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5.0 von 5 Sternen unbedingt lesen!!!
'Das zwischen uns, das war wie der Wind. Stürmisch, pfeifend, eisig und rau, voller Zorn, aber ebenso mild, berührend oder zärtlich flüsternd. Solange es frei war, konnte es all das sein. Wenn wir es festhalten würden, blieb uns vermutlich bloß die Luft in den Händen.' Seite 369

Die Welt sieht nach dem dritten Weltkrieg alles...
Veröffentlicht am 25. März 2012 von Kathrineverdeen

versus
15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Waren die Erwartungen zu groß?!
In "Dark Canopy" werden die Menschen von den sogenannten "Percents" - ursprünglich für den 3ten Weltkrieg genetisch erzeugte Krieger - beherrscht. Da diese Krieger kein Sonnenlicht vertragen, verdunkeln sie mit der titelgebenden Maschine den Himmel und sorgen somit für eine düstere, grausame und brutale Welt.
Einige wenige Rebellen trotzen noch...
Veröffentlicht am 23. August 2012 von Biwi Strawberry


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56 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen unbedingt lesen!!!, 25. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Dark Canopy (Gebundene Ausgabe)
'Das zwischen uns, das war wie der Wind. Stürmisch, pfeifend, eisig und rau, voller Zorn, aber ebenso mild, berührend oder zärtlich flüsternd. Solange es frei war, konnte es all das sein. Wenn wir es festhalten würden, blieb uns vermutlich bloß die Luft in den Händen.' Seite 369

Die Welt sieht nach dem dritten Weltkrieg alles andere als sonnig aus für die Menschen, denn die künstlich erschaffenen Percents gingen als Sieger hervor und beherrschen seitdem die Welt. Diese Krieger sind stark, furchtlos und ihr Umgang mit den Menschen ist von Hass geprägt. Doch auch die Percents haben trotz ihrer Stärke eine Schwachstelle. Ihre Haut reagiert sehr sensibel auf das Sonnenlicht. Damit dieser Makel nicht zum Nachteil wird und sie schwächt, hat man 'Dark Canopy' erschaffen. Diese Maschine schleudert Staub in den Himmel, der die Sonne verdunkelt.
In dieser düsteren Atmosphäre spielt die Geschichte eines sehr starken Mädchens namens Joy. Joy ist in einem Rebellenclan außerhalb der Stadt aufgewachsen. Dort lernt sie von Kindesbeinen an, sich gegen die verhassten Percents zu wehren. Doch eine Tages gerät sie in eine Falle und ihr Leben wird auf dramatische Weise verändert'

Was wäre, wenn aus Angst, Neugier und Einsamkeit eine tiefe Freundschaft oder sogar Liebe wird? Eine Liebe zwischen zwei verschiedenen Lebensformen, die sich eigentlich hassen müssen.

Jennifer Benkau hat mir in diesem noch recht kurzen Jahr schon ein richtiges Lesehighlight beschert. Diese sehr intelligente und spannende Geschichte um Joy hat mich wirklich überrascht und begeistert. Selten hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass mir Adrenalin durch meine Gefäße gepumpt wird. Die Handlung in 'Dark Canopy' ist so spannend geschrieben und bietet einige unvorhergesehene Überraschungen. Jennifer Benkau hat einen wirklich wunderschönen Schreibstil. Obwohl sie nicht mit Metaphern geizt, ist der Text durchgehend klar und verständlich. Sie schafft es vom ersten bis zum letzten Wort, den Leser in eine düstere, emotionsgeladene und außergewöhnliche Welt gefangen zu nehmen. Als Leser bekommt man Panik, wenn es dem Ende zugeht, denn diese Geschichte soll einfach nicht enden. Allein die sorgfältig ausgesuchten Texte über den Kapiteln lassen den Leser grübeln und machen ihn neugierig auf die bevorstehenden Abenteuer. Es gibt keinen Charakter, der mir eindimensional erschien, denn Jennifer Benkau hat sie sehr facettenreich und interessant gestaltet. Besonders Joy hat es mir besonders angetan. Sie ist einfach bewundernswert und mitreißend. Das Leben in dieser düsteren Welt hat sie stark und kämpferisch gemacht, doch ihr Herz ist weich geblieben und ihr Verstand klar. Sie war mir von Anfang an sympathisch und hat sich zu einer großen und selbstlosen Heldin entwickelt. Besonders ihre Gefühlswelt hat die Autorin sehr gut beschrieben und realistisch rübergebracht. Man überwindet Vorurteile, verliebt sich und leidet mit Joy.

'Ich wollte ihn, weil er der war, den ich in meiner Nähe brauchte. Der, von dem ich immer gedacht hatte, dass es ihn nicht gab.' Seite 428

Das Ende war für mich schrecklich, denn es ist offen wie ein Scheunentor. Nun heißt es warten und leiden, denn der zweite Teil kommt erst 2013 heraus.
Ich habe das Gefühl, dieses Buch nicht annähernd mit Worten beschreiben zu können. Es hat mein Lieblingsbuch abgelöst, von dem ich dachte, es wäre unerreichbar.

Ich muss dieses Buch jedem empfehlen. Ihr müsst es lesen!!! Es ist außergewöhnlich, spannend, mitreißend, weckt tiefe Sympathien und Gefühle in dem Leser und begeistert durch diese grandiose Idee zu einer Zukunftsvision, die alles andere als abwegig ist. 'Dark Canopy' ist eine Duologie die Ihresgleichen sucht.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für mich die beste Dystopie des Jahres!, 12. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dark Canopy (Gebundene Ausgabe)
Dystopien haben Hochkonjunktur. Schon vor mehreren Jahrzehnten haben Autoren wie Aldous Huxley („Brave New World“, 1932) oder George Orwell („1984“, 1949) mit Romanen, die in einer negativen erfundenen Gesellschaft spielen, Furore gemacht. Heute hat der Hype um die Anti-Utopien, in denen individulle Rechte mit Füßen getreten werden und Krieg und Unterdrückung herrschen, beinahe jedes Jugendzimmer erreicht.

Auch „Dark Canopy“ von Jennifer Benkau nimmt den Leser mit auf eine Reise in die Zukunft, in der die Menschen unterjocht werden und in Angst und Schrecken leben. Die Percents, künstlich geschaffene Soldaten, haben die Weltherrschaft übernommen. Als „Kampfmaschinen“ für den 3. Weltkrieg gezüchtet, sind sie den Menschen körperlich weit überlegen. Doch sie haben einen Feind: Das Sonnenlicht verbrennt ihre Haut. Aus diesem Grund wurde die Welt verdunkelt. Tag ein, Tag aus schleudert eine Maschine Staub in die Atmosphäre und hat der Bevölkerung nicht nur das Licht, sondern auch den Lebensmut genommen. Ein Dasein in Resignation ist „grauer Realität“. In dieser Welt wächst die 20jährige Joy auf. Sie jedoch gehört zu den Wenigen, die sich den Unterdrückern widersetzen und außerhalb der Stadtmauern wohnen. Joy ist als Freiheitskämpfern auf ein Leben im Untergrund geschult. Dennoch fällt auch sie eines Tages den Percents in die Hände und damit ist ihr Schicksal besiegelt. Als Soldatin für die jährlich stattfindende Menschenjagd auserkoren, bleibt ihr nur die Aussicht auf einen grausamen Tod oder bestenfalls eine Zukunft als Gebärmaschine im Zuchtprogramm der Percents… Doch gerade unter den Feinden gibt es jemanden, der dieses Schicksal nicht akzeptieren will und damit sein eigenes besiegelt!

Schon als ich den Plot von Jennifer Benaus Roman gelesen habe, war klar, dass „Dark Canopy“ Potential hat und mir ein nettes Lesewochenende bescheren wird. „Nett“ ist jedoch weit gefehlt! „Dark Canopy” hat nicht „nur“ Potential, der Roman hat mich gepackt und nicht mehr losgelassen. Noch immer, während ich dies schreibe, bin ich gefangen von dem Zauber, der Benkaus’ Dystopie innewohnt. Dieser Zauber wohnt zwischen den Zeilen, zwischen den Figuren, zwischen Joy und Neel.

Er ergibt sich aber in erster Linie daraus, dass „Dark Canopy“ mich überrascht hat. Das Buch folgt nämlich nicht hundertprozentig dem gängigen Muster eines Jugendromans. Zwar bedient sich Benkau auch typischen Erfolgszutaten und hat die Geschichte um eine unmögliche Liebe zwischen Feinden in einer dystopisch geprägten Welt als Fortsetzungsroman angelegt. Dennoch ist “Dark Canopy” anders: Der Roman ist grausamer, düsterer, spannender und begnügt sich nicht in typischer Jugendroman-Manier mit dem ersten Kuss und „übermoralisierenden“ Botschaften. Wo Gewalt sonst nur angedeutet wird, liest man von einem „eingetretenen Brustkorb“ auf dem Gehweg, von „blutverklebtem Harr“ und fehlenden „Schädelrückseiten“. Man liest von Trauer und Schmerz, von Menschen die brechen und verzweifeln, von Tränen, Tod und Resignation, von Vergewaltigung, Schuld und Enttäuschung. Man liest aber auch von unverhoffter Freundschaft, von Hoffnung, von Widerstand, Versöhnung und von Liebe. Zu verwechseln ist diese Liebe jedoch nicht mit dem so weit verbreiteten Kitsch. Es ist eine Liebe gewachsen in Zeiten des Krieges, ungewollt, lästig, gefährlich: „Wenn ich eine Wahl hätte, wärst Du mir egal“, heißt es da, doch gibt es keine Wahl, wenn die Gefühle zuschlagen. Und deshalb „muss man manchmal etwas riskieren, ohne hundertprozentig zu wissen, wie es ausgeht.“

Dass Benkau diese Zeilen aus der Mitte des Buches mehr als nur zufällig gewählt hat, wird gegen Ende von „Dark Canopy“ klar. Die letzten 50 Seiten des Romans ähneln einem Ritt in die Hölle. Noch immer kann ich die Angst riechen, die alles umgibt, noch immer stockt mein Atem, noch immer fliegen die Bilder hastig vor meinem inneren Auge vorbei und noch immer hämmert die Einsicht des Romans in meinem Kopf: „Sie waren alle gleich“, Unterdrückte wie Unterdrücker!

„Dark Canopy“ ist nichts für „schwache Nerven“ und für Leser, die erwarten, dass am Ende alles gut ist. Allen anderen sei der Roman mehr als empfohlen: spitzzüngige Dialoge, die nicht nur einmal zum Schmunzeln bringen, elektrisierende Spannung, und eine berührende Liebesgeschichte machen den Reiz von „Dark Canopy“ aus! Die Fortsetzung soll im Frühjahr 2013 erscheinen, doch „Dark Canopy“ lässt sich bestens als Einzelroman lesen.

Für mich bisher die beste Dystopie des Jahres!
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Waren die Erwartungen zu groß?!, 23. August 2012
Von 
Biwi Strawberry (Eferding, Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Dark Canopy (Gebundene Ausgabe)
In "Dark Canopy" werden die Menschen von den sogenannten "Percents" - ursprünglich für den 3ten Weltkrieg genetisch erzeugte Krieger - beherrscht. Da diese Krieger kein Sonnenlicht vertragen, verdunkeln sie mit der titelgebenden Maschine den Himmel und sorgen somit für eine düstere, grausame und brutale Welt.
Einige wenige Rebellen trotzen noch der ewigen Dunkelheit und der Gewaltherrschaft der Percents. Unter ihnen befindet sich auch Joy, eine junge Frau die zusammen mit ihrem Clan versucht außerhalb der Stadt - in der die Menschen wie Sklaven zusammenleben und dienen müssen - zu überleben.
Bei einer Rettungsaktion wird Joy jedoch gefangen genommen und wird fortan von einem jungen Percent namens Neél zu einem Soldaten für das jährliche "Chivvy" - einem Wettkampf um Leben und Tod - ausgebildet. Zuerst noch Feinde, finden die beiden heraus, dass ihre Welten und Ansichten doch nicht so verschieden sind wie zuerst geglaubt.

Ich muss zugeben, die vielen (äusserst positiven) Rezensionen haben mir den Mund ziemlich "wässrig gemacht". Leider konnten diese Erwartungen nicht ganz erfüllt werden.

Die grundsätzliche Geschichte ist zwar nicht schlecht und TEILWEISE neu (das mit der Maschine) aber trotzdem kommt sie einem ZU bekannt vor (Übermenschen unterwerfen Menschheit) und hat viel zu wenig Tempo um wirklich mitreißend oder spannend zu sein. Zu oft tigert Joy in ihrer Zelle herum oder wird von Néel niedergeworfen. Auch die "Verschwörungstheorien" hinterlassen einen faden Beigeschmack, da sie irgendwie zu unausgegoren wirken und scheinbar nur am Rande dahintümmpeln.

Auch die Charakter konnten mich wenig bis gar nicht überzeugen.
Natürlich kann Joy kein verhätscheltes liebevolles Mädchen von nebenan sein, diese Hartherzigkeit und und Rücksichtslosigkeit sind jedoch dann doch etwas übertrieben. Man kauft ihr ihre Handlungen, Gefühle und Gründe für ihre Taten einfach nicht ab.
Matthial hat mich an der ganzen Geschichte am Meisten gestört. Absolut unnachvollziehbar und unnötig wie sein Charakter sind auch die definitiv zu langen Kapitel mit/über ihn. Man fragt sich gegen Ende einfach nur noch "Ja und was hat das jetzt gebracht?!"
Neél hingegen ist der einzige Charakter, der halbwegs überzeugte.
Die Wandlung von dem "bösen bösen Feind" zum Freund und später sogar Geliebten war großteils nachvollziehbar. Hinter der harten Fassade blitzte immer wieder der weiche Kern hervor und machten ihn somit angreifbar und sympathisch.

Die Liebesgschichte an sich ist zwar "nett" irgendwann jedoch aufgrund Joys sehr häufigen Zweifeln und dem ständigen "Nein, es darf nicht sein!", dass sich plötzlich schlagartig in ein "Jaa, nimm mich!" umwandelte, einfach nur noch nervig.

Hier nur das Negative hervorzuheben wäre jedoch unfair!
Man sollte betonen, dass Jennifer Benkau einen tollen und frischen Schreibstil hat. Sie traut sich, den Protagonisten "harte" Wörter in den Mund zu legen, die zwar vl für ein Jugendbuch etwas "gewöhnungsbedürftig" klingen, angesichts der Endzeitstimmung jedoch vollkommen angebracht sind und das Ganze authentischer machen. Auch die häufig verwendeten Metaphern wirken toll und verdichten (so weit als möglich) die Geschichte.

Fazit: Dystopien überschwemmen ja momentan den Büchermarkt und so ist der Wettbewerb hart und ein Vergleich schnell gezogen. "Dark Canopy" schneidet dabei BEI MIR eher schlechter ab! Zu sprunghaft die Geschichte, zu unsympathisch die Charaktere, da hilft auch der tolle Schreibstil leider nichts mehr.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Absolut nicht meins, 4. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dark Canopy (Gebundene Ausgabe)
Cover:
Das Cover wirkt schon sehr mystisch und es passt dazu, dass die Sonne kaum scheint.

Meinung:
Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass ich zu hohe Erwartungen hatte, weil ja beinahe jeder Blogger dieses Buch abgöttisch liebt, oder ob es wirklich an dem Buch selbst lag, dass ich es nicht mochte.

Ich fand, dass die Welt für ein dystopisches Setting nicht genug innovative Ideen hatte. Okay, dass die Percents die Sonne manipulieren und allen Menschen nur eine bestimmte Zeitspanne an Sonnenlicht zugestehen, ist schon ziemlich gut, auch wie die Percents erklärt werden, was sie sind und wozu sie dienen, fand ich in Ordnung. Aber darüber hinaus? Da gab es kaum etwas, was nicht aus den zwischenmenschlichen Interaktionen heraus entstand. Wenn die Percents nicht wären, gäbe es das Chivvy nicht, aber alles läuft nur auf diese beiden Dinge zurück. Mir persönlich war das einfach nicht komplex genug, weil sich sowohl der Handlungsstrang UND auch der Weltenentwurf immer nur auf diese beiden Dinge bezog. Darüber hinaus gab es keine anderen, neuen Ideen, die man nicht schon aus anderen Dystopien kannte.

Dazu kommt, dass ich mit absolut keinem der Charaktere warm geworden bin. Joy finde ich herzlos und berechnend, Neél ist ein Kontrollfreak, ob er sein muss oder will, sei mal dahingestellt, Matthial ist ein naiver Mitläufer und sein Vater Mr. Mysterious, den man nicht wirklich einschätzen kann.

Joy war mir als Protagonistin SO unangenehm, dass ich mich beinah gefreut habe, wenn es ihr schlecht ging. Ihr ständiges Gerede davon, dass sie ja nicht fair sein muss, schließlich ist in dieser Welt nichts fair, dass sie Matthial nur benutzt, weil sie nicht allein sein kann, ihn aber nicht liebt, all das sind Züge, die ich nicht mochte und mit denen ich mich auch von Anfang bis Ende nicht arrangieren konnte. Sie schläft mit irgendwelchen Typen, nur um sich selbst was zu beweisen und an ihre Ziele zu kommen, das finde ich erbärmlich, weil sie es eigentlich nicht nötig hat.

Neél war mir zu krampfig. Gerade was die Friede Freude Eierkuchen-Stimmung angeht…bah, wie oft hatten wir das schon in Romanen? Er hat nicht diese anstrengende Seite des Beschützens an sich, das nicht. Aber diesen Drang nach Eintracht, den man zwar verstehen kann, der mir aber langsam zu eintönig wird, weil es in Jugendbüchern nur so davon wimmelt.

Matthial fand ich ehrlich gesagt langweilig und seinen Vater auch. Ich hatte das Gefühl, dass da nochmal versucht wurde, etwas krampfhaft Spannung einzubringen, hat bei mir aber nicht mehr gewirkt. Zumal ich diese beiden Figuren ebenfalls nicht mochte.

Ich hab mich durch die 524 Seiten gequält, dass ich das Buch am liebsten einfach sein gelassen hätte. Was passiert denn? Joy kämpft, nutzt andere aus und heult rum. Finde ich für so ein fettes Buch etwas wenig. Ich musste auch ständig an „Die Bestimmung“ denken, wo auch beinahe auf jeder Seite irgendwer am Kämpfen war, ohne dass es dafür immer seine Gründe gab. Ich muss auch sagen, dass ich finde, dass die Idee vom Chivvy für mich ziemlich nach einem (schlechten) Abklatsch von „Die Tribute von Panem“ klang, auch wenn ich das nicht gern sage. Nur dagegen ist Katniss‘ Überlebenskampf tausend Mal spannender.

Der Schreibstil hat mir aber sehr gut gefallen, um auch mal was Positives zu sagen. Es hat gedauert, bis ich damit warm geworden bin, aber letztendlich fand ich ihn sehr schön. Durch die teilweise abgehackten Sätze ergaben sich interessante Bilder im Kopf und das hat mir gut gefallen, kommt nicht oft vor, dass ein Schreibstil, der doch sehr eigen ist, mich so einnehmen konnte. Leider übertrug sich das aber nicht auf Joy, worauf ich bis zur letzten Seite gewartet habe.

Mir ist auch nach allem die Lust vergangen, dem zweiten Teil überhaupt eine Chance zu geben, dazu ist mir das Buch einfach zu dick und ich hab keine Lust, in eine absolute Leseflaute gestürzt zu werden.

Fazit:
Weder die Charaktere, noch die Welt konnten mich überzeugen. Ich denke, dass Fans von „Die Bestimmung“ mit diesem Buch ihre Freude haben werden, aber mir haben die ständigen Kämpfe nicht zugesagt. Auch die Figuren sind sehr eigenwillig, ich habe bis zum Ende keinen Zugang zu ihnen gefunden. Der Schreibstil ist wirklich sehr schön, kann das aber nicht retten. Leider. Für mich war das Buch absolut nichts.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende und düstere Dystopie - ein MUSS!, 24. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Dark Canopy (Gebundene Ausgabe)
"Dark Canopy" ist ein Roman der Autorin Jennifer Benkau. Zugegeben: Wenn ich es nicht gewonnen hätte, hätte ich dieses Buch vermutlich niemals gelesen, denn: gekauft hätte ich es auf keinen Fall. Der Klappentext entspricht so garnicht meinem Geschmack und zum "mal testen" war mir dieses Buch dann auch einfach zu teuer und zu dick. Wie es der Zufall aber nun wollte, gewann ich dieses Buch. Vor ein paar Tagen (als ich noch der festen Überzeugung war, dass sich mein Gesundheitszustand bessert und ich aufs Fantasy Festival nach Flörsheim gehen kann) plagte mich dann der Gedanke bei einer Lesung anwesend zu sein, bei der ich das Buch gar nicht kannte und so schleppte ich mir den über 500 Seiten Wälzer herbei und begann zu lesen.

Im Intro begegnen wir direkt Joy, damals als etwa 16 jähriges Mädchen, die zum ersten Mal in ihrem Leben einem echten Percent (in diesem Falle der "Vorstufe" - einem Varlet) gegenübersteht. Wir werden nicht langsam ins Geschehen hineingeführt sondern direkt hineingeworfen und müssen uns in einer ganz neuen Welt zurecht finden, in der nichts mehr so ist, wie wir es heute, im Jahre 2012 gewohnt sind. Da die Percents kein Sonnenlicht vertragen wird der Himmel durch Maschinen, die "Dark Canopy", verdunkelt, indem immer wieder Staub in die Luft geschossen wird, der sich sammelt und jegliches Sonnenlicht verschluckt. Nur 2 Stunden am Tag, morgens nach dem Sonnenaufgang, werden die Dark Canopy ausgeschaltet, damit die Frucht auf den Feldern ausreichend Tageslicht bekommt und wachsen und gedeihen kann. Die Percents sind überall und die Menschen versuchen nicht aufzufallen, nicht in die Hände der Percents zu gelangen und schon gar nicht deren Missgunst auf sich zu ziehen, denn sie sind grausam. Percents atmen durch die Haut, die Eigenschaft die sie so empfindlich für Sonnenlicht macht, sehen selbst im Dunkeln so gut wie im Tageslicht und hören sehr viel besser als jeder normale Mensch. Sie scheinen gefühllos und kalt, benehmen sich nahezu wie Roboter.

Joy begegnet uns als mutige, wissbegierige, verantwortungsbewusste und zähe junge Frau, die zu Anfang alles tut um ihre beste Freundin, die bei einem "Ausflug" in die Stadt von den Percents geschnappt wird, zu retten. Sie mobilisiert alle möglichen Kräfte, aufgeben ist keine Option. Als sie selbst geschnappt wird, erleidet sie Todesängste, versucht nach außen hin jedoch stark zu bleiben und niemals Schwäche zu zeigen. Die Percents beschließen sie als Soldat für das Chivy auszubilden und so wird sie dem jungen Varlet Neél zugeteilt, vor dem sie zuerst panische Angst hat, vorallem da sie bereits die Ruppigkeit anderer Varlets mitbekommen hat und weiß, dass sich ein Varlet immer nimmt, was er will. Neél trainiert sie bis aufs äußerste und Joy leidet Todesqualen doch sie gibt niemals auf, zeigt niemals Schwäche. Sie wehrt sich mit Händen und Füßen, geistig wie körperlich und versucht sich immer an den Gedanken einer besseren Zeit, ihrer Familie und ihrem Clan festzuhalten. Doch während ihrer Zeit in Gefangenschaft lernt sie nicht nur härter zu kämpfen und Stärke zu beweisen, sie lernt auch ihren Ausbilder Neél einzuschätzen und hinterblickt dann und wann seine Fassade, was ihr so manches Mal einen großen Vorteil einbringt. Joy wirkt auf den Leser stark, mutig, unaufhaltsam, unnachgiebig und allzeit bereit, man zweifelt niemals an ihr und bewundert ihre Intelligenz, ihre Kombinationsgabe und ihren Drang nach Freiheit und Überleben.

Neél, Joys Ausbilder, wirkt am Anfang grausam, unnahbar und wenig menschlich. Er quält Joy bis aufs äußerste und aus irgendeinem Grund scheint er sie bis aufs Blut zu hassen. Nach und nach fällt die Fassade jedoch und nicht nur Joy, sondern auch dem Leser wird bewusst, dass auch ein Varlet/ ein Percent sowas wie menschliche Züge aufweisen kann und nicht durchweg grausam sein muss. Neél macht eine Entwicklung durch, die zwar nicht in riesen Schritten erfolgt, aber durchaus spürbar ist und durch ihr langsames Fortschreiten wesentlich natürlicher und glaubhafter vonstatten geht, als das bei rasanten Schritten der Fall wäre. Die Beziehung zwischen Neél und Joy verändert sich, wird weniger grausam, mehr Kollegial und irgendwann hat man das Gefühl, dass er ihr nur helfen will zu überleben, statt sie nur zu trainieren um selbst aufzusteigen. Hinter Neéls Fassade steckt mehr als man vermutet und auch wenn manche Dinge wahrhaft vorhersehbar sind, wirkt das ganze nicht aufgesetzt oder nervig sondern natürlich, es erscheint als Ende eines Prozesses.

Joys bester Freund und Liebhaber Matthial, der auch gleichzeitig der Sohn des Clanführers Mars ist, hat immer wieder seinen Auftritt und teilweise werden Kapitel eingestreut, die beschreiben was in Matthials Leben und Clan passieren, jedoch nicht aus seiner Sicht erzählt werden, sondern aus der Sicht eines Erzählers. Die übrigen Kapitel erzählt Joy, in Ich-Form, aus ihrer Sicht. Matthial erscheint anfangs nett und sympathisch, wenn auch etwas eigenwillig und von seinem Vater Mars unterdrückt. Als Joy gefangen genommen wird, bricht für Matthial eine Welt zusammen und er setzt alle Hebel in Bewegung um seine Freundin wieder zu befreien. Die einzelnen Kapitel um Matthial sind interessant und spannend gestaltet, jedoch macht auch er im Laufe der Zeit eine Wandlung durch, die sich nicht gerade zu seinem Vorteil auswirkt, sondern ihn nach und nach unsympathischer und egoistischer erscheinen lässt.

Die weiteren auftretenden Charaktere, Amber (Joys beste Freundin), der Percent Cloud und seine "Frau" Mina, der Soldat Brad, der Percent Graves und viele andere sind allesamt unersetzlich und bringen den Lauf der Geschichte immer weiter voran. Sie sind mal mehr mal weniger sympathisch und doch möchte man niemanden missen da alle ihre Aufgabe in dieser großen Geschichte erfüllen und ohne sie ein Stück Geschichte verloren ginge.

Besonders fasziniert hat mich der Erzählstil der Autorin, die wunderbare Umschreibung der Orte und Personen, die spannende Sprache und die neue, fremdartige Welt in die wir bei "Dark Canopy" eintauchen dürfen. Viele neue, spannenden Ideen und Vorgänge, hielten die Geschichte in Gang, trieben mich unaufhaltsam auf das Ende des Buches zu und sorgten dafür, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und wollte, egal wie sehr mein Kopf (vor Kopfschmerzen) pochte und nach Ruhe verlangte. Der Cliffhanger am Ende des Buches lies mich das Buch laut fluchend zuklappen und mein innerstes lechzte fast schon nach dem zweiten Band - auf den wir jedoch leider noch einige Zeit warten müssen.

"Dark Canopy" ist ein kleines Wunder, dass uns in eine neue Welt entführt, uns ganz neue Ansichten und Dinge vermittelt und uns eines mit auf den Weg gibt: Traue niemals Deinem ersten Eindruck, versuche die Dinge zu hinterfragen und gibt niemals auf - egal was passiert.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überragende Dystopie, die durch ihre spannenden, überraschenden Handlungen punkten kann, 31. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Dark Canopy (Gebundene Ausgabe)
Dark Canopy ist eine der besten Dystopien die ich bislang gelesen habe. Schwierig war es wirklich dieses überragend gute Buch in Worte zu fassen.
Das hübsche Cover ist sehr ansprechend und passend zum Inhalt, denn die abgebildete Frau steht unter einem dunklen Himmel und wie der Titel 'Dark Canopy' schon ausdrückt, beinhaltet das Buch dieses Thema.

Joy ist eine Rebellin in einer Welt nach dem dritten Weltkrieg, in der die Menschen von Percents beherrscht werden. Joy, ihre Schwester, und ihre Freunde sind einige der wenige, die sich gegen dieses Regime auflehnen. Eines Tages wird Joys beste Freundin von den Percents verschleppt da steht ihre Entscheidung fest, diese zu befreien. Wird sie dies bewerkstelligen können oder läuft ihr Plan mehr als schief?

Jennifer Benkau hat sich durch ihre Dystopie direkt in mein Herz geschrieben. Sie hat einen grandiosen, anschaulichen Schreibstil und versteht es den Leser in ihre Welt zu ziehen und dort fest zu halten. Obwohl dieses Buch über 500 Seiten hat und schon zu den Wälzern zählt, konnte ich es nur für kleine Pipi-Pausen auf Seite legen. Diese intelligente, spannende Handlung um die Protagonistin Joy ist fesselnd und begeistert wirklich jeden Dystopien-Fan. Jennifer Benkau benutzt viele Metaphern, die den Text wundervoll ausschmücken. Doch diese verkomplizieren den Schreibstil überhaupt nicht, denn dieser ist klar verständlich. Sie hat mich mehrfach fast in den Wahnsinn getrieben, denn ich bin ein sehr neugieriger Leser, aber die Handlung lässt sich alle Zeit der Welt, was das Aufklären von Situationen angeht. Vom ersten bis zum letzten Wort klebt der Leser förmlich an den Wörtern des Buches und wird erst aus Joys atemberaubender, düsteren, außergewöhnlichen, Gefühlsgeladener Welt entlassen, sobald die letzte Seite ausgelesen ist und selbst dann fällt es dem Leser schwer emotional los zu lassen.
Spannungstechnisch fehlte absolut nichts. Mitfiebern, zittern, weinen, erleichtert aufatmen ist Alltagssituation beim Lesen dieses Werkes. Viele unvorhersehbare Überraschungen werden dem Leser geboten, sodass manche Münder offen stehen und sich nicht mehr so leicht schließen lassen, weil die nächste Überraschung schon im nächsten Abschnitt lauert. Auch Humor fehlt keinesfalls, denn besonders Joy und Neél gefällen mir aufgrund ihrer sehr ironischen und sarkastischen Art und Weise. Ich kann Jennifer Benkau nur gratulieren, denn sie hat absolut meinen Nerv getroffen.

"Ein Varlet hat es mir weggenommen, vor mehr als drei Jahren, im Wald, einen Stundenmarsch von hier entfernt. Er hätte mich damals töten können. Oder gefangen nehmen. Hat er aber nicht. Er hat mir nur das Messer weggenommen. Und nun hat Cloud es. Warum?"
"Er hieß Jones", sagte Neél.
"Wer? Der Varlet?"
"Nein, der Vogel, der ihm auf den Kopf geschissen hat."

Jeder Charakter ist facettenreich und liebevoll ausgearbeitet. Besonders lieb gewonnen habe ich die Protagonistin Joy. Sie ist mitreißend und stark. An ihrer Stelle würde ich sterben vor Angst und hätte wahrscheinlich absolut keine Überlebenschance in dieser Welt. Da kann der Leser nur froh sein, dass wir den dritten Weltkrieg nicht wie Joy erlebt haben und nicht von den fürchterlichen Furchteinlösenden Percents beherrscht werden. Also aufatmen und Buch kurz Beseite lesen. Sobald der Leser wieder aufnahmefähig ist lernt Joy auch schon Neél kennen und verliebt sich mit und mit in einen solch schrecklichen Percent. Gut gefällt mir, dass es keine kitschige Liebe auf den ersten Blick ist, denn dies wäre in der Situation in welcher sich Joy und Neél befinden unrealistisch. Zwischen den beiden entwickelt sich über die Seiten immer mehr Vertrauen. Joys Gefühlswelt wird detailliert beschrieben, sodass der Leser gemeinsam mit ihr die Percents hassen und lieben lernt. Auch die anderen Figuren kommen keinesfalls zu kurz: Die Rebellen und auch die Percents werden dem Leser näher gebracht und ausführlich geschildert.

Jennifer Benkau erzählte in ihrer Lesung, dass sie Neél, falls es zu einer Verfilmung von Dark Canopy kommen würde und sie eine Traumbesetzung auswählen dürfte, am liebsten durch Ian Somerhalder besetzten würde. Ich liebe Ian Somerhalder und noch mehr liebe ich Neél, sehr schöne Mischung und guter Geschmack der Autorin.

Dark Canopy ist genau ein solches Buch bei dem der Leser die Danksagungsseite verflucht, weil er kurz vor dem Verhungern ist und noch mehr Handlungsfutter über Joys Welt sucht. Definitiv gelungener Cliffhanger, jedoch sollte Jennifer sich schämen, da sie die Leser von ihrem Werk in tiefe Wartensdepressionen stürzt. Band 2 wird das Abschlussbuch sein und wahrscheinlich nächstes Jahr im März erscheinen, ich bin gespannt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen unglaublich gut durchdachte Dystopie, spannend und fesselnd!, 21. Juli 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dark Canopy (Gebundene Ausgabe)
IHRE MEINUNG:
Zitat:
"Vielleicht wurde ich verrückt, vielleicht verlor ich den Verstand. Aber vielleicht... so gering die Chance auch sein mochte... hatte ich meinen Helden ja gefunden."
(S.283)
"Mein Messer war mir einst so vertraut gewesen wie meine eigene Gefühlswelt. Jetzt schnitt ich mich daran. Am einen wie am anderen."
(S.387)

Inhalt:
Großbritannien: 40 Jahre nach der Übernahme
Die Percents sind als Sieger aus dem Dritten Weltkrieg hervorgegangen und beherrschen die Menschen. Ihre größte Verletzlichkeit stellt das UV-Licht der Sonne dar, weswegen Dark Canopys den Himmel abdunkeln. Nur 2 Stunden Sonne am Tag sind für die Natur nötig, um genug Nahrung zu produzieren.
Mit zwei Feiertagen im Jahr werden die Menschen gedemütigt: Am Tag der Eroberung müssen sie den Percents Spalier stehen, am Blutsonnentag wird die Demütigung zur brutalen Unterhaltung: Die Hetzjagd auf die durch Varlets, die Kriegsanwärter der Percents, ausgebildeten Menschen - "Soldaten" - findet statt.

Die 19-jährige Joy lebt bei einem Rebellenclan. Bei einem der notwendigen Handelsgänge in die Stadt gerät sie und ihre Freundin Amber in eine Falle. Amber wird gefangengenommen. Joy will sie retten und tut alles dafür, die notwendige Mannschaft zusammenzustellen. Doch die Mission ist nicht erfolgreich. Auch Joy gerät in die Hände der Percents.
Bei einer Art Beute-Verteilung bestimmt sie der Percent Cloud als die Seine und übergibt sie an den Percent-Anwärter Neél - als seinen Soldaten. Er ist anders, als Joy sich einen Percent vorgestellt hat. Aber auch das kann nicht von der grausamen Bestimmung eines Soldaten ablenken. Und vielleicht ist es nicht Neél, den Joy am meisten fürchten sollte.

Meinung:
Das Buch beginnt mit dem "Intro", einem kurzen Rückblick in Joys Welt vor dreieinhalb Jahren, erzählt von der grundlegenden Struktur des Landes und zeigt Joys ersten Kontakt mit einem Percent, den sie aus unbekannten Gründen überlebte. So wird der Leser kurz und knapp in die Welt unter der Regentschaft der Percents eingeführt und neugierig gemacht.

Ich habe lange nachgedacht, warum der gewisse Funke nicht sofort auf mich übergesprungen ist. Die Idee hinter dem Buch ist grandios, die Umsetzung und die Geschichte dahinter noch besser, Frau Benkaus Art zu beschreiben fantastisch... !
Doch ich bekam nicht sofort Zugang zu der gefühlskalten Joy:

Joy wird mit 16 eine Kriegerin der Rebellen. Sie lässt sich feiern, dass sie einem Percent "entkommen" ist. Sie fasst den Entschluss den Clan zu verlassen, denn sie will mehr. Zu einer Beziehung irgendeiner Art ist sie nicht fähig. Matthial ist ihr bester Freund, sie hat Sex mit ihm, wann immer sie will, ignoriert aber sein Bedürfnis nach mehr. Er ist ihr zwar wichtig, sie will ihn nicht verlieren und gibt sogar zu, ihn in gewissen Situationen zu lieben - dennoch handelt sie ganz ohne über die Folgen nachzudenken. Für ihre Sache ist sie sich nicht zu schade, sich zu prostituieren.
Irgendwann war ich von ihrer Art wirklich genervt.
Aber: Das Ganze ist definitiv kein Kritikpunkt sondern macht nur die Wesensveränderung von Joy umso deutlicher. Ich habe euch meine Gedanken aber dennoch vermerkt, falls es euch ebenso ergehen sollte und ihr mit dem Gedanken spielen solltet, abzubrechen. Macht es nicht!
Hätte Joy nicht diesen ganz eigenen Charakter, hätte "Dark Canopy" sicherlich nicht diese Gesamtstimmung und -wirkung auf den Leser.
Denn es gibt einen - eigentlich winzigen - Wendepunkt, an dem meine Antipathie umschlug und Joy sich änderte. Sie verhält sich anders, wird kooperativ und bereut selbst, dass sie nicht aus ihrer Haut kann.

Matthial hingegen war mir anfangs sofort sehr sympathisch. Er ist der Sohn des Clanführers Mars und mit dessen Führung nicht einverstanden. Er wird von ihm nur unter vier Augen wie sein Sohn behandelt, als etwas Besonderes. Er macht sich stets Sorgen um Joy.
Nach dem Verlust von Amber stellt er sich gegen seinen Vater, wird aber immer mehr gedemütigt. Noch mehr verletzt ihn aber die Unterstellung von Joy, er würde wegen dem Sex zu ihr halten.
Auf Joys Flucht vor den Percent versucht er, ihr Zeit zu verschaffen - wäre dies misslungen, hatte er einen anderen Plan - beides zeigt, wie sehr er Joy liebt. Denn nichts - gar nichts - ist schlimmer, als in die Hände der Percents zu gelangen.

Auch über den Percent Neél könnte ich einiges erzählen. Doch das würde euch vermutlich den Spaß an dem Buch verderben. Er war definitiv mein Liebling. Ab seinem Auftreten wurde "Dark Canopy" noch besser und er ist ein so tiefgründiger Charakter, dass ich es wirklich schade finde, nicht spoilern zu dürfen.

Der Schreibstil von Frau Benkau ist einfach und flüssig, die Stimmung "Dark Canopy" angepasst düster. Joy erzählt ihren Teil der Geschichte aus der Ich-Perspektive und gibt somit Einblicke in ihre verquere Gefühlswelt. Die Kapitel aus Matthials Sicht, die immer wieder eingeschoben werden, sind auktorial erzählt.

Nach einem kurzen Einstieg in die Geschichte wird sofort Spannung aufgebaut, die sich in kurzen Wellen abfallend bis zum Ende hin immer weiter aufbaut - und dem Leser somit kaum Verschnaufpausen gönnt. Die Geschichte ist so gut durchdacht, die Percents und ihr logischer Hintergrund so detailliert beschrieben, dass man allein davon Angst bekommen könnte. Und doch findet man sogar ab und an Humor in Form von Situationskomik.

"Dark Canopy" birgt sogar eine Message: Es erinnert uns daran, dass es bei den ständigen Kriegen und Kämpfen auch "die andere Seite" gibt, dass die Forschung gegen Krankheiten auch "Nebenwirkungen" mit sich bringen könnte, ebenso unser ständiger Hunger nach mehr Energie.

Meinung:
Frau Benkau ist mit "Dark Canopy" ein Meisterwerk gelungen. Eine Dystopie die dermaßen logisch auf unserer Situation aufgebaut sein könnte, dass man Angst bekommt. Diese Idee, gepaart mit einem tollen Schreibstil und tiefgründigen Protagonisten geben mir keine andere Möglichkeit, hierfür 5 Bücher zu vergeben.

Es ist ein Must-Read für alle Dystopie-Fans und alle, die es werden wollen! Lest es!

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SEINE MEINUNG:
Zitat:
"Beim Chivvy wirst du fortlaufen, dich verstecken, bis es sicher für dich ist, Soldat."
(S. 229)

Inhalt:
Die Welt wird von den Percents beherrscht. Mit Dark Canopy, einer Maschine zur Verdunkelung der Atmosphäre, haben sie eine Düsternis über die Welt gelegt, in der die Percents besser sehen können als die Menschen. Körperlich sind sie den Menschen sowieso überlegen. Die Düsternis ist für die Percents überlebensnotwendig, da sie eine UV-anfällige Haut haben.
Zweimal im Jahr läuten die Kirchenglocken. Einmal im Frühjahr zum Tag der Eroberung; das andere Mal im Herbst zum Blutsonnentag. Am Tag der Eroberung müssen die Menschen den feiernden Percents zur Demütigung Spalier stehen. Am Blutsonnentag wird die Demütigung jedoch noch größer. Hier findet das Chivvy, die Menschenhetzjagd, statt. Das ist das Ereignis, an dem die Varlets unter den Percents zu Kriegern werden und sich ihr späterer Rang bestimmt.
An täglich 2 Stunden wird Dark Canopy abgeschaltet. Das ist das Mindestmaß an Zeit, um eine einigermaßen ausreichende Ernte sicherzustellen, damit vor allem für die Percents genügend Essen vorhanden ist. In diesen 2 Stunden können aber auch die Rebellen, die sich außerhalb der Städte versteckt halten, Kontakt mit den Städtern aufnehmen und Tauschhandel betreiben. Die Percents sind während der Sonnenstunden nur in überschaubarer Anzahl und in Schutzanzügen auf den Straßen.
Joy gehört zu einem Rebellen-Clan, der von Mars angeführt wird. Der Clan lebt in einer alten Coca-Cola-Fabrik. Ihr bester Freund ist Matthial, Mars' Sohn, mit dem sie auch schläft, wenn ihr danach ist. Mars führt den Clan mit harter Hand ohne Kompromisse. Die Situation ist gefährlich: Die Razzien der Percents finden tagtäglich statt. Der Unterschlupf des Clans wurde zum Glück bisher verschont.
Bei einem Tauschhandel in der Stadt geraten Joy und ihre beste Freundin Amber in eine Falle. Nur Joy schafft es, an diesem Tag zum Clan zurückzukommen...
Joy versammelt einige Clanmitglieder um sich, um Amber zu retten. Sogar ein unangenehmes persönliches Opfer nimmt sie für die Rettung von Amber in Kauf. Doch der Plan scheitert. Joy wird von den Percents gefangengenommen. Kurz darauf wird sie auf dem Markt als menschliche Ware angeboten und an den Percent Cloud verhökert. Cloud reicht sie jedoch gleich an seinen Varlet Neél weiter, der sie aber gar nicht haben will.
Joy ist nun Soldat! Neéls Soldat. Was das bedeutet, erfährt sie kurz darauf. Die Chivvy wurden den Percents zu langweilig, weil man Jagd auf untrainierte Menschen gemacht hatte. Auf Dauer fühlten sich die Percents gelangweilt. Das sollte nun anders werden. Jeder Varlet darf nun seinen eigenen Soldaten trainieren. Je später dieser im Chivvy stirbt, desto höher der spätere Kriegerrang des Varlet. Hat Joy überhaupt eine Chance, gegen die deutlich überlegenen Percents zu bestehen?

Meinung:
Ich habe im Vorfeld viel Gutes über "Dark Canopy" gehört. Entsprechend hoch waren natürlich auch meine Erwartungen. Und ich kann sagen, dass meine Erwartungen in jeglicher Hinsicht erfüllt wurden! Ich hatte noch nicht viele Bücher in der Hand, deren Gesamtpaket durchweg dermaßen überzeugen konnte!
Der Autorin ist es mit ihrem sehr schönen und flüssigen Schreibstil tatsächlich gelungen, dass ich von Anfang bis Ende der Geschichte förmlich in die Handlung hineingesaugt wurde. Ich kann mich an nicht eine einzige Seite im Buch erinnern, auf der ich mich durchquälen musste. Im Gegenteil: Die Autorin konnte das gesamte Werk durchweg spannend und fesselnd gestalten. Am liebsten hätte ich "Dark Canopy" gar nicht mehr aus der Hand gelegt.
"Dark Canopy" ist aus meiner Sicht ein einzigartiges Buch. Viele andere Autorinnen und Autoren dieses Genres sollten dieses Buch als Pflichtlektüre lesen, um von dem erfrischenden Stil Frau Benkaus lernen und profitieren zu können.
Die Charaktere sind zielgenau und einprägsam beschrieben. Es gab keinen Charakter, von dem ich nicht ein Bild im Kopf gehabt hätte.
Joy ist ein selbstbewusstes junges Mädchen. Sie hat zwar Angst vor dem Clanführer Mars, macht letztendlich aber trotzdem, was sie will. Sie wächst im Laufe des Buches förmlich über sich hinaus und beginnt Gefühle zu entwickeln und zu zeigen. Die rebellische Teenagerin reift nach und nach zur jungen Frau. Sie weiß, was sie will und gerät dennoch in eine fast aussichtlose Zwickmühle.
Matthial tat mir am Anfang irgendwie leid. Er ist zwar der Sohn des Clanführers, muss sich aber auch seinem Vater beugen. Dazu kommt dann noch, dass er mehr oder weniger von Joy ein bisschen "ausgenutzt" wird. Braucht Joy jemanden zum reden, geht zu sie zu Matthial. Braucht sie Trost, Matthial ist da. Gut, ausgenutzt kann man auch nicht für jede Situation sagen, denn schließlich schläft er auch mit Joy. Zumindest, wenn ihr mal danach ist. Ansonsten erfährt man in "Dark Canopy", wie sich Matthial von einem gehorsamen Teenager zu einem Anführer entwickelt.
Der Percent Neél ist anfangs selbstbewusst und arrogant. Gefühle scheint er nicht zu kennen. Genauso stellt man sich nach den Schilderungen der Autorin die Percents vor. Aber ich glaube, ich verrate damit nicht zu viel, wenn ich hier schreibe, dass wir von Neél völlig überrascht werden. Natürlich war mir bereits vor dem Lesen des Buches klar, dass hier eine außergewöhnliche Entwicklung stattfinden wird. Wie sich diese allerdings vollzieht und von der Autorin dargestellt wird, war für mich "die hohe Schule des Schreibens". Das muss man so erstmal hinbekommen. Respekt!
Alle Protagonisten sind im übrigen hervorragend beschrieben. Man kann sich in die jeweiligen Situationen gut hineindenken. Gedanken und Aktionen der Handelnden wurde sehr gut dargestellt und ich fühlte mich in der Geschichte gut aufgehoben.
Und, was gehört noch zu einem guten Buch, von dem es bekanntlich eine Fortsetzung geben wird...? Genau! Ich muss sagen, Frau Benkau ist mit dem Schluss des Buches ein richtig gemeiner Cliffhanger gelungen. Ich habe mich, nachdem ich mit dem Buch fertig war, gefragt, wo denn die für mich noch fehlenden 300 Seiten wohl geblieben sind. Das fand ich schon echt gemein! Aber, gemein gut.

Urteil:
"Dark Canopy" kommt mit einer erfrischenden, gut durchdachten Idee daher, gekrönt mit einem unvergleichlich guten Schreibstil. Wäre das Buch eine Endlosgeschichte, würde ich diese Jahr für Jahr weiterlesen. Ich wurde von der ersten bis zur letzten Seite absolut überzeugt und hatte einen grenzenlosen Lesegenuss. Das perfekte Buch für mich habe ich in "Dark Canopy" auf jeden Fall gefunden. Mir bleibt gar nichts anderes übrig, als für dieses Buch unumstrittene 5/5 Büchern zu vergeben.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Packend!, 13. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dark Canopy (Gebundene Ausgabe)
"Man denkt, man würde die Unzufriedenheit ertränken, doch man verändert nur die Sicht darauf. Irgendwann wird man blind." (S. 356)

Die genmanipulierten Waffen, welche die Menschen im dritten Weltkrieg benutzt haben - die Percents -, haben sich aus ihrer Unterdrückung befreit und unterjochen nun ihrerseits die Menschen. Die forche Joy gehört einem Rebellenclan an, der sich dieser Art zu Leben nicht anpassen will, dem es jedoch an Mitteln fehlt, wirklich etwas ausrichten zu können. Als sie dann in Gefangenschaft gerät und einem Percent namens Neél in die Hände fällt, scheint dies das Ende ihrer Existenz zu bedeuten. Doch dann muss sie feststellen, dass der Feind kein emotionsloser Körper ist, sondern durchaus Gefühle hat. Und nicht nur das, auch unter den Percents scheint es Widerstand gegen das Regime zu geben. Ein Widerstand, der weitaus mehr zu tun bereit ist, um die Politik zu verändern, als es die Menschen je waren. Welche Seite ist nun die Richtige? Will Joy Sicherheit oder die Freiheit? Und dann kommen da noch die Gefühle auf, die sie für den wortkargen Neél gegen alle Vernunft entwickelt.

Von der ersten Seite an begreift man in diesem Buch, dass die Welt dunkel und grausam geworden ist. Und das liegt nicht nur daran, dass eine Maschine namens Dark Canopy die Sonne verdunkelt, da die Percents eben diese nicht vertragen. Jennifer Benkau schreckt nicht davor zurück, die Trostlosigkeit dieser Welt genaustens zu beschreiben. Die Menschen sind verbittert, leben in Unterdrückung und Angst und müssen stets fürchten, dass ihr Handeln unangenehme Konsequenzen hat. Aber auch die Percents stehen dem ganzen mit ihrem Hass auf die Menschen in nichts nach, denn immerhin waren die es, die sie vor Jahren als Kriegsmaschinen missbraucht haben. Und so sind die Fronten verhärtet. Von vielen Grausamkeiten erfährt man nur am Rande, denn Joy lebt trotz ihrer Gefangenschaft doch recht behütet, aber eben dieses Zufällige ist es, was das Ganze noch ausgeprägter macht. Man lässt seine eigene Fantasie spielen, welche durchaus Grenzen überschreitet. Aber auch, wenn Joy von Neél recht gut behandelt wird, so erfährt auch sie durchaus Gewalt, wenn auch in Form eines Trainings. Und auch hier wird nicht davor zurückgeschreckt, Verletzungen zu verniedlichen oder nur anzudeuten. Die Dinge werden klar und deutlich beschrieben, was einem gar nicht erst die Möglichkeit gibt, diese Welt ein wenig heller zu gestalten. Auch hat es mich begeistert, wie die Autorin die Realität in klaren Worten bezeichnet, so wird bei einer Leiche über die Ausscheidung gesprochen oder nach einem Bohnengericht über die blähende Wirkung dieser Mahlezeit geschrieben. Ich persönlich schätze das sehr. So werden keine harten Szenen verweichlicht oder verschönert und manchmal muss man schmunzeln, denn manche Dinge kennt jeder, aber sprechen tut man doch eigentlich nicht wirklich darüber.
Joy passt brilliant in diese Welt. Ihr Charakter ist forsch und abgebrüht, Kraftwörter sind ihr ebenso vertraut wie das Messer in ihrer Hand. Und dennoch war sie mir von Anfang an sympatisch, denn ihre Art passt so wunderbar in diese Welt. Und wie wäre man wohl selbst, wenn man in einer Welt voller Armut und Hass aufwachsen würde. Dennoch merkt man, wie sie im Laufe des Buches eine Wandlung durchmacht. Sie wird entspannter, man hat gegen Ende fast das Gefühl, sie fühlt sich in der Welt der Percents wohler, als sie es je in iherer eigenen getan hat.
Neél ist eigentlich fast schon Joys Gegenpart. Er ist gezwungen, eine harte Schale aufzuweisen, innerlich ist er dann jedoch sehr gefühlsvoll, was man als Leser Stück für Stück begreift und ihn mit Joy zu lieben lernt. Diese Wandlung finde ich unheimlich gut gemacht, man bekommt sie erst gar nicht mit und muss dann plötzlich feststellen, dass man die Seiten gewechselt hat. So war ich erst auf der Seite der Menschen, die so schändlich unterdrückt werden und habe überrascht am Ende des Buches feststellen müssen, dass ich eben diese überhaupt nicht mehr verstehen kann und ihr Hass solch extreme Maße annimmt, dass ich es nur noch als abstoßend empfand. Ich meine, auch die Percents sind keine Engel, aber irgendwann einfach sympatischer geworden. Wie Jennifer Benkau das gemacht hat ist mir selbst nicht ganz so schlüssig.

Der Schreibstil ist berauschend, man kann teilweise einfach nicht mehr aufhören. Mal leicht und locker und dann, ganz plötzlich, kommt wieder etwas, das einen stocken, zurückblicken und die Passage noch einmal lesen lässt. Nicht, weil man es nicht begriffen hätte, sondern weil es mit so wunderbar gewählten Worten beschrieben ist, dass es einem unter die Haut geht. Selbst im Mittelteil des Buches, bei dem nicht wirklich viel geschieht, kann man es nicht aus der Hand legen, die Worte locken immer weiter, sodass auf einmal der Schlaf doch viel kürzer werden muss, wie man ursprünglich geplant hat, weil man jede Müdigkeit verliert. Denn obwohl diese Welt so dunkel ist entfacht sie im Leser ein Licht und eine Freude, die nur eine wirklich gute Geschichte auslösen kann.

Fazit:
Ich danke für diese unglaublich beeindruckende Dystopie - die Beste, die ich bisher gelesen habe - und kann es nicht erwarten, bis ich im zweiten Teil versinken darf!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein Highlight des Jahres, bisher!, 5. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Dark Canopy (Gebundene Ausgabe)
Stell dir vor, du musst täglich ums Überleben kämpfen.
Stell dir vor, dein Gegner ist unbesiegbar.
Stell dir vor, du kommst ihm zu nah.
Stell dir vor, du verliebst dich in ihn.

Inhalt:

Die Percents, für den dritten Weltkrieg geschaffene Soldaten, haben die Weltherrschaft übernommen und unterjochen die Menschen. Rebellenclans versuchen, außerhalb des Systems zu überleben. Mit ihnen kämpft die 20-jährige Joy gegen das Gewaltregime. Doch dann fällt sie dem Feind in die Hände und muss feststellen, dass sich auch unter den vermeintlichen Monstern Menschlichkeit findet. Und sogar noch mehr '

Der erste Satz:

Ich hatte immer behauptet, der erste Percent, der in meinen Wurfradius tritt, würde ihn nicht lebend verlassen.
Aber es kam alles anders.

Meine Meinung:

Zu Dark Canopy fehlen wir zum Teil die Worte. Das Cover und der Titel passen perfekt zu der Dystopie-Welt, in die uns Jennifer Benkau entführt. Das Abenteuer, in den wir mitgerissen werden ist schrecklich und grausam und dennoch ist es fesselnd und lässt einem nicht so schnell wieder los!
Ich persönlich hatte mich am Anfang vom Buch abgewendet ohne zu wissen, um was es dort geht, da ich den Buchtitel und das Cover nicht ganz ansprechend fand und dachte, dass es um ein Fantasy-Thriller oder des gleichen handelt, da die Aufmachung eine düstere Atmosphäre erzeugt. Zum Glück habe ich eines Tages doch den Inhalt von Dark Canopy gelesen und musste feststellen, dass dieses Buch mich vollkommen ansprach!

Die Geschichte fängt mit einem fesselnden Prolog an, welches eine düsteren Atmosphäre wiedergibt. Die Autorin zeigt dem Leser eine unschöne Zukunft, denn in dieser dunklen Zeit beherrschen Krieger die Welt.

Die Handlung wird aus zwei verschiedenen Sichtweisen erzählt. Sie wird einmal aus der Sicht von Joy, einer Rebellin und der eigentlichen Protagonistin erzählt und einmal aus der Sicht ihres besten Freundes und ebenfalls Rebellen, Matthial. Die Kapiteln von Matthial fand ich etwas langweilig und unnötig, im Gegensatz zu den von Joy, bei der es heiß herging!

Joy ist eine der Rebellen, die voller Zorn und Wut steckt. Sie hat den großen Drang, die Freiheit zu spüren und die Welt zu verändern, sowie ihren Dickkopf durchzusetzen. Dazu kommt noch, das sie eine taffe, mutige und harte Fraue ist mit viel sarkasmus, was ich an ihr liebe. Joy ist die Art von Frau, die zwar hart in nehmen ist und vieles opfert, aber auch öfters Fehler macht. Doch genau dadurch identifiziert sie sich und wird mit all ihren Fehlern menschlicher, denn ihr Wille sagt viel über ihre Person aus.
Neben Joy gibt es noch andere Charaktere in Form von weiteren Rebellen und Percenten. Man erfährt nach und nach mehr über die Begebenheiten, die Charaktere und gewinnt Einblicke in die Köpfe der Charaktere.

Der Schreibstil von Jennifer ist lüssig und leicht wie eine im Luft gleitene Feder. Es fiel einem nicht schwer in die Geschichte zu gelangen, geschweige sich darin wohl zu fühlen, obwohl die Welt so dunkel wie ein schwarzes Loch ist. Für mich war es unvorstellbar mich dem Tageslicht wieder auszusetzen nach der Geschichte. Jennifer verleiht allen Charakteren eine wundervolle Eigenschaft, wobei mir die von Joy und Neel (Joys Percent) am meisten gefielen, was wohlmöglich daran liegt, dass ich ihre etwas außergewöhnliche Beziehung spannend mitverfolgt habe. Dabei ist die Beziehung zwischen den zweien authentisch, obwohl sie eine Rebellin und er ein Percent ist. Aber in erster Linie geht es in der Geschichte nicht um eine Liebesgeschichte, wie in den meisten Dystopien, sondern um die dunkle Seite der Welt, die um längen hervorsticht. Mir fielen viele Ungereimtheiten auf, wie weswegen tote und zerstückelte Percents gefunden werden und weswegen alle Percents gleich aussehen. Fragen über Fragen, die sich im Kopf fest verankern. Auch wenn es am Ende einen Cliffhanger gibt, scheint er ganz natürlich zu sein.

Fazit:

Dark Canopy mein Highlight des Jahres!

Das Buch las sich von selbst und so schnell, dass man das Ende nicht richtig realisieren konnte, so gut ist es! Es ist keines der typischen Dystopien und entführt den Leser in eine ganz andere Dimension.
Wer durch Covers an Bücher rangeht und sich zu diesem nicht hingezogen fühlt, sollte dennoch zugreifen, da das Buch lesenswert ist, mit all dem Abenteuer und das Bild der einzigartigen, dunklen Welt. Empfehlenswert ist es außerdem allen anderen Fantasyfans, sowie Dystopie-Vernatiker, die eine ganz andere Variante lesen wollen.

Autorin:

Jennifer Benkau
wurde 1980 in Solingen geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann, drei Kindern und zwei Katzen inmitten lauter Musik und vielen Büchern lebt. Nachdem sie in ihrer Kindheit Geschichten in eine Schreibmaschine gehämmert hatte, verfiel sie pünktlich zum Erwachsenwerden in einen literarischen Dornröschenschlaf, aus dem sie zehn Jahre später, an einem verregneten Dezembermorgen, von ihrer ersten Romanidee stürmisch wachgeküsst wurde. Von dem Moment an gab es kein Halten mehr. Dark Canopy ist ihr erster Roman für junge Erwachsene.

Dilogie:

Der zweite Teil der Dilogie (Zweiteiler) wird voraussichtlich im März 2013 als erste Auflage auf dem deutschen Markt geben. Das Cover und der Titel ist hingegen noch nicht bekannt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Joy, eine Soldatin verliebt sich in den Trainer, 5. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Dark Canopy (Gebundene Ausgabe)
Joy ist 16 Jahre alt und lebt im Großbritannien der Zukunft. In dieser Welt wird der Himmel von 'Dark Canopy' verdunkelt, einer künstlichen Wolkenschicht, die alles Licht verdrängt und alles ins Dunkel taucht. Es gibt nur zwei Stunden am Tag ein paar Sonnenstrahlen. Als sie zum ersten Mal auf einen Percent trifft, will sie ihn töten, schafft es aber nicht. Der Percent, ein Maschinenartiger Soldat, lässt sie jedoch fliehen, anstatt sie zu töten' Zwei Jahre später ist Joy mit dem Sohn des Clanführers Mars, Matthial, zusammen. Die Welt lebt unter der Unterdrückung der Percents und Joy lebt in einem Clan im Coca-Cola Haus. Bei einem Streifzug nach Essen von Joy und ihrer besten Freundin Amber in der Stadt werden die beiden erwischt. Joy kann fliehen, doch Amber bleibt zurück. Danach macht sich Joy mit Matthial und ein paar anderen Mitgliedern aus dem Clan auf in die Stadt auf die Suche nach Amber. Doch dabei geht etwas schief und Joy wird gefangen genommen.

Sie wird in die Stadt getragen und dort dem Varlet Neél übergeben, der sie für sein 'Chivvy' vorbereiten soll. Neél ist ein noch junger Varlet, der einen Soldaten, in seinem Falle Joy, in einem Kampf schicken muss, um ein Krieger zu werden. Er trainiert Joy, damit sie bei der Menschenhetzjagd überlebt. Ein Varlet, der einen anderen Soldaten in dem Chivvy tötet, wird ein zum Krieger erklärt. Dessen Soldat, der als letztes fällt, wird Hauptmann. So hat Neél vorerst nur sein Ansehen im Auge. Doch nach und nach werden sich die beiden immer symphatischer und sie verlieben sich ineinander. Doch das Chivvy rückt immer näher und Joy erfährt, was mit ihrer Freundin Amber passiert ist und muss sich nun zwischen der Liebe und der Freundschaft entscheiden. Doch Matthial hat einen Plan, um Joy zu retten und der findet am Chivvy statt'

Um zu allererst eine kleine Unklarheit zu beseitigen: der Titel bedeutet auf Deutsch 'Dunkler Himmel', passend zur Maschine in der Geschichte. Jedoch wurde der englische Titel des deutschen Buches so gelassen. Zuerst hat mich die Geschichte des Buches nicht so angesprochen, doch als ich es mir trotz meines Zweifels kaufte, war ich gefesselt. Die Geschichte beginnt mit Joys Leben bei den Rebellen und ihr Werdegang zieht mich in den Bann. Wie sie fühlt, wie langsam die Gefühle für Neél wachwerden, ist wirklich toll zu lesen. Joys Erzählungen sind von ihr, jedoch sind die Kapitel von Matthial aus der Sicht eines Erzählers geschrieben. Sicher, Matthials Aktivitäten sind wichtig für die Geschichte, doch wirklich interessant ist das ganze nicht. Trotzdem habe ich es gelesen und ich war von Anfang bis Ende begeistert von dem Buch. Nur das Ende... das schockt. Ein zweites Buch wird es auf jeden Fall geben, so sagte Frau Benkau selbst und das ist auch gut so, denn die Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt.

Eine tolle Dystopie, in der sich der Soldat in seinen Trainer verliebt. Es gibt ein bisschen Liebe jedoch auch viel Action und schlimme Sachen. Trotzdem: 5 Sterne sind für das Buch ein Muss!
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