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111 von 138 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es ist kein waschechter Thriller - Trotzdem lesen.
Schätzing hat sich mit diesem Werk weit aus seiner bisherigen Komfortzone herausgewagt: Er verlegt den Roman thematisch in ein Gebiet, wo über "Gut" und "Böse" abseits der allgemein akzeptierten Axiome ("Völkermord ist immer böse.") vortrefflich gestritten wird und der Autor es automatisch nicht allen Recht machen kann. Er nimmt Abstand von seinem...
Vor 7 Monaten von Severin Higgs veröffentlicht

versus
129 von 138 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Endlich geschafft... Oder: Wie man einen "Thriller" nicht schreiben sollte
Vorweg: Insgesamt ist das Buch ein guter historischer Roman oder eine Dokumention über die Geschichte Israels. Ging es um die Qualität der Recherche und der Menge was ich über Israel gelernt haben, würde das Buch von mir 5 Sterne bekommen. Aufmachung, Beschreibung und Werbung versprechen allerdings einen mitreißenden Thriller und einen solchen...
Vor 3 Monaten von Ares veröffentlicht


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129 von 138 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Endlich geschafft... Oder: Wie man einen "Thriller" nicht schreiben sollte, 2. Juli 2014
Von 
Ares - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Breaking News (Gebundene Ausgabe)
Vorweg: Insgesamt ist das Buch ein guter historischer Roman oder eine Dokumention über die Geschichte Israels. Ging es um die Qualität der Recherche und der Menge was ich über Israel gelernt haben, würde das Buch von mir 5 Sterne bekommen. Aufmachung, Beschreibung und Werbung versprechen allerdings einen mitreißenden Thriller und einen solchen wollte ich auch lesen. Da verspricht das Buch meiner Meinung nach aber eindeutig zu viel...

IN KÜRZE:
===============
Der Klappentext verspricht "Einen mitreißender Thriller vor dem Hintergrund einer epischen Saga". Dieses Versprechen wird leider in keiner Weise eingelöst.

In den rund 1000 Seiten versteckt sich etwas, das entfernt an einen Thriller erinnert aber mich nicht wirklich mit gerissen hat. Dabei ist die Grundidee der Story gar nicht schlecht und hätte wirklich Potential. Leider wird dieses durch die gleichzeitige Erzählung der "epischen Saga" komplett zu Nichte gemacht.

Frank Schätzing versucht nicht nur einen spannende Geschichte zu erzählen sondern nebenbei auch noch die gesamte Geschichte des Staates Israel anhand einer Familiengeschichte zu behandeln. Beides hängt zwar grob zusammen, aber die Ausführlichkeit des historischen Teils ist bei weitem übertrieben. Das einzig gute dabei ist, dass Schätzing sich auf die letzten 90 Jahre beschränkt und nicht bei Urvater Abraham angefangen hat...

IM DETAIL:
===============
Vor fast 10 Jahren habe ich mit "Der Schwarm" mein erstes Buch von Frank Schätzing gelesen und war begeistert. In der Zwischenzeit habe ich andere Bücher von Schätzing gelesen und diese haben mir eigentlich durchweg gefallen. Breaking News konnte mich aber nicht überzeugen.

"Der Schwarm" habe ich verschlungen. Von einigen Bekannten hörte ich aber immer wieder, dass ihnen das Buch zu detailliert und langatmig sei. Ich liebe dicke Bücher und fand gerade diese Tiefe toll.

Kurz: Ich habe also nichts gegen Bücher mit ausführlicher Hintergrundgeschichte, im Gegenteil. "Breaking News" stößt aber selbst bei mir an eine Grenze oder überschreitet diese sogar.

Die Geschichte lässt sich eigentlich kurz und knapp zusammenfassen:
Top Journalist Tom hagen ruiniert durch eine zweifelhafte Aktion seinen Ruf, findet in Israel eine neue Story um sich zu rehabilitieren und gerät dabei in einen politischen Komplott.

Könnte spannend sein. Das Problem ist, dass dieser Thriller ständig von Rückblicken in die Geschichte zweier israelischer Familien unterbrochen wird. Das wäre nicht weiter schlimm, wenn damit nur der Hintergrund beleuchtet würde. Aber der Rückblick beginnt Anfang des 20. Jahrhunderts und kämpft sich dann durch die gesamte israelische Geschichte bis in die Gegenwart. Das Schicksal der Familien, die verschiedenen Gefühle und die Landschaft werden dabei bis ins Detail beschrieben.

Nachdem das Scheitern des Tom Hagen beschrieben wurde beginnt der erste Rückblick auf die Familiengeschichten in Israel. Dieser Schnitt ist so hart und zusammenhangslos, dass man sich fragt ob man im falschen Buch weiter liest. Erst nachdem man sich durch die ersten Jahrzehnte der Familiengeschichte gearbeitet hat geht es weiter mit Tom Hagen.

Die Geschichte Israels ist dabei erstklassig recherchiert und die Familiengeschichten auch durchaus gut erzählt. Ich habe viele (für mich) neue Informationen über Israels Geschichte erfahren, und einiges gelernt. An dieser Stelle verdient Schätzing durchaus Anerkennung. Das Problem ist für mich, dass dies einfach nicht zu einem "Thriller" passt. Das ist so, als würde man "James Bond" gucken und dabei nebenbei Haar klein die gesamte Geschichte des englischen Königshauses behandeln, nur um zu erklären worum Bond einen Anschlag auf die Queen verhindert.

Bei diesen geschichtlichen Einwürfen stört nicht nur deren Ausführlichkeit, sondern vor allem auch, dass der "Thriller" hierdurch immer wieder unterbrochen wird. Auch wenn der Spannungsbogen nicht allzu weit gespannt wird, wird jeder Anflug von Spannung direkt von der nächsten Geschichtsstunde abgelöst: "James Bond blickt in den Pistolenlauf des Bösewichts... Und nun dazu wie Georg II seinen Morgentee genießt..."

FAZIT:
===============
200 Seiten "Thriller" mit Tom Hagen
+ 400 Seiten Geschichtsuntericht
+ 400 Seiten Füllmaterial (Landschaft, Nebenschauplätze der Fimiliengeschichte ohne Bezug zur Hauptstory, etc.)
= 1000 Seiten "Breaking News"

Würde man den Thriller so belassen wie er ist und die Geschichtsstunden auf 50 Seiten kürzen hätte man ein nettes Buch. So ist das Ganze aber leider (selbst für Liebhaber langer Erzählungen wie mich) eine echte Quälerei.

WICHTIG:
===================
Ich habe mir Mühe gegeben das Wesentlich zusammen zu fassen. Natürlich kann ich dabei nur meine eigene Meinung wiedergeben. Wenn noch Fragen offen sind beantworte ich diese soweit möglich gerne in den Kommentare.

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98 von 118 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gut recherchiertes, schwach geschriebenes Werk, 24. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Breaking News (Gebundene Ausgabe)
Das Gute vorab: Wie in all seinen Büchern ist Schätzing auch hier wieder eine große Rechercheleistung gelungen. Die Geschichte Israels, angelehnt an die Figur Scharons, ist ein Thema, an das sich wohl nur wenige Autoren trauen würde - und Schätzing ist ihr thematisch sogar gerecht geworden. Zumindest, was den Plot angeht, hat das internationale Klasse und erinnert ein wenig an Ken Follett oder Don Winslow.

Doch anders als den beiden Großmeistern gelingt es Schätzing leider nicht, den Leser durch knapp 1000 Seiten zu tragen. Man kann die komplette Kritik in einem Satz zusammenfassen: Sein Erzähltalent ist einfach zu klein für eine solch große Geschichte! Was bei DER SCHWARM am Anfang und am Ende noch funktioniert hat, bei LIMIT nur noch halbwegs, geht jetzt gar nicht mehr: Kurze, abgehackte Sätze. Kein "Verlieren" in der Geschichte. Viele einschläfernde Beschreibungen. Keine mitreissenden Dialoge.

Ich könnte mir Frank Schätzing zukünftig gut in der Rechercheabteilung eines großen TV-Senders vorstellen: Ein packender Autor wird er wohl nicht mehr werden.
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111 von 138 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es ist kein waschechter Thriller - Trotzdem lesen., 14. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Breaking News (Gebundene Ausgabe)
Schätzing hat sich mit diesem Werk weit aus seiner bisherigen Komfortzone herausgewagt: Er verlegt den Roman thematisch in ein Gebiet, wo über "Gut" und "Böse" abseits der allgemein akzeptierten Axiome ("Völkermord ist immer böse.") vortrefflich gestritten wird und der Autor es automatisch nicht allen Recht machen kann. Er nimmt Abstand von seinem gewohnten Schreibstil, passt sich stattdessen an die begleitete Person an und erlaubt sich alles, was er sich erlauben kann (Versalschrift, Satzbrüche, ...), ohne das Werk ins Lächerliche zu ziehen. Er erlaubt sich auch, in die eigentliche Jetzt-Handlung Spannungspausen einzufügen, um durch Rückblenden die Historie der beteiligten Personen zu verstehen. Und er erlaubt sich, mühevoll aufgebaute Personen in einem Nebensatz sterben zu lassen - was nicht bar der Wirkung auf den Leser bleibt.

Nein, "Breaking News" ist kein reiner Thriller. Aber das, was es ist, gefällt mir ungemein. Es ist keine leichte Lektüre, und auch nichts, was man auf halbe Stunden verteilt in der S-Bahn lesen kann. Das Buch fesselt nicht auf die Art, wie man es von einem Thriller gewohnt ist. Und für einen Thriller enthält es ungewohnten Anspruch - was der geneigte Leser besser vorher wissen sollte, denn mit den falschen Erwartungen gibt es viel Enttäuschung.

Schätzing verbannt im Vorwort zu dem über 950 Seiten starken Werk einige Figuren ausdrücklich ins Reich der Fantasie. Das, was abseits der künstlerischen Freiheit im Buch steckt, will nicht als Wahrheit vermittelt werden. Allenfalls einen Fingerzeig geben: Es ist nicht immer alles schwarz und weiss, auch nicht in Israel.

"Thriller, Politdrama, Familiensaga" steht hinten drauf.
Und genau das ist drin.
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47 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nicht viel dazugelernt, 30. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Breaking News (Gebundene Ausgabe)
Zunächst habe ich abgewunken, als ich von einer Freundin, die Schätzing-Fan ist, den Roman angeboten bekam. Und da ich ganz genau wusste, dass sie den Hang besitzt, nicht nur zu fragen, wie es gefiel, sonder dummerweise auch noch mit inhaltlichen Fragen zu überprüfen pflegt, ob man es auch wirklich gelesen hat, tat ich ihr eben den Gefallen. Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich bereits mit der langatmigen Ödnis von Limit vorbelastet war. Dennoch bin ich durchaus Anhänger der second Chance Theorie und so ging ich davon aus, dass ihn die Masse an eher durchschnittlichen Kritiken bezüglich Limit zur Vernunft brachte und er damit aufhörte, sich dem amerikanischen Buch- bzw. Filmmarkt anzubiedern.

Doch dem Mann scheint es entweder vollkommen egal zu sein und er hat sich vorgenommen, jeden Euro mitzunehmen, den er noch kriegen kann, oder aber der Lektor von Kiepenheuer & Witsch verlor irgendwann selbst die Geduld und winkte den Rest einfach durch. Wahrscheinlicher ist, dass der oft holprige Schreibstil nur deswegen durchging, weil sich Schätzing als Werbeprofi längst selbst als Bestsellerikone aufgebaut hatte.

Ein guter Erzählstil kann auch noch einen mittelmäßigen Roman rausreißen doch hier ist es genau umgekehrt. Was hätte man aus dieser Idee für eine großartige Geschichte machen können? Heikel genug, sich an so was heranzuwagen. Ich vergleiche das gerne mit dem Spielfilm: „Zug des Lebens“ von Radu Mihăileanu, dem man anfänglich auch vorwarf, geschmackloserweise den Holocaust zu cartoonieren. Dennoch gelang ihm die Gratwanderung par excellence und er schuf ein humorvolles Werk, ohne das Grauen zu verharmlosen und das man zu Recht als Kunst bezeichnen durfte. Schön, wenn Schätzing das auch gelungen wäre, aber selbst wenn er irgendwann ein mal die Bedeutung des Ausdrucks „Verb“ begriffen hätte und es ihm nicht zu mühsam gewesen wäre, holprige Sätze glatt zu schleifen, hätte es auch nur zu einem der unzähligen Verschwörungsthrillern gereicht, deren Geschichten die Figuren ersetzen müssen.

Kann- oder will er einfach keine interessanten, vielschichtigen Antagonisten aufbauen, die jede gute Geschichte braucht, um den Unterschied zwischen Schüleraufsatz und einem spannenden Roman aufzuzeigen? Nicht aufhören können zu lesen und der Drang, weiterzublättern, um endlich zu erleben, dass der Bösewicht endlich eine auf die Mütze bekommt, stellt sich hier genauso wenig ein, wie bei Limit. Es reicht nun mal nicht, die Untaten eines Menschen aufzuzählen, um eine Aversion gegen diese Person zu erzeugen und genau das ist sein großes Manko.

Dann lieber weniger zwar gut recherchierte-, aber viel zu quälend lange Fakten und dafür mehr mit den Empathien der Figuren zu arbeiten. Mit den Erwartungen bis zum erlösenden Ende zu spielen und den oder die Bösen ärgerlicherweise immer im letzten Moment noch entwischen zu lassen, damit den Spannungsbogen bis zur Unerträglichkeit aufrecht erhalten bleibt, macht, meiner Meinung nach, einen guten Autor aus. Und das geht mir bei Schätzings Romanen vollkommen ab. Immer wieder hat man das Gefühl, als handle es sich um eine Dissertation, in welcher der Schreiber bemüht ist, sie für seinen Doktorvater unterhaltsamer zu gestalten.

Gute Ideen alleine reichen nun mal nicht aus, das zeigt dieser Roman wieder nur zu deutlich. Vielleicht irrte ich mich, als ich Kings Behauptung, dass man zum Schreiben schon großes Talent bräuchte, als abenteuerlich Theorie abtat. Schätzing mag ein erfolgreicher Marketingstratege sein, aber ein guter Geschichtenerzähler, ist er allerdings nicht.
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23 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Geschafft und enttäuscht, 15. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Breaking News (Gebundene Ausgabe)
Als begeisterter Leser der bisherigen Werke von Frank Schätzing habe ich mir Breaking News voller Vorfreude zugelegt. Leider wurde ich doch erheblich enttäuscht. Die Art und Weise wie das Buch sprachlich aufgebaut ist, hat mich dabei noch am wenisgten gestört.
Was mich sehr viel mehr gestört hat, war die zähe und nur mühevoll voran kommende "Haupthandlung" um Tom Hagen. Der Klappentext verspricht ja einen Thriller um Tom Hagen und Yael Kahn aber bis der endlich richtig in die Gänge kommt ist die Hälfte des Buches gelesen. Am Ende werden noch gut 50 Seiten für die Aufklärung des Plots geopfert, das wäre durchaus auch erheblich kürzer gegangen, da zu diesem Zeitpunkt dem Leser auch schon längst klar wie was ablief.
Insgesamt stellt dieses Buch zu gut 2/3 die Geschichte Israels dar, wass für einen historisch Interessierten wie mich durchaus sehr interesssant ist, aber ich wollte kein Geschichtsbuch sondern einen Thriller lesen. An diesem Punkt ist Herr Schätzing schlicht gescheitert. Die Idee ist im Grunde genommen sehr gut, aber es gelingt Herrn Schätzing kaum Spannung zu erzeugen, das Ganze plätschert so vor sich hin. Mir fehlt hier der Thrill, der mich beim Lesen mitfiebern lässt und bei dem ich es kaum erwarten kann zu lesen wie es weitergeht.
Aufgrund der gründlichen Recherche, der m.E. guten Idee zum Plot des Buches und weil ich die Informationen über die Geschichte Israels interessant finde gibt es drei Sterne insgesamt, wobei die Handlungsebene um Tom Hagen mit ach und krach auf 2 Sterne kommt. In Zukunft werde ich mir allerdings den Kauf eines Buches von Frank Schätzing gründlich überlegen.
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104 von 132 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Langatmig bei anstrengendem Sprachstil, 8. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Breaking News (Gebundene Ausgabe)
Über die Handlung in Frank Schätzings neustem Roman "Breaking News" ist über die Amazon-Inhaltsangabe wie auch durch meine Vorrezensenten mehr als genug geschrieben. Das Thema ist brandaktuell und es sei Schätzing auch beste Absicht unterstellt, in seinem Generationen übergreifenden Epos, wie man es in dieser Ausführlichkeit eher von Ken Follet gewöhnt ist, mit viel Spannung und historischem Hintergrund zu unterhalten.

Doch leider gelingt ihm dies in meinen Augen nur sehr fragmentarisch. Dabei kann ich noch nicht einmal behaupten, dass ich abgebrochen hätte, denn im Grunde ist die Geschichte des zynischen Kriegsreporter und dessen Verquickung mit den aktuellen wie auch historischen Gegebenheiten Palästinas und Israels durchaus spannend und interessant.
Wenn da nicht Schätzings Hang wäre, alles und jeden in seinem Roman bis auf den letzten Tropfen zu beschreiben, hier noch einen Erklärungsstrang einzuführen und da noch dieses Detail zu ergänzen. Das stört in meinen Augen den Lesefluss ungemein und ich habe mich im verlauf immer häufiger dabei ertappt, wie ich ganze Passagen nur noch überflogen oder ganz und gar ausgelassen habe, um mich auf das Fortkommen der Handlung zu konzentrieren. Dies ist schade, denn hier wäre eindeutig weniger viel viel mehr gewesen.
Das zweite große Manko von "Breaking News" ist der Sprachstil Schätzings. Stakkatoartige Sätze, gerne ohne Verb, teilweise nur wenige Worte lassen zwar Assoziationen zu dem Titel aufkommen, erinnert dies doch sehr an Sensationsreporter, die atemlos ein aktuelles Ereignis kommentieren. Mich hat es irgendwann einfach nur noch genervt.

Und dieser Schreib-/Sprachstil Schätzings gepaart mit seinem Hang zur übertriebenen Ausführlichkeit, erfüllt bei weitem nicht die Vorschußlorbeeren, mit denen "Breaking News" angekündigt wurde. Nun muss man auch fair sein - es gibt eindeutig schlechtere Werke und was man Schätzing nicht vorwerfen kann, ist gut und akribisch recherchiert zu haben, denn das Bild, das er historisch aufzeigt, ist ein gutes Spiegelbild der aktuellen Realität im nahen Osten. Trotzdem - als Unterhaltungsroman finde ich "Breaking News" nicht gut und komme daher über 2 Sterne in der Bewertung nicht hinaus. Schade!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der neue Schätzing, 22. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Breaking News (Gebundene Ausgabe)
Das neue Werk von Frank Schätzing ist ingesamt wieder mal gelungen. Es erreicht allerdings nicht das Niveau an Spannung und Dramatik wie "Der Schwarm" oder "Limit". In "Breaking News" übernimmt der Autor zu sehr die Rolle des Geschichtslehrers, zu wenig die Rolle des Thriller-Konstrukteurs. Dramatik kommt im Verlaufe der Story ansteigend zum Zuge, wenn Tom Hagen an der Reihe ist. Diesen Chaoten schließt der Leser nach und nach ins Herz und seine Lovestory mit Yael Kahn (mit Partial-Happy-End) sei Tom von uneingeschränkt gegönnt. Sie versöhnt etwas mit Ultras, Umsiedlungen und Koma-Jahren. Die Belehrungen über die Gesichte Israels kommen leider in weiten Passagen schwerfällig herüber, nehmen häufig den Charakter langweiligen Geschichtsunterrichtes an. Rat an Frank Schätzung für das nächste Werk: Lass den Versuch der Weltverbesserung, er gelingt ohnehin nicht; konzentriere dich auf deine Stärken - nämlich den Aufbau fantastischer Spannung. Wahrheit oder Fiktion, wen interessiert das schon?
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Äußerst spannend und trotz fiktiver Handlung gut geeignet, nebenbei etwas über den ewigen Konflikt zu lernen., 4. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Breaking News (Kindle Edition)
Warum gekauft?
-> aktueller Gaza-Krieg und das Bestreben, etwas zu diesem ewigen Konflikt zu lernen, das Handeln von Israel besser zu verstehen und vielleicht sogar Verständnis dafür aufzubringen, ohne gleich wissenschaftliche Politikabhandlungen lesen zu müssen.
Ist das gelungen?
-> gelernt jede Menge, aber immer mit dem Wissen im Hintergrund, dass es eine fiktive Handlung angelehnt an den realen geschichtlichen Ablauf ist.
-> Verständnis für das Handeln von Israel ? eher Angst um das Land, wenn es nicht endlich den Mut zum Friedensschluss aufbringt und sehr, sehr wenig Hoffnung, dass die irgendwann passieren wird.
In Summe: das Buch ist wirklich zu empfehlen. Läuft etwas zäh an, aber dann muss man sich zwingen auch mal nicht zu lesen.
Sehr spannend, gefällig geschrieben, gut recherchiert und die Grundidee mit dem Attentat auf Sharon abgefahren, aber irgendwie so unglaublich schlüssig erzählt, dass es man es fast für die Realität halten kann. Wer weiß……?
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Lektion in Politik und Geschichte, die einen gefangen nimmt., 20. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Breaking News (Kindle Edition)
Die Story, aufgehängt um die Aktivitäten des Journalisten Tom, bietet alle Elemente des Thrillers: Rivalitäten verschiedener politischer und religiöser Gruppen, Geheimdienstabteilungen, die gegeneinander operieren, Mord, Anschläge, Lügen, verborgene Geheimnisse, Verfolgungsjagden, Liebe und Hass.
Wiederum liefern sehr gut recherchierte Fakten den politisch-geschichtlichen Hintergrund der Story und stellen auf verschiedenen Zeitebenen die Zusammenhänge und das Figurenensemble her. Als Leser braucht man Geduld, um den Faden nicht zu verlieren bei den manchmal etwas ausufernden Ausflügen in die Gründungsgeschichte des Staates Israel, deren Turbulenzen bis heute Unruhe und Krieg im Nahen Osten hervorrufen. Wer durchhält, wird belohnt, denn im letzten Drittel nehmen Rasanz und Tempo der Geschichte wieder Fahrt auf so wie auf den ersten Seiten, wo der Leser Zeuge von Toms journalistischem Hazardspiel in Afghanistan wird.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Buch, welches den Schwerpunkt auf Themen, nicht auf Geschichten legt., 21. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Breaking News (Kindle Edition)
Frank Schätzings vermutlich persönlichstes Buch, in dem er seine unterschiedliche Stile und Interessen vereint. Ein Buch, welches Anlehnungen an seine alten Krimi Tage hat, den typischen Wissensaspekt aus den neueren Büchern einbringt und gleichzeitig ein neues Stilmittel verwendet: schon fast eine Form des Reiseberichts aus Autor-/ Journalistensicht von Frank Schätzing.

Man merkt dem Buch deutlich an, wann Schätzing über recherchierte Themen und wann über selbst erlebte Themen schreibt. Man merkt dem Buch an, das es aus unterschiedlichen Stilen kommt. Und genau das ist seine große Stärke. Es vereint auf eine elegante Art und Weise all dies und lässt somit die Kapitel höchst unterschiedlich erleben und bewerten. Es zeigt einem eine Unzahl an verschiedenen Perspektiven auf und hält das Buch stylistisch spannend und interessant. Die verschiedenen Schauplätze und Zeiten bauen ein komplexes, aber ergreifendes Geflecht auf, weil man das Gefühl bekommt, einen Hauch des "großen Ganzen" (Israel, Arabische Welt, Afghanistan, Medien, persönliches Schicksal) zu ahnen und zu begreifen. Dabei merkt man Schätzing das Bemühen um ein ausgeglichenes Bild an, was ihm in Anbetracht der Schwere dieses Unterfangens beeindruckend gut gelungen ist.

Auch die Personen sind gut aufgebaut und laufen auf einige Highlights hinaus, die einem noch lange in Erinnerung bleiben werden. Besonders stark erweist sich Schätzing, psychologische Aspekte und Analysen der Personen mit der realen Welt derjenigen und den dauernden Konflikt zwischen Wissen und Emotionen darzustellen.

Schätzing versucht auch, den Schreibstil je nach Person und Kapitel etwas zu variieren. Auf kurze, nachrichtenartige Sätze folgen im nächsten Kapitel weite Ausschweifungen und Gedankenmonologe bzw. Themenanalysen. Über das gesamte Buch hinweg gelingt es ihm mal besser, mal weniger gut, und gerade gegen Ende kommt der typische Schätzingstil durch, allerdings teilweise so stark personalisiert und seine eigenen Eindrücke schildern, das der Eindruck eines Reiseberichts entsteht.

Diese ganzen Faktoren führen Schlußendlich zu dem Grundproblem des Buches: die Geschichte. Es macht den Eindruck, dass Schätzing hier eher eine Geschichte um seine Recherchen und Erlebtem versucht aufzubauen, anstatt anders herum. Das gilt allerdings nur, wenn man einen astreinen Thriller erwartet. Sieht man es eher auf thematischer Sicht, so hatte Schätzing durchaus eine sehr stringente Idee davon, über welche Themen er schreiben und was er dem Leser vermitteln will. Und um diese Thematiken werden Geschichten aufgebaut, welche mal außergewöhnlich stark, mal außergewöhnlich schwach sind. Die Zusammenführung der zahlreichen Stränge klappt überwiegend gut und teilweise sehr beeindruckend, aber ausgerechnet zum Ende hin wird es mehr und mehr durchsichtig und wirkt etwas zu konstruiert.

Schlusswort: Schätzing liefert hier aus meiner Sicht sein stärkstes Buch ab. Es gelingt ihm, seine unterschiedlichen Stärken und Stile in einem Buch zusammenzuführen, eine ordentliche Prise persönliche Erfahrung einzustreuen, und ein ausgeglichenes Buch über eine der sensibelsten Thematiken der aktuellen (und vergangenen Welt) zu schreiben. Es ist erfrischend, dass er seine ausgezeichneten Fähigkeiten für aktuelle und weltliche Themen verwendet, und sich von manchen Science-Fiction Ausflügen verabschiedet hat. Es ist ein Buch, was jeder gelesen haben sollte, der sich für eines der Themen des Buches interessiert. Nicht für jedermann. Ein Buch, welches den Schwerpunkt auf Themen, nicht auf Geschichten legt. Mir persönlich kam zu gute: ich interessierte mich für alle Themenschwerpunkte.
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