/94).

Und genau da liegt das Dilemma: die ohnehin schon eher dürftigen Songs wurden obendrei quasi komplett bandfrei arrangiert.
Eigentlich ist es ein Chris Martin-Solo bei dem so gute wie keine Gitarre und nicht ein einziger Drumpart enthalten ist.
Damit beraubt sich die Band jeglicher Stärke - ich kann mir auch nur schwerlich vorstellen das die anderen Mitglieder (großartige Musiker) sehr großen Spaß an "Ghost Stories" hatten. Live kann Chris wohl ein, zwei Stücke a capella zum Besten geben - das wars dann aber auch. Wäre da und dort ein zumindest ein bißchen Akkustikgitarre vorhanden, würde gleich eine ganz andere Wirkung entstehen.

Sicherlich ist es eine ganz andere Platte als MY, aber eben dennoch keine gute - und vor allem eine kurze.
Gerade einmal 9 Stücke auf Albumlänge anzubieten (plus einem Extro/Intro-Instrumentalfetzen und inclusiv dem instrumentalen Ambientteppich "Midnight") ist schon eine Frechheit. Vielleicht soll ja auch nur der Plattenvertrag erfüllt werden ohne zu viel gutes preiszugeben, schön wärs ja. Ich befürchte aber, das es so weitergeht - denn offensichtlich gibt es ja viele Leute die sich mit "Ghost Stories" identifizieren können. Denen auch viel Spaß, über Geschmack lässt sich nicht streiten.
Aber ich höre dann lieber mal die neue Embrace - die ist nicht innovativ, aber macht mir viel mehr Spaß.
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am 3. Mai 2015
Ich fand Coldplay schon immer gut, sie wollten eine Veränderung und die ist ihnen absolut gelungen ! Die Stimme ist noch immer die selbe der Sound (und der ist verdammt gut ) ist neu.Man erkennt sie noch immer sofort, sie sind moderner. Wer Martin kennt, weiß, das er nur etwas auf den Markt schmeißt wenn es 101 % ist er hat schon ganze Alben in die Tonne befördert weil sie nicht gut genug waren. Man muss mit der Zeit gehen und sie wollen sicher auch eine neue Zielgruppe erreichen. Coldplay waren u. sind top und wirklich zu empfehlen, eine Karte fürs Konzert lohnt sich !!!!
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